Monthly Archives: February 2011

Der Kontakt zu höheren Wesen macht eitel.

Fehlt die Dynamik als Dramaturgie? Das könnte ein offensichtliches Problem sein. Dass man sich an einen Punkt hin entwickelt hat, wo bestimmte Dinge einfach nicht mehr gehen. Kein Interesse mehr produzieren. Zurück zu: Hilfe!

alles gleich lang

alles gleich groß

alles gleich weit auseinander

und dann eben doch nicht

Reihung, fucking Reihung: böse

verschiedene Proportionen übereinanderlegen

ohne Abstand – mit Abstand

6:7:8:9, etc.: Wenn das Grundmass nicht gegeben ist, sind selbst einfache Zahlenverhältnisse nur schwer zu durchschauen, auch wenn die realen Maße bekannt sind.

die Dicke der Trennwände berücksichtigen

das gesamte Stück als 21:20 Proportion verstehen

alles zweigeteilt

Das Problem ist, dass nicht einfach nur die Menge der Veränderungen bestimmt werden kann, sondern dass die Veränderungen nur da sinnvoll sind, wo sie isoliert und nachvollziehbar eingesetzt werden können. Zumindest ist das bisher die Idee. Und wie programmiert man sowas?

Irrationale Verhältnisse sind letztlich nichts anderes als lineare Skalen.

Paare mit negativen und positiven Hälften falsch zusammensetzen: Verkürzung und Verlängerung eigentlich identischer Dauern. NICHT negative und positive Hälften vertauschen!

Immer alles wiederholen. Alles halbieren.

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eglantines sauvages

Abschnitte: Vielleicht ist die Idee von klar abgegrenzten Abschnitten für dieses Stück falsch. Die einzelnen Parameter könnten beispielsweise jeweils in ihrem eigenen Zeitgefüge Abschnitte bilden, deren Grenzen deckungsgleich sein können, aber nicht deckungsgleich sein müssen. Durch das Abarbeiten von klar abgegrenzten Charakteristika ist die Form des Stückes im Moment zu durchschaubar: Es entwickelt sich keine eigengesetzliche Dynamik.

Hatten wir das schon: Jeder Parameter mit seiner eigenen Dramaturgie? Zeitgerüst, Tempogerüst als Grundlage? Immer wieder die Frage: Welches sind die entscheidenden Veränderungen? Umkippen, Umfallen, Peripetie.

Parameter als eigene Handlungsstränge? Das wäre natürlich das absolute Gegenteil von einem Zusammenschließen von Spieltechnik und Dynamik, wie das eigentlich als Hauptaussage des Stückes geplant war.

Wie schon gesagt, kann es feste Veränderungen geben, also ein Umspringen von einem Zustand in einen anderen Zustand, vorher war es so, jetzt ist es so, oder kurze, temporäre Veränderungen, die wie einzelne kürzere oder längere Akzente im Zeitverlauf wirken und zum Beispiel auch als Vorbereitung für einen Umschlag eingesetzt werden könnten.

Ergebnisoffen. Glaube nicht, dass Du schon alles weißt.

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Das Ganze muss als totes Material angesehen werden.

Der Mann, der zu viel wollte.

Verständlichkeit: Ganz interessant, wenn man etwas sagt, aber ganz offensichtlich nicht verstanden wird. Der Gesprächspartener geht davon aus, dass er verstanden hat, führt das Gespräch aber in einer Weise weiter, aus der hervorgeht, dass er im besten Fall genau das Gegenteil von dem verstanden hat, was man eigentlich sagen wollte, vielleicht aber auch einfach etwas ganz anderes. Man macht ein, zwei Versuche der Richtigstellung, merkt aber schnell, dass es keinerlei Aufnahmebereitschaft für das gibt, was man eigentlich sagen will. In einer Art unbewussten Absichtlichkeit kann der Gesprächspartner gar nicht verstehen, was wir sagen wollen, weil dies sein Weltbild (zumindest in Bezug auf den Ausschnitt, über den wir sprechen) zerstören würde. Offensichtliche Frage: Wie oft missverstehen wir selbst absichtlich, ohne uns dessen bewusst zu sein? Wie abgeschottet, wie unbeweglich ist unser Weltbild? Nächste Frage: Wie offen kann ein Weltbild sein, wenn es praktikabel bleiben soll?

Ich meine hier nicht einfach kleine Missverständnisse, sondern Situationen, wo man etwas sagt, das man für selbstverständlich hält, das vielleicht zwei, dreimal wiederholt und erklärt, und dann merkt: Oh, lieber nicht anfassen, lieber in Ruhe lassen, sonst bricht hier etwas auseinander, was Du später vielleicht nicht mehr zusammenbekommst. Hier verteidigt jemand sein Leben. Welches Recht hast Du, hier nachzubohren? Allerdings: Welches Recht hast Du, hier zu schweigen? Vgl. Taktgefühl: Wer hat Dir denn eigentlich erlaubt, taktvoll zu sein?

Und dann wurde er BÖSE.

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Das Ganze hat nichts mit Verachtung, sondern mit Entsetzen zu tun.

Lustig, dass man überhaupt nicht weiterkommt, egal, wieviel man vor sich hin denkt.

Umschlagpunkte durch eigene Zeit-Permutationen je Parameter festlegen, Mikrodramaturgie durch Mikrovarianten steuern. Das heißt dann aber auch, dass es viel mehr einschneidende Veränderungen gibt, als bisher geplant, und dass die klare Abschnittsbildung verschwimmt. Mögliche Abweichungsgrade festlegen oder zumindest einplanen. Zweiteiligkeit beibehalten.

Umschlagpunkte auch auslassen!

You don‘t know what comes next and that‘s the whole point: It‘s unplannable and unforeseeable.

Tempogerüst mit Schlagzahl bleibt fest, konkurrierende Parameter greifen in Tempogerüst ein und können auch einzelne Schläge zerschneiden.

Tatsächlich viel interessanter, wenn z.B. Tempo und Metrum nicht synchron laufen, also voneinander entkoppelt werden. Polyphonie der Parameter als Komplexitätszuwachs: Antisynchrone Umschläge interessanterweise schwer zu denken. Allein das schon Argument für Entkoppelung. Schweben. Statik. Konstruktion.

Crescendo/Diminuendo/Accelerando/Ritardando: runde Kanten?

Würdest DU … ? – Nee, garantiert nich.

(Martin Luther)

mittendrin umschlagen, einfach so: eigentlich eine gute Idee

Die Satzgrenze ist definiert als der einzige Ort, an dem alle Parameter zusammenlaufen.

Das Intro wird in das Stück hineingesogen.

It‘s fuckin‘ Steinzeit (ND).

Immer besser werden und dann wieder von vorne anfangen.

So what do YOU want? What do you really WANT and what are you gonna do for it? And why do you complain?

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Deine Augen bestehen aus Scheiße.

Meistens bekommt man Dinge, die man sich wünscht, erst dann, wenn sie einem egal geworden sind. Oder dann, wenn man aktiv daran gearbeitet hat, sie zu bekommen – was auf das Gleiche hinausläuft: Wenn man sich etwas verdient hat, kann man sich eigentlich nicht mehr darüber freuen. Wieso sollte man? Das könnte auch der Grud dafür sein, dass man Dinge, die man sich wirklich wünscht, oft nicht bekommt: Weil man es ablehnt, dafür zu arbeiten, um die Freude, sie zu bekommen, nicht zu zerstören. Auf der anderen Seite: Warum sollte man sich über etwas freuen wollen? Wenn die Freude so leicht zerstörbar ist, warum sollte man für sie den Gegenstand des Wunsches opfern?

Können Sie diese Überlegungen nachvollziehen? – Nö, wieso?

Eine formale Struktur ist dann gelungen, wenn sie als Erfindungsmaschine funktioniert.

Angstgetriebene Manie, zu allem dazuzusagen, wie man es verstehen soll: Dass man es bloß nicht in den falschen Hals bekommt.

Der Tod ist peinlich, oder die Angst vor ihm?

Sich entscheiden, mit allen Konsequenzen.

Form: Parameter ENTDECKEN.

Habe ich damit wirklich etwas zu tun? Vielleicht ja, vielleicht nein, vielleicht ist es einfach nur völlig egal. Bei etwas mitmachen, weil es keine Alternative gibt, nicht aus innerer Überzeugung. Das politische Leben existiert nicht.

Eine Welt ohne Idioten wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht vorstellbar (Lenin).

alles so falsch

alles
so
falsch

überwintern

Wenn Ironie offen lassen bedeutet, müsste doch eigentlich das Einziehen ein zweiten Ebene, die die erste kommentiert, das Gegenteil von Ironie bedeuten. Das ist aber nicht der Fall: Die zweite Ebene ist eher so etwas wie das Aussprechen der ironischen Intention.

sich treu bleiben wird überbewertet

Schlinge

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The Vorbeiest.

Anger

Das muss ich mir unbedingt merken!
Ich auch!
Ich auch!

Psychologie: Interessant, dass man nicht einfach irgendein Gerüst konstruieren kann, es muss sich zumindest solange man daran arbeitet, sinnvoll ANFÜHLEN.

Stefanie Lobenstein Bensheim

Misserfolg als Korrektiv

Takte als Einheit für Mikrovariation, Module als Einheit für Makrovariation? Passgenau oder überlappend zusammenführen? Wahrscheinlich wesentlich, Zeitstrukturen auseinander zu halten.

Dinge, die sich schnell ändern: Mikrovariation
Dinge, die sich langsam ändern: Makrovariation

Anschauen und Wissen

glauben zu wissen

Formale Disposition und Binnenstruktur: D.h. der gleiche Parameter kann natürlich sowohl im Makrobereich als formbildende Kraft, als auch im Mikrobereich als Mittel zur Generierung von Mikrovarianten eingesetzt werden.

Parameter X verhält sich im Makrobereich so und so, und innerhalb dieses Bereiches im Mikrobereich so und so. Der Makrobereich gibt die Grenzen des Mikrobereichs vor.

ALLE Parameter sowohl im Makro-, als auch im Mikrobereich???

Den Mikrobereich GEGEN den Makrobereich setzen.

Im Großen und im Kleinen

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JB

Alte Frage, altes Thema: Woher kommt die Spießigkeit von sinngeführten Texten und wie kann man sie überwinden? Die Argumentation, die Ausarbeitung bringt auch im besten Fall eine Spießigkeit mit sich, die abstoßend ist. Liegt das daran, dass wir so eigentlich nicht denken? Dass wir uns also per Text klüger machen, als wir sind? Oder daran, dass die Vergeblichkeit des Unternehmens so offensichtlich ist: Der Sinn bleibt im Text versteckt und kann daraus auch nicht wieder hervorgeholt werden. Eine mündliche Wiedergabe der Argumentation wäre nur eine Kopie des Textes und offensichtlich nicht dem Medium Sprechen angemessen. Vor allem wäre es auch nur eine Erinnerung der Argumentation, keine echte Argumentation. Darüber hinaus kennt der Text keinen Widerpart, niemanden, der ihm widerspricht, er ist automatisch die letzte Instanz. Auch und gerade, wenn er sich mit bereits Veröffentlichtem beschäftigt, auseinandersetzt, und es bestätigt oder widerlegt.

Das ist nicht das letzte Wort.

Weiteres Problem, Anschluss: Auch wenn die schriftliche Argumentation eine eigene Dynamik entwickeln kann, also nicht im Voraus feststehen muss, zu welchem Ergebnis sie führt, ist die Zielgerichtetheit der Textart an sich ein Problem. Ausgearbeiteter Text. Aufgabe. Erfüllung. Ein Streichquartett muss wie ein Streichquartett klingen. Aufgabe Streichquartett. Weiterdenken.

Und gleichzeitig: Ohne die Dynamik des Textes könnten viele Ideen unmöglich gedacht werden, übrigens letztlich auch im nicht-schriftlichen Denken. Das Festhalten an etwas, das über den Eindruck hinausgeht. Letztlich kann Form auch die Aufgabe haben, die Bedächtigkeit der Ausarbeitung durch falsche, sinnwidrige Entscheidungen zu zerstören. Weiterdenken.

Verschwendung

wenig, aber viel

blutig

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Die Flunder

Unvollkommenheit

Knacken bei jedem Sample

Rauschen
Rauschen
Rauschen

Eine der wichtigsten Aufgaben des Künstlers bei der Arbeit: Den Sinn zu töten, den Zweck zu killen.

Über den Sinn hinaus gehen: Das könnte auch heißen, den Sinn mit einzubegreifen, ihn mitzunehmen und so zu überwinden. Besser als der böse Sinn. Viel besser.

Somebody Else by Somebody Else

Oper als Sampler

Oper als Schrotthaufen

alle Samples falsch/hart anschneiden: immer eine Millisekunde zu spät

feel the weight

Oper: Vor Einsatz der Instrumente Raum sampeln und langsam hörbar machen, sowohl Raumakustik, als auch Publikumsgeräusche möglich.

Klavierkonzert: Zweites Keyboard als Sample-Timer einsetzen. Pedal zur Bestimmung der Instrumente, die gesampelt werden sollen, Tasten zur Bestimmung der Verarbeitung?

Samples müssen arbiträr, ungesteuert wirken, ob durch nicht zu vermeidende Abweichungen zwischen Keyboard und restlichen Instrumenten, oder durch mechanische Programmierung.

Samples immer mit Fehlern: Störgeräusche, Raumklang, zu früh oder zu spät – oder gar nicht.

Licht a capella

alles viel zu viel: durchsichtig halten

Man dachte, jetzt geht es endlich richtig los, dabei war das in Wirklichkeit schon das Ende gewesen.

Click here to lead a better life.

Und schon wieder vorbei.

happy endings

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