Monthly Archives: June 2011

This is – the …

Lichtblitz: Dauern Musik festlegen, Dauern Text festlegen, Schnitte festlegen, Material einfügen, Text applizieren.

zoom in/zoom out

Frequenzanalysen grundsätzlich linear/polyphon

Ausschnitt horizontal/vertikal, vergößern/verkleinern, transponieren, unregelmäßig versetzen (Tonhöhe/Dauer), ergänzen: Was könnte hier passiert sein, hätten wir gleich genauer hingeschaut.

Lichtblitz
Licht/Maurizio
Kolik
Zwei/2240: Song Cycle

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Incipit

In Ausdauersportarten war ich immer gut gewesen. Für den ganz großen Erfolg hatte es dennoch nicht gereicht. Bei der Tour de France kam ich nicht im Hauptfeld, sondern mit den Abgeschlagenen ins Ziel. Eines Tages wurde mir klar, dass die anderen Fahrer lange vor mir aufstanden, und auf die Strecke gingen, wenn ich noch schlief. Ich beschloss, es ihnen gleich zu tun, und fuhr am nächsten Tag vor Morgengrauen los. Ich kam als Erster nach Paris.

Merkwürdig an Reisen, dass in dem Moment, in dem man sich in Bewegung gesetzt hat, plötzlich alles wie von alleine zu gehen scheint. Was vorher wie ein unlösbares Problem ausgesehen hat, ergibt sich plötzlich wie von selbst. Es ist noch nicht einmal mehr als Problem erkennbar. Das muss der Modus sein, in dem sich Berufsreisende immer bewegen. Fast so etwas wie aufgehoben sein, beschützt sein, sich dem Strom der Dinge hingeben.

Let let let it flow.

Häh?

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EKG

10:30 Start
10:45 Fahrrad
11:00 Café
11:30 Fahrrad
11:35 Treppe
12:30 Schwarzer Tee, Schreibtisch
13:30 Hinlegen, arbeiten
13:52 Schlafen
14:18 Aufstehen, Schreibtisch
16:20 Treppe
16:25 Fahrrad
16:38 Café
16:58 Kieser Training
17:41 Ende Kieser Training
18:24 Fahrrad
18:36 Treppe
18:40 Schreibtisch
20:05 Hinlegen, ausruhen, schlafen
20:39 Aufstehen, Schreibtisch
22:26 Abendessen, Wein
22:44 Hustenanfall
0:28 Schreibtisch
3:09 Bad
3:32 Bett
7:45 Aufstehen
8:00 Stop

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let‘s face it

Im Prinzip ist halt immer Ausnahmezustand. You wanna relax? Just die!

Carsten: Komplexität als grundsätzlich positiver Wert, tatsächlich würde mir nichts anderes einfallen, was ich so absolut setzen würde. Logischerweise kann Komplexität dann nicht einfach nur Viel bedeuten, sondern die Fähigkeit, viel oder wenig, kompliziertes oder einfaches Material mit Bedeutung aufzuladen. Das würde für mich eigentlich für alle Bereiche gelten, einschließlich Essen, Trinken, Kleidung etc. Klar ist auch, dass etwas Einfaches deutlich komplexer als etwas Kompliziertes sein kann, und dass das Einfache vermutlich durch das Absetzen von Kompliziertheit seine Bedeutung, also seine Komplexität erhält. Es dürfte schwierig sein, das Einfache an sich, ohne Gegensatz zum Komplizierten, als komplex zu denken.

Feldman z.B. ist nicht einfach, bzw. nur auf der Oberfläche, technisch aber betont kompliziert. Hier könnte man sagen, dass die Komplexität intern, nämlich im Gegensatz zwischen einfacher Oberfläche und komplizierter Struktur erzeugt wird. Für den letzten Feldman ab 1984 gilt das allerdings nicht: Der ist polemisch, und zwar gegen sich selbst, gegen die unmittelbar vorausgegangenen Arbeiten. Gerade weil diese Arbeiten so perfekt sind, muss er sie zerstören, um überhaupt weiterarbeiten zu können. Der Wendepunkt liegt exakt zwischen Crippled Symmetry und For Philip Guston. Lustig, dass das niemand verstehen will: Nichts ist offensichtlicher. 1984 ist das Jahr der großen Vortragsreisen. Vielleicht hat das zum inneren Abschied geführt. Oder es war einfach der gigantische Erfolg der vorausgegangenen Arbeiten, der ihn zum Rückzug in weniger zugängliches Gelände zwang.

Das alles bedeutet ziemlich klar, dass Komplexität (und irgendwie reden wir hier über Schönheit) historisch ist, und zwar nicht nur in dem banalen Sinn, dass sich Geschmack und Zeitgeist verändern, sondern auch in dem viel wesentlicheren, aber auch offensichtlichen Sinn, dass bestimmte Formen von Komplexität nur im historischen Zusammenhang, im Wissen, wogegegen sie sich gewendet und was sie abgelöst haben, gelesen werden können. Gleichzeitig würde ich vermuten, dass etwas von dieser historischen Spannung im Gegenstand erhalten bleibt, auch dann, wenn der Zusammenhang nicht mehr präsent ist, aber das ist vielleicht Mystizismus. Die besten Arbeiten, wie z.B. eben klassischer Feldman, organisieren ihre komplexe Bedeutung aber intern und bleiben dadurch auch abgelöst vom historischen Zusammenhang lesbar.

Notizen müssen immer sofort zu Ende geführt werden, es macht keinen Sinn, erst Stichworte aufzuschreiben und später den Gedanken ausführen zu wollen. Als ob man einen toten Gedanken wiederbeleben könnte. Nachträglich nur Politur, nicht Ausführung möglich. Insofern herrscht hier ganz klar der Geist der Schnelligkeit: Sofort aufschreiben, schnell niederschreiben, bevor das Interesse verfliegt.

Alles arbeitet weiter.

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Gleichmäßige, anstrengungslose Kraftzufuhr.

Zu Politik: Natürlich macht es Sinn, die Motive von Handlungen zu hinterfragen. Und meine Kritik an Wohltätigkeit, aber auch an Politik im Allgemeinen zielt eigentlich fast immer auf diesen Aspekt. Gleichzeitig muss aber auch die Frage erlaubt sein, ob die Handlung selbst, oder das Motiv das ausschlaggebende Kriterium für ihre Kritik ist. Kann das falsche Motiv eine richtige Handlung im Ergebnis korumpieren? Ich würde sagen: Leider ja. Ausschlaggebend ist das Detail, die Begleitumstände, die Ausführung, und die werden selbstverständlich durch das Motiv beeinflusst. Es ist unvermeidlich, dass die Haltung, mit der man etwas tut, die Handlung beeinflusst.

Klingen lassen. Vorteil von Elektronik: Scheinbar müheloses, energiefreies Anhalten des Klanges, unendliches Klingen, das Verklingen nur als Metapher, als Andeutung, als theoretische Möglichkeit, als künstliches Nachbilden akustischer Verhältnisse.

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Verstehen: Rhythmus, Tempo, Zuordnung

Catch My Heart: Totale Verlangsamung, aber, natürlich, die Stimme selbst kann nicht verlangsamt werden, es sei denn man würde sie im Detail transkribieren und dann sich selbst singen lassen, wobei sie dann die verlangsamten Details mit ähnlichen Mikroelementen wie das Original versehen würde – Einschwingvorgänge, Friktionen, Unregelmäßigkeiten, Manierismen.

Das gleiche gilt natürlich auch für Instrumente: Es ist dann halt einfach nur ein ganz normaler langsamer Satz, mehr nicht. Man müsste das instrumentale Spiel selbst, letztlich die Körperfunktionen verlangsamen.

Oper: Nahsicht und Fernsicht, kann nur funktionieren, wenn ein formaler Zugang zu Zeitlupe, Echtzeit und vielleicht auch Zeitraffer gefunden wird, insbesondere, aber nicht nur, in Hinsicht auf den Text. In diesem Sinn die konventionelle Lösung von Rezitativ und Arie leider unübertroffen.

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Vunerability

Eine freie Fläche vor einer Altstadt, ich fahre in einem altertümlichen Auto, plötzlich wird die Straße abschüssig und eine Bahnschranke, die sich schließt, wird sichtbar. Ich bin zu schnell, um vor der Schranke stehen zu kommen, und fahre unter der sich schließenden Schranke durch. Hinter dem ersten Gleis viele weitere Gleise, wie auf einem Bahnhof. Ich versuche so schnell wie möglich die Gleisflucht zu durchfahren. Auf dem letzten Gleis naht in schnellem Tempo ein Zug oder eine Straßenbahn. Ich beschleunige und schaffe es gerade noch durchzukommen. Mit Vollgas breche ich in die engen Altstadt-Gassen ein.

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Gleichung

Bogenlänge
Bogenort
Bogendruck

Lautstärke

Saite – Lage

Tempo = Schläge / Dauer
Schläge = Tempo * Dauer
Dauer = Schläge / Tempo

Zeit / Beschäftigung = Leben

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Notizen, um sich wach zu halten.

Wird jetzt nicht mehr in Frage gestellt.

Immer wieder durchgehen.

tasto
Behinderung
hängt

Ablenkung als Erfrischung

Entscheidung/Anwesenheit: Man war da gewesen.

Immer wieder wiederholen: Das letzte Wort, der letzte Satz.

Nachdenken ist Wiederholen.

Prüfen

Ausschließen

Die aggressivere Variante: Warum?

Eile, Druck als Entscheidungshilfe. Stress. Ungeduld.

Entscheidungsbild/Vorlage Statistik: In welchen Situationen habe ich mich wie entschieden?

Das Gefühl, dass es jetzt gut ist.

Panisches Wiederholen

Jetzt ist es aber gut.

Durchziehen

Aufregung

Perfekt

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Sorgfalt

Einfach irgendwann Schluss machen, wenn es nicht mehr besser, sondern nur noch anders wird. Das heißt, wenn es keinen qualitativen Unterschied mehr macht, ob man weiterarbeitet oder nicht. Das Stück pendelt sich auf einer bestimmten Ebene ein. Im Unterschied zu: Die erste Idee ist immer die beste.

Kriterien, wenn es keine Kriterien gibt: Es geht nicht mehr weiter.

Letztgültiges Kriterium, wenn man immer weiter arbeiten könnte: Abgabetermin.

Die Entscheidung im Moment – aber in welchem Moment?

Entscheidungsfähigkeit definitv eine Frage der körperlichen Befindlichkeit: Wenn Du müde bist, kannst Du keine Entscheidungen fällen. Also darfst Du auch nicht müde sein, wenn Du arbeitest. Es sei denn, Du führst nur aus, oder Du willst ein gewisses Kontrolldefizit provozieren.

Das Komische ist nur, dass Du dann irgendwann auch wirklich den Sack zu machen musst. Du musst dann die Entscheidung, wie Du sie in einem bestimmten Moment getroffen hast, akzeptieren, auch wenn Du aktuell anders entscheiden würdest.

Logischerweise auch die Frage, ob es eigentlich von Stimmungen abhängt, wenn man plötzlich alles gut findet, was man gemacht hat, oder von Erschöpfung. Insofern gehört Selbstbeobachtung definitiv zur Stellenbeschreibung. Und Nichtentscheidbarkeit ist vorprogrammiert.

Zu viele Entscheidungen am Stück und plötzlich akzeptiert man alles. Ziemlich klare Begrenzung der Entscheidungskapazitäten, deutliche Linie, eindeutige Verknüpfung mit aktueller Lebenskraft. Alles andere ist Autopilot – was natürlich auch toll sein kann.

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Utopie der Zusammenarbeit

SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar

Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).

Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.

Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.

Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.

Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?

Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.

Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback

Ben Assiter
Rob McAndrews

West Wing

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