Einsamkeit und Todessehnsucht

Die Verweigerung verweigern: Geht leider nicht ganz auf, klingt gut, klingt lustig, endet aber da, wo alles angefangen hat, nämlich in der Banalität. Der Markt ist absolut positivistisch und schluckt jede Dialektik. Also: Von wegen tolle Provokation – im Effekt läuft die Verweigerung der Verweigerung auf eine banale Anbiederung hinaus. Was man sonnenklar am Publikum erkennen kann. Nicht dass das wirklich ein Thema wäre – kam mir nur so unter, beim Zeitschriften wegwerfen.

Noch so ein Problem, das nur begrenzt eines ist, wo man aber trotzdem immer wieder mal ein bisschen drüber nachdenken kann: Komplex notierte Musik, die einfach klingt, weil sie letztlich in der Aufführung doch in die banale Geste umschlägt. Einfache Sachverhalte, kompliziert dargestellt. Inwieweit hilft die Notation dennoch dem Stück? Inwieweit ist die Notation das eigentliche Stück und jede Aufführung eine traurige Enttäuschung? Würde man in der Aufführung einen Unterschied hören, wenn das Stück einfacher notiert wäre?

Das heißt nicht, dass diese Fragen schon Argumente gegen eine hyperkomplexe Notation wären: Alles, was dem Stück hilft, ist o.k.

Welchen Wert hat Notation für sich betrachtet, ohne Rücksicht auf die Aufführung?

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