Monthly Archives: March 2012

Cats Horses Men Zen

A Ambitus Phrase
B größte Bewegung Stimme
C kleinste Bewegung Stimme
D max. Anzahl Bewegungen pro Silbe
E min. Anzahl Bewegungen pro Silbe
F max. Dauer Bewegung
G min. Dauer Bewegung

Dauer 0 = Staccato, kürzest mögliche Artikulation, dann Abstand zwischen Einsätzen entscheidend.

Kein Abstand: Extrem schnelles parlando, größerer Abstand: Einzelne Silben quasi ausgespuckt.

Keine Bewegung, Dauer > 0: Gehaltener Ton, quasi gesungen.

Je größer die Bewegung, desto näher am Sprechen. Einzelne Silben, einzelne Worte, einzelne Halbsätze, einzelne Sätze reines Sprechen. Durch verschieden große Bewegungen Übergang zwischen Singen und Sprechen. Möglicherweise unterm Atem singen als weitere Möglichkeit des Übergangs. Dabei Lage innerhalb des Stimmumfangs entscheidend.

Frage: Bewegungen innerhalb Silbe immer unmittelbar aneinander anschließend oder auch Sprünge erlaubt?

Phrasen innerhalb Szenen ähnlich behandeln usw.: Szenen/Akte/Rollen.

Dialog Einzelstimme/Chor, Verhältnis Stimme/Sänger

Bühnenbild: Perspektivplanung durchrechnen, leicht verziehen, auf bestimmte Punkte hin fokussieren (Fremd).

In der Oper wird immer gefragt, warum die Personen auf der Bühne singen, aber mit dem gleichen Recht könnte man fragen, warum sprechen die Personen im Schauspiel? Denn niemand verhandelt alles, was er tut, sieht und fühlt in der Sprache, außer eben Bühnenpersonen. Wenn es darum geht, eine Geschichte zu erzählen, macht das auch absolut Sinn, denn es ist unmöglich, auf der Bühne all die kleinen Gesten, Mienen, Ersatzhandlungen so darzustellen, dass sie als solche deutlich werden und die innere Geschichte der Personen verständlich machen. Dies ist Aufgabe des Films, der durch den Rahmen exakt das zeigen kann, was er zeigen will, so dass der Fokus der Erzählung eindeutig und unmissverständlich ist. Insofern gilt, dass die Bühne im Gegensatz zum Film eine textbasierte Kunst ist, und nur für Genres wie Tanz oder Pantomime, in denen die Bewegung per definitionem zum ausschließlichen Bedeutungsträger wird, auf Text verzichten kann.

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The hyena and other men

Claude: Landschaft zusammensetzen, komponieren, Vorder/Mittel/Hintergrund, den Blick führen, dadurch eine deutlichere zeitliche Ebene als in vielen gegenständlicheren Darstellungen.

Landschaftsrhythmus gegen Bildrhythmus. Das Auge folgt der Landschaft, tastet die Landschaft ab, und wird gleichzeitig durch die Bildkomposition geführt.

Die Hellen und dunklen Zonen klarer zuordnen.

Ferne/Nähe, Hell/Dunkel, Landschaft/Motiv

Dichte der Bewegung: Notwendigkeit der Entzifferung, um das Auge zu führen.

Tiefe Durchblicke: Collage

Montage, damit letztlich auch Schnelligkeit/Bewegung des Auges.

Details, um das Auge zu zwingen, Details, um Aufmerksamkeit zu erzwingen: Das Bild lesen.

Die Nuance vs. die Karikatur.

Rhythmus: Wasser/Land, hell/dunkel, offen/geschlossen.

Montage vs. Überblendung

Monticelli
Cézanne
Van Gogh

Daniel Richter Labermaschine.

Singen statt sprechen.
Vokalise statt Text.

Formatdenken: Wenn von vornherein klar ist, dass es ein Gedicht werden soll, ist es eigentlich schon vorbei.

Die lassen sich’s gut gehen hier.
Wie man’s nimmt.

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Composer et écouter

Cage: Zeit-Aspekt als Seriositäts-Moment.

Reisen: Totale Panik, kaum hast du den Fuß über die Schwelle gesetzt völlig entspannt. Ziemlich neurotisch, würde ich mal sagen.

Du stirbst, und kein einziges Problem ist gelöst. Alles geht weiter. Aber du wirst nie erfahren, wie es weitergegangen ist, logischerweise.

Entzifferung: Spiegel = Ring
Alte Frauen im Hintergrund

Dream of Weltkarte

Die Hunde werden größer.

Text als Binnenstruktur/Gliederung/Spielanweisung

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Tibetische Grunzochsen

Durée
Lenteur
Nuance

Bas volume

Pas de big statement
Rien sophistiqué
Rien intelectuelle

Tous les processus sont contenu dans le titre.

(ER)

Chris Sharma: Das Verlangen, eine Route zu schaffen, kann genauso gut zu dem werden, was uns den Erfolg verwehrt.

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Thal der Thränen

Bei abstrakter/atonaler Musik eigentlich die Besetzung der Raum, die Möglichkeit und ihre Aussparung. Der Raum ist leerer, wenn zehn Instrumente nicht spielen als wenn nur eines nicht spielt. Der reale Raum ist vergleichsweise ziemlich banal.

Lustiges Problem bei nicht homogenen Besetzungen: Natürlich ist die Aufstellung auf der Bühne (oder auch im Gesamtraum) eine Art Theater, der Klang kann von hier kommen, von dort kommen, oder von überall gleichzeitig. Auf der anderen Seite, wenn nicht alle Instrumente, oder zumindest alle Instrumentengruppen gleich sind, lässt sich nie entscheiden, ob der Klang von dort kommt, weil er aus dieser Richtung kommen sollte, oder weil er von diesem Instrument gespielt werden sollte. Letztlich interessantes Ineinanderfließen von Klangfarbe und Klangrichtung, unentscheidbar, wenn die spezifische Klangfarbe nicht aus jeder Richtung hätte kommen können.

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frisch

Wenn es so wäre, wäre es logischerweise total normal.
Stimmt auch wieder.

reasonable doubt version: reasonable, weil es so vernünftig ist, die Besetzung zu reduzieren, doubt, weil ich meine Zweifel habe, dass es eine gute Idee ist, vernünftig zu sein. Also: Vernünftigkeit gleich wieder zerstören. Das ist doch mal eine gute Idee.

redoubtable version

HIMMLISCHER/GOTT/ERHÖHE/AGB

not bad, actually: AGORA

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Keith Jarrett

Du denkst, dass etwas schmerzhaft ist, weh tut, und in Wirklichkeit merkt es gar niemand. Was aber nicht heißt, dass es nicht stattgefunden hat, nicht heißt, dass es keine Bedeutung, keine Wirkung hat. Der Unterschied zwischen stattfinden und nicht stattfinden ist eindeutig, er teilt sich nur nicht als Veränderung mit, weil die Entscheidungen getroffen werden, bevor du auf die Bühne gehst. Die Entscheidung wird nur im Ergebnis, als Position deutlich. Stop crying.

gefühllos, weil dumm = gut (Entscheidung)

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Geiseln der Menschheit, Kapitel III

auf dem yueyang-turm

hörte oft vom dongting-see
heute steig ich auf den turm
wu und chu sind hier geschieden
tag und nacht im spiegelbild

keine zeile von zu hause
alt und krank in einem boot
rosse schnauben noch im norden
oben lehne ich und heul

Du Fu 768/Martin Winter 2008

If you talk about the future, do you talk about your wishes or about your fears? Do you fear your wishes may come true? Do you wish your fears may come true?

angewandte Musik: Darf ich dich mal kurz anwenden, bitte?

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Das Nichtgelingen

Direkte Verstärkung hat den Vorteil, dass man zumindest ansatzweise nachvollziehen kann, was passiert – Atem der Interpreten.

Jeder Einzelne erweckte den Eindruck er führe Böses im Schilde.

Es muss absolut furchtbar, unerträglich sein.

Nicht im Traum geweint, sondern geträumt, dass ich im Traum geweint habe.

Leider alles umsonst.

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und vielleicht Familie

Hipster-Bashing: Mal abgesehen von der Hipster-Karrikatur, die da zum Gegner erklärt wird, was ist die Alternative? Was soll daran schlecht sein, möglichst viel wissen zu wollen? Logischerweise kann das Wissen je Einzelgegenstand nur in Ausnahmefällen tiefgehend sein, in der Breite muss es oberflächlich bleiben. Aber soll man sich deswegen nur noch mit seinem eigenen kleinen Spezialgebiet beschäftigen? Und außerdem: Was für eine Möglichkeit haben wir denn, zu verstehen, wohin wir uns bewegen, wenn wir uns nicht mit den vielen Mini-Veränderungen unserer Welt beschäftigen? Der Gelehrte ist da sicher nicht das Gegenmodell. Ganz abgesehen davon, dass der Anti-Hipster natürlich der neue Hipster ist, der plötzlich alles schon immer viel besser gewusst haben will. Eigentlich auch ein ganz unangenehmes Besserwissertum, viel schlimmer als das originale Hipstertum.

Immer wieder Fehlfunktionen: Elektronik ist eigentlich nur interessant, wenn sie – scheinbar oder tatsächlich – nicht funktioniert. Wenn die Koordination zwischen Elektronik und Instrumenten aufgehoben oder bewusst verhindert wird. Wenn das Aussetzen eines Lautsprechers zum eigentlichen Thema der Übertragung wird. Immer wieder ein Knarzen, eine Andeutung von Klang – aber sonst nichts.

If you have nothing to hide, you’re almost certainly an idiot.

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Religion und Vaterland

1. gleich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die nahen dazu
2. ähnlich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die entfernten dazu
3. verschieden
a) weniger
alle weg, die entfernten dazu
b) gleich
alle weg, die entfernten dazu
c) mehr
alle weg, die entfernten dazu

Zahl: ja
Nummer: nein

Loincloth: My music is not my job. My music’s my garden. Ziemlich extreme Einstellung zu Arbeit und Produktion. Love it.

Wold: Totale Aggressivität und absolute Ruhe, nicht als Gegensätze, sondern in einem Punkt zusammengebracht. Konzentration.

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Geiseln der Menschheit

Reg’ dich doch nicht so auf!

Kunstfilm (Pedro Costa, Colossal Youth): Je länger die Einstellung, desto mehr wird jedes Detail, jede zufällige Veränderung bedeutsam. Ob ein Blatt vom Baum fällt oder ein Vogel sich im Hintergrund bewegt, alles wirkt wie inszeniert. Das Problem: Man fängt irgendwann an zu verstehen, dass man die Welt tatsächlich so anschauen kann, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass der Film ganz von alleine so funktioniert. Fluch und Segen der Aufzeichnungsmedien: Irgendwas passiert immer, und ist dann auch automatisch interessant – weil es gar nicht uninteressant sein kann -, und die Kamera zeigt da tatsächlich etwas, was wir sonst nicht sehen würden. Auf der anderen Seite ist die Bedeutung aber geschenkt, es ist von vornherein klar, dass es nicht schief gehen kann, da die Bedeutung ja schon da ist und nur abfotografiert werden muss. Gleichzeitig ist die Bedeutsamkeit auch eine fast unerlaubt wirkende Verschönerung der Realität, eine Beschönigung, die allein dadurch, dass etwas gefilmt wird, stattfindet. Irgendwann fängt man an, sich nach einer reinen Studioproduktion zu sehnen, in der alles entschieden künstlich ist.

Same goes for electronic music: Relief/Tiefenschärfe. Intention. Es ist immer nur das Ergebnis, wo man doch auch einmal einen Bruch zwischen –

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Schatten Schatten Schatten

Das Gespräch mit Toten.

Geräusch/Krach: Gewalt. Was macht das Geräusch zum Krach? Wohl vor allem die Lautstärke. Ab einem bestimmten Punkt kann sie nur unangenehm sein, also Krach. Ist das so? Nicht jedes Geräusch kann Krach werden, oder? Eingeschriebene Aggressivität, die sich aber bei niedriger Lautstärke versteckt. Kann Klang zu Krach werden? Oder wird er vorher zu Geräusch? Wenn die Lautstärke in die Verzerrung gehen muss, um im Krach zu landen, wäre Krach wohl immer Geräusch. Akustischer, nicht verstärkter Krach nur unter extremen Bedingungen vorstellbar: Große Maschinen, große Besetzungen, etc. Im musikalischen Bereich hat er aber auch dann noch etwas hübsches, fast niedliches. Nachteil von elektronischem Krach: Leichte Herstellbarkeit und Abrufbarkeit, der Aufwand ist ein wenig zu klein für die Wirkung. Bei akustischen Instrumenten genau das Gegenteil: Der Aufwand ist riesig, und es wird doch kein echter Krach. Übrigens könnte die Dauer auch eine Rolle spielen, ab welchem Punkt man etwas als Krach empfindet: Die Insistenz der Lautstärke. Letztlich Harmlosigkeit auf beiden Seiten. Der Tinnitus ist da kein Argument: Jeder Idiot kann dir das Trommelfell durchschießen.

Dass das Problem eben nicht eine stürmische Bewegung in den Abgrund, sondern ein ewiges Verharren wäre. Irgendsowas.

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selbstgerecht

HYBH: Alles, was dich schon immer interessiert hat, einfach hineinwerfen in das Stück.

disambiguation

Aufschreiben ohne Frage auch ein Abhaken, Erledigen, Wegdrücken als Selbstschutz. Damit ich nicht mehr drüber nachdenken muss. Kann man gut oder schlecht finden. Vergegenwärtigen und Auslöschen.

Bassdrum: Schnitt/Auslöschen/Schwarz – schnelles Crescendo vs. radikales Decrescendo

Rothmann, Der Hunger der Vergesslichkeit: Interessante Strategie, eine Pointe so zu unterspielen, dass sie fast verschwindet und das Unterspielen der Pointe zum eigentlichen Ereignis – und realen Erkenntnisgewinn – des Textes wird.

nothing ever changes: Was, wenn sich wirklich gar nichts ändern würde? Wenn wir nur das Gefühl hätten, dass sich etwas ändert, aber in Wirklichkeit in einer Art Zeit-Gallert stecken würden, der nur minimale Hin- und Rückbewegung als Zittern erlaubt? Illusion einer Bewegung: Träum’ weiter!

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Wir XXXXX

Ernst Busch

Mozart, Preussische Quartette: Once more without feeling. Was bleibt, wenn das Gefühl, die Intensität weg ist? Eigentlich ist (fast) alles da, (fast) alles stimmt, super Ideen, aber plötzlich wirkt es retrospektiv, als ob, was vorher da war, rekonstruiert werden müsste. Als ob wir nicht mehr wirklich dabei wären. Kitschig ausgedrückt: Das Herz ist nicht mehr dabei. Warum auch immer, vielleicht einfach aus Erschöpfung. Es tritt aber auch keine neue Qualität hinzu, außer eben die Abwesenheit, die leere Stelle, wo vorher etwas war. In gewisser Weise viel schöner, weil abstrakter, als die Haydn-Quartette, aber definitiv weniger beeindruckend, eigentlich auch ein wenig bedrückend, weil man spürt, dass etwas auf dem Weg kaputt gegangen ist. Wie gefroren. Auf einer Ebene, die nicht unmittelbar an die Musik gekoppelt ist, extrem traurig.

ensemble HAND//WERK

Leiden ist nur echt, wenn es echt ist, übrigens, by the way, wenn du nicht wirklich am Boden bist, ist dein Fake Kitsch, sorry. What you see is what you see.

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the year of the weird

Ausnahme/Einschnitt/Auslösendes Ereignis: Ausnahme wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, dies aber folgenlos bleibt, danach ist alles wie zuvor; Einschnitt wäre eine Überschreitung, an einer bestimmten Stelle sind wir plötzlich in einer neuen Umgebung, der Einschnitt ist eigentlich die Grenze zwischen dem Alten und dem Neuen; auslösendes Ereignis wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, und danach ist alles ganz anders, allerdings nicht wie das Ereignis selbst. Ausnahme und Auslösendes Ereignis sind kurze, begrenzte Ereignisse, der Einschnitt hat kein eigenes Material, sondern wird nur durch das Vorher und das Nachher definiert.

And then it’s oh-ver.

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design does matter

Auch das übrigens eine Frage von Gedächtnis: Dass du weißt, wo du die Füße hinsetzen musst, wenn du schon nicht mehr hinschaust (funktioniert eben auch im Gelände). Gilt erst recht für Vierbeiner, bei denen der Kopf längst vorbei ist, wenn die Hinterbeine aufsetzen. Und die, sozusagen, die beiden Beinpaare gleichzeitig im Kopf behalten müssen.

Kann es sein, dass Bescheidenheitsgesten IMMER, AUSNAHMSLOS Unbescheidenheit ausdrücken? Denkbare Ausnahme wäre vielleicht, wenn es sich um zwingende Etikette handelt. Wenn ich wirklich bescheiden bin, muss ich das ja wohl nicht betonen.

Stimmt. Mein Vater hatte mal sehr schöne Handschuhe, bei denen die Nähte nicht nach außen, sondern nach innen gedreht waren.

Lichtblitz: 16 Stimmen, 16 Streicher, wieviele Bläser? Was für eine Funktion hätten Schlagzeug, Klavier und Harfe?

2/2/2/2//2/2/0 (Haydn)
2/2/2/2//2/2/0 (Mozart)
2/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 1/2/7/8)
2/2/2/2//3/2/0 (Beethoven 3)
1/2/2/2//2/2/0 (Beethoven 4)
3/2/2/3//2/2/3 (Beethoven 5)
3/2/2/2//2/2/2 (Beethoven 6)
3/2/2/3//4/2/3 (Beethoven 9)
2/2/3/2//2/1/1 (Strauss)

Nochmal nachschauen, nochmal überlegen.

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Have I Failed?

Gegenwart:
1.) Zeitprodukt
2.) Voraussetzungslosigkeit
3.) Immer wieder bei Null anfangen

In der Oper fand ich schnell langweilig, dass der Zeitablauf immer von vornherein feststehen sollte: Kleine, auch winzige Module, frei umstellbar, frei kombinierbar, frei kürzbar, frei wiederholbar. Genannt Zeilen. Gar keine schlechte Idee.

Jede Zeile eigenes Tempo. Partitur mit Zeilensprung. Verhältnis Text-Musik für jede Zeile neu bestimmen (z.B. Silbenzahl/Dauer, wieviele von wievielen Silben, etc.).

Was ist dann mit den Stimmen? Die müssten ja doch feststehen, bevor die Proben anfangen, andernfalls müsste nach jeder Probe ein neuer Stimmensatz hergestellt werden. D.h. an irgendeinem Punkt, wahrscheinlich vor Probenbeginn, müssten Auswahl und Reihenfolge festgelegt werden. Es sei denn, die Stimmen wären selbst auch modular angelegt, was aber wahrscheinlich wegen der Menge des Materials nicht möglich weil komplett unpraktisch wäre (jeder Spieler kriegt eine große Kiste mit Blättern, auf denen je eine Zeile abgedruckt ist). Oder man findet tatsächlich einen Weg, Stimmen schnell nachproduzieren zu können.

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Etwas mit Haaren

Bevor ich den Ball überhaupt bekomme, weiß ich, was ich mit ihm machen will.

Analyse: Das Problem ist eigentlich nicht, den Gegenstand zu verstehen, sondern eine Methode zu finden, wie man ihn darstellen (und damit verstehen) kann.

Der Ausschnitt sagt nichts über das Ganze. Bzw. bevor man das Ganze kennt, kann man nicht wissen, ob der Ausschnitt etwas über das Ganze ausgesagt hat oder nicht.

Ist doch logisch, oder? Vielleicht hat er ja im letzten Takt etwas ganz anderes gemacht.

Du machst einfach etwas und schaust, was dabei herauskommt.

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alle sind an allem schuld

Musik drinnen, Demonstration draußen

Turban, Vollbart, schwarze, glatte Daunenjacke, helle Jeans, grauer Satinrock, neue Adidas-Sneakers: Modetechnisch 1a, but certainly not meant as such.

Meinungen Meinungen Meinungen Meldungen

the good die young, but the great survive

Merkur: Ist es nicht verdammt konformistisch, bei einem Heft über Nonkonformismus mitzumachen? Oder: Wer über Nonkonformismus schreibt, ist ein emphatischer Konformist.

Balance zwischen Ton und Geräusch: Es könnte eine Tonhöhe sein, es könnte aber auch ein Geräusch sein. Im Unterschied zu angemalten Tonhöhen.

Z.B.: Alle spielen einen Takt, dann wechseln einige oder alle die Position, dann spielen alle den nächsten Takt, wieder Positionswechsel, nächster Takt, usw.

Kein Stück.

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Alles/Was man denkt

Danilo Duenas

Textmenge (Silben, Wörter), Dauer (Sekunden) und Tempo (Schläge/Minute) als voneinander unabhängige Parameter behandeln, möglicherweise auch abgekoppelt vom Text. Müssen nur noch die Figuren aufgeschnitten werden. Frage wäre, wie die Parameter dem Text zugeordnet werden, welche Eigenschaften bleiben als Rahmen erhalten und werden übernommen, welche nicht. Verteilungen des Textes auf die Münder.

Mayhem

Was ist denn das geiler für ‘n Spruch?

Auch nicht schön, wenn Sachen, die man geliebt und bewundert hat, plötzlich alt und öde wirken. Was war denn, was hat man denn daran toll gefunden?

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another not my day day

Orgel: Objektiv betrachtet unglaublicher Lärm, eigentlich grotesk, ein riesiges, dröhnendes Gebläse mit gigantischem Resonanzkörper, in dem die Zuhörer dann gleich mit drin sitzen. Man hört den Klang blasen, über die Lippen streichen. Gleichzeitig ganz weit weg, absolut indirektes Musizieren. Echt krass. In seiner Absurdität natürlich toll.

Opernproblem Texttreue/Handlungstreue: Was Opernaufführungen häufig so langweilig macht, ist ja nicht nur das Entlanglaufen der Musik am Text, sondern auch das Entlanglaufen der Handlung am Text. Und da ist es dann eigentlich auch egal, ob die Ibszenierung dem Text entspricht oder nicht, so lange sie am Text aufgehängt ist und ihn begleitet, kann sie über das zwanghafte Abarbeiten von Text nicht hinwegtäuschen. Das könnte auch mit einer übertriebenen Folgerichtigkeit zu tun haben, dass der Regisseur sich gezwungen sieht, eine sachlich stimmige Inszenierung zu erarbeiten, die dem Text zwar möglicherweise entgegentritt, ihn aber als durchgehendes Gerüst beibehält und ihm so etwas wie eine zweite Ebene überzieht. Was wäre aber, wenn es einfach gar nicht passte, wenn etwas ganz anderes eingeführt würde, was weder mit dem Text, noch mit einem durchgehenden Inszenierungskonzept zu tun hat, sondern einfach den Text und die Handlung unterbricht, anhält, zerstückelt, etwas wirklich anderes, unvorhersehbares daraus macht. Vielleicht kommt man zurück zum Text, vielleicht nicht – das Publikum dürfte das nicht schon im Voraus wissen, sondern müsste wirklich überrascht sein, wenn plötzlich der ursprüngliche Handlungsablauf wieder auftritt. Das Ganze müsste auf allen Ebenen viel durchbrochener sein, mal viel zu lang, mal viel zu kurz, zum Beispiel auch mal mitten in der Szene etwas ganz anderes. Bausteine, die umgestellt werden können. Einfach irgendwas aus einer Szene herausnehmen, z.B. auch mit einer anderen Szene kombinieren. Man merkt, es gehört zusammen, aber es passt irgendwie nicht. Plötzlicher Ausbrechen in ein anderes Idiom. Und wieder zurück. Sätze in Sätze montieren. Das Problem ist komplizierter, als man auf den ersten Blick denkt. Es scheint irgendwie klar zu sein, was stört, aber es ist nicht so klar, wie man wo anders hinkommt. Macht doch mal was anderes. Hier da ausbrechen, dort hier ausbrechen, verschiedene Ebenen an verschiedenen Punkten ausbrechen lassen, chaotischer Umgang mit Bühne. Es müsste einen komplexen Bezug zur Bühne geben. Schlüssiges Libretto in dieser Hinsicht völlig falsch. Viel zu klar, viel zu wenig verwirrend. Bloß nicht Dinge suchen, die passen. Eher Dinge suchen, die nicht passen. Oder passt einfach alles – automatisch? Es gibt nichts, was wirklich stören könnte? Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt, Synchronizität als Montage. Und bloß nicht die Ebenen einzeln komponieren, damit sie in sich stringent werden. Alles zusammen. Und schnell. Sehr schnell.

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Feuchte Hitze

Here comes Miss Morphine, bringer of bad dreams and less pain.

Fliege Arm Schnitt Gesicht Kamera Fokus Rhythmus

WHAT HAVE

Es gibt keine Kritik.

WE LEARNED

Oper: Tempo an Sprechtheater messen. Verhältnis.

Schneller oder weniger: Ausschnitte an Zeit und Tempo entscheiden.

Oder eben extrem langsam.

Kadenz

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Filed under Film, Oper

over and over and over again

The Birds: Seriema-Herde.

Gone: Sanftes Handy-Brummen.

Rescue You: The Knife

Notbrot

Nuku Hiva

You better be

Discordance Axis

Infinite Jest

Tonhöhen verschrumpeln lassen, akustische Störungen, die nur noch als winzige Markierung wahrnehmbar sind. Tonhöhenabfall.

24 Töne plus: wipe out/reset. Vielleicht genügt das sogar zur harmonischen Strukturbildung. Einmal ganz durchzählen und dann von vorne anfangen.

C.S. Lee: Super Idee, einen einzelnen Namen flackern zu lassen. Alle anderen straight. Wie kommt es zu so einer Idee? Arbeiten, bis es stimmt. Bis es wirklich sitzt. Auf eine nicht ausrechenbare Art. Whatever it is I like it.

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Wassermann

Arbeitstechniken: Oft genügt es, etwas einmal gesehen zu haben, einmal ausgearbeitet zu haben, um zu wissen, dass es so nicht geht, dass man in eine andere Richtung weiterarbeiten muss. Das Merkwürdige dabei ist, dass die Fakten oft schon vorher auf dem Tisch gelegen haben, dass es eigentlich möglich gewesen wäre, die gleichen Schlüsse ohne diesen Zwischenschritt zu ziehen, dass es aber einfach nicht geht, dass man quasi den Fehler abarbeiten muss, um in eine andere Richtung gehen zu können. Die Vorstellungskraft ist nicht konkret genug, um das logisch offensichtliche Resultat des falschen Schritts anschaulich vorwegzunehmen. Danach muss man sich das Ergebnis kaum mehr anschauen, man hat es eigentlich schon während der Ausarbeitung abgehakt und darüber nachgedacht, in welche Richtung der nächste Schritt gehen muss.

The Zone: Einstimmige Piano-Melodie, dann zweiter Ton dazu/einstimmige Piano-Melodie, dann einzelner Ton durch Artikulation einer zweiten Stimme zugeordnet. Nic/Mann.

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Steine Material Krieg Licht

Mein Herr, ich bitte Sie um Verzeihung, ich tat es nicht mit Absicht.

Ach ja, was ich noch sagen wollte: Es gibt ja so Bücher, die ihren Gegenstand erschöpfend behandeln, und zwar nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das Fiese dabei ist, dass auch damit nichts erreicht ist, außer eben, dass dieses Buch geschrieben ist. Niemand wird sich mit dem Thema jemals wieder so intensiv beschäftigen wie der Autor, es sei denn, man schreibt ein neues Buch zum gleichen Gegenstand. Man weiß, dass das Thema erledigt ist, aber das ist alles. Wahrscheinlich auch für den Autoren: Denn auch er selbst wird nie wieder das gleiche Verständnis für den Gegenstand entwickeln wie zum Zeitpunkt der Niederschrift. Auch ein Wiederholen hilft da logischerweise nichts: Die Erkenntnis verblasst. Ich frage mich, ob sie vielleicht nur exakt zum Zeitpunkt der Niederschrift, also wenn das Buch formuliert wird, wirklich vorhanden ist. Oder möglicherweise nur in der Formulierung, in der Schrift, existiert, nirgendwo sonst.

Die Präsentation hat AUCH die Funktion, den Zeitverlauf der Nahrungsaufnahme zu steuern. Und der Zeitverlauf bestimmt die Wahrnehmungsoptionen.

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Quasikristalle

The decent to hell is the same from every place.

Sun Ma Sze Tsang/Tang Wing Cheung

Wer früher stirbt, ist länger tot.
Totgesagte leben länger.
Stefano Pilati
Jonathan Ive

Stimmt in diesem Fall leider nicht.

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If I ever had the chance again, I’d probably do the same.

Methode Aufzeichnung Erkenntnis: Viel kreative Energie fließt in das Ausarbeiten von Aufzeichnungssystemen, nicht für die Musik selbst, sondern für ihre Konstruktion. Wie stelle ich die Konstruktion, ihre Parameter, dar, damit ich mit der Darstellung möglichst direkt, intuitiv arbeiten kann. Manchmal denke ich, dass mit der richtigen Darstellung der Parameter schon die halbe Arbeit getan ist. Was natürlich so nicht stimmt. Aber erst dann kann die Arbeit wirklich beginnen. Und wenn die Darstellung geglückt ist, gibt es eine gewisse Sicherheit, dass die Arbeit nicht mehr missglücken kann. Allerdings: Ziemlich viele Darstellungsmethoden für ein einziges Stück notwendig. Besonders für DIESES. Erst wenn ALLE geglückt sind, kann die Arbeit beginnen. Ach ja, vielleicht noch das: Wenn die Arbeit erst einmal begonnen hat, sind auch Fehler willkommen.

Lustig, so daherzureden, etwas zu meinen, aber nicht wirklich zu verstehen: Aber da IST etwas! Ich sehe es ganz GENAU!

Was ist eigentlich mit den ganzen Mikroerkentnissen, wo du für eine Millisekunde ahnst, dass etwas so oder so sein könnte? Schreibt da jemand mit? Sind die für etwas gut?

Meinungen nicht als falsch oder richtig, sondern als Meinungen, also als etwas, das von jemandem gemeint wird, darstellen. Als eigenen Gegenstand, Realität, beschreiben. Was jemand meint, ist genauso Realität, also Gegenstand der Darstellung, wie der Gegenstand, über den er etwas meint. Tatsächlich kein Unterschied. Don’t judge. Wenn eine Meinung verworfen wird, ist dies auch wieder nur eine Meinung von vielen, ein Gegenstand wie alle anderen Gegenstände (Houellebecq).

Hipster und Anti-Hipster als Anti-Anti-Hipster: Grundsätzlich gibt es ja kaum etwas Dooferes, als Tristan für die beste Wagner-Oper zu halten, einfach weil es so offensichtlich und deswegen phantasielos/unoriginell ist – und so natürlich auch nur auf einer ziemlich primitiven Ebene stimmt. Trotzdem ist es hilfreich, wenn jemand von außen, ohne Bescheidwiss-Zwang, kommt und einen ganzen Film auf Tristan aufbaut. Zeigt, wie völlig bizarr dieses Stück ist und aus allem herausfällt, was wir unter Musik verstehen. Ein Musiker dürfte das niemals machen. Würde aber eben auch anders mit der Musik umgehen, sie raffinierter, indirekter, bescheidwisserischer, und deswegen uncooler einsetzen. Effekt fällt leider sofort wieder weg, wenn man es sich als normale Musik anhört – auch wenn es dann immer noch stimmt. Offensichtlichkeit, Direktheit oft hilfreich, aber nicht jedem erlaubt. Oberschlau geht gar nicht.

Spieltechniken als einfache Pedale, die einander überlagern: Feld von Möglichkeiten

Tristan als Totenhaus (Melancholia): Vielleicht würde die Tristan-Musik zu einem anderen Sujet viel besser passen. Musik der Verzweiflung? Musik der Trostlosigkeit? Schwärze. Aber Musik der Liebe? Und umgekehrt: Janácek viel zu harmlos für sein Sujet.

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Bin ich jetzt pervers?

Endlichkeit und Schuld: Selber schuld. Formalismus: Interessant, wie gerne wir uns diesen Schuh angezogen haben. Direkt übernommen.

Streichquartett aus Pausen: Kürzere und längere Abschnitte, durch kürzere und längere Pausen voneinander getrennt. Quasi Abstände der Sätze voneinander auskomponiert. Don Winslow.

Mesostichon: EGEGEFDFDECGEDGG

Parameter für Wiederholungen?
Parameter für Abweichungen?
Parameter für Einschübe?

Kurze Momente des Verstehens: Das Verstehen braucht einen Anlass, der zugleich seine Dauer bestimmt. Z.B. habe ich heute morgen einige Beethoven-Tracks (Mengelberg 1940, ziemlich super) gesplittet. Dabei ist mir zum ersten Mal wirklich klar geworden, wie Beethoven mit seinen Anschlüssen operiert. Dieses Verstehen hat aber nicht wesentlich länger gedauert als das Splitten selbst. Jetzt ist es nur noch eine Erinnerung. Natürlich kann ich erklären, nachvollziehen, untersuchen, aber das ist nicht das Gleiche. Lustigerweise kann man diesen Moment auch nicht heraufbeschwören: Wenn ich mich jetzt im Nachhinein mit einer Partitur hinsetze, um nachzuschauen, was da passiert, wird nicht viel mehr dabei herauskommen, als man in jeder Beethoven-Bibliothek nachlesen kann. Totes Wissen. Let’s float.

ficki ficki machen

scheiß Fieberkurven

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love to be unprofessional

2001: A Space Odyssey
Solaris
Melancholia
BWV 639

a communication outburst

Stück ganz aus Wiederholungen aufbauen, die aber niemand erkennt/erkennen kann: Heimliche Wiederholungen/Versteckte Wiederholungen.

Tonhöhenkonstruktion nicht auf Ensemble, sondern auf einzelne Instrumente beziehen?

Handwerker, nett, freundlich, intelligent, gutes Gespräch, gegenseitige Zuneigung. Irgendwann merkst Du: Du kannst keine Freunde haben, es ist völlig unmöglich, wie soll das gehen? Hüttenweg 14.

well-lighted

Zufriedenheit
Sorglosigkeit

ZEIT
WELT

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be locker

Benehmen
Anstand
Herz
Ehre

Oopsala
Oops
Upsalla
Uppsala

Tonhöhen als Aufhängung der Konstruktion, die dann die übrigen Parameter im Detail beeinflusst, aber nicht entscheidend prägt. Die Geste hat natürlich eine andere Bedeutung, wenn sie einen großen oder einen kleinen Ambitus hat, wenn sie auf einem hohen Ton oder auf einem tiefen Ton ausgeführt wird, bleibt aber grundsätzlich die gleiche. Stimmt das? Gilt das auch für das Hinzufügen oder Wegnehmen von Tonhöhen?

Was ich meine, ist Folgendes: Wenn die Orte, an denen etwas eingetragen wird, feststehen, und überall das Gleiche eingetragen wird, ist es logischerweise egal, wie man es einträgt, weil das Resultat in jedem Fall identisch sein wird (in einem quasi digitalen Schriftsystem). Warum hat man dennoch das Gefühl, die Einträge auf eine bestimmte Art und Weise ausführen, ihnen sozusagen eine unsichtbare persönliche Prägung geben zu müssen? Der für das Resultat irrelevanten Aktion eine Bedeutung geben zu müssen?

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sometimes you win, sometimes you lose

frame: Alles, was gezeigt wird, sieht automatisch bedeutsam aus.

Konvention
Erwartung
Sonst würde man es ja auch nicht zeigen
Logik

Gottfried Eimer

sich selbst überlisten

Leyland Kirby: Synthesizer & Klavier
Bill Evans: Fender Rhodes

Immer 3er-Gruppen, auch wenn es keinen Sinn macht: Aberglaube, dass die Reihenfolge des Auftrags auch bei einer völlig regelmäßigen Oberfläche eine Rolle spielt. Dass die Aktion zählt. Aber: Eine Partitur ist kein Gemälde.

Der Beruf Promi bildet ja wohl die scheußlichsten Charaktere heraus, die sich vorstellen lassen. Das Problem dabei: Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass das Gegenstück dazu, der Bewunderer, weniger hässlich ist.

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Die Ordnung der Ordnung

I admit.
I confess.
I agree.

Selbstbewusstsein ist toll, macht aber leider dumm.

fühlt sich nicht gut an
hm –
na und jetzt?

Ich nicht XIV: Nicht ich

Imi Knoebel

Achtzehn Farben

9 von 24 Farben: Für Blinky

Man kann nicht alles auf einmal falsch machen. – Sicher? Wirklich nicht?

Da komme ich jetzt nicht mehr raus, aus der Kiste: Heldenhafte Entscheidungen.

vielleicht kam er einfach nicht mehr von der Säule runter

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Das Opfer.

and then

I killed myself

and then

well, I forgot

Saubermann

Krämerseele

all over: Gleichmäßige Verteilung, Saturierung, Anti-Dramaturgie

American art in the 20th century: The tradition is much less interesting than the anxiety.

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Wir sind tot! Ich sterbe!

Synchronisation Text/Musik
Sprechstimme/Singstimme komplett synchronisieren: Stockhausen/Stammheimer

Das, was nicht mehr kontrollierbar ist, ist dann das Stück.

Bisschen erschreckend, was so alles durch einen Kopf hindurchzieht pro Tag. Schon die Spuren sehen hinterher nach unglaublich viel aus, sind aber gar nichts im Vergleich zu der Datenmasse, die tatsächlich bewältigt wird.

Durchlässigkeit

Aus den Wolken fallen Gegenstände auf die Erde.

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GLORY TO THE LOTUS SUTRA

Sieht gut aus, sieht aber nicht gut aus.

Hadid: Let’s face it, Improvisation/Spontaneität als Wert an sich ist komplett überbewertet. Es kann nur das Ergebnis zählen, nicht das Verfahren. Auf der anderen Seite braucht es schon eine gewisse egomane Größe, um aus einer spontanen Bleistiftzeichnung ein komplettes Gebäude abzuleiten. Ich hätte trotzdem den Verdacht, dass es im wesentlichen darum geht, durch ein Festhalten am ersten Entwurf weitere Entscheidungsketten zu vermeiden. Man könnte auch sagen, dass es immer dann leicht ist, zu improvisieren, wenn das Detail ohnehin keine wesentliche Rolle für das Gesamtergebnis spielt und im stilistischen Rahmen komplett aufgehoben ist. D.h., es muss natürlich entschieden werden, wie bestimmte Elemente verteilt werden, aber es gibt keine harten Argumente für die eine oder die andere Lösung. Denoch wäre auch hier die Frage, ob man das Ergebnis nicht doch optimieren könnte, wenn man verschiedene Lösungen gegeneinander abwägt, auch wenn die endgültige Entscheidung nicht durchbegründet werden kann. Merkwürdige Arbeitsweise: Etwas ausprobieren, etwas anderes ausprobieren, das eine verbessern, das andere verbessern, plötzlich eine dritte Möglichkeit sehen, usw., um am Ende vielleicht doch zum ersten Entwurf zurückzukehren. Was entscheidet denn da: Das Auge? Der Verstand? Das Gefühl? Nutzung als Entscheidungshilfe/Inspiration: Erstmal die Anforderungen durchrechnen und schauen, was sich ohne weiteres Zutun aus ihnen ergibt.

Eine spontane Eingebung? Dafür ist es aber echt gut!

Fieberkurve, Riverside Museum of Transport/Glasgow: Ist das nicht genau das, was man vermeiden will, eine spontan wirkende Signatur, eine zeichenhafte Setzung? Wäre es nicht viel schöner, die Expressivität aus der Konstruktion zu entwickeln?

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Tektonik

Wenn dir etwas gefährlich wird/werden kann, ist es dann automatisch dein Feind?

Totale Störgeräusche, dumpfes Rumpeln, ziemlich interessant, besonders wenn es echt sein KÖNNTE.

abc:
Julije Knifer
Scott Lyall
Elodie Seguin
Haegue Yang

Dichte prioritär — äh, was ???

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Illusion des Aufschreibens

Auf der anderen Seite wäre natürlich vieles komplett weg, wenn man es nicht aufschreiben würde, z.B. Arbeitsnotizen: Einzige Möglichkeit, weggehen zu können, wiederzukommen, und zu wissen, wo man gewesen ist.

everybody’s talkin’ ’bout

Lichtstrahl tanzt in der Mitte: Ihr seid alle Spastis, Ihr wollt alles viel zu einfach haben, Ihr wollt euch nicht anstrengen, Ihr wollt alles vorgekaut bekommen, Ihr seid alle Idioten, Gott strafe Euch!

Das bürgerliche Lager: Interessant, auf was für einem ultra-prolligen Niveau die sogenannten bürgerlichen Parteien im Wahlkampf agieren. Als ob sie sagen wollten: Wer intelligent ist, wählt uns ohnehin nicht. Oder: Wir wollen von gar niemandem gewählt werden, der nicht völlig bescheuert ist. Oder: Wer intelligent ist, wählt uns nicht wegen unseres Wahlkampfes, sondern wegen der persönlichen Vorteile, die er davon hat.

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a silent voice

essential killing: toller Anfang, toller Schluss, dazwischen sosolala. Am Anfang die Grundfrage aller Horroreffekte im Kino, was lauert hinter der nächsten Ecke, perfekt auf den Punkt gebracht, auch die Aufnahmen aus der Luft extrem plastisch. Wenn man weiß, dass der Hubschrauber animiert ist, meint man es auch zu sehen, wenn man es nicht weiß, ist die dreidimensionale Raumauffächerung extrem überzeugend – allerdings ein bisschen larger than life, wahrscheinlich würde es in Wirklichkeit doch nicht so aussehen – oder man würde es zumindest nicht so sehen. Den ganzen Film lang fragt man sich, wie will er da wieder rauskommen, ist doch völlig klar, dass der Protagonist absolut keine Chance hat. Den Tod selbst dann gar nicht zu zeigen, sondern nur Pferd ohne Reiter im Schnee als Metapher einzusetzen, ist ziemlich genial und absolut überrachend. Sozusagen überhaupt kein Abtritt, einfach weg. Interessant in der Schlusssequenz die extrem sparsame Musik: Sie ist eigentlich gar nicht da, nur ab und zu zwei drei Töne, die sich mit dem Bildton mischen, trotzdem wäre es etwas komplett anderes, wenn die Musik wirklich nicht da wäre. Muss da irgendeine Metapher besetzen, die wir alle verstehen, aber nicht erklären können. Mal abgesehen davon, dass ich mir Gallo immer gerne anschaue, nicht SO hervorragend gespielt/besetzt. Ein bisschen in den Film hineingesetzt.

Parameter für Unvorhergesehenes: Immer da, wo er Einsätze markiert, passiert etwas, das man nicht erklären kann. Abgesehen davon, dass ohnehin alle Parameter Setzungen sind, also nicht erklärt werden können. Die anderen arbeiten aber KONTINUIERLICH, dieser nicht.

HIER GESCHIEHT ETWAS UNVORHERGESEHENES. HIER WIRD ETWAS UNVORHERGESEHENES GESCHEHEN.

HOTEL WINDERMERE
Henry C. Baigelman
666 West End Avenue
Corner 92nd Street
New York, N.Y. 10025
(212) 724-8200

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I don‘t wanna be, I don‘t wanna be

Was ich eigentlich so toll finde an der Idee von Krieg als Oper? Warum ich darauf so extrem fixiert bin? Und was allein schon daran ein Problem sein könnte? Im Grunde habe ich eine Art überhöhtes Sprechtheater im Kopf, in meiner Vorstellung müsste der Text sozusagen musikalisch verstärkt werden, um seine Wirkung auf der Bühne entfalten zu können, wenn ich den Text lese, habe ich automatisch eine musikalische Wirkung im Kopf, die sich im reinen Sprechtheater nicht entfaltet, weil das Schauspiel den Text zu sehr konkretisiert. Könnte man natürlich auch sagen, ist doch gerade toll, dass der Text sich quasi gegen das Sprechen durchsetzen muss, ist es ja auch, ist aber nicht automatisch die beste Möglichkeit, den Text umzusetzen.

Ich stelle mir eigentlich vor, dass der Text durch seine musikalische Behandlung freier werden müsste, ungebundener, und letztlich auch direkter, eigentlich so, wie er auf dem Papier steht, direkt in den Kopf geht. Das würde aber wahrscheinlich heißen, dass ich extrem nah am Text bleiben und ihn sozusagen 1:1 in Musik umsetzen müsste, genau wie ich das bisher auch versucht habe. Dass das gar nicht funktioniert hat, ist inzwischen klar, und man muss sich hier auch fragen, ob eine direkte Umsetzung des Textes in Musik erstens überhaupt denkbar ist und und zweitens wirklich wünschenswert sein kann. Ist ja ziemlich offensichtlich, dass dies ein einfaches am Text entlang schreiben bedeuten würde, so ziemlich das ödeste, was man sich vorstellen kann.

Letztlich auch interessant, dass dieses den Text als Text präsentieren in der Musik schnell hölzern und umständlich wird, eigentlich ein mühseliges Abarbeiten, das dann auch genau so klingt. Und dagegen das Eingreifen in den Text, Verkürzen, Verlängern, Zerstückeln, Zerdehnen etc. Grundsätzlich dramaturgisch unterscheidbar in Eingriffe, bei denen der Text als Text verständlich bleibt, Eingriffe, bei denen der Text als Sprachmaterial erkennbar bleibt, und Eingriffe, bei denen der Text auch als Sprachmaterial verschwindet. Könnte man nach Figuren oder nach Szenen (oder beides) organisieren. Entscheidend wäre dabei, ob es gelingt, das Gefühl von Schnelligkeit und Unmittelbarkeit, um das es eigentlich geht, zu bewahren.

Damit wäre dann stilistische Einheitlichkeit ziemlich weitgehend aufgegeben – was wahrscheinlich gut ist.

Im Übrigen ganz interessant, dass auch im radikalen Sprechtheater der Text als solcher eigentlich nie angetastet wird, sicherlich auch deswegen, weil die technischen Mittel dazu fehlen. Natürlich wird er mal unverständlich, weil sich selbst überlagert, oder gestottert, geschrien, gespuckt, etc., aber im Grunde sind das immer nur Kindergeburtstags-Witze, voll o.k., aber viel zu einfach, viel zu durchschaubar, viel zu leicht abrufbar, um als Technik wirklich interessant zu sein. Es geht da dann tatsächlich entweder um den unmittelbaren Ausdruck der Körper auf der Bühne, oder um ein Spiel mit dem Einfachen, Blöden, Lächerlichen, Misslungenen als Zerstörung des Textes.

Ruhig auch mal richtig doofe Witze machen, z.B. alle Konsonanten weglassen = zahnlos oder so.

Vertikale: Szenen
Horizontale: Personen

Säulen in der Zeit

Mein Glück

Isa Genzken: Wirkung nicht herstellen, sondern einsetzen.

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Wie man liest was man liest

Wenn ich mal kurz was fragen dürfte: Die vielen Sachen, die man sich gerne merken würde, aber unmöglich merken kann, die alle super interessant sind, aber zu wenig Bezug zum realen eigenen Leben haben um im Hirn die Bereitschaft zu erzeugen, sie abzuspeichern. Bei mir z.B. französische Barockmusik, würde ich gerne alles wissen, alles verstehen, gerne auch unwichtige Fakten, aber hat viel zu wenig Bedeutung für meine Lebenswelt – auch als Komponist -, so dass ich nicht mal den Hauch einer Chance habe, sie mir zu merken. Als Musikwissenschaftler wäre die Sache anders, weil mein Leben anders wäre. Aber so haben die Dinge keine echte Bedeutung in meinem Leben, für meine Arbeit. Was macht man nun mit all den Dingen, die man liest, gerne abspeichern würde, aber genau weiß, dass man sie sich niemals merken wird? Markieren gibt einem das Gefühl, wenigstens etwas getan zu haben, wenigstens eine Spur hinterlassen zu haben, aber die Hoffnung, dass damit auch dem Gedächtnis geholfen wird, täuscht fast vollständig. Die vielen Markierungen, von denen man später gar nicht mehr weiß, warum sie überhaupt an dieser Stelle stehen, im Moment aber wichtig gewesen sind. Exzerpieren geht in die gleiche Richtung, man hat etwas getan, man weiß, wo man nachschauen könnte, wenn man müsste, aber viel mehr ist es eben auch nicht. Nicht ganz unähnlich die Notizen, die ich hier mache, und auch nicht sicher, ob ich die Ideen, die ich aufschreibe, festhalten oder loshaben will. Tendenziell haben sie keine wesentliche Bedeutung mehr, wenn sie einmal aufgeschrieben sind, und könnten auch vergessen werden.

Könnte man natürlich auch für eine Gnade halten, dass das Gehirn sofort ausfiltert, was man brauchen kann und was nicht, bleibt aber dennoch die Frage, wofür man die Massen von Material aufnimmt, wenn man sie sofort wieder vergisst. Vielleicht um einen Eindruck zu haben – was stimmt: Der Eindruck, den man von einem Buch, einem Artikel hat, bleibt. Sicherlich auch, weil man immer hofft, dass etwas dabei ist, das man sich wirklich merken kann, weil es sich zu merken lohnt. Mit anderen Worten: Jagen und sammeln, logischerweise findet man in den meisten Fällen nichts und muss weiter suchen. Trotzdem eine ziemlich merkwürdige Lebensweise.

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Fahrtenschreiber

Protagonisten:

Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich

Nein

Wie immer

I don‘t know.
I really don‘t know.
I‘m sorry, I really don‘t know.

Auch interessant, wie Ideen entstehen und vergehen, wenn Leute in einem Raum sind und miteinander sprechen. Gespräch als Ideenproduktions- und Ideenvernichtungsmaschine.

Anal Cunt: Ganz lustig, quasi aus Witz zu sammeln, was provoziert, und daraus dann tatsächlich etwas Interessantes zusammenzubauen. Wenn das wirklich so wäre, wäre es ein gutes Beispiel für Intelligenz, die Unmittelbarkeit ersetzt, und dabei eine merkwürdige Ernsthaftigkeit zweiter Ordnung erzeugt. Es ist nicht wirklich zu entscheiden, ob es unmittelbar oder distanziert zu betrachten ist. Mal abgesehen davon, dass man etwas distanziert produziertes natürlich auch unmittelbar wahrnehmen kann.

Teil I: Absolute Diskontinuität
Teil II: Absolute Kontinuität

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I never even listened to it.

Evgenii Bauer, After Death, 3-minute tracking shot plus reaction shot: Interessant, dass man quasi mit Gewalt die Augen aufhalten und auf den Helden fixieren muss, um wirklich sicher zu sein, dass die Einstellung nicht zwischendurch geschnitten wurde. Vielleicht finde ich es deswegen angemessener, Szenen zu montieren als in einer Einstellung zu filmen: Weil wir das, was wir sehen, ohnehin aus einzelnen Blicken zusammensetzen, und nie mit starrem Blick ein einziges Gesichtsfeld beobachten. Allein der Wimpernschlag ist ja schon ein Schnitt, woher wollen wir wissen, dass nicht ausgerechnet in diesem Augenblick etwas Entscheidendes passiert ist? Auch wenn wir etwas mit größter Aufmerksamkeit beoabachten, gehen wir aus Erfahrung davon aus, dass wir im Blinzeln nichts verpassen, tatsächlich sind das aber einzelne Blicke mit winzigen Unterbrechungen, die wir zusammensetzen, weil wir wissen, dass wir eine kontinuierliche Bewegung verfolgen. Im Grunde würden dem winzige jump-cuts im Film entsprechen. Im Film können wir aber eben nicht entscheiden, ob nicht doch ein kleiner Schnitt stattgefunden hat, da wir wissen, dass dies – im Unterschied zur nicht aufgezeichneten Realität – möglich wäre. Wir können also, wie gesagt, gar nicht entscheiden, ob wir einen ungeschnittenen tracking shot, oder einen tracking shot mit jump cuts gesehen haben, wenn wir nicht unsere volle Konzentration darauf gerichtet haben, keine Millisekunde des Filmes zu verpassen. Und deswegen finde ich, dass der tracking shot als künstlerisches Mittel eigentlich obsolet, weil theoretisch, ist. Man nimmt ihn eh nicht als solchen wahr.

In der Musik ist dies übrigens anders, weil man seine Aufmerksamkeit von einem akustischen Signal nicht völlig abwenden kann, und ein Schnitt immer als Veränderung, also als explizites Ereignis aufgefasst würde. In der Tonaufzeichnung kann man den Schnitt natürlich verstecken, aber nicht überhören, wenn er überhaupt hörbar ist. Mit anderen Worten: Die akustische Realität ist kontinuierlich, die visuelle Realität ist zusammengesetzt, und genau deswegen ist der Film mit seiner Montagetechnik ein so geniales Mittel, die visuelle Realität darzustellen: Er emuliert und überhöht unsere Art, die Welt zu sehen.

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Be fearless. Be yourself.

Wie ist das eigentlich: Ein nervendes Bild ist toll, ein nervender Klang nervt – ist doch so, oder? Und warum?

Peter Eicher

Türme Rätsel auf Rätsel.

on growth and formth – – – ooops?!

(Posenenske)

Baby für Streichorchester bearbeiten

Illangelo

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einmal

Weltmusik: Wenn es nicht langweilig ist, ist es nicht echt, oder so…

aborigines: toller klick-klack-Takt
bali: wahnsinniger Lärm
baka: Schaukel-Gesänge

Mikro-Heterophonie auf Liedzeilen

alles einfach klauen, 1:1, gar nicht erst versuchen etwas zu verändern

Takt/Puls geben, auch wenn gar nichts passiert: Leerstelle markieren.

Meinungen: Wir gehen normalerweise davon aus, dass wir mit dem nötigen guten Willen und einem gewissen Maß an Vernunft schließlich alle zum selben Schluss, zur gleichen Meinung kommen würden, dass es so etwas wie eine Notwendigkeit in der Meinungsbildung gibt, dass wir einfach noch nicht den korrekten Zugang gefunden haben, oder dass es zu viele Partikularinteressen gibt, die den Weg versperren, aber dass wir unter idealen Bedingungen zu einem Punkt kommen würden, an dem jede Argumentation notwendigerweise zu einem Schluss kommen würde, auf den sich alle beteiligten Parteien einigen können, und zwar nicht als notwendiger Kompromiss, sondern aus Überzeugung. Alles, was sich dem entgegenstellt, ist böser Wille, Eigennutz, und Desinformation. Wir gehen im täglichen Leben immer noch von einer Utopie der Aufklärung aus: Wenn die Leute über ihre wahren Interessen, über die tatsächliche Sachlage aufgeklärt würden, würden sie sich wie von selbst in die richtige Richtung bewegen, korrekt handeln, korrekt wählen, korrekt – Was aber, wenn es überhaupt keine absolute Argumentation geben KANN, wenn das ewige Hin- und Hergeschachere nicht in erster Linie mit persönlichen Unzulänglichkeiten zu tun hat, sondern mit einer grundsätzlichen Unfähigkeit, Dinge zu erkennen, bzw. mit einer grundsätzlichen Abwesenheit von etwas, das als Wahrheit erkannt werden könnte? Was, logischerweise, heißen würde, dass das Geschachere immer weiter gehen muss, ohne jede Aussicht, irgendwann einmal an einen Punkt zu kommen, an dem Probleme tatsächlich GELÖST sind.

Was nicht heißt, dass das Geschachere umsonst ist, sondern, dass es notwendig ist, um eine einigermaßen brauchbare Sicht der Welt zu konstruieren, dass es unsere Methode ist, mit der Welt Schritt zu halten. Gleichzeitig wird natürlich die ganze Zeit Welt generiert, die dann wieder in die Debatte mit einfließen muss.

Wolfgang Voigt, Kafkatrax: Wieder toll geworden, gratuliere!

ja – ja – ja – ja – ja – ja

kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – laaaaaaaaaaaang

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