Monthly Archives: November 2012

Modemacher als Heilige.

Der heilige Raf.
Häh?
Na ja, ich meine, wer denn sonst, oder?

Paraguay: Es macht keinen Sinn, sich nur kurz zu bedienen und etwas einfach zu benutzen, um einen kurzen Effekt zu erzielen. Die Idee ist ja doch, einen Stil durchzuziehen und auszuschöpfen, nur so kann er seine Kraft und Ernsthaftigkeit entfalten, ansonsten bleibt er einfach Feature, das genauso gut wegfallen könnte. Stimmgeeiere.

Richter 1/50: Alle Kanten auch extra stellen. Überlagerungen.

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Blawan/Moodymann

It ain’t what you got, it’s what you do with what you have, you understand?
And it ain’t what you do, it’s how you do it.

I agree. Do I?

Als Komponist muss man ein Gefühl dafür entwickeln, wann es sich lohnt, ein Stück nochmal zu überarbeiten, und wann eben nicht. Das ist sicher auch eine Erfahrungssache, hat aber auch damit zu tun, dass man versteht, was man gerade erreichen kann, dass man ein Gefühl dafür entwickelt, was für ein Potential in einem selbst zu einem bestimmten Zeitpunkt steckt. Es geht nicht immer darum, das optimale Stück zu schreiben, sondern eher darum, dass man für sich selbst, für das, was man jetzt gerade kann, das Optimale herausholt. Dass man nicht zu früh aufhört, aber eben auch nicht zu spät. Dass man nicht schludert, dass man das Potential ausschöpft, dass man dem Stück aber auch eine gewisse Frische lässt, dass man es nicht überschreibt. Der eine gibt zu früh auf, der andere kann nicht los lassen. Und die richtige Entscheidung hat nicht nur mit dem Stück zu tun, an dem man gerade arbeitet, sondern auch damit, wie man sich weiterentwickelt: Wenn man immer zu kurz tritt, wird man sich nicht angemessen entwickeln können, wenn man sich ständig verrennt, natürlich auch nicht. Hat sicherlich auch mit Personalstil zu tun: Es wird zur Signatur, zum Erkennungsmerkmal, in welchem Zustand man seine Partituren hinterlässt.

Aha. Ist das so?

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Studie in Slapstick

Es ist eben letztlich völlig egal, was da passiert, Hauptsache es passiert überhaupt etwas. Oder eben gar nichts. Ist ja auch was. Die Reihe für den Moment. Die Pause für den Moment. Die Nicht-Aktivität. Total gegeneinander schneiden. Wie die Doofen. Impro. Soviel davon, in der Lage, mit den Instrumenten usw.

Und das Gegenteil davon wäre der Übergang. Der Schnitt auf den Schnitt. Was ist von da nach da passiert? Was bedeutet das? Fläche gegen Punkt.

Klar fühlt man sich sicherer, wenn man weiß, wo es hingegen soll.

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Mögliche Themen.

Keine Arbeit: Es ist natürlich interessanter, wenn es keine Arbeit ist. Oder?

Ausgewählte Samples vs. systematische Samples

Damit könnte man doch?

the day Wakamatsu died

Können wir das bitte noch harmloser haben? Nee, ich meine total harmlos, ich meine, absolut total harmlos, so dass es absolut niemandem wehtut. Nee, noch harmloser. Ja, ja – super! Bitte nicht wehtun. Bitte niemandem wehtun. Geht doch. Ist doch super.

self sample

Interessant, dass beim Essen winzige Portionen genügen, um den Hunger zu stillen. Man isst dann meistens weiter, weil man das Gefühl hat, es lohnt sich nicht, so wenig zu essen.

wahnsinnig ruhig

der falsche Schnitt ist immer der schönste: Schnitt als Schnitt

es geht eigentlich nicht so sehr darum, zu gewinnen, sondern gut zu sein
gewinnen ist eher sowas wie ein Zubrot
aber gut sein ist der Hauptgewinn

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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etwas Fremdes

Gegenstände

schamlos

Antihermetik

Frage wäre ja, wie lange etwas überhaupt erkennbar bleibt.

total offenlegen

ich mache Dinge, die ich nicht tun sollte

na ja, und sonst so?

eigentlich gerade eben kein neues Material daraus machen, sondern so lassen, wie sie sind

einfach hinstellen

was passiert, wenn man sie?

komplett alles reinwerfen

alles offen

allerdings nicht einsetzen, nicht auf etwas zielen, nicht einfach nur benutzen

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ich versucht

Es ist natürlich klar, dass sich Form nicht immer selbst generieren muss. Man könnte auch einfach sagen, das will ich hier, dies dort haben. Wie man vielleicht einen Raum einrichten würde. Auch wenn das dann eher in Richtung Geschichte erzählen geht.

Toll natürlich, wenn Form und Material miteinander identisch sind. Aber eben nicht die einzige Möglichkeit, Zeit zu strukturieren. Das Gegenteil wäre dann wahrscheinlich flächiger, deutlicher, auch gröber. Klare Materialformen, die gegeneinander gesetzt werden.

regelmäßiger Schlag ist an sich schon Wiederholung

Ganz lange etwas beibehalten, und dann plötzlich umschlagen lassen. Wie manche Dancetracks: Eine rohe, ultradeutliche Form. Nerven behalten.

Kurze Geistesblitze, die sofort wieder verschwunden sind. Wenn du sie nicht sofort aufschreibst, sind sie weg. Subtilitäten des Denkens. Kurzzeitig die Dinge in einem anderen Licht sehen. Für eine Sekunde etwas verstanden haben. Oder glauben, dass man etwas verstanden hat. Hätte sich ja auch als kompletter Unsinn herausstellen können, wenn man es aufgeschrieben hätte.

da stell ich dies rein, und da stell ich das rein

könnten wir nicht?

wollen wir?

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Gefahr

Parallelismus

Traum

uneigentlich

hoffend, dass der kommende Tag nicht so fürchterlich sein möge wie der vergangene

als Haltung natürlich auch authentizistisch: darauf achten, dass

alles ganz leise: wo laut war, muss leise werden

you have reached the limits of control

alles doppelt: Kaum zu glauben, dass Graphik so effektiv sein kann

self-sample: Schnitte nicht am Taktstrich, also materialgemäß, sondern taktübergreifend. Neues Material durch unsachgemäßes Sampling generieren

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Bild ohne Ton

Einfach kopieren, und zwar wörtlich, was wäre das? Erstmal wäre es eigentlich keine Kopie, sondern das Original, denn es geht ja um Noten, nicht um Töne, und Noten verändern ihren Sinn nicht, wenn sie von anderer Hand geschrieben sind. Es würde sich also z.B. nur der Name des Komponisten ändern, oder der Titel, oder die Auswahl der Sätze. Aber es wäre eben keine Stilkopie, und auch kein Zitat, sondern etwas anderes. Ich zitiere einen ganzen Satz. Ich zitiere eine komplette Satzfolge. Es gibt keinen Rahmen für das Zitat, sondern eben nur das Zitat.

and then it’s o-ver

Spectrum/Captain Memphis: Total vernoiset, ganz geil.

TEMPS
L’HABITUDE

Zeit
Langeweile
Folter
Doku

Don/Richter: Wäre interessant, auszuprobieren, was da passiert. Unterschiedliche Zeitfenster. Du hast jetzt nur Zeit für. Da muss jetzt alles rein. Oder weglassen. Was da nicht reinpasst, fällt weg. Wird abgeschnitten. Nachvollziehbar, spürbar allerdings nur, wenn das Material über diese Schnitte hinausstrebt (Bewegungsenergie, unterbrochene Wiederholungsschleifen oder implizite Proportionen).

Exponentialfunktion: Viel viel vs. viel wenig

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Medienwechsel/Offenheit

Sound: Tatsächlich ja doch ziemlich entscheidend dafür, ob wir etwas mögen oder nicht, wenn der Sound nicht stimmt, ist es ziemlich schwierig, dennoch überzeugt zu sein. Bisschen vielleicht wie ein Fingerabdruck, nicht wirklich manipulierbar, nicht wirklich kontrollierbar, definitiv keine intellektuelle Entscheidung.

absolute Kontinuität, totale Intensität, dumpfes Pulsen: Wahrscheinlich nur mit Klangmanipulationen, die individuellen Ausdruck verhindern, auf Instrumenten möglich (luxury problems). Verdecken, nur halb durchscheinen lassen.

Kontinuität: Nur Rauschen, ganz leichte Andeutungen von Ton. Studie. Den GEGENSATZ zwischen Ton und Rauschen absolut vermeiden. Ja nicht das Eine aus dem Anderen entwickeln. Rauschdreiklang. Immer wieder. Anschwellen/abschwellen. Zu schnell. Was machen die da überhaupt?

Na ja, ist ja klar: Wenn’s läuft, sind alle zufrieden, dann hat man alles richtig gemacht, wenn nicht …

hätte schreiben können
die vielen Stücke
die man

ganz lustig, dass, wenn ein Stück fertig ist, man wirklich in einer anderen Welt steht

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Todessehnsucht

Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt

Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.

Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.

Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.

Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)

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Heterophonie

Was ist denn das hier, was passiert da?

untrue, Einleitung: Versionen ineinanderschneiden.

Größte Bewegungsdichte festlegen, dann auf verschiedene Schlagtempi runterrechnen.

Das Fade

Das Staubige

Text komplett setzen und dann cutten.

mehr Glück für alle

work of fuckin art

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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Richter/Loch

Ausdrucksdaddelei zum sterben langweilig. Interessant, dass das dar nicht mehr geht. Andererseits gibt es eben schon daddelartige Musik, die dann doch funktioniert, meinetwegen Black Bananas. Als ob da das Gedaddel beherrscht wäre, ausgearbeitet wäre, als Komposition funktionieren würde. Bisschen wie eine Intelligenzentscheidung gegenüber einer Gefühlsentscheidung. Auch das Überspitzte funktioniert dann viel besser. Echtes Überspitzen ist vielleicht auch eher eine Frage der Konstruktion als des direkten Ausdrucks.

Medienwechsel: Bisschen problematisch, wenn es nur darum geht, Dinge zu zeigen, die man sonst auf der Bühne nicht sehen könnte. Interessanter wäre ein unnötiger Medienwechsel um des Wechsels willen. Also willkürlich, nicht vernünftig. Nicht praktisch.

Nicht unbedingt die Frage, warum folgt b auf a, sondern was ist zwischen a und b. Was passiert da?

Wen man so will: Was ist da, wo der Punkt steht? Was passiert zwischen zwei Sätzen? Letztlich eine tote Zone. Einfach Dinge aneinanderkleben. Zukleistern. Dann merkt man’s nicht mehr. Rhythmus z.B. könnte eine Lösung sein. Prosa. Und das Objekt der Gegenstand.

Die Löcher zwischen den Sätzen. Alles nur Kleber.

Oder: Das dazwischen, und das, wozwischen es ist, trennen. Auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Sozusagen die Kanten extra komponieren.

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Rhythmus/Verstehen

Ganz interessant, dass man beim Leiselesen alles versteht, wenn man schnell liest, aber den Rhythmus nur als Sinnrhythmus mitbekommt, wenn man anfängt, langsamer zu lesen, allmählich der Sinn verschwindet, aber der Rhythmus deutlicher wird, und wenn man anfängt, laut zu lesen, der Rhythmus deutlich bleibt, aber in seiner Bewusstheit verschwindet, und der Sinn wie von selbst wieder aufzutauchen scheint, als Aktion gewissermaßen, selbst wenn man nichts versteht. Auch hier so etwas wie: You can’t have the cake and eat it, too. Wie immer, schade. Und anstrengend, wenn man beides haben will.

Auch interessant, dass man beim Lautlesen durch Betonung und Melodie leicht suggerieren kann, man hätte den Text, den man liest, verstanden, auch wenn dies gar nicht der Fall ist. Selbst, wenn man einen Text tatsächlich weitgehend verstanden hat, ist es ziemlich leicht, ihn so zu lesen, als ob man ihn noch viel besser verstanden hätte, als dies eigentlich der Fall ist: Tatsächlich erübrigt sich beim Lautlesen auf merkwürdige Weise die Frage des Verstehens. Vermutlich große Hilfe für Schauspieler, die ihre Texte aufzusagen haben. Ein merkwürdiger Ausdeutungsautomatismus des Sprechens.

Hat vielleicht auch damit zu tun, dass für das Sprechen die Satzkonstruktion mit ihren Bezügen nicht so wesentlich ist wie für das gedruckte Wort. Es ist nicht nötig, den gesamten Satz im Gedächtnis zu behalten, um ihn richtig zu betonen, es kommt eher darauf an, die einzelnen Satzglieder vernünftig darzubieten, der Gesamtsinn ergibt sich dann von selbst im Gedächtnis der Zuhörer. Oder eben auch nicht. Selbst dafür ist der Betonungsgestus der einzelnen Satzglieder wichtiger als das Beziehungsgeflecht des Gesamtsatzes. Und trotzdem bemühen wir uns, auch in der echten Rede, die Satzkonstruktionen sauber zu halten, und sind irritiert, wenn uns das nicht gelingt. Irgendeine Sprechinstanz checkt das also doch nochmal durch.

Vielleicht also so etwas wie die Voraussetzung für das dann nicht mehr wichtig sein. Es ist halt schön, wenn es den korrekten Hintergrund gibt, aber nicht essentiell für die gelungene – ja was denn? Ja wohl nicht Kommunikation.

Geheimnisverrat.

Lustig, was sich da so schreibt.

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goldenes Licht

Die Bühne wird in tiefe Melancholie gehüllt sein. Trauer sinkt auf das Publikum herab. Langsames Stampfen.

4.10. 12:23
5.10. 15:52

3 Tage
7 Monate
9 Jahre

Lustig ist eine Kategorie des Geistes

Merkwürdig, wenn dann ein Entzündung einfach so wieder verschwindet.

ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-

nom

form follows energy: Was wäre das denn in Musik? Was wären denn Regeln, die innerhalb eines bestimmten Aspekts/Parameters Sinn ergeben, die man aber normalerweise nicht verwenden würde, weil sie alle anderen Parameter bizarr verformen würden? Und genau das wäre dann das Tolle daran: Das man einen einzelnen Parameter auf Kosten aller anderen Parameter durchgesetzt hat, und das Ergebnis exakt dadurch sinnvoll-sinnwidrig und deswegen interessant ist. Dass man das Ergebnis nachvollziehen, aber dann eben doch nicht nachvollziehen kann. In gewisser Weise etwas gegen jedes gute Benehmen/Geschmack durchsetzen und eben dadurch eine höhere Form von Geschmack beweisen. Für den Moment.

alles böse
alles schlimm
alles schlecht
alles egal

still
leise
halb laut
laut
ganz laut

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intellektuelles Mitläufertum

notwendige Fehler/die Fehlermaschine: Wäre doch toll, wenn man Fehler einfach vorausprogrammieren könnte, und zwar so, dass man nicht weiß, welche Fehler genau eintreten werden, und auch nicht, wann, dass man aber sicher sein kann, dass irgendwelche Fehler auf jeden Fall auftreten werden – und wenn nicht, dies dann eben der Fehler wäre. Fehlende Synchronisation. Die Maschine reagiert gerade nicht auf das reale Geschehen, sondern vollzieht ihre vorgeschriebenen Handlungen, egal, was passiert. Müsste aber noch toller sein: Dass es eben doch eine Reaktion gibt, dass die aber in einer großen Anzahl von Fällen einfach falsch ist, weil sie nicht passt. Regler hochfahren, wo nichts da ist. Regler runterfahren, wo etwas passieren müsste. Das Rauschen der Maschine. Rückkopplung. Falsche Einsätze. Falsche Schnitte. Viel zu laut. Viel zu leise. Vielleicht aber noch mehr. Eindringen in die Struktur. Die Struktur selbst darstellen. Eine Struktur gegen eine andere Struktur setzen, aufeinander bezogen, aber doch gegeneinander versetzt.

Verstärkung willkürlich ein- und ausschalten, womöglich mit Knacks. Darauf müsste die Musik allerdings dann wohl doch reagieren, sonst zu offensichtlich.

Gesamtes Stück im voraus aufnehmen und gegen die eigentliche Aufführung halten, wie ein Foto, das gegen sich selbst verschoben ist. Würde das Problem lösen, dass Klang immer nur dann bearbeitet werden kann, wenn er gerade klingt oder schon verklungen ist. Das Nachgeordnete der Live-Elektronik. Andererseits natürlich eine ziemlich künstliche Prozedur. Könnte sogar interessanter sein, wenn man es instrumental auskomponiert.

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ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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Und getreu

Schrei

Verzierungen: gliss hoch/gliss runter/gliss hoch und runter

Triller als Verbindung zwischen zwei Tönen

Gerätschaften/Vorschläge

Extrem schnelle Verzierungen extrem leise.

Verzierungen in andere Register hinein.

Art Weak

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Letztlich auch Vergänglichkeit.

Denken Denken Denken Wiederholen Akkord: Keine Harmoniewechsel

Gong stark dämpfen, weicher Schlägel: klingt wie Brett.

Extrem starke Bearbeitung des Tons im Nachklang

Letztlich sehr gewalttätig

Mehr Geräusch als Ton, dennoch intendierter Ton immer klar auszumachen

Durchgehend am Steg gespielt, viel Attacke

Zum Ton hin/vom Ton weg

Schlagzeug: Reibstöcke, Kontrabassbogen, Schlägelköpfe, Rute, Hand, Fingernagel

Aneinanderreiben

Formen der Variation

Haupttöne/Nebentöne

Hand tanzt auf Saiten

Deswegen Saiten freischwingend, ohne Griffbrett

Geräusch als Verzierung

Verzierung als Geräusch

Störung

Verunreinigung

Das Signal muss klar sein, damit die Verunreinigung als solche erkannt werden kann.

Ansonsten Haupt- und Nebentöne gleichwertig/nicht unterscheidbar/eine Ebene

Oberfläche

Lange Glissandi, wo dann wirklich nicht mehr klar ist, welcher Ton ursprünglich gemeint war.

Aufhebung des Tongefüges

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Umwölkten Hauptes

Klarinette nach unten ausfransen lassen.

Wie kriegt man die Entfremdung ins Instrument zurück? Dass das Instrument das Instrument bleibt und trotzdem kaputt ist. Reine instrumentale Geste und trotzdem totale Entfremdung.

Oder gar nicht spielen lassen: Auch toll.

Alles unisono, auch mehrstimmig. Alles verdoppeln, Instrumente total vermischen, nicht mehr als einzelne Instrumente erkennbar. Aber: Gesten erkennbar. Satz erkennbar. Von Instrumenten getrennt.

Virtuosität: Das viel zu schwer, das dann in etwas anderes umschlägt: Eine andere Qualität, ein anderes Material. Ganz schnell, und deswegen nicht mehr nachvollziehbar. Auch akustisch nicht: Schneller spielen, als man es hören kann.

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Gigantischer Schweineartiger Superheld

Folge von Melodien und nichts anderes. Als Musik ziemlich merkwürdige Idee. Extrem schwer erinnerbar, besonders im langsamen Tempo. Im schnelleren Tempo dann deutlicher. Melodiewechsel so etwas wie Tonartwechsel, schon allein weil die Häufigkeit der Töne anders verteilt ist.

Lustig, dass die Lautstärke immer gleich, nämlich sehr laut, sozusagen volles Rohr bleibt.

Mit schnellerem Tempo werden die Teile immer kürzer. Gleiche Zahl von Tönen/Schlägen/Wiederholungen?

Schläge langsam (gesteuert) ausklingen lassen. Quasi Echo.

4-4-4-8-8-8-8

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Lebensentwürfe

Lustig, dass Chefs für tausend Sachen ihr Gesicht hinhalten müssen, von denen sie keine Ahnung haben.

Melodie
Sehr laut
Sehr langsam
Tonfolge

Wirkt eher wie ein abstrakter Satz

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Jünglingshafter Gestalt

an eternal error has occured

Ein extrem langweiliges Buch schreiben, das Langeweile als Weg zur Erleuchtung zum Thema hat. Am Ende bist Du erleuchtet.

Ein extrem unterhaltsames Buch schreiben, das Unterhaltung als Weg in die Selbstauslöschung zum Thema hat. Am Ende bist Du …

Das Buch als reale Verwirklichung des Themas des Buches.

Instrumente: Glissandi in Liegetöne einpassen, quasi Verzweigungen. Intensiver Stillstand.

sound of the machine: Nicht nachregelbare Elektronikeingriffe als unberechenbare Verstärkungsanlage, immer als Fehler, als Überreaktionen des Systems auf das Original

nicht übel

träum’ weiter

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Und wieder

Flügel und Flipper: Ein großer, jugendherbergsartiger Kellerraum mit zwei Flügeln und mehreren Flippern. Ich schlurfe umher, Münzgeld in einer halben Plastikschachtel, wie die, in denen man früher Pflaster kaufte, nur kleiner. Offenbar will ich Flipper spielen, aber jedesmal, wenn ich kurz davor bin, eines der Flipper-Geräte zu erreichen, fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel auf den Boden und ich muss es mühselig wieder zusammenklauben. Dann mache ich mich auf den Weg zum nächsten Flipper-Gerät, und wieder fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel.

ad infinitum

Gezählt
Gewogen
Geteilt

Als Blasinstrumente gelten in Korea alle Instrumente, die den Ton halten können, also neben den Oboen Piri und den Querflöten Daegeum auch die gestrichene Zither Ajaeng und die Spießgeige Haegeum, im Gegensatz zu den verklingenden Zupfinstrumenten.

orte taten tage

heroin
tomorrow
happiness

Motette: Langgezogener Teppich, ins Geräuschhafte gehen, quasi Ausbuchtungen von Geräuschhaftigkeit, tendenziell alles leise, vor sich hin kriechend

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Things we are not proud of

Really happened. Not funny.

Fein schneiden und wie rasante Akkordwiederholungen mit minimalen Abweichungen ablaufen lassen.

Kappacher: Als ob nur das, was in der Erinnerung stattfindet, wirklich stattfände. Und wenn dann wichtige Informationen fehlen, waren sie eben in der Erinnerung nicht enthalten. Aushalten, dass etwas wichtiges fehlt. Schreiben als Metapher für Erinnerung.

Wenn es passt, liest du es. Wenn es nicht passt, lässt du es stehen.

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Gift

Klarinette
Schlagzeug
Violine
Viola
Violoncello

schleichend
schleppend

abgedämpft

Kolik: Bass
Schlachten A: Bariton & Kleines Ensemble
Schlachten B: Sopran, Mezzo, Alt & Kleines Ensemble
Heiliger Krieg A: Counter, Tenor & Großes Ensemble
Heiliger Krieg B: Chor & Orchester
Stampfen: Streichorchester

East India Youth/Total Strife Forever: Beeindruckende Akkordwiederholungen

Bob Ostertag: Think of Zwei/2240

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Dove sta memoria

Agustí Torelló Mata
Reserva 2008

Jaume Codorniu
JC 019377

Jungeun Cho

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Schönheit

Unversehrtheit

Liquidation

Beobachten statt genießen: Spielverderberei

Dissonanz: Widerspruch

Nachsommer

Ensslin: Erhängte zum Frühstück

Präsenz der Bilder

Der Künstler hat gar nichts zu sagen, er hat etwas zu machen.

Schönheit ist der Anfang des Schrecklichen.

Schönheit ist die Möglichkeit des Endes des Schreckens.

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Selbstporträt als Thomas Middelhoff

Ives: Das Überflüssige, Stehengelassene, Sinnlose, Übriggebliebene. Bestimmt nicht so gemeint, aber superinteressant. Der völlig irrsinnige Aufwand für fast nichts. Das Ausbluten, Auseinanderfallen, Wegbrechen der einzelnen Sätze. Die Werkspuren, die natürlich gesetzt sein müssen, obwohl sie völlig widersinnig klingen. Es kann nicht so gemeint sein, es muss aber doch auf igendeiner Ebene gesehen und stehengelassen worden sein, weil man es unmöglich übersehen kann. Denn es ist natürlich GEMACHT. Die Noten fallen ja nicht von selbst aufs Papier.

überaus

gefährdet

JH=RG

ist doch klar, oder?
sieht das wirklich niemand?
oder will da niemand drüber sprechen?

und plötzlich bist du vor lauter dies hier und jenes dort überhaupt nicht mehr da

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aufgehoben

oder sagte ich das schon?

I am as good as dead – well who isn’t?

nach der Szene ist vor der Szene
und nach dem Stück ist vor dem Stück

in der Zeit zu Hause sein

yeah, it’s a fuckin’ paradise, actually

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unsympathisch

Die Idee ist ja eigentlich, ein Recht darauf zu haben, anstrengungsfrei durchs Leben zu gehen.

Interessante Vorstellung.

Nicht zu genau hinhören, Sorgfalt kann auch nerven: Einfach mal weghobeln.

Formalisieren: Um Gottes Willen keinen Naturalismus! Die singuläre expressive Geste.

so schön rund
so toll gemustert

after death = before death:
well, don’t be too sure

Kolik, 9. Szene, Vierer-Gruppen: Bratsche, 2 Akzente, Ponticello

Skulptur

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ernsthaft verstörend

Elektronik imitiert Instrumente und Instrumente imitieren Elektronik.

es drängte sich auf
es ging gar nicht anders

Nebenmelodien

schön

unvorstellbar

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vielleicht ist es ja auch ganz furchtbar

Elektronik: Original und Kopie werden auf die gleiche Leinwand projiziert, wobei auch das Original bereits wie eine Kopie behandelt werden kann. Zusammenfallen & geringfügig verschieben. Abstand steht fest, egal welches Tempo angeschlagen wird. Du kanst deine Kopie nicht überholen.

Bestimmte Art von Leichtigkeit im Instrumentalmusik nicht machbar: Beispielsweise Hintergrundsklang, lange gehalten, langsame, kontinuierliche Veränderung, wird immer entweder expressiv oder bewusst zurückgehalten, also immer ausdrucksvoll klingen, statt einfach nur da zu sein und dadurch letztlich viel überraschender zu wirken.

Last Days: Unglaublich, wie eigenartig ein Film ohne Vorspann wirkt, letztlich vermisst man die ganze Zeit, wahrscheinlich bis zum Ende des Films, die Überschrift. Wirkt wie ein Amateurfilm, fast wie zufällig aufgenommen, der vielleicht gar nicht dazu bestimmt ist, von einem nicht Eingeweihten gesehen zu werden. Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass der Vorspann unsere Wahrnehmung entscheidend prägt, unsere Erwartungen an einen Film wesentlich beeinflusst, auch wenn wir das nicht bemerken. Ein Film ohne Vorspann ist ein bisschen, wie wenn jemand in einen Raum kommt und sofort zu reden anfängt, ohne darauf zu achten, ob überhaupt jemand im Raum ist und was die Anwesenden gerade machen. Insofern eine super Idee.

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