Monthly Archives: October 2013

Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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Versprechen: Alles Egal

Gewerkschaftsbosse als die schlimmeren Unternehmer: Fettleibigkeit ohne Risiko. Kann ich leider nicht wählen, sorry.

Elektrische Panflöte. Auch toll, natürlich.

Beethoven: Bewusster und vorgeführter Eingriff in die Struktur. Zeigen, dass es auch anders geht. Es hätte auch ganz anders sein können. Gerade in tonaler Musik möglich, weil es eine Grammatik gibt. Gleichzeitig ist Musik verzeihender als andere Medien, weil sie nicht gegenständlich ist. Deswegen handelt es sich um reine Grammatik, reine Dramaturgie, und nicht die Anordnung, den Abbruch von Gegenständen. Es gibt keine Provokation, die auf das Leben direkt zugreifen würde. Diese Einschränkung vorausgesetzt geht Beethoven so weit, wie man nur gehen kann, alle neue Musik eingerechnet. Man muss erst einmal eine Grammatik haben, um sie einreißen zu können, daher sicher auch das strikte Festhalten an der zugrundeliegenden Periodik.

wie kriegt man etwas noch hässlicher hin? wie macht man etwas wirklich hässlich?

Warme Sonne, wenig Wolken, die Luft fühlt sich gerade noch kühl auf der Haut an. 20 Grad. Leichtes Frösteln im Schatten. Quite pleasant.

Alles, was einem irgendwann einmal wichtig genug war, aufzuschreiben, stehen lassen.

Auf eine gewisse Art tatsächlich die Funktion, etwas zu bezeugen: Dass man da war, dass man etwas gesehen hat.

Nö, finde ich nicht.
Doch, sehe ich auch so.

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Far Go

Klang Klang Klang Klang Klang. – What the fuck is it? How do I notate it? (Beethoven)

Ultramodernismus vs. Lesbarkeit/Jelinek: Straff gespannte Oberfläche. Der Wille, die Pointendichte stabil zu halten. Also kein Abfall, kein Anstieg. Anti-dramaturgische Ästhetik, total nachvollziehbar, aber irgendwie eben doch falsch. Das Problem, selbst Spaß zu haben. Und das Publikum darüber zu vergessen. Nicht sich selbst darstellen, sondern seine Performance. Quasi das eigentliche Thema: Ich kann die Spannung halten. Was ja automatisch nicht stimmt, by the way. Frage wäre eher: Wie kann ich aus dem Stück heraus die Spannung variieren? Nicht, um es interessanter zu machen, sondern, um es besser zu machen, um die Frage zu akzeptieren: Kann es nicht-konventionelle Dramaturgie überhaupt geben?

Ein bisschen so, als ob man wach bleiben müsste, um zu überleben. Als ob man der Held wäre, wenn man die Intensität durchgehend gleich hoch halten könnte. Was nicht der Fall ist. Man hält die Intensität gleich hoch, indem man sie variiert. Grindcore/Death Metal.

Wiley Wiggins

All I’m saying is, if I ever start referring to these as the best years of my life, remind me to kill myself.

Homogener Track, der plötzlich in eine andere Richtung geht: Funktioniert fast immer, erfreut fast immer, ist aber eigentlich ein ganz einfacher Trick. Was ist das eigentlich: Zwei Stücke, die direkt aufeinander folgen, oder ein Stück mit plötzlichem Charakterwechsel? Warum ist es tatsächlich etwas anderes, wenn es ein Stück ist?

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man muss bereit sein dafür

What the fuck am I doing?

Volker hat recht, Pultbeleuchtung muss in Lichtkonzeption einbezogen werden: Vielleicht wie ein Funzeln, Aufglimmen, das Licht entsteht mit der Musik, aber die Musik lässt das Licht entstehen (was faktisch/technisch ja wahrscheinlich wirklich so sein wird). Weißes Licht als Licht-Licht. Einfache Leuchten oder gefilmte/projizierte einfache Leuchten. Klingt einfach, ist aber wahrscheinlich ziemlich kompliziert.

Künstler/Verantwortung: Bad idea. Kann nicht gut gehen.

So verschwurbelte Stimmungen, geistige Verkrampfungen, aus denen man meint, niemals mehr herauskommen zu können. Und dann plötzlich einfach weg, vergessen. Ein bisschen wie Krankheiten, die entsetzlich sind, wenn man sie hat, aber vergessen, wenn vorbei. Hat bei Stimmungen meist mit Umgebung oder Aufgaben zu tun, dann totale Panik, wie, wenn ich da nicht mehr herauskäme, wie, wenn ab sofort alles so bleiben würde, wie es jetzt aktuell ist, nämlich schrecklich? Klar sagt die Lebenserfahrung, dass das vorbeigeht, die Vernunft sagt, glaub der Erfahrung, aber es fühlt sich eben nicht so an, als ob es so wäre. Die unmittelbare Evidenz sagt das Gegenteil. Sie sagt: Das ist von nun an Dein Los. Wie konntest Du nur so unvorsichtig sein, Dich hier hinein zu begeben? Gleichzeitig gilt real weiterhin, dass man nicht alles auslassen kann, was einem unangenehm ist, dass man nur lernt, wenn man den Hirn- und Gefühlskrampf riskiert. Oft stärkste, aber nicht unbedingt wichtigste Eindrücke. Eher Ergänzung als wesenhaft.

Chor/Ockeghem: Verlängerter Atem, über die offensichtliche Metapher des ins Unendliche fortgesetzten hinaus natürlich auch eine körperliche Metapher, fast schon eine Beschreibung eines tatsächlich nicht möglichen Zustandes, über den Atem hinaus getragen. Macht tatsächlich Sinn: Schwerelosigkeit, Auflösung der lebenswichtigen Körperfunktionen, Sieg über den Tod. Religiöse Phantasie.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Pseudologie

Gelassenheit/Entspanntheit: auch nicht schlecht, besonders wenn man sich die ganzen verbiesterten Gesichter anschaut.

Überprüfbarkeit
Vergleichbarkeit
Machart
Suggestion

Den Programmtext einfach mitlaufen lassen. Nur: Dann musst du den wieder erklären.

Rausgeflogen: O.k., und was machen wir jetzt? Träum’ fuckin’ weiter!

Was Du Dir vorstellen kannst, und was Du Dir nicht vorstellen kannst. Etwas ganz einfaches, einfach nur Achtel. Ich fühle das halt nicht. Ich glaube nicht daran. Nur als Parodie.

but, you know, you never know

warum ist das gut, und warum will ich das nicht?

der macht das: DER macht DAS. Personen als Instrumente. Einerseits totale Beschränkung, es geht dann eben nur mit DIESER Person und keiner anderen, andererseits Feindifferenzierung aus Erfahrung, die sonst nicht möglich wäre. Der macht das nämlich, der macht immer das, deswegen kennt er sich dabei so gut aus. Er hat seine eigene Sprache entwickelt, die sich aber auch auf genau dies beschränkt. Hong Chulki.

Das Licht der Herrschaft/Herrlichkeit.

Die Scheinwerfer der Macht.

Interessant, was einem alles nicht gefällt. Und zwar gar nicht. Z.B.

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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everything is fremdbestimmt

Vor meinem geistigen Auge:
Raum, exakt wie dieser, nur leer.
Ich sehe das Licht, den Boden, die Unebenheiten der Bohlen, Staub, Dreck, alles andere ist weg, leergeräumt.

Musik läuft. Wollen wir nicht ein bisschen Musik hören? Läuft doch. Oh, stimmt.

Lächeln in der Stimme: Das ist so traurig. Das ist so erschütternd. Worüber freut die sich denn so?

Aus Fernen, aus Reichen.

Unglaublich, wie schnell man aus etwas draußen ist, wie schnell man aber auch wieder rein kommt: Wie habe ich das nur gemacht? Absolut keine Ahnung. Ach so, ja, genau. Ja, so war das. Eigentlich ganz einfach. Irre. Welten dazwischen. Irgendwie auch traurig. Ausgeliefert. Auch wenn es eigentlich immer funktioniert.

Grundbedingung: Man muss verstehen, wie viel Arbeit es ist, etwas zu tun. Wie viel mehr Arbeit, als man jemals für möglich halten würde, in vergleichsweise einfache Ergebnisse gesteckt werden muss. Man muss es selbst machen, um es zu verstehen, und man vergisst es sofort wieder, wenn man es nicht mehr macht. Deswegen kann man es auch niemandem erklären. Der Invest. Hilfe.

gut, o.k.

Der Vorteil, Entscheidungen nicht mehr zurücknehmen zu können, und das zu wissen. Es muss halt alles passen, und wenn es nicht passt, muss es auch passen. Lernen. Weitergehen.

Shoegaze Punk

ja, schon

Dinge immer dann tun, wenn man gerade NICHT will, warten, bis es nicht mehr anders geht, bis man es nicht mehr vermeiden kann, könnte exakt der richtige Moment sein, um neues/anderes Material einzuführen, so lange herauszögen wie nur möglich, und dann eben doch liefern, KANN gar nicht falsch sein.

Beruf: problem solving

Wie im echten Film: Ist der kleine Junge wirklich gerettet, oder wird der böse Riese zurückkommen?

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Rote Varis

Unisono: Das ist so dermaßen lustig, das muss man einfach machen. Tja, leider sind offensichtlich gute Ideen meistens ziemlicher Schrott. So auch hier.

never/older

Frage wäre, was interessiert, was hält das Interesse, wenn nichts passiert. Allerdings auch: Was würde das überhaupt heißen, dass nichts passiert. – Wirklich gar nichts?

Geduld/Tugend/Laster

Grundmodus Faseln

mur Rauschen
eigentlich nur Rauschen

Schläge zusammensetzen: Totale Staccato-Verpixelung

Rad-An1: Schöne Idee, irgendwann, aber auf keinen Fall in der Mitte des Tracks, ganz wo anders hinzugehen.

einfach nochmal lesen, anders auslesen, die gleichen Daten anders auslesen

zynisch, deprimierend, deprimierend zynisch

ready when you’re ready
ready when you’re not ready
:always ready

tot stellen
nicht bewegen
hell wach

This is fuckin’ symphonic!

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lauwarmer Saubazi-Salat

ihr müsstet dringend daran arbeiten, Dinge gut zu finden, die euch nicht gefallen

Wenn Du schon gleich einen bestimmten Ausdruck hineinlegst, kann es nicht mehr wirklich ausdrucksvoll werden. Dann ist es einfach vorgekaut, vorverdaut. Schnittchen. Kauf. Let it fuckin’ speak for itself.

Schwarzer Pfeffer/Leder

strenger, böser

Instrumentation Dvorak Cellokonzert zum Teil ziemlich perfekt im Sinne von glatt-effektiv-geschmacklos – so ein bisschen wie bonbonfarbener Sextraum. Sollte man sich mal genauer anschauen.

Fernsehen ist wie einen 100-Euro-Schein anzünden und zuschauen, wie er verbrennt. Und der 100-Euro-Schein ist dein Leben. Vorteil: Kurz und schmerzlos. Nachteil: Man hat nicht sehr viel davon. Eigentlich hat man gar nichts mitbekommen.

Lustig, dass mit einer bestimmten Tonhöhe Teile des Registers automatisch ausgeschlossen sind. So dass man sich dann zwischen Tonhöhe und Register entscheiden muss. Ich will aber … Geht halt nicht.

Aussitzen können. Warten können. Ist natürlich wirklich eine eigene Qualität. Wirst du nicht ganz ohne auskommen können.

No worries, just shame.

Okay. Let’s have fun.

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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Lachs + Tahin

Leere ist natürlich auch toll, klar.

Ist ja übrigens dann so etwas wie vollumfänglich realisierte direkte Demokratie, wenn die Politik wesentlich damit beschäftigt ist, herauszubekommen, welche Positionen sie beziehen muss, um Wahlmehrheiten zu beschaffen. Sozusagen den Willen des Volkes vorweg genommen. Leider nicht so wahnsinnig befriedigend.

jetzt sag nicht, das hatten wir schon

Wenn’s das Wort schon gibt, muss es das Ding ja auch schon geben, oder?

Auch interessant, dass man so wenig wirklich versteht. Dass man ahnt, das könnte so oder so sein, dass man aber im Wesentlichen im Dunkeln stochert. Viel später wird dann manchmal klar, ob man recht hatte oder nicht. Es sieht dann nicht unbedingt so aus, als ob alles ganz offensichtlich gewesen wäre, eher ist es so, dass man seine Ahnungen im Nachhinein besser analysieren und einordnen kann. Der Gegenstand hilft, wenn er verstanden ist, Ahnungen aufzuklären, eher nicht umgekehrt.

Alcácer Do Sal: Fuckin’ diversity all over the place (actually not quite). Kanten, die nicht aufeinander stehen können. Statik optisch ignorieren/negieren. Wenn größtmögliche Variabilität zur Norm geworden ist, ist reine Serialität die neue Abweichung. Der nächste Zug.

Millionen Melodien für Millionen: Der Nachklang. Jeder hört etwas anderes. Gehört zu den Phänomenen, deren Wahrnehmung definitiv nicht kontrollierbar ist. Und das hat auch damit zu tun, dass man weiß, dass er nicht manipuliert werden kann. Wenn dies doch geschieht, hört man anders zu.

Testton-Brummen
Testton-Piepsen

Audiosculpt: Ein bisschen wie die Putzfrau, die die Fettecke wegputzt. Man hat etwas Schönes, will es noch schöner machen, und bleibt mit leeren Händen zurück.

wenn/wo möglich, Unisono

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another another not my day day

Heute, hatte ich gedacht, essen wir die Suppe auf, hat er gesagt.

Stimmung: Äh, na ja, wie ist denn die Stimmung? Rauschen, Kratzen, Knistern.

selbstverliebt

Absolute Towers, Mississauga: Interessante Aufgabe, einen ondulierenden Turm zu bauen, und dann im Nachhinein einen zweiten Turm zu entwerfen, der den ersten abwandelt und ergänzt. Würde mich interessieren, wie sie da ran gegangen sind.

Luhmann als Prosagedicht

Unschuld

unschuldig
schuldlos

was ich höre
ich höre seit längerer Zeit
seit einigen Takten

Sag mal, kann das sein, dass du mir meinen Cursor weggenommen hast?

Rechtsperonist

Ich bin grundsätzlich unangepasst: Gibt es etwas angepassteres als Rockmusik?

I’m a patriarch type motherfuck. So now you lay flat from cash tray while I fall back and execute my plan with patience. Shit I’ve been praying so long hopin’ that the god come save me. On my knees meditatin’. I ain’t seen the motherfuckin’ blessing yet. Straight patriarch type nigger. That’s who the fuck I be.

ziemlich schwierig auf Schlagzeug umzuschalten

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Wunschvorstellung/Wunschkonzert

Falsche Entscheidungen, Fehlentscheidungen: Toll! Alles total falsch, alles total anders gekommen, und gerade deswegen interessant. Die besten Stellen fallen einfach weg. Und das Lustigste ist: Du weißt überhaupt nicht, was stattdessen kommt. 

Komplett gegen jede Planung. Und das ist im Übrigen ja auch etwas, was Planung interessant macht: Dass man sie nicht beherrschen kann. Dass man aber sehen kann, dass man sie nicht beherrscht. Dass die Abweichung deutlich wird. Und dass sie uns dadurch zwingt, etwas zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollten. Und auch nicht hätten tun können. Notwendiger Umweg oder so.

Komisch, dass es so befriedigend ist, gegen sich selbst vorzugehen. Jedenfalls, wenn es einem gelungen ist. Man hat selten so sehr das Gefühl, das Richtige getan zu haben.

– Ich mag es, wenn die Dinge einfach so liegen bleiben
– Na, da wird mir manches klar. Deswegen ist es hier immer so unordentlich.
– Ich lasse gerne alles hängen. Und wenn ich was Neues aufhängen muss, hänge ich es einfach drüber.
– Manchmal muss man aber auch was abhängen.

where would you like to live?
how would you like to live?
in what kind of space would you like to live in?
what are your –

fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck.
please!
please!!!

Lustig: Wenn man sich mal entscheidet, nicht von vorne nach hinten zu arbeiten, entscheidet die Konstruktion, dass man es doch tun muss. Wenn man hinten etwas ändert, kann man nicht mehr sehen, wie es vorne hätte sein sollen.

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bedeutend

O Gott ist der unsympathisch! Hilfe! Bitte sterben! Ich! Was am besten den Gefühlszustand wiedergibt. Heulen wollen! Blankes Entsetzen.

Das realistische Theater setzt sich mit der realen Situation im Theater auseinander? Stimmt vielleicht sogar.

Bitte keine Gehässigkeiten.

Ganz leises Klingen, hohes Register, Glockenartig, auf jeden Fall Metall, fast nicht da, fast nicht hörbar, eigentlich nicht hörbar. Woher weißt du, dass es überhaupt da ist? Eigentlich nur, wenn es irgendwann lauter wird, deutlicher wird, und das ist schade: Dass das Undeutliche nicht undeutlich bleiben kann und trotzdem klar ist, dass es da ist. Wobei das natürlich die Definition von Undeutlich ist: Dass es nicht klar ist. Es ist klar, dass es undeutlich ist. Es ist klar, dass seine Undeutlichkeit beabsichtigt ist. Was meinst du denn überhaupt? Den hohen Ton, oder das Rauschen, das Klingeln, oder das Rascheln? Nein, ich dachte eigentlich, es wäre ein leises Ticken. Oder Kratzen. Das ist doch nur die Klimaanlage, oder die Heizung, oder so.

Wenn du es lauter machst, hörst du auch viel mehr. VIEL mehr. Oder näher ran gehst.

Nur Sprechen
Sprechen + Singen
Sprechen + Singen + Musik: Schnitte
Sprechen + Singen + Musik: Keine Schnitte
Einschränkung Anzahl Stimmen vs. keine Einschränkung

Musikstück als solide Masse vorstellen: Es darf keine Pause geben, sonst bricht es auseinander. Alles muss fest miteinander verbunden sein. Gegenteil: Pausen, in die Musikstücke hineingeworfen werden.

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am Ende Unisono-Piepsen

Frisches Schwarzbrot merkwürdigerweise erfrischend – how the fuck come? Knusper, Feuchtigkeit, Elastizität, saurer, leicht fruchtiger Nachgeschmack – was noch?

Melodie und Begleitung kann ein tolles Konzept sein – vgl. Doo Wop. Warum funktioniert das da so verdammt gut? Vielleicht tatsächlich die extreme Einfachheit des Satzes, in der dann jede Mini-Abweichung ein Ereignis ist. Lustig, dass da auch das Klimper-Klavier wie ein exterritoriales Ereignis wirkt. Übrigens zum Teil tatsächlich wie Samples arrangiert: Ein bisschen Schlagzeug hier, ein bisschen Klavier da, ganz wenig Saxophon dort, bloß nicht zu viel wovon auch immer. Super Idee. Ziemlich professionell gedacht.

Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wie Titel in der textlosen Popmusik funktionieren? Oder ob sie überhaupt funktionieren? Wenn es keinen konkreten Bezug gibt (z.B. Textsample), ist der Titel ja mindestens so arbiträr wie in der Neuen Musik. Ein ganz normaler Techno-Track mit revolutionärem Titel: Ich meine, ich verstehe schon, dass damit eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, auch für den Produzenten selbst, aber, naja, das war doch schon mit Text schwierig, wie soll es denn dann ohne gehen?

Man könnte sagen, dass im Pop die Person des Produzenten enger mit dem Stück verbunden ist als in der Neuen Musik, dass sie mehr für das Stück, für die Haltung des Stücks steht, dass die kultivierte Anonymität vieler Elektronik-Produzenten gerade wieder eine persönliche Haltung ist, die zu Stück und Titel dazugehört, aber das ist ja letztlich auch nur eine Art Stimmungsbild, dessen konkreter Nutzen sehr begrenzt ist.

Letzter Versuch: Der Titel ist die Message des Stückes, das Stück wird geschrieben, um den Titel zu transportieren. Nicht undenkbar, vielleicht wirklich eine Art Gleichwertigkeit zwischen Titel und Stück, die sich gegenseitig rechtfertigen. Das müsste dann letztlich auch für Stücke gelten, die einfach nur durchnummeriert sind:  Unknown 001, #001-004. Der stärkste Ausdruck, der in diesem Zusammenhang mit einem Titel zu erzeugen war?

Lenin-Museum Bischkek: Als ob die Steinplatten nur abgelegt wären. Schöne Idee.

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niemals Verzeihen

Eins
Zwei
Viele

oder eben doch:

Eins
Viele

Lustige Idee: Stück/Platte ist eigentlich schon zu Ende, dann wird einfach noch mal kurz auf- und wieder abgedreht. Man dachte, vielleicht geht es doch noch mal weiter, tut es aber nicht. Keine komplett neue Idee natürlich, aber so ausgeführt, dass man tatsächlich kurzzeitig an einen Neuansatz glaubt. Wahrscheinlich eine Frage des Timings – und der Dynamik (V. Hold, Antagions).

Schnitte vs. Stimmen

macht doch Sinn, oder?

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Filed under Form, Oper, Pop

– die ja fast schon nicht mehr gegeben ist, das wäre fast schon Zeichen einer s –

öffentliche Rede: Interessant, was alles nicht geht, nämlich eigentlich gar nichts. Sofern es nicht um Fakten, die referiert werden müssen, geht, muss sich öffentliche Rede im Wesentlichen darauf beschränken, Fehler zu vermeiden, und das ist nicht Schuld der Redner oder des Publikums, sondern Notwendigkeit des Mediums. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu sagen, sondern, dass überhaupt etwas gesagt wird. Sozusagen ein Pro-Forma-Sprechen, ein Erfüllen des öffentlichen Auftrags der Rede. Auch angeblich provokante Reden erfüllen genau diesen Auftrag: Er war dann eben anders gestellt. Publikumsbeschimpfung, Tabubruch, etc.: Alles Handlungsweisen, die zum Auftrag der Künstlerrede gehören. Eher eine Missachtung des Auftrags, wenn sie nicht erfüllt werden. Die Frage wäre, was passieren würde, wenn der Auftrag wirklich gebrochen würde, bzw. ob das Medium tatsächlich so stark ist, dass der Auftrag gar nicht gebrochen werden kann. Dass der Selbstschutz des Redners jedes Durchbrechen des Auftrags automatisch neu kodiert um zu signalisieren: Keine Angst, ich rede nur. Ich bin nicht gefährlich. Hier droht keine Gefahr. Und alles andere als pathologisch betrachtet würde.

Insofern kann man Politikern auch nicht unbedingt vorwerfen, dass sie lügen, denn in gewisser Weise können sie gar nicht lügen, da sie performen, und die Suggestion der Authentizität, also der Möglichkeit der Lüge, gehört zur Performance dazu. Lustigerweise haben sich Politiker in der Zwischenzeit so sehr in ihre Rolle eingearbeitet, dass man ihnen die Möglichkeit der Lüge eigentlich nicht mehr abnimmt – weil man sie in keiner Weise mehr für authentisch hält. Das wäre dann aber ein klares Zeichen von schlechter Performance. Und in gewisser Weise zu großer Authentizität, was ihre Rolle betrifft. Sie zeigen zu deutlich, dass sie nur eine Rolle spielen. Die zahllosen persönlichen Unvollkommenheiten, die Politiker in ihre Rolle einbringen, ändern im Übrigen nichts daran, dass es sich um eine Rolle handelt, im Gegenteil helfen sie, der Rolle ein authentisches Gesicht zu geben. D.h. ja übrigens auch, dass Politiker nur zu einem ganz kleinen Teil ihre Rolle selbst gestalten können, und der weitaus größte Teil von ihrer Funktion vorgegeben wird.

Das Durchschaubare der Nichtauthentizität macht Politik im Übrigen so abartig langweilig. Da müsste definitiv an der Performance gearbeitet werden.

Müsste man noch weiter auseinander dividieren.

Lustigerweise direkte Demokratie schon längst praktiziert: Die Politiker lauschen dem Volk seine Wünsche von den Lippen ab, um wiedergewählt zu werden. Komplette gegenseitige Fremdsteuerung, geschlossenes System ohne Entscheidungsfreiheit.

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Filed under Politik

Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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eine Aufgabe

Alinea: Absolute Zartheit. Gespinst, quasi nicht vorhanden. Gewebefaden, ins Leere gezogen. Hässlichkeit der Fragilität. Abfall, Dreck, Staub, Spinnenweben.

Es hatte zu lange keine Bedeutung mehr gehabt.

Reim: Unmittelbare Überprüfbarkeit.

Das könnte übrigens ein wesentliches Merkmal des Zwanzigsten Jahrhunderts sein: Ständiger und systematischer Entzug der Überprüfbarkeit. Immer, wenn Du denkst, Du hast verstanden, was ich mache, ändere ich die Regeln. Was Du verstehst, kann nicht gut sein. In diesem Sinne wäre der konventionelle Roman definitiv nicht Zwanzigstes Jahrhundert. Und man könnte sage, Film wollte nie Zwanzigstes Jahrhundert sein. Wollte eher das Neunzehnte Jahrhundert in eine neue Technik überführen. Und was macht das Einundzwanzigste? Sagt es: Bitte versteh mich? Ich will auch ganz brav sein. – Wie versteckt man Unverständlichkeit?

Traum-Archetyp: Raum hinter dem Raum, Welt hinter der Welt, die offen sichtbaren, bekannten Vorgänge sind nur eine Fassade für die eigentliche Mechanik der Welt. Fließender, anstrengungsloser Übergang.

Flunkern: Dann passt’s besser. Viel besser.

Pieps-Elektronik: DJ Rashad, Drums Please

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Klavier

gleiche Stimme mehrmals gleichzeitig verschieden interpretieren

Trommel: Rim Shot/Schnarrsaiten/Dämpfen

So, wie die Vertikale flexibel eingeschränkt und wieder erweitert wird, schließlich auch die Horizontale einschränken: Du hast nur Platz für zwei/einen/halben Schlag etc. Zusätzliche Frage: Wo soll dieser Ausschnitt in Bezug auf den Takt und in Bezug auf das Sample liegen? Ist der Takt ignorierbar? Ist das Sample ignorierbar? Synchrone Ausschnitte gegeneinander verschieben? Asynchrone Ausschnitte ihrer ursprünglichen Lage entsprechend spielen? Asynchrone Ausschnitte übereinander legen? Vollständigkeitswahn. Ausschließen.

Ruhe: Ruhe – na ja.

Takt vs. Sample: Takt greift aus Sample gegebene Dauer ab. Dauer maximal Sample-Länge. Dauer über Takt fällt weg. Schweller oder Schnitt. Forte-Ausbrüche mit Wiederholungen auffüllen.

Kann mir mal jemand erklären, warum Konservative so irrsinnig niveaulos sind? Die deutschen Konservativen e.V.: Danke, Papst Benedikt!

Im Traum Angst gehabt, einzuschlafen, dann aufgewacht. Echt passiert!

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Familie

Piece of Shit: Konsonanzstudie

Alle Schläge umstellen, Folgen je Abschnitt definieren

Kontinuität revisited

tonale Kontinuität: hat etwas ziemlich Schales, besonders in ihrer Spätzeit, als ob sie, obwohl sie ständig hinterfragt wird, zu einer Commodity geworden wäre. Es zwickt und zwackt, aber gerade deswegen kann man sich auf sie verlassen. Ein Sicherheitsnetz, aus dem man, selbst wenn man wollte, nicht ausbrechen könnte. Frage wäre, ob Atonalität tatsächlich der Ausbruch gewesen ist. Oder nur eine Erweiterung der Sicherheitszone. Und wahrscheinlich hat die ganze Misere tatsächlich mit der fehlenden technischen Optionen zur Fortbildung zu tun: Trennung kann nur noch gestisch gedacht, nicht mehr strukturell erarbeitet werden, Kontinuität ist unausweichlich geworden. Daher der Eindruck des hilflosen Gestikulierens, der so viele Formbildungsversuche begleitet.

Französische Cembalomusik: Im Grunde ein unglaublich prächtiger, mit allen Mitteln hinausgezögerter und immer noch weiter fortgesetzter, extrem raffinierter Lärm. Clusterartige Obertonexzesse. Ziemlich toll also. Würde ich auch gerne können.

Portal: Differenzierter Lärm. Einfach immer weiter machen. Hier aber natürlich auch genau das Problem: Die einzige mögliche Gliederung ist die formale Geste, der deutliche Zugriff von außen, sonst läuft das einfach so durch. Klar hätte man lieber eine Gliederung von innen, oder?

Piece of Shit, zweiter Teil: Jeder Schlag kleine Sekunde nach oben. Ausgenommen die beiden Forte-Stellen. Die eher repetitiv-blockhaft auffassen.

Enggestrickter Rhythmus, quasi Lärm: Anschläge sind so eng zusammen gezogen, dass sie quasi eine Geräuschfrequenz entwickeln, die man als eigene Ebene (Vordergrund oder Hintergrund) wahrnehmen kann.

Lärm Lärm Lärm: toll

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Grammatik des Fehlers

grammatikalische Fehler im atonalen Raum

Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut

Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus

DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.

Bassarie murmeln

Orgelsolo

und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat

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giftiges, gelbgrünes Licht

Großes Beduinenzelt, strahlend weiß, Federn, Hollywood Gesellschaft, Billy Jean King kommt rein, meine Mutter ruft ihr entgegen: Hast du Panzer?

Schatten/Geräusch: Alle tonalen Elemente geräuschhaft verdoppeln, wenn der Vordergrund aussetzt, bleibt der Hintergrund alleine zurück (und wird zur eigentlichen Information).

Pause/Geräusch: Weißfilm/Schwarzfilm

Interlocking Patterns

Lustig, wenn sich hohe Geschwindigkeit plötzlich schleppend anfühlt. Die Impulse springen in einen anderen Rhythmus/anderes Metrum.

Abwehrmechanismen/Ohrendruck

– Dass alles, was man nicht kennt, als Bedrohung empfunden wird, heißt natürlich auch, dass es mit der Zeit immer mehr Dinge gibt, die einen bedrohen, und der eigene Bereich demgegenüber immer kleiner wird und schließlich verschwindet.
– Wieso das denn? Ist doch genau umgekehrt!

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Unreifer Scheiß

tolle, angenehm grobe Konstruktion

6/7: Welche Nie Nicht?

Instrumentation:
1.) Volumen Spielraum
2.) Position Spielraum
3.) Positionierung im Spielraum

Ein riesiges, vielgliedriges, hässliches Krustentier, das über die Landschaft hinwegrollt.

Formeln
Beschwörungen
Zaubersprüche

Wenn du ein Wort dafür findest, ist es weg.

Schämen: Auch hier können beide recht haben. Egal, was du machst, du wirst dich dafür schämen. Es gibt keine Möglichkeit, hier herauszukommen, ohne sich dafür zu schämen.

Idee ausgeschwitzt
Pulsschlag verloren

Maurizio/Licht: Einstimmig beginnen, langsam reinschleichen, quasi Mahler 10
Regelmäßige Aussetzer + Dämpfung = Schwarzfilm (Schedelbauer)
Abbildung und Gegenstand langsam gegeneinander verschieben
Taktbruchteile
Am Ende ganz aus dem Raster fallen (oder gerade wieder hineinrutschen)

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die Verachtung

Schnitt gegen den Schlag: größer/kleiner/gegen den Schlag/in sich verschoben

Untrue überarbeiten: Fassungen Einleitung gegeneinander schneiden, 8tel-Pausen als Trennzeichen, Differenz vs. Unisono. Vielleicht Oktaven verstärken (Kontrabass).

Wahnsinn: Alles komplett schwachsinnige Lüge. Völlig grenzdebil. Irrsinnige Absurdität.

Block und Schnitte: Weiche Fugen

Abbildung eines Klangs: Was wäre das denn genau? Ja wohl nicht einfach nur seine Wiedergabe. Unterschied zwischen Foto und Klangaufnahme: Bei der Klangaufnahme hat man tatsächlich immer den Eindruck, dass es sich um den Klang selbst handelt (auch wenn das so natürlich nicht stimmt).

Davon stirbt man nicht: Du vielleicht nicht, ich schon.

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because that’s what people do

Gedicht: Erstaunlicherweise wirklich möglich, dass man ein Gedicht ganz genau liest und am nächsten Tag dennoch kaum wiedererkennt. Als ob nur die oberflächlichsten Merkmale gleich bleiben würden. Als ob man Buch führen müsste über das Gedichtelesen. Ist das vielleicht sogar ein Kriterium für ein gutes Gedicht? Sprachkonzentration.

Merkwürdiges Ideal, eine Musik zu schreiben, die vom Instrument losgelöst ist. Könnte man gegen sich selbst wenden, indem man für Schallwellen schreibt. Elektronische Musik, zunächst als Verwirklichung der Unabhängigkeitsidee, dann als endspezifische Musik, exakt ausdefiniert, unabhängig von jeder Apparatur. Letztlich Sample, Aufnahme. Diese Aufnahme ist das Stück. Basta. Das Instrument existiert gar nicht mehr, außer als Sample/Foto. Das war das Instrument, damals.

Knacksen
Brummen
Rauschen
Piepsen
Krachen
Summen
Knistern
Knacken
Surren
Donnern
Rollen
Knarren
Schnarren
Klirren
Knattern
Schleifen
Rattern
Quietschen
Zischen
Einrasten
Scheppern
Wobbeln
Wabern
Surren
Kratzen
Schaben
Klacken
Pluckern
Zupfen
Streichen
Streifen
Reißen
Stecken
Schließen
Schlagen
Platzen
Knallen
Pressen
Drücken
Fallen
Plumpsen
Kullern
Ausspringen
Rollen
Reiben
Schleifen

Bahn: a-e-c-h-a/h-c-cis-d

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distinctly unpleasant

Dass irgendjemand irgendetwas spielt, ist schon Begleitung. Vorausgesetzt, es ist nachgeordnet/flächig. Warum funktioniert das so gut?

Einfach gar nichts.
Noch nicht einmal peinlich.
Litanei.

Piece of shit: Alles komplett nur Drone? Würde sicher gehen/wäre eine Möglichkeit. Alles leise. Totale absolute Kontinuität.

Das schöne an Dingen, die einfach so durchlaufen, ist natürlich, dass sie einfach so durchlaufen: Man muss nicht wirklich darüber nachdenken, wie es weitergehen soll.

Cembalo: Sinnlichkeit der ultrapräzisen Attacke oder Attackenfolge.

absurd und irgendwie trotzdem o.k.

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Tonaler Drone

Lustig, dass Dauerintensität/Aufgeregtheit auch wahnsinnig nerven können. Man würde sich dann ein bisschen Strenge, ein bisschen Formalismus, irgendwas, was über den puren Einfallsreichtum hinausgeht, wünschen. Einfach mal leer lassen. Einfach mal echte Härte zeigen. Nicht dauernd zeigen, wie wahnsinnig brillant man ist. Da wirkt das traditionelle Material übrigens auch ziemlich klugscheißerisch/bescheidwisserisch.

Orchester: Frage wäre, warum das alles so gleich klingt, warum der resultierende Ausdruck auch immer so wahnsinnig ähnlich ist. Selbst wenn man ihn total überdehnt.

Oktaven und Mikrotöne. Lustig, dass letztere als direkte Abweichungen eigentlich immer weinerlich klingen. Kann man nicht mehr machen. Was müsste man denn tun, damit das Orchester nicht mehr wie Orchester klingt?

Alles, was zu viel ist, ist gut. Loving the too much.

Elektronik mit Schlagzeugakzent, Schlagzeug löst Elektronik aus, Elektronik löscht Schlagzeug aus.

Keine gute Idee: Videoarbeiten, die eigentlich Kurzfilme sind. Noch schlimmer: Videos, deren Storyline man zusammenfassen kann. Tatsächlich finde ich, dass Narrativität komplett gegen das Medium geht.

Gleiches Objekt, zwei leicht gegeneinander verschobene Perspektiven gleichzeitig. Schnitt/Naht in der Mitte.

Zwei Schirme, gleiches Objekt, gleiche Perspektive, zeitlich leicht gegeneinander verschoben.

Cluster in den Goldberg Variationen.

Interessanter, wenn man nicht weiß, ob überhaupt etwas passiert, als wenn dauernd etwas passiert.

Riesiger, kahler Bogen, durch dessen Ruine man in den dunkelblauen Nachthimmel starrt.

Blind: Liste von Zitaten ist Gedicht.

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Mühelosigkeit/Anstrengungslosigkeit

Noch mal zu Magie: Es erinnert ja ein bisschen an den Verbrecher, der immer wieder zum Tatort zurückkehrt, wenn ein Komponist, dessen Arbeit wie keine andere magische Momente abruft, immer wieder davon spricht, dass das magische Moment zerstört/vermieden werden muss. Ein normaler Instrumentalsatz hat nichts magisches, ein tonaler Satz letztlich auch nicht, ein Satz, der die Tonproduktion als Geräusch vorführt, aber eben doch. Auch das Ausstellen von tonalen Versatzstücken hat etwas magisches, als ob man sich mit den Köpfen der getöteten Gegner schmücken und dadurch seine eigenen Kräfte vermehren wollte. Nichts daran ist verwerflich, es ist nur das Gegenteil der offiziellen Verlautbarungen.

Sich seiner Schwäche schämen.
Sich seiner Fehler schämen.
Sich seines Pechs schämen.

Z.B. sich schämen, dass man sein Fahrrad nach Hause schieben muss – was natürlich kompletter Unsinn ist. Als ob wir vollständig unverletzbar und unangreifbar sein/scheinen wollten.

Rauschen
Knacksen
Schrapsen
Piepsen
Quietschen

Mikrophon

Irgendjemand muss irgendetwas spielen.

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