Na, Sie haben auch schon mal besser ausgesehen!

Sport: Ist es vielleicht auch hier so, dass die Dauer, die Zeit und die Langeweile, die damit verbunden ist, das Wissen, das man bis zum Ende durchhalten muss, eben auch als Zuschauer, zur Spannung beiträgt? Ist zum Beispiel ein Tennismatch nur dann wirklich spannend, wenn man als Zuschauer wirklich jeden einzelnen Punkt durchleidet, wenn man auch alle langweiligen Punkte mitnimmt, um am Ende das Ergebnis emotional verstehen zu können? Steigt die Spannung mit der Langeweile? Braucht das Erleben tote Momente, um echte Spannung aufbauen zu können? Jetzt muss ich noch dies aushalten, jetzt muss ich noch das aushalten, noch zwei Spiele usw., ist ja letztlich nicht anders als im Horrorfilm der dunkle Gang, das drohende Unheil, der lange Weg zum Showdown, eben die gesamte Strecke, die nicht verkürzt werden kann.

Müsste man sich auch bei Beethoven noch mal genauer, ausschließlich auf Dramaturgie bezogen, anschauen.

Trash Humpers: Vielleicht viel besser, als man denkt. Vielleicht ja tatsächlich Porträt einer Haltung, eines Lebensgefühls, das wir sonst nicht kennen. Extreme Betonung von Nutzlosigkeit und Normalität. Leben ohne jede Transzendenz. Realität. Möglicherweise wirklich nur sichtbar in der extremen Randexistenz, aber auf alle zutreffend.

Jeden Takt teilen? 1/1, 1/2, 1/3, 1/4, 1/5: Etwas passiert in der Mitte des Taktes. Bruch, Schnitt, Schweigen.

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