Ist das wirklich tröstlich (die Erinnerung)?

Gedächtnisleistung, z.B. im Dunkeln ins Bett zu finden, vielleicht auch noch in einer fremden Wohnung: Da ist der Stuhl, da ist der Schrank, da ist der Tisch. Kurzzeit-Topographie. Das allgemeine Wiederholungsgedächtnis reicht dafür meistens nicht, glaube ich. Zu wenig auf unmittelbaren Nutzen, auf unmittelbare Vergegenwärtigung ausgerichtet.

Tasten. Ausprobieren. Könnte da sein, vielleicht aber auch höher. Oder tiefer.

A song of tough love for a generation whose eyes have moved fish-like to the sides of its head, forward vision usurped by a numb need to survive the now, side-placed eyes scanning for any GARDE of which to be AVANT.

Der Stuhl war ungefähr hier, vielleicht ein wenig weiter links, oder doch weiter rechts, größer, kleiner, breiter, tiefer? Im Dunkeln fühlt sich alles anders an, als es im Hellen ausgesehen hat. Im Hellen genaue Verortung nicht notwendig, da jederzeit nachvollziehbar, im Dunkeln die einzige Orientierungsmöglichkeit überhaupt, wenn es nicht um einfaches Vorwärtstasten gehen soll.

Comments Off on Ist das wirklich tröstlich (die Erinnerung)?

Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Literatur

Comments are closed.