Geistervariationen

Was würde Dich denn daran interessieren?

Und wenn man Anzahl, Dauer und Richtung der Tonbewegungen je Silbe wirklich völlig unabhängig vom Text entscheiden würde? Möglicherweise Dynamik und Klangfarbe (also die beiden Parameter, die am offensichtlichsten mit der musikalischen Interpretation des Textes verbunden sind) unabhängig vom Text bestimmen. Text einrichten, und dann Musik absolut rücksichtslos auf dieses Gerüst legen.

The module would then constitute the new form of the object (the new result of reification) in an informational universe.

Immer Silben auf Silben bezogen – sie können aber auch falsch bezogen sein: Ähnlich wäre dann, wenn sie leicht nachhinken, verschieden, wenn sie vorgreifen, d.h. kurz vor der nächsten Silbe einsetzen oder sogar mit ihr zusammenfallen. Was dann heißt, dass Silben immer vertikal aufeinander bezogen bleiben, nur manchmal eben falsch. Alles, was wie eine Art Fugato wirken könnte, wird im vertikalen Zusammenhang versteckt.

Gerade dann, wenn die Einzelstimmen im Gesamtgefüge aufgehen, würde es aber erst recht Sinn machen, über Klangfarben nachzudenken. Warum? Weil der rhythmisch-metrische Satz die Einzelstimmen soweit entindividualisiert, dass man ihnen wieder eine gewisse Eigenständigkeit zugestehen kann. Wobei ja wahrscheinlich die Stimmen ohnehin immer synchron die Klangfarbe wechseln, so dass nur das Register als tatsächliche Individualisierung übrig bleibt. Und auch das wollten wir ja eigentlich streichen bzw. minimieren, also so eng wie möglich in ein einziges Register zusammenrücken.

immer
aufeinander
bezogen
kompakt
zusammenstauchen

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