Katze vs. Frau

Komplett unwirkliches Licht, als ob ständig drei Sonnen oder vier Filmstrahler leuchten würden.

Durchaus viel Sex, aber dann nicht zu genau hinschauen, etwas verschwimmen lassen, ein bisschen wie auf alten Fotos, die den Eindruck erwecken, als ob sie alles zeigen würden, obwohl sie es tatsächlich gar nicht tun.

In gewisser Weise unverschämt, schamlos, vielleicht sogar geschmacklos.

Und dann verschwindet alles in Farbe, wird in Farbe ertränkt.

Auf groteske Weise den männlichen Blick realisiert.

Ein bisschen auch so, als ob man die ganze Zeit schielen würde. Verzerrt.

Vieles, besonders das bürgerliche Leben wie eine absolute Persiflage, wahrscheinlich nicht bewusst, aber umso deutlicher.

Völlig bescheuerte, aber genau deswegen o.k. Witze, wie Hund an Tischkante.

Dicke Jäger, quasi Baselitz.

Das bürgerliche Leben: Totalkritik.

Voll bizarres Extremlicht auf den Tisch und die rot-rosa Ecke.

In gewisser Weise noch greller als z.B. Beckmann, weil es keinerlei Versuch zu verstehen oder zu erklären gibt.

Viele Katzen by the way, sehr viele Katzen.

Ehrlich gesagt, die Schrecklichkeit des ganz normalen, total friedlichen Lebens verdammt gut wiedergegeben.

Mini-van Gogh-influences.

La palme: Frau im Schatten.

Interieur blanc: Frau fast nicht zu sehen.

Lass alles rein. Mach die Augen auf. Arschloch.

Happiness/unhappiness: Boys, be careful!

Die Nacht ist genauso hell wie der Tag. Aufdringlich, zu nah, eigentlich unangenehm.

Könnte man ja auch bei all der Leuchtkraft für supertraurig und unheimlich halten.

Extrem merkwürdig normalisierte Detailsicht: Alles gleich wichtig.

Wenn du das Bürgertum kritisieren willst, musst du selbst bürgerlich sein, sonst nimmst du eine Position ein, die genauso klein und piefig ist wie das Bürgertum selbst. Vielleicht sogar noch piefiger, weil ohne Realität, ohne Leben.

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