Category Archives: Architektur

Harmlosigkeit + Bedrohung

Wir waren in eine neue Wohnung umgezogen, deren übergroßer Vorraum, genau wie das Treppenhaus des Gebäudes, mit Travertin ausgekleidet war. Es klingelte, ich ging in den Vorraum, um den Türöffner zu bedienen, konnte aber auf dem metallenen Bedienungselement die einzelnen Knöpfe nur umrisshaft erkennen, als ob ich in ein starkes Gegenlicht schauen würde. Ich drückte einfach alle Knöpfe, irgendwann summte es, ich hatte offenbar den richtigen Knopf gefunden. Davon ausgehend, dass meine Frau nach Hause kommen würde, wartete ich in der Tür. Nach einer Weile kam eine Gestalt die Treppe hoch, die von der Größe her meine Frau hätte sein können, aber wie in einen überweiten Mantel gekleidet schien und, als ob ich wieder ins Gegenlicht schauen würde, nur im Umriss erkennbar war. Als sie näher kam, meinte ich, das Gesicht meiner Frau schemenhaft erkennen zu können. Schrecken der Ungewissheit.

Synthiepop im Nebenhof klingt ein bisschen wie Vaporwave, eigentlich ganz hübsch, angenehm dumpf.

Kurze Schnitte aus Gran Partita 1:1 zitieren: Proben, Beweisstücke (Orchestration, Registrierung, der Klang).

Wenn das jetzt Architektur wäre, was würdest Du machen? Was ist das denn eigentlich, Konstruktion? Übereinstimmungen, Unterschiede, Bezugspunkte durch Gradierungen von Ähnlichkeit. Ist das wirklich so? Hören wir das wirklich so? Klar, wir verstehen natürlich schon, dass dies jenem ähnelt, das dieses genauso laut ist wie jenes, dieses sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie jenes, dieses ähnlich klingt wie jenes. Aber ziehen wir wirklich den Vergleich? Spüren wir eine ernsthafte Spannung zwischen diesen Punkten? Wohl eher nicht. Ich glaube, dass wir eigentlich Musik komplett anders hören, auch wenn wir wirklich konzentriert zuhören und sie nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Die Analyse wirkt so irrelevant gegenüber dem eigentlichen Erlebnis. Nehmen wir doch ruhig mal Feldman (II), super leicht zu analysieren, wenn wir wollen, können wir exakt wissen, was er tut, und was er nicht tut. Und wir können auch, während wir das Stück hören, darüber nachdenken. Aber eigentlich spielt sich doch etwas ganz anderes ab: Wir driften in und out of focus, wir hören an bestimmten Stellen genau zu, an anderen weniger oder gar nicht, unser Interesse lässt nach, wenn wir zu wissen glauben, was passieren wird, wenn wir nicht mehr glauben, etwas Neues entdecken zu können.

Eine stille Verzweiflung könnte sich ausbreiten, wenn wir denken, es hat sich also wieder nicht gelohnt, den Weg ins Konzert auf sich zu nehmen, es wird wieder alles so sein wie es immer war, es hat sich nichts verändert, und es wird sich nichts verändern.

Verstrebungen, Statik, Schwerkraft. Wir haben natürlich nicht den Gesamteindruck mit einem Schlag, auch wenn wir uns möglicherweise um das Gebäude und durch das Gebäude bewegen müssen, um es wirklich zu verstehen, aber wir bewegen uns notwendigerweise durch die Musik und mit der Musik, da sie das ultimative zeitbasierte Medium ist. Es ist grundsätzlich völlig o.k., Musik als einen festen Gegenstand, dessen Proportionen streng festgelegt sind, zu betrachten, und es ist vor allem selbstverständlich möglich, aber es entspricht nicht unserer Erfahrung.

FORM
DRAMATURGIE
MATERIAL

Eigentlich spricht das Stück nur durch die Form. Nicht die Form artikuliert die Dramaturgie, sondern die Dramaturgie beleuchtet die Form. Und das Material trägt den Gegensatz zwischen Form und Dramaturgie.

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OST

Ja, wäre interessant zu überlegen, was man is einem Genre wie dem Soundtrack machen könnte, besonders, wenn man wirklich das Material benutzt, das zum modernen Soundtrack gehört. Gibt ja eine ganze Menge von Dingen, die für sich genommen völlig bescheuert sind, aber im Soundtrack funktionieren.

J will die Welt verändern. M will eigentlich nur, dass man ihm folgt. Bisschen dünn vielleicht, insbesondere, da es nicht darum geht, eine bereits bestehende Gruppe zu schützen, sondern eine neue Gruppe zu etablieren.

So krasse Garagenauffahrten aus den 1970er Jahren, kann man leider nicht nachmachen, müssen ganz trocken unkünstlerisch gemeint sein, um wirklich toll zu sein. Selbst wenn man sie einfach kopieren würde, würden sie wahrscheinlich zu gut werden, um wirklich zu überzeugen. Lustigerweise echte Schönheit, eigenes Lebensgefühl, letztlich superoptimistisch, checkt nur niemand, merkwürdigerweise.

Nachkomponiert Teil III: Ballista/Who Came Before

Composed
Uncomposed

Nachkomponiert Teil IV: Zipcode/Untitled

Unangestrengtes Anstrengen: Wie kriegen wir die Einzelheiten, die handausgeführten Details weg, wenn wir für Instrumente schreiben?

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Aufteilen oder Ausschmücken.

You don’t work, you play (Siloti).

Zierlich, hübsch, filigran.

Maurizio/Licht: Zustand I etc.

Aktuelle Grundideen der Architektur:

Gestapelte Boxen.

Baurichtlinien wörtlich nehmen und damit ad absurdum führen: Landschaft, Sonneneinstrahlung, Windrichtung als Grundlage für Ausrichtung der einzelnen Komponenten

Insgesamt: Unkonventionelle Anordnung von konventionellen Gebäudeteilen nach Regeln, die nicht aus dem Gebäude selbst verständlich sind. Quasi die Suggestion der flexiblen Anpassung an die Umgebung einen grundsätzlich konventionellen Gebäudes. Kann ich nachvollziehen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen. Ist aber inzwischen ziemlich aufgebraucht als Ideenreservoir.

Und natürlich die ganze digitale und dekonstruktivistische Architektur. Die wirkt aber inzwischen doch SEHR alt und verbraucht: Das Verfallsdatum liegt VOR der Fertigstellung.

Historische Architektur, z.b Kirchen: Als visuelles Feld oft extrem komplex, quasi unverständlich, wenn man nicht wüsste bzw. sich nicht darauf verlassen könnte, dass alles so ist wie immer. Dass es keine Ausnahme von der Regel, Missachtung der Symmetrie geben kann. Aktuelle Architektur in diesem Spannungsfeld zwischen Visualität und Konstruktion viel einfacher, weil letztlich deckungsgleich: Es gibt keinen echten Unterschied zwischen dem, was man sieht, und dem, was tatsächlich gebaut ist.

Übelkeit: You don’t feel what I feel. You don’t understand me.

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keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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Einkaufszettel

Wie wäre es denn mit einem Wunschzettel?
Super Idee, lass uns das machen!
Also ich –

Können wir das bitte einmal doppelt ausschlagen?
Wie jetzt, einmal oder doppelt?

Moschee von Mopti, Mali

she demands a father figure

Hanshugo

jetzttot

wie böse darf man eigentlich sein (PR)?

brutal klauen

schreiender, vielleicht auch klagender Klavierton, nicht laut

Scutellariae Radix
Pinelliae Radix
Bupleuri Radix
Zingiberis Recens Rhizoma

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Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Registrierung als vertikale Montage.

Den neutralen Bereich vermeiden. Dahin gehen, wo es weh tut.

Entscheidungsgrundlage: Wie es am richtigsten aussieht.

in the editing room: Oktave höher, Oktave tiefer, lass uns doch mal –

Jarvis Cocker analysieren

Schering Gebäude: Alles richtig gemacht, toll. Meisterwerk der Raumerfassung.

Nicht nur, dass du nicht mehr da sein wirst, sondern auch, dass du all dies nicht mehr mitbekommen wirst. Es wird für dich nicht mehr da sein.

Geschmacklosigkeit als positive Eigenschaft.

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Schlachtvieh

Maybe a little too secure, a little too confident.

Motivation einfach, dass irgendetwas gehen MUSS.

Parallelmontage geht allerdings wirklich überhaupt nicht mehr. Völlig nervendes Kunstmittel.

Synchrone und sukzessive Einsätze: Gestische Bedeutung der Tonhöhe verändert sich komplett. Man könnte fast sagen, dass der gleiche Ton nicht die gleiche Tonhöhe ist.

Das Gefühl, plötzlich sterben zu müssen. Jetzt, hier, auf der Stelle. Völlig klar, warum hat man das bloß nicht früher verstanden. Allerdings, was hätte es geändert, wenn man es verstanden hätte. Heidnischer Aberglaube. Hysterie.

Akkorde als Pathosgeste. Nicht bestimmte Akkorde, sondern der Akkord an sich, drei oder mehr verschiedene Töne gleichzeitig. Merkwürdige Idee.

Romantischer Brutalismus: So würde ich auch gerne heißen. Paul Rudolph.

Es muss schnell gehen, sonst ist es nicht toll.

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Lachs + Tahin

Leere ist natürlich auch toll, klar.

Ist ja übrigens dann so etwas wie vollumfänglich realisierte direkte Demokratie, wenn die Politik wesentlich damit beschäftigt ist, herauszubekommen, welche Positionen sie beziehen muss, um Wahlmehrheiten zu beschaffen. Sozusagen den Willen des Volkes vorweg genommen. Leider nicht so wahnsinnig befriedigend.

jetzt sag nicht, das hatten wir schon

Wenn’s das Wort schon gibt, muss es das Ding ja auch schon geben, oder?

Auch interessant, dass man so wenig wirklich versteht. Dass man ahnt, das könnte so oder so sein, dass man aber im Wesentlichen im Dunkeln stochert. Viel später wird dann manchmal klar, ob man recht hatte oder nicht. Es sieht dann nicht unbedingt so aus, als ob alles ganz offensichtlich gewesen wäre, eher ist es so, dass man seine Ahnungen im Nachhinein besser analysieren und einordnen kann. Der Gegenstand hilft, wenn er verstanden ist, Ahnungen aufzuklären, eher nicht umgekehrt.

Alcácer Do Sal: Fuckin’ diversity all over the place (actually not quite). Kanten, die nicht aufeinander stehen können. Statik optisch ignorieren/negieren. Wenn größtmögliche Variabilität zur Norm geworden ist, ist reine Serialität die neue Abweichung. Der nächste Zug.

Millionen Melodien für Millionen: Der Nachklang. Jeder hört etwas anderes. Gehört zu den Phänomenen, deren Wahrnehmung definitiv nicht kontrollierbar ist. Und das hat auch damit zu tun, dass man weiß, dass er nicht manipuliert werden kann. Wenn dies doch geschieht, hört man anders zu.

Testton-Brummen
Testton-Piepsen

Audiosculpt: Ein bisschen wie die Putzfrau, die die Fettecke wegputzt. Man hat etwas Schönes, will es noch schöner machen, und bleibt mit leeren Händen zurück.

wenn/wo möglich, Unisono

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another another not my day day

Heute, hatte ich gedacht, essen wir die Suppe auf, hat er gesagt.

Stimmung: Äh, na ja, wie ist denn die Stimmung? Rauschen, Kratzen, Knistern.

selbstverliebt

Absolute Towers, Mississauga: Interessante Aufgabe, einen ondulierenden Turm zu bauen, und dann im Nachhinein einen zweiten Turm zu entwerfen, der den ersten abwandelt und ergänzt. Würde mich interessieren, wie sie da ran gegangen sind.

Luhmann als Prosagedicht

Unschuld

unschuldig
schuldlos

was ich höre
ich höre seit längerer Zeit
seit einigen Takten

Sag mal, kann das sein, dass du mir meinen Cursor weggenommen hast?

Rechtsperonist

Ich bin grundsätzlich unangepasst: Gibt es etwas angepassteres als Rockmusik?

I’m a patriarch type motherfuck. So now you lay flat from cash tray while I fall back and execute my plan with patience. Shit I’ve been praying so long hopin’ that the god come save me. On my knees meditatin’. I ain’t seen the motherfuckin’ blessing yet. Straight patriarch type nigger. That’s who the fuck I be.

ziemlich schwierig auf Schlagzeug umzuschalten

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am Ende Unisono-Piepsen

Frisches Schwarzbrot merkwürdigerweise erfrischend – how the fuck come? Knusper, Feuchtigkeit, Elastizität, saurer, leicht fruchtiger Nachgeschmack – was noch?

Melodie und Begleitung kann ein tolles Konzept sein – vgl. Doo Wop. Warum funktioniert das da so verdammt gut? Vielleicht tatsächlich die extreme Einfachheit des Satzes, in der dann jede Mini-Abweichung ein Ereignis ist. Lustig, dass da auch das Klimper-Klavier wie ein exterritoriales Ereignis wirkt. Übrigens zum Teil tatsächlich wie Samples arrangiert: Ein bisschen Schlagzeug hier, ein bisschen Klavier da, ganz wenig Saxophon dort, bloß nicht zu viel wovon auch immer. Super Idee. Ziemlich professionell gedacht.

Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wie Titel in der textlosen Popmusik funktionieren? Oder ob sie überhaupt funktionieren? Wenn es keinen konkreten Bezug gibt (z.B. Textsample), ist der Titel ja mindestens so arbiträr wie in der Neuen Musik. Ein ganz normaler Techno-Track mit revolutionärem Titel: Ich meine, ich verstehe schon, dass damit eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, auch für den Produzenten selbst, aber, naja, das war doch schon mit Text schwierig, wie soll es denn dann ohne gehen?

Man könnte sagen, dass im Pop die Person des Produzenten enger mit dem Stück verbunden ist als in der Neuen Musik, dass sie mehr für das Stück, für die Haltung des Stücks steht, dass die kultivierte Anonymität vieler Elektronik-Produzenten gerade wieder eine persönliche Haltung ist, die zu Stück und Titel dazugehört, aber das ist ja letztlich auch nur eine Art Stimmungsbild, dessen konkreter Nutzen sehr begrenzt ist.

Letzter Versuch: Der Titel ist die Message des Stückes, das Stück wird geschrieben, um den Titel zu transportieren. Nicht undenkbar, vielleicht wirklich eine Art Gleichwertigkeit zwischen Titel und Stück, die sich gegenseitig rechtfertigen. Das müsste dann letztlich auch für Stücke gelten, die einfach nur durchnummeriert sind:  Unknown 001, #001-004. Der stärkste Ausdruck, der in diesem Zusammenhang mit einem Titel zu erzeugen war?

Lenin-Museum Bischkek: Als ob die Steinplatten nur abgelegt wären. Schöne Idee.

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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GLORY TO THE LOTUS SUTRA

Sieht gut aus, sieht aber nicht gut aus.

Hadid: Let’s face it, Improvisation/Spontaneität als Wert an sich ist komplett überbewertet. Es kann nur das Ergebnis zählen, nicht das Verfahren. Auf der anderen Seite braucht es schon eine gewisse egomane Größe, um aus einer spontanen Bleistiftzeichnung ein komplettes Gebäude abzuleiten. Ich hätte trotzdem den Verdacht, dass es im wesentlichen darum geht, durch ein Festhalten am ersten Entwurf weitere Entscheidungsketten zu vermeiden. Man könnte auch sagen, dass es immer dann leicht ist, zu improvisieren, wenn das Detail ohnehin keine wesentliche Rolle für das Gesamtergebnis spielt und im stilistischen Rahmen komplett aufgehoben ist. D.h., es muss natürlich entschieden werden, wie bestimmte Elemente verteilt werden, aber es gibt keine harten Argumente für die eine oder die andere Lösung. Denoch wäre auch hier die Frage, ob man das Ergebnis nicht doch optimieren könnte, wenn man verschiedene Lösungen gegeneinander abwägt, auch wenn die endgültige Entscheidung nicht durchbegründet werden kann. Merkwürdige Arbeitsweise: Etwas ausprobieren, etwas anderes ausprobieren, das eine verbessern, das andere verbessern, plötzlich eine dritte Möglichkeit sehen, usw., um am Ende vielleicht doch zum ersten Entwurf zurückzukehren. Was entscheidet denn da: Das Auge? Der Verstand? Das Gefühl? Nutzung als Entscheidungshilfe/Inspiration: Erstmal die Anforderungen durchrechnen und schauen, was sich ohne weiteres Zutun aus ihnen ergibt.

Eine spontane Eingebung? Dafür ist es aber echt gut!

Fieberkurve, Riverside Museum of Transport/Glasgow: Ist das nicht genau das, was man vermeiden will, eine spontan wirkende Signatur, eine zeichenhafte Setzung? Wäre es nicht viel schöner, die Expressivität aus der Konstruktion zu entwickeln?

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Zirkus

Architektur: Lustig, wie sich Ideen durchsetzen und damit selbst erledigen – je schneller durchgesetzt, desto schneller erledigt. Boxen schief übereinander stapeln dürfte sehr bald überhaupt nicht mehr gehen. Auch, weil die ikonische Wirkung so eindeutig ist und sich immer selbst ähnlich bleibt.

Gleichzeitig immer wieder erstaunlich, wie dann jemand komplett Kind seiner Zeit ist, alle Ideen verwendet, die für eine bestimmte Periode typisch sind, und es trotzdem schafft, einen eigenen Dreh zu finden, ein bestimmte GEFÜHL in der Formsprache zu verwirklichen, das nur ihm eigen ist (Steven Holl). Gutes Beispiel für jemanden, der sich nicht um übergreifende Kohärenz in seiner Arbeit zu bemühen scheint und sie dennoch – oder gerade deshalb – herstellt. Kohärenz der Arbeitshaltung im Unterschied zu stilistischer Kohärenz, die nur öde ist.

Das ist das Problem bei BIG: Dass zwar Beweglichkeit und Offenheit explizit im Zentrum der Arbeit stehen, die Herangehensweise und die Art der Ideen aber eigentlich immer gleich bleibt. Ist natürlich trotzdem toll, bleibt aber tendenziell pauschal, und man hat das Gefühl, dass zu wenig Risiko eingegangen wird, obwohl genau das ja eigentlich der Fokus ist. Es ist aber immer die gleiche Art von Risiko. Ein bisschen mehr Verletzlichkeit würde wahrscheinlich helfen.

Was nie geht, ist, wenn eine Form aus einem anderen Bereich in die Architektur hineingenommen wird, also quasi Gegenständlichkeit, eine bekannte Form wird DARGESTELLT. Wirkt eigentlich immer billig und unangemesse mit dem Medium umgegangen. Letztlich funktionieren die Fassaden-Bedruckungen der 90er und 0er Jahre auch nur sehr begrenzt, nämlich nur so lange, wie sie das Dogma der Schmucklosigkeit durchbrochen haben. In dem Moment, in dem die Idee normal wurde, wurde sie nicht nur langweilig (s.o.), sondern eben auch als dem Medium fremd durchschaubar.

Architektur wird interessanter, wenn man sieht, dass sie gut ist, aber nicht genau versteht, warum sie es ist. Gerade, was die Formsprache betrifft. BIG sind da ein bisschen Taschenspieler: Man versteht tatsächlich nicht, wie die Form zustande kommt, man spürt aber, dass es ein einfaches Kalkül ist, das die komplexe Form hervorbringt.

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Überreste von extrasolaren Planeten verunreinigen Weiße Zwergsterne

BIG: Vernunft/Nutzung auf der einen Seite, Formsprache als nicht begründete Stilentscheidung auf der anderen Seite (zeitgenössische Folie als nicht ausgesprochener, aber unverzichtbare Voraussetzung). Begründung als fadenscheinige Motiviation im Voraus feststehender Geschmacksentscheidungen. Nicht schlimm, aber auch nicht völlig überzeugend – halt zweite Generation. Wäre schöner, wenn es besser wäre, logisch. Trotzdem lehrreich und unterhaltsam, angenehm doof zusammengefasst. Nur der Angeber-Aspekt, mit dem ja dann auch noch zusätzlich kokettiert wird, nervt ein bisschen – sehr. Bewusstes Kokettieren mit Charakterschwächen macht unangenehme Eigenschaften nicht automatisch erträglicher. Usw.

Ich kann und möchte nicht glauben, dass ich gehört habe, was ich da gerade gehört habe. Ich soll – was?

Bisschen aufpassen bitte, Genauigkeit, Präzision, Wahrhaftigkeit kann natürlich auch zum Tic, zum Spleen, zum Wahn werden.

drifting in and out of control – kind of strange technique

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gehört nicht mir

yes is more: not that stupid

eine Geschichte umständlich erzählen/eine Geschichte ZU umständlich erzählen

Ganz normal, dass Leute Fehler machen. In einer Geschichte wirken Fehler aber unglaubwürdig, wie billige Kunstgriffe des Erzählers, um einen bestimmten Ausgang zu erzwingen. In der Geschichte müssen also auch Fehler motiviert sein, es sei denn, man würde sich sehr viel Mühe geben, das Zufällige eines Fehlers zu betonen (und damit zum Thema der Geschichte machen). Frage wäre, ob das tatsächlich unsere Weltsicht ist, oder ob das einfach nur eine Art Abkommen mit dem Erzähler ist, dass wir eine Geschichte nur dann interessant finden, wenn wir das Geschick des Erzählers, den Fortgang seiner Geschichte durchzumotivieren, bewundern können. Der eigentliche Held wäre dann tatsächlich der Erzähler, und es ginge in einer gelungen Geschichte nicht um eine realistische, glaubwürdige Weltsicht, sondern um die geschickte Erfüllung einer hermetischen Erzählhaltung.

Oder geht es eigentlich darum, durch eine sinnvolle Erzählung die Welt als sinnvoll darzustellen, die so sinnvoll gar nicht sein kann?

Das aufstrebende Bürgertum – auweia, nichts wie weg. Besitz = Bürgertum? Sieht ein bisschen danach aus. Wäre schon ein Debakel.

Was sagt Dein Herz?

Ich will ein bisschen …

Bitte auch Kopf aufräumen!

Wo soll ich den denn hinstellen?

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Leere erzeugen

Einfache Skalierung logischerweise nur bei doppelwertigen Eigenschaften möglich. Schwarz – Weiß, Hell – Dunkel, Laut – Leise. Was aber, wenn eine dritte oder vierte Option in ein Eigenschaftsfeld mit eingeschlossen werden muss? Dass man das DARSTELLEN kann, ist mir klar. Aber wie man damit ARBEITET, wie man es DENKT, ist die Frage. Wenn z.B. die verschiedenen Optionen sich gegenseitig bedingen bzw. voneinander abhängig sind.

Breitwandlärm und plötzlich – Stille. Wie weggezogen. Stille als Schlag ins Gesicht.

Regelmäßigkeit vs. Unregelmäßigkeit: Regelmäßigkeit hinter Unregelmäßigkeit verstecken und umgekehrt. Der Vordergrund, die sichtbare Entscheidung bleibt unerklärt, man spürt aber, dass sie durch ein dahinterliegendes Kalkül motiviert ist.

Architektur: Grid und Anti-Grid. Dort allerdings immer der Nutzen bzw. die Benutzung als notwendiges, unvermeidbares Kalkül. Zufällige Anordnung und systematische Nutzung. Warum sind die Fenster so verteilt – und nicht anders? Die Frage stellt sich lustigerweise erst, wenn sie nicht regelmäßig angeordnet sind. Form.

Nicht-hierarchische Formen von Gruppierung und Aufteilung: Regeln festlegen, innerhalb derer frei platziert werden kann, innerhalb derer jede Platzierung Sinn macht. Macht und Fragilität. Viele Optionen und dann für eine entscheiden. Kriterium (Koolhaas, Sanaa)? Klein- und vielteilige Anordnung, ultimativ multidimensional, keinerlei direkte Übereinstimmungen. Verschiebung des Rasters nur interessant, wenn Raster grundsätzlich angedeutet wird, also möglich wäre und als fiktiver Gegensatz präsent bleibt. Haus als Akkumulation von Kabinen. Plötzlich einfach schräg stellen. Natürlich auch nur interessant, wenn vorher alles gerade war. Oder: Gegensatz zwischen geraden Gebäuden auf der einen und schräg gestellten Gebäuden auf der anderen Seite. Garten und Haus – vertikale Durchbrüche.

Vor allem: Strenge

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Tempo

absolute Dauer:

relative Dauer:

internes Verhältnis:

creating on the run

warum – wann – Veränderungen?

Flüssigkeit: Eine kleine Veränderung hier, eine kleine Veränderung dort, wenige größere Veränderungen, summiert aus kleineren Veränderungen.

Wenn es keine Wiederholungen gibt, gibt es immer Veränderungen.

Summation von Veränderungen oder wesentliche und unwesentliche Veränderungen: Veränderungen, die im definierten Feld bleiben, und solche, die aus ihm heraustreten. Entwicklung (wahrscheinlich immer quantitativ) oder Schnitt. Dass die Natur auf eine bestimmte Art und Weise arbeiten soll, kann kein Argument dafür sein, dass die Kunst auf die gleiche Art arbeiten muss.

Kann man Veränderungen einfach summieren (unlikely), oder ist es nicht so, dass es immer einen bestimmten Schritt geben wird, der alles verändert? Hier will ich dies, dort will ich das…

Kleine Veränderungen summieren sich, große Veränderungen schlagen direkt durch?

Im Grunde müsste man über das Maß der Veränderung (Anzahl der Veränderungen, Grad der Veränderung) und über die Art der Veränderung (welcher Parameter wird verändert, welcher Art ist die Veränderung) berichten. Das wäre aber ein überkomplexes, kaum überschaubares System.

Eigentlich ein bisschen wie aktueller Techno, das rauhe, schnelle, trockene Voranschreiten. Das heißt dann eben auch, nicht Form, sondern Entwicklung, keine festen Abschnitte, sondern Markierungen auf dem Weg. Nicht ganz einfach zu denken für einen Form-Fanatiker.

I‘m worried, Ade.
Everybody‘s worried.
But I‘m worried all the time.

Unterteilung

Sanaa

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Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt und

cut!

MVRDV Mirador Building Madrid

Steven Holl Urbanisms Working With Doubt

Harmony Korine Mistakist Manifesto

Things that don‘t add up, jokes with no punch lines, or thinks where there are pages missing in all the right places. Or maybe it‘s not nonsense so much as an imperfection, things that have an emotional sense, rather than any kind of laid-out logic or standard set of rules. Things that are awkward. I just never really cared about perfect sense. I like perfect nonsense.

I was just thinking that the real world wasn‘t enough, that science isn‘t enough, that a true mistake is some kind of magic, or maybe God.

Gebäude wie zufällig horizontal und vertikal übereinander gestapelt, durch Farbe und Form voneinander unterschieden. Scheinbar zufällig in einen geometrischen Umriss gebracht. Dadurch das Absurde der Situation zusätzlich betont: Warum gibt sich jemand Mühe, etwas in eine äußere Form zu bringen, das von seiner inneren Struktur überhaupt nicht zusammenpasst – besonders wenn das, was nicht zusammenpasst, für diesen Zweck überhaupt erst entstanden ist und daher gar nicht anders kann als am Ende auf genau diese Art zusammenzupassen oder nicht zusammenzupassen. Das völlig undenkbare und sinnlose als Schönheit.

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