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VERY, VERY LATE. DAMN IT.

Keine Angst vor Brüchen, im Gegenteil: Ist doch super, wenn es nicht passt.

Unglaubliches Jahr für Hip Hop. Gibt es überhaupt noch schlechte Mixtapes? Selbst die mittelmäßigen sind gut, das durchschnittliche Niveau absurd hoch. Unüberschaubare Menge: Könnte man jahrelang hören, ohne zu wiederholen. Als ob die Qualität steigen würde, wenn die Option, damit Geld zu verdienen, endgültig verschwunden ist. Meistgehörte Musik der Welt.

Ansonsten ziemlich gemischt: Die Ideen der letzten Jahre werden langsam müde, etwas Neues ist noch nicht in Sicht. New Grime als Klangsignatur des Jahres, wahrscheinlich.

Wirr. Sehr wirr. Wirres Zeug. Mir war eingefallen, dass ich nochmal zurück musste, weil ich mein Rad vergessen hatte.

1. Pusha T: King Push – Darkest Before Dawn: The Prelude
2. Vince Staples: Summertime ’06
3. Gabi Losoncy: Didn’t Take Much
4. Dawn Richard: Blackheart
5. Future & DJ Esco: 56 Nights
6. Mhysa b2b Abdul Kadir: (giveyourmoneytofemmes)
7. Arca: Mutant
8. Djwwww: U.S.M!
9. Normal Nada: Transmutação Cerebral
10. Sumbu Duria: Sister Nature
11. Dean Blunt: Babyfather
12. Palmistry: Ascensión
13. Matana Roberts: Coin Coin Chapter Three: River Run Thee
14. 2 8 1 4: Room 2814 (A) Doorway (B) Into The Light
15. Young Thug: Slime Season 2
16. Fifth Harmony: Reflection
17. C.Z.: I Don’t Feel So Good
18. SOPHIE: PRODUCT
19. ANDREA: Black Magic
20. Gnaw Their Tongues: Abyss of Longing Throats
21. SK Kakraba: Songs of Paapieye
22. ADR: Deceptionista
23. Cloud Rat: Qliphoth
24. Takahiro Kawaguchi/Utah Kawasaki: Amorphous Spores
25. Amber London: Life II Death
26. Jason Lescalleet: THIS IS WHAT I DO 7
27. Kid Smpl: Response/Ascend
28. Jam City: Dream A Garden
29. Lil B: BASEDWORLD PARADISE
30. Jeremih: Late Nights
31. Joey Anderson: Invisible Switch
32. Tree: Treestrumentals
33. Pissgrave: Suicide Euphoria
34. EMA: #HORROR
35. Kode9: Nothing
36. Anthony Naples: Body Pill
37. Freddie Gibbs: Shadow Of A Doubt
38. Pearson Sound: Pearson Sound
39. Sidsel Endresen, Stian Westerhus: Bonita
40. Ash Koosha: GUUD
41. araabMUZIK: Goon Loops
42. Heather Woods Broderick: Glider
43. tropes: lit divine
44. Carla Morrison: Amor Supremo
45. Foodman: Couldwork
46. Billy Woods: Today, I Wrote Nothing
47. Percussions: 2011 until 2014
48. Trae tha Truth: Tha Truth
49. Teresa Winter: Oh Tina, No Tina
50. SELA.: inevitable
51. Lakker: Tundra
52. EVOL: Rave Synthesis Approximations of György Ligeti’s Continuum, Part IV
53. Korma: ZGMF-X19A
54. Félicia Atkinson: A Readymade Ceremony
55. Neon Indian: VEGA INTL. Night School
56. Kanfding Ray: Cory Arcane
57. In Media Res: リンキンパーク Quindecim/Viginti Sex/Triginta Septem
58. Alexander Lewis: 7 Day EP
59. Egyptrixx: Transfer Of Energy [Feelings Of Power]
60. Homemade Weapons: Clarion Call
61. Lucrecia Dalt: Ou
62. Drake: If You’re Reading This It’s Too Late
63. Christine and the Queens: Christine and the Queens
64. Dai Burger: Dai 1
65. Ommadon: Empathy For The Wicked
66. death’s dynamic shroud.wmv: I’ll Try Living Like This
67. Sango: Da Rocinha 3
68. Ciara: Jackie
69. Laurel Halo: In Situ
70. A$AP Rocky: ALLA (At Long Last ASAP)
71. Grischa Lichtenberger: La Demeure; Il Y A Péril En La Demeure
72. JoeFarr: Longanimity EP
73. ADMX-71: Coherent Abstractions
74. Earl Sweatshirt: I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside: An Album by Earl Sweatshirt
75. T.E.S.O.: No.3. obliate
76. TyM: Samantha
77. Björk: Vulnicura
78. Rabit: Communion
79. Buttechno: Sport
80. uon: Our Fantasy Complex
81. Ca$h Out: Kitchens & Choppas 2
82. Angel Haze: Back To The Woods
83. NHK: Program
84. Cannibal Ox: Blade Of The Ronin
85. Dao Bandon: Kon Kee Lang Kwai/Essential Dao Bandon
86. Leikeli47: Lk-47 Part III
87. wet petals: wet petals II
88. Moerbeck: T.R.I.P.S.
89. Rocket from the Tombs: Black Record
90. Varg: Ursviken
91. Rizan Said: King Of Keyboard
92. Chicklette: UNFAITHFUL
93. Holly Herndon: Platform
94. Darkstar: Foam Island
95. Lee Bannon: Pattern Of Excel
96. Mio Mio: Mio Mio
97. Slugdge: Dim and Slimeridden Kingdoms
98. James Booth: Tell Me Lies
99. buttechno: Gosha Rubchinskiy AW 16 Soundtrack
100. Oobe: Stealth

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Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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Harmlosigkeit + Bedrohung

Wir waren in eine neue Wohnung umgezogen, deren übergroßer Vorraum, genau wie das Treppenhaus des Gebäudes, mit Travertin ausgekleidet war. Es klingelte, ich ging in den Vorraum, um den Türöffner zu bedienen, konnte aber auf dem metallenen Bedienungselement die einzelnen Knöpfe nur umrisshaft erkennen, als ob ich in ein starkes Gegenlicht schauen würde. Ich drückte einfach alle Knöpfe, irgendwann summte es, ich hatte offenbar den richtigen Knopf gefunden. Davon ausgehend, dass meine Frau nach Hause kommen würde, wartete ich in der Tür. Nach einer Weile kam eine Gestalt die Treppe hoch, die von der Größe her meine Frau hätte sein können, aber wie in einen überweiten Mantel gekleidet schien und, als ob ich wieder ins Gegenlicht schauen würde, nur im Umriss erkennbar war. Als sie näher kam, meinte ich, das Gesicht meiner Frau schemenhaft erkennen zu können. Schrecken der Ungewissheit.

Synthiepop im Nebenhof klingt ein bisschen wie Vaporwave, eigentlich ganz hübsch, angenehm dumpf.

Kurze Schnitte aus Gran Partita 1:1 zitieren: Proben, Beweisstücke (Orchestration, Registrierung, der Klang).

Wenn das jetzt Architektur wäre, was würdest Du machen? Was ist das denn eigentlich, Konstruktion? Übereinstimmungen, Unterschiede, Bezugspunkte durch Gradierungen von Ähnlichkeit. Ist das wirklich so? Hören wir das wirklich so? Klar, wir verstehen natürlich schon, dass dies jenem ähnelt, das dieses genauso laut ist wie jenes, dieses sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie jenes, dieses ähnlich klingt wie jenes. Aber ziehen wir wirklich den Vergleich? Spüren wir eine ernsthafte Spannung zwischen diesen Punkten? Wohl eher nicht. Ich glaube, dass wir eigentlich Musik komplett anders hören, auch wenn wir wirklich konzentriert zuhören und sie nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Die Analyse wirkt so irrelevant gegenüber dem eigentlichen Erlebnis. Nehmen wir doch ruhig mal Feldman (II), super leicht zu analysieren, wenn wir wollen, können wir exakt wissen, was er tut, und was er nicht tut. Und wir können auch, während wir das Stück hören, darüber nachdenken. Aber eigentlich spielt sich doch etwas ganz anderes ab: Wir driften in und out of focus, wir hören an bestimmten Stellen genau zu, an anderen weniger oder gar nicht, unser Interesse lässt nach, wenn wir zu wissen glauben, was passieren wird, wenn wir nicht mehr glauben, etwas Neues entdecken zu können.

Eine stille Verzweiflung könnte sich ausbreiten, wenn wir denken, es hat sich also wieder nicht gelohnt, den Weg ins Konzert auf sich zu nehmen, es wird wieder alles so sein wie es immer war, es hat sich nichts verändert, und es wird sich nichts verändern.

Verstrebungen, Statik, Schwerkraft. Wir haben natürlich nicht den Gesamteindruck mit einem Schlag, auch wenn wir uns möglicherweise um das Gebäude und durch das Gebäude bewegen müssen, um es wirklich zu verstehen, aber wir bewegen uns notwendigerweise durch die Musik und mit der Musik, da sie das ultimative zeitbasierte Medium ist. Es ist grundsätzlich völlig o.k., Musik als einen festen Gegenstand, dessen Proportionen streng festgelegt sind, zu betrachten, und es ist vor allem selbstverständlich möglich, aber es entspricht nicht unserer Erfahrung.

FORM
DRAMATURGIE
MATERIAL

Eigentlich spricht das Stück nur durch die Form. Nicht die Form artikuliert die Dramaturgie, sondern die Dramaturgie beleuchtet die Form. Und das Material trägt den Gegensatz zwischen Form und Dramaturgie.

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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bad is the new good

Überbindung overrulet!

Lustig, dass man Notizen immer sofort aufschreiben muss, sonst verlieren sie ihre Dringlichkeit, sind bloße Erinnerung, nicht einmal an eine Idee, sondern eher an eine Wortfolge, oder sogar in dem, was sie eigentlich aussagen sollten, völlig vergessen. Das macht die aufgeschriebenen Notizen interessant, dass man gar nicht mehr so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten sollten, dass man oft nur noch erahnen kann, wofür sie eigentlich stehen. Funktioniert aber genau deswegen nur, wenn man sie sofort festgehalten hat. Momentanes Gefühl, Erinnerung, ja, so war das, das habe ich gedacht, gemeint, nicht falsch, nicht richtig, weil es nie so bleibt, wie man dachte, auch dann, wenn man sich das eigentlich wünschen würde. Dynamik des Schreibens, Ausformulierens, das natürlich die Idee, den Gedanken verändert, auch banalisiert, weil es ihn in den Bereich des Realismus der Formulierung transportiert. Ja, genau, so ist es – ist es halt nicht, nie.

Gleich und ähnlich als geschlossene Kategorien, weil sie in der Nähe des Gegenstandes bleiben müssen, auf den sie sich beziehen, verschieden als offene Kategorie, weil sie alles andere, was nicht gleich oder ähnlich ist, umfasst. Und ein verschieden, das sich nachvollziehbar auf den Ausgangspunkt bezieht, eigentlich ein ähnlich wäre, weil es Eigenschaften des Gegenstandes beibehalten muss.

reality is SO slow: na ja, da fährste dann da hin, 40 min, musst vielleicht noch Schlange stehen, warum kann man das denn nicht einfach downloaden, dann gehts nicht gleich los, wenn du Pech hast, gibts noch ne Vorband, dann gehts los, aber nach 5 min merkst du, dass es nicht so toll ist, wo kann man das denn jetzt wegklicken, dann stehste noch ne Stunde rum, und fährst wieder 40 min nach Hause, in der Zeit hätteste 100 Mixtapes durchklicken können

Dilloway/Siena: Schon merkwürdig, wie gut das funktioniert, eigentlich ja absolute Kunstlosigkeit, zumindest wirkt es so, gleichzeitig absolut einnehmend als roher Klang. Würde man gerne haben, wirkt auf bizarre Weise echt.

neutraler Grund, neutrale Position: Nee, das ist zu spießig, zu öde, das geht nicht. Das ist definitiv die interessanteste Position, auch wenn man das absolut nicht erwarten würde. Den neutralen Grund vermeiden, bis er seine Neutralität verliert. Und dann logischerweise nicht mehr neutral ist. Dann ist eine andere Position der neutrale Grund. Kann es mehrere, vielleicht sogar viele neutrale Positionen geben? Oder vielleicht sogar nur eine Position, die nicht neutral ist? Oft einfach, dass es unangenehm ist. Dass es die unangenehmste Position ist. Die lustigste Position. Merkt nur niemand, natürlich.

Oktavsprünge als Grundmerkmal vokaler Melodik: Da, wo man nicht mehr weiter kann, muss man eben springen.

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Negative capability

Elemente
Richtungen
dann: welche werden übergebunden, welche nicht?
wahrscheinlich anhand der Materialbeziehungen entscheiden
möglicherweise Materialcharts zu Hilfe nehmen

spontane Konstruktion

Die Burial Oktave: Hätte ich auch gerne.

Was ist denn eigentlich passiert in der Zwischenzeit?

alles total vergröbern – bloß wie?

SCRIPT/Reygadas

durchgehender Gesang nur als eine Art von Zitat möglich – wie in der klassischen Oper ja übrigens auch, die Arie ist ja eine Art Heraustreten/Ausschließen aus dem Kontext und steht für Musik innerhalb der Musik, ist also eigentlich gerahmt. Ist also völlig grotesk zu denken, dass man einen durchgehend gültigen, bruchlosen Gesangsstil entwickeln kann. Literaturoper hat das versucht und kurzzeitig auch erreicht. Ist aber wohl dann doch vorbei, I suppose. Problem ist, glaube ich, die Suggestion, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang zwischen Wort und Gesang gibt, dass die beiden unhinterfragbar zusammengehören. Während eine Nummernoper mit Rezitativ/Arien-Wechsel im Grunde ständig vorführt, dass es nicht so ist. Dass es eben allermindestens zwei grundverschiedene Möglichkeiten gibt, Wort und Musik aufeinander zu beziehen. Das gesprochene Wort ist dafür also gar nicht notwendig und auch nicht wirklich hilfreich, weil es zum Problem nichts beiträgt. Ist eben das gesprochene Wort, sonst nichts, auch wenn es vielleicht von Musik begleitet wird. Weswegen das Melodram so unbefriedigend bleibt. Die Rezitativteile müssten also grundsätzlich anders ausgeführt werden als die Arienteile und so ganz eindeutig die Konstellation Wort/Musik in Frage stellen. Vielleicht eine extrem reduzierte Form von Gesang, die aber klar vom einfachen Sprechen, aber eben auch vom eindeutigen Singen unterschieden ist. Ist natürlich die Frage, ob das überhaupt möglich ist, ob das nicht sofort wieder in den Gesangmodus hineingezogen wird.

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Wu Wei

vielleicht sogar hirnlos

Definition: –

in media res: –

Before I go to heaven I gotta raise hell.

Marc Levoine: Eigentlich unschlagbar, so’ne spät-70er/früh-80er synthi-Sentimentalität.

Post tenebras lux: Geile low fi Kamera, funktioniert fast automatisch, sieht alles super aus, scheint auch was zu sagen, wie ein merkwürdiger Beobachter vielleicht, Betonung des voyeuristischen, Kamera immer präsent, Klug gemacht.

so einfach wie möglich jetzt:

v Elemente verschieden, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
ä Elemente gleich, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
g Elemente gleich, Aufteilung gleich, Richtung gleich

Macht das Sinn? Nee, ich glaube gar nicht.

Ok, was ist denn nun das Problem? Trennung zwischen Elementen und Richtungen? Aber ist es nicht ein wesentlicher Unterschied zwischen Bewegungen, die aneinander anschließen, und Bewegungen, die das nicht tun? Oder ist das einfach viel zu kompliziert gedacht – vielleicht kann man die Ebenen einfach nicht voneinander trennen? Also Elemente, Richtung, Aufteilung alles gleichberechtigt in einen Topf werfen? Wäre dann nur noch die Zahl der Einschnitte zu bestimmen, alles andere wäre frei. Richtungswechsel wäre das gleiche wie Neuansatz. Muss man das alles nochmal komplett neu denken? Wenn, dann aber jetzt verdammt schnell. Trillerbewegung das gleiche wie Richtungswechsel? Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Man könnte natürlich sagen, ist das gleiche, nur schneller.

Lustig, wie scheiße satter Erfolg aussieht. Ist voll ok, muss ja auch sein, ist aber einfach nicht schön.

Irgendwas muss passieren. Vielleicht erst Tonhöhen, damit irgend etwas steht?

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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That looks mighty uncomfortable.

Ist es tatsächlich nur eine Frage der fehlenden Detailtiefe, letztlich der Sorgfalt? Dann wäre die einfache Tonbewegung quasi aussagelos, neutral, ohne einen eigenen expressiven Wert.

Ist dann natürlich viel leichter, Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten auszuarbeiten, weil das Material selbst viel reichhaltiger und ausdifferenzierter ist.

Das Stück wird dann eigentlich zu einer Art systematischer Materialerkundung. Wie ein Plan, eine Karte. Nice. Durch ein festes Beziehungsnetz gesteuerte Materialerkundungen: Macht sogar Sinn.

2 Kategorien: Grundelemente + Unterteilungen

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Muss viel, viel böser sein.

Eingeschränkte horizontale Beweglichkeit um die vertikale Struktur zu betonen. Die man merkwürdigerweise wahnsinnig leicht verliert. Ist dann einfach nicht mehr da.

Wie ist das eigentlich mit echten Wiederholungen innerhalb einer einzelnen Stimme? Wird die Stimme damit automatisch in eine Art Begleitfunktion zurückgenommen oder sogar eher nach vorne geschoben?

Oktavierung einzelner Töne, um die Geste zu verstärken, ohne die Beschränkung des Tonvorrats aufzuheben.

Allerdings, natürlich, auch unangenehm, die Beschränkung auf einen kleinen Tonhöhenbereich, muss im Klang aufgehoben werden, um nicht spießig zu sein.

Problem: Einfache Geste und zusammengesetzte Geste, z.B. Doppelgeste. Das Material schlägt tatsächlich in etwas anderes um, ist weniger exponiert, wirkt abgesichert. Nicht gut. Ansonsten aber nur Streckung/Dehnung möglich, also ziemlich begrenzte Möglichkeiten, auf Zeitstruktur zu antworten. Und letztlich muss es eine Möglichkeit geben, zusammengesetztes Material zu verwenden, nur vielleicht nicht hier, am Anfang.

Folgeproblem: Was passiert dann mit Material, das man nicht strecken kann, weil es damit seine wesentlichen Eigenschaften, seine zugrundeliegende Geste verlieren würde? Bleibt da dann einfach ein Teil der Zeitdauer frei? Ist das nicht ein bisschen Betrug an der Idee des 1/4-Zwangs?

Dürfen wir das überhaupt zusammensetzen? Wird es dadurch nicht auf eine komplett andere gestische Ebene gehoben als das nicht zusammengesetzte Material? Das ist ja eigentlich das Fehlstart-Problem: Wie eine festgeschriebene Zeitdauer auszufüllen ist.

Wie wäre das denn: Das Instrument ERSETZEN durch etwas – irgendetwas – ganz anderes. Z.B. die Stimme durch das Instrument modulieren, ohne dass man das Instrument selbst hört. Und möglicherweise auch umgekehrt. Das klingt jetzt natürlich sehr nach Imitation. Könnte es da nicht etwas geben, das mehr in das Material eingreift? Nicht dieses bescheuerte Töne hin- und herziehen.

Wie kommt man aus der comfort zone wieder heraus? Warum wirkt das eine bequem, und das andere nicht, wenn es technisch gar nicht so verschieden ist? Der Takt muss auf jeden Fall eine Einheit bilden, eine integrierte Geste, am besten unangenehm, wenn es sowas überhaupt noch gibt. Jeder einzelne Takt. Am liebsten auch die (völlig regelmäßigen) Pausen, auch wenn das absolut unrealistisch ist. Wo fängt es an, uns zu interessieren? Viel basischer arbeiten.

Es wäre dann fast besser, viel einfacher, quasi primitiv zu werden.

Nichts tun, aber nicht einschlafen. Wenn es zu kompliziert ist: Wie vereinfachen? Gibt es echte Widersprüche, oder ist es nur sehr komplex?

Register und Tonhöhe komplett trennen? Tonhöhe als Ausschnitt des Registers, aber IRGENDEINES Registers? Verschiedene Tonhöhen könnten dann nur aus verschiedenen Tonhöhenbereichen kommen, ähnliche Tonhöhen aus dem gleichen Tonhöhenbereich, oder sehe ich das falsch?

Sieht so aus, als ob Tonhöhe allein bzw. Tonbewegung allein wirklich nicht mehr interessant wäre. Needs to go into postproduction. Wobei sich dann automatisch die Frage stellt, was die Tonbewegung, und was die Unterteilung ist. Da sie grundsätzlich auf der gleichen materiellen Ebene operieren, können sie nicht voneinander getrennt werden. Was ja eigentlich gut ist. Welcome to detail: Es gibt dann eigentlich kein Detail mehr, jedes Detail ist wesentlich.

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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und jetzt flenne ich

Vorteil ist dabei ohne Frage, dass in jedem vokalen Takt immer nur eine einzelne Silbe steht, die Textmenge je Takt also konstant ist. Ausschlaggebend für eine Verlängerung der Takte kann also nur die Anzahl der Elemente je Silbe, und die Anordnung des Materials im Takt sein.  Abgesehen davon, dass wir die Anzahl der Elemente je Silbe noch nicht kennen, soll das metrische Gerüst ja auch gerade kein Handschuh sein, der passgerecht auf das Material gezogen wird, sondern seine Eigenständigkeit bewahren.

Allerdings ist die Frage, ob das metrische Gerüst an bestimmte rhythmische Konstellationen vielleicht doch angepasst werden muss, da jede andere Entscheidung zu Ergebnissen führen würde, die so grotesk sind, dass sie nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden können. Oder die Silbenelemente durchorganisieren und davon das metrische Gerüst ableiten? Immer 8tel als Grundeinheit, oder verschiedene Werte? Eine Einheit, zwei Einheiten, drei Einheiten … und die dann so oder so anordnen.

Sollte man aber natürlich auch fragen, was es überhaupt sein soll – wie soll es sich denn anfühlen, wenn die Stimmen auseinandergezogen werden? Vielleicht willst du das ja so gar nicht? Vielleicht ja auch verstärken, ins Extrem treiben, den Prozess des Auseinanderziehens zum eigentlichen Thema machen?

Oder eben doch konsequent anpassen? Sozusagen rücksichtslos nach dem Rhythmus richten, ohne jede Gegenposition? Nur die Pausen als strukturierender Eingriff? Dann müssten die Pausen ja ziemlich penetrant sein, vielleicht sogar immer gleich lang, während sich die klingenden Takte ständig verändern.

Dieses Anpassen, Mitlaufen des Metrums macht mir immer noch Schwierigkeiten: Fühlt sich letztlich so extrem spießig an, Werte zusammenzuzählen und dann einen Takt daraus zu machen. Eigentlich genau das, was Metrum nicht sein sollte, aus meiner Sicht.

Merkt man doch sofort: Wenn etwas zu kurz oder zu lang ist, ist es wesentlich interessanter, als wenn es einfach nur passt.

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riesiges Potential, schwer auszuschöpfen

g/ä/v bezieht sich immer auf Elemente, oder auch auf Unterteilung?

Takte in voraus festlegen wäre ein bisschen sehr absurd, weil wir noch keine Ahnung haben, was für Material hinein soll. Oder wäre das gerade der Punkt: Zeitdauer und Zeitaufteilung unabhängig voneinander zu behandeln? Das würde so etwas wie nicht im voraus geplantes Quetschen oder Dehnen bedeuten, je nach dem, wie das Material dann tatsächlich aussieht, das in den Takt hinein soll. Aber wo würde das Metrum dann herkommen? Es fühl sich eigentlich nicht so an, als ob es eine gute Idee wäre, die Takte einfach wilkürlich, ohne Bezug zum Material, festzulegen.

Takte g/ä/v: Im Verhältnis wozu? Zueinander? Zur rhythmischen Struktur? Werte der rhythmischen Struktur (g/ä/v) gegenrechnen?

Würde dann automatisch zu irrationalen Unterteilungen kommen, wenn Metrum und Rhythmus nicht aufeinander passen.

Gut, irgendwie müssen die Takte vorher festgelegt werde, selbst wenn das nur ein psychologischer Vorteil wäre. Aber es muss zumindest arbeitstechnisch ein zeitliches Gerüst da sein, das eine eigene Position gegenüber Text und Musik einnimmt. Damit das Metrum nicht einfach nur an Text und Musik entlangläuft, sondern auch eingreift und strukturiert.

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Waldrop: Punkt. Stopp.

Was passiert im Moment: Text als Grundmaterial, Aufteilung in Silben, Strukturierung der Silben, Kontur der Bewegung, Einsetzen in Gerüst. Und was machen dann die Instrumente, wenn sie sich nicht an das Textgerüst hängen können? Woher kommt das Material tatsächlich und welche Funktion könnte es haben?

Wie kommen die Dinge denn zusammen? Wie folgen sie aufeinander? Reine Willkür.

Möglicherweise feste metrische Einheiten als Gegengewicht zur flexiblen Anpassung an den Text.

Doch noch Parameter zur Materialgenerierung einführen? Könnte sich zum Beispiel auf die Strukturierung der Silben und ihre Kontur beziehen und würde dieses letztlich doch auch ziemlich doofe Aushorchen des Textes formalisieren. Da die Silben alle einzeln verarbeitet werden, wäre es sogar ziemlich einfach durchzuführen. Rhythmus würde sich dann nur noch auf die Gesamtdauer der Silbe, nicht mehr auf ihre Binnenstruktur beziehen. Würde auf jeden Fall das Problem der Imitation limitieren und damit eigentlich vermeiden. Das Material würde dadurch amorpher werden und sich nur an einzelnen Stellen konkretisieren. Man könnte dann das gesamte Geflecht noch einmal neu steuern und Anzahl und Position der Momente größter Deutlichkeit im Voraus festlegen (Parameter addieren und Durchschnitt nehmen als neuer Überparameter: D=(3+3+3)/9). Gefühlslosigkeit einüben. Tatsächlich ist beabsichtigte Emotionalität ja immer wahnsinnig nervend in der Kunst – und letztlich völlig unemotional, weil überhaupt nicht berührend.

Schweren Herzens: Ganz interessant, dass sich das wirklich so anfühlt. Sorge. Trauer. Zweifel.

Ist dann eigentlich ein Abschied vom Wort-Ton-Verhältnis, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch wenn man das wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird. Thanks to Gagok.

Sportswear: Eine der genialen Eigenschaften von Margiela war die subtile Annäherung an Sportswear, die jetzt leider komplett verloren gegangen ist. Das ist ja eines der wesentlichen Probleme von Kleidung: Dass Sportswear im Grunde öde, weil allbeherrschend, und formelle Kleidung lächerlich, weil nur noch ein leeres Zeichen, geworden ist. Das eine geht nicht mehr ohne das andere.

Nochmal zurücktreten und schauen, was du da eigentlich gerade machst.

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unregelmäßige Architektur

Wie ist denn das, wenn die Stimmen einander ablösen sollen, können sie doch nicht mehr vertikal aufeinander bezogen bleiben, oder?

Oder ist alles, was übereinander liegt, aufeinander bezogen, und alles andere nicht? Also trotz einander ablösender Stimmen weiterhin konsequent vertikal gedacht.

Gut, zu dem Zeitpunkt haben wir gedacht, dass die Position in der Zeit und die Kontur die wesentlichen Parameter sind. Aber woher kommt das Material selbst, das durch diese Parameter organisiert wird? Ist es der Text, die Stimmen, die Instrumente, die grundlegenden Voraussetzungen des Stücks, oder muss da noch mehr dazukommen? Ziemlich klar, dass Stimmen mit Text und Instrumente ohne Text nicht das Gleiche sind, obwohl man versuchen könnte, sie möglichst gleich zu behandeln. Man könnte z.B. versuchen, das gesamte Material aus dem Text abzuleiten und dann diejenigen Parameter, die kompatibel sind, vertikal und horizontal auf die Instrumente zu übertragen. Das wäre dann wohl die klassische Imitation, besonders, wenn das Material durch die Vorgaben des Textes geprägt ist. Im Moment ist ja jedes Modul tatsächlich nur eine einzige Silbe, der Text ist also in dieser Aufteilung maximal flexibilisiert, keine Betonungen, keine Rhythmen, der reine Sprachklang. Der Zwang zur Nachbildung von Syntax würde dadurch weitgehend zerstört. Wahrscheinlich kann man sich dann sogar erlauben, auf den Text einzugehen, weil der primäre Sprachzusammenhang weitgehend zerstört ist.

Und was soll daran genau interessant sein? Müsste da nicht viel mehr Äußerlichkeit, viel mehr Manipulation dazukommen? Um zu zeigen, dass Text und Musik einander zugeordnet sind, aber unabhängig voneinander existieren.

Was träume ich denn da die ganze Zeit für einen Scheiß? Schemen, Ahnungen, habe ich nicht dies gesehen oder das erlebt. Nein, hast du nicht, hast du nur geträumt, wobei das in der unmittelbaren Erinnerung tatsächlich verschwimmt. Erst mit größerem zeitlichen Abstand verschwinden die Träume in der Erinnerung, während die realen Erlebnisse weitgehend abrufbereit bleiben. Man sagt nicht, ja, ich erinnere mich, damals habe ich dies oder das geträumt, aber schon, damals ist dies oder das passiert, habe ich dies oder das erlebt.

Wenn die Stimmen in Teil II und IV einander ablösen sollen, kann es dann überhaupt eine rhythmische Synchronisierung geben? Gleich in der Zeit dürfte es dann nicht einmal als Ausnahme geben, höchstens ähnlich, vor allem aber verschieden.

Stimmen unter sich, Stimmen und Instrumente, Instrumente unter sich: Eigentlich logisch. Aber was sollen sie eigentlich machen? Geht es wirklich nur um den Text?

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Jugend. Verwirrung. Sex.

Motette: Drittes Vorspiel ohne Hauptteil.

Vibrato als Rhythmus: Ziemlich offensichtlich eine Art Tonwiederholung.

Motette: Schlagzeug nur reiben und streichen, nicht schlagen. Höchstens Stoppschlag.

Akkordeon: Muskulär, kräftig, kurze, körperliche Gesten, satter Klang.

Hitze: Frösteln, Unempfindlichkeit der Außenhülle, Gefühl von Ledrigkeit.

Woher weiß der Körper, dass es heute heiß wird, wenn es eigentlich noch ziemlich kühl ist?

Schmerzhafte Sommerfrische: Wie gesagt, Frieren im Sommer, unterschätzt, ignoriert, man tut so, als ob es das nicht gäbe. Wahrscheinlich hat man sich aber in Wirklichkeit immer darüber gewundert. Merkwürdiges Phänomen.

Yuji Yoshida: Plötzlich hatten alle Probleme, und plötzlich waren sie wieder weg. Andere Probleme. Verordnete Massenpsychose. Bisschen erschreckend, wie zeitbefangen das ist.

Zwei alte Männer, gelbe Tasche, schwarze Schrift: Ich komme leiser, als du denkst.

O.k., durchbeißen, so lange nachdenken, bis es stimmt.

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Übriggebliebener Klang.

Terzette: Pausen zwischen allen Silben
Duette: Überhaupt keine Pausen mehr, durchlaufendes Klangband, quasi strukturierter Halteton

Silbe-Pause-Silbe-Pause: Bild-Schwarzfilm-Bild-Schwarzfilm

Krach ist weiß, Pause ist schwarz

Spielen mit Länge/Struktur der Silben und Länge der Pausen

Ultra einfaches formales Konzept, überdeutliche Gestalt

Theater, Sommer, Frieren am Morgen, Kälte auf der Haut, Schmerzen

Die Pausen halten das Stück eigentlich zusammen.

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abgehacktes Tremolo

Der Satz muss vertikal bleiben, er darf nicht in die Horizontale rutschen, deswegen müssen die Stimmen immer direkt aufeinander bezogen bleiben, gerade bei Text.

Orchesteroboe per Sampler einspielen: Nicht, weil es auf das Gleiche hinauskommt, sondern, weil es komplett anders klingt. Pathetische Instrumente, antipathetische Einspielung.

Ein Problem: Es gibt keinen Bruch. Das Prinzip wird einfach durchgezogen, Silbe an Silbe gereiht, es ist ein bisschen wie ein Strickmuster, das sich durch den Text hindurcharbeitet. Statt auch mal etwas ganz anderes zu tun. Z.B. eine Silbe ganz lange ziehen, einen quasi stehenden Klang aus vielen aufeinanderfolgenden Einzelbewegungen zusammenzusetzen (S2M).

Uninteressant, weil alles auf den Text ausgerichtet ist. Vor allem die Zeitstruktur setzt dem Text überhaupt keinen Widerstand entgegen.

Mit der Verantwortung kommt die Angst. Mit der Angst kommt der Stillstand.

Nicht schützen. Niemals sich selbst schützen. Schon gar nicht als Performer. Und demonstrativer Nicht-Schutz ist natürlich auch ein Schutz. Die sichere Zuflucht.

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Obsessive Vertikalität: Immer alles gleichzeitig.

Nächste Frage: Soll es dabei bleiben, dass das gleiche Wort in verschiedenen Stimmen grundsätzlich die gleiche Tobhöhengeste zugeteilt bekommt, obwohl dadurch der Effekt von Homophonie und Fugato deutlich verstärkt wird? Schadet diese feste Zuteilung dem Stück, oder gibt sie ihm gerade einen festen, durchschaubaren Rahmen, in dem es sich bewegen kann?

Tonbewegung quasi nur Trägermaterial

Vielleicht viel zu flexibel als Struktur? Müsste viel statischer sein (Susanne Kennedy)? Vielleicht auch viel zu intakt, die Wörter und Silben viel zu intakt gelassen. Allerdings ist hier natürlich klar: Wenn man sie nicht mehr versteht, ist es egal, ob sie intakt sind oder nicht. Insofern ist hier der Bewegungsspielraum sehr klein.

Weit verbreiteter Irrtum: Stolz auf die eigenen Fehler zu sein, weil man glaubt, sich darüber zu definieren.

Geil, wie schlecht es allen geht. Und denen, denen es gut geht, geht es wahrscheinlich auch nicht so toll. Man sieht es nur nicht so deutlich.

Komplett ohne Twist. Krass.
Are all the clichés true?
Wahrscheinlich wirklich komplett platt.

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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ja, das traue ich mir zu

Unstimmigkeit: Wenn die rhythmische Ebene zwischen Stimmen insgesamt und Instrumenten insgesamt verschieden ist, müssten die Instrumente auf die nächste Einheit springen, wodurch sich, zumindest bei der Bewegung von Phrase zu Phrase eine vertikale Schichtung ergibt, die Differenz produziert. Was aber, wenn dort schon etwas steht? Wenn das Verhältnis zwischen Stimmen und Instrumenten dort gleich ist? Das müsste ja heißen, dass an dieser Stelle eine Schichtung innerhalb der Instrumente stattfinden muss, d.h. dass die Instrumente zwei verschiedene Materialien gleichzeitig spielen müssen. Oder, dass man sie auseinanderzieht, dass die Instrumente Zeit bekommen, beide Materialien nacheinander zu spielen, so dass eine Pause in den Stimmen entsteht. Die Pausen in den Stimmen wären dann also keine Gliederung im Wortsinn, sondern würden sich aus der Konstruktion des Verhältnisses zwischen Stimmen und Instrumenten ergeben. Was eigentlich eine interessante Idee ist.

Aufteilung: Geste + Innenbewegung. Könnte z.B. auch Triller sein? Auf der anderen Seite hat der Triller gestisch natürlich eine völlig andere Bedeutung als ein einfaches auf-ab oder eine ähnliche Binnengliederung einer Grundbewegung und wird auch dementsprechend anders wahrgenommen.

Triller – Klangfarbe – Stimmklang? Was stimmt, ist, dass man auf die Binnenbewegung zusätzlich einen Triller legen könnte, dass sie sich also nicht notwendigerweise auf der gleichen Ebene bewegen. Und dass man den Triller tendenziell eher als Klangfarbe, nicht als Grund- oder Binnenbewegung hört, dass es also auf jeden Fall Sinn machen würde, diese beiden Elemente zusammenzuziehen. Wäre allerdings eine neue Ebene, das ist klar.

Und die Aufteilung, Binnenbewegung ist dann immer noch eine relativ grobe Festlegung, wie eine erste Modifikation von Grundelementen.

Tonhöhen erstmal komplett weglassen, nur vom Klang und seiner Bewegung ausgehen? Möglicherweise Grundregister (hoch/mittel/tief) festlegen, die dann je nach Stimmtechnik eine andere Bedeutung bekommen. Oder: Man legt im voraus fest, dass eine bestimmte Technik nur in einem bestimmten Register stattfinden kann/darf.

Flüstern + Druck geht natürlich, ist überhaupt kein Problem. Warum macht man das dann nicht? Viele Nuancen als Übergang möglich, leicht realisierbar.

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ich will, dass es mir gut geht

Gelbe Nektarine und rote Johannisbeere. Cassis natürlich auch toll. Schreibsprache vs. Sprechsprache. Koriander, wo kommt der denn her? Korsika, Brin d’Amour.

Dödel
Trudel
Dudel

Hintergrundverzierung: Der geschlagene Rhythmus spielt in diesem Tempo fast keine bewusste Rolle, ist mehr selbstverständliche Markierung als Teilhaber am Voranschreiten.

interessanterweise komplett andere Stimmtechniken bei Gagok und Pansori

Relationen gehen wahrscheinlich immer davon aus, dass sie sich eigentlich auf das Gleiche beziehen, dass die Ableitungen eigentlich auf einen gemeinsamen Ursprung bezogen werden können, auch wenn es den nie gegeben hat bzw. wenn es sich dabei nur um die Konstruktion des aufeinander bezogen seins, sich voneinander absetzens geht, quasi ein leerer Raum, sonst nichts.

Gesetzt: Dass ein Wort innerhalb einer Phrase immer die gleiche Form von Grunddeklamation beibehält. Kann man das so setzen? Ist das im Ergebnis nicht eine ganz starke Annäherung an Imitation/Fugato?

Nur Rhythmus und Tonhöhen in Relation setzen, oder auch Material? Wenn nicht, würde man dann nicht voraussetzen, dass das Material grundsätzlich immer homogen bleibt und nur durch rhythmusbedingte Zeitverschiebungen Differenzen aufbauen kann?

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Negativ/positiv.

Völlig bescheuerte Überblendungen zwischen Blatt und Schnitt, die dann doch ausgemalt werden. Quasi Primärmaterial betonen. Macht merkwürdigerweise Sinn: Funktioniert.

Ausschnitt angestückelt als Binnenzeichnung.

Im nachgeknüpften Teppich Papierschattierungen komplett beibehalten: Völlig irre und obsessiv. Heißt aber auch, dass alle Unvollkommenheiten komplett bewusst und Absicht sind. Sieht dann als Teppich ziemlich kaputt aus. Schnittunvolkommenheiten nur ansatzweise nachwebbar. Werden letztlich durch vorgegebene Körnigkeit des Materials aufgehoben.

Sehr krass: Ausschneidestoffe mit verschiedenfarbigen Garnen auf Robe nähen lassen. Letztlich totale, inhaltlich und formal nicht nachvollziehbare Differenzierung. In gewisser Weise Lob der Sinnfreiheit, Nichtlogik, Antikonsequenz.

Und dann wieder offensichtliche Stückelungen aus einem Stück nachschneiden lassen.

Darauf bestehen, die Farben zusammenzukleben, auch wenn man sie ganz einfach anmalen könnte (Hintergrund).

Glasfenster: Teils gerahmt, teils gemalt.

Eine Kachel hinter einer Kachel vor dem Rahmen.

Druck Fehlschlag, weil man nicht sehen kann, was vorne und was hinten liegt, und ob die Formen aus einem Stück oder zusammengesetzt sind.

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Striche als Gliederung im Ozean.

Cut out composition. Made entirely out of negative leftovers.

Dunkles Rot gegen leicht helleres Scharfrot: Direkteste mögliche Dissonanz als cutout.

Auch interessant: Das Anpassen, aber minimal Verpassen, sichtbare Anstückeln, vielleicht aus praktischer Notwendigkeit, vielleicht aber eben doch als direkte gestalterische Entscheidung.

Eindeutig eine Art digitaler Effekt: Entweder hier oder dort, aber kein Verwischen möglich.

Auch das Verschneiden als eine Art Perfektion, weil es die Schneidebewegung perfekt wiedergibt.

Ganz bizarr: Einen Hintergrund aus verschiedenen, einander beißenden Rostflecken zusammenzusetzen.

Große Formen aus kleinen Teilen zusammengesetzt, die in der Gesamtform verschwinden. Gleichzeitig Nähte, Unstimmigkeiten, Schnittkanten überall erkennbar. Fast, als ob die Einzelteile Pinselstriche wären. Oder, als ob die Einzelteile doch eine eigene, vielleicht skulpturale Bedeutung hätten.

Hintergrund aus verschiedenen Farben falsch zusammengeleimt.

In gewisser Weise auch die Frage: Warum so groß? Warum so riesig? Wofür die Skizzenstriche, die überall stehenbleiben?

Das Malen selbst dann quasi als Anstreichen.

Und dann das ganze Riesenbild noch aus mehreren Paneelen in unregelmäßiger Grössenfolge zusammensetzen.

Oder eine Figur aus komplett unterschiedlichen Farben zusammensetzen und ausgerechnet dort, wo sie sich mit einer anderen Figur überlappt, die gleiche Farbe nehmen.

Vogel, dessen Flügel sich in Rundung berühren. Als Form völlig sinnlos, aber dennoch nachvollziehbar.

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Nur mit der Oberlippe spielen.

pressen + hauchen

Material: Möglichst tot, möglichst verbraucht. Auf der anderen Seite willst du natürlich auch einen gewissen Zugriff haben. Was würdest du dann mit 0-Material machen?

Brett auf Pauke (weißes Rauschen)
Gong auf Brett (Heulen)
Bogen auf Nagel (reine Töne)
Einhändige Stoppschläge, quasi Ausschnitte aus Wirbel (Praller)
Runde Metallplatten mit eingebauten Glissando (ziemlich lang und weit)

Stimme/Instrument – Instrument/Stimme

Sidsel Endresen: Every fuckin’ Michael Jackson grunt.

Wenn nicht nur für eine kurze Geste, sondern für eine oder mehrere Phrasen verwendet, kann Einatmen tatsächlich auch mehr als ein doofer Effekt sein, quasi Samurai-Stimme (auch bei Frauen).

Auch bei Sprechen/Sprechsingen/Singen in kleinen, umstellbaren Modulen denken, die frei beweglich sind. Auseinandernehmen, Lücken, Löcher, Luft: Unbedingt vermeiden, dass das einfach so wie am dramaturgischen Schnürchen abläuft.

Stimmt auch wieder. Natürlich.

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Dänke, Berlin!

Vokale sind völlig überschätzt. Konsonanten natürlich auch.

Das Gefühl, dass letztlich alle ausnahmslos versagt haben: Die einen haben es zu gut, die anderen zu schlecht, aber niemand hat es richtig gemacht.

Kurze, extrem dichte Passagen, aber nicht wie plötzliche Ausbrüche von Aktivität, sondern eher beiläufig, selbstverständlich, als ob sich hier beispielsweise zwei Schichten kurzzeitig, an ihren Rändern, überlagern, dann aber wieder unabhängig voneinander, ohne Berührung, weiterlaufen würden. Gleichzeitig aber so dicht gepackt mit verschiedenartigen, einander widersprechenden Aktionen, manche auch verschwindend leise, wie Reste von Aktionen, die man gar nicht wahrnimmt, dass das Ohr und der Verstand kaum folgen können, nur spüren, dass da etwas sein muss. Es letztlich auch wissen, aber nicht analysieren können.

Phonation: Verengen und hauchen gleichzeitig. Ist natürlich niemand bereit zu tun, macht aber absolut Sinn und ist völlig normal im echten Leben.

Sänger/Ausbildung: Das Falsche könnte vielleicht auch darin liegen, dass das, was ein ausgebildeter Sänger tut, wirklich nur ein ausgebildeter Sänger tun kann. Während Instrumente auch von einem nicht ausgebildeten Laien sinnvoll traktiert werden können. Und es zumindest theoretisch zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte – wenn auch nicht in vergleichbarem Maß kontrolliert.

Harry L.: Bitte, lass mich nicht allein.

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Be my guests!

This is so boring!
Let’s make it even more so.
Let’s make it UNBEARABLY boring.

Feldman, String Quartet (II): Tatsächlich müsste man fragen, was das genau bedeutet, da rumzusitzen und vier Personen zuzuhören, wie sie ihre Instrumente bedienen. Ist tatsächlich etwas anderes, wenn es verstärkt ist, leichter zu verfolgen, schärfere Fokusierung, keine Höranstrengung. Merkwürdigerweise steht weniger der Klang im Vordergrund, als die körperliche Tätigkeit, das, was die Personen wirklich tun. Wenn man das Stück schon öfter gehört hat, spielt natürlich eine Riesenrolle, was man wiedererkennt, und was man nicht wiedererkennt. Was ist anders, was ist gleich. Was hat man so noch nie gehört – was erstaunlich häufig vorkommt. Mit anderen Worten: Auch hier große Bandbreite von Spielmöglichkeiten, die merkwürdigerweise mehr mit der körperlichen Verrichtung als mit intellektuellen Entscheidungen zu tun zu haben scheinen. Dinge, die man erst gar nicht erkennt, und dann merkt, ah, das soll das sein. Faktisch denkt man über die Verknüpfung der Motive eigentlich nicht nach. Man erkennt nur, wenn etwas wiederkommt, innerhalb der Aufführung, oder in Bezug auf frühere Aufführungen, die man gehört hat. Stimmt nicht ganz: Man denkt schon auch, das hatten wir schon, war aber irgendwie anders. Und natürlich denkt man, das hatten wir aber definitiv noch nicht. Oder: Aha, da kommt das wieder. Eigentlich durch diesen Wiedererkennungseffekt ziemlich statisch: Es kommt wieder, oder es kommt nicht wieder, so ein bisschen ja/nein bzw. 0/1-Entscheidung, zumal es ja keine Überleitungen gibt. Im Grunde hört man dann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wirklich zu. Ist dann vielleicht auch nicht mehr so spannend, wenn man im Wesentlichen das gesamte Material bereits kennt und die Detailvarianten nicht wirklich nachvollziehen kann. Ist ja auch wirklich eine komische Ruhigstellung des Publikums, ohne irgendeine körperliche Aktivität stundenlang an dem gleichen Ort sitzen zu müssen. Im Prinzip ist es möglich, dass es auch für das Publikum gut ist, wenn die Musterwechsel nach und nach weniger werden und schließlich fast ganz wegfallen: Die Wechsel zwischen den Mustern sind auf Dauer in ihrer Willkür doch ein wenig nervend, man denkt fast, oh nein, noch ein Wechsel, oh nein, schon wieder neues Material. Allerdings freut man sich, wenn etwas ganz neues kommt, lustigerweise. Also stört offenbar die Verankerung, Absicherung in der Wiederholung. Wechselmotiv leicht versetzt wird unabsichtlich zu punktiertem Rhythmus – der hier eigentlich verboten ist wie in der gesamten Neuen Musik, weil er sehr tonal schwache Zeit und starke Zeit unterscheidet. Inbegriff des Auftakts. Notizen, um den Kopf wach zu halten: Geht tatsächlich besser, wenn man etwas aufschreibt, als wenn man nur so vor sich hindenkt. Ganz klar: Neues kommt besser als Wiederholung, vielleicht aber nur, wenn es die Wiederholung als Grundlage gibt. Endlich was Neues! Schon auch lustig dass sich das so viele anhören. Akkord + Pizzicato: Ziemlich super. Lustig dann das Pizzicato in das nächste Muster mit reinzunehmen. Dann so etwas wie ein Pizzicato-Marsch. Lustig, wenn die Sachen dann plötzlich ganz anders klingen, als man es gewohnt ist: Andere Betonung, andere Dynamikverteilung, anderes Gestikverständnis, anderer Klang. Falsch? Richtig? Jedenfalls offen für Abweichungen. Natürlich auch Unvollkommenheiten, technisches Unvermögen. Das klappt einfach nicht. Fortissimo-Akkord dann tatsächlich als Gewicht: Muss man nicht so spielen, funktioniert aber. Betonung. Im Prinzip ganz schön viele Möbel, die da in der vierten Stunde noch rumstehen. Die müssen doch alle noch weg. Oder war es das genau jetzt, setzt jetzt der Leerstand ein? Anfänge von neuen Mustern klingen oft wie Auftakte, obwohl sie das gar nicht sind. Lustig, dass die Akkordpaare am Ende dann plötzlich komplizierter als die eigentlichen Muster wirken, möglicherweise wegen der mehrfachen Zuordnungsmöglichkeiten. Wirkt tatsächlich, als ob die Dichte zunehmen würde, obwohl sie faktisch abnimmt. Es ist dann irgendwann tatsächlich egal und auf jeden Fall interessant. Erstaunlich, dass die ganzen Leute bleiben und zuhören.

Ben is exactly where he wants to be.

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Traubensaft, dunkel

Wieder reingefallen: Elektronik vs. Orchesterloop, ich denke, es gehört zusammen, finde es erstaunlich, dass man auf so etwas kommen kann, eigentlich sogar toll, in Wirklichkeit war nur noch ein weiteres Fenster im Browser offen.

Die blödeste, unerwartetste, am wenigsten naheliegende Option, die überhaupt nicht auffällig zu sein scheint, stellt sich oft als die beste Wahl heraus, wenn man sich für sie entscheidet. Man grübelt, findet nichts, grübelt weiter, und plötzlich denkt man, vielleicht, warum denn nicht, ja, sieht eigentlich toll aus, ist ja viel besser als die anderen Möglichkeiten.

Ab wann dämmert Einem eigentlich genau, dass die Toten wirklich tot sind, dass sie nicht einfach woanders sind, an einem anderen Ort, oder dass zumindest dieser Ort ganz anders sein muss, als alles, was wir kennen?

Es gibt keine halben Instrumente, und keine halben instrumentalen Aktionen: Wenn Du einem Instrument die Hälfte seiner Aktion wegnimmst, macht es aus der anderen Hälfte eine komplette Aktion, und zwar eine komplett andere Aktion. Eine halbe Aktion ist dann automatisch wieder eine ganze Aktion, und wenn die Halbierung betont würde, würde eben auch dies zu der neuen ganzen Aktion gehören.

Takte ABSICHTLICH falsch kopieren, immer etwas zu lang oder etwas zu kurz, damit etwas übersteht, ein Rest übrigbleibt, die Dinge nicht richtig zusammenpassen. Vielleicht nur als digitaler Effekt interessant, bzw. als Effekt mit festem Material, das nicht erst noch neu eingeführt werden muss. Dort wird sich die Idee einfach in der Aufführung einebnen und verschwinden. Faltungen, Färbungen, Spuren, alles Dinge, die Komponisten lieben, im Resultat aber als formale Idee letztlich keine Rolle mehr spielen und darum nur begrenzt, nämlich nur für den Komponisten, interessant sind. Schade drum, der Verlust ist aber vermutlich in Instrumentalmusik unausweichlich.

Empfang, riesige Halle, bei näherer Hinsehen fast fußballplatzgroß, viele Bilder, Museumshängung. Zaghafte Begrüßung, R. ist alt geworden, sehr kräftig im Gesicht, Altersflecken, ein ganz tolles Buch will er holen und geht schnell in einen anderen Raum. Ich sehe seinen breiten Rücken, offensichtlich braungebrannt vom Sommer, merkwürdige Frisur, teils lange, teils kurze Haare, kleiner Samuraizopf, offensichtlich gebleicht. Eine Frau beschwert sich über die Hintergrundsmusik, es läuft ganz leise Orchestermusik, klingt wie ein Tschaikowsky-Ballett, allerdings kein Nussknacker-Ohrwurm. In der Ecke ein DJ, Mitarbeiter von J., freundlicher Skandinavier, der mir seine neuartigen Kopfhörer zeigen will, Schalen, die direkt auf den Schädel gesetzt werden, er setzt sie mir auf, ich erschrecke, der Klang wirkt sehr laut, erst nachdem ich mich beruhigt habe, merke ich, dass die Knistermusik der Kopfhörer eher leise eingestellt ist, aber sehr direkt klingt, tendenziell unangenehm. Beschreibung. Da war ich. Gedächtnis. Albtraum.

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Buddhist Bell

Länge, Dauer, Ausfüllen: Stil, Idiom, Verlängerung. Ausgehend von einem homogenen Stil, was würde Extension bedeuten? Warum genügt es nicht, Material/Stil/Expression vorzustellen und es dabei zu belassen? Warum möchte man von etwas, was man schon kennt, mehr haben. Und warum bekommt es dadurch eine andere Bedeutung, eine andere Ausdruckskraft? Hat sicher etwas mit der Vertiefung des Geschmacks/des Eindrucks zu tun, mit der Kraft, eine Entscheidung zu treffen, an einem bestimmten Punkt Schluss zu machen. Ein wirklich nachvollziehbarer Grund, hier und nicht dort abzuschließen, kann aber eigentlich nur in der Narration, in der Dramaturgie liegen, selbst, wenn es nur eine Art Fake-Dramaturgie, eine Pro-Forma-Narration wäre. Was dann die Idee des homogenen Materials durch Entwicklung oder Kontrast im ihren Grundsätzen aufheben würde. Maurizio könnte eine Kombination von beidem sein: Lange, homogene Teile, die ungesäumt als Folge eine Narration ergeben würden.

What about Steigerung?

– I believe, behind the stove, with my aunt kneeling down to lay her hand on my shoulder, that I’m afraid of absolutely everything there is.
– Then welcome.

Don’t think about it too much.

Cheesy was suddenly gone, didn’t have a place in the world of pop anymore, everybody becoming real serious again. I mean seriously serious.

Life
File

Wir strengen uns wahnsinnig an, etwas nicht zu sagen/nicht zu zeigen, doch vor lauter Anstrengung und Konzentration sagen/zeigen wir etwas anderes, das wir noch viel weniger sagen/zeigen wollten. Wir verraten uns dadurch, dass wir uns zu sehr anstrengen müssen, etwas zu verbergen. Nebensätze, Ablenkungsstrategien. Fast unmöglich, sich komplett zu kontrollieren, zumindest nicht, wenn es sich um ein komplexes psychologisches oder faktenbezogenes Feld handelt, auf dem man sich gezwungenermaßen bewegen muss. Und dieses Feld kann man sich in der Regel nicht aussuchen, da es durch Umstände bestimmt wird, auf die man selbst keinen oder wenig Einfluss hat.

of what was once some vegetable

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Erschreckend

Eitelkeit und Lüge: Noch so ‘ne geistreiche Beobachtung und ich kotze.

Melodie = Umwege: Gehe NICHT direkt auf, ziehe NICHT … Antilogik. Da könnte man doch noch mal. Abschweifen.

Müllauto/Straßenreinigung: Lang gehaltener Ton/Intervall, Brummen ohne Anfang und Ende, ab und zu leichte Tonhöhenabweichungen, gar nicht demonstrativ, aber eindeutig präsent, eigentlich sogar fast Vordergrund des Geräuschspektrums, nur durch den Mangel an Veränderung als eine Art Hintergrund wahrgenommen. Schön.

Alle wenden sich wieder der Musik zu. Keiner mag sie, aber man ist sich einig, dass es besser ist, als gar nichts zu haben in der Nacht.

Kalter Rauch, Bier, fettgetränkte Speisen, alles schon ein bisschen älter: Geruch der Jugend, selten geworden, aber nicht völlig verschwunden. Z.B. wenn man sich in der Kneipe ein Eis geholt hat. Schon damals komisch gewesen, aber nicht eklig, eher fremd, heute vor allem Erinnerung.

Ziemlicher Unfug, den Diederichsen in der vorletzten de:bug ever über Cage verzapft: so ist das leider SEHR kurz gedacht und als Argument ziemlich peinlich.

Komponieren als bürokratische Übung: Alles sehr still.

Vorläufiger Umriss:
zwei große Bogen:
1. Aufmerksamkeit, Langeweile, ADS, Maschinen vs. Menschen bei der Verrichtung stumpfsinniger Arbeit.
2. Individualität vs. Integration in größere Strukturen – Steuern zahlen, einsamer Wolf im IRS vs. Teamplayer.
David Wallace verschwindet nach hundert Seiten.
Kern der Sache: Realismus, Monotonie. Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten.
David Wallace verschwindet – geht im System auf.

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It’s sad, but it’s sad.

Ich muss noch zur Post: Die Post ist im Bahnhof untergebracht, irgendwo in Zentralasien. Ich will mein Fahrrad zurückschicken, das ich nicht mehr brauche, weil ich mir hier eines leihen kann. Man tritt durch eine unscheinbare Nebentür ein. Der Bahnhof ist ein großes, burgähnliches Schloss. Ich weiß gar nicht, wo hier die Züge fahren sollen. Oben eine große Sonnenterasse mit Fischbecken. Schöne, große Karpfen, zwei in typischer Koi-Färbung, zwei auffallend bunt. Plötzlich erscheint ein gigantischer Fisch, deutlich über mannshoch und entsprechend lang, er sieht aus wie ein vergrößerter Zierfisch in metallisch-blau. Er steckt mehrmals seinen Kopf mit der riesigen Schnauze aus dem Wasser, dann kommt er mit seinem ganzen Leib nach oben, lehnt sich mit den Vorderflossen auf die alte Steinbrüstung und scheint den Blick ins weite, tiefliegende Tal zu genießen.

Die Idee, dass etwas richtig und etwas anderes falsch ist: So muss es sein, so ist es richtig, das geht gar nicht. Bis der nächste kommt und eine bessere Idee hat – natürlich auch nur für diesen Moment.

Einzeltakte merkwürdigerweise interessanter, wenn sie unverbunden, also im Gesamtzusammenhang vereinzelt bleiben. Vielleicht, weil sie sonst zu sehr wie einfache Verbindungsstücke wirken. Banal. Rein kontextbezogen im Unterschied zu in sich komplexen Instrumentenverbindungen. Wie Bauklötze/Steckverbindungen, die am schönsten sind, wenn sie getrennt bleiben.

Übrigens auch nicht gut, wenn völlig unverbunden. Am besten, die Möglichkeit einer Verbindung offen halten, aber nicht ausführen.

Kinder sprechen oft wie schlechte Schauspieler, oder wie Schauspieler, die ein Script bekommen haben, das so schlecht ist, dass sie nicht wissen, wie sie es sprechen sollen. Vielleicht ist das Script ja wirklich so schlecht. Oder die Kinder schauen zu viel fern. Da klingt nämlich alles so bizarr unecht frisch abgelesen.

Forsythien-Gelb neben Kirschblüten-Rosa: Klingt nicht nur schrecklich, sieht auch fürchterlich aus. Stört sie aber nicht weiter. Nicht zu viel erklären. Umständlichkeit.

Tri Repetae: Interessante musikalische Metapher, total kaputte CD, Rauschen als Oberfläche, näher/ferner, Unterbrechungen, falsche Wiederholungen, etc. Leider nicht mehr abspielbar

Nicht auf die Form, auf die Leerstelle schauen (3:4)!

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Es muss auch mal richtig Scheiße aussehen!

Ganz schlechte Idee: Einer gemeinsamen Meinung zu sein.
Noch schlimmer: Gruppenkonsistente Meinungsbildung.

Um Gottes willen nicht der Gruppe schaden. Um Gottes willen keine eigene Meinung haben. Absolute Konformität. Alles unter dem Deckmäntelchen der permanenten Entäußerung. Facebook: We belong together.

Ein verschlossenes Gesicht.
Ein grobes Gesicht.
Ein leeres Gesicht.

Überlagern von Regeln: Auch so eine Polyphonie, wo sich Schichten gegenseitig manipulieren und dadurch unkenntlich werden. Am Ende fällt alles in ein planes, im Ergebnis vollständig synchroniertes Ereignis zusammen.

Ein GANZ merkwürdiges Leben: Still, isoliert, fast ereignislos. Was sollte da schon GESCHEHEN?

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always been, always been

Nummernkontrolle: Inhaltsleer, aber bestimmungsstark. Phantastische Denkkrücke

Alles was mir passiert, passiert auch jemand anderem.
Es gibt nichts, was mir passiert, das nicht auch jemand anderem passiert.
Macht also schon Sinn, von sich auf andere zu schließen.

Polyphonie: Dass man nicht überall zugleich sein kann. Dass man nicht mehrere Stimmen auf einmal schreiben kann. Dass man also eine Stimme nach der anderen Stimme schreiben muss. Dass also Dinge, die gleichzeitig erklingen, nicht gleichzeitig geschrieben worden sind. Gilt natürlich auch für die Konstruktion: Dass die einzelnen Teile der Konstruktion nacheinander ausgearbeitet werden. Dass also Aspekte, die in einem Klang gleichzeitig, weil vereint, erscheinen, nacheinander, also ungleichzeitig durchgeführt werden. Dass also Schichten, die sich auf den gleichen Gegenstand beziehen, aber unabhängig voneinander ausgearbeitet werden, im Ergebnis nur noch konzeptuell, aber nicht zeitlich voneinander unterschieden werden können. Das Gefühl der individuellen Zeitkurve, die aber im Ergebnis vollständig aufgelöst wird bzw. sich mit anderen Zeitkurven unauflöslich vereint. Notar. Zeichnung. Strich. Berührung. Eigentlich selbstverständlich und darum irgendwie auch falsch: Selbstüberschätzung. Präsenzüberschätzung.

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Zirkus

Zeitmessung als künstliches Schicksal: Wenn/Um/Dann.

Knackser genau auf Bassdrum: Interessanter Effekt, als ob der Lautsprecher durchbrennen würde. Dazu passend: Falsches, fehlerhaftes Aussetzen der Tonspur viel überzeugender, weil überraschender, als gesteuerte Pause. Weiteres Indiz: Musik in einem Zimmer, Computer mit Musik schaltet sich an in anderem Zimmer, man staunt, was für eine tolle Überlagerung, wie ist er nur darauf gekommen, dabei reiner Zufall, überhaupt nicht beabsichtigt, kein rhythmischer, kein metrischer, kein tonaler Zusammenhang. Gesteuertes Zufallsverfahren würde vermutlich immer noch zu absichtlich und homogen, weil regelhaft wirken: Es muss eben wirklich falsch sein.

Inmitten all dieses Lärms

Immer wieder abstoppen, verschlucken, jeder Konsonant würgt den Vokal davor ab, verschluckt ihn, humpeln, hinken, toller Rhythmus, jedes Wort, jede Silbe gegen den Widerstand der Konsonanten herausgewürgt, Schwellen, immer ein leichtes Abfallen vor jedem Stop, immer nach unten, Sprechen zwischen Blasiertheit und Debilität.

liest
ja
eh
niemand

Wahnsinn, wieviel Buch ständig ausgestoßen, sprich veröffentlicht wird, vieles natürlich fürchterlich, aber in gewisser Weise sind die halbguten Bücher, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann, das eigentliche Problem: Man müsste sie eigentlich lesen, besonders wenn einen der Gegenstand, der behandelt wird, interessiert, aber es lohnt sich fast nie, was man eigentlich immer weiß, aber nicht glauben will. Bücherkauf wird da zu einer Art Voodoo-Praxis, Aneignung von Wissen nicht durch Lesen, sondern durch den reinen Kauf, man hat sich sozusagen per Kauf verpflichtet, das Buch zu lesen, auch wenn man es nie tun wird. Einerseits völliger Unsinn, andererseits erinnert das Buch im Regal zumindest daran, dass man sich mit etwas beschäftigen wollte.

fuck art
let’s work

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postdigitale Wichtigtuer-Diskussion

So schwierig, sich ein genaues Bild, eine genaue Vorstellung zu machen! Klar, Du weißt, was Du willst, in diese Richtung soll es gehen, so soll es sich anfühlen, das soll vorkommen, das soll passieren, das nicht. Aber wenn es darum geht, konkret zu werden, zu planen, die Form zu bestimmen, zerfällt alles in Staub. Fast. Wie bekommst Du das, was es sein soll, mit dem, wie Du es machst, mit seiner konkreten Ausführung zusammen. Oft das eigentliche Problem, die eigentliche Schwierigkeit des Schreibens. Ist Malen auch Schreiben?

Symbolismus: Interessant die vielen Album-Cover, die ganz offensichtlich als graphisches Symbol funktionieren. Eine rätselhafte Anordnung, die erst einmal nur gut aussah, die aber nur deswegen so gut funktioniert, weil sie suggeriert, dass sie etwas bedeutet. Sozusagen ein Symbol für nichts. Sie stellt etwas dar, aber der Autor weiß genau so wenig wie der Betrachter, was. Er hat aber natürlich auch gesehen, dass da etwas ist, dass es an einem bestimmten Punkt, als er eine zusätzliche Linie nach oben gezogen hat, plötzlich geklickt hat, dass da etwas entstanden ist, was vorher nicht da war: Eine graphische Bedeutung.

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Cartier

egasseM neddiH A – ortnI

Dorit Tanay

Le Vent d’Est: Absolute Dominanz des Wortes über das Bild. Gilt merkwürdigerweise auch umgekehrt. Beide Ebenen sauber getrennt, dadurch in sich gestärkt. Ganz klar: Bild und Ton ist nicht das Gleiche wie Bild und Wort. Eher Bild/Wort und Ton/Wort. Absoluter Glaube an das Wort. Absoluter Glaube an das Bild. Nicht so sehr an den Ton. Glaube ich.

Last/Past

Lederhaut: Agen

min./max.: Quasi eigene Stimmen

Frontale Bühnenaufstellung des Ensembles vs. Lautsprecherreihe im Rücken des Publikums.

Leisigkeit
Lautheit

Vom Gefühl her übermäßige Differenziertheit bei Lautsprecheraufstellung dem Medium nicht angemessen.

Alles frei halten, alles offen lassen, bis es zu spät ist.

Langeweile: Das Problem ist, dass Worte automatisch schon zu groß sind für das, was sie beschreiben.

Interessant, wie schwer das alles ist, wie schwierig es ist, ein auch nur halbwegs vernünftiges Leben zu führen. Vielleicht eben auch komplett unmöglich.

Nicht zu musikalisch denken! Oder vielleicht sogar gar nicht.

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Damit der Papa es nicht hört!

facebook-Isolation/Pascal: Öffentlichkeit ist Lüge.

Jean Louis Ughetto

handkeonline

La Leggenda Di Kaspar Hauser: Ganz kurzer Schwarzfilm zwischen den Einstellungen, zum Teil auch mit Zwischentiteln, dann länger. Funktioniert gut, mischt sich mit Schwarzweiß, wirkt zum Teil wie Filmfehler – wahrscheinlich vor allem, wenn vorher viel Schwarz im Bild war, der Zwischentitel also weniger deutlich abgesetzt ist. Maurizio/Licht, Teil II: Einstellungen voneinander trennen, aber auch Einstellungen falsch trennen, z.B. Krach dort einsetzen, wo er regulär, wenn die Einstellung nicht durch Überlappung und Vervielfältigung verlängert würde, sitzen müsste, also falsche, aber zugleich formal richtige Signale setzen.

Unterbrechung: Geschwindigkeit/Wiederholung/Dauer

Wiederholungen in der Geschwindigkeit der Unterteilung
Unterbrechungen in der Geschwindigkeit des Grundtempos (1/16*x)

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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Sorry for your loss.

I don’t get it, but I accept it.

Müsste man auch mal fragen: Was echte Merkwürdigkeit in der Neuen Musik wäre. Nicht Skurrilität, sondern etwas, das einen wirklich erstaunen würde.

Maurizio: Wegnehmen, da WÄRE ein Akkord, aber da IST nur Rauschen. Regelmäßigkeit: Man weiß nach einiger Zeit, was wann kommen würde, aber es kommt eben nicht. Jedenfalls nicht immer. Abstufungen von Rauschen/Ton: Die eine Hälfte und die andere Hälfte. Tendenziell Rauschen/tendenziell Ton.

Abwürgen: Rauschen
Ganz abwürgen: Kurze Pause/Nichts.

Pale King: Geht wahrscheinlich auch darum, maximale Unvorhersehbarkeit an jedem beliebigen Punkt zu erreichen; dass man nie weiß, wie lang ein Paragraph sein wird, in was für einem Stil er geschrieben sein wird, welche Personen auftreten, welche Geschichte erzählt wird, aber sich eben auch nicht darauf einrichten kann, dass es jedesmal wechselt. So etwas wie ein perfektes Gleichgewicht zwischen Überraschung und Fortführung, um das elende Einlösen eines überschaubaren Ursprungsplans/Sprachstils/Erzählmodus, das es so oft unerträglich macht, einen Roman zu Ende zu lesen, ihm also beim Einlösen der selbstgestellten Aufgabe zu folgen, zu vermeiden. Nervt manchmal, ist aber wahrscheinlich auch formal klüger, weil nicht einfach nur brillant/intelligent, als es auf den ersten Blick aussieht.

Zeitbeschränkung als Selbstschutz: Erstaunlich angenehm

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leider nur eine Episode

reine, vollständige Wiederholungen, auch größere Abschnitte, aber so, dass man sie noch nachvollziehen kann

ein Abschnitt einfach nochmal: Wie wäre das denn z.B. in einem wissenschaftlichen Text, also in einem Zusammenhang, wo man es überhaupt nicht erwartet und wo es auch definitiv nicht hingehört? Ziemlich surreal, ziemlich selbstzerstörerisch, aber gerade deswegen auch wirklich gut. Befremdend: Man würde zweimal hinschauen, weil man nicht glauben könnte, dass jemand so etwas wirklich, und mit Absicht, gemacht hat:
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Zweimal wäre am irritierendsten, weil man nicht sicher sein könnte, ob es ein Versehen oder Absicht ist, bei dreimal und mehr wäre es schon ziemlich klar, dass es sich um einen absichtlichen Eingriff handelt.

Mechanische Wiederholung letztlich immer auf kleine und kleinste Einheiten bezogen, weil bei größeren Einheiten das Mechanische der Wiederholung weder bezüglich der Geste, noch bezüglich der Ausführung nachvollzogen werden kann. Je kleiner die Einheit, desto unwichtiger die Exaktheit der Ausführung, also der Wiederholung. Es wirkt dann ohnehin wie eine große, integrierte Geste, und nicht wie eine Reihung von Wiederholungen.

Immer wieder: Wanda Group. Sollte man versuchen zu integrieren. Vielleicht einfach ein Stück über ein fertiges Stück von WG schreiben.

Klug zusammengestellte Realität. Das war doch das, was uns gefehlt hat, oder?

Pausen als Lücke mit Rauschen füllen, zusätzliche Pausen leer lassen. Pausen als Lücke tendenziell ganze Schläge, zusätzliche Pausen tendenziell kurze Unterbrechungen.

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Schnelligkeit

Schnitte, die von einander getrennt sind (quasi Schwarzfilm) vs. Schnitte, die direkt aneinander anschließen. Oder besser Dynamik-Blende vs. Dynamik-Schnitt.

Option 1 wahrscheinlich vor allem bei niedriger Dynamik, damit der Klang schnell verschwinden kann. Option 2 bei jeder Dynamik möglich, bei niedriger Dynamik als Gegensatz zu Option 1 einsetzen, bei hoher Dynamik als Klangblock und Klangwand.

Dynamik
Schnitt/Pausen
Ton/Geräusch
Stimmen/Verdopplungen
Registrierung

Nicht zu Ende gedacht.

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Wirst du nie erfahren

lash out

h-moll Messe: Langes Stück, aber sicherlich keine integrierte Dauer. Kann eigentlich auch nicht so gemeint sein, da originale Aufführungssituation und Entstehungsgeschichte dem widersprechen. Dennoch würde man retrospektiv sicherlich davon ausgehen, dass hier an einem Gesamterlebnis gearbeitet wurde. Tatsächlich hört man aber eher Momente, Einsätze, Besetzungswechsel, die die Punkte markieren, an denen dramaturgisch homogene Passagen aufeinandertreffen. Wie hört man das? Warum hört man das? Wenn man das Stück bereits kennt, wird man zuerst auf die Interpretation achten, und dann wesentliche Punkte des Stückes mit seiner Erinnerung vergleichen. Aber was passiert darüber hinaus? Trägt die Musik durch das Stück? Trägt die Interpretation durch das Stück? Lernt man etwas Substanzielles über das Stück, wenn man es von Anfang bis Ende durchhört? Geht es vielleicht auch hier darum, zu verstehen, dass die entscheidenden Momente des Stückes von Material umgeben sind, das natürlich hervorragend durchgearbeitet ist, aber eben eher der Monumentalität des Stückes zuarbeiten, als ihm etwas grundsätzlich Neues hinzuzufügen? Allerdings kann man kaum sagen, dass diese Passagen eine dramaturgische Spannung aufbauen, dass sie zu einem bestimmten Punkt führen, an dem sie z.B. in etwas anderes umschlagen würden. Eher füllen sie tatsächlich die Zeit mit kostbarem Material aus, das irgendwann abbricht und neuem Material weichen muss.

Who is the public? They will be dead very soon. I don’t make public films. I make private films.

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Was wir gerne wissen wollten

Vorsicht: Rauschen nur im Piano-Bereich sinnvoll. Darüber nur Verzerrung von Tonhöhe, aber keine Gegenüberstellung von Rauschen und Ton möglich. Ausnahme (logischerweise): Pausen, also Hintergrund. Alle Pausen ausfüllen? Intensive Aktion mit sehr geringer dynamischer Effektivität. Müsste als Hintergrund wohl auf verschiedene Instrumente verteilt werden, also Vorder- vs. Hintergrund.

– Auf Grundschlag (und damit auch auf Takt) bezogen
– Auf Takt (aber nicht auf Grundschlag) bezogen
– Weder auf Takt, noch auf Grundschlag bezogen

Teil I/Teil II/Teil III? Oder wäre es dramaturgisch sinnvoller, den Takt am Ende wiederherzustellen? Neu/falsch zusammenzusetzen – scheinbar den Takt wieder einsetzen, in Wirklichkeit aber aus vielen Einzelschnitten eine taktartige Einheit ohne Takt- oder Schlagbezug herzustellen? Gleiche Gesamtdistanz, vielleicht sogar Distanz der einzelnen Schläge berücksichtigen, aber das Material gegen seine Herkunft einsetzen?

Festhalten
Isolieren
Wiederholen

Risikoanfang: Gute Idee

Kanon zwischen Rauschklängen und Tonhöhen: Röcheln/Atmen

Wohlfühlen: Wie eine Wohnung aussehen sollte. Bürgerliches Selbstbewusstsein. Auch Schutz. Z.B. vor Zweifel. Wie es richtig ist, und wie es falsch ist.

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Ein glückliches Leben

Unbeteiligt: Frage wäre schon, wie wichtig es ist, an etwas innerlich beteiligt zu sein, um zu einem überzeugenden Ergebnis zu kommen. Ein mögliches Maß der Beteiligung ist natürlich die Menge der Arbeit, die im Ergebnis steckt, unmittelbar gekoppelt an die Sorgfalt, mit der das Ergebnis erarbeitet worden ist.

Wie ist das denn im echten Leben, ist es da gut, beteiligt zu sein, oder nicht? Es gibt ja beispielsweise so etwas wie ein persönliches und ein unpersönliches Mitleid: Ist eines besser als das andere? Man könnte annehmen, dass man etwas verpasst, wenn man nicht innerlich beteiligt ist, dass man nicht wirklich mitlebt. Auf der anderen Seite könnte man sich auch in der Beteiligung verlieren, in etwas aufgehen, das nicht unbedingt zu einem selbst gehört, sich darin verzehren. Ganz offensichtlich bei jeder Form von Leidenschaft.

Die Idee beruht nicht auf Beteiligung. Niemals? Könnte nicht der Idee die Beteiligung notwendigerweise vorausgehen? Kann man über etwas nachdenken, an dem man nicht in irgendeiner Weise beteiligt ist? Ist die Idee vielleicht sogar das Ende der Beteiligung? Dann hast Du es geschafft, dann bist Du darüber hinweg gekommen. Du hast das Problem gelöst.

Und jetzt das Detail, die Ausführung. Wirklich ohne Beteiligung, quasi automatisiert? Kannst Du das mal bitte hier rüber schaffen? Echte oder gedachte Assistenten helfen Dir, Beteiligung zu vermeiden.

Aber das muss doch -.
Nein, eben nicht. Damit hast Du gar nichts zu tun.

D.h., alle Entscheidungen müssen im Voraus getroffen werden. Oder, wenn das Ergebnis nicht befriedigt, noch einmal komplett neu entworfen werden. Der Herstellungsprozess als Zwang zur Nichtbeteiligung, als Zwang zur Konzeptualisierung.

Was ist dann aber, wenn die Details entscheidend sind, wenn die Details entscheidend sein sollen? Wenn ich mir etwas anschauen will, wenn ich eine echte Oberfläche sehen will, nicht einfach nur eine im Voraus konzipierte Farbe? Eine Oberfläche, die als solche interessant ist, nicht einfach nur als Einlösung ihrer Konzeption. Wenn ich das Objekt als Objekt, und nicht als Idee anschauen will?

Anschauen und weggehen, verstehen und vergessen. Wobei natürlich auch die Ideen-Malerei von der Spannung zwischen Kunstobjekt und Nichtausführung lebt, also sich letztlich auf ihre nicht eingelöste Oberfläche bezieht. Negation von Oberfläche, Automatisierung von Berührung.

Objekt mit Oberfläche vs. Objekt ohne Oberfläche

Mit dem Schlag vs. gegen den Schlag

Niemals am gleichen Tag nachschauen!

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allerdings/jedoch

Krieg 1: Lichtblitz: Licht a capella re-integrieren? Dann auf aktueller Ebene weiterführen. Neu: Streicherapparat erweitern. Streicher verdoppeln Chor, Bläser verdoppeln Streicher. Definitiv Schlagzeug/Klavier/Harfe dazu. Möglicherweise besser, als ich dachte. Viel.

Hallo, Prozess!
Hallo, Sebastian!

Stimmt, fehlt.

I don’t see
a fuckin’ thing

Chemnitz
Aue
Schnarrtanne

BL: Mechanische Variation

Mais
Bohnen
Kürbis

Irokesen sind schwindelfrei.

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hellwach

Bedauern:
Hätte ich bloß …
Hätte ich bloß nicht …

Meistens winzige Kleinigkeiten, die man definitiv nicht kontrollieren kann, aber wahnsinnige Konsequenzen nach sich ziehen. Nicht einschätzbar, weil nicht bemerkbar. Nicht jede Mini-Entscheidung ist total durchdacht, würde aber vielleicht auch nicht anders ausfallen, wenn sie total durchdacht wäre. Intuition. Instinkt. Winzige Nebensächlichkeiten, die plötzlich eine riesige Bedeutung bekommen. Leben.

Ewiges Rätselraten: Der unbeirrbare Glaube, dass Dinge, die gleichzeitig oder kurz hintereinander geschehen, auf irgendeine Weise miteinander verknüpft sein müssen. Das wäre doch ein bizarrer Zufall, wenn das nichts miteinander zu tun hätte. Stimmt. Vielleicht. Nicht. Es ist halt einer der wenigen Anhaltspunkte überhaupt, die uns zur Verfügung stehen, um Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen: Räumliche Nähe. Zeitliche Nähe.

Schlagzeug müsste man doch eigentlich ganz anders einsetzen: Geräusch ja, aber es kann doch nicht sein, dass man immer nur die gleichen Rhythmus-Impulse zu hören bekommt.

Dynamik als Parameter wahrscheinlich unterschätzt. Hängt vermutlich auch mit der unbefriedigenden konventionellen Notation zusammen, die viel zu viel Raum auf dem Papier einnimmt, um eine exakte zeitliche Ausdifferenzierung zu erlauben.

Motette: Inuit Spiele, eigentlich offensichtlich!

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Aufweichung

– Das ist ja geil: Wird man einfach so älter!
– Krass, man stirbt wirklich!

Ich möchte DIES.
Ich will DAS.
Ich würde gerne –

stumm

eingebunden

Wundertüte vs. dichter Zusammenhang

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Filed under Film, Form, Klassik, Maurizio/Licht, Pop, Uncategorized, ZWEI/2240: Song Cycle

Anschlussthema: Anstrengung/Übergang

Gnadenlose Permutationen, rücksichtslos.

Reicht das?
Reicht das nicht?

Was reicht?
Was reicht nicht?

Mal wieder: Dauern vs. Einsatzabstände (Streichquartett)

Zahl der Anschläge
Zahl der Unterteilungen
Art der Unterteilungen
Art der Dauern abhängig von Art der Spielweisen

Kartoffel/Ei: Merkwürdige Geschmacksähnlichkeit

Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten (DFW): Macht definitiv Sinn.

Entwicklungen, klein- und großformale Gesten: How the fuck could I forget that? Oper als statisches Feld, Raum ohne Bewegung. Wie kommt man davon wieder weg, ohne gleich bei Wagner zu landen?

Montierte Entwicklungen natürlich auch als SCHNITTE viel präsenter als statische Abschnitte: Kulminations-/Umschlagpunkt. Eigentlich hierdurch erst die Bestimmung eines bestimmten Punktes in der Zeit möglich.

Wahnsinns Rhythmus: Heirate, du wirst es bereuen. Heirate nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Entweder heiratest du, oder du heiratest nicht, bereuen wirst du beides.

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stumm

Zu kurz/zu lang

was dir wichtiger ist
auswählen
weglassen

brauchst du überhaupt noch etwas?

die Zeit, in der man etwas NICHT konnte
Aufgaben stellen, die man nicht bewältigen kann
das Nicht-Können produktiv machen
das Beherrschte ist zugleich auch das Langweilige

nicht am Anfang
nicht am Ende
und nicht aufeinanderfolgend

ich mag DIES,
ich mag DIES,
und ich mag DIES

DAS gefällt mir,
DAS gefällt mir,
und DAS auch

kälter, Kälte, viel mehr Kälte

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Filed under Form, Material, Methode

Ausschließlichkeitsanspruch

wäre ja doch schön, wenn es noch etwas anderes gäbe, nicht einfach nur

das perfekte Produkt

können wir das noch irgendwie ein bisschen stören, bitte?

Eine rein musikalisch motivierte Geste könnte auch eine Störung sein – plötzlich weg vom Text, und zwar nicht etwas wie über den Text hinaus gehen, sondern tatsächlich etwas anderes, während die Musik bis dahin eng am Text entlang gefahren ist. Plötzlich ein viel zu langer Ton, eine viel zu lange Phrase, die innerhalb des Textes, innerhalb seiner Silbenstruktur überhaupt keinen Sinn ergibt, die den Text nicht transportiert, sondern letztlich unterbricht.

Gute Idee!
Ja, finde ich auch.
Na ja.

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Filed under Form, Methode, Schlachten 2: Motette, Stücke

Auch was Schönes.

Verzweiflung

Jederzeit alles möglich. An jeder Stelle. Erst am Ende wird zusammengebaut.

Ziemlich kurze Wellen von Konzentration und Erschöpfung. Wie immer Notwendigkeit der Entscheidung als höchste Anforderung an Konzentrationsfähigkeit, kontinuierliche Serie von reinen Entscheidungsakten führt am schnellsten zu Erschöpfung.

Anfälle von Begeisterung, herrliches Wetter, quasi Idylle, sehr friedlich. Lustig, dass Autofahrer sich grundsätzlich ungeschickt verhalten, dass das Autofahren offenbar zu Ungeschicktheit zwingt. Wirkt aus der Vogelperspektive ziemlich lächerlich, im Verkehr selbst eher ärgerlich, dumm, und vor allem rücksichtslos. Rücksichtslosigkeit wahrscheinlich immer nahe an Dummheit, es sei denn, es handelt sich um echte Bosheit.

Das Bild/Bilder: Jede Einheit für sich, als Bild betrachten. Absolute Flexibilität, totale Austauschbarkeit der Versionen. Jedes Bild ein Problem für sich.

Alles ersetzbar. DIES statt DAS, JENES statt DIESES. An Stelle DESSEN lieber DAS.

Material IMMER verdoppeln? Quasi homogenes Ensemble, das nur INNERHALB seiner Homogenität modifiziert wird?

Gleichzeitig: Absolute Kontinuität. Immer IRGENDWAS klingen. Ausfüllen. Lücken ausfüllen. Unterbrechungen strategisch platzieren. Erschrecken. Teppich. Abschneiden. Durchschneiden. Reißen. Reißt.

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alles Stückwerk

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Vor der Erfindung der Fotographie war Malen natürlich auch eine Gedächtnisleistung, und wahrscheinlich auch eine Art Abstraktion von der Zeit, Zusammenfassung. Man konnte nicht einfach den Himmel fotographieren und dann abmalen, sondern musste sich entweder möglichst genau merken, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen hatte, wenn einem dieser Zeitpunkt besonders wichtig war, und etwa in einer schnellen Skizze, einer Art Kurzschrift, festhalten – die aber auch schon eine längeren Moment zusammenfassen würde, da sie ja nicht die quasi ausdehnungslose Belichtungszeit der Fotographie, sondern einen gewissen Zeitraum der fortschreitenden Skizzierung benötigen würde. Oder man musste das Typische eines bestimmten Himmels, vielleicht auch eine gewisse Emotionalität, die der Himmel haben sollte, konstruieren, und damit einen deutlichen Abstraktionsschritt vom tatsächlichen Himmel weg vollziehen, auch wenn das nicht unmittelbar offensichtlich, weil nicht nachprüfbar, und dem Maler wahrscheinlich auch gar nicht bewusst war.

Nicht Stimmigkeit, sondern Unstimmigkeit, die Produktivität birgt. Altes Problem: Man kann nicht absichtlich unstimmig sein. Vielleicht kann man so lange an etwas arbeiten, bis es unstimmig wird. Ich meine damit allerdings nicht, dass etwas lebendig wird, sondern dass es tatsächlich nicht mehr zusammenpasst, und dadurch Bewegung erzwingt.

Schlagzeug: Nur Riffelung, oder fast nur Riffelung, verschiedene Grade, verschiedene Geschwindigkeiten, quasi Mikrorhythmus, regelmäßige Mikroimpulse in unterschiedlicher Dichte. Sonst ausschließlich gedämpfte Schläge, ebenfalls unterschiedliche Dämpfungsgrade und Dämpfungsmethoden.

Schwestern verdoppelt, spiegelbildlich auf Boden ausgestreckt, leicht gekrümmt, Rücken an Rücken. Eine sieht etwas kräftiger aus als die andere, gesünder, vielleicht auch jünger.

meinetwegen ruhig ins Extrem gehen, was Ausdruck, Dynamik, Tempo etc. betrifft, aber subtil = traurig

Völlig surrealer Sommer: Heiß/Kalt, Sonne/Regen, Heuschnupfen/Klarsicht. Man duckt sich so ein bisschen weg, hilft aber nicht wirklich. Einzige Option: So gut es geht arbeiten.

Eine Ecke, eine Kante, ein Hindernis übersehen: Dumpfer Knall, Bewusstlosigkeit

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Ein Königreich für ein –

Aber auch: Figur, Darstellung

Überstrapazierte Form

historische Grausamkeit

Schönheit

Die Danke-Lüge: Nur weil wir ratlos sind, heißt das ja noch lange nicht, dass wir uns in den Schutz der Religion flüchten müssen. Vielleicht will der liebe Gott ja sehen, dass wir unsere Ratlosigkeit aushalten können. Überhaupt eine irrsinnige Idee der Religionen, dass sich der liebe Gott dafür interessieren könnte, ob man an ihn glaubt oder nicht.

Liebe ist die Gabe dessen, was man nicht hat, an jemanden, der es nicht will. Ist das so? Klingt ein bisschen zu schlüssig, zu gut, um wahr zu sein.

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Dunkelmänner-Briefe

Instrumentale Dramaturgie: Ja, klar, logisch, letztlich doch noch größere Unterschiede als im vokalen Bereich. Auf der anderen Seite Stimmen eher identisch mit der Persönlichkeit der Sänger, insofern stärkere Rückkopplung/unmittelbarere Wirkung.

Verschwinden
Abschied

Ease not. And ease is. And they weren’t.

Tänzer als Schauspieler
Handicap als Behinderung
Dunkel als Angst
Licht als Rhythmus
Sprache als –

Funktioniert deswegen so gut, weil die Körper wirklich behindert sind, wenn ihnen bestimmte Aufgaben gestellt werden. Das Handicap wird also nicht dargestellt, sondern ist wirklich da. Die Körper erzählen ihre Geschichte als Körper, so dass es fast unvermeidlich ist, sich mit ihnen (ebenfalls als Körper) zu identifizieren.

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Ideen/verpasste Gelegenheiten

Sehr langes Stück für 6 Solostimmen. Kompakter Klang, eng strukturiert/gegliedert.

Spiegel trennen, aber unterscheiden nicht. Geometrische Elemente.

Dass man dann plötzlich irgendwo anders ist. Ortswechsel. Tatsächlich merkwürdig: Die Bestandteile sind bekannt, die genaue Zusammensetzung nicht. Die Regeln sind ähnlich, aber nicht gleich. Man findet sich zurecht, versteht es aber nicht. Es sei denn, zurechtfinden wäre schon verstehen, und alles andere wäre nur Detail, Zugabe.

Muss man halt auch sagen: Dass eine sogenannte Karriere die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu denken, von vornherein beschneidet. Denn wenn man sie nicht sagen kann, warum sollte man sie dann denken? Insofern intellektuelle Profile auch immer Abbildungen der sozialen Situation, in der sich die jeweilige Person befindet. Es kann ja z.B. auch absolut opportun sein, gegen bestimmte Dinge zu opponieren, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet. Interessant wird es erst, wenn du gegen die Situation, in der du dich selbst befindest, opponierst. Oder, viel besser, unabhängig von ihr bleibst. Dich nicht von ihr beeindrucken lässt. Auch riskierst, wieder zu verlieren, was du dir erarbeitet hast. Die revolutionäre Geste kann in der richtigen Umgebung ein ganz normales Karriere-Instrument sein.

Toll, wie sehr wir heute wieder einer Meinung sind.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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Versprechen: Alles Egal

Gewerkschaftsbosse als die schlimmeren Unternehmer: Fettleibigkeit ohne Risiko. Kann ich leider nicht wählen, sorry.

Elektrische Panflöte. Auch toll, natürlich.

Beethoven: Bewusster und vorgeführter Eingriff in die Struktur. Zeigen, dass es auch anders geht. Es hätte auch ganz anders sein können. Gerade in tonaler Musik möglich, weil es eine Grammatik gibt. Gleichzeitig ist Musik verzeihender als andere Medien, weil sie nicht gegenständlich ist. Deswegen handelt es sich um reine Grammatik, reine Dramaturgie, und nicht die Anordnung, den Abbruch von Gegenständen. Es gibt keine Provokation, die auf das Leben direkt zugreifen würde. Diese Einschränkung vorausgesetzt geht Beethoven so weit, wie man nur gehen kann, alle neue Musik eingerechnet. Man muss erst einmal eine Grammatik haben, um sie einreißen zu können, daher sicher auch das strikte Festhalten an der zugrundeliegenden Periodik.

wie kriegt man etwas noch hässlicher hin? wie macht man etwas wirklich hässlich?

Warme Sonne, wenig Wolken, die Luft fühlt sich gerade noch kühl auf der Haut an. 20 Grad. Leichtes Frösteln im Schatten. Quite pleasant.

Alles, was einem irgendwann einmal wichtig genug war, aufzuschreiben, stehen lassen.

Auf eine gewisse Art tatsächlich die Funktion, etwas zu bezeugen: Dass man da war, dass man etwas gesehen hat.

Nö, finde ich nicht.
Doch, sehe ich auch so.

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Far Go

Klang Klang Klang Klang Klang. – What the fuck is it? How do I notate it? (Beethoven)

Ultramodernismus vs. Lesbarkeit/Jelinek: Straff gespannte Oberfläche. Der Wille, die Pointendichte stabil zu halten. Also kein Abfall, kein Anstieg. Anti-dramaturgische Ästhetik, total nachvollziehbar, aber irgendwie eben doch falsch. Das Problem, selbst Spaß zu haben. Und das Publikum darüber zu vergessen. Nicht sich selbst darstellen, sondern seine Performance. Quasi das eigentliche Thema: Ich kann die Spannung halten. Was ja automatisch nicht stimmt, by the way. Frage wäre eher: Wie kann ich aus dem Stück heraus die Spannung variieren? Nicht, um es interessanter zu machen, sondern, um es besser zu machen, um die Frage zu akzeptieren: Kann es nicht-konventionelle Dramaturgie überhaupt geben?

Ein bisschen so, als ob man wach bleiben müsste, um zu überleben. Als ob man der Held wäre, wenn man die Intensität durchgehend gleich hoch halten könnte. Was nicht der Fall ist. Man hält die Intensität gleich hoch, indem man sie variiert. Grindcore/Death Metal.

Wiley Wiggins

All I’m saying is, if I ever start referring to these as the best years of my life, remind me to kill myself.

Homogener Track, der plötzlich in eine andere Richtung geht: Funktioniert fast immer, erfreut fast immer, ist aber eigentlich ein ganz einfacher Trick. Was ist das eigentlich: Zwei Stücke, die direkt aufeinander folgen, oder ein Stück mit plötzlichem Charakterwechsel? Warum ist es tatsächlich etwas anderes, wenn es ein Stück ist?

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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everything is fremdbestimmt

Vor meinem geistigen Auge:
Raum, exakt wie dieser, nur leer.
Ich sehe das Licht, den Boden, die Unebenheiten der Bohlen, Staub, Dreck, alles andere ist weg, leergeräumt.

Musik läuft. Wollen wir nicht ein bisschen Musik hören? Läuft doch. Oh, stimmt.

Lächeln in der Stimme: Das ist so traurig. Das ist so erschütternd. Worüber freut die sich denn so?

Aus Fernen, aus Reichen.

Unglaublich, wie schnell man aus etwas draußen ist, wie schnell man aber auch wieder rein kommt: Wie habe ich das nur gemacht? Absolut keine Ahnung. Ach so, ja, genau. Ja, so war das. Eigentlich ganz einfach. Irre. Welten dazwischen. Irgendwie auch traurig. Ausgeliefert. Auch wenn es eigentlich immer funktioniert.

Grundbedingung: Man muss verstehen, wie viel Arbeit es ist, etwas zu tun. Wie viel mehr Arbeit, als man jemals für möglich halten würde, in vergleichsweise einfache Ergebnisse gesteckt werden muss. Man muss es selbst machen, um es zu verstehen, und man vergisst es sofort wieder, wenn man es nicht mehr macht. Deswegen kann man es auch niemandem erklären. Der Invest. Hilfe.

gut, o.k.

Der Vorteil, Entscheidungen nicht mehr zurücknehmen zu können, und das zu wissen. Es muss halt alles passen, und wenn es nicht passt, muss es auch passen. Lernen. Weitergehen.

Shoegaze Punk

ja, schon

Dinge immer dann tun, wenn man gerade NICHT will, warten, bis es nicht mehr anders geht, bis man es nicht mehr vermeiden kann, könnte exakt der richtige Moment sein, um neues/anderes Material einzuführen, so lange herauszögen wie nur möglich, und dann eben doch liefern, KANN gar nicht falsch sein.

Beruf: problem solving

Wie im echten Film: Ist der kleine Junge wirklich gerettet, oder wird der böse Riese zurückkommen?

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Rote Varis

Unisono: Das ist so dermaßen lustig, das muss man einfach machen. Tja, leider sind offensichtlich gute Ideen meistens ziemlicher Schrott. So auch hier.

never/older

Frage wäre, was interessiert, was hält das Interesse, wenn nichts passiert. Allerdings auch: Was würde das überhaupt heißen, dass nichts passiert. – Wirklich gar nichts?

Geduld/Tugend/Laster

Grundmodus Faseln

mur Rauschen
eigentlich nur Rauschen

Schläge zusammensetzen: Totale Staccato-Verpixelung

Rad-An1: Schöne Idee, irgendwann, aber auf keinen Fall in der Mitte des Tracks, ganz wo anders hinzugehen.

einfach nochmal lesen, anders auslesen, die gleichen Daten anders auslesen

zynisch, deprimierend, deprimierend zynisch

ready when you’re ready
ready when you’re not ready
:always ready

tot stellen
nicht bewegen
hell wach

This is fuckin’ symphonic!

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Wunschvorstellung/Wunschkonzert

Falsche Entscheidungen, Fehlentscheidungen: Toll! Alles total falsch, alles total anders gekommen, und gerade deswegen interessant. Die besten Stellen fallen einfach weg. Und das Lustigste ist: Du weißt überhaupt nicht, was stattdessen kommt. 

Komplett gegen jede Planung. Und das ist im Übrigen ja auch etwas, was Planung interessant macht: Dass man sie nicht beherrschen kann. Dass man aber sehen kann, dass man sie nicht beherrscht. Dass die Abweichung deutlich wird. Und dass sie uns dadurch zwingt, etwas zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollten. Und auch nicht hätten tun können. Notwendiger Umweg oder so.

Komisch, dass es so befriedigend ist, gegen sich selbst vorzugehen. Jedenfalls, wenn es einem gelungen ist. Man hat selten so sehr das Gefühl, das Richtige getan zu haben.

– Ich mag es, wenn die Dinge einfach so liegen bleiben
– Na, da wird mir manches klar. Deswegen ist es hier immer so unordentlich.
– Ich lasse gerne alles hängen. Und wenn ich was Neues aufhängen muss, hänge ich es einfach drüber.
– Manchmal muss man aber auch was abhängen.

where would you like to live?
how would you like to live?
in what kind of space would you like to live in?
what are your –

fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck.
please!
please!!!

Lustig: Wenn man sich mal entscheidet, nicht von vorne nach hinten zu arbeiten, entscheidet die Konstruktion, dass man es doch tun muss. Wenn man hinten etwas ändert, kann man nicht mehr sehen, wie es vorne hätte sein sollen.

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bedeutend

O Gott ist der unsympathisch! Hilfe! Bitte sterben! Ich! Was am besten den Gefühlszustand wiedergibt. Heulen wollen! Blankes Entsetzen.

Das realistische Theater setzt sich mit der realen Situation im Theater auseinander? Stimmt vielleicht sogar.

Bitte keine Gehässigkeiten.

Ganz leises Klingen, hohes Register, Glockenartig, auf jeden Fall Metall, fast nicht da, fast nicht hörbar, eigentlich nicht hörbar. Woher weißt du, dass es überhaupt da ist? Eigentlich nur, wenn es irgendwann lauter wird, deutlicher wird, und das ist schade: Dass das Undeutliche nicht undeutlich bleiben kann und trotzdem klar ist, dass es da ist. Wobei das natürlich die Definition von Undeutlich ist: Dass es nicht klar ist. Es ist klar, dass es undeutlich ist. Es ist klar, dass seine Undeutlichkeit beabsichtigt ist. Was meinst du denn überhaupt? Den hohen Ton, oder das Rauschen, das Klingeln, oder das Rascheln? Nein, ich dachte eigentlich, es wäre ein leises Ticken. Oder Kratzen. Das ist doch nur die Klimaanlage, oder die Heizung, oder so.

Wenn du es lauter machst, hörst du auch viel mehr. VIEL mehr. Oder näher ran gehst.

Nur Sprechen
Sprechen + Singen
Sprechen + Singen + Musik: Schnitte
Sprechen + Singen + Musik: Keine Schnitte
Einschränkung Anzahl Stimmen vs. keine Einschränkung

Musikstück als solide Masse vorstellen: Es darf keine Pause geben, sonst bricht es auseinander. Alles muss fest miteinander verbunden sein. Gegenteil: Pausen, in die Musikstücke hineingeworfen werden.

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niemals Verzeihen

Eins
Zwei
Viele

oder eben doch:

Eins
Viele

Lustige Idee: Stück/Platte ist eigentlich schon zu Ende, dann wird einfach noch mal kurz auf- und wieder abgedreht. Man dachte, vielleicht geht es doch noch mal weiter, tut es aber nicht. Keine komplett neue Idee natürlich, aber so ausgeführt, dass man tatsächlich kurzzeitig an einen Neuansatz glaubt. Wahrscheinlich eine Frage des Timings – und der Dynamik (V. Hold, Antagions).

Schnitte vs. Stimmen

macht doch Sinn, oder?

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Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Klavier

gleiche Stimme mehrmals gleichzeitig verschieden interpretieren

Trommel: Rim Shot/Schnarrsaiten/Dämpfen

So, wie die Vertikale flexibel eingeschränkt und wieder erweitert wird, schließlich auch die Horizontale einschränken: Du hast nur Platz für zwei/einen/halben Schlag etc. Zusätzliche Frage: Wo soll dieser Ausschnitt in Bezug auf den Takt und in Bezug auf das Sample liegen? Ist der Takt ignorierbar? Ist das Sample ignorierbar? Synchrone Ausschnitte gegeneinander verschieben? Asynchrone Ausschnitte ihrer ursprünglichen Lage entsprechend spielen? Asynchrone Ausschnitte übereinander legen? Vollständigkeitswahn. Ausschließen.

Ruhe: Ruhe – na ja.

Takt vs. Sample: Takt greift aus Sample gegebene Dauer ab. Dauer maximal Sample-Länge. Dauer über Takt fällt weg. Schweller oder Schnitt. Forte-Ausbrüche mit Wiederholungen auffüllen.

Kann mir mal jemand erklären, warum Konservative so irrsinnig niveaulos sind? Die deutschen Konservativen e.V.: Danke, Papst Benedikt!

Im Traum Angst gehabt, einzuschlafen, dann aufgewacht. Echt passiert!

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Familie

Piece of Shit: Konsonanzstudie

Alle Schläge umstellen, Folgen je Abschnitt definieren

Kontinuität revisited

tonale Kontinuität: hat etwas ziemlich Schales, besonders in ihrer Spätzeit, als ob sie, obwohl sie ständig hinterfragt wird, zu einer Commodity geworden wäre. Es zwickt und zwackt, aber gerade deswegen kann man sich auf sie verlassen. Ein Sicherheitsnetz, aus dem man, selbst wenn man wollte, nicht ausbrechen könnte. Frage wäre, ob Atonalität tatsächlich der Ausbruch gewesen ist. Oder nur eine Erweiterung der Sicherheitszone. Und wahrscheinlich hat die ganze Misere tatsächlich mit der fehlenden technischen Optionen zur Fortbildung zu tun: Trennung kann nur noch gestisch gedacht, nicht mehr strukturell erarbeitet werden, Kontinuität ist unausweichlich geworden. Daher der Eindruck des hilflosen Gestikulierens, der so viele Formbildungsversuche begleitet.

Französische Cembalomusik: Im Grunde ein unglaublich prächtiger, mit allen Mitteln hinausgezögerter und immer noch weiter fortgesetzter, extrem raffinierter Lärm. Clusterartige Obertonexzesse. Ziemlich toll also. Würde ich auch gerne können.

Portal: Differenzierter Lärm. Einfach immer weiter machen. Hier aber natürlich auch genau das Problem: Die einzige mögliche Gliederung ist die formale Geste, der deutliche Zugriff von außen, sonst läuft das einfach so durch. Klar hätte man lieber eine Gliederung von innen, oder?

Piece of Shit, zweiter Teil: Jeder Schlag kleine Sekunde nach oben. Ausgenommen die beiden Forte-Stellen. Die eher repetitiv-blockhaft auffassen.

Enggestrickter Rhythmus, quasi Lärm: Anschläge sind so eng zusammen gezogen, dass sie quasi eine Geräuschfrequenz entwickeln, die man als eigene Ebene (Vordergrund oder Hintergrund) wahrnehmen kann.

Lärm Lärm Lärm: toll

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Grammatik des Fehlers

grammatikalische Fehler im atonalen Raum

Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut

Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus

DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.

Bassarie murmeln

Orgelsolo

und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat

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giftiges, gelbgrünes Licht

Großes Beduinenzelt, strahlend weiß, Federn, Hollywood Gesellschaft, Billy Jean King kommt rein, meine Mutter ruft ihr entgegen: Hast du Panzer?

Schatten/Geräusch: Alle tonalen Elemente geräuschhaft verdoppeln, wenn der Vordergrund aussetzt, bleibt der Hintergrund alleine zurück (und wird zur eigentlichen Information).

Pause/Geräusch: Weißfilm/Schwarzfilm

Interlocking Patterns

Lustig, wenn sich hohe Geschwindigkeit plötzlich schleppend anfühlt. Die Impulse springen in einen anderen Rhythmus/anderes Metrum.

Abwehrmechanismen/Ohrendruck

– Dass alles, was man nicht kennt, als Bedrohung empfunden wird, heißt natürlich auch, dass es mit der Zeit immer mehr Dinge gibt, die einen bedrohen, und der eigene Bereich demgegenüber immer kleiner wird und schließlich verschwindet.
– Wieso das denn? Ist doch genau umgekehrt!

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Unreifer Scheiß

tolle, angenehm grobe Konstruktion

6/7: Welche Nie Nicht?

Instrumentation:
1.) Volumen Spielraum
2.) Position Spielraum
3.) Positionierung im Spielraum

Ein riesiges, vielgliedriges, hässliches Krustentier, das über die Landschaft hinwegrollt.

Formeln
Beschwörungen
Zaubersprüche

Wenn du ein Wort dafür findest, ist es weg.

Schämen: Auch hier können beide recht haben. Egal, was du machst, du wirst dich dafür schämen. Es gibt keine Möglichkeit, hier herauszukommen, ohne sich dafür zu schämen.

Idee ausgeschwitzt
Pulsschlag verloren

Maurizio/Licht: Einstimmig beginnen, langsam reinschleichen, quasi Mahler 10
Regelmäßige Aussetzer + Dämpfung = Schwarzfilm (Schedelbauer)
Abbildung und Gegenstand langsam gegeneinander verschieben
Taktbruchteile
Am Ende ganz aus dem Raster fallen (oder gerade wieder hineinrutschen)

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die Verachtung

Schnitt gegen den Schlag: größer/kleiner/gegen den Schlag/in sich verschoben

Untrue überarbeiten: Fassungen Einleitung gegeneinander schneiden, 8tel-Pausen als Trennzeichen, Differenz vs. Unisono. Vielleicht Oktaven verstärken (Kontrabass).

Wahnsinn: Alles komplett schwachsinnige Lüge. Völlig grenzdebil. Irrsinnige Absurdität.

Block und Schnitte: Weiche Fugen

Abbildung eines Klangs: Was wäre das denn genau? Ja wohl nicht einfach nur seine Wiedergabe. Unterschied zwischen Foto und Klangaufnahme: Bei der Klangaufnahme hat man tatsächlich immer den Eindruck, dass es sich um den Klang selbst handelt (auch wenn das so natürlich nicht stimmt).

Davon stirbt man nicht: Du vielleicht nicht, ich schon.

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distinctly unpleasant

Dass irgendjemand irgendetwas spielt, ist schon Begleitung. Vorausgesetzt, es ist nachgeordnet/flächig. Warum funktioniert das so gut?

Einfach gar nichts.
Noch nicht einmal peinlich.
Litanei.

Piece of shit: Alles komplett nur Drone? Würde sicher gehen/wäre eine Möglichkeit. Alles leise. Totale absolute Kontinuität.

Das schöne an Dingen, die einfach so durchlaufen, ist natürlich, dass sie einfach so durchlaufen: Man muss nicht wirklich darüber nachdenken, wie es weitergehen soll.

Cembalo: Sinnlichkeit der ultrapräzisen Attacke oder Attackenfolge.

absurd und irgendwie trotzdem o.k.

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Tonaler Drone

Lustig, dass Dauerintensität/Aufgeregtheit auch wahnsinnig nerven können. Man würde sich dann ein bisschen Strenge, ein bisschen Formalismus, irgendwas, was über den puren Einfallsreichtum hinausgeht, wünschen. Einfach mal leer lassen. Einfach mal echte Härte zeigen. Nicht dauernd zeigen, wie wahnsinnig brillant man ist. Da wirkt das traditionelle Material übrigens auch ziemlich klugscheißerisch/bescheidwisserisch.

Orchester: Frage wäre, warum das alles so gleich klingt, warum der resultierende Ausdruck auch immer so wahnsinnig ähnlich ist. Selbst wenn man ihn total überdehnt.

Oktaven und Mikrotöne. Lustig, dass letztere als direkte Abweichungen eigentlich immer weinerlich klingen. Kann man nicht mehr machen. Was müsste man denn tun, damit das Orchester nicht mehr wie Orchester klingt?

Alles, was zu viel ist, ist gut. Loving the too much.

Elektronik mit Schlagzeugakzent, Schlagzeug löst Elektronik aus, Elektronik löscht Schlagzeug aus.

Keine gute Idee: Videoarbeiten, die eigentlich Kurzfilme sind. Noch schlimmer: Videos, deren Storyline man zusammenfassen kann. Tatsächlich finde ich, dass Narrativität komplett gegen das Medium geht.

Gleiches Objekt, zwei leicht gegeneinander verschobene Perspektiven gleichzeitig. Schnitt/Naht in der Mitte.

Zwei Schirme, gleiches Objekt, gleiche Perspektive, zeitlich leicht gegeneinander verschoben.

Cluster in den Goldberg Variationen.

Interessanter, wenn man nicht weiß, ob überhaupt etwas passiert, als wenn dauernd etwas passiert.

Riesiger, kahler Bogen, durch dessen Ruine man in den dunkelblauen Nachthimmel starrt.

Blind: Liste von Zitaten ist Gedicht.

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Heimsuchung

Man muss sich klar machen, dass man ja wirklich jeden Tag schläft, jeden Tag in eine Welt hinabsteigt, die man nicht kontrollieren kann, und von der man in der Regel nicht weiß, dass man in sie hinabgestiegen ist, während man sich in ihr befindet. Mord.

Was wir wichtig fanden – und wie lange es her ist. Was wir können, und was wir nicht können.

Laufen lassen vs. Schneiden, zum Beispiel. Der Eingriff.

Ehem, what, where?

Schwarzfilm = Weißes Rauschen

Verschiedene Grade von weißem Rauschen

Knacksen

Sprechen: 16tel
Singen: 8tel

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Zitat als Autorität

MMM: schlechte Witze aber subtil = gute Witze

1.) Anschläge/Takt vs. Anzahl Töne
2.) Unterteilungen/Takt vs. Anzahl Anschläge

Verhältnis Anzahlt Töne/Anzahl Anschläge:
Wenn 1 Tendenz zu Tonwiederholungen

Streichquartett: Viel zu viele Töne, vielleicht aber auch o.k., muss dann total durchgeknallt werden als Stück.

Unterteilung/Schlag hochrechnen auf Unterteilung/Takt – was dann heißen würde, dass es nur eine Unterteilung je Takt je Stimme geben kann. Abgesehen von Subunterteilungen = Verzierungen

Komisch, dass es im Fernsehen immer um Verrat geht. Muss mit der Dauer zu tun haben.

Mehrklänge NICHT als Sammlung von Tonhöhen behandeln

Verzierungen als
Binnenrhythmus
Körperrhythmus
Gesten

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Club der Lahmärsche.

Anzahl Anschläge je Schlag
Anzahl Unterteilungen horizontal
Anzahl Unterteilungen vertikal

Verzierung keine/alle
Anzahl Anschläge Verzierung
Unterteilungen Verzierung

Overruling

Ist eine Skala eine Verzierung?

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Studie in Slapstick

Es ist eben letztlich völlig egal, was da passiert, Hauptsache es passiert überhaupt etwas. Oder eben gar nichts. Ist ja auch was. Die Reihe für den Moment. Die Pause für den Moment. Die Nicht-Aktivität. Total gegeneinander schneiden. Wie die Doofen. Impro. Soviel davon, in der Lage, mit den Instrumenten usw.

Und das Gegenteil davon wäre der Übergang. Der Schnitt auf den Schnitt. Was ist von da nach da passiert? Was bedeutet das? Fläche gegen Punkt.

Klar fühlt man sich sicherer, wenn man weiß, wo es hingegen soll.

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Mögliche Themen.

Keine Arbeit: Es ist natürlich interessanter, wenn es keine Arbeit ist. Oder?

Ausgewählte Samples vs. systematische Samples

Damit könnte man doch?

the day Wakamatsu died

Können wir das bitte noch harmloser haben? Nee, ich meine total harmlos, ich meine, absolut total harmlos, so dass es absolut niemandem wehtut. Nee, noch harmloser. Ja, ja – super! Bitte nicht wehtun. Bitte niemandem wehtun. Geht doch. Ist doch super.

self sample

Interessant, dass beim Essen winzige Portionen genügen, um den Hunger zu stillen. Man isst dann meistens weiter, weil man das Gefühl hat, es lohnt sich nicht, so wenig zu essen.

wahnsinnig ruhig

der falsche Schnitt ist immer der schönste: Schnitt als Schnitt

es geht eigentlich nicht so sehr darum, zu gewinnen, sondern gut zu sein
gewinnen ist eher sowas wie ein Zubrot
aber gut sein ist der Hauptgewinn

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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ich versucht

Es ist natürlich klar, dass sich Form nicht immer selbst generieren muss. Man könnte auch einfach sagen, das will ich hier, dies dort haben. Wie man vielleicht einen Raum einrichten würde. Auch wenn das dann eher in Richtung Geschichte erzählen geht.

Toll natürlich, wenn Form und Material miteinander identisch sind. Aber eben nicht die einzige Möglichkeit, Zeit zu strukturieren. Das Gegenteil wäre dann wahrscheinlich flächiger, deutlicher, auch gröber. Klare Materialformen, die gegeneinander gesetzt werden.

regelmäßiger Schlag ist an sich schon Wiederholung

Ganz lange etwas beibehalten, und dann plötzlich umschlagen lassen. Wie manche Dancetracks: Eine rohe, ultradeutliche Form. Nerven behalten.

Kurze Geistesblitze, die sofort wieder verschwunden sind. Wenn du sie nicht sofort aufschreibst, sind sie weg. Subtilitäten des Denkens. Kurzzeitig die Dinge in einem anderen Licht sehen. Für eine Sekunde etwas verstanden haben. Oder glauben, dass man etwas verstanden hat. Hätte sich ja auch als kompletter Unsinn herausstellen können, wenn man es aufgeschrieben hätte.

da stell ich dies rein, und da stell ich das rein

könnten wir nicht?

wollen wir?

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Gefahr

Parallelismus

Traum

uneigentlich

hoffend, dass der kommende Tag nicht so fürchterlich sein möge wie der vergangene

als Haltung natürlich auch authentizistisch: darauf achten, dass

alles ganz leise: wo laut war, muss leise werden

you have reached the limits of control

alles doppelt: Kaum zu glauben, dass Graphik so effektiv sein kann

self-sample: Schnitte nicht am Taktstrich, also materialgemäß, sondern taktübergreifend. Neues Material durch unsachgemäßes Sampling generieren

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Bild ohne Ton

Einfach kopieren, und zwar wörtlich, was wäre das? Erstmal wäre es eigentlich keine Kopie, sondern das Original, denn es geht ja um Noten, nicht um Töne, und Noten verändern ihren Sinn nicht, wenn sie von anderer Hand geschrieben sind. Es würde sich also z.B. nur der Name des Komponisten ändern, oder der Titel, oder die Auswahl der Sätze. Aber es wäre eben keine Stilkopie, und auch kein Zitat, sondern etwas anderes. Ich zitiere einen ganzen Satz. Ich zitiere eine komplette Satzfolge. Es gibt keinen Rahmen für das Zitat, sondern eben nur das Zitat.

and then it’s o-ver

Spectrum/Captain Memphis: Total vernoiset, ganz geil.

TEMPS
L’HABITUDE

Zeit
Langeweile
Folter
Doku

Don/Richter: Wäre interessant, auszuprobieren, was da passiert. Unterschiedliche Zeitfenster. Du hast jetzt nur Zeit für. Da muss jetzt alles rein. Oder weglassen. Was da nicht reinpasst, fällt weg. Wird abgeschnitten. Nachvollziehbar, spürbar allerdings nur, wenn das Material über diese Schnitte hinausstrebt (Bewegungsenergie, unterbrochene Wiederholungsschleifen oder implizite Proportionen).

Exponentialfunktion: Viel viel vs. viel wenig

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Medienwechsel/Offenheit

Sound: Tatsächlich ja doch ziemlich entscheidend dafür, ob wir etwas mögen oder nicht, wenn der Sound nicht stimmt, ist es ziemlich schwierig, dennoch überzeugt zu sein. Bisschen vielleicht wie ein Fingerabdruck, nicht wirklich manipulierbar, nicht wirklich kontrollierbar, definitiv keine intellektuelle Entscheidung.

absolute Kontinuität, totale Intensität, dumpfes Pulsen: Wahrscheinlich nur mit Klangmanipulationen, die individuellen Ausdruck verhindern, auf Instrumenten möglich (luxury problems). Verdecken, nur halb durchscheinen lassen.

Kontinuität: Nur Rauschen, ganz leichte Andeutungen von Ton. Studie. Den GEGENSATZ zwischen Ton und Rauschen absolut vermeiden. Ja nicht das Eine aus dem Anderen entwickeln. Rauschdreiklang. Immer wieder. Anschwellen/abschwellen. Zu schnell. Was machen die da überhaupt?

Na ja, ist ja klar: Wenn’s läuft, sind alle zufrieden, dann hat man alles richtig gemacht, wenn nicht …

hätte schreiben können
die vielen Stücke
die man

ganz lustig, dass, wenn ein Stück fertig ist, man wirklich in einer anderen Welt steht

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Heterophonie

Was ist denn das hier, was passiert da?

untrue, Einleitung: Versionen ineinanderschneiden.

Größte Bewegungsdichte festlegen, dann auf verschiedene Schlagtempi runterrechnen.

Das Fade

Das Staubige

Text komplett setzen und dann cutten.

mehr Glück für alle

work of fuckin art

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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Richter/Loch

Ausdrucksdaddelei zum sterben langweilig. Interessant, dass das dar nicht mehr geht. Andererseits gibt es eben schon daddelartige Musik, die dann doch funktioniert, meinetwegen Black Bananas. Als ob da das Gedaddel beherrscht wäre, ausgearbeitet wäre, als Komposition funktionieren würde. Bisschen wie eine Intelligenzentscheidung gegenüber einer Gefühlsentscheidung. Auch das Überspitzte funktioniert dann viel besser. Echtes Überspitzen ist vielleicht auch eher eine Frage der Konstruktion als des direkten Ausdrucks.

Medienwechsel: Bisschen problematisch, wenn es nur darum geht, Dinge zu zeigen, die man sonst auf der Bühne nicht sehen könnte. Interessanter wäre ein unnötiger Medienwechsel um des Wechsels willen. Also willkürlich, nicht vernünftig. Nicht praktisch.

Nicht unbedingt die Frage, warum folgt b auf a, sondern was ist zwischen a und b. Was passiert da?

Wen man so will: Was ist da, wo der Punkt steht? Was passiert zwischen zwei Sätzen? Letztlich eine tote Zone. Einfach Dinge aneinanderkleben. Zukleistern. Dann merkt man’s nicht mehr. Rhythmus z.B. könnte eine Lösung sein. Prosa. Und das Objekt der Gegenstand.

Die Löcher zwischen den Sätzen. Alles nur Kleber.

Oder: Das dazwischen, und das, wozwischen es ist, trennen. Auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Sozusagen die Kanten extra komponieren.

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goldenes Licht

Die Bühne wird in tiefe Melancholie gehüllt sein. Trauer sinkt auf das Publikum herab. Langsames Stampfen.

4.10. 12:23
5.10. 15:52

3 Tage
7 Monate
9 Jahre

Lustig ist eine Kategorie des Geistes

Merkwürdig, wenn dann ein Entzündung einfach so wieder verschwindet.

ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-

nom

form follows energy: Was wäre das denn in Musik? Was wären denn Regeln, die innerhalb eines bestimmten Aspekts/Parameters Sinn ergeben, die man aber normalerweise nicht verwenden würde, weil sie alle anderen Parameter bizarr verformen würden? Und genau das wäre dann das Tolle daran: Das man einen einzelnen Parameter auf Kosten aller anderen Parameter durchgesetzt hat, und das Ergebnis exakt dadurch sinnvoll-sinnwidrig und deswegen interessant ist. Dass man das Ergebnis nachvollziehen, aber dann eben doch nicht nachvollziehen kann. In gewisser Weise etwas gegen jedes gute Benehmen/Geschmack durchsetzen und eben dadurch eine höhere Form von Geschmack beweisen. Für den Moment.

alles böse
alles schlimm
alles schlecht
alles egal

still
leise
halb laut
laut
ganz laut

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Eule

liegt auf dem Rücken, möchte am Bauch gekrault werden

Keine zu genaue Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen soll, haben, schränkt die Arbeit zu sehr ein. Auch grundlegende Veränderungen während der Arbeit zulassen.

Hände, wie von jemand anderem, als gehörten sie nicht mir.

Shredderklang

Schmeckt ein bisschen wie Milch.

Ich war relativ sicher, dass es egal ist, was ich mache. Fehler müssen auch gut sein, müssen stehen bleiben können, müssen bis zu einem gewissen Grad auch erkennbar sein, sonst ist es nicht interessant. Fehler erzwingen. Ooops – lauter Fehler! Konzept 100% Fehler.

– Memory is a wonderful thing if you don’t have to deal with the past.
– Interesting.

Normalerweise kommt dann jemand von hinten und überrascht die Person im Bild, die sich unbeobachtet gefühlt hat. Die Kamera steht also für den Beobachter, der Zuschauer ist der Beobachter, gerade weil das Bild suggeriert, dass niemand zuschaut.

wenn er so aus dem Bild herausschaut, wird er gleich … Ja, was eigentlich? Ist das wirklich nur die Richtung des Blicks? Ist es die Art des Blicks? Weiß der Schauspieler, wie er schauen muss, um bei uns eine bestimmte Erwartung zu erzeugen? Hat das irgendetwas mit Realität zu tun, schaut man wirklich so, wenn etwas dieser Art auf einen zukommt? Oder ist es eine reine Filmsprache, die irgendjemand irgendwann erfunden, entwickelt hat, und die sich dann langsam verfestigt hat, bis sie zu einer fixierten Gramatik geworden ist, die jeder, der jemals mit Film in Berührung gekommen ist, beherrscht. Wenn das so wäre, wäre es natürlich extrem interessant, herauszubekommen,wie sich die Bausteine dieser Grammatik langsam herausgebildet haben, wer sie zuerst angewendet hat, wer sie weiterentwickelt hat, und ab wann sie einfach nur noch übernommen wurden.

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noch mehr

Männer haben wirklich eine bescheuerte Art, sich auszudrücken.

Anri Sala: Einsatz Material Aufwand. Man kann nicht alles gleichzeitig sehen, weil man nicht in beide Richtungen gleichzeitig schauen kann. Entscheidung. Mit anderen Worten: Man kann nicht vermeiden, dass man etwas verpasst. Platzierung der Leinwände. Statt der Frage, schaut man es sich ganz an, stellt sich die Frage, schaut man es sich zweimal an. Und dann eben auch wieder nicht: Plötzlich nur eine Leinwand. Aber es KÖNNTEN mehrere sein, weiß man. ANGST es könnte etwas passieren. Durch exzentrische Positionen Beobachterplazierung erzwingen. Bildschirm entspricht nicht Spielort. Unerklärt. Bisschen aufgemotzt natürlich.

Wolkenschichten übereinander: Diffus, klar umrissen, homogen, zerfasert, Streifen, Fächer, Decke, Tupfen, Kräusel, Wellen.

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Fliege in 3D

Direkter Effekt: Schielen

He Said She Said 2001

Last Year Helloween Fell On A Weekend 2004

320 x 243,8 cm

Abbildung neu zusammensetzen, falsch zusammensetzen, verschieben, digital/analog, und dann nur noch Abbildung, hässlich, digital aufgerauht, Geste, das Verschmieren digitalisieren, digitaler Staub, Cut, Knacksen, leichter Bruch, Ausschnitte wie Bilder, So You Do Not Like It, Farbe, Foto, verkleinern, zusammenrücken, neue Farbe, Spachtel, digitales und analoges Wischen, Streifen zusammensetzen, Überlagerungen, Markierungen, Gedächtnis, Erinnerung: War ein Bild.

Noch mal drüber
Und noch mal drüber
Und noch mal drüber

Polaroid-Erinnerungen
Arbeitsschritte

Falsch

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Formalistische Verzerrung

7 fuckin’ years.

Wahrscheinlich geht das wirklich nicht, dass man einem Text einfach Noten zuordnet. Wirkt lächerlich, fast ironisch. Würde vielleicht als Sprechrhythmus gerade so durchgehen. Weil das Sprechen nicht so deutlich zwischen akustischer Haupt- und Nebeninformation unterscheidet wie das Singen. Also allenfalls Abstufungen – oder eben gar nicht.

Es hilft auch nichts, wenn der Rhythmus komplex ist – wirkt fast noch komischer/deplazierter. Als ob man sich einen Ort anmaßt, der einem nicht zusteht. Weil er nichts mehr bedeutet. Sonst müsste man das Genre insgesamt akzeptieren. Wozu man logischerweise keine Lust hat.

Vielleicht genau das Gegenteil: Völlig mechanisch mit dem Text umgehen. Diese bescheuerte Einfühlung/Ausdeutung weglassen. Denn auf die Sprachmelodie eingehen ist ja letztlich nichts anderes als ausdeuten.

Nullausdehnung, horizontal und vertikal: Es gibt keine horizonale Nullausdehnung ohne vertikale Nullausdehnung, es sei denn: Staccato-Akkord, Staccato-Klang, statt Staccato-Ton.

Wenn der Einsatzabstand kleiner als die Ausdehnung ist, überlappen sich die einzelnen Elemente. Wäre bei Wörtern eine lustige, ziemlich formalistische Verzerrung.

Lieblingsfilme ever:
Wild Bunch
A Touch of Zen

Krieg: Sich selbst überholen, an den Rändern ausfransen

Szenen verzahnen

Silben
Worte
Zeilen

canon for one voice

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Arbeit/Erfahrung

Problem Auftakt: Taktinkontinenz. Wäre dann eher der Strich, die Grenze, als das Gebiet.

Instrumente, um Zeitmaß klar zu machen? Ist das die Funktion der Begleitung? Minimaleinsatz Pulsstütze.

Auf Zwischenakzente verzichten: Entweder ja oder nein.

Alles vom Schlag her denken, auch das Material. Das Material ist sozusagen ein mehr oder weniger raffinierter Schlag.

Das Ensemble ist ausschließlich dafür da, die Stimme zu unterstützen.

Takt wahrscheinlich doch als Sinneinheit GEGEN Stimme.

Keyboard als Controller für das komplette Elektronik-Geschreddere (Anfang Kolik).

Ensemble Mosaik: Elektronik und Video. Kein Schlagzeug. Kein Klavier.

Schlachten: Vater und Mutter/Schwestern auseinandernehmen und erst am Ende wieder zusammensetzen? Also: ABCDE? Wäre wahrscheinlich nicht doof.

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Verlust

Das große Problem von Short Stories ist, dass sie immer eine Pointe haben. Wenn nicht, besteht genau darin die Pointe. Bringt das Format mit sich. Wenn man das unterlaufen könnte, würde man das Genre neu erfinden.

Schlag: Regelmäßige oder unregelmäßige Rasterung der Zeit, auf die das Material ausgerichtet oder nicht ausgerichtet gelegt werden kann.

Takt: Gruppierung von Schlägen mit gleicher oder ungleicher Gewichtung als Struktureinheit oder einfache Zähleinheit.

Betonung im Material/Betonung im Schlag

Kontrolle durch das Auge: Wenn Du den Cursor nicht siehst, bewegt er sich nicht.

alle Silben betonen/keine Silbe betonen

laut singen, ohne zu betonen
leise singen, aber trotzdem betonen

Faktisch ist bei lautem Singen quasi alles betont, nur die Begleitung/das Metrum differenziert zwischen betont und unbetont.

Nochmal anders gesagt: Betonung ist überhaupt nur eine Frage der Lautstärke, des Schalldrucks.

etwas sinnvolles tun, wie z.B.

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So many.

Less Talk
More Action

Charaktere, die in der Erinnerung zusammenfließen: Lateinlehrer/Französischschüler. War der nun so und der so oder andersherum oder waren sie vielleicht wirklich beide gleich/ähnlich?

Warnpiepsen Mikrophonpfeifen

Elektronik als Zitat: Wäre eine Möglichkeit, ein Instrument daraus zu machen.

It’s all much worse than you think.

PR: Ich verändere Material, indem ich es unverändert wiederhole. Die Aussage ist: Das Verhalten des Materials zur Häufigkeit seiner Wiederholung.

Bild mit Ton hier wesentlich prägnanter in der Wahrnehmbarkeit von Schnitt und Wiederholung – auch wenn sie gegeneinander verschoben sind.

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Einfach irgendwas.

Was machen die denn da?

Jetzt machen die das. Und jetzt …

Instrumentation gegen Material verschieben. Material homogenisieren.

Artikulation = Material oder so.

Oder eben kontinuierliche Materialveränderung auf plötzliche Instrumentationswechsel legen. Hard Edge vs. Soft Edge.

Etwas bleibt gleich, und etwas ändert sich total, und zwar egal, was die Struktur nahelegen würde. Oder: bleibt auch gleich, aber an ganz anderer Stelle. Zwei völlig verschiedene Strukturen aufeinander gelegt. Oder: Ähnliche Strukturen, aber stark gegeneinander versetzt, oder sich gegeneinander verschiebend.

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seelische Kraft

Nochmal zu Montage: Gerade wenn ein Film quasi ausschließlich aus langen tracking shots besteht, wie Satantango, wird deutlich, wie wenig die Filmtechnik unserer normalen Art, die Welt anzuschauen, entspricht. Es ist eigentlich so, als würde man die ganze Zeit mit größter Aufmerksamkeit starren, und den Blick nur ganz langsam von einem Objekt abwenden und einem anderen Objekt zuwenden – als ob der Raum zwischen den beiden Objekten genauso wichtig wäre wie die Objekte selbst. Als ob wir also eigentlich gar kein Interesse an diesen beiden Objekten haben, sondern quasi zufällig unseren Blick vom einen zum anderen schweifen lassen würden. Ein quasi objektiver, interesseloser Blick auf die Welt. Als künstlerisches Mittel natürlich absolut sinnvoll, wenn diese Art des Blickes evoziert werden soll, und in einem Film wie Satantango in der Verweigerung von Emphase auch wieder emphatisch, aber unserer Art zu schauen grundsätzlich entgegengesetzt, also betont künstlich, im Gegensatz zu der scheinbar naheliegenden Annahme, dass Montage künstlich, weil zusammengesetzt, und tracking shot natürlich, weil einfach ist. Ein schneller Kameraschwenk wirkt ja im Übrigen wie eine Montage, außer daß dem Weg als optisches Phänomen mehr Bedeutung zugewiesen wird, als dies im realen Blickwechsel der Fall wäre. Noch einmal also: Montage ist die perfekte Methode, unseren Blick auf die Welt abzubilden – wenn man das wirklich will. Vielleicht ist es eben gerade interessant, etwas anderes zu tun. Nur das Argument der Einfachheit, Natürlichkeit ist absoluter Unsinn. In Wirklichkeit ist der tracking shot extrem künstlich.

Fuck Überlegenheit.
Destroy Distinktion.

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Form und Dauer

Bela Tarr, Satantango: Ziemlich perfekt durchgeführt, wie ausgerechnet, eigentlich keine Schwächen und vor allem auch keine Peinlichkeiten, immer wieder überraschend, wie brutal ein Schnitt einschlägt, wenn er nach einer langen Einstellung an einen anderen Ort/eine anderen Zeitpunkt springt. Man fühlt sich eigentlich um das, was dazwischen liegt, betrogen, als ob es gewaltsam aus dem Ablauf herausgenommen wäre. Auch der Schnitt selbst, der exakte Zeitpunkt, an dem zwei Einstellungen aufeinandertreffen, bekommt eine eigenartige Virulenz, als ob rein optisch etwas passieren würde, das man eigentlich nicht versteht – so schnell nicht nachvollziehen kann. Als ob das Auge nach der langsamen Entwicklung der langen Einstellung sich nicht so schnell auf das optische Phänomen des Schnitts einstellen könnte, als ob nur die Überblendung dem Auge die nötige Zeit gegeben hätte, sich auf die nächste Einstellung vorzubereiten, den Übergang von einer Einstellung zur nächsten zu verstehen. Insofern Schnitt als Raub, als brutaler Eingriff, als Fehlstelle. Totaler Gegensatz zur Montage, in der das Auge den Schnitt gar nicht bemerkt.

Lange Stücke und sehr lange Stücke.

Durch das Streichquartett führen.

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Noch einmal zum Horrorfilm:

Vorbereitung
ohne Vorbereitung

In gewisser Weise NUR die Vorbereitung interessant, NICHT die Erfüllung. Die eigentliche Tat ist dann eher eine Erleichterung, weil man endlich weiß, was passiert. Je länger die Vorbereitung, je länger die Ungewissheit, desto länger der Kitzel. Man hat nur Angst vor dem, was man nicht weiß. By the way: Gilt das auch fürs echte Leben? Kein ganz unwichtiger Punkt, auch arbeitstechnisch.

Glaubwürdigkeit
Vorurteile

Casting: Interessant, dass NICHT alles möglich ist. Gelungenes Casting ist meistens Erfüllung von Vorurteilen mit geringfügigen/wenigen Abweichungen. Wenn die gesamte Besetzung den Erwartungen entspricht, kann ein Charakter völlig herausfallen und damit vielleicht auch die anderen Charaktere in ein neues Licht setzen. Gleichzeitig verschieben sich sicherlich auch Erwartungen, Abweichungen werden zu neuen Erwartungen, von denen wieder abgewichen werden muss, um das Ganze lebendig zu halten. Einmal akzeptiert, wird eine Abweichung sofort normal, gehört zum Repertoire und kann auch entsprechend bedient werden. Trotzdem unwahrscheinlich, dass man eine Besetzung aus lauter Abweichungen zusammenstellen könnte. Wäre aber interessant, was passieren würde. Es dürfte natürlich nicht zu unwahrscheinlich werden, aber die meisten unserer Erwartungen haben eher mit Typen als mit erkennbaren Fähigkeiten zu tun, so dass Abweichungen ohnehin schwer zu widerlegen sind. Es hat also wirklich mehr mit Akzeptanz, Vorstellungsvermögen, als mit Durchschauen, Nachrechnen zu tun. Was wäre, wenn der bescheurt Aussehende der Intelligenteste wäre? Wenn der brutal Aussehende der Feinsinnigste wäre? Usw.

Auch das hat natürlich ziemlich viel mit dem echten Leben zu tun: Dass wir bestimmten Leuten auf Grund ihres Äußerens, aber auch auf Grund ihres Benehmens bestimmte Dinge nicht zutrauen, sowohl im Positiven, als auch im Negativen. Und wir völlig vor den Kopf gestoßen sind, wenn sie es dann doch tun. Das hätte ich niemals gedacht. Es reicht ja eine Bemerkung, die man nicht erwartet hätte, und unser Weltbild gerät für kurze Zeit aus den Fugen.

Was aber natürlich nicht heißt, dass wir auf unsere Vorurteile verzichten könnten: Sie helfen uns, Dinge einzuordnen, nicht alles ständig neu zu überprüfen, kürzere Wege zu gehen, die wahrscheinlichere Option zu ziehen.

Und, ganz klar: Das Set der Erwartungen mag für die meisten ähnlich sein, gleich ist es ganz sicher nicht. Man versteht oft an Nebenbemerkungen, dahingeworfenen Beobachtungen, dass unsere Selbstverständlichkeiten überhaupt nicht mit den Selbstverständlichkeiten anderer Leute übereinstimmen müssen.

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Pray to God, but row for shore.

In a string quartet you more or less know everything. So you have to CREATE THE UNKNOWN. Was interessiert, ist das, was man nicht weiß, logischerweise.

Mikroton-Abweichung = Polyphonie? Also daraus eine STIMME machen? Analysieren. In EINER Stimme ist die Abweichung klare Absicht: Eindeutigkeit.

Womit anfangen? Was ist die Hauptstruktur – wenn es überhaupt eine gibt?

Vielleicht geht es ja gerade um die Dinge, die man NICHT hört?

etwas abmalen vs. etwas konstruieren

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Doch eines Tages

Wie ist das: Ist Tonhöhe noch der entscheidende Parameter, der uns eine Struktur als einstimmig oder mehrstimmig wahrnehmen lässt? Wahrscheinlich.

Ist dann letztlich gar nicht so viel, was man auf einer einfachen Ebene parametrisieren kann.

Geisteskraft: Wenn du müde bist, kannst du keine Entscheidungen treffen. Entscheidungen sind keine Frage der Vernunft, sondern der verfügbaren Kraft. Kunst besteht fast ausschließlich aus Entscheidungen, deshalb muss man ausgeruht sein, um arbeiten zu können. Oder sich gerade die Entscheidungskraft wegarbeiten.

Zu wissen, wie das Ergebnis aussehen soll, bedeutet noch lange nicht, dass man auch weiß, wie man da hin kommt. Normalerweise braucht es viele verschiedene zusätzliche Motivationen, um eine Struktur auch wirklich ausführen zu können.

Anfang Streichquartett: Was hält mich hier außer der Grundidee am Laufen, was kann ich zusätzlich machen, um die Dinge am Laufen zu halten? Im Grunde Tricks, private Überzeugungsarbeit, die hier gefragt ist.

Technik als Überzeugungsarbeit.

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Let the wind speak

Gibt es einen Übergang vom Ton zum reinen Rauschen (Maurizio)?

Unendliche Abstufungen zwischen Ton und Rauschen (NICHT entweder/oder, höchstens Mischung als Abstufung)

Streichquartett nicht aus Schattierungen, sondern aus distinkten Stufen (die dann aber gegen unendlich verkleinert werden können) konstruieren

Ist das Gleiche für die Oper möglich: Einheit Text, Einheit Wort, Einheit Silbe?

Matrix auf Text anwenden?

distinkte Abstufungen der Stimmfarbe (s.a. Bläser): warum nicht?

An irgendeinem Punkt Entitäten überlappen lassen, verschwimmen lassen, ununterscheidbar machen: Grenzen verschwinden lassen, auch wenn sie die KONSTRUKTION nach wie vor bestimmen.

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Abschnitt I

Anfang mit einzelnen, von Pausen getrennten Impulsen als Entitäten perfekt, um das Stück in Gang zu bringen und die einzelnen Parameter in Arbeit zu setzen.

Schauen, was kommt, und dann ändern.

Das möglichst lange Festhalten an einer Form von Material (mit internen Varianten) und schließliche Umkippen in eine andere Form von Material ist natürlich auch eine Form von Spannungserzeugung = Suspense. Ich halte es nicht mehr aus. Saugt Luft durch die Zähne ein.

Wie lange bleibt eine Variante eine Variante, ab welchem Grad von Veränderung kippt sie um in etwas Neues?

Auch Spieltechniken in der Zeit erfinden. Du musst nicht alles gleich am Anfang wissen. Teil der Arbeit, nicht der Vorarbeit.

Binnendramaturgie

Binnenvarianten

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Keep It Real

Was ist die Grundeinheit?

Matrix des Stückes zusammen mit dem Stück selbst entwickeln: Buchführung, Rechenschaftsbericht, Selbstkontrolle. Das Interesse ändert sich, der Fokus ändert sich, die bespielten Parameter ändern sich.

Es kann klare, es kann aber auch nur ungefähre, verschwimmende Formgrenzen geben. Einheiten können klar getrennt sein oder auch miteinander verschwimmen. Verschwimmende Formgrenzen müssen nicht den Charakter eines Prozesses haben. Ich schreibe gerade die Matrix für den Moment. Entscheidungen in der Zeit – am offenen Herzen operieren. Tatsächlich verschwimmen die Formgrenzen, wenn Parameter an jeder Stelle unabhängig voneinander ausgetauscht werden können. Es könnte sich herausstellen, dass gerade die Parameter, die gerade nicht bearbeitet werden, für die Form des Stückes am wichtigsten sind, weil sie unverändert bleiben und den jeweiligen Abschnitt zusammenhalten/seinen Charakter bestimmen.

Wie eine Matrix mit ständig wechselnden, voneinander unabhängigen Parametern schreiben?

Eigentlichkeit brechen. Who did it? Beethoven? Feldman? Spahlinger? Wenn etwas für etwas anderes steht, beispielsweise für ein Konzept, ist es dann uneigentlich? Intellektueller Gehalt.

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Entität

uneigentliche Musik = intelligente Musik?

Immer nur eine Veränderung oder Zahl der Veränderungen pro Wechsel eigener Parameter? Grad der Veränderung vs. Zahl der Veränderungen.

Wird ein Stück durch exzessive Vordisposition uneigentlich? Und ist das die Qualität, die wir suchen?

Mehr als 4 Veränderungen möglich d.h. mehr als eine je Ton/Aktion? Element = Aktion, d.h. Doppelgriff ist quasi 1 Ton.

Das würde aber bedeuten, dass der Veränderungs-Parameter quasi der führende Parameter ist, der nicht erweitert werden kann, sondern den gesamten Abschnitt/das gesamte Stück reguliert.

Könnte auch die gesamte Form regulieren – muss aber nicht: Form-Grenze könnte mit besonders hoher Zahl an Veränderungen zusammenfallen, könnte aber auch einfach Anwendung der Veränderung auf einen besonders wichtigen, bis dahin unveränderten Parameter bedeuten.

Wie gesagt, Parameter können auch ausgetauscht werden und so Formgrenzen markieren. DAS ist JETZT der wesentliche Parameter, das SIND jetzt DIE wesentlichen Parameter: Können ad hoc-Entscheidungen sein.

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zu einfach

Streichquartett Variantenoptionen Anfang:

wer spielt/wie viele spielen

Mikrotonhöhe/Nebentonhöhe/Tonhöhenwechsel

Spielweise/Abweichung von Spielweise

Geräuschhaftigkeit/Tonhaltigkeit/Abschattierung in der Instrumentation

u.U. rhythmische Abweichung innerhalb Homorhythmik/Abweichung von Homorhythmik

Tonhöhenverlauf, quasi Modulation, quasi Melodie

Tonhöhe muss schwierig zu erkennen bleiben: Ungenauigkeit der Wahrnehmung, Undeutlichkeit, Zweifel am Ohr, Nebenprodukt oder Hauptsache, Fehler oder Absicht. Dann überdeutlich, quasi Oktave.

stabiler Zustand/Verlauf/Prozess

Antiespressivo als Espressivo/Antipoesie/sehr lange kein gestrichener Ton/dann Ultraespressivo

Climax vs. Schnitt: Stabiler Zustand = retardierendes Moment = Climax? Mit Tempo und Dynamik unterstützen.

Quasi weiche Parameter, Parameter, die das Material modellieren, können aber logischerweise auch zu harten Parametern werden. Zwischen weichen und harten Parametern hin und herspringen, umschalten. Der Fokus ist immer der harte Parameter.

Dinge müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, um zusammenzupassen. Naivität der Überleitung, des Zusammenhangs. Satz als Satzteil. Umspringen als Form.

durchgehend einstimmig gedacht, Mehrstimmigkeit nur als Abweichung

jeder neue Parameter überlagert die alten Parameter und erweitert sie

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Make It New

Jetzt ist halt die Frage: Was ist das Objekt, was ist die Verarbeitung? Muss das Objekt vollständig dargestellt werden, um überhaupt dargestellt werden zu könne? Würde es bei einer vollständigen Darstellung Sinn machen, Frequenzbänder auszutauschen, also konventionell gesprochen Umkehrungen innerhalb des Objekts herzustellen? Das könnte dann beispielsweise heißen, dass breite Frequenzbänder mit viel Tonbewegung aus dem Bassbereich in den Sopranbereich wandern, und enge Frequenzbänder mit wenig Tonbewegung aus dem Sopranbereich in den Bassbereich. Vom Gefühl her klingt das ein bisschen zu simpel, ein bisschen zu mechanistisch überlegt, ein bisschen zu manipulativ, genau das könnte aber natürlich auch ein Vorteil sein.

Vom Gefühl her erfolgsversprechender scheint mir aber zu sein, aus einem vollständigen Klangobjekt einen bestimmten Frequenzbereich herauszunehmen und diesen dann nach oben oder nach unten zu versetzen. Das könnte dann heißen, dass eine Tonhöhenstruktur, wie sie innerhalb des Originalobjekts im Sopran erscheint, plötzlich im Bassbereich auftritt (Liegetöne mit geringer Tonhöhenveränderung), oder eine Tonhöhenstruktur, wie sie innerhalb des Originalobjekts im Bass erscheint, plötzlich im Sopranbereich auftritt (expressive Linie mit großen Intervallsprüngen). Allerdings: Schon in der Beschreibung fühlt sich das nicht wirklich natürlich an. Wiederum andererseits: Wer sagt denn, dass es sich natürlich anfühlen muss?

Letztlich sprechen wir bei Umkehrungen natürlich über Oktavtranspositionen. Bei der Herausnahme von einzelnen Frequenzbändern oder Frequenzbereichen wäre nicht unbedingt klar, ob nicht auch andere Transpositionen außer der Oktave angewendet werden sollen, z.B. um eine bestimmte Tonlage eines Instrumentes oder einer Singstimme herauszubringen. Allerdings eher weniger sinnvoll, innerhalb des gleichen Objekts gleichzeitig verschiedene Transpositionen einzusetzen. Es sei denn, es ginge darum, das Objekt vollständig zu verfremden.

Ein Spezialfall der Transposition wäre in diesem Bereich der Frequency Shift oder die Kombination von Frequency Shift und Transposition. Frequency Shift ist sozusagen eine in Hertz gerechnete Transposition, die für unsere Ohren das Ausgangsmaterial verzerrt, nämlich bei Shift nach oben dehnt und bei Shift nach unten staucht, so wie Transposition sozusagen eine in Cent gerechneter Frequency Shift ist. Die Kombination von beiden kann beispielsweise zu der paradoxen Situation führen, dass ein Frequenzbereich nach unten geshiftet und nach oben transponiert wird, bis er im ursprünglichen Tonhöhenbereich stark gestauchte Tonhöhenbewegungen aufweist, oder nach oben geshiftet und nach unten transponiert, so dass er im ursprünglichen Tonbereich stark gedehnte Tonbewegungen aufweist.

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Der Arme

Problemstellung: Du musst nicht alles nehmen! Du musst Dein Objekt nicht komplett abbilden!

Tatsächlich hast Du, wenn Du mit Soundfiles arbeitest, feste Objekte, auf die Du Dich beziehst. Es sind feste, fertige Objekte, die, auch wenn Du sie selbst aufgenommen hast, quasi außerhalb der Komposition stehen, nicht TEIL der Komposition sind, sondern OBJEKT der kompositorischen Darstellung. Die Komposition KONSTRUIERT das Objekt nicht, sondern sie STELLT ES DAR.

Dabei gilt für die aufgenommenen Klangobjekte grundsätzlich, dass die Frequenzbänder in Hertz gerechnet gleichmäßig und homogen über das gesamte Spektrum verteilt sind, d.h. dass der Ambitus und die Bewegungsart der Frequenzbänder in allen Bereichen des Spektrums in Hertz gerechnet homogen ist, dass aber aus genau diesem Grund Frequenzbänder, die in Cent umgerechnet werden, also letztlich dem Wahrnehmungsvermögen unseres Gehörs angepasst werden, nach oben immer enger und, auch wenn sie in Hertz wilde Sprünge vollziehen, in Cent im Wesentlichen auf Liegetöne reduziert werden.

Wenn man also die Frequenzbänder eines Klangobjekts in ihrem ursprünglichen Frequenzspektrum belässt, ist es unvermeidlich, dass die größten und auffälligsten Tonbewegungen im Bassbereich stattfinden, und dass die Tonbewegungen nach oben, in den Sopranbereich hinein, immer geringfügiger werden, bis sie schließlich völlig verschwinden und in das Erscheinen und Verschwinden von Liegetönen übergehen. (Das entspricht dann im Übrigen von Ferne der Bewegungsverteilung im Generalbass.)

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Oper als einfach nur Text verstanden.

Das ist eigentlich Form: Die Disposition von verschiedenen Werten auf verschiedenen Ebenen in der Zeit und ihre Beziehung zueinander.

Natürlich Form im konventionellen Sinn. Die Frage wäre aber, was Feldman (als einziger Gegenzeuge) wirklich dagegen vorbringen kann. Muss auf jeden Fall ein Thema bleiben, kann man nicht einfach vom Tisch wischen. Nur: Jetzt muss ich erstmal von der Oper zur Form zurück.

Was Stücke wie Maurizio oder auch M.B.R.M.M.P.P. betrifft: Wenn das Material und seine Grunddisposition feststeht – was es tut, wenn ich bei dem Konzept der quasi wörtlichen Übertragung bleibe – kann nur seine VERFORMUNG Gegenstand der formalen Strategie sein. Das wäre so etwas wie Filtern auf analoge/instrumentale Techniken übertragen, d.h. nicht die elektronischen Techniken nachahmen, sondern ihren Einsatz, ihre Verwendung. Allmähliche Veränderung, plötzliche Veränderung, Bass wegnehmen, Bass wieder einführen, wieviele Instrumente, wieviele Stimmen, wieviel Geräusch, wieviel Ton, wieviel Höhenanteil im Geräusch, wieviel Tiefenanteil im Geräusch, etc.

Also zum Teil doch direkte Übertragung von DJ-Techniken auf Instrumentalbesetzung. Die reine Transkription der Filtertechniken der Originale dürfte nicht ausreichen, um die Transkription zu strukturieren, da die Filterung in der Transkription durch den im Wesentlichen gleichbleibenden Klang der Instrumentalbesetzung eingeebnet wird. Natürlich auch, weil die Tonhöhen der Transkription im übertragbaren Bereich nur einen Teil des Originals wiedergeben.

Allmählich Instrumente wegnehmen, allmählich Instrumente hinzufügen, allmählich sul ponticello einführen, allmählich sul ponticello wieder wegnehmen, etc. NICHT Spieltechniken auf die Lautstärkegrade des Originals übertragen – Effekt ebnet sich über das Stück hinweg zu sehr ein. Daran schließt sich die Frage an: Lautstärken doch auch großformal einsetzen – also nicht nur abhängig von der Transkription des Originals. Sonst vielleicht zu eintönig, zu vorhersehbar. Wahrscheinlich auch zusätzlicher Einsatz von Pausen, Verzögerungen u.ä. notwendig – das akustische Material wird anders funktionieren als das elektronisch definierte.

tollste Musik: einen einzigen Akkord wiederholen (Reggae, Dub-Raum, u.ä.)

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Leiden

Montage: Müssen wir jetzt die Regie übernehmen? Und was wäre Regie: Form, Montage, Dramaturgie?

A Touch of Zen: Interessante Form, in der die Abfolge von Ruhe und Bewegung, Gegenwart und Rückblende quasi unabhängig voneinander durchgeführt werden. Die Mönche, auf die der Titel anspielt, erscheinen erst in einer relativ späten Rückblende, gehören aber dadurch, dass sie in dieser Rückblende auftauchen, an den Anfang der Geschichte, rahmen also in der erzählten Zeit die Geschichte tatsächlich ein, nicht aber in der erzählenden Zeit.

Ruhe/Bewegung
Vergangenheit/Gegenwart

Erzählstränge, die im Wesentlichen mit den verschiedenen Figurengruppen, aber auch mit Orten verbunden sind, in diese Struktur eingewoben.

Sollte man mal genauer untersuchen.

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KLARHEIT ALS HINDERNISS

Was brauchen wir jetzt hier (bei M.B.R.M.M.P.P.), was würde dem Stück helfen, was will es? Ist es nur eine Nervenschwäche zu denken, es könne nicht einfach so weitergehen? Wenn sich das Material verändern soll, wie könnte das sinnvoller Weise geschehen? Oder wenn anderes Material eingeführt werden soll, wo könnte es herkommen?

Das gleiche anders anschauen. Hm. Ist das noch eine sinnvolle Vorgehensweise? Auf der anderen Seite: Das einfache Entlangspazieren wirkt so irrsinnig spießig, oder? Noch einmal anders gefragt: Was ist das Statement? Wird das Statement durch Abwandlung eingelöst, oder wird das Statement durch Beibehalten eingelöst? Noch einmal anders: Was soll das Stück denn sein? Es war doch eigentlich klar, dass es ein homogenes Stück sein soll, quasi monolithisch, das nur EINE Idee, nur EINE Art von Material präsentiert.

(Was für die Oper ja im Übrigen ÜBERHAUPT NICHT geht! OPER KANN NICHT MONOLITHISCH SEIN. Oder eben gerade.)

Gut, dann haben wir hier das Problem im ganz kleinen: Wie aus der Falle herauskommen, woher den Gegensatz, das Andere, nehmen? Wenn Schnitte, dann gleich von Anfang an? Gleich den ersten Takt isolieren? Braucht Instrumentalmusik vielleicht diese Art von brutalem Schnitt, weil die Aufführung (Instrumente, Spieler, Raum, Publikum, Lebenszeit) das Stück ohnehin homogenisiert? Spannungsaufbau, Spannungsabbau (Lachenmann) – warum ist der in elektronischer Musik nicht notwendig? Oder gilt das nur für Pop? Und wenn ja, warum? Weil sich das Material so gut von selbst trägt? Weil das Material keine Erklärung braucht, sich selbst genügt? Ist Erklärung, Verarbeitung in populärer Musik vielleicht gerade schlecht, hinderlich, nicht angebracht, falsch?

Das Charakterstück: Notwendigerweise kurz. Mir wird es schon nach vierzehn Takten zu viel. Wie würde dann ein langes, oder sogar extrem langes Charakterstück (Maurizio) funktionieren, wie hält man es am Laufen? Alles letztlich Feldman-Fragen, die merkwürdigerweise niemand anderes so klar gestellt hat.

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Retrospektive

Tja, jetzt sind wir schon früher beim Thema Montage/Verarbeitung, als wir es wollten. Selbst M.B.R.M.M.P.P. scheint nicht ohne Montage zu funktionieren. Hier hätten wir dann letztlich eine ähnliche Konstellation wie in der Oper: Eine extrem lineare Vorgabe als Material, und das Problem, wie damit umgehen, wenn man nicht einfach entlang laufen will. Was kann hier Form sein? Letztlich wieder eine Frage von Kontinuität und Diskontinuität. Schnitt könnte hier nur a) Reihung, b) Pause, oder c) Unterbrechung darstellen. Ein behutsamer Schnitt wäre Abwandlung, am behutsamsten als kontinuierliche Abwandlung. Frage: Wäre Wiederholung nicht die einzige Möglichkeit, eine vernünftige Basis für Abwandlung herzustellen? Was bedeuten denn nun die ganzen theoretischen Montagemöglichkeiten in einem extrem linearen, aber eben auch extrem homogenen Material? Und was hat Kontinuität bei Ockeghem bedeutet? Einfache dramaturgische Eingriffe wie plötzliche Generalpause o.ä. wahrscheinlich wirkungsvoll, aber sicherlich sehr plump.

Man muss das Objekt erst festgehalten haben (= Wiederholung oder zumindest ISOLIERUNG), um es dann abwandeln zu können, um überhaupt damit weiterarbeiten zu können. Oder liege ich da komplett falsch? Was könnte denn Form sonst sein? Klar, wir hatten so etwas wie kontinuierliche, meist nicht gerichtete, Deformation mit dramaturgisch geplanten Sprüngen in den gleich/ähnlich/verschieden-Stücken. Allerdings mit komplett anderem Material. Genau wie die Schnitte in Fehlstart sich auf Material beziehen, das von vornherein als schneidbar definiert ist, da es sich aus internen Wiederholungen zusammensetzt. Übrigens innerhalb der Schnitte bei Fehlstart natürlich auch kontinuierliche Verformung.

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Religion und Vaterland

1. gleich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die nahen dazu
2. ähnlich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die entfernten dazu
3. verschieden
a) weniger
alle weg, die entfernten dazu
b) gleich
alle weg, die entfernten dazu
c) mehr
alle weg, die entfernten dazu

Zahl: ja
Nummer: nein

Loincloth: My music is not my job. My music’s my garden. Ziemlich extreme Einstellung zu Arbeit und Produktion. Love it.

Wold: Totale Aggressivität und absolute Ruhe, nicht als Gegensätze, sondern in einem Punkt zusammengebracht. Konzentration.

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the year of the weird

Ausnahme/Einschnitt/Auslösendes Ereignis: Ausnahme wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, dies aber folgenlos bleibt, danach ist alles wie zuvor; Einschnitt wäre eine Überschreitung, an einer bestimmten Stelle sind wir plötzlich in einer neuen Umgebung, der Einschnitt ist eigentlich die Grenze zwischen dem Alten und dem Neuen; auslösendes Ereignis wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, und danach ist alles ganz anders, allerdings nicht wie das Ereignis selbst. Ausnahme und Auslösendes Ereignis sind kurze, begrenzte Ereignisse, der Einschnitt hat kein eigenes Material, sondern wird nur durch das Vorher und das Nachher definiert.

And then it’s oh-ver.

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Have I Failed?

Gegenwart:
1.) Zeitprodukt
2.) Voraussetzungslosigkeit
3.) Immer wieder bei Null anfangen

In der Oper fand ich schnell langweilig, dass der Zeitablauf immer von vornherein feststehen sollte: Kleine, auch winzige Module, frei umstellbar, frei kombinierbar, frei kürzbar, frei wiederholbar. Genannt Zeilen. Gar keine schlechte Idee.

Jede Zeile eigenes Tempo. Partitur mit Zeilensprung. Verhältnis Text-Musik für jede Zeile neu bestimmen (z.B. Silbenzahl/Dauer, wieviele von wievielen Silben, etc.).

Was ist dann mit den Stimmen? Die müssten ja doch feststehen, bevor die Proben anfangen, andernfalls müsste nach jeder Probe ein neuer Stimmensatz hergestellt werden. D.h. an irgendeinem Punkt, wahrscheinlich vor Probenbeginn, müssten Auswahl und Reihenfolge festgelegt werden. Es sei denn, die Stimmen wären selbst auch modular angelegt, was aber wahrscheinlich wegen der Menge des Materials nicht möglich weil komplett unpraktisch wäre (jeder Spieler kriegt eine große Kiste mit Blättern, auf denen je eine Zeile abgedruckt ist). Oder man findet tatsächlich einen Weg, Stimmen schnell nachproduzieren zu können.

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Etwas mit Haaren

Bevor ich den Ball überhaupt bekomme, weiß ich, was ich mit ihm machen will.

Analyse: Das Problem ist eigentlich nicht, den Gegenstand zu verstehen, sondern eine Methode zu finden, wie man ihn darstellen (und damit verstehen) kann.

Der Ausschnitt sagt nichts über das Ganze. Bzw. bevor man das Ganze kennt, kann man nicht wissen, ob der Ausschnitt etwas über das Ganze ausgesagt hat oder nicht.

Ist doch logisch, oder? Vielleicht hat er ja im letzten Takt etwas ganz anderes gemacht.

Du machst einfach etwas und schaust, was dabei herauskommt.

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love to be unprofessional

2001: A Space Odyssey
Solaris
Melancholia
BWV 639

a communication outburst

Stück ganz aus Wiederholungen aufbauen, die aber niemand erkennt/erkennen kann: Heimliche Wiederholungen/Versteckte Wiederholungen.

Tonhöhenkonstruktion nicht auf Ensemble, sondern auf einzelne Instrumente beziehen?

Handwerker, nett, freundlich, intelligent, gutes Gespräch, gegenseitige Zuneigung. Irgendwann merkst Du: Du kannst keine Freunde haben, es ist völlig unmöglich, wie soll das gehen? Hüttenweg 14.

well-lighted

Zufriedenheit
Sorglosigkeit

ZEIT
WELT

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a silent voice

essential killing: toller Anfang, toller Schluss, dazwischen sosolala. Am Anfang die Grundfrage aller Horroreffekte im Kino, was lauert hinter der nächsten Ecke, perfekt auf den Punkt gebracht, auch die Aufnahmen aus der Luft extrem plastisch. Wenn man weiß, dass der Hubschrauber animiert ist, meint man es auch zu sehen, wenn man es nicht weiß, ist die dreidimensionale Raumauffächerung extrem überzeugend – allerdings ein bisschen larger than life, wahrscheinlich würde es in Wirklichkeit doch nicht so aussehen – oder man würde es zumindest nicht so sehen. Den ganzen Film lang fragt man sich, wie will er da wieder rauskommen, ist doch völlig klar, dass der Protagonist absolut keine Chance hat. Den Tod selbst dann gar nicht zu zeigen, sondern nur Pferd ohne Reiter im Schnee als Metapher einzusetzen, ist ziemlich genial und absolut überrachend. Sozusagen überhaupt kein Abtritt, einfach weg. Interessant in der Schlusssequenz die extrem sparsame Musik: Sie ist eigentlich gar nicht da, nur ab und zu zwei drei Töne, die sich mit dem Bildton mischen, trotzdem wäre es etwas komplett anderes, wenn die Musik wirklich nicht da wäre. Muss da irgendeine Metapher besetzen, die wir alle verstehen, aber nicht erklären können. Mal abgesehen davon, dass ich mir Gallo immer gerne anschaue, nicht SO hervorragend gespielt/besetzt. Ein bisschen in den Film hineingesetzt.

Parameter für Unvorhergesehenes: Immer da, wo er Einsätze markiert, passiert etwas, das man nicht erklären kann. Abgesehen davon, dass ohnehin alle Parameter Setzungen sind, also nicht erklärt werden können. Die anderen arbeiten aber KONTINUIERLICH, dieser nicht.

HIER GESCHIEHT ETWAS UNVORHERGESEHENES. HIER WIRD ETWAS UNVORHERGESEHENES GESCHEHEN.

HOTEL WINDERMERE
Henry C. Baigelman
666 West End Avenue
Corner 92nd Street
New York, N.Y. 10025
(212) 724-8200

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Was uns zur Verfügung steht:

Bei allen Regeln, bei allen Strategien, die man sich ausdenkt, ob klug oder dumm, intelligent oder bescheuert, ist natürlich immer entscheidend, dass sie ausführbar, also PRAKTISCH sind. Letztlich das entscheidende Kriterium. Und dass herauskommt, was herauskommen soll, vorausgesetzt, das ist bestimmbar. Alles andere ist Verzierung.

Untrust: Absolute Musik mit Text. Einfach so schreiben. Warum eigentlich nicht. Später arrangieren, wenn sinnvoll. Dinge zusammenbringen, die eben NICHT zusammengehören.

Patience has become my second nature.

Formale Metapher: Filmriss (fffff)

Dynamik als wesentliches dramaturgisches Steuerungselement

this is true, but not good: shame on you – don‘t excuse yourself with honesty

Dramaturgien übereinander legen, einander überlagern.

Boys don‘t cry: Ziemlich wirkungsvoll, wenn die Katastrophe von Anfang an allen komplett klar ist, wenn man nur noch mitleidet und irgendwie hofft, dass sie vielleicht, gegen jede Wahrscheinlichkeit, doch nicht eintritt. Hängt natürlich vom Mitgefühl mit der Hauptfigur ab. Letztlich relativ geniale Tragödienkonstruktion. Absturz – down, down, down. Unausweichlichkeit.

Manche Witze werden tatsächlich dadurch lustiger, dass man sie wiederholt. Und zwar nicht variiert, sondern einfach nochmal macht. Wie ein Baby. Die Variation kommt schon dadurch zustande, dass man sie nicht exakt wiederholen kann, bzw. dadurch, dass die Wiederholung dem Witz etwas neues hinzufügt. Und zwar jedesmal. Einzige Frage, ob es dann der Witz ist, über den wir lachen, oder seine sinnlose Wiederholung – ist die Wiederholung der eigentliche Witz geworden? Irgendwie schon, auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass das nicht mit jedem Witz geht: Eher Gesten, kurze Pointen, Sinnlosigkeiten, als Witze, die man wirklich erzählen muss. Die ja eigentlich sowieso fast immer doof sind. Forget Witzeerzähling.

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we go WAY back

Im Prinzip kontrolliert ja schon die Eingrenzung des zur Verfügung stehenden Materials die möglichen Veränderungen innerhalb eines bestimmten Abschnitts. Insofern müsste der Grad der Veränderung nicht unbedingt zusätzlich kontrolliert werden. Vielleicht könnte die Variabilität des Materials überhaupt als Grundparameter zur Kontrolle aller anderen Parameter eingesetzt werden.

Variabilität eingrenzen – verengen – stecken bleiben – I hear you – I feel you

0 Variabilität = Wiederholung

Dafür müsste allerdings tatsächlich im Voraus geklärt werden, welche Parameter überhaupt die Konstruktion bestimmen sollen.

Der Takt ist die Einheit, ganz klar.

Innerhalb der einzelnen Abschnitte je Parameter NIE wesentliche Veränderungen, damit die Abschnitte in den anderen Parametern deutlich werden können?

In der Regel tut man zuviel.

Nicht alles ausformulieren: Wo sinnvoll, Parameter frei lassen und nur Möglichkeiten je Abschnitt festlegen, damit Parameter in der Ausarbeitung aneinander angepasst werden können.

g/ä/v als erste Vorstrukturierung für ALLE Parameter? Auch dafür müssen aber erst die Parameter festgelegt werden, logischerweise. Oder eben gerade nicht: Abstrakte Vorstrukturierung, u.U. auch ohne Rücksicht auf Zeitverlauf.

Irgendwo hier, zwischen A und B, muss etwas passieren.

Etwas tun, was man nicht kann, ist auch eine Art von Verstellung.

sudden drop in temperature

Na dann streck dich mal ein bisschen!

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We have begun our descent.

Richard Youngs, Amplifying Host: Going in and out of phase with itself, quite beautifully. Use that.

It‘s a new situation.
Why? In terms of what?

Zahl der Töne
Dissonanzgrad

Nicht den Grad der Veränderung, sondern die Veränderung selbst bestimmen, dann soviel wiederholen wie möglich. Einfach ausführen. Don‘t think, just do it. Don‘t get …

überambitioniert

give up/gib auf: Lustig, dass manche Dinge einfach zu schwer zu denken sind, um ausgeführt werden zu können. Man kann sie denken, man kann sie sich vielleicht auch vorstellen – SO könnte es sein, DAS wäre toll – aber dann geht es nicht mehr weiter, die Ausführung übersteigt schon in der Detailkonzeption die individuellen Fähigkeiten. Egal, wie lange man daran herumprobiert, irgendwann muss man einsehen, dass man es nicht kann. Es geht einfach nicht. Und

Relax – it‘s only

a ghost

das dürfte schon besser sein würden

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Chitarman II.

Ganz enges Raster ziehen, ultraschnell (tocatissimo) oder ultralangsam (Regentropfen).

Wiederholungen, Schnitte, Störungen einbauen, auf einzelne Impulse, aber auch auf Impulsgruppen bezogen.

Stimmen herausnehmen, Teile herausnehmen, Akkorde auseinanderziehen.

Cheap

Artikulationen mischen: Innerhalb eines Akkordes, zwischen den Stimmen, zwischen den Instrumentengruppen. Aber natürlich auch von Impuls zu Impuls.

Zahl der Stimmen, Zahl der Instrumente.

Mendelssohn oder so.

Toccata und Anti-Toccata

Rhythmus mit/gegen Abnahmepunkt

Der Hada Meister, Bundi
Drei Kota-Meister
Nainsukh

Mattes Theaterschwarz
Schalldämpfender Bodenbelag

Kosuth: Schnelligkeit von Kunst zerstört, Langsamkeit erzwungen durch Text. Text als Bild. Text als Text. Bild als Text.

Text, den man nicht sinnvoll überfliegen kann: LANGSAM lesen.

The beauty of it.

Cheap as hell.

Quite beautiful.

Totale Verlangsamung.

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Over

Zufällig Punkte abgreifen vs. Umkehrpunkte verwenden.

Umkehrpunkte im ursprünglichen Rhythmus vs. neuen Rhythmus auf Umkehrpunkte legen.

Artikulation: staccato – portato/tenuto – legato.

Neu vs. noch einmal anschauen.

Ich: Akkordeon, Streichquartett, Schlagzeug, 3er-Takte, 5er-Takte, Klöppeln, Toccata.

just an idea, sorry

Interessant, wenn Spannung langweilig wird, möglicherweise, weil immer wieder die gleichen Knöpfe gedrückt werden, vielleicht auch, weil die Art der Story, wenn auch nicht ihre Detailentscheidungen, zu voraussehbar ist. Eben auf der Sinnesebene wie auf der Entscheidungsebene immer wieder die gleichen Reize.

A glorified parlando, which was, after all, not what I was hoping for.

Two laws of presentation
From
Aspects of temporality
Antony McCall 1975

Aber
Echt
Echt
Also
Das Wäre sehr

So verzweifelt bin ich nun auch wieder nicht.

Gemeinschaftssinn, Vision einer besseren Zukunft: Leider ohne mich, sorry. How come I don’t believe in it?

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Übrigens

Aufschreiben im Grunde ja genau das Gegenteil von Erinnern: Alles, was man aufgeschrieben hat, kann man getrost vergessen. Stimmt allerdings nicht immer: Aufschreiben, um daran zu denken vs. Aufschreiben, um den Gedanken los zu werden.

ERFAHRUNG des Singens: Was bedeutet das eigentlich, wer macht das? Ist ja offensichtlich kulturell geprägt, Klangschönheit und Reinheit als europäisches Ideal, und genau das gilt dann immer als Grunderfahrung des Gesangs. Der gesamte mehrstimmige Chorgesang, der ja so ein tolles Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen soll, wäre ohne dies nicht denkbar und würde wohl auch keinen Sinn machen. Abweichungen sind nur als Dekonstruktion des Chorideals zu verstehen, nicht als aus sich heraus entwickelte Komplexe. In ihrer Abweichung verweisen sie unmissverständlich auf das Ideal als Ausgangspunkt. Man müsste das miteinberechnen in seine Arbeit, fragen, wo Mehrstimmigkeit wirklich sinnvoll ist, und wo nicht, und zwar vielleicht sogar ÜBERHAUPT NICHT. Was könnte Stimmen zusammenhalten, die gleichzeitig, aber nicht mehrstimmig singen? Was wäre ein sinnvolles Modell, das nicht einfach nur klassische Chorsatz-Muster abarbeitet? Wie kann man eine neue Qualität aus dem eigentlich ja auch immer ein bisschen peinlichen Format Chormusik entwickeln?

Da kommt dann natürlich irgendwann – und zwar eigentlich ziemlich schnell – Text und Verständlichkeit ins Spiel.

Stimmen zusammenfassen – Stimmen trennen

homogenisieren – antagonisieren

gleich/ähnlich/verschieden

kein Kontrast!

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gehört nicht mir

yes is more: not that stupid

eine Geschichte umständlich erzählen/eine Geschichte ZU umständlich erzählen

Ganz normal, dass Leute Fehler machen. In einer Geschichte wirken Fehler aber unglaubwürdig, wie billige Kunstgriffe des Erzählers, um einen bestimmten Ausgang zu erzwingen. In der Geschichte müssen also auch Fehler motiviert sein, es sei denn, man würde sich sehr viel Mühe geben, das Zufällige eines Fehlers zu betonen (und damit zum Thema der Geschichte machen). Frage wäre, ob das tatsächlich unsere Weltsicht ist, oder ob das einfach nur eine Art Abkommen mit dem Erzähler ist, dass wir eine Geschichte nur dann interessant finden, wenn wir das Geschick des Erzählers, den Fortgang seiner Geschichte durchzumotivieren, bewundern können. Der eigentliche Held wäre dann tatsächlich der Erzähler, und es ginge in einer gelungen Geschichte nicht um eine realistische, glaubwürdige Weltsicht, sondern um die geschickte Erfüllung einer hermetischen Erzählhaltung.

Oder geht es eigentlich darum, durch eine sinnvolle Erzählung die Welt als sinnvoll darzustellen, die so sinnvoll gar nicht sein kann?

Das aufstrebende Bürgertum – auweia, nichts wie weg. Besitz = Bürgertum? Sieht ein bisschen danach aus. Wäre schon ein Debakel.

Was sagt Dein Herz?

Ich will ein bisschen …

Bitte auch Kopf aufräumen!

Wo soll ich den denn hinstellen?

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Augen

what if we wouldn‘t miss anything if all this was gone?

Im Prinzip ja alles ganz schön zerstückelt, übrigens: Einen Film anfangen, etwas anderes machen, am nächsten Tag weiterschauen, wieder eine Pause machen, eine kleine Reise unternehmen, und erst, wenn man wieder zurück ist, den Film zu Ende sehen. Könnte ja auch sein, dass das gar nicht geht, dass unser Hirn das nicht mitmacht, ist aber offensichtlich nicht so, sondern völlig selbstverständlich. Beim Buch geht es gar nicht anders, bei Film oder Musik kommt es einem doch komisch vor, wahrscheinlich, weil sie ursprünglich Aufführ-, Vorführmedien waren, und erst seit VHS und DVD privat gelesen werden können. Wäre aber lustig, wenn es nicht ginge, wenn das Gehirn streiken würde.

Merkwürdig, wie einen auch Kürzestreisen in eine neue Situation bringen: Du kommst nach Hause, und nichts ist so, wie Du es verlassen hast. Ein bisschen übertrieben: Vor allem ist der Aufräumzwang verflogen, anscheinend.

Staud: lang/kurz, schnell/langsam

Ist doch gerade toll, dass die Stadt keinen Kern hat!

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Starrsinn

Ecken und Kanten: Kann natürlich auch ein bisschen peinlich sein, s. Ballack, obwohl ich eigentlich o.k. finde, wie er das macht. Die Figur des Helden mit Kanten ist aber sicherlich ein bisschen angeranzt. Wird ja auch leicht zu einem unangenehmen Automatismus: Man kann dann gar nicht mehr anders, als den Ungehobelten geben, auch wenn diese Rolle die größten Dummheiten mit sich bringt. Faulheit. Selbstgefälligkeit. Verkrustung.

Musings

Ooops! Becoming a Kinoshita fan lately.

Beat als universelle Einheit. Letztlich einfaches Raster/Zeitmaß.

Nicht-Salz als Gewürz: Man müsste verschiedene Grade von Gesalzen voneinander absetzen. Salz als Verstärkung, aber auch als Überdecken von Eigengeschmack.

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Machu Picchu

Einsatz
Dauer
Material
Tonhöhen

fuckin‘ artwork

Wenn der Einsatz als solcher kontrolliert wird, wird Zeit schon wieder als zusammengesetzt behandelt.

Eugen Onegin: Die Musik läuft weiter das Bild springt zurück die Erzählung wird in die Vergangenheit versetzt.

Rahmenhandlung
Ahnung
Gegenwart

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This is – the …

Lichtblitz: Dauern Musik festlegen, Dauern Text festlegen, Schnitte festlegen, Material einfügen, Text applizieren.

zoom in/zoom out

Frequenzanalysen grundsätzlich linear/polyphon

Ausschnitt horizontal/vertikal, vergößern/verkleinern, transponieren, unregelmäßig versetzen (Tonhöhe/Dauer), ergänzen: Was könnte hier passiert sein, hätten wir gleich genauer hingeschaut.

Lichtblitz
Licht/Maurizio
Kolik
Zwei/2240: Song Cycle

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let‘s face it

Im Prinzip ist halt immer Ausnahmezustand. You wanna relax? Just die!

Carsten: Komplexität als grundsätzlich positiver Wert, tatsächlich würde mir nichts anderes einfallen, was ich so absolut setzen würde. Logischerweise kann Komplexität dann nicht einfach nur Viel bedeuten, sondern die Fähigkeit, viel oder wenig, kompliziertes oder einfaches Material mit Bedeutung aufzuladen. Das würde für mich eigentlich für alle Bereiche gelten, einschließlich Essen, Trinken, Kleidung etc. Klar ist auch, dass etwas Einfaches deutlich komplexer als etwas Kompliziertes sein kann, und dass das Einfache vermutlich durch das Absetzen von Kompliziertheit seine Bedeutung, also seine Komplexität erhält. Es dürfte schwierig sein, das Einfache an sich, ohne Gegensatz zum Komplizierten, als komplex zu denken.

Feldman z.B. ist nicht einfach, bzw. nur auf der Oberfläche, technisch aber betont kompliziert. Hier könnte man sagen, dass die Komplexität intern, nämlich im Gegensatz zwischen einfacher Oberfläche und komplizierter Struktur erzeugt wird. Für den letzten Feldman ab 1984 gilt das allerdings nicht: Der ist polemisch, und zwar gegen sich selbst, gegen die unmittelbar vorausgegangenen Arbeiten. Gerade weil diese Arbeiten so perfekt sind, muss er sie zerstören, um überhaupt weiterarbeiten zu können. Der Wendepunkt liegt exakt zwischen Crippled Symmetry und For Philip Guston. Lustig, dass das niemand verstehen will: Nichts ist offensichtlicher. 1984 ist das Jahr der großen Vortragsreisen. Vielleicht hat das zum inneren Abschied geführt. Oder es war einfach der gigantische Erfolg der vorausgegangenen Arbeiten, der ihn zum Rückzug in weniger zugängliches Gelände zwang.

Das alles bedeutet ziemlich klar, dass Komplexität (und irgendwie reden wir hier über Schönheit) historisch ist, und zwar nicht nur in dem banalen Sinn, dass sich Geschmack und Zeitgeist verändern, sondern auch in dem viel wesentlicheren, aber auch offensichtlichen Sinn, dass bestimmte Formen von Komplexität nur im historischen Zusammenhang, im Wissen, wogegegen sie sich gewendet und was sie abgelöst haben, gelesen werden können. Gleichzeitig würde ich vermuten, dass etwas von dieser historischen Spannung im Gegenstand erhalten bleibt, auch dann, wenn der Zusammenhang nicht mehr präsent ist, aber das ist vielleicht Mystizismus. Die besten Arbeiten, wie z.B. eben klassischer Feldman, organisieren ihre komplexe Bedeutung aber intern und bleiben dadurch auch abgelöst vom historischen Zusammenhang lesbar.

Notizen müssen immer sofort zu Ende geführt werden, es macht keinen Sinn, erst Stichworte aufzuschreiben und später den Gedanken ausführen zu wollen. Als ob man einen toten Gedanken wiederbeleben könnte. Nachträglich nur Politur, nicht Ausführung möglich. Insofern herrscht hier ganz klar der Geist der Schnelligkeit: Sofort aufschreiben, schnell niederschreiben, bevor das Interesse verfliegt.

Alles arbeitet weiter.

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Verstehen: Rhythmus, Tempo, Zuordnung

Catch My Heart: Totale Verlangsamung, aber, natürlich, die Stimme selbst kann nicht verlangsamt werden, es sei denn man würde sie im Detail transkribieren und dann sich selbst singen lassen, wobei sie dann die verlangsamten Details mit ähnlichen Mikroelementen wie das Original versehen würde – Einschwingvorgänge, Friktionen, Unregelmäßigkeiten, Manierismen.

Das gleiche gilt natürlich auch für Instrumente: Es ist dann halt einfach nur ein ganz normaler langsamer Satz, mehr nicht. Man müsste das instrumentale Spiel selbst, letztlich die Körperfunktionen verlangsamen.

Oper: Nahsicht und Fernsicht, kann nur funktionieren, wenn ein formaler Zugang zu Zeitlupe, Echtzeit und vielleicht auch Zeitraffer gefunden wird, insbesondere, aber nicht nur, in Hinsicht auf den Text. In diesem Sinn die konventionelle Lösung von Rezitativ und Arie leider unübertroffen.

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Gleichung

Bogenlänge
Bogenort
Bogendruck

Lautstärke

Saite – Lage

Tempo = Schläge / Dauer
Schläge = Tempo * Dauer
Dauer = Schläge / Tempo

Zeit / Beschäftigung = Leben

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Utopie der Zusammenarbeit

SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar

Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).

Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.

Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.

Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.

Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?

Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.

Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback

Ben Assiter
Rob McAndrews

West Wing

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Oskar

Nate Dogg, I Got Love: Jump Cut als Dia Show, Ausschnitt und Bewegung, nicht doof (und ziemlich druckvoll produziert).

Absolute Stärke von Snoop: Hundertprozentige Schamfreiheit, es geht schon lange nicht mehr um die richtige oder falsche Entscheidung, sondern um die perfekte Vortragsweise. Bitch Please.

Strokes: Magisch, geil falsch-richtig, lange, harte Arbeit um es richtig falsch, also wie immer, aber besser hinzubekommen. Zu wissen, dass man es kann, aber zu verstehen, dass man immer wieder von vorne anfangen muss, und dass es jedes Mal schwieriger wird. Leider ist der Endmix ziemlich misslungen.

Mögliche Methode für Jump Cuts in der Musik: Einfach Ausschnitte aus Kontinuität herausschneiden und leer lassen, um den Sprung zu markieren – sonst wird er als Kontinuität stiftendes Intervall missverstanden.

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hässlich, Hässlichkeit

absolute Bequemlichkeit als künstlerische Tugend

Licht a capella: Jetzt kann es nur noch um Inszenierung gehen.

akkumulieren

etwas vollständig, aber auch im Detail sehen, anhalten, aber auch laufen lassen, auseinander nehmen, aber auch zusammensetzen

horizontaler Schnitt: logischerweise nicht immer die gleichen Kombinationen

aufbohren – in die Struktur eindringen

like you wanna cry: Kulturlandschaften, Konrad Witz

Fesseln

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Intelligence in Action.

Licht a capella A: Straight, nur Tempi und Pausen ändern
Licht a capella B: Varianten, Wiederholungen, Erweiterungen, kompakten Satz aufbrechen

Twombly: geronnene Farbe als Hinweis auf die Platzierung des Bildes.

Ricky Mccormick: Unverständliche Buchstabenfolge lässt Einzeichnungen wie abstrakte Linien erscheinen, gerade dann, wenn man die Zeichen selbst eigentlich kennt. Man weiß, dass wahrscheinlich irgendetwas gemeint ist, aber man versteht es nicht, auch nicht als Eindruck, es sieht nicht so aus, als ob es so wäre, es sieht aus, wie eine abstrakte Zeichnung. Gedankenbewegung.

als ob jemand anderes singen würde (TVOTR)

Form: Zeilen/Abschnitte

alles als Skizze betrachten

20 kinds of lies (damages)

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digitale Spuren

wieviel wovon?

stattdessen Räume definieren? wäre die sauberere Methode, würde aber bspw. Kontraste nur durch Zufall und nicht geplant entstehen lassen

auf der anderen Seite: klare und genaue Graduierung möglich

1-, 2-, 3-Schlag Takte etc. +/-

halbe Schläge können auf- oder abgerechnet werden

Notstand als Konzentrationszwang

Beethoven: Anschlüsse. How to get from here to there?

Just beam me up, Spock!

Greise aus der Schweiz

Yeah, nice.

Die Zeitmaschine ist die Struktur: Alles andere wird hineingefüllt.

Das Stück definiert sich selbst, je mehr je weiter es fortschreitet (rein technisch-faktisch). Mit jeder Veränderung wird mindestens ein Parameter festgelegt. Mit jeder Veränderung einen Parameter definieren.

Angstbestimmte, angstgesteuerte Programmpolitik: Wer nichts falsch machen will, macht alles falsch. Wenn es doch mal einen wirklich tollen Missgriff gäbe. Leider sind auch die Fehler völlig mut- und einfallslos.

In case you didn‘t realize: JEDES musikalische Fragment definiert ALLE musikalischen Parameter, auch die, an die Du noch gar nicht gedacht hast.

Plötzlich haben die Sachen wieder eine Dringlichkeit bekommen. Scheint wieder loszugehen. Ist doch super!

die meisten Menschen verschwinden

der Sinn

ferngesteuert, right?

ächz!

nur ich kenne sie

world on drugs

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Der Kontakt zu höheren Wesen macht eitel.

Fehlt die Dynamik als Dramaturgie? Das könnte ein offensichtliches Problem sein. Dass man sich an einen Punkt hin entwickelt hat, wo bestimmte Dinge einfach nicht mehr gehen. Kein Interesse mehr produzieren. Zurück zu: Hilfe!

alles gleich lang

alles gleich groß

alles gleich weit auseinander

und dann eben doch nicht

Reihung, fucking Reihung: böse

verschiedene Proportionen übereinanderlegen

ohne Abstand – mit Abstand

6:7:8:9, etc.: Wenn das Grundmass nicht gegeben ist, sind selbst einfache Zahlenverhältnisse nur schwer zu durchschauen, auch wenn die realen Maße bekannt sind.

die Dicke der Trennwände berücksichtigen

das gesamte Stück als 21:20 Proportion verstehen

alles zweigeteilt

Das Problem ist, dass nicht einfach nur die Menge der Veränderungen bestimmt werden kann, sondern dass die Veränderungen nur da sinnvoll sind, wo sie isoliert und nachvollziehbar eingesetzt werden können. Zumindest ist das bisher die Idee. Und wie programmiert man sowas?

Irrationale Verhältnisse sind letztlich nichts anderes als lineare Skalen.

Paare mit negativen und positiven Hälften falsch zusammensetzen: Verkürzung und Verlängerung eigentlich identischer Dauern. NICHT negative und positive Hälften vertauschen!

Immer alles wiederholen. Alles halbieren.

Comments Off on Der Kontakt zu höheren Wesen macht eitel.

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eglantines sauvages

Abschnitte: Vielleicht ist die Idee von klar abgegrenzten Abschnitten für dieses Stück falsch. Die einzelnen Parameter könnten beispielsweise jeweils in ihrem eigenen Zeitgefüge Abschnitte bilden, deren Grenzen deckungsgleich sein können, aber nicht deckungsgleich sein müssen. Durch das Abarbeiten von klar abgegrenzten Charakteristika ist die Form des Stückes im Moment zu durchschaubar: Es entwickelt sich keine eigengesetzliche Dynamik.

Hatten wir das schon: Jeder Parameter mit seiner eigenen Dramaturgie? Zeitgerüst, Tempogerüst als Grundlage? Immer wieder die Frage: Welches sind die entscheidenden Veränderungen? Umkippen, Umfallen, Peripetie.

Parameter als eigene Handlungsstränge? Das wäre natürlich das absolute Gegenteil von einem Zusammenschließen von Spieltechnik und Dynamik, wie das eigentlich als Hauptaussage des Stückes geplant war.

Wie schon gesagt, kann es feste Veränderungen geben, also ein Umspringen von einem Zustand in einen anderen Zustand, vorher war es so, jetzt ist es so, oder kurze, temporäre Veränderungen, die wie einzelne kürzere oder längere Akzente im Zeitverlauf wirken und zum Beispiel auch als Vorbereitung für einen Umschlag eingesetzt werden könnten.

Ergebnisoffen. Glaube nicht, dass Du schon alles weißt.

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Das Ganze hat nichts mit Verachtung, sondern mit Entsetzen zu tun.

Lustig, dass man überhaupt nicht weiterkommt, egal, wieviel man vor sich hin denkt.

Umschlagpunkte durch eigene Zeit-Permutationen je Parameter festlegen, Mikrodramaturgie durch Mikrovarianten steuern. Das heißt dann aber auch, dass es viel mehr einschneidende Veränderungen gibt, als bisher geplant, und dass die klare Abschnittsbildung verschwimmt. Mögliche Abweichungsgrade festlegen oder zumindest einplanen. Zweiteiligkeit beibehalten.

Umschlagpunkte auch auslassen!

You don‘t know what comes next and that‘s the whole point: It‘s unplannable and unforeseeable.

Tempogerüst mit Schlagzahl bleibt fest, konkurrierende Parameter greifen in Tempogerüst ein und können auch einzelne Schläge zerschneiden.

Tatsächlich viel interessanter, wenn z.B. Tempo und Metrum nicht synchron laufen, also voneinander entkoppelt werden. Polyphonie der Parameter als Komplexitätszuwachs: Antisynchrone Umschläge interessanterweise schwer zu denken. Allein das schon Argument für Entkoppelung. Schweben. Statik. Konstruktion.

Crescendo/Diminuendo/Accelerando/Ritardando: runde Kanten?

Würdest DU … ? – Nee, garantiert nich.

(Martin Luther)

mittendrin umschlagen, einfach so: eigentlich eine gute Idee

Die Satzgrenze ist definiert als der einzige Ort, an dem alle Parameter zusammenlaufen.

Das Intro wird in das Stück hineingesogen.

It‘s fuckin‘ Steinzeit (ND).

Immer besser werden und dann wieder von vorne anfangen.

So what do YOU want? What do you really WANT and what are you gonna do for it? And why do you complain?

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Deine Augen bestehen aus Scheiße.

Meistens bekommt man Dinge, die man sich wünscht, erst dann, wenn sie einem egal geworden sind. Oder dann, wenn man aktiv daran gearbeitet hat, sie zu bekommen – was auf das Gleiche hinausläuft: Wenn man sich etwas verdient hat, kann man sich eigentlich nicht mehr darüber freuen. Wieso sollte man? Das könnte auch der Grud dafür sein, dass man Dinge, die man sich wirklich wünscht, oft nicht bekommt: Weil man es ablehnt, dafür zu arbeiten, um die Freude, sie zu bekommen, nicht zu zerstören. Auf der anderen Seite: Warum sollte man sich über etwas freuen wollen? Wenn die Freude so leicht zerstörbar ist, warum sollte man für sie den Gegenstand des Wunsches opfern?

Können Sie diese Überlegungen nachvollziehen? – Nö, wieso?

Eine formale Struktur ist dann gelungen, wenn sie als Erfindungsmaschine funktioniert.

Angstgetriebene Manie, zu allem dazuzusagen, wie man es verstehen soll: Dass man es bloß nicht in den falschen Hals bekommt.

Der Tod ist peinlich, oder die Angst vor ihm?

Sich entscheiden, mit allen Konsequenzen.

Form: Parameter ENTDECKEN.

Habe ich damit wirklich etwas zu tun? Vielleicht ja, vielleicht nein, vielleicht ist es einfach nur völlig egal. Bei etwas mitmachen, weil es keine Alternative gibt, nicht aus innerer Überzeugung. Das politische Leben existiert nicht.

Eine Welt ohne Idioten wäre zwar wünschenswert, ist aber nicht vorstellbar (Lenin).

alles so falsch

alles
so
falsch

überwintern

Wenn Ironie offen lassen bedeutet, müsste doch eigentlich das Einziehen ein zweiten Ebene, die die erste kommentiert, das Gegenteil von Ironie bedeuten. Das ist aber nicht der Fall: Die zweite Ebene ist eher so etwas wie das Aussprechen der ironischen Intention.

sich treu bleiben wird überbewertet

Schlinge

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The Vorbeiest.

Anger

Das muss ich mir unbedingt merken!
Ich auch!
Ich auch!

Psychologie: Interessant, dass man nicht einfach irgendein Gerüst konstruieren kann, es muss sich zumindest solange man daran arbeitet, sinnvoll ANFÜHLEN.

Stefanie Lobenstein Bensheim

Misserfolg als Korrektiv

Takte als Einheit für Mikrovariation, Module als Einheit für Makrovariation? Passgenau oder überlappend zusammenführen? Wahrscheinlich wesentlich, Zeitstrukturen auseinander zu halten.

Dinge, die sich schnell ändern: Mikrovariation
Dinge, die sich langsam ändern: Makrovariation

Anschauen und Wissen

glauben zu wissen

Formale Disposition und Binnenstruktur: D.h. der gleiche Parameter kann natürlich sowohl im Makrobereich als formbildende Kraft, als auch im Mikrobereich als Mittel zur Generierung von Mikrovarianten eingesetzt werden.

Parameter X verhält sich im Makrobereich so und so, und innerhalb dieses Bereiches im Mikrobereich so und so. Der Makrobereich gibt die Grenzen des Mikrobereichs vor.

ALLE Parameter sowohl im Makro-, als auch im Mikrobereich???

Den Mikrobereich GEGEN den Makrobereich setzen.

Im Großen und im Kleinen

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Un prophète

Fine images, but not too fine. Almost not at all. Quite perfect.

Geniales Script. Allein das Schlussbild: Korsen, Italiener und Muslime warten auf den Propheten am Tag seiner Haftentlassung und wollen ihn jeweils für ihre Partei reklamieren. Er beachtet sie nicht und läuft, als ob nichts wäre, auf die Frau seines toten Freundes, die ihn ebenfalls abholen gekommen ist, zu, begrüßt sie, und geht mit ihr und ihrem kleinen Sohn zu Fuß los. Hinter ihnen sieht man, wie sich die großen Karossen der Clans in Bewegung setzen und ihnen im Schritttempo folgen. Ein Bild, das die Verbindung von absoluter Unschuld und totalem Machtanspruch in einer Person genial begreiflich macht, ohne auch nur im Entferntesten literarisch zu sein, also Informationen vorauszusetzen, die im Bild selbst nicht enthalten sind. Tatsächlich ist das Bild extrem unauffällig gehalten und schöpft seine Kraft allein aus dem Gegensatz zwischen der familienartigen Gruppe von Fußgängern im Vordergrund und den Luxuskarossen im Hintergrund, die dem Propheten mit ihrem Schritttempo ihre Ergebenheit bezeugen. Selbstverständlich dreht sich der Prophet noch nicht einmal um, um zu schauen, was hinter ihm vorgeht.

Komisch, dass es in manchen Situationen von Grund auf falsch ist, zu viel zu verraten, zu offen zu sein, und dass man sofort merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, wenn man es tut. Es ist aber nicht immer im Voraus klar, wo die Schwelle liegt, die man nicht übertreten darf. Vielleicht geht es auch tatsächlich darum, das auszutesten, manchmal auf der richtigen und manchmal auf der falschen Seite zu landen. Warum nicht ein bisschen schämen?

Wenn man sich schämt, schämt man sich für das, was man getan hat, was man ist, oder für die Situation, in die man geraten ist, in die man sich begeben hat? Nicht immer auseinanderzuhalten, klar zu trennen.

Es ist gar nicht so, dass man unbedingt etwas oder jemanden verletzt, sondern eher, dass etwas nicht passt, und zwar gar nicht passt.

Feingefühl: Ein bisschen eben auch wie ein gutes Stück, in dem man die richtigen – und die richtig falschen – Entscheidungen getroffen hat. Spüren, ob etwas geht oder nicht geht. Ob etwas interessant oder nicht interessant ist.

Takt: Schläge zusammenfassen und Teilschläge einfügen.

Schläge variieren heißt ja eigentlich, dass sie einzeln gezählt werden müssen, isoliert bleiben müssen. Schläge zusammenfassen heißt, solange man nicht an starke und schwache Zeiten glaubt, dass der Schlag in die Dauer übergeht. Es sei denn, wir sprechen nur über Praktikabilität. Think of Beethoven.

Takt, im Gegensatz zu Schlag, könnte dann den Abstand zwischen Schlägen bestimmen, also Leerschläge beinhalten – einzeln aufgefasste Leerschläge machen wahrscheinlich keinen Sinn – oder die Dauer von Ereignissen oder Gruppen von Ereignissen bemessen. Ein traditionelles Verständnis von Takt als Zusammenfassung von starken und schwachen Schlägen nach vorgegebenem Muster, also Restitution von tonalen Taktmustern, macht keinen Sinn und müsste, wenn überhaupt, Thema sein, und nicht Vorbedingung.

I enjoy the area of view.

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Der Augenblick ist die Entscheidung.

Aktion:
P Pizzicato
B Battuto
T Tratto

Klangtyp:
S Stoppschlag
A Ausklingen
H Halten

1/6 = Schnitte
5/16 = Verzögerung

ist eben etwas anderes

Textur

gefühllos

Habe ich ein Problem mit dem direkten Ausdruck? Weiß ich zu genau, was ich wo haben will? Ist das Element der Entdeckung zu sehr eingeschränkt? Was würde passieren, wenn ich total offen lassen würde, wohin das Stück gehen soll?

Dafür bräuchte man allerdings eine Erfindungsmaschine, eine Konstruktion, die das Stück zusammenhält und das Material generiert.

Streichquartett: 1, 2, 3, 4

Strenge lockern, nicht mit Strenge anfangen, im Voraus festlegen, sondern erarbeiten. Nicht-Strenge wegarbeiten. Widerstand, nicht Arrangement.

Kunst soll unverständlich sein

pas la peine

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Fries

Abschnitt lang mittel kurz
Tempo schnell mittel langsam
Metrum lang mittel kurz

schneller werden

langsamer werden

kürzer

länger

40‘ = 2 x 20‘ = 2 x 10 Abschnitte

Palermo
Judd

Greece

gleich – ähnlich – verschieden

IDENTITÄT – WIEDERHOLUNG
ÄHNLICHKEIT – FORTSPINNUNG/VARIATION
KONTRAST – ENTWICKLUNG – KONFLIKT
UNÄHNLICHKEIT – REIHUNG/VARIATION – NEBENEINANDER
VERSCHIEDENHEIT – REIHUNG – ZERFALL

accept

Schmerz

Paneele

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