Category Archives: Gesang

it’s how you survives it

Man hört noch, wie es klang, man erinnert sich noch, wie es sich angefühlt hat, aber leider ist nichts mehr davon da; die Zeit ist vorbei, man kann nur noch sagen, Aha, so klang das also damals, hat sich aber total anders angefühlt. Natürlich aus der nicht hinterfragbaren Position des Jetzt heraus geurteilt. Extrembeispiel: The Knive, Silent Shout. Mag sein, dass es sich morgen wieder ganz anders anhört. Was gestern knallig war, ist heute extrem lasch. Und dazu passt auch der bewusste Versuch, lasch zu produzieren, der eigentlich eine Überhöhung des Knalligen ist.

I got my dope boys covered.
Just another nigga dead.
Just another nigga dead.
While they’re testing your patience,
they’re just testing my reach.

Fuckin’ great delivery. Pusha T is G.O.D.

Glissandi auch auf EINEM Ton. Quasi Verzierung.

Register, Bänder vs. Tonhöhen

Band mit zentraler Tonhöhe. Sozusagen Tonhöhe mit Hof. Tonhöhe, die nach oben und unten ausfranst.

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Negative capability

Elemente
Richtungen
dann: welche werden übergebunden, welche nicht?
wahrscheinlich anhand der Materialbeziehungen entscheiden
möglicherweise Materialcharts zu Hilfe nehmen

spontane Konstruktion

Die Burial Oktave: Hätte ich auch gerne.

Was ist denn eigentlich passiert in der Zwischenzeit?

alles total vergröbern – bloß wie?

SCRIPT/Reygadas

durchgehender Gesang nur als eine Art von Zitat möglich – wie in der klassischen Oper ja übrigens auch, die Arie ist ja eine Art Heraustreten/Ausschließen aus dem Kontext und steht für Musik innerhalb der Musik, ist also eigentlich gerahmt. Ist also völlig grotesk zu denken, dass man einen durchgehend gültigen, bruchlosen Gesangsstil entwickeln kann. Literaturoper hat das versucht und kurzzeitig auch erreicht. Ist aber wohl dann doch vorbei, I suppose. Problem ist, glaube ich, die Suggestion, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang zwischen Wort und Gesang gibt, dass die beiden unhinterfragbar zusammengehören. Während eine Nummernoper mit Rezitativ/Arien-Wechsel im Grunde ständig vorführt, dass es nicht so ist. Dass es eben allermindestens zwei grundverschiedene Möglichkeiten gibt, Wort und Musik aufeinander zu beziehen. Das gesprochene Wort ist dafür also gar nicht notwendig und auch nicht wirklich hilfreich, weil es zum Problem nichts beiträgt. Ist eben das gesprochene Wort, sonst nichts, auch wenn es vielleicht von Musik begleitet wird. Weswegen das Melodram so unbefriedigend bleibt. Die Rezitativteile müssten also grundsätzlich anders ausgeführt werden als die Arienteile und so ganz eindeutig die Konstellation Wort/Musik in Frage stellen. Vielleicht eine extrem reduzierte Form von Gesang, die aber klar vom einfachen Sprechen, aber eben auch vom eindeutigen Singen unterschieden ist. Ist natürlich die Frage, ob das überhaupt möglich ist, ob das nicht sofort wieder in den Gesangmodus hineingezogen wird.

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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I’m not gonna forget.

O.k., was ist Unterteilung:
– jede Form von vibratoartiger Abweichung (kann auch rhythmisch strukturiert sein)
– jede Form von tremoloartiger Klangunterbrechung (eher regelmäßig als unregelmäßig)

Vorsicht: Tonbewegungen nicht automatisch in regelmäßige rhythmische Einheiten aufteilen. Auch eine kurze Bewegung gewinnt durch rhythmisches Ungleichgewicht an Gesicht.

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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Slow slow slow.

Unzählige MÖGLICHE Parameter – wieviele brauchst Du und wie willst Du sie verarbeiten?

Schlachten 2: Motette:
– Warum eigentlich nicht tiefes Metal-Grunzen? Was spricht dagegen? Schöngesang einfach wegnehmen.
– Möglicherweise horizontale Organisation vervollständigen. Gibt dann immer noch ohne Ende Lücken.
– Vorbereitetes Material nur als Vorschlag betrachten. Vielleicht sogar nur als Widerstand. Entscheidend ist die Situation vor Ort.
– Frage: Wo sollen die Taktdauern herkommen? Sollen sie an den Text angepasst werden oder nicht? Fest steht, dass jedem Takt immer genau eine Silbe zugeordnet ist. Insofern gibt es in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit, auf den Text Rücksicht zu nehmen. Es ist also letztlich nicht der Text, sondern das Material, das unterschiedliche Taktlängen erzwingen würde. Und natürlich seine Platzierung im Takt.
– Teil I/III vs. Teil II/IV: Material muss Takt immer komplett ausfüllen, dann genügt es, die Pausentakte wegzunehmen, um einen ununterbrochenen Verlauf zu erzeugen. Wahrscheinlich sollten aber dennoch die Takte in II/IV tendenziell länger sein als in I/III, um das Gefühl von Kontinuität und damit den Gegensatz zu I/III zu verstärken
– Kontinuität also doch auch hier aus Diskontinuität zusammengesetzt.
– g/ä/v unterschiedliche Taktlängen? Weiß nicht, ob das wirklich Sinn macht, schließlich springen die Silben ja zum Teil auf den nächsten Takt.
– Tempounterschied 116/112 vs. 84/80 würde allerdings wahrscheinlich genügen, um den Eindruck von Kontinuität zu verstärken.
– Gibt es überhaupt v’s innerhalb eines Taktes?
– Problem bei den langsamen Teilen: In den Instrumentaltakten muss das Instrument den Takt allein komplett ausfüllen, es entsteht also zwangsläufig eine neue Form von Material, die eigentlich auch Rückwirkungen auf die Gesangpartien haben müsste. Bzw. in den Gesangpartien vorausbedacht werden muss.
– Alles benutzen, was schon da ist, und dann weitermachen. Die Ruine wird fertiggebaut.
– Rhythmisch ausmontiertes Meckervibrato

Licht: Daniel Rybakken, MARK 27

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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ja, das traue ich mir zu

Unstimmigkeit: Wenn die rhythmische Ebene zwischen Stimmen insgesamt und Instrumenten insgesamt verschieden ist, müssten die Instrumente auf die nächste Einheit springen, wodurch sich, zumindest bei der Bewegung von Phrase zu Phrase eine vertikale Schichtung ergibt, die Differenz produziert. Was aber, wenn dort schon etwas steht? Wenn das Verhältnis zwischen Stimmen und Instrumenten dort gleich ist? Das müsste ja heißen, dass an dieser Stelle eine Schichtung innerhalb der Instrumente stattfinden muss, d.h. dass die Instrumente zwei verschiedene Materialien gleichzeitig spielen müssen. Oder, dass man sie auseinanderzieht, dass die Instrumente Zeit bekommen, beide Materialien nacheinander zu spielen, so dass eine Pause in den Stimmen entsteht. Die Pausen in den Stimmen wären dann also keine Gliederung im Wortsinn, sondern würden sich aus der Konstruktion des Verhältnisses zwischen Stimmen und Instrumenten ergeben. Was eigentlich eine interessante Idee ist.

Aufteilung: Geste + Innenbewegung. Könnte z.B. auch Triller sein? Auf der anderen Seite hat der Triller gestisch natürlich eine völlig andere Bedeutung als ein einfaches auf-ab oder eine ähnliche Binnengliederung einer Grundbewegung und wird auch dementsprechend anders wahrgenommen.

Triller – Klangfarbe – Stimmklang? Was stimmt, ist, dass man auf die Binnenbewegung zusätzlich einen Triller legen könnte, dass sie sich also nicht notwendigerweise auf der gleichen Ebene bewegen. Und dass man den Triller tendenziell eher als Klangfarbe, nicht als Grund- oder Binnenbewegung hört, dass es also auf jeden Fall Sinn machen würde, diese beiden Elemente zusammenzuziehen. Wäre allerdings eine neue Ebene, das ist klar.

Und die Aufteilung, Binnenbewegung ist dann immer noch eine relativ grobe Festlegung, wie eine erste Modifikation von Grundelementen.

Tonhöhen erstmal komplett weglassen, nur vom Klang und seiner Bewegung ausgehen? Möglicherweise Grundregister (hoch/mittel/tief) festlegen, die dann je nach Stimmtechnik eine andere Bedeutung bekommen. Oder: Man legt im voraus fest, dass eine bestimmte Technik nur in einem bestimmten Register stattfinden kann/darf.

Flüstern + Druck geht natürlich, ist überhaupt kein Problem. Warum macht man das dann nicht? Viele Nuancen als Übergang möglich, leicht realisierbar.

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Telephones

Ruhe, in jeder Hinsicht: Angenehm, unangenehm, man ist dann natürlich schon komplett auf sich zurückgeworfen, das Hirn schaltet sich ein und denkt denkt denkt, was kann ich nur machen, was ist bloss los, was denke ich denn da. Absolute Nichtbeschäftigung als Ultrabeschäftigung.

Tonhöhen/Lautstärke/Glissando-Triller: Spricht nicht wirklich etwas dagegen, das systematisch anzuwenden. Außer die Ausführung. Glottistriller.

Krass: Gehaltener Ton, dann winzige Bewegung, dann wieder gehaltener Ton, dann gestische Bewegung aus dem Ton heraus. Super Material.

Gerade-Triller-Bewegung-Gerade, etc.

Hat ja auch etwas sautrauriges, plötzlich so konzentriert zu arbeiten. So anstrengend: Was passiert denn da mit mir? Und produziert dann ununterbrochen, kann gar nicht mehr aufhören.

So anstrengend: Kann ich jetzt endlich mal aufhören? Oder soll das immer so weiter gehen? Sturm im Kopf.

Irgendwann dann doch erschöpft, obwohl so viel noch zu tun/zu denken wäre.

Lustig, dass die Männerstimme dann so völlig anders, letztlich quälend hässlich wirkt.

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Wiedergabe

Maschine
Maschine

Wie ist das eigentlich mit drei Stimmen, ist die letzte Stimme dann um zwei Silben gegenüber ihrem eigentlichen Bezug versetzt, d.h. würden dann immer drei verschiedene Silben zeitlich aufeinander bezogen werden?

Und klar ist, dass zusammen mit den Instrumenten die Sache nochmal komplizierter wird.

Pausen/Zäsuren

verschieden bedeutet immer: länger

Echte, vollständige Verschiedenheit wäre wahrscheinlich das, was aus den systematischen Vorgaben komplett herausfallen würde: Wäre lustigerweise in der Konsequenz wahrscheinlich die statischste, am wenigsten bewegte Passage des Stücks

Männliche Gagok-Stimme: Wie kunstlos, schmucklos, tendenziell hässlich, sogar quälend, gar nicht mit weiblichem Gagok vergleichbar.

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Filed under Gesang, Schlachten 1: Arie, Schlachten 2: Motette, Weltmusik

Sky Backdrop

Vielleicht so: Wenn die Stimmen so direkt aufeinander bezogen sind, könnte man sie entweder immer synchron in eine neue Klangfarbe wechseln lassen und so eine Art homogene Überstimme mit geringfügiger Binnendifferenzierung schaffen, oder eben prüfen, ob die Klangfarbe das Register ersetzen kann, dass die Stimmen im gleichen Register, aber mit unterschiedlicher Klangfarbe entsprechend Auseinanderfallen wie früher in unterschiedlichen Registern.

Das Gitter ist also so eng, dass jeder Einsatz entweder bei der vorhergehenden, oder bei der nachfolgenden Silbe strukturell einrastet. Zeitlich kann es gestaucht und gedehnt werden. Was ist aber mit Mehrfach-Silben, komplexen Melismen? Auf die einzelnen Teile der Melissen bezogen könnte der gewünschte enge Bezug nur dann realisiert werden, wenn alle Stimmen immer das gleiche, bzw. die gleiche Art von Melisma ausführen, so dass die Teile des Melismas auf die gleiche Art einrasten können wie vorher die Silben. Das würde wahrscheinlich heißen, dass die Melissen entweder gestreckt werden, oder Pausen beinhalten, und dann in ihren Einzelteilen tatsächlich wie Silben behandelt werden müssen. Vielleicht wäre das Ausfüllen, Strecken tatsächlich die beste Möglichkeit, weil dadurch ein Klangband entstehen würde, das eine Art Gegengewicht zur vorherrschenden Kleinteiligkeit darstellen könnte.

Und wenn dann plötzlich jemand durchdrehen würde? Das muss es ja auch geben können, den totalen Bruch, das Ereignis, das überhaupt nicht, und zwar in gar keiner Weise, nicht formal, nicht inhaltlich, in das etablierte Feld integriert werden kann.

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Filed under Gesang, Schlachten 2: Motette

School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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Der Sepik

Hidden objects 

Wassertrommel: Stimme des Krokodils

Klangbrett 
Fischmaske

Amerikanerinnen: Glottis durchgehend nach unten gedrückt, einheitliches Knarzen, quasi Klangverstärkung, quasi Selbstpersiflage.

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Filed under Gesang, Kunst

Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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Su Hui

Rollenverteilung durch Register aufbrechen. Ein bestimmtes Register kann eben nur von einem bestimmten Stimmtyp gesungen werden, und wenn eine Rolle verschiedene Register enthält, muss sie auf verschiedene Sänger aufgeteilt werden. Wäre die Frage, ob man in einer Männeroper tatsächlich Frauenstimmen wegen der größeren Klarheit und Flexibilität bevorzugen sollte, so dass es quasi nur Hosenrollen gibt, und vielleicht einige wenige Männerstimmen, wo man eine vorübergehende Übereinstimmung von Rolle und Stimme herstellen will.

Maurizio/Licht, Installation: Oder radikal vereinfachen, z.B. ein einziges Signal verwenden und, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen aufspalten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die mehr Klarheit und weniger Abbildung hineinbringt. Also durch Vereinfachen statt durch Verkomplizieren Distanz schaffen.

If it don’t make money, it don’t make sense (Dom Kennedy).

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Costas Array

Ignaz Friedman, Pariser Str. 21

난 괜찮다고 또 웃으며 Good Bye: Schweller mit dem Schlag, Schweller gegen den Schlag, Schweller, die sich gegen den Schlag verschieben. Am Lautstärkeregler herumspielen (Maurizio/Licht, Radio).

Das ist dies. Und das ist das. Geballte Klugscheißerei. Wie gut, dass wir mal wieder auf der richtigen Seite stehen und alle, die es wollen, daran teilhaben lassen können. Harald Schmidt für Arme. Und dann noch schnell im Verzeichnis der bequemen Provokationen geblättert: Adolf Hitler, 9/11, Osama bin Laden. Ist ja echt aufregend. Na ja, eigentlich nicht. Allenfalls der Mut zum totalen Trash. Ist auch nicht wirklich größenwahnsinnig. Würde nur sehr gerne größenwahnsinnig sein. Und tut die ganze Zeit so, als ob. Aber immer mit der nötigen argumentativen Absicherung, immer auch den Beweis integrieren, dass man es eigentlich gar nicht so meint. Vielleicht, im besten Fall, geil zynisch.

Stimmfarbe im Flüstern erkennbar (ausspielen).

Schlachten 2: Motette mit Registerschattierungen vorschreiben. Erst dann genaue Tonhöhen ausarbeiten.

Vaporwave als Klassik: Absolute Musik. Wahrscheinlich wirklich.

Mahler 9, letzter Satz, als statische Ikone.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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hassenswert

Tonhöhenrichtung (Glissando) + Mikrobewegung

Ein Problem bei komponierter Musik: Man darf nichts Doofes machen, in gewisser Weise darf man auch nichts Einfaches machen, man darf nicht einfach laufen lassen. Es läuft immer so eine Art Qualitätssiegel-Anspruch mit, der viele Dinge nicht nur als Vorurteil, sondern auch tatsächlich unmöglich macht, was heißt, sie sind dann wirklich schlecht, wenn sie in komponierter Musik vorkommen, weil es sich der Komponist zu einfach gemacht hat. Aber wahrscheinlich schadet das der Musik.

Je weniger Talent, desto mehr Bosheit: Gilt im wesentlichen für alle Lebensbereiche. Allerdings, Talent allein, die reine Tugend, hilft auch nicht wirklich weiter.

Kleidung tragen, die einem nicht steht, aber nicht so offensichtlich, dass man merkt, dass sie einem nicht stehen soll. Als ob man die Kleidung, die einem nicht steht, genau so, wie sie ist, lieben würde. Absolut keine Ironie, auch nicht in Bezug auf das soziale Umfeld: Schwierige Aufgabe, nicht nur, weil sie eine genau Analyse des aktuellen Geschmacks voraussetzt, sondern vor allem, weil sie die totale Selbstverleugnung bis ins kleinste Detail einfordert, die man tatsächlich nur schwer aufbringen kann. Nicht das geringste Signal aussenden, dass es einen doppelten Boden gibt.

Margiela: Wenn man Fehler zum Prinzip macht, muss man verdammt sorgfältig arbeiten.

Low Jack: Tibet-Chant über Bass-Drum, bisschen offensichtlich, bisschen platt, aber trotzdem gute Idee.

Handgesungene, äh, handgemachte Musik, wirkt halt schon ein bisschen lächerlich, kitschig, so an seine eigenen Gefühle zu glauben und sie herauszusingen, ist halt, egal, wie gut es gemacht ist, irgendwie vorbei. Authentizitätswahn. Gerade eben nicht authentisch in seiner Wirkung, interessanterweise. Hätte man nur nicht dran geglaubt!

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Nur mit der Oberlippe spielen.

pressen + hauchen

Material: Möglichst tot, möglichst verbraucht. Auf der anderen Seite willst du natürlich auch einen gewissen Zugriff haben. Was würdest du dann mit 0-Material machen?

Brett auf Pauke (weißes Rauschen)
Gong auf Brett (Heulen)
Bogen auf Nagel (reine Töne)
Einhändige Stoppschläge, quasi Ausschnitte aus Wirbel (Praller)
Runde Metallplatten mit eingebauten Glissando (ziemlich lang und weit)

Stimme/Instrument – Instrument/Stimme

Sidsel Endresen: Every fuckin’ Michael Jackson grunt.

Wenn nicht nur für eine kurze Geste, sondern für eine oder mehrere Phrasen verwendet, kann Einatmen tatsächlich auch mehr als ein doofer Effekt sein, quasi Samurai-Stimme (auch bei Frauen).

Auch bei Sprechen/Sprechsingen/Singen in kleinen, umstellbaren Modulen denken, die frei beweglich sind. Auseinandernehmen, Lücken, Löcher, Luft: Unbedingt vermeiden, dass das einfach so wie am dramaturgischen Schnürchen abläuft.

Stimmt auch wieder. Natürlich.

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Singstimme als Ausnahme

komplett egal, aber gut

Sprechstimme: Realer Ambitus vs. möglicher Ambitus

Das Problem: Man kann nichts dagegen sagen. Wie willst Du dagegen argumentieren? Ist doch eh alles richtig. Bringt’s aber genau deswegen leider gar nicht.

By the way: Uninteressant ist nicht das Gleiche wie langweilig.

professioneller Konzertaufbau
superprofessioneller Konzertaufbau
Konzertaufbau als Performance,
aber eben nicht als Witz

Schablone, logischerweise (KG):
– Kann ich mal eine Stimmschablone haben, bitte?
– Wieso, haben Sie doch eh.
– Na, nicht so eine. Eine richtige.
– Ach so, ne richtige. Nee, ne richtige haben wir nicht. Hatten wir noch nie.
– Stimmt.

Reaktion braucht Zeit (Keaton). Pause. Zoom. Mikrophongeräusch. Leere Bühne.

Man sieht Masse, hört aber nur eine Stimme.

Extrem durchbrochener Satz mit einzelnen Verdopplungen, zum Teil einander überlappend, zum Teil voneinander abweichend. Z.B.

krasser Durst: Warum denkt man eigentlich, wenn man sehr durstig ist, dass Bier oder Wein oder Saft oder whatever den Durst besser löscht als z.B. Wasser? Und warum fühlt sich das tatsächlich manchmal so an?

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Planet trillaphon

Irrer brummt vor sich hin: Klangband, geringer Ambitus, fast Monoton, durchlaufend, aber eben kein Parlando.

Murmeln. Sabbern. Brummen. Einzelne Wörter verständlich. Oder ohnehin nur einzelne Wörter.

Motette: Mehr Geräusch als Gesang, mehr Geste als Tonhöhe. Geräusche, Sprechstimme, Singstimme. Tonale Schnitte als wesentliche Motivation für exakte Notation, sonst ungefähre Notation eigentlich effektiver im Hinblick auf das gewünschte akustische Ergebnis.

Stimmt, das wollten wir eigentlich machen.

schwarzbraun
blauschwarz
blaubraunschwarz

Endredaktion: Alles schärfen, alles auf den Punkt bringen, deutlich machen, das Material wie von außen noch einmal anfassen und zur größtmöglichen Direktheit bringen. Oder umgekehrt. Jedenfalls die Position schärfen, deutlich machen, warum man tut, was man tut.

Nochmal Motette: Eigenen Parameter für tonale Klänge einrichten. Meaning: Einfach für alles, was vorkommen soll, eigene Parameter einrichten (Song Cycle).

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Filed under Gesang, Krieg, Literatur, Oper, Schlachten 2: Motette, ZWEI/2240: Song Cycle

Dänke, Berlin!

Vokale sind völlig überschätzt. Konsonanten natürlich auch.

Das Gefühl, dass letztlich alle ausnahmslos versagt haben: Die einen haben es zu gut, die anderen zu schlecht, aber niemand hat es richtig gemacht.

Kurze, extrem dichte Passagen, aber nicht wie plötzliche Ausbrüche von Aktivität, sondern eher beiläufig, selbstverständlich, als ob sich hier beispielsweise zwei Schichten kurzzeitig, an ihren Rändern, überlagern, dann aber wieder unabhängig voneinander, ohne Berührung, weiterlaufen würden. Gleichzeitig aber so dicht gepackt mit verschiedenartigen, einander widersprechenden Aktionen, manche auch verschwindend leise, wie Reste von Aktionen, die man gar nicht wahrnimmt, dass das Ohr und der Verstand kaum folgen können, nur spüren, dass da etwas sein muss. Es letztlich auch wissen, aber nicht analysieren können.

Phonation: Verengen und hauchen gleichzeitig. Ist natürlich niemand bereit zu tun, macht aber absolut Sinn und ist völlig normal im echten Leben.

Sänger/Ausbildung: Das Falsche könnte vielleicht auch darin liegen, dass das, was ein ausgebildeter Sänger tut, wirklich nur ein ausgebildeter Sänger tun kann. Während Instrumente auch von einem nicht ausgebildeten Laien sinnvoll traktiert werden können. Und es zumindest theoretisch zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte – wenn auch nicht in vergleichbarem Maß kontrolliert.

Harry L.: Bitte, lass mich nicht allein.

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als ob alle krank wären

zeitgemäß
nicht mehr zeitgemäß
nie zeitgemäß gewesen

reicht tatsächlich nicht mehr: interessant

fast als ob es besser wäre, schlechter zu sein

Pulsieren/in Bewegung halten: Funktioniert, ist aber letztlich ein bisschen zu flach (Lawrence English, For/Not for John Cage). Trotzdem schön.

Ideal: So schreiben, als ob es jeder könnte.

basically we are all waiting for permission to die

Was würdest du tun, wenn du WÜSSTEST, dass alles, womit du dich beschäftigst, nicht MIT dir, sondern VOR dir verschwinden wird?

Deutlichkeit: Like aufgespritzte Lippen oder so?

Recaredo Brut Nature Gran Reserva 2008

Stolen Friend: Chorpassagen ganz einfach halten, blockhaft, quasi einstimmig, einzelne Szenen sehr deutlich voneinander trennen. Absolut homophoner Satz, Besetzung orchestral aufspalten. Immer Gruppen. Möglicherweise einzelne Solisten/Protagonisten hervorheben. Besetzungsstärke variieren, orchestral denken. Orchester Verdopplung + reine Begleitung. Muss Szenen zusammenfassen, Pausen artikulieren. Quasi keine Substanz. Bitte keine Einwürfe! By the way: Was aber dann? Eindeutige Begleitung: Super Erfindung.

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gelbgrau

So was wie: Was willst Du wirklich hören? Gibt es etwas, was Du wirklich hören willst? Bist Du in der Lage, das kompromisslos umzusetzen?

Rudolph Grey: Maskierung von Gesten, um Geste auszuschalten.

Boardwalk Empire: Verdammt viele gute Ideen, phantastisches Script.

Z.B. Dilloway/Lescalleet, Western Nest: Einfach mal nachspielen, 1:1 übersetzen, könnte viel interessanter sein, als sich etwas Neues auszudenken.

Life after life.

Den Strich MALEN. Das Sprechen z.B. MURMELN.

PLAKATKUNST

Drastik
Langeweile
Zeitlosigkeit

quälend

f-Moll als qualitativer Regulator
Unisono als quantitativer Regulator

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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Unzulänglichkeit

Selten eine gute Idee, etwas ausdrücken zu wollen. Wird fast immer zum Vorurteil, zur Reproduktion einer bereits bekannten expressiven Figur. Bei Sängern besonders auffällig, wie bei Schauspielern. Kann dann sogar leicht verlogen werden, eben explizit unwahrhaftig. Misston.

Szenario: Partiturseite, Streichorchester, durchbrochener Tuttisatz, alle Takte falsch eingesetzt, d.h. zu kurz oder zu lang, Lücken oder Überhänge. I like it. Mechanische Unschärfe.

– Dass mir das zum Verhängnis werden würde!
– Ja, stimmt, hätte ich auch nicht gedacht.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Was wäre denn am unangenehmsten?

Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend

Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.

The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.

Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.

Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.

Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?

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Zirkus

Zeitmessung als künstliches Schicksal: Wenn/Um/Dann.

Knackser genau auf Bassdrum: Interessanter Effekt, als ob der Lautsprecher durchbrennen würde. Dazu passend: Falsches, fehlerhaftes Aussetzen der Tonspur viel überzeugender, weil überraschender, als gesteuerte Pause. Weiteres Indiz: Musik in einem Zimmer, Computer mit Musik schaltet sich an in anderem Zimmer, man staunt, was für eine tolle Überlagerung, wie ist er nur darauf gekommen, dabei reiner Zufall, überhaupt nicht beabsichtigt, kein rhythmischer, kein metrischer, kein tonaler Zusammenhang. Gesteuertes Zufallsverfahren würde vermutlich immer noch zu absichtlich und homogen, weil regelhaft wirken: Es muss eben wirklich falsch sein.

Inmitten all dieses Lärms

Immer wieder abstoppen, verschlucken, jeder Konsonant würgt den Vokal davor ab, verschluckt ihn, humpeln, hinken, toller Rhythmus, jedes Wort, jede Silbe gegen den Widerstand der Konsonanten herausgewürgt, Schwellen, immer ein leichtes Abfallen vor jedem Stop, immer nach unten, Sprechen zwischen Blasiertheit und Debilität.

liest
ja
eh
niemand

Wahnsinn, wieviel Buch ständig ausgestoßen, sprich veröffentlicht wird, vieles natürlich fürchterlich, aber in gewisser Weise sind die halbguten Bücher, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann, das eigentliche Problem: Man müsste sie eigentlich lesen, besonders wenn einen der Gegenstand, der behandelt wird, interessiert, aber es lohnt sich fast nie, was man eigentlich immer weiß, aber nicht glauben will. Bücherkauf wird da zu einer Art Voodoo-Praxis, Aneignung von Wissen nicht durch Lesen, sondern durch den reinen Kauf, man hat sich sozusagen per Kauf verpflichtet, das Buch zu lesen, auch wenn man es nie tun wird. Einerseits völliger Unsinn, andererseits erinnert das Buch im Regal zumindest daran, dass man sich mit etwas beschäftigen wollte.

fuck art
let’s work

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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BR

The Inuit Empire.

Super wichtig: Neue Dynamik-Notation

Lucien Fugere
Pol Plancon

Minhee Park: Triller als Brechung, Verzierung als zweite Stimme. Eigenes Tempo.

Tonhöhe vs. Dynamik

Mögliche Aufteilung/Schnitt 4/4: 8-0, 7-1, 6-2, 5-3, 4-4, 3-5, 2-6, 1-7, 0-8. Jeder Takt kann mehrfach/verschieden ausgelesen werden. Akkumulation von Teilstücken.

Vorschlag mit glissando/portamento: Ist doch eigentlich klar – bin ich eigentlich bescheuert? Schwerer Akzent – immer von unten. Von oben wahrscheinlich eher distinkte Tonhöhe.

Female Gagok: Gerader Ton, mühelos gehalten, scheinbar ohne Energiezufuhr – aber eben auch nicht ausklingend!

Maurizio/Licht: Pausen zusätzlich oder an Stelle von Musik? (Interessante Frage, auch über das Stück hinaus relevant.)

Hier ist die Liste
mit deinen Freunden
in der Reihenfolge,
in der sie gestorben sind.

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Blumen/Kleid

Modell 3 für Stammheimer/Stockhausen/Heidegger oder Chorszenen? Matta Clark vs. Parlando. Das würde heisen, dass Trio und Chor auseinander genommen und neu zusammengesetzt werden müssten. Synchrone vs. Asynchrone Passagen.

still
sanft
in sich gekehrt

langsam, weitgespannt

Schrei-e Schrei-e Schrei-e Schrei-e
Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge 

absolute Kontinuität
ununterbrochenes Klangband

Duette vollständiger Gegensatz zu Terzetten

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Formalistische Verzerrung

7 fuckin’ years.

Wahrscheinlich geht das wirklich nicht, dass man einem Text einfach Noten zuordnet. Wirkt lächerlich, fast ironisch. Würde vielleicht als Sprechrhythmus gerade so durchgehen. Weil das Sprechen nicht so deutlich zwischen akustischer Haupt- und Nebeninformation unterscheidet wie das Singen. Also allenfalls Abstufungen – oder eben gar nicht.

Es hilft auch nichts, wenn der Rhythmus komplex ist – wirkt fast noch komischer/deplazierter. Als ob man sich einen Ort anmaßt, der einem nicht zusteht. Weil er nichts mehr bedeutet. Sonst müsste man das Genre insgesamt akzeptieren. Wozu man logischerweise keine Lust hat.

Vielleicht genau das Gegenteil: Völlig mechanisch mit dem Text umgehen. Diese bescheuerte Einfühlung/Ausdeutung weglassen. Denn auf die Sprachmelodie eingehen ist ja letztlich nichts anderes als ausdeuten.

Nullausdehnung, horizontal und vertikal: Es gibt keine horizonale Nullausdehnung ohne vertikale Nullausdehnung, es sei denn: Staccato-Akkord, Staccato-Klang, statt Staccato-Ton.

Wenn der Einsatzabstand kleiner als die Ausdehnung ist, überlappen sich die einzelnen Elemente. Wäre bei Wörtern eine lustige, ziemlich formalistische Verzerrung.

Lieblingsfilme ever:
Wild Bunch
A Touch of Zen

Krieg: Sich selbst überholen, an den Rändern ausfransen

Szenen verzahnen

Silben
Worte
Zeilen

canon for one voice

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Optimismus

everything is way too convenient

Musikalität unterbinden/verhindern

Doku = Zeit

Vokalklänge und Instrumentalklänge ununterscheidbar machen: Würde voraussetzen, dass die Darstellung absolut ironie- und pointenfrei ist, dann könnte man tatsächlich auf den Reichtum der Klanggebung reagieren und nicht einfach nur den normalen Gebrauch der Werkzeuge negieren. Totale Verschmelzung und gleichzeitig doch ein vorsichtiges Auseinanderhalten, eine minimale Differenz, die Instrumente und Stimmen voneinander absetzt. Basis müssen Geräusche sein, die nur ausnahmsweise den Bereich der Tonhöhen berühren. Vielleicht aber auch, dass sich die Stimmen von den Geräuschen zu den Tonhöhen vorarbeiten, und umgekehrt die Instrumente von den Tonhöhen zu den Geräuschen.

hall of fuckin’ shame

Ist doch toll: Du musst nur einen einzigen Buchstaben hinzufügen, und schon sieht es aus wie ein richtiges Wort.

3 Bläser, 3 Streicher, 6 Sänger, alle mikrophoniert:

fck y!
fck d!

there’s a lot of signals you don’t wanna send

Vielleicht auch Schlagzeug/Klavier? Wäre doch auch schön, oder? Kann ich noch ein bisschen … ? Oder vielleicht … ?

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Filed under Gesang, Methode, Oper, Projekte, Stücke

inalienable/dreamless

Blu: Einzelne Silben herausdrücken (portato crescendo), andere fast verschlucken (staccatisso pianissimo). Möglicherweise zwei verschiedene, unabhängige Rhythmusebenen.

Betonte und unbetonte Silben auf zwei verschiedenen Rhythmusebenen.

Ungereimtheiten Kathedrale

e-g-e-g-e-f-d-f-d-e-c-g-e-d-g-g

Wovon ich schwärm’: Der Lärm.

Zeichen der Zeit: Monothematische Bands. Verengung der Perspektive. Verdeutlichung der Aussage.

Who knows how deep that hole is – maybe it has no bottom at all.

Oktave als Überraschung: Plötzlich ist das Gleiche obendrüber (oder untendrunter). Wie kann das denn sein?

Nicht für selbstverständlich nehmen.

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Übrigens

Aufschreiben im Grunde ja genau das Gegenteil von Erinnern: Alles, was man aufgeschrieben hat, kann man getrost vergessen. Stimmt allerdings nicht immer: Aufschreiben, um daran zu denken vs. Aufschreiben, um den Gedanken los zu werden.

ERFAHRUNG des Singens: Was bedeutet das eigentlich, wer macht das? Ist ja offensichtlich kulturell geprägt, Klangschönheit und Reinheit als europäisches Ideal, und genau das gilt dann immer als Grunderfahrung des Gesangs. Der gesamte mehrstimmige Chorgesang, der ja so ein tolles Gemeinschaftsgefühl entstehen lassen soll, wäre ohne dies nicht denkbar und würde wohl auch keinen Sinn machen. Abweichungen sind nur als Dekonstruktion des Chorideals zu verstehen, nicht als aus sich heraus entwickelte Komplexe. In ihrer Abweichung verweisen sie unmissverständlich auf das Ideal als Ausgangspunkt. Man müsste das miteinberechnen in seine Arbeit, fragen, wo Mehrstimmigkeit wirklich sinnvoll ist, und wo nicht, und zwar vielleicht sogar ÜBERHAUPT NICHT. Was könnte Stimmen zusammenhalten, die gleichzeitig, aber nicht mehrstimmig singen? Was wäre ein sinnvolles Modell, das nicht einfach nur klassische Chorsatz-Muster abarbeitet? Wie kann man eine neue Qualität aus dem eigentlich ja auch immer ein bisschen peinlichen Format Chormusik entwickeln?

Da kommt dann natürlich irgendwann – und zwar eigentlich ziemlich schnell – Text und Verständlichkeit ins Spiel.

Stimmen zusammenfassen – Stimmen trennen

homogenisieren – antagonisieren

gleich/ähnlich/verschieden

kein Kontrast!

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

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Streichquartett 2010

Ist es befriedigender, Dinge einzuführen, oder sie nebeneinander zu stellen? Was ist schmerzhafter? In der aktuellen Situation würde ich sagen, sie miteinander zu verbinden.

Re: Eigenwerbung ist Schwachsinn, Polemik dito

Das einzige, was sinnvoll sein könnte, wäre Dinge genau zu beschreiben und sie damit zu zerstören – oder eben nicht. Was der genauen, interessenlosen Beschreibung standhält, hat gewonnen.

Eine feste Position, die im Voraus feststeht, ist der Gipfel des Schwachsinns, weil es sie nicht geben KANN. Dinge verändern sich ständig, eine feste Position kann nur auf INTERESSEN aufbauen, also Erkenntnis vernichten.

Auf der anderen Seite:

Moe
Moguillansky
Lachenmann
Sciarrino
Xenakis

Baby 1:1 transkribieren und Sänger mit vollem Ernst – nicht theatral! – vortragen lassen

Akzent durch Verdopplung (Joy Orbison) – Klangstärke und Klangtiefe

Untrust: laute Akorde mit gegenläufiger Dynamik, möglicherweise Instrumentengruppen gegeneinander ausspielen. Möglicherweise Akkordfolge als Eröffnungsgeste, z.B. aufsteigend/absteigend 1 2 3 4 5.

Alles aus sich heraus motivieren, nichts für etwas anderes tun.

Das so lange wie möglich herauszögern könnte die beste dramaturgische Strategie überhaupt sein. Könnte allerdings auch übereffektiv sein.

Streichquartett könnte auch einfach aus zwei Teilen bestehen: einer Pizzicato, gedämpft, leise, einer Arco, lärmig, sehr laut. Beide sehr lang.

Untrust: Differenztonakkorde wiederverwenden, daraus Material ableiten – muss aber nicht sein. Untrue vielleicht doch mit Oktaven anfangen lassen. Auf jeden Fall Dubstep-Aspekte verstärken.

Lange Zeitabschnitte dramaturgisch UND als reine Dauern verstehen.

Eigentumswohnung

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