Category Archives: Kunst

Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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flach flach flach flach flach

It’s so ugly!

Einfach irgendwas 
Keine unnötige Anstrengung
Keine Narration
Vor allem nicht zuviel Sinn
Das heißt aber auch
Keine Konstruktion
Kein Bemühen um Konsequenz
Konsequenz als Sinnhaftigkeit
Arbeiten mit dem was man hat 

Ist tatsächlich die Frage, ob man das nicht alles kappen sollte, ob es nicht besser wäre, ganz flach zu arbeiten, ohne Hintergrund, ohne Tiefenschärfe. Einfach nur benutzen, was gerade zur Hand ist, sich nur auf das beziehen, das für jeden präsent ist, absolut kein Geheimnis. Und wenn doch, ausschließlich technischer Art: Wie macht man das, wie geht das überhaupt?

Assez entspannt. Lustig.

Haus. Garten. Zaun. Ziemlich spießiges Grundmotiv. Da ist man als Stadtmensch doch froh, dass man das so gut wie nicht mitbekommt.

Serien von Fensterstreben: Geile Idee, sehr nüchtern, zumindest für unsere Augen. Im Prinzip viel interessanter als expressionistische Sonderformate.

Volumen, Proportion und Struktur: Letztlich krass hässlich und ein bisschen zu viel gewollt. Säulenhalle.

Nu de dos: Woher die ganzen Muskeln, Kraft, Volumen, Material?

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Katze vs. Frau

Komplett unwirkliches Licht, als ob ständig drei Sonnen oder vier Filmstrahler leuchten würden.

Durchaus viel Sex, aber dann nicht zu genau hinschauen, etwas verschwimmen lassen, ein bisschen wie auf alten Fotos, die den Eindruck erwecken, als ob sie alles zeigen würden, obwohl sie es tatsächlich gar nicht tun.

In gewisser Weise unverschämt, schamlos, vielleicht sogar geschmacklos.

Und dann verschwindet alles in Farbe, wird in Farbe ertränkt.

Auf groteske Weise den männlichen Blick realisiert.

Ein bisschen auch so, als ob man die ganze Zeit schielen würde. Verzerrt.

Vieles, besonders das bürgerliche Leben wie eine absolute Persiflage, wahrscheinlich nicht bewusst, aber umso deutlicher.

Völlig bescheuerte, aber genau deswegen o.k. Witze, wie Hund an Tischkante.

Dicke Jäger, quasi Baselitz.

Das bürgerliche Leben: Totalkritik.

Voll bizarres Extremlicht auf den Tisch und die rot-rosa Ecke.

In gewisser Weise noch greller als z.B. Beckmann, weil es keinerlei Versuch zu verstehen oder zu erklären gibt.

Viele Katzen by the way, sehr viele Katzen.

Ehrlich gesagt, die Schrecklichkeit des ganz normalen, total friedlichen Lebens verdammt gut wiedergegeben.

Mini-van Gogh-influences.

La palme: Frau im Schatten.

Interieur blanc: Frau fast nicht zu sehen.

Lass alles rein. Mach die Augen auf. Arschloch.

Happiness/unhappiness: Boys, be careful!

Die Nacht ist genauso hell wie der Tag. Aufdringlich, zu nah, eigentlich unangenehm.

Könnte man ja auch bei all der Leuchtkraft für supertraurig und unheimlich halten.

Extrem merkwürdig normalisierte Detailsicht: Alles gleich wichtig.

Wenn du das Bürgertum kritisieren willst, musst du selbst bürgerlich sein, sonst nimmst du eine Position ein, die genauso klein und piefig ist wie das Bürgertum selbst. Vielleicht sogar noch piefiger, weil ohne Realität, ohne Leben.

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Der Sepik

Hidden objects 

Wassertrommel: Stimme des Krokodils

Klangbrett 
Fischmaske

Amerikanerinnen: Glottis durchgehend nach unten gedrückt, einheitliches Knarzen, quasi Klangverstärkung, quasi Selbstpersiflage.

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Negativ/positiv.

Völlig bescheuerte Überblendungen zwischen Blatt und Schnitt, die dann doch ausgemalt werden. Quasi Primärmaterial betonen. Macht merkwürdigerweise Sinn: Funktioniert.

Ausschnitt angestückelt als Binnenzeichnung.

Im nachgeknüpften Teppich Papierschattierungen komplett beibehalten: Völlig irre und obsessiv. Heißt aber auch, dass alle Unvollkommenheiten komplett bewusst und Absicht sind. Sieht dann als Teppich ziemlich kaputt aus. Schnittunvolkommenheiten nur ansatzweise nachwebbar. Werden letztlich durch vorgegebene Körnigkeit des Materials aufgehoben.

Sehr krass: Ausschneidestoffe mit verschiedenfarbigen Garnen auf Robe nähen lassen. Letztlich totale, inhaltlich und formal nicht nachvollziehbare Differenzierung. In gewisser Weise Lob der Sinnfreiheit, Nichtlogik, Antikonsequenz.

Und dann wieder offensichtliche Stückelungen aus einem Stück nachschneiden lassen.

Darauf bestehen, die Farben zusammenzukleben, auch wenn man sie ganz einfach anmalen könnte (Hintergrund).

Glasfenster: Teils gerahmt, teils gemalt.

Eine Kachel hinter einer Kachel vor dem Rahmen.

Druck Fehlschlag, weil man nicht sehen kann, was vorne und was hinten liegt, und ob die Formen aus einem Stück oder zusammengesetzt sind.

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Striche als Gliederung im Ozean.

Cut out composition. Made entirely out of negative leftovers.

Dunkles Rot gegen leicht helleres Scharfrot: Direkteste mögliche Dissonanz als cutout.

Auch interessant: Das Anpassen, aber minimal Verpassen, sichtbare Anstückeln, vielleicht aus praktischer Notwendigkeit, vielleicht aber eben doch als direkte gestalterische Entscheidung.

Eindeutig eine Art digitaler Effekt: Entweder hier oder dort, aber kein Verwischen möglich.

Auch das Verschneiden als eine Art Perfektion, weil es die Schneidebewegung perfekt wiedergibt.

Ganz bizarr: Einen Hintergrund aus verschiedenen, einander beißenden Rostflecken zusammenzusetzen.

Große Formen aus kleinen Teilen zusammengesetzt, die in der Gesamtform verschwinden. Gleichzeitig Nähte, Unstimmigkeiten, Schnittkanten überall erkennbar. Fast, als ob die Einzelteile Pinselstriche wären. Oder, als ob die Einzelteile doch eine eigene, vielleicht skulpturale Bedeutung hätten.

Hintergrund aus verschiedenen Farben falsch zusammengeleimt.

In gewisser Weise auch die Frage: Warum so groß? Warum so riesig? Wofür die Skizzenstriche, die überall stehenbleiben?

Das Malen selbst dann quasi als Anstreichen.

Und dann das ganze Riesenbild noch aus mehreren Paneelen in unregelmäßiger Grössenfolge zusammensetzen.

Oder eine Figur aus komplett unterschiedlichen Farben zusammensetzen und ausgerechnet dort, wo sie sich mit einer anderen Figur überlappt, die gleiche Farbe nehmen.

Vogel, dessen Flügel sich in Rundung berühren. Als Form völlig sinnlos, aber dennoch nachvollziehbar.

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Filed under Form, Kunst, Montage

keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Spiegel/Montage

Bronzino
Del Sarto
Pontormo
Fiorentino

Neben Dir sitzt eine ehemalige Mitarbeiterin von Dir.

J.C.F. Bach: Schleichendes Klarinettensolo, wie ausgewürgt, herausgebrochen, Anfang und Ende kaum hörbar – kann doch nicht so gemeint sein, oder? Oder lassen sich die authentischen Instrumente auf dieser Dynamikstufe gar nicht anders spielen? Wenn ja, extremes Ausdruckspotential: Zu spät da, zu früh weg. In too much too soon.

Virtuosität, reine Virtuosität, so etwas wie Spaß an der Bewegung, am Schwierigen, Schnellen, in seiner Schnelligkeit vielleicht nicht mehr nachvollziehbaren und deswegen umso wirkungsvolleren: Auch eine merkwürdige Erfindung. Schnelligkeit geht sozusagen in Geräusch über, etwas, das man in seinen Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann.

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Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Fahler (optischer) Kubismus

Simultan sehen: Geht ja eigentlich nicht wirklich, selbst wenn die Figuren direkt nebeneinander stehen. Es gibt natürlich so eine Art over-all-image, einen Gesamteindruck.

Sieht eigentlich alles mehr wie Bretterhaufen, Lattengerüste, als wie echte Figuren in Bewegung aus. Komplexe Gefüge eher als einfache Bewegungen. Eher der Eindruck der Untersuchung der Bewegung als der Eindruck der Bewegung selbst.

Mechanik vs. Mystik: Organische Maschinen. Zart, verletzlich.

Manchmal wohlfühlen.

Super Idee: Was vor 7000 Jahren geschah, erzählen, nicht erforschen.

Stop motion: Rhythmus auskomponieren.

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Instruments of Doom

Es ist gar nicht wichtig, was, es muss nur irgendetwas passieren. Manchmal.

Spencer Finch: Korrekte, aber falsche bzw. unsinnige Abbildung. Funktioniert nicht ohne Information über Entstehungsprozess. Spannung wird dadurch generiert, dass der Betrachter gezwungen ist, Abbildung und Original zusammenzudenken, was eigentlich nicht möglich ist. Allerdings: Qualität entsteht auch dadurch, dass man SPÜRT, dass hinter dem, was wir sehen, etwas steht, was wir aus dem Gesehenen nicht ableiten können. Rätselhaftigkeit. Man würde etwas so nicht machen, wenn man nicht einen externen Grund dafür hätte. Deswegen ist das Gesehene dann auch als Gesehenes interessant.

ob jemand etwas verstanden hat,
vielleicht,
schon vergessen,
worum es sich handelte

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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Meister I von Lataha

Einförmiges Rezitativ auf schnelles Basstrommel-Klöppeln

Die Stadt.

Große, schwere Vögel.

Bogenvibrato

200 – 1
190 – 1
180 – 1
170 – 1/2
160 – 2
150 – 2
140 – 2
130 – 2
120 – 2/3
110 – 3
100 – 3
095 – 3/4
090 – 3/4
085 – 4
080 – 4/5
075 – 5
070 – 5/6
065 – 6
060 – 6

unter 2 macht keinen Sinn

tasto-ponticello langsamer als ponticello-tasto

immer nur eine Saite (IV)?

nur auf liegendem Ton wirklich hörbar

Bild festhalten: Liegeton

Barocke Variation: Nur einen Parameter auf einmal ändern

3 Positionen hinter Steg

Rutsch auf der Saite

Wir werden sterben.

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Tony Cragg, Caught dreaming, 2006, Jesmonite

Im Kopf Gegenstände/Auswahl/Optionen mit Tonhöhen nummerieren/markieren, geht automatisch, lässt sich eigentlich gar nicht vermeiden. Diatonische Melodien. Wäre interessant, mal ein Stück daraus zu machen: Wenig Tonhöhen, aber eben nicht betont wenige: Nicht eine, nicht zwei, aber sicher eben auch nicht zwölf. Quasi Kinderlied, Abzählreim, was es ja genau wäre. Sonic Youth-Technik: Kinderlied mit mikrotonalen Abweichungen.

Dunkle Ahnung: So müsste, so könnte es gehen. Was wäre, wenn man tatsächlich entscheiden würde: So muss es gehen. Quasi Entscheidungshoheit für korrekte Option beanspruchen: Ableiten, entscheiden, durchführen. DAS ist die richtige Entscheidung.

In gewisser Weise die absolute Verzweiflung/Konfrontation mit der absoluten Verzweiflung.

Improvisation: Rhythmus, Reihenfolge, Regel. Zufall. Visuelles Feld, optische Verteilung. Visueller Reiz, Entscheidungspunkt.

waking
sleeping
dreaming
nothing

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The idea is that it doesn’t matter.

Guston: Interessant, dass man denken kann, dass das grob gemalt ist. Wahrscheinlich auch eine Qualität dieser Malerei, dass die Feinheit versteckt ist und mit Deutlichkeit aufgewogen wird.

BECAUSE THAT’S WHAT I DO.

Das tolle beim Lesen ist natürlich, dass man die Informationen so wahnsinnig schnell abrufen kann. Wenn man will.

Kleidung/Körperbewusstsein: Eben wirklich etwas komplett anderes, ob du einen hohen oder tiefen Kragen trägst – z.B.

Enthusiasmus
Euphorie

Wird das Leben jetzt immer so spannend bleiben?
Was wird in den nächsten 45 Minuten passieren?
Ich freu’ mich schon so!

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Verzweiflung, offensichtlich.

Ein lauter Streicher-Klang, so kurz, dass man nicht sicher ist, ob er überhaupt da gewesen ist. Vielleicht einrahmen. Dynamik-Fehler/Abstimmungen.

Als ich noch. Uneigentlich. Nicht so persönlich-expressiv.

– Der Takt ist meine Liste!
– Oh nee, der wieder!
– Doch, das stimmt. Das ist die Wahrheit.

– Die gibt es, die –

If it’s not in the Schale, it doesn’t feel like Frühstück.

Nimmt seinen Abschied. Mit jedem Mal. Ein bisschen mehr. Am Ende ist man eigentlich schon gar nicht mehr da. Vielleicht.

It does make you think, doesn’t it? And I’m not talking about the last ten years.

Das Problem mit echten Tönen ist logischerweise, dass sie wirklich da sind. Lookalike. Soundalike. Not the point.

HiJ
JHi

HiC
CHi

Teppich: Übersetzung von Relief (Textil) in Plan (Foto). Eigenes Muster, weder Relief, noch Plan. Vielleicht Plan als Abbildung von Relief.

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postdigitale Wichtigtuer-Diskussion

So schwierig, sich ein genaues Bild, eine genaue Vorstellung zu machen! Klar, Du weißt, was Du willst, in diese Richtung soll es gehen, so soll es sich anfühlen, das soll vorkommen, das soll passieren, das nicht. Aber wenn es darum geht, konkret zu werden, zu planen, die Form zu bestimmen, zerfällt alles in Staub. Fast. Wie bekommst Du das, was es sein soll, mit dem, wie Du es machst, mit seiner konkreten Ausführung zusammen. Oft das eigentliche Problem, die eigentliche Schwierigkeit des Schreibens. Ist Malen auch Schreiben?

Symbolismus: Interessant die vielen Album-Cover, die ganz offensichtlich als graphisches Symbol funktionieren. Eine rätselhafte Anordnung, die erst einmal nur gut aussah, die aber nur deswegen so gut funktioniert, weil sie suggeriert, dass sie etwas bedeutet. Sozusagen ein Symbol für nichts. Sie stellt etwas dar, aber der Autor weiß genau so wenig wie der Betrachter, was. Er hat aber natürlich auch gesehen, dass da etwas ist, dass es an einem bestimmten Punkt, als er eine zusätzliche Linie nach oben gezogen hat, plötzlich geklickt hat, dass da etwas entstanden ist, was vorher nicht da war: Eine graphische Bedeutung.

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The order of the Holy Ghost.

El Greco
Velazquez
Goya
Manet

Königsfamilie, Goya: Letztlich alle möglichen Lebensgeschichten in einem Bild versammelt, der Maler wie ein böser Geist, seine Gemälde wie dunkle Vorahnungen dessen, was kommen wird. Einseitige Lichtregie, fast wie Partei ergreifend.

Goya, Pinturas Negras: Schwarze Messe. Ikonographie. Rätselhaftigkeit. Freimaurertum. Beckmann.

Ribera, Ecce Homo, Academia de San Fernando: Düsterster Heiland, ganz ins Schwarz versunken, von Schwärze aufgesogen.

Goya, La Tirana, Academia de San Fernando: Kleidung, Stoff immer wieder Gelegenheit für pure Malerei. Dunkles Feuerwerk.

Goya, Manuel Godoy, Príncipe de la Paz, Academia de San Fernando: Der selbstbewusste Strippenzieher in ein schwarzes Gemälde versetzt. Toller Hintergrund/irrwitziger Vordergrund. Format!

Goya, Retrato ecuestre de Fernando VII, Academia de San Fernando: Grüne Schleifen in Pferdemähne vs. sandfarbene Reithose. Ordenfeld. Schwarzgrauer Rock: Der junge König.

Hope is only marketing.

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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Falsche Fährte.

Grotte Chauvet

Schlag gegen Schlag: Komponierter Schlag gegen realen Schlag.
Takt gegen Takt: Dynamischer Takt gegen realen Takt.
Schnitt gegen Schlag: Den Takt/die Geste aus dem realen Schlag herausschneiden. Mit den Takten den Grundschlag sezieren.

Immer wieder die Befürchtung, er könne zu den Abschlussprüfungen nicht zugelassen werden, weil er dem Religionsunterricht zu oft ferngeblieben war. Er hatte ihn höchstens ein oder zwei Mal besucht und deshalb nicht die geringste Ahnung, welche Gegenstände dort behandelt worden waren. Was die Sache noch schlimmer machte: Er hatte keine einzige Klausur mitgeschrieben.

– So, where’s the fun part?
– The fun part? Oh, that was long ago! Right at the beginning, where you didn’t pay attention.

zu einfach
zu direkt
zu wenig Widerspruch

Irgendwo muss rein kommen, was nicht passt. Der Widerspruch. Otherwise, you’re fucked.

Ein sich bewegendes Bild abtasten, sich mit dem Bild gegen das Bild bewegen.

Legen.

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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Seelenlandschaften

Was soll das eigentlich sein? Gibt es ja tatsächlich, dass Landschaften etwas auszudrücken scheinen, auch wenn das real eher Unsinn ist. Ganz interessant dann aber, wenn man sich eine Landschaft vorstellt oder von ihr träumt, wenn sie also nicht mehr real ist, sondern auf realen Vorbildern aufbaut. Was macht denn da die Seele mit der Landschaft? Werden da reale Empfindungen vor echten Landschaften rückimaginiert, werden da z.B. Bedrohungen, die einer echten Landschaft innewohnen könnten, rückgeschlossen, werden also z.B. Ängste durch Bedrohungen, die von einer imaginierten Landschaft ausgehen könnten, bebildert? Ist wahrscheinlich noch ein bisschen komplizierter, viele Erfahrungen, die in einem Bild zusammenfließen. Nochmal komplizierter übrigens, wenn eine reale Landschaft imaginiert wird: Die Empfindungen von damals oder die Empfindungen von heute oder – am wahrscheinlichsten – ein Gemisch, eine Verquickung. Ähnliches Problem: Bild einer realen Landschaft vs. Bild einer imaginierten Landschaft. Die Seele. Lustig. Könnte aber tatsächlich eine Funktion von Landschaftsmalerei sein: Die Seele erkunden.

Der stramme Marxist hat halt wenig Ahnung von den feineren Verflechtungen der Seele, wie alle, die grundsätzlich davon ausgehen, dass sie recht haben.

Landschaft natürlich auch Urbild von Material, Reservoir.

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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christliche Ikonographie

Unterschied zwischen Bewegung und Nicht-Bewegung

Lüge: Nur 0 und 1?

CW: Man könnte denken, dass man diese Bilder nur im Original wirklich sehen kann, eigentlich ist es aber so, dass man sie auch im Original nicht erkennen kann, der Punkt ist nur, dass man genau das nur erkennen kann, wenn man das Original sieht. Auf eine technisch gar nicht so geheimnisvolle Weise verliert das Bild seinen Ort.

in sich hineinhorchen: stimmt das so? kann man das so lassen? muss da noch etwas geändert werden? macht es Sinn, hier noch etwas zu ändern?

Entscheidungsfindung

Gefühlsfrage

die Theorie für den Moment

lebt noch

betrübt

Seele

well, it’s amazing tennis

it’s been amazing tennis

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From Strength To Strength

Stimmt eigentlich nicht.

nicht zurückschauen

every hand a different problem

kurze Euphorie-Phase, dann wieder Stillstands-Marter, beide gleich unsinnig

CW: Interessante Entscheidung, sein Leben der Produktion zu verschreiben. Fast wie Kollektionen, eine Bildgruppe nach der anderen Bildgruppe. Wirkt bei einem so konzentrierten Maler natürlich viel anstrengender als bei jemandem, der spielerischer mit seiner Arbeit umzugehen scheint, auch wenn die Anstrengung vielleicht die gleiche ist. Themen, die wieder aufgegriffen werden, wirken fast wie Versuche, sich selbst zu beweisen, dass man nicht mit jeder Werkgruppe alles neu machen muss.

Girl With Curious Hair: so brilliant you wanna cry.

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Bildgeschichte

A lot of doubts are coming my way.

Zeile als Takt als Kasten: Irgendwo hier muss das rein, irgendwo hier muss das vorkommen. Fast egal wo. Zeitspanne, innerhalb derer etwas passieren muss. Zeit zwischen Zeitspannen. Zeit innerhalb Zeitspannen.

Temperatur in der Küche möglicherweise ein ähnlicher Parameter wie Raum in der Musik: Ist immer da, ist auch jedem klar, wirkt aber schnell banal, wenn er bewusst ausgeschöpft wird. Heiß-kalt als gern genutzter, nicht sehr subtiler Effekt, Abstufungen dazwischen wirken schnell wie einfach nur lau, oder sogar unbeabsichtigt. Was natürlich auch daran liegt, dass lau schnell kalt wird und dann einfach kühl wirkt. Die Beherrschbarkeit des Effekts ist also nur bedingt gegeben. Auch im Kalten verschiedene Abstufungen nur bedingt einsetzbar: Wird ziemlich schnell zu kalt, um überhaupt essbar zu sein. Und die berühmte Stickstoff-Küche ist ja einfach nur schockgefroren und tendenziell sogar eher lau als kalt, weil natürlich nicht durchgefroren. Verschiedene Texturen im Kalten da wesentlich evidenter.

I understood nothing.
I didn’t realize that I understood nothing.

Love Exposure: Ziemlich weit ausgespielt, das Szenario, zwischen Klamauk und Tiefe. Interessante Strategie, den Film aus vielen einzelnen Geschichten, die in sich geschlossen sind, aber dennoch logisch aufeinanderfolgen und aufeinander aufbauen, also nicht einfach nur aneinandergereiht sind, zusammenzusetzen. Serienepik im Kinofilm. Deswegen natürlich auch so lang.

There is no time to waste (Kusama). Probably true.

Melismen, um den verdammten Sprachrhythmus zu zerstören.

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Konfrontation

Der sieht aber verschlagen aus: Was wäre, wenn uns bewiesen würde, dass er der ehrlichste Mensch der Welt ist – könnten wir das überhaupt glauben?

Elektronik: Silkscreen. Den Ort verschwinden lassen. Der Ort der Produktion ist nicht mehr erkennbar, eigentlich tatsächlich nicht mehr vorhanden. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Elektronik sein.

Zeitverschiebung: Einzige eindeutige Kennzeichnung von elektronischem Eingriff.

Demo: Klingt wie Hitler – merkt das eigentlich niemand? Stört das niemanden? Be a Nazi für die gute Sache!

Ganz interessant, dass man immer, ausnahmslos, von dem ausgeht, was man schon kennt, was man kann. Wovon sollte man auch sonst ausgehen? Alles, was neu ist, ist anstrengend.

Wenn der Computer droht, seinen Geist aufzugeben, merkst du, dass du keine echten Probleme haben musst, um echte Probleme zu haben.

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noch mehr

Männer haben wirklich eine bescheuerte Art, sich auszudrücken.

Anri Sala: Einsatz Material Aufwand. Man kann nicht alles gleichzeitig sehen, weil man nicht in beide Richtungen gleichzeitig schauen kann. Entscheidung. Mit anderen Worten: Man kann nicht vermeiden, dass man etwas verpasst. Platzierung der Leinwände. Statt der Frage, schaut man es sich ganz an, stellt sich die Frage, schaut man es sich zweimal an. Und dann eben auch wieder nicht: Plötzlich nur eine Leinwand. Aber es KÖNNTEN mehrere sein, weiß man. ANGST es könnte etwas passieren. Durch exzentrische Positionen Beobachterplazierung erzwingen. Bildschirm entspricht nicht Spielort. Unerklärt. Bisschen aufgemotzt natürlich.

Wolkenschichten übereinander: Diffus, klar umrissen, homogen, zerfasert, Streifen, Fächer, Decke, Tupfen, Kräusel, Wellen.

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Wasser fließt nach oben.

Helen Levitt: In the Street (1948)
Terry Adkins: Nutjuitok (Polar Star), After Matthew Jensen 1866 (2011)
Neil Beloufa: Untitled (2010)
Clemence Torres: Dans le vide, l’horizon disparait (2012)
Desire Machine Collective: Residue (2011)

The Future is your Enemy.

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have fun, retard!

Kader Attia, La Piste d’Atterrissage (2003)

Projektorgeräusch
Arabpop
Gespräch
Transvestiten
Belly Dance
Trommeln

Camille Henrot: Cut/Delay (Coupé/Décalé)

Wäre ja vielleicht gar keine schlechte Idee, eine Aufführung und ihre Verstärkung minimal gegeneinander zu verschieben, vielleicht auch Abstände zu verändern, 1 Sekunde, 2 Sekunden, eine halbe Sekunde, etc.?

Auch wenn sich das Ensemble anzupassen versucht, bleibt der Abstand gleich – nur das (Gesamt-) Tempo verändert sich.

Eigentlich das perfekte Medium dafür. Könnte auch mit sich selbst multipliziert werden, so dass die Verschiedenheit größer wird, wenn der Abstand größer wird, und verschwindet, wenn die Schichten zusammenfallen: Replay mit dem aktuellen Geschehen multiplizieren. Problem: Könnte immer gut/immer schlecht klingen, also eigentlich bescheuert sein.

Was ist denn eigentlich das Problem? Das Problem ist, dass die Instrumentalmusik keine Elektronik und die Elektronik keine Instrumentalmusik braucht. Und man beides wahnsinnig leicht verwenden kann, um das andere aufzupeppen. Und wahrscheinlich bei einer intelligenten Lösung die Instrumentalmusik absolut minimal sein müsste. Und ob man das will, logischerweise.

Komisch, dass das Unentschiedene plötzlich so ein Gewicht bekommt.

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Fliege in 3D

Direkter Effekt: Schielen

He Said She Said 2001

Last Year Helloween Fell On A Weekend 2004

320 x 243,8 cm

Abbildung neu zusammensetzen, falsch zusammensetzen, verschieben, digital/analog, und dann nur noch Abbildung, hässlich, digital aufgerauht, Geste, das Verschmieren digitalisieren, digitaler Staub, Cut, Knacksen, leichter Bruch, Ausschnitte wie Bilder, So You Do Not Like It, Farbe, Foto, verkleinern, zusammenrücken, neue Farbe, Spachtel, digitales und analoges Wischen, Streifen zusammensetzen, Überlagerungen, Markierungen, Gedächtnis, Erinnerung: War ein Bild.

Noch mal drüber
Und noch mal drüber
Und noch mal drüber

Polaroid-Erinnerungen
Arbeitsschritte

Falsch

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So many.

Less Talk
More Action

Charaktere, die in der Erinnerung zusammenfließen: Lateinlehrer/Französischschüler. War der nun so und der so oder andersherum oder waren sie vielleicht wirklich beide gleich/ähnlich?

Warnpiepsen Mikrophonpfeifen

Elektronik als Zitat: Wäre eine Möglichkeit, ein Instrument daraus zu machen.

It’s all much worse than you think.

PR: Ich verändere Material, indem ich es unverändert wiederhole. Die Aussage ist: Das Verhalten des Materials zur Häufigkeit seiner Wiederholung.

Bild mit Ton hier wesentlich prägnanter in der Wahrnehmbarkeit von Schnitt und Wiederholung – auch wenn sie gegeneinander verschoben sind.

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Nutzlose Erkenntnis

Untrust/Gordon Matta-Clark: Rohheit der Natur, Struktur des Nützlichen, Geometrie des Eingriffs, Brutalität der realen Gefahr.

Vorbereitete Struktur nutzen, ohne sie ernstzunehmen. Z.b. Akkorde und Struktur frei gegeneinander verschieben. Sinn der Struktur komplett ignorieren. Instrumentation verwenden, obwohl sie vollständig sinnlos geworden ist. Sozusagen eine Ruine als Neubau.

Und dann, am Ende, sich die Ruine vielleicht doch aneignen, vielleicht doch in die Ruine einziehen.

Dream/Weeknd: Pathos als Gewicht/Ballast. Es genügt nicht nur nicht, recht zu haben, es hilft auch überhaupt nicht. Was dann letztlich auch bedeutet, dass man nicht recht hat.

Untrust: Homogene, aber strukturierte Massen.

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Baustelle

I want my Robert Smithson piece back!
Can I please have my Robert Smithson piece back!
Please give me my Robert Smithson piece back!

Klavierstück über minimale Arpeggi schreiben
vorher/nachher als Thema – Zeit
dicke Schichten von Verzierungen
rhythmisierte Triller

If you have problems with a song, take out what you like most. (PJ Harvey)

Agamben, Textausdeutung: Problem, wenn man jeden Text auf seine Etymologie hin abklopft, ist ja eigentlich, dass man die Texte überhaupt nicht mehr wörtlich nimmt, sondern nur noch in ihrer Tiefenstruktur nach Bedeutung sucht. Ganz offensichtlich damit Text tatsächlich vom Autor und seiner Intention abgelöst. Das Unangenehme, Falsche dabei ist, dass der so untersuchte Text eigentlich immer recht hat, immer Recht haben muss, er wird quasi wie eine Heilige Schrift behandelt. Exegese: Es wird im voraus davon ausgegangen, dass der Text recht hat, und nur noch nach seiner korrekten Ausdeutung gesucht. Textauswahl und Textreihenfolge bleiben unbegründet. Insofern scheint die Untersuchung für sich selbst auch den Status der Unanfechtbarkeit zu reklamieren. Die Exegese der Heiligen Schrift ist ebenfalls heilig. Das Lustige dabei ist, je mehr der Text auf diese Weise ernstgenommen wird, desto mehr verliert er für sich an Bedeutung, da fast alles in ihn hineingetragen werden kann, je nach Intention des Ausdeuters. Was noch nicht einmal mit Böswilligkeit zu tun haben muss, sondern einfach mit der Methode notwendig verbunden ist. Man sieht nur das, was man sehen will, wenn man die Oberfläche verlässt. Oder sogar: Was immer man sehen will.

I would like to …

please no genre

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direktes Resultat

gelbbraunes Sofa, grober, leinenartiger Stoff, flache, rechteckige Kissen, Stil 1950er oder 1960er Jahre

Moodymann: Auch Schwäche zulassen. Du kannst nicht in jedem Takt genial sein wollen. Du kannst nicht in jedem Takt alles geben. Oder: Wenn du es versuchst, bist du es nicht. Wenn du es versuchst, machst du alles kaputt. Gelingt es dir gerade nicht. You know what I mean. Schwächen stehen lassen. Die dann oft zu den besten Stellen werden, gerade weil sie die Oberfläche des Stückes aufbrechen.

unbeherrscht/unbeherrschbar

Das hat wahrscheinlich tatsächlich etwas mit dem Leben zu tun. So sehr du dich auch bemühst, ein perfektes Stück zu schreiben, kannst du nie alle Entscheidungen zum gleichen Zeitpunkt treffen. Und wenn du sie nacheinander triffst, wirst du eine gewisse Inkonstistenz auch bei größtem Bemühen nicht vermeiden können. Du veränderst dich einfach, während du Entscheidungen triffst, und durch jede einzelne Entscheidung.

Kann sein, dass in der Malerei, wo man immer das Ganze vor Augen hat und am Ganzen arbeitet, oder in der Literatur, wo die Sprache in gewisser Weise einen festen Rahmen vorgibt, sich diese Probleme so nicht stellen. Selbst in der tonalen Musik mit ihren tonalen Formen dürfte der Halt so groß sein, dass jede Abweichung dankbar akzeptiert wird. Aber in der atonalen Musik scheint das Problem unvermeidbar zu sein – und gleichzeitig eine perfekte Metapher für ein abstraktes Leben abzugeben. Den Serialismus und seine Nachfolgestrategien könnte man als eine gigantische Maschine ansehen, mittels derer das Problem negiert werden soll. Denn lösen kann man es natürlich nicht einfach dadurch, dass man die Entscheidungsprozesse formalisiert und dadurch ihre zeitliche Ausdehnung verleugnet. Man könnte denken, dass dadurch ein wesentliches Problem der Neuen Musik, aber auch ein Punkt, an dem sie lebensrelevant werden könnte, weil sie zumindest auf einer technisch-kompositorischen Ebene lebensrelevante Fragen behandelt, bewusst verschwiegen oder einfach ignoriert wird.

Das Leben zeichnet sich in jeder Zeile ab: Was war möglich/was war nicht möglich.

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Ja, jetzt fängt es an zu nerven.

Komisch, dass das Ausführen von Dingen so langweilig ist. Nicht nur für den Autoren, sondern auch für den Leser. Als ob es interessanter wäre, nur anzudeuten. Als ob das Ausführen eine pedantische Angelegenheit wäre, da es eh schon klar ist, was man sagen will. Als ob man eine Sache verschließen würde, die besser offen bleiben würde. Gleichzeitig ist es natürlich auch sehr bequem, offen zu halten, nur anzudeuten, nicht zu erklären: Es klingt besser, cooler, es ist letztlich nicht widerlegbar, und man sieht selbst nicht die Schwächen der Idee. Die Ausführung ist ja oft schon die Widerlegung. Wenn man nicht lügt.

Gleichzeitig: In der Kunst ist das nicht ganz so, da ist die Ausführung viel wichtiger, die Idee weniger wichtig. Es kommt mehr darauf an, wie es gemalt ist, nicht was. Da kann die Ausführung für den Maler extrem langweilig sein, für den Betrachter jedoch spannend. Am liebsten hätte man natürlich beides zusammen.

Frage: Warum ist das so langweilig? Alles soll immer interessant sein. Nie mehr Quälen. Aber vielleicht geht es ja tatsächlich gerade um die Langeweile, um die Quälerei. DFW.

Und die Kurznotiz kann eben genau so nerven wie die ausführliche Beschreibung. Man muss nur genug/zu viel davon hineinstellen.

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The hyena and other men

Claude: Landschaft zusammensetzen, komponieren, Vorder/Mittel/Hintergrund, den Blick führen, dadurch eine deutlichere zeitliche Ebene als in vielen gegenständlicheren Darstellungen.

Landschaftsrhythmus gegen Bildrhythmus. Das Auge folgt der Landschaft, tastet die Landschaft ab, und wird gleichzeitig durch die Bildkomposition geführt.

Die Hellen und dunklen Zonen klarer zuordnen.

Ferne/Nähe, Hell/Dunkel, Landschaft/Motiv

Dichte der Bewegung: Notwendigkeit der Entzifferung, um das Auge zu führen.

Tiefe Durchblicke: Collage

Montage, damit letztlich auch Schnelligkeit/Bewegung des Auges.

Details, um das Auge zu zwingen, Details, um Aufmerksamkeit zu erzwingen: Das Bild lesen.

Die Nuance vs. die Karikatur.

Rhythmus: Wasser/Land, hell/dunkel, offen/geschlossen.

Montage vs. Überblendung

Monticelli
Cézanne
Van Gogh

Daniel Richter Labermaschine.

Singen statt sprechen.
Vokalise statt Text.

Formatdenken: Wenn von vornherein klar ist, dass es ein Gedicht werden soll, ist es eigentlich schon vorbei.

Die lassen sich’s gut gehen hier.
Wie man’s nimmt.

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Composer et écouter

Cage: Zeit-Aspekt als Seriositäts-Moment.

Reisen: Totale Panik, kaum hast du den Fuß über die Schwelle gesetzt völlig entspannt. Ziemlich neurotisch, würde ich mal sagen.

Du stirbst, und kein einziges Problem ist gelöst. Alles geht weiter. Aber du wirst nie erfahren, wie es weitergegangen ist, logischerweise.

Entzifferung: Spiegel = Ring
Alte Frauen im Hintergrund

Dream of Weltkarte

Die Hunde werden größer.

Text als Binnenstruktur/Gliederung/Spielanweisung

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Alles/Was man denkt

Danilo Duenas

Textmenge (Silben, Wörter), Dauer (Sekunden) und Tempo (Schläge/Minute) als voneinander unabhängige Parameter behandeln, möglicherweise auch abgekoppelt vom Text. Müssen nur noch die Figuren aufgeschnitten werden. Frage wäre, wie die Parameter dem Text zugeordnet werden, welche Eigenschaften bleiben als Rahmen erhalten und werden übernommen, welche nicht. Verteilungen des Textes auf die Münder.

Mayhem

Was ist denn das geiler für ‘n Spruch?

Auch nicht schön, wenn Sachen, die man geliebt und bewundert hat, plötzlich alt und öde wirken. Was war denn, was hat man denn daran toll gefunden?

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Die Ordnung der Ordnung

I admit.
I confess.
I agree.

Selbstbewusstsein ist toll, macht aber leider dumm.

fühlt sich nicht gut an
hm –
na und jetzt?

Ich nicht XIV: Nicht ich

Imi Knoebel

Achtzehn Farben

9 von 24 Farben: Für Blinky

Man kann nicht alles auf einmal falsch machen. – Sicher? Wirklich nicht?

Da komme ich jetzt nicht mehr raus, aus der Kiste: Heldenhafte Entscheidungen.

vielleicht kam er einfach nicht mehr von der Säule runter

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Das Opfer.

and then

I killed myself

and then

well, I forgot

Saubermann

Krämerseele

all over: Gleichmäßige Verteilung, Saturierung, Anti-Dramaturgie

American art in the 20th century: The tradition is much less interesting than the anxiety.

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Wir sind tot! Ich sterbe!

Synchronisation Text/Musik
Sprechstimme/Singstimme komplett synchronisieren: Stockhausen/Stammheimer

Das, was nicht mehr kontrollierbar ist, ist dann das Stück.

Bisschen erschreckend, was so alles durch einen Kopf hindurchzieht pro Tag. Schon die Spuren sehen hinterher nach unglaublich viel aus, sind aber gar nichts im Vergleich zu der Datenmasse, die tatsächlich bewältigt wird.

Durchlässigkeit

Aus den Wolken fallen Gegenstände auf die Erde.

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Tektonik

Wenn dir etwas gefährlich wird/werden kann, ist es dann automatisch dein Feind?

Totale Störgeräusche, dumpfes Rumpeln, ziemlich interessant, besonders wenn es echt sein KÖNNTE.

abc:
Julije Knifer
Scott Lyall
Elodie Seguin
Haegue Yang

Dichte prioritär — äh, was ???

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I don‘t wanna be, I don‘t wanna be

Was ich eigentlich so toll finde an der Idee von Krieg als Oper? Warum ich darauf so extrem fixiert bin? Und was allein schon daran ein Problem sein könnte? Im Grunde habe ich eine Art überhöhtes Sprechtheater im Kopf, in meiner Vorstellung müsste der Text sozusagen musikalisch verstärkt werden, um seine Wirkung auf der Bühne entfalten zu können, wenn ich den Text lese, habe ich automatisch eine musikalische Wirkung im Kopf, die sich im reinen Sprechtheater nicht entfaltet, weil das Schauspiel den Text zu sehr konkretisiert. Könnte man natürlich auch sagen, ist doch gerade toll, dass der Text sich quasi gegen das Sprechen durchsetzen muss, ist es ja auch, ist aber nicht automatisch die beste Möglichkeit, den Text umzusetzen.

Ich stelle mir eigentlich vor, dass der Text durch seine musikalische Behandlung freier werden müsste, ungebundener, und letztlich auch direkter, eigentlich so, wie er auf dem Papier steht, direkt in den Kopf geht. Das würde aber wahrscheinlich heißen, dass ich extrem nah am Text bleiben und ihn sozusagen 1:1 in Musik umsetzen müsste, genau wie ich das bisher auch versucht habe. Dass das gar nicht funktioniert hat, ist inzwischen klar, und man muss sich hier auch fragen, ob eine direkte Umsetzung des Textes in Musik erstens überhaupt denkbar ist und und zweitens wirklich wünschenswert sein kann. Ist ja ziemlich offensichtlich, dass dies ein einfaches am Text entlang schreiben bedeuten würde, so ziemlich das ödeste, was man sich vorstellen kann.

Letztlich auch interessant, dass dieses den Text als Text präsentieren in der Musik schnell hölzern und umständlich wird, eigentlich ein mühseliges Abarbeiten, das dann auch genau so klingt. Und dagegen das Eingreifen in den Text, Verkürzen, Verlängern, Zerstückeln, Zerdehnen etc. Grundsätzlich dramaturgisch unterscheidbar in Eingriffe, bei denen der Text als Text verständlich bleibt, Eingriffe, bei denen der Text als Sprachmaterial erkennbar bleibt, und Eingriffe, bei denen der Text auch als Sprachmaterial verschwindet. Könnte man nach Figuren oder nach Szenen (oder beides) organisieren. Entscheidend wäre dabei, ob es gelingt, das Gefühl von Schnelligkeit und Unmittelbarkeit, um das es eigentlich geht, zu bewahren.

Damit wäre dann stilistische Einheitlichkeit ziemlich weitgehend aufgegeben – was wahrscheinlich gut ist.

Im Übrigen ganz interessant, dass auch im radikalen Sprechtheater der Text als solcher eigentlich nie angetastet wird, sicherlich auch deswegen, weil die technischen Mittel dazu fehlen. Natürlich wird er mal unverständlich, weil sich selbst überlagert, oder gestottert, geschrien, gespuckt, etc., aber im Grunde sind das immer nur Kindergeburtstags-Witze, voll o.k., aber viel zu einfach, viel zu durchschaubar, viel zu leicht abrufbar, um als Technik wirklich interessant zu sein. Es geht da dann tatsächlich entweder um den unmittelbaren Ausdruck der Körper auf der Bühne, oder um ein Spiel mit dem Einfachen, Blöden, Lächerlichen, Misslungenen als Zerstörung des Textes.

Ruhig auch mal richtig doofe Witze machen, z.B. alle Konsonanten weglassen = zahnlos oder so.

Vertikale: Szenen
Horizontale: Personen

Säulen in der Zeit

Mein Glück

Isa Genzken: Wirkung nicht herstellen, sondern einsetzen.

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Be fearless. Be yourself.

Wie ist das eigentlich: Ein nervendes Bild ist toll, ein nervender Klang nervt – ist doch so, oder? Und warum?

Peter Eicher

Türme Rätsel auf Rätsel.

on growth and formth – – – ooops?!

(Posenenske)

Baby für Streichorchester bearbeiten

Illangelo

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Chitarman II.

Ganz enges Raster ziehen, ultraschnell (tocatissimo) oder ultralangsam (Regentropfen).

Wiederholungen, Schnitte, Störungen einbauen, auf einzelne Impulse, aber auch auf Impulsgruppen bezogen.

Stimmen herausnehmen, Teile herausnehmen, Akkorde auseinanderziehen.

Cheap

Artikulationen mischen: Innerhalb eines Akkordes, zwischen den Stimmen, zwischen den Instrumentengruppen. Aber natürlich auch von Impuls zu Impuls.

Zahl der Stimmen, Zahl der Instrumente.

Mendelssohn oder so.

Toccata und Anti-Toccata

Rhythmus mit/gegen Abnahmepunkt

Der Hada Meister, Bundi
Drei Kota-Meister
Nainsukh

Mattes Theaterschwarz
Schalldämpfender Bodenbelag

Kosuth: Schnelligkeit von Kunst zerstört, Langsamkeit erzwungen durch Text. Text als Bild. Text als Text. Bild als Text.

Text, den man nicht sinnvoll überfliegen kann: LANGSAM lesen.

The beauty of it.

Cheap as hell.

Quite beautiful.

Totale Verlangsamung.

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Over

Zufällig Punkte abgreifen vs. Umkehrpunkte verwenden.

Umkehrpunkte im ursprünglichen Rhythmus vs. neuen Rhythmus auf Umkehrpunkte legen.

Artikulation: staccato – portato/tenuto – legato.

Neu vs. noch einmal anschauen.

Ich: Akkordeon, Streichquartett, Schlagzeug, 3er-Takte, 5er-Takte, Klöppeln, Toccata.

just an idea, sorry

Interessant, wenn Spannung langweilig wird, möglicherweise, weil immer wieder die gleichen Knöpfe gedrückt werden, vielleicht auch, weil die Art der Story, wenn auch nicht ihre Detailentscheidungen, zu voraussehbar ist. Eben auf der Sinnesebene wie auf der Entscheidungsebene immer wieder die gleichen Reize.

A glorified parlando, which was, after all, not what I was hoping for.

Two laws of presentation
From
Aspects of temporality
Antony McCall 1975

Aber
Echt
Echt
Also
Das Wäre sehr

So verzweifelt bin ich nun auch wieder nicht.

Gemeinschaftssinn, Vision einer besseren Zukunft: Leider ohne mich, sorry. How come I don’t believe in it?

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Sympathie

Otto von Passau, Die 24 Alten, Basler Buchmaler: Geometrische Felsblöcke (1457).

Sätze, die jeder sagen könnte, die von jedem stammen könnten, die Allgemeingut sind, aber deswegen nicht klüger, sondern dümmer, quasi aussagelos. Man hört gar nicht hin, es ist sozusagen gar nichts gesagt worden. Ausdruck totaler Unselbständigkeit.

Mondrian: Absoluter Rhythmus/Gewichtung, letztlich auch Perspektive (Linien, nicht Flächen). Bild Nr. 1: Abschattierungen, Überschneidungen, zusammengefasste Flächen.

Let Hässlichkeit reign.

Bezahlen: Wäre lustig wenn man das einfach nicht könnte, und zwar nicht, weil man kein Geld hat, sondern weil man das Prinzip nicht versteht. Man könnte ja auch sagen, dass es reines Mitläufertum ist, sich auf das Prinzip Geld einzulassen.

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St. Gallen

Palermo 1964/65: Interessant bei Objekten die Fläche so sehr zu betonen (und die Seiten einfach unbemalt zu lassen). Gleichzeitig das Holz mit Leinwand zu überziehen, um das Bildhafte noch zu verstärken. Farbauftrag/Farbauswahl/Eindruck hat zum Teil fast etwas von Alten Meistern – was eigentlich undenkbar weil verpönt und hier auch nur deswegen so überzeugend ist, weil es offensichtlich nicht Ziel der Arbeit war.

Palermo 1970: Interessant, das Holz in Leinwand zu verpacken (auch hier nur Bildfläche bemalt), aber auch nicht, und das dann gegeneinander zu setzen. Hier auch: Stückelung des Balkens.

Extrem persönlich ohne es darauf anzulegen. Lustigerweise spielen dann auch Hilfslinien eine Rolle, ob so gemeint oder nicht. Selbst Klebstreifen, und das wahrscheinlich absichtlich, da das gesamte Blatt signiert ist.

Das Trübe, Dunkle, Verwischte gegen das Klare, Helle, Strahlende. Farbschattierungen Alte Meister. Malen und aufkleben vs. aufkleben und malen.

Durchnummerieren: Folge – Geschichte – Dramaturgie

Palermo 1977: Lustig, wie das Weiß von der Wandfarbe fast nicht mehr zu unterscheiden ist. Keine Angst. Das Gerade und das Krumme.

Flipper: Super Idee, die Linien einfach wegzulassen, ein bisschen wie Spielhöllenblinken.

Siegel mit Rahmen.

Pinselspuren, trocken, feucht, einzelne Haare: Alte Meister. Taktilität. Gerade in Druckgraphik. Öl und Haare. Tizian. Scharlachrot.

Abreißblöcke. 1963/1976. Den Fehler nutzen. Schattierungen Tablettenbild. Gesättigte Linie. Bilderfolge Bandes Dessinées.

Dem Hintergrund beschmieren, um das Beschmieren zu isolieren.

Diptychon als Wechsel/Kippbild.

Und dann
Und dann
Und dann
Plötzlich

Umschlag vom einen Bild zum anderen Bild. Das Spontane vervielfältigen. Komplexität Wasserfarbe. Beherrschte, kontrollierte Spontaneität, GESEHEN.

Offensichtliche Komplexität übersehen, nicht beachtet. Hässlichkeit, Fehler, Anschluss.

Solange du da bist. Wenn du gehst, endet der Text.

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Vermittlungswut

Der Freundlichkeits- und Nettheits-Druck ist extrem gestiegen, im Grunde wird erwartet, das sich jeder mustergültig benimmt und nur insoweit auffällt, als es vermittelbar ist, also verkauft werden kann. Ist ja relativ offensichtlich, dass Facebook etc. bei aller Betonung des Einzelnen ziemlich genau in die gleiche Bresche, nämlich Normalisierung, Konformität schlägt. Man fragt sich ein bisschen, wer nun eigentlich der Freak ist, diejenigen, die rausfallen, oder vielleicht doch Milliarden durchgedrehter Konformisten? Ganz klar, dass der Vermittlungszwang in den Künsten einen ganz ähnlichen Weg einschlägt: Die Vermittlung ist wichtiger geworden als der Gegenstand, der auf die Vermittlung hin konzipiert werden muss. Olafur Eliasson als Extrembeispiel, quasi Vermittlungsfabrik, Firma für Vermittlungskonzepte. Finde ich übrigens alles nicht schlimm, nur falsch – Irrtum – und wahrscheinlich angstgesteuert. Wäre doch auch toll, wenn niemand kommen würde. Aber das scheint im Moment nicht zu gehen.

Wenn wir mit dem Vermitteln durch sind, werden wir alle weinen und bereuen – was wollten wir eigentlich noch mal vermitteln? Unsinn.

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Laokoon

SR: Opfer der eigenen Vermittlungswut. Irgendwann gibst du nur noch Sachen von dir, die irgendwie vermittelbar sind. Letztlich zensiertes Denken, Selbstzensur.

Text
Tempo
Dichte

Immer auf Text bezogen.

Ästhetische Konstruktion: Die Funktionsweise ist sichergestellt, es geht im Wesentlichen darum, sie darzustellen.

Ich hatte ein Orchesterprobespiel absolviert, ich glaube auf der Piccoloflöte. Alles lief gut, die Stimmung war gut, alle schienen zufrieden zu sein. Eine Freundin von mir, die Mitglied des Orchesters war, hatte Geburtstag und gab nach dem Probespiel eine kleine Party in einem Biergarten mit Zelt. Alle amüsierten sich und waren fröhlich. Nach einer Weile fragte mich ein Orchestermitglied, wie denn das Probespiel eigentlich ausgegangen sei. Ich antwortete, ich wisse es nicht, ich hätte noch keine Informationen, woraufhin mir jemand anderes, möglicherweise ein Mitglied des Orchestervorstands, sagte, sie hätten mir das Ergebnis in die Brusttasche gesteckt. Und tatsächlich, in der Brusttasche meines Jackets steckte ein Umschlag mit der Mitteilung, dass ich das Probespiel nicht bestanden hätte. Um meine Enttäuschung zu verbergen, ging ich auf Toilette. Als ich zurückkam, hatte meine Freundin die Party aufgelöst und stand wütend zwischen den gedeckten Tischen im Bierzelt.

Roman Opalka: Zahlen = Serien

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hässlich, Hässlichkeit

absolute Bequemlichkeit als künstlerische Tugend

Licht a capella: Jetzt kann es nur noch um Inszenierung gehen.

akkumulieren

etwas vollständig, aber auch im Detail sehen, anhalten, aber auch laufen lassen, auseinander nehmen, aber auch zusammensetzen

horizontaler Schnitt: logischerweise nicht immer die gleichen Kombinationen

aufbohren – in die Struktur eindringen

like you wanna cry: Kulturlandschaften, Konrad Witz

Fesseln

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Intelligence in Action.

Licht a capella A: Straight, nur Tempi und Pausen ändern
Licht a capella B: Varianten, Wiederholungen, Erweiterungen, kompakten Satz aufbrechen

Twombly: geronnene Farbe als Hinweis auf die Platzierung des Bildes.

Ricky Mccormick: Unverständliche Buchstabenfolge lässt Einzeichnungen wie abstrakte Linien erscheinen, gerade dann, wenn man die Zeichen selbst eigentlich kennt. Man weiß, dass wahrscheinlich irgendetwas gemeint ist, aber man versteht es nicht, auch nicht als Eindruck, es sieht nicht so aus, als ob es so wäre, es sieht aus, wie eine abstrakte Zeichnung. Gedankenbewegung.

als ob jemand anderes singen würde (TVOTR)

Form: Zeilen/Abschnitte

alles als Skizze betrachten

20 kinds of lies (damages)

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Mondrian

Schnelligkeit durch Isolation: Viele vereinzelte, isolierte Striche.

Dichter Wechsel von Maßstäben im Grid: Gefühl von Geschwindigkeit.

Im Prinzip wirklich so etwas wie musikalischer Rhythmus, mit dem das Auge über die Bildfläche streift.

Satz 1: leisest möglich, Satz 2: lautest möglich, abhängig von Klangtyp und Aktion.

Interesse für Ozean logischerweise kein Zufall: Schnelligkeit und Komplexität.

Baum
Ozean
Kirche

all same

Von der Zeichnung zur Farbe, und dann beides zusammen.

Dicke der Linie, Farbe der Linie.

Reines Gitter: Schnelligkeit der Kombination.

2 bit painting, aber halt viel besser.

Weiß als Leere, Nicht-Material.

Grau.

Was ist dann schwarz als Fläche? Ein Loch in der Leere?

Schattierungen von Leere.

Extreme Asymmetrie, bis ins Detail getrieben. Fast nur als bedeutungsgetrieben vorstellbar.

Beschneiden aller Farbflächen als Betonung des Ausschnitthaften aus dem großen Ganzen. Vielleicht auch das Abbrechen einzelner Linien so gemeint.

Weißer, ausladender Rahmen als Überleitung in den realen Raum?

Winziger Ausschnitt aus: Alles. Zufällig auch Farbe dabei.

Schwarz auf schwarz.

Double Lines: Bring the beat back one more time. Hier dann Farbe auch als eingeschlossene, abgeschlossene Fläche. Genug Dynamik in den Linien. Weiß wird zur Fläche mit eigenständiger Bedeutung. Extremform von Rhythmus. Plötzlich schaut man durch das Gitter hindurch und das Weiß beginnt zu strahlen.

Farbe als Streifen. Quadrat als Farbe.

Eugène Leroy

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The Art of destruction.

Tableau Nr 4/Composition Nr VIII (1913): Chaos der Natur
Composition Nr VI/Composition 9 (1914): Chaos der Stadt
Jeteé et ocean 4 (1914): Ordnung der See

Rhythmus und Variation: Reines Raster.

Linie bricht ab, Farbfläche bleibt begrenzt, Linie auf grau, Linie auf Farbe.

Hintergrund?

Auch innerhalb eines Bildes, an einer Fläche beides möglich.

Schwarz auf dunkelblau.

Hellblau, grau, weiß.

Vertikalen auf Raute: Gerader Abschluss.

Farbstreifen am Rand, halbe Linien am Rand.

Versetzte Linien: Sieht aus wie, ist aber nicht.

Weiße Kunstblumen.

Doppelte Linie wird zur Fläche.

Viermal das gleiche Bild (1929-1932). Dreimal das gleiche Bild (1929-1930).

Alles weiß gestrichen.

Double ligne: Neue Komplexität. Auch optisch: Strahlend.

Composition Nr 12, 1936-1942, Ottawa: Perspektivische Verzerrung, Elastik, Gitter, Aggressivität.

Die vielen weißen Punkte auf den Kreuzungen.

Jetzt Linien immer bis zum Rand geführt.

Auch schön: Alles sofort wieder vergessen.

Einfachheit und Komplexität: What the hell is it?

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Fries

Abschnitt lang mittel kurz
Tempo schnell mittel langsam
Metrum lang mittel kurz

schneller werden

langsamer werden

kürzer

länger

40‘ = 2 x 20‘ = 2 x 10 Abschnitte

Palermo
Judd

Greece

gleich – ähnlich – verschieden

IDENTITÄT – WIEDERHOLUNG
ÄHNLICHKEIT – FORTSPINNUNG/VARIATION
KONTRAST – ENTWICKLUNG – KONFLIKT
UNÄHNLICHKEIT – REIHUNG/VARIATION – NEBENEINANDER
VERSCHIEDENHEIT – REIHUNG – ZERFALL

accept

Schmerz

Paneele

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

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Volumen, gegliedert

zu lang

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

viel zu kurz

3‘20“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 0‘05“

oder eben

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

eigentlich am schönsten

Judd/Kasten: Funktioniert eigentlich wie Filmschnitt, die Kästen geben den Rahmen, innerhalb dessen sich das Geschehen sich ereignet, das Auge analysiert und bestimmt im Unterschied zum Film selbst Reihenfolge und Geschwindigkeit, wobei eine Grundreihenfolge durch die Anordnung der Kästen nahegelegt wird und die Komplexität des Inhalts die Geschwindigkeit des Wechsels von Kasten zu Kasten reguliert. Interessant ist aber der übergangslose Sprung von Kasten zu Kasten, der Weg zwischen den Kästen wird vom Gehirn quasi ausgeblendet, es sei denn, der Abstand wird fokussiert.

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An Irony-Free Production

This is so colossally retarded, I can‘t even say anything about it.

Can I kick it?

My job is being a pain in the ass. I enjoy that.

Kiss ass!

Arco einstreuen, damit Quartett Bögen nicht weglegen kann.

Verhältnis Geräusch (Rauschen)/Klang in Prozent

der Wechsel des Hauptparameters als eigener Parameter

oder: die Wechselrate als Parameter

Cosima von Bonin
Isa Genzken

Thomas Hirschhorn

The BIG Statement

geträumt: Oper als Symphonie

(re-) call and serve

M.D.: Let‘s watch him die. This is gonna be a great show.

Volkspalast
Vollspast

To please the world

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Fuckin‘ A. I‘m an idiot.

Bruce la Bruce Nauman: „Kunst wird interessant für mich, wenn sie aufhört als Kunst zu funktionieren.“

Mal abgesehen davon, dass man DAS GEFÜHL HAT zu wissen, was gemeint ist: what the hell does he want to say? Mit dem gleichen Recht könnte man sagen, dass Kunst nur dann funktioniert, wenn sie nicht als Kunst funktioniert, wenn sie nicht einfach nur eine im Voraus festgelegte Rolle erfüllt, sondern darüber hinausgeht und ihre Rolle in Frage stellt. Das ist aber genau der Ort, wo Kunst überhaupt erst möglich wird, wo Kunst plötzlich eine andere Position einimmt und damit letztlich die Welt verändert. Man könnte das auch Erfindung nennen. Und das lustige ist, dass man nie im Voraus sagen kann, wo die nächste Erfindung stattfinden wird/stattfinden kann, sondern der Ort der Erfindung mit der Erfindung zusammen entdeckt werden muss. Zum richtigen Zeitpunkt kann eine Rückname auch eine Erfindung sein. Letztlich auch hier der Ort, wo es weh tut, gesucht.

Überambitioniert ist logischerweise unterambitioniert.

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Was wir NICHT wollen:

Ok. Du hättest gerne einen Plan, aber Du verbietest Dir einen zu haben, und tatsächlich fühlt es sich auch nicht richtig an, wieder mit einem Plan zu arbeiten. Gleichzeitig hat es aber auch eine gewisse Bescheuertheit, einfach so drauflos zu arbeiten, oder Material hin und herzuschieben. Man hätte doch gerne eine gewisse Stringenz, einen gewissen Widerstand.

Ich bin nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, Zeitabläufe sich einfach ergeben zu lassen. Ein bisschen Zwang ist da im Grunde wohltuend und klärend. Nur, wo soll er herkommen, wenn es keinen Generalplan gibt/geben soll? Was wäre eine Arbeitsalternative?

Man könnte natürlich auch von der Arbeitshypothese ausgehen, dass Sprache und Musik ABSOLUT NICHTS miteinander zu tun haben.

Es ist merkwürdig, dass bestimmte Sachen wirklich nicht gehen, dass es nichts mit Prüderie zu tun hat, bei bestimmten Sachen nein zu sagen. Das interessante dabei ist, dass man automatisch schlechter wird, wenn man doch ja sagt, und das liegt nicht daran, dass das, was man tut, in der falschen Umgebung anders wirkt, oder dass der Betrachter die falsche Umgebung mitdenkt, sondern dass man faktisch das Falsche tut. Beispiel: Juergen Teller im Zeitmagazin.

Es könnte allerdings sein, dass man in bestimmten Situationen tatsächlich ja sagen muss, auch wenn man weiß, dass es falsch ist, weil nein einfach zu lächerlich wäre. Dass Korruption die einzige Möglichkeit ist, sich zu bewegen. In der Hoffnung, dass man da wieder rauskommt. Was aller Wahrscheinlichkeit nach eine Illusion ist, sieht man sich die Faktenlage an: Es sieht nicht so aus, als ob irgendjemand da jemals wieder rausgekommen wäre. Es sei denn, es gab eh nichts zu verlieren. Unausweichlichkeit. Tragödie. Berühmte Maler.

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