Category Archives: Liveelektronik

Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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flammendes Grün

unmögliche Schnitte vorproduzieren

Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.

shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox

Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.

Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.

Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.

Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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Ausdrucken

Nicht zu schlau sein wollen. Stehen lassen.

Kaum sprichst Du es aus, ist es weg. Was war das noch mal? Was wollte ich damit sagen? Was war der verdammte Punkt? Strange: Bedeutung als Gefühl.

Ganz schön pathosselig/Welcome to Morricone-land. Und da dann auch ein bisschen dünn. Wird dann, ehrlich gesagt, wieder zum Effekt degradiert. Merkwürdigerweise gerade, wenn es gut gespielt ist. Weil es dann so durchsichtig ist. Offensichtlich. Deutlich. Man versteht es sofort. Trompeten 1-4 à 4.

Everybody knows everything. Stimmt nicht.

Auch gut: einfach Brummen (ER, Osaka). Warum nicht ein Stück schreiben, das so funktioniert?

Plattenrauschen/Knistern: Deutlich interessanter, wenn es aufgenommen ist (auch unbeabsichtigt), als wenn man sich wirklich damit herumschlagen muss.

Too much.
I like.
Yes.
I do.

Ich bin dafür da: Interessante Aussage. Vielleicht ist das wirklich so.

Wie der Schlaf sich herabsenkt. Tut er das? Schnee.

Being Beauteous: Anti/Gegen-Henze – gleiche Besetzung? Sopran, Harfe, 3 Bratschen, 3 Celli

Boris Charmatz
Xavier Le Roy
Laurent Chétouane

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Todessehnsucht

Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt

Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.

Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.

Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.

Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)

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intellektuelles Mitläufertum

notwendige Fehler/die Fehlermaschine: Wäre doch toll, wenn man Fehler einfach vorausprogrammieren könnte, und zwar so, dass man nicht weiß, welche Fehler genau eintreten werden, und auch nicht, wann, dass man aber sicher sein kann, dass irgendwelche Fehler auf jeden Fall auftreten werden – und wenn nicht, dies dann eben der Fehler wäre. Fehlende Synchronisation. Die Maschine reagiert gerade nicht auf das reale Geschehen, sondern vollzieht ihre vorgeschriebenen Handlungen, egal, was passiert. Müsste aber noch toller sein: Dass es eben doch eine Reaktion gibt, dass die aber in einer großen Anzahl von Fällen einfach falsch ist, weil sie nicht passt. Regler hochfahren, wo nichts da ist. Regler runterfahren, wo etwas passieren müsste. Das Rauschen der Maschine. Rückkopplung. Falsche Einsätze. Falsche Schnitte. Viel zu laut. Viel zu leise. Vielleicht aber noch mehr. Eindringen in die Struktur. Die Struktur selbst darstellen. Eine Struktur gegen eine andere Struktur setzen, aufeinander bezogen, aber doch gegeneinander versetzt.

Verstärkung willkürlich ein- und ausschalten, womöglich mit Knacks. Darauf müsste die Musik allerdings dann wohl doch reagieren, sonst zu offensichtlich.

Gesamtes Stück im voraus aufnehmen und gegen die eigentliche Aufführung halten, wie ein Foto, das gegen sich selbst verschoben ist. Würde das Problem lösen, dass Klang immer nur dann bearbeitet werden kann, wenn er gerade klingt oder schon verklungen ist. Das Nachgeordnete der Live-Elektronik. Andererseits natürlich eine ziemlich künstliche Prozedur. Könnte sogar interessanter sein, wenn man es instrumental auskomponiert.

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Jünglingshafter Gestalt

an eternal error has occured

Ein extrem langweiliges Buch schreiben, das Langeweile als Weg zur Erleuchtung zum Thema hat. Am Ende bist Du erleuchtet.

Ein extrem unterhaltsames Buch schreiben, das Unterhaltung als Weg in die Selbstauslöschung zum Thema hat. Am Ende bist Du …

Das Buch als reale Verwirklichung des Themas des Buches.

Instrumente: Glissandi in Liegetöne einpassen, quasi Verzweigungen. Intensiver Stillstand.

sound of the machine: Nicht nachregelbare Elektronikeingriffe als unberechenbare Verstärkungsanlage, immer als Fehler, als Überreaktionen des Systems auf das Original

nicht übel

träum’ weiter

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ernsthaft verstörend

Elektronik imitiert Instrumente und Instrumente imitieren Elektronik.

es drängte sich auf
es ging gar nicht anders

Nebenmelodien

schön

unvorstellbar

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vielleicht ist es ja auch ganz furchtbar

Elektronik: Original und Kopie werden auf die gleiche Leinwand projiziert, wobei auch das Original bereits wie eine Kopie behandelt werden kann. Zusammenfallen & geringfügig verschieben. Abstand steht fest, egal welches Tempo angeschlagen wird. Du kanst deine Kopie nicht überholen.

Bestimmte Art von Leichtigkeit im Instrumentalmusik nicht machbar: Beispielsweise Hintergrundsklang, lange gehalten, langsame, kontinuierliche Veränderung, wird immer entweder expressiv oder bewusst zurückgehalten, also immer ausdrucksvoll klingen, statt einfach nur da zu sein und dadurch letztlich viel überraschender zu wirken.

Last Days: Unglaublich, wie eigenartig ein Film ohne Vorspann wirkt, letztlich vermisst man die ganze Zeit, wahrscheinlich bis zum Ende des Films, die Überschrift. Wirkt wie ein Amateurfilm, fast wie zufällig aufgenommen, der vielleicht gar nicht dazu bestimmt ist, von einem nicht Eingeweihten gesehen zu werden. Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass der Vorspann unsere Wahrnehmung entscheidend prägt, unsere Erwartungen an einen Film wesentlich beeinflusst, auch wenn wir das nicht bemerken. Ein Film ohne Vorspann ist ein bisschen, wie wenn jemand in einen Raum kommt und sofort zu reden anfängt, ohne darauf zu achten, ob überhaupt jemand im Raum ist und was die Anwesenden gerade machen. Insofern eine super Idee.

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Konfrontation

Der sieht aber verschlagen aus: Was wäre, wenn uns bewiesen würde, dass er der ehrlichste Mensch der Welt ist – könnten wir das überhaupt glauben?

Elektronik: Silkscreen. Den Ort verschwinden lassen. Der Ort der Produktion ist nicht mehr erkennbar, eigentlich tatsächlich nicht mehr vorhanden. Das könnte ein sinnvoller Einsatz von Elektronik sein.

Zeitverschiebung: Einzige eindeutige Kennzeichnung von elektronischem Eingriff.

Demo: Klingt wie Hitler – merkt das eigentlich niemand? Stört das niemanden? Be a Nazi für die gute Sache!

Ganz interessant, dass man immer, ausnahmslos, von dem ausgeht, was man schon kennt, was man kann. Wovon sollte man auch sonst ausgehen? Alles, was neu ist, ist anstrengend.

Wenn der Computer droht, seinen Geist aufzugeben, merkst du, dass du keine echten Probleme haben musst, um echte Probleme zu haben.

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have fun, retard!

Kader Attia, La Piste d’Atterrissage (2003)

Projektorgeräusch
Arabpop
Gespräch
Transvestiten
Belly Dance
Trommeln

Camille Henrot: Cut/Delay (Coupé/Décalé)

Wäre ja vielleicht gar keine schlechte Idee, eine Aufführung und ihre Verstärkung minimal gegeneinander zu verschieben, vielleicht auch Abstände zu verändern, 1 Sekunde, 2 Sekunden, eine halbe Sekunde, etc.?

Auch wenn sich das Ensemble anzupassen versucht, bleibt der Abstand gleich – nur das (Gesamt-) Tempo verändert sich.

Eigentlich das perfekte Medium dafür. Könnte auch mit sich selbst multipliziert werden, so dass die Verschiedenheit größer wird, wenn der Abstand größer wird, und verschwindet, wenn die Schichten zusammenfallen: Replay mit dem aktuellen Geschehen multiplizieren. Problem: Könnte immer gut/immer schlecht klingen, also eigentlich bescheuert sein.

Was ist denn eigentlich das Problem? Das Problem ist, dass die Instrumentalmusik keine Elektronik und die Elektronik keine Instrumentalmusik braucht. Und man beides wahnsinnig leicht verwenden kann, um das andere aufzupeppen. Und wahrscheinlich bei einer intelligenten Lösung die Instrumentalmusik absolut minimal sein müsste. Und ob man das will, logischerweise.

Komisch, dass das Unentschiedene plötzlich so ein Gewicht bekommt.

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Arbeit/Erfahrung

Problem Auftakt: Taktinkontinenz. Wäre dann eher der Strich, die Grenze, als das Gebiet.

Instrumente, um Zeitmaß klar zu machen? Ist das die Funktion der Begleitung? Minimaleinsatz Pulsstütze.

Auf Zwischenakzente verzichten: Entweder ja oder nein.

Alles vom Schlag her denken, auch das Material. Das Material ist sozusagen ein mehr oder weniger raffinierter Schlag.

Das Ensemble ist ausschließlich dafür da, die Stimme zu unterstützen.

Takt wahrscheinlich doch als Sinneinheit GEGEN Stimme.

Keyboard als Controller für das komplette Elektronik-Geschreddere (Anfang Kolik).

Ensemble Mosaik: Elektronik und Video. Kein Schlagzeug. Kein Klavier.

Schlachten: Vater und Mutter/Schwestern auseinandernehmen und erst am Ende wieder zusammensetzen? Also: ABCDE? Wäre wahrscheinlich nicht doof.

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Das Nichtgelingen

Direkte Verstärkung hat den Vorteil, dass man zumindest ansatzweise nachvollziehen kann, was passiert – Atem der Interpreten.

Jeder Einzelne erweckte den Eindruck er führe Böses im Schilde.

Es muss absolut furchtbar, unerträglich sein.

Nicht im Traum geweint, sondern geträumt, dass ich im Traum geweint habe.

Leider alles umsonst.

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und vielleicht Familie

Hipster-Bashing: Mal abgesehen von der Hipster-Karrikatur, die da zum Gegner erklärt wird, was ist die Alternative? Was soll daran schlecht sein, möglichst viel wissen zu wollen? Logischerweise kann das Wissen je Einzelgegenstand nur in Ausnahmefällen tiefgehend sein, in der Breite muss es oberflächlich bleiben. Aber soll man sich deswegen nur noch mit seinem eigenen kleinen Spezialgebiet beschäftigen? Und außerdem: Was für eine Möglichkeit haben wir denn, zu verstehen, wohin wir uns bewegen, wenn wir uns nicht mit den vielen Mini-Veränderungen unserer Welt beschäftigen? Der Gelehrte ist da sicher nicht das Gegenmodell. Ganz abgesehen davon, dass der Anti-Hipster natürlich der neue Hipster ist, der plötzlich alles schon immer viel besser gewusst haben will. Eigentlich auch ein ganz unangenehmes Besserwissertum, viel schlimmer als das originale Hipstertum.

Immer wieder Fehlfunktionen: Elektronik ist eigentlich nur interessant, wenn sie – scheinbar oder tatsächlich – nicht funktioniert. Wenn die Koordination zwischen Elektronik und Instrumenten aufgehoben oder bewusst verhindert wird. Wenn das Aussetzen eines Lautsprechers zum eigentlichen Thema der Übertragung wird. Immer wieder ein Knarzen, eine Andeutung von Klang – aber sonst nichts.

If you have nothing to hide, you’re almost certainly an idiot.

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Geiseln der Menschheit

Reg’ dich doch nicht so auf!

Kunstfilm (Pedro Costa, Colossal Youth): Je länger die Einstellung, desto mehr wird jedes Detail, jede zufällige Veränderung bedeutsam. Ob ein Blatt vom Baum fällt oder ein Vogel sich im Hintergrund bewegt, alles wirkt wie inszeniert. Das Problem: Man fängt irgendwann an zu verstehen, dass man die Welt tatsächlich so anschauen kann, gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass der Film ganz von alleine so funktioniert. Fluch und Segen der Aufzeichnungsmedien: Irgendwas passiert immer, und ist dann auch automatisch interessant – weil es gar nicht uninteressant sein kann -, und die Kamera zeigt da tatsächlich etwas, was wir sonst nicht sehen würden. Auf der anderen Seite ist die Bedeutung aber geschenkt, es ist von vornherein klar, dass es nicht schief gehen kann, da die Bedeutung ja schon da ist und nur abfotografiert werden muss. Gleichzeitig ist die Bedeutsamkeit auch eine fast unerlaubt wirkende Verschönerung der Realität, eine Beschönigung, die allein dadurch, dass etwas gefilmt wird, stattfindet. Irgendwann fängt man an, sich nach einer reinen Studioproduktion zu sehnen, in der alles entschieden künstlich ist.

Same goes for electronic music: Relief/Tiefenschärfe. Intention. Es ist immer nur das Ergebnis, wo man doch auch einmal einen Bruch zwischen –

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Schatten Schatten Schatten

Das Gespräch mit Toten.

Geräusch/Krach: Gewalt. Was macht das Geräusch zum Krach? Wohl vor allem die Lautstärke. Ab einem bestimmten Punkt kann sie nur unangenehm sein, also Krach. Ist das so? Nicht jedes Geräusch kann Krach werden, oder? Eingeschriebene Aggressivität, die sich aber bei niedriger Lautstärke versteckt. Kann Klang zu Krach werden? Oder wird er vorher zu Geräusch? Wenn die Lautstärke in die Verzerrung gehen muss, um im Krach zu landen, wäre Krach wohl immer Geräusch. Akustischer, nicht verstärkter Krach nur unter extremen Bedingungen vorstellbar: Große Maschinen, große Besetzungen, etc. Im musikalischen Bereich hat er aber auch dann noch etwas hübsches, fast niedliches. Nachteil von elektronischem Krach: Leichte Herstellbarkeit und Abrufbarkeit, der Aufwand ist ein wenig zu klein für die Wirkung. Bei akustischen Instrumenten genau das Gegenteil: Der Aufwand ist riesig, und es wird doch kein echter Krach. Übrigens könnte die Dauer auch eine Rolle spielen, ab welchem Punkt man etwas als Krach empfindet: Die Insistenz der Lautstärke. Letztlich Harmlosigkeit auf beiden Seiten. Der Tinnitus ist da kein Argument: Jeder Idiot kann dir das Trommelfell durchschießen.

Dass das Problem eben nicht eine stürmische Bewegung in den Abgrund, sondern ein ewiges Verharren wäre. Irgendsowas.

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Gleichmäßige, anstrengungslose Kraftzufuhr.

Zu Politik: Natürlich macht es Sinn, die Motive von Handlungen zu hinterfragen. Und meine Kritik an Wohltätigkeit, aber auch an Politik im Allgemeinen zielt eigentlich fast immer auf diesen Aspekt. Gleichzeitig muss aber auch die Frage erlaubt sein, ob die Handlung selbst, oder das Motiv das ausschlaggebende Kriterium für ihre Kritik ist. Kann das falsche Motiv eine richtige Handlung im Ergebnis korumpieren? Ich würde sagen: Leider ja. Ausschlaggebend ist das Detail, die Begleitumstände, die Ausführung, und die werden selbstverständlich durch das Motiv beeinflusst. Es ist unvermeidlich, dass die Haltung, mit der man etwas tut, die Handlung beeinflusst.

Klingen lassen. Vorteil von Elektronik: Scheinbar müheloses, energiefreies Anhalten des Klanges, unendliches Klingen, das Verklingen nur als Metapher, als Andeutung, als theoretische Möglichkeit, als künstliches Nachbilden akustischer Verhältnisse.

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Utopie der Zusammenarbeit

SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar

Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).

Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.

Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.

Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.

Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?

Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.

Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback

Ben Assiter
Rob McAndrews

West Wing

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Die Flunder

Unvollkommenheit

Knacken bei jedem Sample

Rauschen
Rauschen
Rauschen

Eine der wichtigsten Aufgaben des Künstlers bei der Arbeit: Den Sinn zu töten, den Zweck zu killen.

Über den Sinn hinaus gehen: Das könnte auch heißen, den Sinn mit einzubegreifen, ihn mitzunehmen und so zu überwinden. Besser als der böse Sinn. Viel besser.

Somebody Else by Somebody Else

Oper als Sampler

Oper als Schrotthaufen

alle Samples falsch/hart anschneiden: immer eine Millisekunde zu spät

feel the weight

Oper: Vor Einsatz der Instrumente Raum sampeln und langsam hörbar machen, sowohl Raumakustik, als auch Publikumsgeräusche möglich.

Klavierkonzert: Zweites Keyboard als Sample-Timer einsetzen. Pedal zur Bestimmung der Instrumente, die gesampelt werden sollen, Tasten zur Bestimmung der Verarbeitung?

Samples müssen arbiträr, ungesteuert wirken, ob durch nicht zu vermeidende Abweichungen zwischen Keyboard und restlichen Instrumenten, oder durch mechanische Programmierung.

Samples immer mit Fehlern: Störgeräusche, Raumklang, zu früh oder zu spät – oder gar nicht.

Licht a capella

alles viel zu viel: durchsichtig halten

Man dachte, jetzt geht es endlich richtig los, dabei war das in Wirklichkeit schon das Ende gewesen.

Click here to lead a better life.

Und schon wieder vorbei.

happy endings

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Still Life

Cigarettes
Liquor
Tea
Toffee

Man müsste im Prinzip mal nachfragen, ob das, was trist aussieht, auch wirklich trist ist. Logischerweise ist es trist, aber irgendwie ist es doch auch ein Triumpf, zumindest des Überlebens, aber nicht nur.

Die fliegende Untertasse verbindet. Das Raumschiff hebt ab.

Auch wenn‘s nervt, weil es zu gut aussieht und den Bildern zu viel Glanz gibt, ist es natürlich nur konsequent, dass mit der Modernisierung des Landes das körnige Filmmaterial dem HDTV weichen muss. Lustigerweise ist es jetzt wohl auch das billigste und am einfachsten zu handhabende Material, und daher unvermeidbar. Wahrscheinlich je körniger, desto teurer. Körnig is the new expensive. Ist aber trotzdem zu schön. Ist ein bisschen wie mit IRCAM-Elektronik: Wenn man es wirklich benutzen will, muss man den Lack irgendwie brechen, sonst geht es nicht.

Apropos Krieg: Du kannst Dich unmöglich auf die richtige Seite stellen, es gibt nichts Dooferes als das zu tun, auf der richtigen Seite sind ohnehin alle, zumindest so lange es um nichts geht. Du musst das Böse ernsthaft und ehrlich darstellen, quasi objektiv, aber ohne Distanzierung. Das ist die einzige Möglichkeit, damit umzugehen. Du darfst das Publikum auf keinen Fall schützen, indem Du deutlich machst, auf welcher Seite Du stehst. Genau das ist künstlerisch Lüge und deswegen ist gutgemeinte Kunst so irrsinnig langweilig.

M.B.R.M.M.P.P., Schlagzeug: Anschläge nur in den Nahtstellen, da auch schnelle Folgen, u.U. irrationale Unterteilungen, wahrscheinlich nur Stoppschläge. Ungedämpfte Schläge möglicherweise ganz auslassen. Coda nur Schleifen, auch als Solo, da dann wahrscheinlich durchlaufend, ohne Ansatz.

das Leben ein Fest – klingt doof, stimmt aber

Das allerletzte Lied

Yellow He

Brynych

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der gesetzwidrige Gebrauch von Sprengstoff

Arbeitstitel: Schwarzfilm oder Ausschalten

Störung

Freiburg Experimentalstudio

Livelelektronik:

Violinklang, Replay, Violinklang, Replay, Einschalten/Ausschalten schneidet in Violinklang ein

Fehler als Grundlage von Liveelektronik, die auf sich selbst aufmerksam macht

Liveelektronik als Form, als feste Form, in die das Material erst im Nachhinein einkomponiert wird

Summen Elektronik Lynch

Freilassen Stören

Form: Diskrepanz zwischen Elektronik und Klangmaterial

durchlaufende Klangstruktur, sehr laut verstärkt – keine Verstärkung – sehr laut verstärkt – keine Verstärkung usw.

Knacksen

entsteht Knacksen IMMER, wenn Verstärkung in Klang ein- oder ausgeschaltet wird.

Wie entsteht ein natürliches Brummen im System – und wie kann ich es modifizieren?

Das Problem bei echter Liveelektronik ohne voraufgenommene Klänge: ALLES was man hört, hört man auf jeden Falll AUCH im Original, man wird also nie NUR die Verstärkung, NUR die Verarbeitung hören, man kann höchstens den Eindruck erwecken, indem man die Verstärkung das Original überdecken lässt oder Original und Verarbeitung weit auseinander zieht.

auf keinen Fall Sparelektronik, also ein bisschen Hall hier, ein bisschen Echo dort

Verteilung im Raum zum Beispiel per Zufall, um betonte Sinnfälligkeit (und Korrespondenz Original-Übertragung) auszuschließen. Allerdings wahrscheinlich nicht so weit gehen, dass einfach nur eine starre Maschinerie als Form für das gesamte Stück abläuft.

Im Unterschied zu Foto und Film (die einer Tonaufnahme entsprechen würden) sind das Abgebildete und die Abbildung gleichzeitig bzw. im gleichen Stück anwesend – daher muss der Unterschied zwischen Abbildung und Abgebildetem herausgearbeitet werden – andernfalls handelt es sich nur um eine Bequemlichkeit – Kommodität.

Extrem laute Störgeräusche – wall of noise – als Schwarzfilm – statt Pause – entweder echte Pause, durch Schwarzfilm ausgefüllt, oder keine Pause, aber Instrumente durch Schwarzfilm überdeckt – entweder gerade noch hörbar, oder gar nicht mehr hörbar.

DIE INSTRUMENTE KÖNNTEN SICH DANN NATÜRLICH AUCH STUMM WEITERBEWEGEN, und wenn der Lärm vorbei ist, würde man merken, dass sie gar nicht wirklich gespielt haben – oder man würde es nie merken, weil sie dann wieder richtig spielen. Aber das ist natürlich ein rein visueller/aufführungspraktischer Reiz.

wie kann man reinen Lärm/weißes Rauschen/etc. aus Instrumentalklängen elektronisch ableiten – oder sollte das weiße Rauschen als einziger synthetischer Klang zugelassen werden?

Alles zusammen (aus dem Stück) in einen Block verdichtet, komprimiert – wäre das schwarzes Rauschen, Lärm?

Eines der Probleme bei echter Liveelektronik ist ja immer, dass man erst etwas einfüllen muss, spielen lassen muss, um es dann liveelektronisch verarbeiten zu können, quasi wie eine Fuge. Könnte man bis zu einem gewissen Grade vermeiden durch sehr leises Spiel und sehr starke Verstärkung/Verzerrung am Anfang, so dass man zwar das Spielen sieht, aber nur über die elektronische Vermittlung hört.

Random Walk

Ein Aus

Weiterverarbeitung von Weiterverarbeitung

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