Category Archives: Pop

VERY, VERY LATE. DAMN IT.

Keine Angst vor Brüchen, im Gegenteil: Ist doch super, wenn es nicht passt.

Unglaubliches Jahr für Hip Hop. Gibt es überhaupt noch schlechte Mixtapes? Selbst die mittelmäßigen sind gut, das durchschnittliche Niveau absurd hoch. Unüberschaubare Menge: Könnte man jahrelang hören, ohne zu wiederholen. Als ob die Qualität steigen würde, wenn die Option, damit Geld zu verdienen, endgültig verschwunden ist. Meistgehörte Musik der Welt.

Ansonsten ziemlich gemischt: Die Ideen der letzten Jahre werden langsam müde, etwas Neues ist noch nicht in Sicht. New Grime als Klangsignatur des Jahres, wahrscheinlich.

Wirr. Sehr wirr. Wirres Zeug. Mir war eingefallen, dass ich nochmal zurück musste, weil ich mein Rad vergessen hatte.

1. Pusha T: King Push – Darkest Before Dawn: The Prelude
2. Vince Staples: Summertime ’06
3. Gabi Losoncy: Didn’t Take Much
4. Dawn Richard: Blackheart
5. Future & DJ Esco: 56 Nights
6. Mhysa b2b Abdul Kadir: (giveyourmoneytofemmes)
7. Arca: Mutant
8. Djwwww: U.S.M!
9. Normal Nada: Transmutação Cerebral
10. Sumbu Duria: Sister Nature
11. Dean Blunt: Babyfather
12. Palmistry: Ascensión
13. Matana Roberts: Coin Coin Chapter Three: River Run Thee
14. 2 8 1 4: Room 2814 (A) Doorway (B) Into The Light
15. Young Thug: Slime Season 2
16. Fifth Harmony: Reflection
17. C.Z.: I Don’t Feel So Good
18. SOPHIE: PRODUCT
19. ANDREA: Black Magic
20. Gnaw Their Tongues: Abyss of Longing Throats
21. SK Kakraba: Songs of Paapieye
22. ADR: Deceptionista
23. Cloud Rat: Qliphoth
24. Takahiro Kawaguchi/Utah Kawasaki: Amorphous Spores
25. Amber London: Life II Death
26. Jason Lescalleet: THIS IS WHAT I DO 7
27. Kid Smpl: Response/Ascend
28. Jam City: Dream A Garden
29. Lil B: BASEDWORLD PARADISE
30. Jeremih: Late Nights
31. Joey Anderson: Invisible Switch
32. Tree: Treestrumentals
33. Pissgrave: Suicide Euphoria
34. EMA: #HORROR
35. Kode9: Nothing
36. Anthony Naples: Body Pill
37. Freddie Gibbs: Shadow Of A Doubt
38. Pearson Sound: Pearson Sound
39. Sidsel Endresen, Stian Westerhus: Bonita
40. Ash Koosha: GUUD
41. araabMUZIK: Goon Loops
42. Heather Woods Broderick: Glider
43. tropes: lit divine
44. Carla Morrison: Amor Supremo
45. Foodman: Couldwork
46. Billy Woods: Today, I Wrote Nothing
47. Percussions: 2011 until 2014
48. Trae tha Truth: Tha Truth
49. Teresa Winter: Oh Tina, No Tina
50. SELA.: inevitable
51. Lakker: Tundra
52. EVOL: Rave Synthesis Approximations of György Ligeti’s Continuum, Part IV
53. Korma: ZGMF-X19A
54. Félicia Atkinson: A Readymade Ceremony
55. Neon Indian: VEGA INTL. Night School
56. Kanfding Ray: Cory Arcane
57. In Media Res: リンキンパーク Quindecim/Viginti Sex/Triginta Septem
58. Alexander Lewis: 7 Day EP
59. Egyptrixx: Transfer Of Energy [Feelings Of Power]
60. Homemade Weapons: Clarion Call
61. Lucrecia Dalt: Ou
62. Drake: If You’re Reading This It’s Too Late
63. Christine and the Queens: Christine and the Queens
64. Dai Burger: Dai 1
65. Ommadon: Empathy For The Wicked
66. death’s dynamic shroud.wmv: I’ll Try Living Like This
67. Sango: Da Rocinha 3
68. Ciara: Jackie
69. Laurel Halo: In Situ
70. A$AP Rocky: ALLA (At Long Last ASAP)
71. Grischa Lichtenberger: La Demeure; Il Y A Péril En La Demeure
72. JoeFarr: Longanimity EP
73. ADMX-71: Coherent Abstractions
74. Earl Sweatshirt: I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside: An Album by Earl Sweatshirt
75. T.E.S.O.: No.3. obliate
76. TyM: Samantha
77. Björk: Vulnicura
78. Rabit: Communion
79. Buttechno: Sport
80. uon: Our Fantasy Complex
81. Ca$h Out: Kitchens & Choppas 2
82. Angel Haze: Back To The Woods
83. NHK: Program
84. Cannibal Ox: Blade Of The Ronin
85. Dao Bandon: Kon Kee Lang Kwai/Essential Dao Bandon
86. Leikeli47: Lk-47 Part III
87. wet petals: wet petals II
88. Moerbeck: T.R.I.P.S.
89. Rocket from the Tombs: Black Record
90. Varg: Ursviken
91. Rizan Said: King Of Keyboard
92. Chicklette: UNFAITHFUL
93. Holly Herndon: Platform
94. Darkstar: Foam Island
95. Lee Bannon: Pattern Of Excel
96. Mio Mio: Mio Mio
97. Slugdge: Dim and Slimeridden Kingdoms
98. James Booth: Tell Me Lies
99. buttechno: Gosha Rubchinskiy AW 16 Soundtrack
100. Oobe: Stealth

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it’s how you survives it

Man hört noch, wie es klang, man erinnert sich noch, wie es sich angefühlt hat, aber leider ist nichts mehr davon da; die Zeit ist vorbei, man kann nur noch sagen, Aha, so klang das also damals, hat sich aber total anders angefühlt. Natürlich aus der nicht hinterfragbaren Position des Jetzt heraus geurteilt. Extrembeispiel: The Knive, Silent Shout. Mag sein, dass es sich morgen wieder ganz anders anhört. Was gestern knallig war, ist heute extrem lasch. Und dazu passt auch der bewusste Versuch, lasch zu produzieren, der eigentlich eine Überhöhung des Knalligen ist.

I got my dope boys covered.
Just another nigga dead.
Just another nigga dead.
While they’re testing your patience,
they’re just testing my reach.

Fuckin’ great delivery. Pusha T is G.O.D.

Glissandi auch auf EINEM Ton. Quasi Verzierung.

Register, Bänder vs. Tonhöhen

Band mit zentraler Tonhöhe. Sozusagen Tonhöhe mit Hof. Tonhöhe, die nach oben und unten ausfranst.

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Harmlosigkeit + Bedrohung

Wir waren in eine neue Wohnung umgezogen, deren übergroßer Vorraum, genau wie das Treppenhaus des Gebäudes, mit Travertin ausgekleidet war. Es klingelte, ich ging in den Vorraum, um den Türöffner zu bedienen, konnte aber auf dem metallenen Bedienungselement die einzelnen Knöpfe nur umrisshaft erkennen, als ob ich in ein starkes Gegenlicht schauen würde. Ich drückte einfach alle Knöpfe, irgendwann summte es, ich hatte offenbar den richtigen Knopf gefunden. Davon ausgehend, dass meine Frau nach Hause kommen würde, wartete ich in der Tür. Nach einer Weile kam eine Gestalt die Treppe hoch, die von der Größe her meine Frau hätte sein können, aber wie in einen überweiten Mantel gekleidet schien und, als ob ich wieder ins Gegenlicht schauen würde, nur im Umriss erkennbar war. Als sie näher kam, meinte ich, das Gesicht meiner Frau schemenhaft erkennen zu können. Schrecken der Ungewissheit.

Synthiepop im Nebenhof klingt ein bisschen wie Vaporwave, eigentlich ganz hübsch, angenehm dumpf.

Kurze Schnitte aus Gran Partita 1:1 zitieren: Proben, Beweisstücke (Orchestration, Registrierung, der Klang).

Wenn das jetzt Architektur wäre, was würdest Du machen? Was ist das denn eigentlich, Konstruktion? Übereinstimmungen, Unterschiede, Bezugspunkte durch Gradierungen von Ähnlichkeit. Ist das wirklich so? Hören wir das wirklich so? Klar, wir verstehen natürlich schon, dass dies jenem ähnelt, das dieses genauso laut ist wie jenes, dieses sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie jenes, dieses ähnlich klingt wie jenes. Aber ziehen wir wirklich den Vergleich? Spüren wir eine ernsthafte Spannung zwischen diesen Punkten? Wohl eher nicht. Ich glaube, dass wir eigentlich Musik komplett anders hören, auch wenn wir wirklich konzentriert zuhören und sie nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Die Analyse wirkt so irrelevant gegenüber dem eigentlichen Erlebnis. Nehmen wir doch ruhig mal Feldman (II), super leicht zu analysieren, wenn wir wollen, können wir exakt wissen, was er tut, und was er nicht tut. Und wir können auch, während wir das Stück hören, darüber nachdenken. Aber eigentlich spielt sich doch etwas ganz anderes ab: Wir driften in und out of focus, wir hören an bestimmten Stellen genau zu, an anderen weniger oder gar nicht, unser Interesse lässt nach, wenn wir zu wissen glauben, was passieren wird, wenn wir nicht mehr glauben, etwas Neues entdecken zu können.

Eine stille Verzweiflung könnte sich ausbreiten, wenn wir denken, es hat sich also wieder nicht gelohnt, den Weg ins Konzert auf sich zu nehmen, es wird wieder alles so sein wie es immer war, es hat sich nichts verändert, und es wird sich nichts verändern.

Verstrebungen, Statik, Schwerkraft. Wir haben natürlich nicht den Gesamteindruck mit einem Schlag, auch wenn wir uns möglicherweise um das Gebäude und durch das Gebäude bewegen müssen, um es wirklich zu verstehen, aber wir bewegen uns notwendigerweise durch die Musik und mit der Musik, da sie das ultimative zeitbasierte Medium ist. Es ist grundsätzlich völlig o.k., Musik als einen festen Gegenstand, dessen Proportionen streng festgelegt sind, zu betrachten, und es ist vor allem selbstverständlich möglich, aber es entspricht nicht unserer Erfahrung.

FORM
DRAMATURGIE
MATERIAL

Eigentlich spricht das Stück nur durch die Form. Nicht die Form artikuliert die Dramaturgie, sondern die Dramaturgie beleuchtet die Form. Und das Material trägt den Gegensatz zwischen Form und Dramaturgie.

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OST

Ja, wäre interessant zu überlegen, was man is einem Genre wie dem Soundtrack machen könnte, besonders, wenn man wirklich das Material benutzt, das zum modernen Soundtrack gehört. Gibt ja eine ganze Menge von Dingen, die für sich genommen völlig bescheuert sind, aber im Soundtrack funktionieren.

J will die Welt verändern. M will eigentlich nur, dass man ihm folgt. Bisschen dünn vielleicht, insbesondere, da es nicht darum geht, eine bereits bestehende Gruppe zu schützen, sondern eine neue Gruppe zu etablieren.

So krasse Garagenauffahrten aus den 1970er Jahren, kann man leider nicht nachmachen, müssen ganz trocken unkünstlerisch gemeint sein, um wirklich toll zu sein. Selbst wenn man sie einfach kopieren würde, würden sie wahrscheinlich zu gut werden, um wirklich zu überzeugen. Lustigerweise echte Schönheit, eigenes Lebensgefühl, letztlich superoptimistisch, checkt nur niemand, merkwürdigerweise.

Nachkomponiert Teil III: Ballista/Who Came Before

Composed
Uncomposed

Nachkomponiert Teil IV: Zipcode/Untitled

Unangestrengtes Anstrengen: Wie kriegen wir die Einzelheiten, die handausgeführten Details weg, wenn wir für Instrumente schreiben?

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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Oh, ich hab schon wieder eine Meinung, hallo!

Immer besser werden, und genau dadurch immer schlechter werden. Fieser Automatismus. Die ursprüngliche Idee verfeinern, und sie genau dadurch verlieren, überschreiben, bis sie im Grunde nicht mehr vorhanden ist. Ganz einfach, weil man das Interesse aufrecht erhalten muss, weil man nicht einfach eine Idee über einen langen Zeitraum unverändert durchziehen kann. Das ist übrigens der eigentliche Vorteil des Algorithmus: Dass der Zeitraum der Ausarbeitung auf Null verkürzt wird und damit mit all seinen Implikationen verschwindet.

Ich konnte nicht anders: Was ist das denn für ein merkwürdiges Argument? Ich glaube ganz fest daran. Es hat sich mir ganz einfach aufgedrängt. Ich kam nicht darum herum. Letztlich, am Ende des Tages, sind das aber genau die Argumente, mit denen wir wirklich arbeiten. Und zwar alle.

Rhythmic Theory, Future Tense: Percussion

D.R.A.M., #1EPICINTRO: Lustiges Bass-Drum-Staccato auf jede Silbe, ziemlich stressig

in der Flasche mit dem Propfen aus Gras stockt das ausgelassene Fett; die Windhose zieht sich zurück in Richtung Venus,

Cameron, Gossamer Bit: Ganz hübsch, wenn die Kleine Trommel nur noch ein Störgeräusch ist. Hängt aber wahrscheinlich vor allem mit der Art der Aufnahme zusammen.

unvermeidbarer Kater: Egal, wie genau Du im Voraus weißt, was auf Dich zukommt, Du kannst ihm nicht ausweichen, und Du kannst es auch nicht lindern. Nur abarbeiten.

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bad is the new good

Überbindung overrulet!

Lustig, dass man Notizen immer sofort aufschreiben muss, sonst verlieren sie ihre Dringlichkeit, sind bloße Erinnerung, nicht einmal an eine Idee, sondern eher an eine Wortfolge, oder sogar in dem, was sie eigentlich aussagen sollten, völlig vergessen. Das macht die aufgeschriebenen Notizen interessant, dass man gar nicht mehr so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten sollten, dass man oft nur noch erahnen kann, wofür sie eigentlich stehen. Funktioniert aber genau deswegen nur, wenn man sie sofort festgehalten hat. Momentanes Gefühl, Erinnerung, ja, so war das, das habe ich gedacht, gemeint, nicht falsch, nicht richtig, weil es nie so bleibt, wie man dachte, auch dann, wenn man sich das eigentlich wünschen würde. Dynamik des Schreibens, Ausformulierens, das natürlich die Idee, den Gedanken verändert, auch banalisiert, weil es ihn in den Bereich des Realismus der Formulierung transportiert. Ja, genau, so ist es – ist es halt nicht, nie.

Gleich und ähnlich als geschlossene Kategorien, weil sie in der Nähe des Gegenstandes bleiben müssen, auf den sie sich beziehen, verschieden als offene Kategorie, weil sie alles andere, was nicht gleich oder ähnlich ist, umfasst. Und ein verschieden, das sich nachvollziehbar auf den Ausgangspunkt bezieht, eigentlich ein ähnlich wäre, weil es Eigenschaften des Gegenstandes beibehalten muss.

reality is SO slow: na ja, da fährste dann da hin, 40 min, musst vielleicht noch Schlange stehen, warum kann man das denn nicht einfach downloaden, dann gehts nicht gleich los, wenn du Pech hast, gibts noch ne Vorband, dann gehts los, aber nach 5 min merkst du, dass es nicht so toll ist, wo kann man das denn jetzt wegklicken, dann stehste noch ne Stunde rum, und fährst wieder 40 min nach Hause, in der Zeit hätteste 100 Mixtapes durchklicken können

Dilloway/Siena: Schon merkwürdig, wie gut das funktioniert, eigentlich ja absolute Kunstlosigkeit, zumindest wirkt es so, gleichzeitig absolut einnehmend als roher Klang. Würde man gerne haben, wirkt auf bizarre Weise echt.

neutraler Grund, neutrale Position: Nee, das ist zu spießig, zu öde, das geht nicht. Das ist definitiv die interessanteste Position, auch wenn man das absolut nicht erwarten würde. Den neutralen Grund vermeiden, bis er seine Neutralität verliert. Und dann logischerweise nicht mehr neutral ist. Dann ist eine andere Position der neutrale Grund. Kann es mehrere, vielleicht sogar viele neutrale Positionen geben? Oder vielleicht sogar nur eine Position, die nicht neutral ist? Oft einfach, dass es unangenehm ist. Dass es die unangenehmste Position ist. Die lustigste Position. Merkt nur niemand, natürlich.

Oktavsprünge als Grundmerkmal vokaler Melodik: Da, wo man nicht mehr weiter kann, muss man eben springen.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Wu Wei

vielleicht sogar hirnlos

Definition: –

in media res: –

Before I go to heaven I gotta raise hell.

Marc Levoine: Eigentlich unschlagbar, so’ne spät-70er/früh-80er synthi-Sentimentalität.

Post tenebras lux: Geile low fi Kamera, funktioniert fast automatisch, sieht alles super aus, scheint auch was zu sagen, wie ein merkwürdiger Beobachter vielleicht, Betonung des voyeuristischen, Kamera immer präsent, Klug gemacht.

so einfach wie möglich jetzt:

v Elemente verschieden, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
ä Elemente gleich, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
g Elemente gleich, Aufteilung gleich, Richtung gleich

Macht das Sinn? Nee, ich glaube gar nicht.

Ok, was ist denn nun das Problem? Trennung zwischen Elementen und Richtungen? Aber ist es nicht ein wesentlicher Unterschied zwischen Bewegungen, die aneinander anschließen, und Bewegungen, die das nicht tun? Oder ist das einfach viel zu kompliziert gedacht – vielleicht kann man die Ebenen einfach nicht voneinander trennen? Also Elemente, Richtung, Aufteilung alles gleichberechtigt in einen Topf werfen? Wäre dann nur noch die Zahl der Einschnitte zu bestimmen, alles andere wäre frei. Richtungswechsel wäre das gleiche wie Neuansatz. Muss man das alles nochmal komplett neu denken? Wenn, dann aber jetzt verdammt schnell. Trillerbewegung das gleiche wie Richtungswechsel? Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Man könnte natürlich sagen, ist das gleiche, nur schneller.

Lustig, wie scheiße satter Erfolg aussieht. Ist voll ok, muss ja auch sein, ist aber einfach nicht schön.

Irgendwas muss passieren. Vielleicht erst Tonhöhen, damit irgend etwas steht?

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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Eigentlich total spannend, ehrlich gesagt.

and over (Bad Brains): Ja, extrem, wie dann so ein Lebensfunke einfach verschwindet, eben warst du noch der Mittelpunkt des Universums, jetzt ist alles vorbei und hat keine Bedeutung mehr. Wie die Kräfte sich bündeln und dann wieder verlaufen.

S2M, Teil II und IV: Kann nur Material verwendet werden, das die Takte vollständig und lückenlos ausfüllt, sowohl die Stimmen, als auch die Instrumente betreffend. Insofern können die Materialverhältnisse genauso behandelt werden wie in Teil I und III, weil sie sich innerhalb eines homogenen Feldes bewegen, in dem es keine gegenseitigen Ausschlüsse gibt. Klar ist aber, dass das Material in Teil I/III ind Teil II/IV komplett unterschiedlich sein wird. Wobei: Wenn man in Teil I/III die klingenden Takte ohne Unterbrechung aneinanderreihen würde, hätte man natürlich auch eine vollständige klangliche Kontinuität.

S2M: Kann das sein, dass die horizontalen Materialvorgaben, die ja eigentlich nur die Instrumente betreffen, kompletter Unsinn sind? Das Material der Instrumente ist ja schon in seinem Verhältnis zu den Stimmen festgelegt, und kann nicht außerdem durch einen zweiten Parameter bestimmt werden. Es geht ja eigentlich nur darum, wie sich die Stimmparts auf die darum herumliegenden Instrumentalparts auswirken, und da geht es eigentlich nicht um das Verhältnis, sondern nur um die genaue Abgrenzung des Einflusses. Also wahrscheinlich löschen. Technisch alles am Text aufgehängt, lustigerweise, obwohl das am Ende wahrscheinlich nicht mehr erkennbar sein wird.

S2M: Lustig, nicht gesehen, nicht verstanden, die reinen Instrumentaltakte stehen ja nicht einfach für sich, sondern müssen mit den Vokaltakten verbunden werden. Es macht also keinen Sinn, so zu tun, als ob sie nicht auf die Stimmen bezogen wären. Insofern muss das Grundgerüst nochmal abgewandelt werden. Interessanter Fehler.

Was funktioniert, ist richtig: Macht schon Sinn, inkonsequent zu sein, wenn es dem Stück hilft. Wenn die Tonhöhen eine horizontale Verordnung brauchen, dann sollen sie sie haben. Wenn der Rhythmus das nicht braucht, dann eben nicht. Wenn das Material durch den Text vorgeordnet ist, braucht es keine zusätzliche horizontale Organisation. So eben: Was gebraucht wird, wird gemacht, was nicht, weggelassen. Und das Lustige ist, dass man es wirklich nur durch ausprobieren rausbekommt. Völlig unmöglich, alle Verzweigungen im Voraus durchzurechnen.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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flammendes Grün

unmögliche Schnitte vorproduzieren

Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.

shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox

Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.

Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.

Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.

Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.

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AND I DIDN’T REALIZE IT!

Tipps für gegen die Hitze:
– Was tun, wenn es heiß ist?
– Haus und Zimmer kühlen
– Halten Sie den Computer kühl
– Die richtige Kleidung bei Hitze
– Besser schlafen in warmen Nächten

Immer wieder lustig: Die Bassdrum mit einem schnellen Sopranrhythmus durchlaufen, oder sogar diesen ersetzen zu lassen. Interessante Aggressivität, fast ein bisschen versteckt, weil nicht wirklich im Vordergrund, aber offensichtlich vorhanden.

ganz wichtig: Unterschied zwischen zusätzlichem Schlag und Aufteilung eines Schlages

Grundwerte Noten: 2/3/4, nicht 5?

Oder alles rauh, ff, Horrorkabinett, einfach um eine gewisse Grundenergie zu produzieren?

als ob man sich aussuchen könnte, was man als nächstes tut

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Böse Ideen

Death’s dynamic shroud.wmv: 

Instrumentation 

Runtergepitchte und hochgepitchte Stimmen 

Schlag als sehr grobe Pixelierung, alles auf diese Pixelierung als Referenz gepackt 

Lustiger Lärm, schnelle Wechsel, aber als Ganzes eben auch sehr konsequent durchgezogen

Im Prinzip die ganze Zeit zu laut/zu direkt/zu nah

Wir wäre es denn, tatsächlich mal ein Stück mit glasklar durchgezogenem Schlag zu schreiben, wo kein einziger Schlag ausgelassen wäre?

Alles laut, und da alles reinpacken

Wäre definitiv was für Kaleidoskop, z.b. auch das Maurizio/Licht-Material auf diese Weise umarbeiten (unbedingt MIT Stimmen, und eben auch gleichzeitig spielen und singen)

Vielleicht sogar Textbruchstücke einbauen

Macht es irgendeinen Sinn, Schlag gegen Tempo auszuspielen?

Echten Text nehmen, aber Wortgrenzen bei Aufteilung nicht beachten (korrekte Deklamation aber ansatzweise beibehalten)

Auf keinen Fall stimmübergreifend vervollständigen

Textfragmente könnten sinnlos auf Musikfragmente gelegt werden

Macht glaube ich Sinn (vielleicht sogar als Brutalhölderlin)

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Katalog von Stimmfarben männlich/weiblich

Vaporwave: Absolute Musik, ALSO Musik über Musik

Mandelmus mit Eigelb-Konsistenz. Auch ähnlich klebrig.

Dass man immer nur das versteht, was man selbst gerade macht.

Beten als Metapher für … Glück, z.B.

Nichts ist alles. Du sein Schein. Auch nicht schlecht.

Stoffwechsel: Auch was schönes.

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Maurizio 7b Break: 5:16-5:38

Für tonale Übermalungen möglicherweise Vinylversion nehmen.

Schon interessant, dass auch Dinge, die man sehr lange für absolut unantastbar gehalten hat (X ist definitiv der bestaussehende Schriftsteller der Welt), irgendwann ihre Anziehungskraft verlieren. Wahrscheinlich, weil sie einfach nicht mehr in die Zeit passen, der Rahmen, in dem man sie sieht, sich geändert hat.

Da stellen wir uns die Frage: Wie platt darf es sein/wie platt muss es sein. Im Theater scheint es da keine Schmerzgrenze zu geben. Was nicht unbedingt für das Theater spricht.

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Su Hui

Rollenverteilung durch Register aufbrechen. Ein bestimmtes Register kann eben nur von einem bestimmten Stimmtyp gesungen werden, und wenn eine Rolle verschiedene Register enthält, muss sie auf verschiedene Sänger aufgeteilt werden. Wäre die Frage, ob man in einer Männeroper tatsächlich Frauenstimmen wegen der größeren Klarheit und Flexibilität bevorzugen sollte, so dass es quasi nur Hosenrollen gibt, und vielleicht einige wenige Männerstimmen, wo man eine vorübergehende Übereinstimmung von Rolle und Stimme herstellen will.

Maurizio/Licht, Installation: Oder radikal vereinfachen, z.B. ein einziges Signal verwenden und, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen aufspalten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die mehr Klarheit und weniger Abbildung hineinbringt. Also durch Vereinfachen statt durch Verkomplizieren Distanz schaffen.

If it don’t make money, it don’t make sense (Dom Kennedy).

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Costas Array

Ignaz Friedman, Pariser Str. 21

난 괜찮다고 또 웃으며 Good Bye: Schweller mit dem Schlag, Schweller gegen den Schlag, Schweller, die sich gegen den Schlag verschieben. Am Lautstärkeregler herumspielen (Maurizio/Licht, Radio).

Das ist dies. Und das ist das. Geballte Klugscheißerei. Wie gut, dass wir mal wieder auf der richtigen Seite stehen und alle, die es wollen, daran teilhaben lassen können. Harald Schmidt für Arme. Und dann noch schnell im Verzeichnis der bequemen Provokationen geblättert: Adolf Hitler, 9/11, Osama bin Laden. Ist ja echt aufregend. Na ja, eigentlich nicht. Allenfalls der Mut zum totalen Trash. Ist auch nicht wirklich größenwahnsinnig. Würde nur sehr gerne größenwahnsinnig sein. Und tut die ganze Zeit so, als ob. Aber immer mit der nötigen argumentativen Absicherung, immer auch den Beweis integrieren, dass man es eigentlich gar nicht so meint. Vielleicht, im besten Fall, geil zynisch.

Stimmfarbe im Flüstern erkennbar (ausspielen).

Schlachten 2: Motette mit Registerschattierungen vorschreiben. Erst dann genaue Tonhöhen ausarbeiten.

Vaporwave als Klassik: Absolute Musik. Wahrscheinlich wirklich.

Mahler 9, letzter Satz, als statische Ikone.

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Paukenschlegel

Ultra lang ausklingende Becken

Mit Rasselbündel angeschlagen

Ultra kleines Becken

Laute Schläge plus winziges Ticken: Besen, oder so.

Mit Stil schlagen, aber auch druckvoll tippen.

Geil voll krass sanft auf den Punkt treffen.

Besen auf Zarge: Quasi gedämpft.

Gerade Synkope gegen Triole.

8tel Synkope gegen 16tel Synkope.

Nicht besonders betonen, sondern ganz normal voll reinhauen.

Senkrechte Schlegel, horizontal und vertikal.

Anfassen und loslassen.

What the fuckin’ hell are we doing here?

Michele Rabbia

Friends, of course.

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Tschilplaut

A record that doesn’t shrink away from the ambition of the big, behemoth, classic hip-hop record. It sweats out ambition. Yet he chooses to forgo elements of that very aspiration altogether through a careful attention paid to not taking himself too seriously.

One is tempted to say that the very function of the news media is to relegate recent historical experiences as rapidly as possible into the past.

Sex is not sexy. Sexiness is more about the promise than about the satisfaction. Actually quite obvious, isn’t it?

Fett, ölige Substanz, nimmt kaum Kälte an.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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hassenswert

Tonhöhenrichtung (Glissando) + Mikrobewegung

Ein Problem bei komponierter Musik: Man darf nichts Doofes machen, in gewisser Weise darf man auch nichts Einfaches machen, man darf nicht einfach laufen lassen. Es läuft immer so eine Art Qualitätssiegel-Anspruch mit, der viele Dinge nicht nur als Vorurteil, sondern auch tatsächlich unmöglich macht, was heißt, sie sind dann wirklich schlecht, wenn sie in komponierter Musik vorkommen, weil es sich der Komponist zu einfach gemacht hat. Aber wahrscheinlich schadet das der Musik.

Je weniger Talent, desto mehr Bosheit: Gilt im wesentlichen für alle Lebensbereiche. Allerdings, Talent allein, die reine Tugend, hilft auch nicht wirklich weiter.

Kleidung tragen, die einem nicht steht, aber nicht so offensichtlich, dass man merkt, dass sie einem nicht stehen soll. Als ob man die Kleidung, die einem nicht steht, genau so, wie sie ist, lieben würde. Absolut keine Ironie, auch nicht in Bezug auf das soziale Umfeld: Schwierige Aufgabe, nicht nur, weil sie eine genau Analyse des aktuellen Geschmacks voraussetzt, sondern vor allem, weil sie die totale Selbstverleugnung bis ins kleinste Detail einfordert, die man tatsächlich nur schwer aufbringen kann. Nicht das geringste Signal aussenden, dass es einen doppelten Boden gibt.

Margiela: Wenn man Fehler zum Prinzip macht, muss man verdammt sorgfältig arbeiten.

Low Jack: Tibet-Chant über Bass-Drum, bisschen offensichtlich, bisschen platt, aber trotzdem gute Idee.

Handgesungene, äh, handgemachte Musik, wirkt halt schon ein bisschen lächerlich, kitschig, so an seine eigenen Gefühle zu glauben und sie herauszusingen, ist halt, egal, wie gut es gemacht ist, irgendwie vorbei. Authentizitätswahn. Gerade eben nicht authentisch in seiner Wirkung, interessanterweise. Hätte man nur nicht dran geglaubt!

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Nur mit der Oberlippe spielen.

pressen + hauchen

Material: Möglichst tot, möglichst verbraucht. Auf der anderen Seite willst du natürlich auch einen gewissen Zugriff haben. Was würdest du dann mit 0-Material machen?

Brett auf Pauke (weißes Rauschen)
Gong auf Brett (Heulen)
Bogen auf Nagel (reine Töne)
Einhändige Stoppschläge, quasi Ausschnitte aus Wirbel (Praller)
Runde Metallplatten mit eingebauten Glissando (ziemlich lang und weit)

Stimme/Instrument – Instrument/Stimme

Sidsel Endresen: Every fuckin’ Michael Jackson grunt.

Wenn nicht nur für eine kurze Geste, sondern für eine oder mehrere Phrasen verwendet, kann Einatmen tatsächlich auch mehr als ein doofer Effekt sein, quasi Samurai-Stimme (auch bei Frauen).

Auch bei Sprechen/Sprechsingen/Singen in kleinen, umstellbaren Modulen denken, die frei beweglich sind. Auseinandernehmen, Lücken, Löcher, Luft: Unbedingt vermeiden, dass das einfach so wie am dramaturgischen Schnürchen abläuft.

Stimmt auch wieder. Natürlich.

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Geld

liebevolle Ironie

Graue Haare so färben, dass unter der Blondierung Schwarz durchscheint (Madonna): Ziemlich geile Idee.

Cembalo als Pixelierung von Empfindungen (Händel/Dantone).

Comté/Trüffel

Das verlorene Reich
Die seltsamen Augenblicke
Emotionale Unbegrenztheit

Michel Djerzinski

Körperhaltung der Besitzenden: Nicht gerade schön oder kleidsam, eher auf eine unangenehme Art selbstbewusst, vielleicht Stolz, vielleicht das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein, vielleicht aber auch tatsächlich die Vorstellung, dass sie Dich jederzeit kaufen könnten, falls das nötig sein sollte.

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Drexciya

Tierischer Volksfreund

Trink o Auge, was die Wimper hält,
Von dem goldenen Überfluss der Welt.

Es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem die Summe der Sinnenfreuden, die man noch vom Leben zu erwarten, geringer ist als die Summe der Schmerzen (kurz gesagt, man spürt tief im Inneren, wie sich der Zähler dreht – und der Zähler dreht sich immer in derselben Richtung). Diese rationale Bilanz der Sinnenfreuden und Schmerzen, die jeder früher oder später zu ziehen gezwungen ist, führt ab einem gewissen Alter unweigerlich zum Selbstmord.

Diesmal waren alle Karten gemischt, alle Spiele gespielt und die letzte Runde ausgeteilt worden, und sie endete mit der endgültigen Niederlage.

nur hohe Stimmen
nur tiefe Stimmen
alle Stimmen in hoher Lage
alle Stimmen in tiefer Lage

Man geht in einen anderen Raum und denkt, man hört die Musik weiter – sie ist aber schon längst aus. Ein bisschen wie auf Rauhfasertapeten starren und Bilder sehen.

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Überdruss

Körperliche Ungeduld: Ich will jetzt endlich/ich halte das nicht mehr aus. Ganz interessant: Kommt ja offensichtlich vom Kopf her, äußert sich aber fast ausschließlich über den Körper. Zappeln, Stillstehen, Umhergehen, auf der Stelle treten, etc. Was macht der Kopf denn da?

Das ist meine Arena: Ja, stimmt, das Studio ist deine Arena, wo du geprüft wirst. Du darfst nichts anderes tun als… Wagnis, das genau darin besteht, dass man nichts anderes tun kann als das, was man sich vorgenommen hat, egal, wie unangenehm das auch werden sollte.

Anschauen, aber nicht anfassen. Höchstens Aufschreiben: Genau richtig, nur so kommt man auf Ideen, alles andere ist Ablenkung. Nachdenken ist aber erlaubt.

Irgendwie dann halt auch wieder total egal: Die Wort-Bild-Maschine.

Eigentlich nur die Wort-Maschine.

Fiskalpakt. Läuft auf Hochtouren.

Ab und zu.

Ziemlich animalisch.

Anthony Naples: Angenehm depressiv-euphorisch.

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gelbgrau

So was wie: Was willst Du wirklich hören? Gibt es etwas, was Du wirklich hören willst? Bist Du in der Lage, das kompromisslos umzusetzen?

Rudolph Grey: Maskierung von Gesten, um Geste auszuschalten.

Boardwalk Empire: Verdammt viele gute Ideen, phantastisches Script.

Z.B. Dilloway/Lescalleet, Western Nest: Einfach mal nachspielen, 1:1 übersetzen, könnte viel interessanter sein, als sich etwas Neues auszudenken.

Life after life.

Den Strich MALEN. Das Sprechen z.B. MURMELN.

PLAKATKUNST

Drastik
Langeweile
Zeitlosigkeit

quälend

f-Moll als qualitativer Regulator
Unisono als quantitativer Regulator

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Last Year

Eigentlich alles ganz normal, keine echten Überraschungen, keine großen Enttäuschungen, kaum Diskussionsbedarf, die Gewinner stehen ohnehin fest.

Ganz zuletzt eine kleine Entdeckung, OUR NEW NUMBER ONE. Platzierung vielleicht ein bisschen extrem, aber tolle Platte.

Muss wohl alles in allem ein gutes Jahr gewesen sein, auch wenn sich das live nicht unbedingt so angefühlt hat.

lang

01. Trauma & Drama: ENDRAVE
02. FKA twigs: LP1
03. Millie & Andrea: Drop The Vowels
04. Caribou: Our Love
05. Scott Walker + Sunn O))): Soused
06. Jason Lescalleet & Kevin Drumm: The Abyss
07. nima: See Feel Reel
08. Giant Claw: DARK WEB
09. Leon Vynehall: Music for the Uninvited
10. Shabazz Palaces: Lese Majesty
11. 18+: Trust
12. D’Angelo: Black Messiah
13. Ruyksopp & Robyn: Do it Again
14. Frank & Tony: You Go Girl
15. Lorenzo Senni: Superimpositions
16. Last Japan: Ride With Us
17. Pharmakon: Bestial Burden
18. Rome Fortune: Small VVorld
19. Chris Strickland: Animal Expert
20. OAKE: Auferstehung
21. Teitanblood: Death
22. Russell Haswell: 37 Minute Work Out
23. 100s: IVRY
24. Todd Terje: It’s Album Time
25. Nicholas Szczepanik: Not Knowing
26. Gabor Lazar: ILS
27. Kris Wadsworth: Popularity
28. Azealia Banks: Broke With Expensive Taste
29. Tinashe: Aquarius
30. Indian: From All Purity
31. Lee Bannon: Alternate/Endings
32. Copeland: Because I’m Worth It
33. Lee Gamble: KOCH
34. Mutter: Text und Musik
35. Untold: Black Light Spiral
36. Curren$y: The Drive In Theatre
37. James Plotkin, Paal Nilssen-Love: Death Rattle
38. Run The Jewels: Run The Jewels 2
39. Marissa Nadler: July
40. Plebeian Grandstand: Lowgazers
41. Groundislava: Frozen Throne
42. Low Jack: Garifuna Variations
43. SZA: Z
44. Sebastian Mullaert & Eitan Reiter: Reflections of Nothingness
45. Dai Burger: IN YA MOUF’
46. Matt Karmil: ——
47. Chris Crack: KICKIN IT WIT TW
48. Dutch E Germ: IN.RAK.DUST
49. Migos: No Label 2
50. Fear of Men: Loom
51. Shinichi Atobe: Butterfly Effect
52. HTRK: Psychic 9-5 Club
53. Mutilation Rites: Harbinger
54. Lawrence English: Wilderness Of Mirrors
55. Iceage: Plowing Into the Field of Love
56. Koenraad Ecker: Ill Fares The Land
57. Carla Bozulich: Boy
58. Black Spirituals: Of Deconstruction
59. Kevin Morby: Still Life With Rejects From The Land Of Misfitoys
60. Swans: To Be Kind
61. Peaking Lights: Cosmic Logic
62. Yaaard: How I Defeated
63. French Fries: Kepler
64. Ariana Grande: My Everything
65. Laetitia Sadler: Something Shines
66. Marc Baron: Hidden Tapes
67. Apollo Brown: Blasphemy
68. Nicki Minaj: The Pinkprint
69. Boosie Bad Azz: Life After Deathrow
70. Philippe Katerine: Magnum
71. EMA: The Future’s Void
72. SECRET BOYFRIEND: This Is Always Where You’ve Lived
73. Lucki Eck$: Alternative Trap
74. Have A Nice Life: The Unnatural World
75. Roc Marciano: Marci Beaucoup

kurz

Against All Logic: s/t
AN: La Danse Des Substances
Area Forty_One: Nocturnal Passions Part I
Bok Bok: Your Charizmatic Self
Brood Ma: P O P U L O U S
Cashmere Cat: Wedding Bells
Celestial Trax: Paroxysm EP
Clarian: Road To Recovery EP
Claro Intelecto: Peace Of Mind
Dark0: Sin EP
Diane Cluck: Boneset
dj chap: UNLIMITED DATA
DJ Milktray: All Because The Lady Loves It EP
Djrum: The Miracle
DJ Vague: Porsche Tracks
D/P/I: RICO
Fis: Iterations
Floating Points: Sparkling Conversation
Future Brown: Wanna Party
Gunge: ÜBRMNSCH-BLWY-PLX
Holly Herndon: Chorus
Jacques Greene: Phantom Vibrate
Karenn: SHEWORKS006
Karmelloz: Source Localization
Katie Gately / Tlaotlon: Split Series #23
Lee Bannon: PLACE/CRUSHER EP
Leskin: Rawer South Side EP
Leyland Kirby: Breaks My Heart Each Time
Lil Jabba: 47
Maximilian Dunbar: Drizzling Glass
Miguel: nwa.hollywooddreams.coffee
Minorstep: Weep – EP
Mr. Mitch Don’t Leave
Oneohtrix Point Never: Commissions I
Palmistry: Lil Gem
Pearson Sound: Starburst
Ricardo Villalobos: Voodog
SAINT PEPSI: Gin City
SCNTST: Forever 16
Sentinel: Hybrid
Shackleton: Freezing Opening Thawing
Shlohmo & Jeremih: No More
Sigha: The Purification Loops
Skee Mask: Serum
S.Maharba: Memorial
Sophie: Lemonade / Hard
TCF: 415C47197F78E811FEEB7862288306EC4137FD4EC3DED8B
Terekke: s/t
Traxman: Slash Time
Visionist: I’m Fine (Part II)

mix

Abdulla Rashim: RA.422 Abdulla Rashim – 2014.06.30
Amnesia Scanner: AS LIVE IN [][][][][]
Basic House: Electronic Explorations – 284 – Basic House (Opal Tapes) Pale Years Mix
Ben Aqua: RA.434 Ben Aqua – 2014.09.22
Black To Comm: Secret Thirteen Mix 110
Demdike Stare: Empirical Research
DJ Koze: FACT mix 387: DJ KOZE
D/P/I: JEANETTE (MIXTAPE)
Galcher Lustwerk & Young Male: Beats In Space Radio Show #712, 01.14.14
GUNDAM: FROSTY MIX 5: GUNDAM
Imaginary Forces: Entr’acte Mix
Jam City: Earthly II
Krust: The Pleiadian Adventure
LORD $M$: DIMEMIX002 WORLD OF SHIT
Nguzunguzu: Perfect Lullaby vol. II
Overlook: Promo Mix for Eternia
Palmistry: Free Indeed
PC Music: PC Music x DISown feat. A. G. Cook, GFOTY, Danny L Harle, Lil Data, Nu New Edition and Kane West
Perc: FACT Mix 426 – Perc (Feb ’14)
Rabit: Rabit Pandemic Transmission III
Sam Tiba: *___* SUMMER MIXTAPE *___*
Strict Face: Mix for Golden Syrup
Surgeon: Ambient Set from Freerotation 2014
Tlaotlon: Mix 10.14
Victoria Kim: Truancy Volume 103: Victoria Kim

Voll vergessen: Bierkampf

Wünsche, die sich von selbst erledigen: Der Artikel, den ich unbedingt lesen muss, die Zeitung, die ich unbedingt kaufen muss. Kurz warten: War da was? Der Wissenskrampf.

That’s it.

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Filed under Film, Pop

Poolcide

Death Metal zum Entspannen: Schöner Sound, klingt echt gut. It actually does. Tatsächlich trotz tiefgelegter Gitarren keine echter Bass, daher nie echter Druck, sondern nur Lautstärke, Sound eben, Schallwand. Man könnte fast annehmen, dass die Gitarren tief-, und der Bass hochgelegt ist, tiefe Mittellage als Meer, in dem sich alles trifft. Weite Perspektive. Schönheit, wenn man so will.

Wahrscheinlich ist es böse, sich zu ärgern, weil es einfach überhaupt nichts bringt.

– Does that mean we have a problem?
– Oh yeah. Yes, we do.

Was sollte denn genau vorkommen?
Was für Techniken wolltest Du denn verwenden?

Monk, Blue Note: Hi-Hat klingt wirklich wie Blechschüssel, Marching Band.

Jochen Hein

Dahin gehen, wo es am hässlichsten ist.

Schmeckt irgendwie nach Kohle oder so?
Wie, nach Geld?
Nee, verbrannt halt.
Ach so.

Schärfe als eine Art Duft: Tatsächlich wirklich scharf, aber nicht wirklich mit dem Geschmackskörper verbunden, eher darüber schwebend, wie ein Hauch. Als ob man ihm den Körper weggenommen hätte – was man ja tatsächlich auch hat.

Genaue Vorstellung vs. Verfahrensweisen: Soll es das denn wirklich sein? Nur, weil es passt? Weil du so vorgehen willst? Weil du weißt, wie man damit umgeht? Oder solltest du nicht vielleicht besser darüber nachdenken, was tatsächlich am Ende des Arbeitsprozesses stehen soll? Wobei es ja den Mythos gibt, dass man sich dafür nicht interessieren soll, dass man es darauf ankommen lassen soll, was am Ende als Ergebnis steht, und den eigenen Verfahrensweisen vertrauen. Könnte durchaus kompletter Unsinn sein. Du darfst nicht darüber nachdenken. Schau einfach, wie du Schritt vor Schritt setzt. Das ist ja wahrscheinlich so etwas wie Gottvertrauen: Der liebe Gott wird dir schon helfen! Die Konstruktion wird dir schon helfen, wenn du wirklich an sie glaubst. Wirklich? Warum sollte das so sein?

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Filed under Essen, Methode, Pop

Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Registrierung als vertikale Montage.

Den neutralen Bereich vermeiden. Dahin gehen, wo es weh tut.

Entscheidungsgrundlage: Wie es am richtigsten aussieht.

in the editing room: Oktave höher, Oktave tiefer, lass uns doch mal –

Jarvis Cocker analysieren

Schering Gebäude: Alles richtig gemacht, toll. Meisterwerk der Raumerfassung.

Nicht nur, dass du nicht mehr da sein wirst, sondern auch, dass du all dies nicht mehr mitbekommen wirst. Es wird für dich nicht mehr da sein.

Geschmacklosigkeit als positive Eigenschaft.

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Bleistift

Dass mir die öffentliche Rede so wahnsinnig auf die Nerven geht: Wenn sie jemand anderes hält, schlafe ich ein, wenn ich sie selbst halten muss, winde ich mich vor Unwohlsein – jedenfalls bei der Formulierung, der Vortrag ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich verstehe zwar die soziale Funktion der öffentlichen Rede, aber eben nicht die inhaltliche, und trage offensichtlich die Idee mit mir herum, dass alles, was man tut, inhaltlich begründet sein sollte. Keine Frage, dass man den Inhalt per Schreiben/Lesen besser transportieren kann als per Sprechen/Hören, wobei ja eigentlich das VORLESEN bzw. das formalisierte, im wesentlichen inhaltsleere Sprechen das Problem ist. Warum sollte man noch einmal sagen, was ohnehin alle wissen, und wovon alle wissen, dass man es noch einmal sagen wird? Damit es Ausgesprochen ist, eine Art Ritual, Ihr seid Zeugen, dass ich es gesagt habe. So etwas wie Vergegenwärtigung des Allbekannten. Ich habe es gesagt, Ihr habt es gehört, und alle können es bezeugen.

Immer wieder toll: Das 1:1 kurzschließen der Bassdrum mit irgendeinem höheren und möglichst unähnlichen Klang (heute: Gabor Lazar, ILS). Sozusagen musikalisch, und vor allem instrumentaltechnisch unsinnige Koppelung, die besonders gut funktioniert. Würde man halt normalerweise nicht machen. Janggu rechts/links.

Stück um drüber zu sprechen schreiben: Interessantes Konzept.

Bürokratische Verstrickungen. Selbst wenn sie vollkommen harmlos sind, hat man bald nur noch einen Wunsch: Auf der Stelle tot umzufallen.

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Gier vs. Gier

Hat ja übrigens etwas Herzloses, Arbeit.

Dumpf, ganz dumpf, minutenlang völlig abgedunkelt, schön (Caribou).

Wie Haselnussmus-Atem, Schwarzer Tee, diese Art von Eindrücken, die man instinktiv vermeidet. Warum eigentlich? Erinnert uns an – 

Weil Du’s noch nicht kannst, kannst Du noch nicht darüber nachdenken, was Du da eigentlich machst, oder was Du machen solltest. Beim zweiten Versuch fängst Du an nachzudenken. Gnade des Nichtkönnens.

Dynamikvibrato vs. Tonhöhenvibrato
Bogenvibrato vs. Bogenwechsel

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Filed under Essen, Material, Methode, Pop

Dann plötzlich nur noch Fehler.

4 pains:

birth
aging
illness
death

rust + bone: Merkwürdig grobschlächtiges Drehbuch, gerade im Vergleich zu Un Prophète. Nach einiger Zeit hat man das Gefühl, immer im Voraus zu wissen, was als nächstes geschieht, auch wenn das nicht stimmt. Bestes Beispiel: Junge auf zugefrorenem See, Vater dreht sich weg, logischerweise bricht Junge ein. Ziemliche Unart bei sehr vielen Filmen, funktioniert natürlich immer, wenn man Spannung aufbauen will, ist aber die primitivste aller möglichen Methoden, eine Szene aufzubauen. Interessant übrigens, dass es trotzdem immer wieder funktioniert, dass man tatsächlich bis zu einem gewissen Grad mit zittert, obwohl der Verlauf so offensichtlich ist. Wahrscheinlich einfach nicht vollständig beherrschbare Reaktion auf reale oder imaginäre Gefahr. Es ist allerdings nicht so, dass jede Gefahr, die eingeführt wird, auch immer zum Vollzug führt, z.B. geht man als Zuschauer tendenziell davon aus, dass, nachdem sie am Anfang ihre Beine verloren hat, er bei seinen Straßenkämpfen am Ende seinen Verstand verlieren wird. Das wird nie explizit nahegelegt, liegt aber die ganze Zeit in der Luft: Es gibt eigentlich keinen in der Storyline verankerten Grund dafür, dass es ihm am Ende tatsächlich gelingt, Profi zu werden. Problem: Wahrscheinlich kann man in einer Filmerzählung das Unheil nicht einfach aus dem Nichts zuschlagen lassen, wenn man eine Geschichte aufbauen will. Es muss also gewisse Andeutungen von Gefahr, von Dingen, die geschehen könnten, geben, eine Art Möglichkeitsraum, in dem sich die Figuren bewegen. Wäre interessant, wie wenig da reicht, wie viel da sein muss, um als Erzählung zu funktionieren. Ob es interessanter ist, wenn möglichst wenig angedeutet wird, ob vielleicht doch die direkteste Vorbereitung diejenige ist, die am besten funktioniert, ob es sinnvoll ist, sehr viele Möglichkeiten anzudeuten, die dann gar nicht mehr berührt werden und einfach verschwinden, oder ob es besser ist, absolut geradlinig exakt das zu geben, was die Erzählung benötigt. Ich könnte mir vorstellen, dass es einen gewissen Spielraum geben muss, damit der Film nicht völlig durchschaubar wird, aber nicht zu viel, damit der Zuschauer sich nicht über die vielen falschen Fährten ärgert. Was könnte man mit falschen Fährten machen, wenn man sie nicht einfach verschwinden lassen will? Echter erzählerischer Realismus würde vermutlich Gefahr nur in den seltensten Fälle vorbereiten, da sie uns im realen Leben eher unvorbereitet trifft. Es ist letztlich der allwissende Erzähler, der reflektierende Zuschauer, der die Gefahr sieht, in die der Protagonist läuft, nur in den seltensten Fällen der Protagonist selbst.

Wichtig: footwork-bassdrum

45 Minuten Sicherheit. Perverse Psychologie: Endlich Zwang. Du kannst nicht anders. Du darfst nicht anders. Plötzlich hältst Du Dich daran. Warum nur?

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Filed under Dramaturgie, Film, Methode, Pop

Lost. Again. Trust. Faith.

M&A/Quay: Gut verstecktes Vier Jahreszeiten-Zitat

Witze, die vorgetragen werden, als wären sie keine Witze, aber eben nicht demonstrativ stoisch wie bei Keaton, sondern lässig ernst, als ob man eine ganz normale Geschichte erzählen würde.

Notation:

Dummheit ist böse.

Nichts + Nichts = Nichts
Pause + Pause = Pause

nicht in sich strukturierbar, nicht zwei Pausen, sondern eine längere Pause

Das Überflüssige, das Nichtnotwendige: Regel und über die Regel hinaus erfüllen?

Ziemlich bizarre Angewohnheit, alle Abstufungen als musikalische Skalen zu denken, gerne als diatonische mit wechselnder Zuordnung, damit unterschiedliche Strukturen frei aneinander angepasst werden können. Eine Art Vorstellungshilfe, die aber ganz klar nicht den eigentlichen Gegenstand vorstellt, sondern nur seine Ordnung vorstellbar und damit nachvollziehbar und handhabbar macht. Möglicherweise für einen Musiker nicht zu vermeiden, weil die grundsätzlichen Skalenstrukturen fest ins Hirn eingebrannt sind. Diatonisch ja übrigens viel leichter singbar/vorstellbar als chromatisch.

Das gleiche gilt natürlich auch für mechanische Arbeitverläufe wir Abtippen, Abzählen etc., die wir immer auf einfache Rhythmen herunterbrechen, um sie besser beherrschen und in gewisser Weise automatisieren zu können. Ein bestimmter Bewegungsablauf (und wenn es nur die Zählbewegung des Mundes, vielleicht zusammen mit dem Deuten des Fingers auf das zu zählende) in einer bestimmten Rhythmisierung etabliert und so genau wie möglich wiederholt, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren und die Geschwindigkeit (immer im gleichen Rhythmus) erhöhen zu können. Zeitersparnis. Nichts denken, nichts vorstellen müssen.

Süßkirschen + Pastis: Wie füreinander gemacht, aber ziemlich pervers, guilty pleasure. Wie Salzkaramellen vielleicht. Übrigens erstaunlich robustes Obst, wenn man darüber nachdenkt, pralle Haut, kräftiges Fleisch.

Entspannte Konzentration: Läuft alles von alleine, ohne Anstrengung, fehlerfrei. Dann wieder Ermüdung, geistiges Abschweifen, grobe Schnitzer: Wo bin ich? Wo war ich? Unüberwindbare Müdigkeits-Wand. Weitermachen und leiden. Durchkämpfen. Warten, dass es vorübergeht. Stichwort: Langeweile. Aufmerksamkeits-Kapazität. Irgendwann einfach verbraucht. Schwer, damit umzugehen. Eigentlich inakzeptabel. Aber unausweichlich. Hilft nur das berühmte Aussitzen.

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Erschreckend

Eitelkeit und Lüge: Noch so ‘ne geistreiche Beobachtung und ich kotze.

Melodie = Umwege: Gehe NICHT direkt auf, ziehe NICHT … Antilogik. Da könnte man doch noch mal. Abschweifen.

Müllauto/Straßenreinigung: Lang gehaltener Ton/Intervall, Brummen ohne Anfang und Ende, ab und zu leichte Tonhöhenabweichungen, gar nicht demonstrativ, aber eindeutig präsent, eigentlich sogar fast Vordergrund des Geräuschspektrums, nur durch den Mangel an Veränderung als eine Art Hintergrund wahrgenommen. Schön.

Alle wenden sich wieder der Musik zu. Keiner mag sie, aber man ist sich einig, dass es besser ist, als gar nichts zu haben in der Nacht.

Kalter Rauch, Bier, fettgetränkte Speisen, alles schon ein bisschen älter: Geruch der Jugend, selten geworden, aber nicht völlig verschwunden. Z.B. wenn man sich in der Kneipe ein Eis geholt hat. Schon damals komisch gewesen, aber nicht eklig, eher fremd, heute vor allem Erinnerung.

Ziemlicher Unfug, den Diederichsen in der vorletzten de:bug ever über Cage verzapft: so ist das leider SEHR kurz gedacht und als Argument ziemlich peinlich.

Komponieren als bürokratische Übung: Alles sehr still.

Vorläufiger Umriss:
zwei große Bogen:
1. Aufmerksamkeit, Langeweile, ADS, Maschinen vs. Menschen bei der Verrichtung stumpfsinniger Arbeit.
2. Individualität vs. Integration in größere Strukturen – Steuern zahlen, einsamer Wolf im IRS vs. Teamplayer.
David Wallace verschwindet nach hundert Seiten.
Kern der Sache: Realismus, Monotonie. Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten.
David Wallace verschwindet – geht im System auf.

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It’s sad, but it’s sad.

Ich muss noch zur Post: Die Post ist im Bahnhof untergebracht, irgendwo in Zentralasien. Ich will mein Fahrrad zurückschicken, das ich nicht mehr brauche, weil ich mir hier eines leihen kann. Man tritt durch eine unscheinbare Nebentür ein. Der Bahnhof ist ein großes, burgähnliches Schloss. Ich weiß gar nicht, wo hier die Züge fahren sollen. Oben eine große Sonnenterasse mit Fischbecken. Schöne, große Karpfen, zwei in typischer Koi-Färbung, zwei auffallend bunt. Plötzlich erscheint ein gigantischer Fisch, deutlich über mannshoch und entsprechend lang, er sieht aus wie ein vergrößerter Zierfisch in metallisch-blau. Er steckt mehrmals seinen Kopf mit der riesigen Schnauze aus dem Wasser, dann kommt er mit seinem ganzen Leib nach oben, lehnt sich mit den Vorderflossen auf die alte Steinbrüstung und scheint den Blick ins weite, tiefliegende Tal zu genießen.

Die Idee, dass etwas richtig und etwas anderes falsch ist: So muss es sein, so ist es richtig, das geht gar nicht. Bis der nächste kommt und eine bessere Idee hat – natürlich auch nur für diesen Moment.

Einzeltakte merkwürdigerweise interessanter, wenn sie unverbunden, also im Gesamtzusammenhang vereinzelt bleiben. Vielleicht, weil sie sonst zu sehr wie einfache Verbindungsstücke wirken. Banal. Rein kontextbezogen im Unterschied zu in sich komplexen Instrumentenverbindungen. Wie Bauklötze/Steckverbindungen, die am schönsten sind, wenn sie getrennt bleiben.

Übrigens auch nicht gut, wenn völlig unverbunden. Am besten, die Möglichkeit einer Verbindung offen halten, aber nicht ausführen.

Kinder sprechen oft wie schlechte Schauspieler, oder wie Schauspieler, die ein Script bekommen haben, das so schlecht ist, dass sie nicht wissen, wie sie es sprechen sollen. Vielleicht ist das Script ja wirklich so schlecht. Oder die Kinder schauen zu viel fern. Da klingt nämlich alles so bizarr unecht frisch abgelesen.

Forsythien-Gelb neben Kirschblüten-Rosa: Klingt nicht nur schrecklich, sieht auch fürchterlich aus. Stört sie aber nicht weiter. Nicht zu viel erklären. Umständlichkeit.

Tri Repetae: Interessante musikalische Metapher, total kaputte CD, Rauschen als Oberfläche, näher/ferner, Unterbrechungen, falsche Wiederholungen, etc. Leider nicht mehr abspielbar

Nicht auf die Form, auf die Leerstelle schauen (3:4)!

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Tony Cragg, Caught dreaming, 2006, Jesmonite

Im Kopf Gegenstände/Auswahl/Optionen mit Tonhöhen nummerieren/markieren, geht automatisch, lässt sich eigentlich gar nicht vermeiden. Diatonische Melodien. Wäre interessant, mal ein Stück daraus zu machen: Wenig Tonhöhen, aber eben nicht betont wenige: Nicht eine, nicht zwei, aber sicher eben auch nicht zwölf. Quasi Kinderlied, Abzählreim, was es ja genau wäre. Sonic Youth-Technik: Kinderlied mit mikrotonalen Abweichungen.

Dunkle Ahnung: So müsste, so könnte es gehen. Was wäre, wenn man tatsächlich entscheiden würde: So muss es gehen. Quasi Entscheidungshoheit für korrekte Option beanspruchen: Ableiten, entscheiden, durchführen. DAS ist die richtige Entscheidung.

In gewisser Weise die absolute Verzweiflung/Konfrontation mit der absoluten Verzweiflung.

Improvisation: Rhythmus, Reihenfolge, Regel. Zufall. Visuelles Feld, optische Verteilung. Visueller Reiz, Entscheidungspunkt.

waking
sleeping
dreaming
nothing

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Zirkus

Zeitmessung als künstliches Schicksal: Wenn/Um/Dann.

Knackser genau auf Bassdrum: Interessanter Effekt, als ob der Lautsprecher durchbrennen würde. Dazu passend: Falsches, fehlerhaftes Aussetzen der Tonspur viel überzeugender, weil überraschender, als gesteuerte Pause. Weiteres Indiz: Musik in einem Zimmer, Computer mit Musik schaltet sich an in anderem Zimmer, man staunt, was für eine tolle Überlagerung, wie ist er nur darauf gekommen, dabei reiner Zufall, überhaupt nicht beabsichtigt, kein rhythmischer, kein metrischer, kein tonaler Zusammenhang. Gesteuertes Zufallsverfahren würde vermutlich immer noch zu absichtlich und homogen, weil regelhaft wirken: Es muss eben wirklich falsch sein.

Inmitten all dieses Lärms

Immer wieder abstoppen, verschlucken, jeder Konsonant würgt den Vokal davor ab, verschluckt ihn, humpeln, hinken, toller Rhythmus, jedes Wort, jede Silbe gegen den Widerstand der Konsonanten herausgewürgt, Schwellen, immer ein leichtes Abfallen vor jedem Stop, immer nach unten, Sprechen zwischen Blasiertheit und Debilität.

liest
ja
eh
niemand

Wahnsinn, wieviel Buch ständig ausgestoßen, sprich veröffentlicht wird, vieles natürlich fürchterlich, aber in gewisser Weise sind die halbguten Bücher, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann, das eigentliche Problem: Man müsste sie eigentlich lesen, besonders wenn einen der Gegenstand, der behandelt wird, interessiert, aber es lohnt sich fast nie, was man eigentlich immer weiß, aber nicht glauben will. Bücherkauf wird da zu einer Art Voodoo-Praxis, Aneignung von Wissen nicht durch Lesen, sondern durch den reinen Kauf, man hat sich sozusagen per Kauf verpflichtet, das Buch zu lesen, auch wenn man es nie tun wird. Einerseits völliger Unsinn, andererseits erinnert das Buch im Regal zumindest daran, dass man sich mit etwas beschäftigen wollte.

fuck art
let’s work

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Unz-Unz-Unz-Unz

How the hell did this get so sad so fast?

Merkwürdig, dass einem dann immer wieder doch etwas einfällt, gerade wenn man denkt, dass es gar nicht geht. Sinn der Arbeit. Warten. Quälen. Zeit.

Mad Men: Orchestrierung der Gefühle, virtuose Kontrolle, vor allem auch in der zeitlichen Abfolge, herauszögern, überraschen, vor sich hin laufen lassen, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, und jetzt der ganz große Knall. Der allerdings auch nicht völlig umgedämpft, damit es danach auch noch weiter gehen kann. Grandiose Schauspieler-Führung, unübertreffbares Timing der unscheinbar Geste.

DMD KIU LIDT: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit. Klingt gut. Stimmt das? Kann man das so stehen lassen? Würde man natürlich gerne, klar. Aber.

Die Hure/Die Herzogin: Ganz interessant der Gegensatz zwischen anzüglicher Kleidung und neutraler Gestik. Man erwartet die ganze Zeit, dass die Ansage des Kostüms eingelöst wird, es wird aber noch nicht einmal darauf Bezug genommen.

In gewisser Weise waren die Jahre im Gefängnis die glücklichste Zeit meines Lebens.

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Körte 6 10:00 17.01.2014

Cold Front Productions

Lustig, eine echte Maloche down hier im Büro.

Improvisation. Alles Improvisation. Alles improvisiert. Die Reihe. Der Algorithmus.

Total Trauer: The caretaker.

Gleiche Intervallkonstellation einmal als Tonhöhen/Klänge, einmal als Tonfolge/Spannungsverhältnis. Müsste eigentlich möglich sein.

Oh nee, wann ist denn endlich die erste Stunde rum? Die Zeit kriecht. Ja, so ist das im Büro. Zeigt, wie viel in wenig Zeit geht, aber auch, wie langsam sich Zeit anfühlt, wenn man darauf achtet. Wenn man sich quält. Einzige erlaubte Ablenkung: Notizen. Nachdenken. Nichts tun. Aber eben nicht: Etwas anderes tun. Schlafen ist z.B. auch nicht erlaubt, logischerweise. Wäre wie etwas tun, sich ablenken, die quälende Zeit nicht aushalten. Nachdenken macht ja übrigens eigentlich immer Spaß, ist nie unangenehm, wahrscheinlich, weil man nicht wirklich etwas tun muss, weil man nicht in die Ausführung gehen muss, weil man noch nicht so weit ist, zu sehen, wie die Ideen sich in der Ausführung auflösen, verschwinden. Tolle Idee – aber nur so lange, wie man sie nicht anwendet. Letztlich das Reich des Traums, wo alles geht, was man sich kurz vorgestellt hat, wo man für einen Moment überzeugt war, dass ein bestimmter Gedanke vollständig evident ist. Ausführung wäre dann der Text, die Argumentation, wo dann plötzlich nichts mehr zusammenpasst. Nachdenken ist viel leichter als tun, weil es keinen Widerstand kennt.

Letztlich ganz normal, dass es einem schlecht geht, by the way. Den meisten Menschen auf der Welt geht es schlecht. Und den anderen natürlich auch.

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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leider nur eine Episode

reine, vollständige Wiederholungen, auch größere Abschnitte, aber so, dass man sie noch nachvollziehen kann

ein Abschnitt einfach nochmal: Wie wäre das denn z.B. in einem wissenschaftlichen Text, also in einem Zusammenhang, wo man es überhaupt nicht erwartet und wo es auch definitiv nicht hingehört? Ziemlich surreal, ziemlich selbstzerstörerisch, aber gerade deswegen auch wirklich gut. Befremdend: Man würde zweimal hinschauen, weil man nicht glauben könnte, dass jemand so etwas wirklich, und mit Absicht, gemacht hat:
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Zweimal wäre am irritierendsten, weil man nicht sicher sein könnte, ob es ein Versehen oder Absicht ist, bei dreimal und mehr wäre es schon ziemlich klar, dass es sich um einen absichtlichen Eingriff handelt.

Mechanische Wiederholung letztlich immer auf kleine und kleinste Einheiten bezogen, weil bei größeren Einheiten das Mechanische der Wiederholung weder bezüglich der Geste, noch bezüglich der Ausführung nachvollzogen werden kann. Je kleiner die Einheit, desto unwichtiger die Exaktheit der Ausführung, also der Wiederholung. Es wirkt dann ohnehin wie eine große, integrierte Geste, und nicht wie eine Reihung von Wiederholungen.

Immer wieder: Wanda Group. Sollte man versuchen zu integrieren. Vielleicht einfach ein Stück über ein fertiges Stück von WG schreiben.

Klug zusammengestellte Realität. Das war doch das, was uns gefehlt hat, oder?

Pausen als Lücke mit Rauschen füllen, zusätzliche Pausen leer lassen. Pausen als Lücke tendenziell ganze Schläge, zusätzliche Pausen tendenziell kurze Unterbrechungen.

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Stimmt/Stimmt nicht

So einfach soll es dann doch nicht sein. Eher unglücklich, unangenehm, peinlich.

a past thought is not perceived,
a present thought is not perceived,
and future thoughts are not perceived.

eigentlich egal, ob es ein Fehler ist, oder nicht, oder sehe ich das falsch?

Actress: Zustand, stehen lassen, verdeckte Entwicklung, untergründige Dynamik

Was war eigentlich gestern noch mal? Wo bekommst du deine Informationen her? Brauchst du überhaupt Informationen? Für deine Arbeit?

Auch Arbeit kann eine Disziplin sein. Arbeit ALS Disziplin. Also so etwas wie ein Eigenwert.

Was man nicht lesen kann: Richtig geschrieben, aber dennoch falsch gelesen. Weil die falsche Assoziation stärker ist als die richtige.

Ausformulierung: Trägheit vs. Schnelligkeit

Paul Perry/Alamut: Das war’s, wiedergefunden.

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What a year!

Was war DAS denn? Chaotischstes Jahr EVER. Auch poptechnisch insgesamt eher deprimierend. Einzige echte Überraschung für mich Feldman, Violin and Orchestra, Widmann, HR Sinfonieorchester, Pomarico: Hätte nicht gedacht, dass es jemandem gelingen würde, die Intensität und den Extremismus von Paul Zukofsky aufzubringen, ohne ihn zu imitieren. Auch wenn das Ergebnis im Detail sehr ähnlich ist, wirkt es nie wie bloßes Nachspielen. Lichtblick im Popbereich Zomby, With Love, die sonst offensichtlich niemand mochte. Glasklare Wut. Sonst viel gut, wenig toll. Schade. Bin nicht sicher, ob das die Mühe noch lohnt. Schon das ganze Jahr nicht. Sicher. Eher Qual als Erkenntnis.

hors concours:
Morton Feldman: Violin And Orchestra, Widmann, HR Sinfonieorchester, Pomarico

lang:
01. Zomby: With Love
02. Oneohtrix Point Never: R Plus Seven
03. Jai Paul: Leak
04. Four Tet: Beautiful Rewind
05. Julia Holter: Loud City Song
06. Deniro Farrar: The Patriarch
07. Prefab Sprout: Crimson/Red
08. Autre Ne Veut: Anxiety
09. Rashad Becker: Traditional Music Of Notional Species Vol. I
10. Bill Orcutt: A History Of Every One
11. The Flaming Lips: The Terror
12. James Ferraro: NYC, Hell 3:00 AM
13. Donato Dozzy: Plays Bee Mask
14. Riccardo Donoso: As Iron Sharpens Iron/One Verse Sharpens Another
15. Dawn Richard: Goldenheart
16. Daughn Gibson: Me Moan
17. KA: The Night’s Gambit
18. Toshiya Tsunoda: ο κόκκος της ανοιξης
19. Fear Of Men: Early Fragments
20. Stara Rzeka: Cień chmury nad ukrytym polem
21. Alan Licht: Four Years Older
22. William Basinski + Richard Chartrier: Aurira Liminalis
23. Steve Mason: Monkey Minds In The Devil’s Time
24. Gunnar Haslam: Memesiak
25. Ill Professor: Wire & Air
26. Conforce: Kinetic Image
27. The Black Dog: Tranklements
28. Kaeptn Peng & Die Tentakel Von Delphi: Expedition Ins O
29. IVVVO: Occult
30. The Knife: Shaking The Habitual
31. blackoutbeach: Blues Trip
32. Phork: Entertainment
33. John Grant: Pale Green Ghosts
34. Hatred Surge: Human Overdose
35. TM404: TM404
36. DJ Taye: Just Coolin’
37. Run The Jewels: Run The Jewels
38. Touché Amoré: Is Survived By
39. Virile Games: Wounded Laurel
40. Glasser: Interiors
41. CocoRosie: Tales Of A Grass Widow
42. Earl Sweatshirt: Doris
43. Cloud Boat: Book Of Hours
44. Taku Sugimoto & Moe Kamura: Live In Saritote
45. Xiu Xiu: Nina
46. The Field: Cupid’s Head
47. Lawrence: Films & Windows
48. Phoenix: Bankrupt!
49. Ceephax: Cro Magnox
50. Rome Fortune: Beautiful Pimp

kurz:
Actress: Grey Over Blue
Joey Anderson: Above The Cherry Moon
Julio Bashmore & Kowton: Mirror Song
Calculon: Feel EP
Covered In Sand: Heaven’s Gate Suicide
∆ ∆: Skyway
Aaron Dilloway: Songs About Jason
Walter Ego: Heaven EP
Evans: No Way Back EP
George Fitzgerald: Thinking Of You
Troy Gunner: Masks/The Valley
Graze: Graze EP
Jaw Jam: The Truth
Lakker: Deathmask EP
Moiré: Never Sleep
Anthony Naples: El Portal EP
OL: Cover/Vertical Race
DJ Rashad: Rollin’ EP
Gerry Read: Crave Enjoy A Day Out
Recondite/Julien H Mulder: Shift 003
Dawn Richard: Whiteout EP
Rolando: D & N’s EP
Trade: SHEWORKS005
Umbra: Abrasive
Zacarocha: Use Me EP

mixtape/compilation

AHNNU vs. D/P/I: SHE WAS NO TAME THING
Arca: &&&&&
Demdike Stare: The Weight Of Culture
Steve Hauschildt: S/H
Nguzunguzu: FADEMIX004
Prostitutes: Used Illusions Pt. I & II/Blowing Up The Workshop
Levon Vincent: Little White Earbuds Podcast 149
Walls: Ecstatic
Wanda Group: A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO
Western Tink: Mobbin No Sobbin Presents The Rise Of Tinkavelli

Das war doch FURCHTBAR, oder?
Ja, GRAUENHAFT.
Das kann man wohl sagen.
Na ja, ham wa wieder was erlebt.
Ja, ham wa wieder was erlebt.

Oder auch nicht. Erinnerung: Wenn man sich nicht damit beschäftigt, muss man sich auch nicht daran erinnern.

PS: Gerade nochmal angehört. Wenn ich ehrlich bin, ist James Ferraro, NYC, Hell 3:00 AM doch wirklich toll. Fand ich jedenfalls heute. Eindeutig zu schlecht platziert.

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Unabhängigkeit

Da müsste man ja bescheuert sein, wenn man keine Angst hätte.
Keine Angst: Wenn es ohnehin jederzeit zu Ende sein kann, wo ist dann das Problem?

Es müsste doch auch so/hier/überall gehen, es sollte eigentlich keinen Ort geben, an dem man nicht leben kann/will.

Blackoutbeach/Blues Trip: Muss man nicht mögen, ist aber überragend gesungen, besonders, wenn man die Details wörtlich nimmt.

Bizarre Tendenz, Dinge verschlampen zu lassen, wenn etwas zu Ende geht. Als ob es nur darum gegangen wäre, einen Schein aufrecht zu erhalten, der nun keine Rolle mehr spielt.

Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch Sinn machen, seine Kräfte zu schonen und sich auf etwas Neues vorzubereiten. Es könnte ja tatsächlich sein, dass Ordnung, Zustand, Fähigkeiten nur für die aktuelle Situation relevant sind und bald keine Rolle mehr spielen werden. Warum sie dann weiter mühsam am Leben erhalten? Und wenn sie doch wieder relevant werden sollten, könnten sie ja wieder hergestellt werden. Also Status Quo nur so lange aufrecht erhalten, wie sicher ist, dass man ihn auch in Zukunft brauchen kann.

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Filed under Pop, Uncategorized

Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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Elvis Hitler/Bling Ring/En Vogue: Back to Life, Back to Reality

was macht der denn da?

ich meine, das

da hat sich ja offensichtlich irgendetwas verändert

Nebenmelodie

ppp/ppppp

Grunzen
Stöhnen
Räuspern

Liegetöne

die Figur
Hirn
Flüstern
Sprechen

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Beschwerden

I don’t even know if I’m

I don’t even know if I

Yeah, let’s –
Super Idee –
Super Idee –
Let’s -.

Begleitung – ganz was merkwürdiges, besonders, wenn sie wirklich nur stützt, nur die Harmonik und vielleicht ein bisschen das Metrum andeutet.

A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO: Wäre doch toll, diese Art von Geräusch auf ein Keyboard zu legen. Oder wären das dann zu sehr feste, in ihrem Verlauf wiedererkennbare Samples? Müssten sie bei jedem Abrufen neu moduliert werden, oder komplett neue Samples der gleichen Familie sein?

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Es kann nur eine geben.

Pause

Arpeggio + Reibeholz: E.M.M.A.

Absurde Arpeggio-Ketten: Wäre schön. Wäre doch toll!

In dem Moment, in dem mehr als eine Stimme da ist, musst Du Dich entscheiden.

I like that. I’m beginning to see the potential.

Alles Unisono/Pseudo-Unisono?

Arpeggio als Gegenstand: Kriechen, quälend, in Nicht-Bewegung/Anti-Bewegung pervertiert.

sieht alles absolut phantastisch aus (durch die Straßen gehen)

Horrorfilm: Kameraposition und Timing (?)

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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cheapness for its own sake

begrenzte Lebenskraft/Werk (Machaut)

Dynamik
Dämpfung
Akzente

Justin Timberlake: Tunnel Vision
Akra: Tunnelvision

Man starrt auf die Aufgabe und hat nicht die geringste Ahnung, was man tun soll. Zeichen, dass man noch ein bisschen schrauben muss, nachjustieren, einrichten, ordnen, aufräumen, Gedanken klären, ausprobieren, verwerfen, neuansetzen, etc.

Wie ist das eigentlich, kann man alles ernsthaft behandeln, z.B. auch Unsinn? Macht das Sinn? Einen super Text über einen völlig bescheuerten Gegenstand schreiben? Etwas darin finden, was eigentlich nicht da ist?

A long-ass time ago. Back when I could still piss in a straight line.

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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Versprechen: Alles Egal

Gewerkschaftsbosse als die schlimmeren Unternehmer: Fettleibigkeit ohne Risiko. Kann ich leider nicht wählen, sorry.

Elektrische Panflöte. Auch toll, natürlich.

Beethoven: Bewusster und vorgeführter Eingriff in die Struktur. Zeigen, dass es auch anders geht. Es hätte auch ganz anders sein können. Gerade in tonaler Musik möglich, weil es eine Grammatik gibt. Gleichzeitig ist Musik verzeihender als andere Medien, weil sie nicht gegenständlich ist. Deswegen handelt es sich um reine Grammatik, reine Dramaturgie, und nicht die Anordnung, den Abbruch von Gegenständen. Es gibt keine Provokation, die auf das Leben direkt zugreifen würde. Diese Einschränkung vorausgesetzt geht Beethoven so weit, wie man nur gehen kann, alle neue Musik eingerechnet. Man muss erst einmal eine Grammatik haben, um sie einreißen zu können, daher sicher auch das strikte Festhalten an der zugrundeliegenden Periodik.

wie kriegt man etwas noch hässlicher hin? wie macht man etwas wirklich hässlich?

Warme Sonne, wenig Wolken, die Luft fühlt sich gerade noch kühl auf der Haut an. 20 Grad. Leichtes Frösteln im Schatten. Quite pleasant.

Alles, was einem irgendwann einmal wichtig genug war, aufzuschreiben, stehen lassen.

Auf eine gewisse Art tatsächlich die Funktion, etwas zu bezeugen: Dass man da war, dass man etwas gesehen hat.

Nö, finde ich nicht.
Doch, sehe ich auch so.

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Far Go

Klang Klang Klang Klang Klang. – What the fuck is it? How do I notate it? (Beethoven)

Ultramodernismus vs. Lesbarkeit/Jelinek: Straff gespannte Oberfläche. Der Wille, die Pointendichte stabil zu halten. Also kein Abfall, kein Anstieg. Anti-dramaturgische Ästhetik, total nachvollziehbar, aber irgendwie eben doch falsch. Das Problem, selbst Spaß zu haben. Und das Publikum darüber zu vergessen. Nicht sich selbst darstellen, sondern seine Performance. Quasi das eigentliche Thema: Ich kann die Spannung halten. Was ja automatisch nicht stimmt, by the way. Frage wäre eher: Wie kann ich aus dem Stück heraus die Spannung variieren? Nicht, um es interessanter zu machen, sondern, um es besser zu machen, um die Frage zu akzeptieren: Kann es nicht-konventionelle Dramaturgie überhaupt geben?

Ein bisschen so, als ob man wach bleiben müsste, um zu überleben. Als ob man der Held wäre, wenn man die Intensität durchgehend gleich hoch halten könnte. Was nicht der Fall ist. Man hält die Intensität gleich hoch, indem man sie variiert. Grindcore/Death Metal.

Wiley Wiggins

All I’m saying is, if I ever start referring to these as the best years of my life, remind me to kill myself.

Homogener Track, der plötzlich in eine andere Richtung geht: Funktioniert fast immer, erfreut fast immer, ist aber eigentlich ein ganz einfacher Trick. Was ist das eigentlich: Zwei Stücke, die direkt aufeinander folgen, oder ein Stück mit plötzlichem Charakterwechsel? Warum ist es tatsächlich etwas anderes, wenn es ein Stück ist?

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Pseudologie

Gelassenheit/Entspanntheit: auch nicht schlecht, besonders wenn man sich die ganzen verbiesterten Gesichter anschaut.

Überprüfbarkeit
Vergleichbarkeit
Machart
Suggestion

Den Programmtext einfach mitlaufen lassen. Nur: Dann musst du den wieder erklären.

Rausgeflogen: O.k., und was machen wir jetzt? Träum’ fuckin’ weiter!

Was Du Dir vorstellen kannst, und was Du Dir nicht vorstellen kannst. Etwas ganz einfaches, einfach nur Achtel. Ich fühle das halt nicht. Ich glaube nicht daran. Nur als Parodie.

but, you know, you never know

warum ist das gut, und warum will ich das nicht?

der macht das: DER macht DAS. Personen als Instrumente. Einerseits totale Beschränkung, es geht dann eben nur mit DIESER Person und keiner anderen, andererseits Feindifferenzierung aus Erfahrung, die sonst nicht möglich wäre. Der macht das nämlich, der macht immer das, deswegen kennt er sich dabei so gut aus. Er hat seine eigene Sprache entwickelt, die sich aber auch auf genau dies beschränkt. Hong Chulki.

Das Licht der Herrschaft/Herrlichkeit.

Die Scheinwerfer der Macht.

Interessant, was einem alles nicht gefällt. Und zwar gar nicht. Z.B.

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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another another not my day day

Heute, hatte ich gedacht, essen wir die Suppe auf, hat er gesagt.

Stimmung: Äh, na ja, wie ist denn die Stimmung? Rauschen, Kratzen, Knistern.

selbstverliebt

Absolute Towers, Mississauga: Interessante Aufgabe, einen ondulierenden Turm zu bauen, und dann im Nachhinein einen zweiten Turm zu entwerfen, der den ersten abwandelt und ergänzt. Würde mich interessieren, wie sie da ran gegangen sind.

Luhmann als Prosagedicht

Unschuld

unschuldig
schuldlos

was ich höre
ich höre seit längerer Zeit
seit einigen Takten

Sag mal, kann das sein, dass du mir meinen Cursor weggenommen hast?

Rechtsperonist

Ich bin grundsätzlich unangepasst: Gibt es etwas angepassteres als Rockmusik?

I’m a patriarch type motherfuck. So now you lay flat from cash tray while I fall back and execute my plan with patience. Shit I’ve been praying so long hopin’ that the god come save me. On my knees meditatin’. I ain’t seen the motherfuckin’ blessing yet. Straight patriarch type nigger. That’s who the fuck I be.

ziemlich schwierig auf Schlagzeug umzuschalten

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am Ende Unisono-Piepsen

Frisches Schwarzbrot merkwürdigerweise erfrischend – how the fuck come? Knusper, Feuchtigkeit, Elastizität, saurer, leicht fruchtiger Nachgeschmack – was noch?

Melodie und Begleitung kann ein tolles Konzept sein – vgl. Doo Wop. Warum funktioniert das da so verdammt gut? Vielleicht tatsächlich die extreme Einfachheit des Satzes, in der dann jede Mini-Abweichung ein Ereignis ist. Lustig, dass da auch das Klimper-Klavier wie ein exterritoriales Ereignis wirkt. Übrigens zum Teil tatsächlich wie Samples arrangiert: Ein bisschen Schlagzeug hier, ein bisschen Klavier da, ganz wenig Saxophon dort, bloß nicht zu viel wovon auch immer. Super Idee. Ziemlich professionell gedacht.

Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wie Titel in der textlosen Popmusik funktionieren? Oder ob sie überhaupt funktionieren? Wenn es keinen konkreten Bezug gibt (z.B. Textsample), ist der Titel ja mindestens so arbiträr wie in der Neuen Musik. Ein ganz normaler Techno-Track mit revolutionärem Titel: Ich meine, ich verstehe schon, dass damit eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, auch für den Produzenten selbst, aber, naja, das war doch schon mit Text schwierig, wie soll es denn dann ohne gehen?

Man könnte sagen, dass im Pop die Person des Produzenten enger mit dem Stück verbunden ist als in der Neuen Musik, dass sie mehr für das Stück, für die Haltung des Stücks steht, dass die kultivierte Anonymität vieler Elektronik-Produzenten gerade wieder eine persönliche Haltung ist, die zu Stück und Titel dazugehört, aber das ist ja letztlich auch nur eine Art Stimmungsbild, dessen konkreter Nutzen sehr begrenzt ist.

Letzter Versuch: Der Titel ist die Message des Stückes, das Stück wird geschrieben, um den Titel zu transportieren. Nicht undenkbar, vielleicht wirklich eine Art Gleichwertigkeit zwischen Titel und Stück, die sich gegenseitig rechtfertigen. Das müsste dann letztlich auch für Stücke gelten, die einfach nur durchnummeriert sind:  Unknown 001, #001-004. Der stärkste Ausdruck, der in diesem Zusammenhang mit einem Titel zu erzeugen war?

Lenin-Museum Bischkek: Als ob die Steinplatten nur abgelegt wären. Schöne Idee.

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niemals Verzeihen

Eins
Zwei
Viele

oder eben doch:

Eins
Viele

Lustige Idee: Stück/Platte ist eigentlich schon zu Ende, dann wird einfach noch mal kurz auf- und wieder abgedreht. Man dachte, vielleicht geht es doch noch mal weiter, tut es aber nicht. Keine komplett neue Idee natürlich, aber so ausgeführt, dass man tatsächlich kurzzeitig an einen Neuansatz glaubt. Wahrscheinlich eine Frage des Timings – und der Dynamik (V. Hold, Antagions).

Schnitte vs. Stimmen

macht doch Sinn, oder?

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Filed under Form, Oper, Pop

Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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eine Aufgabe

Alinea: Absolute Zartheit. Gespinst, quasi nicht vorhanden. Gewebefaden, ins Leere gezogen. Hässlichkeit der Fragilität. Abfall, Dreck, Staub, Spinnenweben.

Es hatte zu lange keine Bedeutung mehr gehabt.

Reim: Unmittelbare Überprüfbarkeit.

Das könnte übrigens ein wesentliches Merkmal des Zwanzigsten Jahrhunderts sein: Ständiger und systematischer Entzug der Überprüfbarkeit. Immer, wenn Du denkst, Du hast verstanden, was ich mache, ändere ich die Regeln. Was Du verstehst, kann nicht gut sein. In diesem Sinne wäre der konventionelle Roman definitiv nicht Zwanzigstes Jahrhundert. Und man könnte sage, Film wollte nie Zwanzigstes Jahrhundert sein. Wollte eher das Neunzehnte Jahrhundert in eine neue Technik überführen. Und was macht das Einundzwanzigste? Sagt es: Bitte versteh mich? Ich will auch ganz brav sein. – Wie versteckt man Unverständlichkeit?

Traum-Archetyp: Raum hinter dem Raum, Welt hinter der Welt, die offen sichtbaren, bekannten Vorgänge sind nur eine Fassade für die eigentliche Mechanik der Welt. Fließender, anstrengungsloser Übergang.

Flunkern: Dann passt’s besser. Viel besser.

Pieps-Elektronik: DJ Rashad, Drums Please

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Familie

Piece of Shit: Konsonanzstudie

Alle Schläge umstellen, Folgen je Abschnitt definieren

Kontinuität revisited

tonale Kontinuität: hat etwas ziemlich Schales, besonders in ihrer Spätzeit, als ob sie, obwohl sie ständig hinterfragt wird, zu einer Commodity geworden wäre. Es zwickt und zwackt, aber gerade deswegen kann man sich auf sie verlassen. Ein Sicherheitsnetz, aus dem man, selbst wenn man wollte, nicht ausbrechen könnte. Frage wäre, ob Atonalität tatsächlich der Ausbruch gewesen ist. Oder nur eine Erweiterung der Sicherheitszone. Und wahrscheinlich hat die ganze Misere tatsächlich mit der fehlenden technischen Optionen zur Fortbildung zu tun: Trennung kann nur noch gestisch gedacht, nicht mehr strukturell erarbeitet werden, Kontinuität ist unausweichlich geworden. Daher der Eindruck des hilflosen Gestikulierens, der so viele Formbildungsversuche begleitet.

Französische Cembalomusik: Im Grunde ein unglaublich prächtiger, mit allen Mitteln hinausgezögerter und immer noch weiter fortgesetzter, extrem raffinierter Lärm. Clusterartige Obertonexzesse. Ziemlich toll also. Würde ich auch gerne können.

Portal: Differenzierter Lärm. Einfach immer weiter machen. Hier aber natürlich auch genau das Problem: Die einzige mögliche Gliederung ist die formale Geste, der deutliche Zugriff von außen, sonst läuft das einfach so durch. Klar hätte man lieber eine Gliederung von innen, oder?

Piece of Shit, zweiter Teil: Jeder Schlag kleine Sekunde nach oben. Ausgenommen die beiden Forte-Stellen. Die eher repetitiv-blockhaft auffassen.

Enggestrickter Rhythmus, quasi Lärm: Anschläge sind so eng zusammen gezogen, dass sie quasi eine Geräuschfrequenz entwickeln, die man als eigene Ebene (Vordergrund oder Hintergrund) wahrnehmen kann.

Lärm Lärm Lärm: toll

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Wie ein Verrückter

Teil x: Nur tiefe Lage

Anfang Teil a/Teil b: Ohne Begleitung

Groß Alt 7 \

Trompete: Große Sprünge/quasi verbunden/quasi Geräusch

X und X reimt sich nicht: Interessant, dass sich der Effekt des Reims nicht einmal andeutungsweise einstellt, er fällt einfach völlig weg, wenn man die Variation durch die Wiederholung ersetzt. Umdeutung des Klangs. Akkord.

MIT dem Text oder GEGEN den Text. Oder NEBEN dem Text (Rhythmus).

unregelmäßige Rhythmusfolgen auf regelmäßige Einsatzfolgen runter/hochbrechen

schneiden/schneiden/schneiden – bitte!

Loft Music
Life Of The Party
Gone
Heaven Or Las Vegas
Next

normal böse
sehr böse
gar nicht böse
durch und durch böse

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Traktat über das ein-Kind-seiner-Zeit-sein

Absolut erschreckend, wie Pop zwei Jahre später klingen: Im Grunde erkennt man nichts wieder. War das wirklich diese Platte? Hat die wirklich so geklungen? Perfektes Beispiel für Zeit: Wir spüren nichts, aber plötzlich sind wir ganz wo anders. Und offensichtlich alle anderen mit uns. The world has fuckin’ changed. Wo bin ich? Absoluter, kompletter Riss bei etwas, von dem man dachte, dass man es genau kennt. Und von dem man weiß, dass es sich nicht geändert haben KANN. Also MUSS man sich selbst verändert haben, und zwar durchaus tiefgreifend. Immerhin sind das deine Ohren, ist das dein Herz. I don’t like that anymore. Keep away from me. Please! I don’t wanna hear that! I don’t wanna see that! Wo ist die Wärme hin? Wo ist die Tiefe? Das sind ja plötzlich nur noch Töne! Immer wieder interessant dabei, dass Sachen, die zu ihrer Zeit direkt, ohne Verzögerung, eingeschlagen haben, am schnellsten veralten. Tendenziell lächerlich wirken. Wäre allerdings ziemlich bescheuert, das für eine tiefere Gerechtigkeit zu halten.

Größte Tragik, zumindest für den Zuschauer: Wenn eine Figur glücklich ist, eigentlich aber unglücklich sein müsste. Wir wissen schon, dass der Zustand des Glücks nicht mehr lange bestehen wird. Es ist aber nicht nur die Fallhöhe von Glück zu Unglück, die die Situation so tragisch wirken lässt, sondern die Ahnungslosigkeit der Figur, die Schutzlosigkeit, mit der sie in ihr Unglück geht. Glück macht schutzlos. Und wir wissen, dass die Erinnerung an das falsche Glück, die Erkenntnis, dass das Glück nur ein Irrtum war, das Unglück noch viel schlimmer machen wird. Sicher auch Scham und Wut, dass man die Situation nicht gleich richtig erkannt hat. Dass man sich fälschlich in Sicherheit gewiegt hat (Mad Men wieder von vorne).

Ziemlich toll, das einfach im Raum stehen zu lassen, überhaupt nicht zu erklären: Sie ist glücklich, er ist großzügig, und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Scham: Schaut man sich da selbst zu, oder geht man davon aus, dass man beobachtet wird? Geht man GRUNDSÄTZLICH davon aus, dass man beobachtet wird? Was ich sehen kann, kann auch jeder andere sehen – kann auch EIN anderer sehen. Ich nämlich.

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Piece of Shit

Auch die Bösen sind unschuldig. Well, I’m not so sure. Maybe.

Tropfen: Hihat, gedämpft, immer auf die Eins.

Medien: Interessant, wenn ein Weltbild ausschließlich aus Klischees besteht. Im Grunde völlig irre, was einem da ständig präsentiert wird.

Evil Voices
This is is IS IS/Pain/
THEFAINT

möglicherweise Orgel

Konnte nicht mit der Schuld leben.

The Money Store
The Drawbar Organ
Saint Vitus
Cicconia
Landini
New Age

im Raum schwebend
entspannt schwingend
rasch vibrierend
warm und gerade
aggressiv übersteuert

E-Piano

WARUM/KLINGT/DAS/HEUTE/ALLES/SO/ABGESCHMACKT?

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Filed under Klassik, Piece of Shit, Pop, Stücke

Aggressiver Nicht-Witz

Dagegen macht Humor eben fast immer Sinn: Staatstragender als Ernst.
Keywords: Operngesang
Sea of Vapors

Streichquartett: Letztlich Tonsatz, in Klang getrieben.

Visitenkarte Selbstausbeutung: Fertiges Material.

Rearrangement. Richter-Sampler.

Ton wird gehalten, Schauspieler spricht, singt einzelne Wörter auf Tonhöhe, Ton verändert sich, entsprechend verändert sich die Tonhöhe der einzelnen gesungenen Wörter. Unter Umständen extrem schnell gesprochen und extrem schnell gesungen, also extrem schneller Wechsel zwischen Sprechen und Singen.

Keine Pointe
Keine Narration

Text, der dann auch bedeutungsfrei gemacht werden kann, wo der Klang wichtiger als die Erzählung, die Folge der Wörter ist. Vielleicht Wörter umstellen?

Monolog auf mehrere Stimmen verteilen

Ort
Bühne
Auftritt
Abtritt

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Filed under Piece of Shit, Pop, Stücke, Text, Theater, ZWEI/2240: Song Cycle

Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Filed under Form, Gesang, Material, Methode, Piece of Shit, Pop, Stücke, Text, ZWEI/2240: Song Cycle

Beide nicht nehmen

Tonhöhe als Geste bzw. Definition von Gestik: Die Bewegung wird enger/weiter, springt weit, dann eng, oder umgekehrt, usw.

Verzierungen ultraschnell

Gesang

Lully

Verzierungen Streicher: Streichquartett

Alles voller Verzierungen

Abel Tesfaye

Wischen

Verzierung ignorieren, so tun, als ob sie nicht da wäre: Expressive Geste.

Schreien auf Tonhöhe

In eine Position bringen, in der du nicht mehr nachdenken kannst. It’s too fuckin’ complicated, oder so. Oder eben nicht. Entscheiden, dass es auch so gehen muss.

Der liebe Gott ist Überforderung. Just CAN’T get it.

Fuck voting.
Fuck liking.

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Filed under Material, Methode, Piece of Shit, Pop, Stücke, Uncategorized, ZWEI/2240: Song Cycle

The Year In Pop

Leider nicht so toll wie letztes Jahr, sorry. Nichts, was einen wirklich umhauen würde. Nichts, was wirklich alles auf den Kopf stellen würde. Vielleicht WOLD. Vielleicht Andy Stott. Aber eben nicht wirklich.

Grau
Gelb
Hellgrün
Hellblau
Dunkelblau
Rot

Top of the Pops

LANG
1. Wold: Freermasonry
2. Andy Stott: Luxury Problems
3. Death Grips: The Money Store
4. Hype Williams: Black Is Beautiful
5. Scott Walker: Bish Bosch
6. Traxman: Da Mind Of Traxman
7. Chromatics: Kill for Love
8. Burial: Kindred EP/Truant/Rough Sleeper
9. Jason Lescalleet: Songs about Nothing
10. Jam City: Classical Curves
11. Aesop Rock: Skelethon
12. FAY: DIN
13. Daphni: Jiaolong
14. Young Smoke: Space Zone
15. Internet Club: Final Tears
16. Dragged Into Sunlight: Widowmaker
17. je suis le petit chevalier: An Age of Wonder
18. Le1f: Dark York
19. Loincloth: Iron Balls of Steel
20. Holly Herndon: Movement
21. Arca NYC: Stretch 1/Stretch 2
22. The Shins: Port Of Morrow
23. YYU: TIMETIMETIME&TIME
24. ahnnu: Pro Habitat
25. How To Dress Well: Total Loss

HONORABLE MENTION
Ab-Soul: Control System
Bambounou: Orbiting
Barker & Baumecker: Transsektoral
BODYGUARD: Silica Gel
Claro Intelecto: Reform Club
Eli Keszler: Catching Net
Miguel: Kaleidoscope Dream
Monky: Hotel Infinity
Robag Wruhme: Olgamikks
Will Guthrie: Sticks, Stones & Breaking Bones

KURZ
Aardvarck: Nubian
AlunaGeorge: You Know You Like It
Bandshell: Dust March EP
Bass Clef: Dawn Chorus Pedal
Eats Everything: Jagged Elbow EP
George Fitzgerald: Child EP
Helium Robots: Jarza (Theo Parish Translations)
Jacques Greene: Ready EP
Jets: Jets EP
Joy Orbison: Ellipsis
Karenn: SHEWORKS004
Kevin McPhee: In Circles
Machinedrum: SXLND EP
Manni Dee: Shifting
Monty Luke: Tomorrow EP
Pariah: Rift EP
Percussions: Bird Songs/Rabbit Songs
Rrose: Artificial Light
Shlohmo: Vacation EP
The Blank: Suburban Dreamer EP
TMSV: Stress/Lost
Trimbal: Confidence Boost (Harmonimix)
U (12): Eah
Unknown: #001-004
Walter Ego: Shadows

Nichts
Nichts

Hass: Kälte

nicht zu viel Sinn

Traktat über das Ein Kind seiner Zeit sein

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Filed under Pop

Blawan/Moodymann

It ain’t what you got, it’s what you do with what you have, you understand?
And it ain’t what you do, it’s how you do it.

I agree. Do I?

Als Komponist muss man ein Gefühl dafür entwickeln, wann es sich lohnt, ein Stück nochmal zu überarbeiten, und wann eben nicht. Das ist sicher auch eine Erfahrungssache, hat aber auch damit zu tun, dass man versteht, was man gerade erreichen kann, dass man ein Gefühl dafür entwickelt, was für ein Potential in einem selbst zu einem bestimmten Zeitpunkt steckt. Es geht nicht immer darum, das optimale Stück zu schreiben, sondern eher darum, dass man für sich selbst, für das, was man jetzt gerade kann, das Optimale herausholt. Dass man nicht zu früh aufhört, aber eben auch nicht zu spät. Dass man nicht schludert, dass man das Potential ausschöpft, dass man dem Stück aber auch eine gewisse Frische lässt, dass man es nicht überschreibt. Der eine gibt zu früh auf, der andere kann nicht los lassen. Und die richtige Entscheidung hat nicht nur mit dem Stück zu tun, an dem man gerade arbeitet, sondern auch damit, wie man sich weiterentwickelt: Wenn man immer zu kurz tritt, wird man sich nicht angemessen entwickeln können, wenn man sich ständig verrennt, natürlich auch nicht. Hat sicherlich auch mit Personalstil zu tun: Es wird zur Signatur, zum Erkennungsmerkmal, in welchem Zustand man seine Partituren hinterlässt.

Aha. Ist das so?

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Filed under Methode, Pop

Bild ohne Ton

Einfach kopieren, und zwar wörtlich, was wäre das? Erstmal wäre es eigentlich keine Kopie, sondern das Original, denn es geht ja um Noten, nicht um Töne, und Noten verändern ihren Sinn nicht, wenn sie von anderer Hand geschrieben sind. Es würde sich also z.B. nur der Name des Komponisten ändern, oder der Titel, oder die Auswahl der Sätze. Aber es wäre eben keine Stilkopie, und auch kein Zitat, sondern etwas anderes. Ich zitiere einen ganzen Satz. Ich zitiere eine komplette Satzfolge. Es gibt keinen Rahmen für das Zitat, sondern eben nur das Zitat.

and then it’s o-ver

Spectrum/Captain Memphis: Total vernoiset, ganz geil.

TEMPS
L’HABITUDE

Zeit
Langeweile
Folter
Doku

Don/Richter: Wäre interessant, auszuprobieren, was da passiert. Unterschiedliche Zeitfenster. Du hast jetzt nur Zeit für. Da muss jetzt alles rein. Oder weglassen. Was da nicht reinpasst, fällt weg. Wird abgeschnitten. Nachvollziehbar, spürbar allerdings nur, wenn das Material über diese Schnitte hinausstrebt (Bewegungsenergie, unterbrochene Wiederholungsschleifen oder implizite Proportionen).

Exponentialfunktion: Viel viel vs. viel wenig

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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Filed under Form, Kunst, Pop

Richter/Loch

Ausdrucksdaddelei zum sterben langweilig. Interessant, dass das dar nicht mehr geht. Andererseits gibt es eben schon daddelartige Musik, die dann doch funktioniert, meinetwegen Black Bananas. Als ob da das Gedaddel beherrscht wäre, ausgearbeitet wäre, als Komposition funktionieren würde. Bisschen wie eine Intelligenzentscheidung gegenüber einer Gefühlsentscheidung. Auch das Überspitzte funktioniert dann viel besser. Echtes Überspitzen ist vielleicht auch eher eine Frage der Konstruktion als des direkten Ausdrucks.

Medienwechsel: Bisschen problematisch, wenn es nur darum geht, Dinge zu zeigen, die man sonst auf der Bühne nicht sehen könnte. Interessanter wäre ein unnötiger Medienwechsel um des Wechsels willen. Also willkürlich, nicht vernünftig. Nicht praktisch.

Nicht unbedingt die Frage, warum folgt b auf a, sondern was ist zwischen a und b. Was passiert da?

Wen man so will: Was ist da, wo der Punkt steht? Was passiert zwischen zwei Sätzen? Letztlich eine tote Zone. Einfach Dinge aneinanderkleben. Zukleistern. Dann merkt man’s nicht mehr. Rhythmus z.B. könnte eine Lösung sein. Prosa. Und das Objekt der Gegenstand.

Die Löcher zwischen den Sätzen. Alles nur Kleber.

Oder: Das dazwischen, und das, wozwischen es ist, trennen. Auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Sozusagen die Kanten extra komponieren.

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Filed under Form, Methode, Piece of Shit, Pop, Stücke

goldenes Licht

Die Bühne wird in tiefe Melancholie gehüllt sein. Trauer sinkt auf das Publikum herab. Langsames Stampfen.

4.10. 12:23
5.10. 15:52

3 Tage
7 Monate
9 Jahre

Lustig ist eine Kategorie des Geistes

Merkwürdig, wenn dann ein Entzündung einfach so wieder verschwindet.

ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-

nom

form follows energy: Was wäre das denn in Musik? Was wären denn Regeln, die innerhalb eines bestimmten Aspekts/Parameters Sinn ergeben, die man aber normalerweise nicht verwenden würde, weil sie alle anderen Parameter bizarr verformen würden? Und genau das wäre dann das Tolle daran: Das man einen einzelnen Parameter auf Kosten aller anderen Parameter durchgesetzt hat, und das Ergebnis exakt dadurch sinnvoll-sinnwidrig und deswegen interessant ist. Dass man das Ergebnis nachvollziehen, aber dann eben doch nicht nachvollziehen kann. In gewisser Weise etwas gegen jedes gute Benehmen/Geschmack durchsetzen und eben dadurch eine höhere Form von Geschmack beweisen. Für den Moment.

alles böse
alles schlimm
alles schlecht
alles egal

still
leise
halb laut
laut
ganz laut

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Filed under Form, Literatur, Methode, Pop, Stücke

Letztlich auch Vergänglichkeit.

Denken Denken Denken Wiederholen Akkord: Keine Harmoniewechsel

Gong stark dämpfen, weicher Schlägel: klingt wie Brett.

Extrem starke Bearbeitung des Tons im Nachklang

Letztlich sehr gewalttätig

Mehr Geräusch als Ton, dennoch intendierter Ton immer klar auszumachen

Durchgehend am Steg gespielt, viel Attacke

Zum Ton hin/vom Ton weg

Schlagzeug: Reibstöcke, Kontrabassbogen, Schlägelköpfe, Rute, Hand, Fingernagel

Aneinanderreiben

Formen der Variation

Haupttöne/Nebentöne

Hand tanzt auf Saiten

Deswegen Saiten freischwingend, ohne Griffbrett

Geräusch als Verzierung

Verzierung als Geräusch

Störung

Verunreinigung

Das Signal muss klar sein, damit die Verunreinigung als solche erkannt werden kann.

Ansonsten Haupt- und Nebentöne gleichwertig/nicht unterscheidbar/eine Ebene

Oberfläche

Lange Glissandi, wo dann wirklich nicht mehr klar ist, welcher Ton ursprünglich gemeint war.

Aufhebung des Tongefüges

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Filed under Pop, Schlachten 2: Motette, Stücke

Gift

Klarinette
Schlagzeug
Violine
Viola
Violoncello

schleichend
schleppend

abgedämpft

Kolik: Bass
Schlachten A: Bariton & Kleines Ensemble
Schlachten B: Sopran, Mezzo, Alt & Kleines Ensemble
Heiliger Krieg A: Counter, Tenor & Großes Ensemble
Heiliger Krieg B: Chor & Orchester
Stampfen: Streichorchester

East India Youth/Total Strife Forever: Beeindruckende Akkordwiederholungen

Bob Ostertag: Think of Zwei/2240

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Filed under Krieg, Oper, Pop, Schlachten 2: Motette, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

VERJUS DE BOURGOGNE

Mark Fell, Ten Types Of Elsewhere: Feinstgradierung. Was wäre, wenn man in die kleinstmögliche rhythmische Abstufung noch einmal eingreifen würde? Würde der Rhythmus dann einfach verzerren, nicht mehr erkennbar sein? Als ob das Abspielgerät kaputt wäre?

GF: Meisterwerke sind stumpfsinnig.

Die Ränge füllen sich, allein die Athleten fehlen noch.

betont/unbetont
lang/kurz

fuck!

Bigg Jus/El-P vs. Death Grips/Jam City: Die reine Wut funktioniert nicht mehr. Du musst Deine Aussage schärfen, um bestehen zu können. Ein bisschen Eleganz hier, ein bisschen Struktur dort. Einfachheit als Schönheit als Zynismus. Reduktion. Den Standpunkt sichtbar machen. Verdeutlichen. Eigentlich schade: Ich fand es immer ganz schön, einfach nur sauer zu sein. Aber das wirkt jetzt dezidiert altmodisch, eigentlich sogar faul.

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Filed under Oper, Pop, Text

inalienable/dreamless

Blu: Einzelne Silben herausdrücken (portato crescendo), andere fast verschlucken (staccatisso pianissimo). Möglicherweise zwei verschiedene, unabhängige Rhythmusebenen.

Betonte und unbetonte Silben auf zwei verschiedenen Rhythmusebenen.

Ungereimtheiten Kathedrale

e-g-e-g-e-f-d-f-d-e-c-g-e-d-g-g

Wovon ich schwärm’: Der Lärm.

Zeichen der Zeit: Monothematische Bands. Verengung der Perspektive. Verdeutlichung der Aussage.

Who knows how deep that hole is – maybe it has no bottom at all.

Oktave als Überraschung: Plötzlich ist das Gleiche obendrüber (oder untendrunter). Wie kann das denn sein?

Nicht für selbstverständlich nehmen.

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Nutzlose Erkenntnis

Untrust/Gordon Matta-Clark: Rohheit der Natur, Struktur des Nützlichen, Geometrie des Eingriffs, Brutalität der realen Gefahr.

Vorbereitete Struktur nutzen, ohne sie ernstzunehmen. Z.b. Akkorde und Struktur frei gegeneinander verschieben. Sinn der Struktur komplett ignorieren. Instrumentation verwenden, obwohl sie vollständig sinnlos geworden ist. Sozusagen eine Ruine als Neubau.

Und dann, am Ende, sich die Ruine vielleicht doch aneignen, vielleicht doch in die Ruine einziehen.

Dream/Weeknd: Pathos als Gewicht/Ballast. Es genügt nicht nur nicht, recht zu haben, es hilft auch überhaupt nicht. Was dann letztlich auch bedeutet, dass man nicht recht hat.

Untrust: Homogene, aber strukturierte Massen.

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Filed under Kunst, Pop, Stücke, Untrust

Baustelle

I want my Robert Smithson piece back!
Can I please have my Robert Smithson piece back!
Please give me my Robert Smithson piece back!

Klavierstück über minimale Arpeggi schreiben
vorher/nachher als Thema – Zeit
dicke Schichten von Verzierungen
rhythmisierte Triller

If you have problems with a song, take out what you like most. (PJ Harvey)

Agamben, Textausdeutung: Problem, wenn man jeden Text auf seine Etymologie hin abklopft, ist ja eigentlich, dass man die Texte überhaupt nicht mehr wörtlich nimmt, sondern nur noch in ihrer Tiefenstruktur nach Bedeutung sucht. Ganz offensichtlich damit Text tatsächlich vom Autor und seiner Intention abgelöst. Das Unangenehme, Falsche dabei ist, dass der so untersuchte Text eigentlich immer recht hat, immer Recht haben muss, er wird quasi wie eine Heilige Schrift behandelt. Exegese: Es wird im voraus davon ausgegangen, dass der Text recht hat, und nur noch nach seiner korrekten Ausdeutung gesucht. Textauswahl und Textreihenfolge bleiben unbegründet. Insofern scheint die Untersuchung für sich selbst auch den Status der Unanfechtbarkeit zu reklamieren. Die Exegese der Heiligen Schrift ist ebenfalls heilig. Das Lustige dabei ist, je mehr der Text auf diese Weise ernstgenommen wird, desto mehr verliert er für sich an Bedeutung, da fast alles in ihn hineingetragen werden kann, je nach Intention des Ausdeuters. Was noch nicht einmal mit Böswilligkeit zu tun haben muss, sondern einfach mit der Methode notwendig verbunden ist. Man sieht nur das, was man sehen will, wenn man die Oberfläche verlässt. Oder sogar: Was immer man sehen will.

I would like to …

please no genre

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Filed under Klavier, Kunst, Philosophie, Pop, Stücke, Text

David Foster Wallace Center

Glas, wo kein Glas ist. Spiegel, wo kein Spiegel ist. In sich ähnliche Räume, die aussehen, als ob sie gespiegelt wären, aber real sind. Leere Rahmen unterscheiden sich nicht wesentlich von gefüllten Rahmen.

Nachdenken über Dinge, die man nicht sieht, die abwesend sind: Ist doch toll, dass das überhaupt geht. Fuckin’ Gedächtnis!

Spannung kommt ausschliesslich dadurch zustande, dass du nicht weißt, was passiert. Wenn du weißt, was kommen kann, kannst du keine Angst haben. Es sei denn, du findest das, was kommt, so fürchterlich, dass du schon im Voraus weißt, dass du es nicht aushalten kannst. Entspannung, wenn du glaubst, dass du weißt, was passiert. Wenn du glaubst, dass du den Rahmen, in dem sich das Ganze bewegt, verstanden hast.

Und mal wieder die Frage, was kommt um die Ecke – jetzt – gleich …

Da ist sie schon. Am schlimmsten natürlich das Warten, dass du nichts tun kannst, dass du nur warten kannst.

Figuren, die gar nichts sagen: Die Frau mit dem Schleier. Einzige Funktion: Schrecken. Zwei zur einen Seite und dann ganz weit zur anderen Seite.

Wenn du weißt, dass etwas da ist, denkst du auch, dass es alle sehen können.

Your Security is our concern, but is your responsibility.

XO/XR: Sing ein Lied.

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Filed under Literatur, Pop, Theater

men

Ganz angenehm, wenn Dinge, die man tut, Konsequenzen haben, selbst dann, wenn sie unangenehm sind. Es ist dann leichter, daran zu glauben, dass, was man tut, nicht völlig egal ist. Das gilt logischerweise auch für die kompositorische Arbeit: Wenn es für ein Stück letztlich egal ist, ob Du Dich so oder so entscheidest, warum machst Du es dann überhaupt?

Bleed: Verdeppt. Zu viel Bass.

Breth/Lulu: Wo steht denn eigentlich geschrieben, dass man Opern nicht anfassen darf? Was ist denn das für ein braves Nachbeten von Dingen, die angeblich so perfekt sind, dass man sie in keiner Weise modifizieren darf?

War doch gut. Ist doch gut. Wird doch gut. What a fuckin’ lie.

Black Metal. Dark Soul.

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Filed under Klassik, Methode, Oper, Pop

anticipation is one hell of a drug

Indie Classical: Ziemlich merkwürdig, dass dabei dann plötzlich ländliche Dudelmusik heraukommt, die weder an Indie, noch an Klassik anknüpft, eher an instrumentale Volksmusik. Ihrer absoluten Harmlosigkeit wahrscheinlich kein bisschen bewusst. Auf schlechte Art Unterhaltungsmusik, Blubbermusik, aussagelos, als ob es nur darum ginge, möglichst niemandem wehzutun. Als ob Harmlosigkeit die höchste denkbare Tugend wäre. Interessant auch, dass hier die Klänge wirklich nur abgerufen werden, absolut nichts Eigenes hinzugefügt wird, als ob es schon eine Leistung wäre, die richtige Note auf dem Klavier zu finden.

Dabei lebt Pop doch eigentlich vom persönlichen Ton, dass man singt/spielt, wie es kein anderer tun könnte. Also das Problem, dass die Musik nicht mehr von einem selbst, sondern von anderen gespielt wird, noch nicht einmal erkannt, und deswegen natürlich auch keine Lösung dafür gefunden. Einfach alles Standard. Klassik ist dann, dass es klingt wie ein klassisches Instrument, mehr nicht. Ziemlich übel. Eigentlich das Schlechteste aus beiden Welten, und zutiefst konservativ/reaktionär. Und unsere Freunde aus der Pop-Abteilung scheinen es noch nicht einmal zu merken.

Stimme: Ganz enge Stimmbereiche definieren, z.B. nur ganz tief, nur mittlere Lage, nur ganz hoch etc. Sechs Unterteilungen je Stimme/Stimmtyp? Evt. Kombinationen, evt. komplette Rollen nur in einer Stimmlage singen lassen – oder dann überraschend wechseln. Dadurch automatisch deutliche Charakterisierung, quasi unvermeidlich. Also eigentlich nicht Singstimme auf Sprechstimme reduzieren, sondern deutlich unter Sprechstimmen-Ambitus bleiben. Japan. Akira Sakata.

Oder: Ambitus ständig neu definieren, gleitende Registergrenzen, aber auch Sprünge. Ständig in Bewegung, aber immer eingeschränkt. Wandern durch die Register. Phrasen durch Ambitus und interne Bewegungsmöglichkeiten definieren.

Kunst kommt nicht von Können, sondern von Nicht-Können. Wenn Du etwas kannst, kannst Du schon sicher sein, dass es keine Kunst mehr ist.

In jedem Moment bei Null anfangen. Auch das, was Du schon gemacht hast, neu erarbeiten.

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Filed under Klassik, Oper, Pop

direktes Resultat

gelbbraunes Sofa, grober, leinenartiger Stoff, flache, rechteckige Kissen, Stil 1950er oder 1960er Jahre

Moodymann: Auch Schwäche zulassen. Du kannst nicht in jedem Takt genial sein wollen. Du kannst nicht in jedem Takt alles geben. Oder: Wenn du es versuchst, bist du es nicht. Wenn du es versuchst, machst du alles kaputt. Gelingt es dir gerade nicht. You know what I mean. Schwächen stehen lassen. Die dann oft zu den besten Stellen werden, gerade weil sie die Oberfläche des Stückes aufbrechen.

unbeherrscht/unbeherrschbar

Das hat wahrscheinlich tatsächlich etwas mit dem Leben zu tun. So sehr du dich auch bemühst, ein perfektes Stück zu schreiben, kannst du nie alle Entscheidungen zum gleichen Zeitpunkt treffen. Und wenn du sie nacheinander triffst, wirst du eine gewisse Inkonstistenz auch bei größtem Bemühen nicht vermeiden können. Du veränderst dich einfach, während du Entscheidungen triffst, und durch jede einzelne Entscheidung.

Kann sein, dass in der Malerei, wo man immer das Ganze vor Augen hat und am Ganzen arbeitet, oder in der Literatur, wo die Sprache in gewisser Weise einen festen Rahmen vorgibt, sich diese Probleme so nicht stellen. Selbst in der tonalen Musik mit ihren tonalen Formen dürfte der Halt so groß sein, dass jede Abweichung dankbar akzeptiert wird. Aber in der atonalen Musik scheint das Problem unvermeidbar zu sein – und gleichzeitig eine perfekte Metapher für ein abstraktes Leben abzugeben. Den Serialismus und seine Nachfolgestrategien könnte man als eine gigantische Maschine ansehen, mittels derer das Problem negiert werden soll. Denn lösen kann man es natürlich nicht einfach dadurch, dass man die Entscheidungsprozesse formalisiert und dadurch ihre zeitliche Ausdehnung verleugnet. Man könnte denken, dass dadurch ein wesentliches Problem der Neuen Musik, aber auch ein Punkt, an dem sie lebensrelevant werden könnte, weil sie zumindest auf einer technisch-kompositorischen Ebene lebensrelevante Fragen behandelt, bewusst verschwiegen oder einfach ignoriert wird.

Das Leben zeichnet sich in jeder Zeile ab: Was war möglich/was war nicht möglich.

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Filed under Klassik, Kunst, Literatur, Methode, Pop

Erniedrigte

Erniedrigte

Ad Pop vs. Klassik: Könnte man vielleicht sagen, dass Pop in Bezug auf Realität und Realitätsdarstellung überlegen ist, und Klassik in Bezug auf Musik als Musik? Und das wäre nicht unbedingt eine Schwäche, ist aber dennoch etwas, worunter alle klassischen Komponisten leiden, weswegen sie verzweifelt versuchen, Realität in ihre Arbeit hereinzuholen, in welcher Form auch immer. Daher eigentlich die ständige Forderung nach politischer Musik: Weil sie scheitern muss, weil es sie nicht geben kann, weil sie im Medium nicht vorgesehen ist. Daher die ständige Selbstkreuzigung der klassischen Musiker einschließlich myself: Wir wollen – natürlich – etwas haben, was wir nicht kriegen können, wie jedes intelligente Kind.

Und die einzige realistische Hoffnung: Dass sich an dieser Selbstquälerei unsere Arbeit schult.

Noch eine Frage dazu: War das immer so verteilt, oder war populäre Musik früher vielleicht auch tendenziell apolitisch? Bedeutet die Erfindung des Pop vielleicht die Erfindung der politischen Musik wie wir sie kennen? Und ich würde vermutlich sagen, dass auch Pop-Pop politischer ist als klassische Musik, weil er die Realität abbildet, ob er will oder nicht (und gerade, wenn er versucht, sie zu verleugnen). Deswegen ist es völlig bescheuert, sich darüber lustig zu machen.

Natürlich will jeder politisch sein, weil jeder wichtig sein will, jeder will etwas bedeuten in der Welt. Allein das sollte Grund genug sein, nicht von sich selbst zu behaupten, dass man politische Musik schreibt. Was für ein Selbstbetrug: Was wir tun ist SO bedeutungsvoll! Forget it. It doesn‘t even EXIST in the world. Und egal, wieviel Eitelkeit du hineinlegst, es wird nicht bedeutender werden.

Vorsicht

Kaktus

Angelsteg

Einfach irgendwas

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Filed under Klassik, Neue Musik, Politik, Pop

Uneigentlichkeit/Essentialismus

Tapemusik finde ich eigentlich ziemlich unspannend, obwohl alles, was ich den ganzen Tag höre, vom Band kommt. Und Pop auf Band viel besser funktioniert als im Konzert. Also eigentlich Tapemusik ist. Aber immer ein akustisches Original suggeriert, auch wenn es nie existiert hat.

Mir am liebsten bei elektronischer Musik: Wenn sie die Apparatur zum Thema macht, wie z.B. Tudor, oder wenn sie eine Form von Lärm produziert, die offensichtlich elektronisch ist, wie z.B. Xenakis. Also klanglich dreckige Elektronik. Wahrscheinlich habe ich das Gefühl, dass die Sauberkeit des Versuchsaufbaus durch die Dreckigkeit des Klangs aufgehoben werden muss. Oder die Perfektion der Apparatur durch Betonung der Fehler zerstört werden muss.

Lav Diaz: Langsamkeit als Gegensatz zur modernen Welt aufzufassen, ist ein bisschen naiv. Natürlich muss das Lebensgefühl, und damit dann wohl auch das Zeitgefühl, auf dem Land anders sein als in der Stadt. Aber Langsamkeit muss etwas anderes als einfach nur ein Lebensgefühl beitragen, um relevant zu sein. Vielleicht das Detail: Zeit als mikroskopischer Blick. Aber auch das zu banal.

Was ist eigentlich mit langen Romanen? Lesbaren, weil spannenden, und nicht lesbaren, weil nicht spannenden (was nicht das Gleiche ist wie langweilig)? Was ist da Zeit, wird da Zeit spürbar, vermittelt, und wenn ja, auf welcher Ebene? In der Beschreibung, im Material, oder in der puren Lesezeit? Die Möglichkeit und Notwendigkeit der Unterbrechung beim Lesen bedeutet ja nicht automatisch, dass man die Lesezeit nicht als Ganzes empfindet und wahrnimmt.

Eigentliche und uneigentliche Spieltechniken? Resultat von Handlung abkoppeln? Handlung nicht deckungsgleich mit Resultat.

Kann es einen uneigentlichen Klang geben, oder kann Klang nur im Verhältnis zu seiner Hervorbringung uneigentlich sein?

Notwendigkeit von Dramaturgie/Kontrast vs. Lächerlichkeit/Durchschaubarkeit

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Filed under Dramaturgie, Film, Literatur, Pop, Stücke

Oper als einfach nur Text verstanden.

Das ist eigentlich Form: Die Disposition von verschiedenen Werten auf verschiedenen Ebenen in der Zeit und ihre Beziehung zueinander.

Natürlich Form im konventionellen Sinn. Die Frage wäre aber, was Feldman (als einziger Gegenzeuge) wirklich dagegen vorbringen kann. Muss auf jeden Fall ein Thema bleiben, kann man nicht einfach vom Tisch wischen. Nur: Jetzt muss ich erstmal von der Oper zur Form zurück.

Was Stücke wie Maurizio oder auch M.B.R.M.M.P.P. betrifft: Wenn das Material und seine Grunddisposition feststeht – was es tut, wenn ich bei dem Konzept der quasi wörtlichen Übertragung bleibe – kann nur seine VERFORMUNG Gegenstand der formalen Strategie sein. Das wäre so etwas wie Filtern auf analoge/instrumentale Techniken übertragen, d.h. nicht die elektronischen Techniken nachahmen, sondern ihren Einsatz, ihre Verwendung. Allmähliche Veränderung, plötzliche Veränderung, Bass wegnehmen, Bass wieder einführen, wieviele Instrumente, wieviele Stimmen, wieviel Geräusch, wieviel Ton, wieviel Höhenanteil im Geräusch, wieviel Tiefenanteil im Geräusch, etc.

Also zum Teil doch direkte Übertragung von DJ-Techniken auf Instrumentalbesetzung. Die reine Transkription der Filtertechniken der Originale dürfte nicht ausreichen, um die Transkription zu strukturieren, da die Filterung in der Transkription durch den im Wesentlichen gleichbleibenden Klang der Instrumentalbesetzung eingeebnet wird. Natürlich auch, weil die Tonhöhen der Transkription im übertragbaren Bereich nur einen Teil des Originals wiedergeben.

Allmählich Instrumente wegnehmen, allmählich Instrumente hinzufügen, allmählich sul ponticello einführen, allmählich sul ponticello wieder wegnehmen, etc. NICHT Spieltechniken auf die Lautstärkegrade des Originals übertragen – Effekt ebnet sich über das Stück hinweg zu sehr ein. Daran schließt sich die Frage an: Lautstärken doch auch großformal einsetzen – also nicht nur abhängig von der Transkription des Originals. Sonst vielleicht zu eintönig, zu vorhersehbar. Wahrscheinlich auch zusätzlicher Einsatz von Pausen, Verzögerungen u.ä. notwendig – das akustische Material wird anders funktionieren als das elektronisch definierte.

tollste Musik: einen einzigen Akkord wiederholen (Reggae, Dub-Raum, u.ä.)

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Filed under Elektronik, Form, Krieg 1: Lichtblitz, M.B.R.M.M.P.P., Maurizio/Licht, Pop, Stücke

Religion und Vaterland

1. gleich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die nahen dazu
2. ähnlich
a) weniger
die nahen behalten, die entfernten weg
b) gleich
alle behalten
c) mehr
alle behalten, die entfernten dazu
3. verschieden
a) weniger
alle weg, die entfernten dazu
b) gleich
alle weg, die entfernten dazu
c) mehr
alle weg, die entfernten dazu

Zahl: ja
Nummer: nein

Loincloth: My music is not my job. My music’s my garden. Ziemlich extreme Einstellung zu Arbeit und Produktion. Love it.

Wold: Totale Aggressivität und absolute Ruhe, nicht als Gegensätze, sondern in einem Punkt zusammengebracht. Konzentration.

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Filed under Form, Methode, Pop

the year of the weird

Ausnahme/Einschnitt/Auslösendes Ereignis: Ausnahme wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, dies aber folgenlos bleibt, danach ist alles wie zuvor; Einschnitt wäre eine Überschreitung, an einer bestimmten Stelle sind wir plötzlich in einer neuen Umgebung, der Einschnitt ist eigentlich die Grenze zwischen dem Alten und dem Neuen; auslösendes Ereignis wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, und danach ist alles ganz anders, allerdings nicht wie das Ereignis selbst. Ausnahme und Auslösendes Ereignis sind kurze, begrenzte Ereignisse, der Einschnitt hat kein eigenes Material, sondern wird nur durch das Vorher und das Nachher definiert.

And then it’s oh-ver.

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Filed under Form, Pop, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

another not my day day

Orgel: Objektiv betrachtet unglaublicher Lärm, eigentlich grotesk, ein riesiges, dröhnendes Gebläse mit gigantischem Resonanzkörper, in dem die Zuhörer dann gleich mit drin sitzen. Man hört den Klang blasen, über die Lippen streichen. Gleichzeitig ganz weit weg, absolut indirektes Musizieren. Echt krass. In seiner Absurdität natürlich toll.

Opernproblem Texttreue/Handlungstreue: Was Opernaufführungen häufig so langweilig macht, ist ja nicht nur das Entlanglaufen der Musik am Text, sondern auch das Entlanglaufen der Handlung am Text. Und da ist es dann eigentlich auch egal, ob die Ibszenierung dem Text entspricht oder nicht, so lange sie am Text aufgehängt ist und ihn begleitet, kann sie über das zwanghafte Abarbeiten von Text nicht hinwegtäuschen. Das könnte auch mit einer übertriebenen Folgerichtigkeit zu tun haben, dass der Regisseur sich gezwungen sieht, eine sachlich stimmige Inszenierung zu erarbeiten, die dem Text zwar möglicherweise entgegentritt, ihn aber als durchgehendes Gerüst beibehält und ihm so etwas wie eine zweite Ebene überzieht. Was wäre aber, wenn es einfach gar nicht passte, wenn etwas ganz anderes eingeführt würde, was weder mit dem Text, noch mit einem durchgehenden Inszenierungskonzept zu tun hat, sondern einfach den Text und die Handlung unterbricht, anhält, zerstückelt, etwas wirklich anderes, unvorhersehbares daraus macht. Vielleicht kommt man zurück zum Text, vielleicht nicht – das Publikum dürfte das nicht schon im Voraus wissen, sondern müsste wirklich überrascht sein, wenn plötzlich der ursprüngliche Handlungsablauf wieder auftritt. Das Ganze müsste auf allen Ebenen viel durchbrochener sein, mal viel zu lang, mal viel zu kurz, zum Beispiel auch mal mitten in der Szene etwas ganz anderes. Bausteine, die umgestellt werden können. Einfach irgendwas aus einer Szene herausnehmen, z.B. auch mit einer anderen Szene kombinieren. Man merkt, es gehört zusammen, aber es passt irgendwie nicht. Plötzlicher Ausbrechen in ein anderes Idiom. Und wieder zurück. Sätze in Sätze montieren. Das Problem ist komplizierter, als man auf den ersten Blick denkt. Es scheint irgendwie klar zu sein, was stört, aber es ist nicht so klar, wie man wo anders hinkommt. Macht doch mal was anderes. Hier da ausbrechen, dort hier ausbrechen, verschiedene Ebenen an verschiedenen Punkten ausbrechen lassen, chaotischer Umgang mit Bühne. Es müsste einen komplexen Bezug zur Bühne geben. Schlüssiges Libretto in dieser Hinsicht völlig falsch. Viel zu klar, viel zu wenig verwirrend. Bloß nicht Dinge suchen, die passen. Eher Dinge suchen, die nicht passen. Oder passt einfach alles – automatisch? Es gibt nichts, was wirklich stören könnte? Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt Schnitt, Synchronizität als Montage. Und bloß nicht die Ebenen einzeln komponieren, damit sie in sich stringent werden. Alles zusammen. Und schnell. Sehr schnell.

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Filed under Klassik, Oper, Pop

over and over and over again

The Birds: Seriema-Herde.

Gone: Sanftes Handy-Brummen.

Rescue You: The Knife

Notbrot

Nuku Hiva

You better be

Discordance Axis

Infinite Jest

Tonhöhen verschrumpeln lassen, akustische Störungen, die nur noch als winzige Markierung wahrnehmbar sind. Tonhöhenabfall.

24 Töne plus: wipe out/reset. Vielleicht genügt das sogar zur harmonischen Strukturbildung. Einmal ganz durchzählen und dann von vorne anfangen.

C.S. Lee: Super Idee, einen einzelnen Namen flackern zu lassen. Alle anderen straight. Wie kommt es zu so einer Idee? Arbeiten, bis es stimmt. Bis es wirklich sitzt. Auf eine nicht ausrechenbare Art. Whatever it is I like it.

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sometimes you win, sometimes you lose

frame: Alles, was gezeigt wird, sieht automatisch bedeutsam aus.

Konvention
Erwartung
Sonst würde man es ja auch nicht zeigen
Logik

Gottfried Eimer

sich selbst überlisten

Leyland Kirby: Synthesizer & Klavier
Bill Evans: Fender Rhodes

Immer 3er-Gruppen, auch wenn es keinen Sinn macht: Aberglaube, dass die Reihenfolge des Auftrags auch bei einer völlig regelmäßigen Oberfläche eine Rolle spielt. Dass die Aktion zählt. Aber: Eine Partitur ist kein Gemälde.

Der Beruf Promi bildet ja wohl die scheußlichsten Charaktere heraus, die sich vorstellen lassen. Das Problem dabei: Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass das Gegenstück dazu, der Bewunderer, weniger hässlich ist.

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Fahrtenschreiber

Protagonisten:

Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich

Nein

Wie immer

I don‘t know.
I really don‘t know.
I‘m sorry, I really don‘t know.

Auch interessant, wie Ideen entstehen und vergehen, wenn Leute in einem Raum sind und miteinander sprechen. Gespräch als Ideenproduktions- und Ideenvernichtungsmaschine.

Anal Cunt: Ganz lustig, quasi aus Witz zu sammeln, was provoziert, und daraus dann tatsächlich etwas Interessantes zusammenzubauen. Wenn das wirklich so wäre, wäre es ein gutes Beispiel für Intelligenz, die Unmittelbarkeit ersetzt, und dabei eine merkwürdige Ernsthaftigkeit zweiter Ordnung erzeugt. Es ist nicht wirklich zu entscheiden, ob es unmittelbar oder distanziert zu betrachten ist. Mal abgesehen davon, dass man etwas distanziert produziertes natürlich auch unmittelbar wahrnehmen kann.

Teil I: Absolute Diskontinuität
Teil II: Absolute Kontinuität

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Be fearless. Be yourself.

Wie ist das eigentlich: Ein nervendes Bild ist toll, ein nervender Klang nervt – ist doch so, oder? Und warum?

Peter Eicher

Türme Rätsel auf Rätsel.

on growth and formth – – – ooops?!

(Posenenske)

Baby für Streichorchester bearbeiten

Illangelo

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einmal

Weltmusik: Wenn es nicht langweilig ist, ist es nicht echt, oder so…

aborigines: toller klick-klack-Takt
bali: wahnsinniger Lärm
baka: Schaukel-Gesänge

Mikro-Heterophonie auf Liedzeilen

alles einfach klauen, 1:1, gar nicht erst versuchen etwas zu verändern

Takt/Puls geben, auch wenn gar nichts passiert: Leerstelle markieren.

Meinungen: Wir gehen normalerweise davon aus, dass wir mit dem nötigen guten Willen und einem gewissen Maß an Vernunft schließlich alle zum selben Schluss, zur gleichen Meinung kommen würden, dass es so etwas wie eine Notwendigkeit in der Meinungsbildung gibt, dass wir einfach noch nicht den korrekten Zugang gefunden haben, oder dass es zu viele Partikularinteressen gibt, die den Weg versperren, aber dass wir unter idealen Bedingungen zu einem Punkt kommen würden, an dem jede Argumentation notwendigerweise zu einem Schluss kommen würde, auf den sich alle beteiligten Parteien einigen können, und zwar nicht als notwendiger Kompromiss, sondern aus Überzeugung. Alles, was sich dem entgegenstellt, ist böser Wille, Eigennutz, und Desinformation. Wir gehen im täglichen Leben immer noch von einer Utopie der Aufklärung aus: Wenn die Leute über ihre wahren Interessen, über die tatsächliche Sachlage aufgeklärt würden, würden sie sich wie von selbst in die richtige Richtung bewegen, korrekt handeln, korrekt wählen, korrekt – Was aber, wenn es überhaupt keine absolute Argumentation geben KANN, wenn das ewige Hin- und Hergeschachere nicht in erster Linie mit persönlichen Unzulänglichkeiten zu tun hat, sondern mit einer grundsätzlichen Unfähigkeit, Dinge zu erkennen, bzw. mit einer grundsätzlichen Abwesenheit von etwas, das als Wahrheit erkannt werden könnte? Was, logischerweise, heißen würde, dass das Geschachere immer weiter gehen muss, ohne jede Aussicht, irgendwann einmal an einen Punkt zu kommen, an dem Probleme tatsächlich GELÖST sind.

Was nicht heißt, dass das Geschachere umsonst ist, sondern, dass es notwendig ist, um eine einigermaßen brauchbare Sicht der Welt zu konstruieren, dass es unsere Methode ist, mit der Welt Schritt zu halten. Gleichzeitig wird natürlich die ganze Zeit Welt generiert, die dann wieder in die Debatte mit einfließen muss.

Wolfgang Voigt, Kafkatrax: Wieder toll geworden, gratuliere!

ja – ja – ja – ja – ja – ja

kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – laaaaaaaaaaaang

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Last Year

1. The Flaming Lips: 7 Skies H3
2. The Weeknd: House Of Balloons
3. Oneohtrix Point Never: Replica
4. Bill Callahan: Apocalypse
5. Bon Iver: Bon Iver
6. Drake: Take Care
7. M83: Hurry Up, We’re Dreaming
8. Tim Hecker: Ravedeath, 1972
9. Shabazz Palaces: Black Up
10. Frank Ocean: Nostalgia, Ultra
11. Wolfgang Voigt: Rückverzauberung 4
12. Akira Sakata & Jim O’Rourke With Chikamorachi: And That’s The Story Of Jazz
13. SBTRKT: SBTRKT
14. NGUZUNGUZU: The Perfect Lullaby
15. Main Attrakionz: 808s & Dark Grapes II
16. Machinedrum: Room(s)
17. Richard Youngs: Amplifying Host
18. Africa Hitech: 93 Million Miles
19. Xhin: Sword
20. Bill Orcutt: A New Way To Pay Old Debts
21. Afrikan Sciences: Means And Ways
22. Hecker: Speculative Solution
23: Kate Bush: 50 Words For Snow
24. The Dream: 1977
25. Kate Wax: Dust Collision

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Himmelserscheinungen

Schwarzblende – Weißblende – Farbblende: Wenn Schwarzblende Nichts ist, Abwesenheit, Auslöschung, reine Unterbrechung, wenn Weißblende Überintensität ist, in die Sonne schauen und deswegen nichts sehen, vielleicht aber auch Verblassen, Ausbluten, was ist dann Farbe? Stimmung, Atmosphäre, Emotion, Gegenstand, Wand, Tafel? Jedenfalls eher Etwas als Nichts. Jede Fläche könnte auch etwas bedeuten, überführt werden in Bedeutung durch Verknüpfung, aber das ist nicht der Punkt. Das Gefühl, wenn nichts mehr zu sehen ist und doch etwas da ist. Und klar eine Bedeutung, eine Funktion hat, die man eigentlich auch sofort versteht. Wenn es funktioniert.

Pulp, His ,N‘ Hers/Different Class/This Is Hardcore: Völlig over the top, ins Extrem produziert, alles in Großaufnahme. Habe ich damals gar nicht gemerkt, obwohl für mich This Is Hardcore wahrscheinlich sogar DAS Album der End-90er war. Ich glaube, ich habe den Pulp-Sound damals für ganz normal gehalten, eben genau richtig, habe damals alles voll ernst genommen, gar nicht überdreht, bin auch nicht sicher, ob es nicht tatsächlich so gemeint war, obwohl gerade musikalisch alles extrem überproduziert ist. Glaube nicht, dass das einfach so passieren kann, könnte ironisch sein, könnte aber auch einfach ganz weit aus dem Fenster gelehnt sein. Mit anderen Worten: Toll, Respekt, ganz große Oper.

Streichquartett: Tonhöhen nicht absolut setzen, sondern in Beziehung zu den Instrumenten, vieleicht sogar zu den Taktdauern. Möglicherweise nicht Instrumente, sondern Stimmen als führender Parameter, also Tonhöhen auf Stimmen auf Instrumente durch Taktdauer – oder so ähnlich. Das kann eigentlich nur heißen, Stimmen und Tonhöhen als je eigener, unabhängiger Parameter.

I‘m not well – well, who is?

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Chor

Poppea: Extrembeispiel für reine Text/Tonhöhe-Arbeit und relativ eindeutig zu monolithisch. Das rezitativische Prinzip wird nie durchbrochen, weder in Richtung reine Musik, noch in Richtung reiner Text. Das Ausfüllen des Notentextes durch die Schauspieler/Sänger genügt nicht, um den unangenehmen Eindruck eines in sich geschlossenen, nicht reaktionsfähigen Systems aufzubrechen. Im Prinzip von der Problemstellung nicht grundsätzlich verschieden von unserer aktuellen Situation: Das Entlangkomponieren am Text als grundsätzliches Übel.

Und auch mein geliebter Lully: Wenn man ehrlich ist, ist das ohne das ganze Spektakel auch nicht SO spannend, Sololinien gegen homophone Chöre, immer am Text entlang, natürlich toll gemacht, natürlich fantastisch mit dem Sprachgestus umgegangen, aber auch da fehlt doch etwas, oder etwa nicht? Im Grunde immer das gleiche Problem: Wie bringt man das Ganze in eine musikalisch bestimmte Struktur, ohne den Text und seine dramaturgische Idee zu verlassen. Meinetwegen könnte man den Text ruhig zerstören, missachten, zerstückeln, und was sonst nicht, aber am Ende muss er doch irgendwie sinnvoll durchscheinen und nicht einfach nur ein Vorwand für die Musik gewesen sein. Kann aber sein, dass das schon wieder ganz falsche Fragen sind, viel zu ernst genommen, einfach machen, ausprobieren, und wegwerfen, wenn es nichts geworden ist, das müsste jetzt die Methode sein.

Sprache
Stimme
Gesang

UO: Eher der Sound, als das Stück.

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Haydn

Over, vorbei, vergessen: Interessant, wie etwas völlig verschwindet, wenn wir es vergessen. Möglicherweise denken wir noch eine Weile, da war doch was, was wollte ich noch tun, hätte ich es doch bloß gleich aufgeschrieben, und irgendwann ist es dann ganz weg. Oder es war von Anfang an sofort weg. Wenn es uns wieder einfällt, kann es sein, dass wir uns erinnern, dass wir den Gedanken schon mal hatten, oder eben auch nicht. Dann ist eine Idee neu, obwohl wir sie schon einmal hatten. Frage wäre auch, ob wir uns an die Idee erinnern, oder ob wir in einer ähnlichen Situation die gleiche Idee haben. Das spurlose Verschwinden und das mögliche Wiederkehren, vielleicht aber eben auch nicht. Logischerweise wissen wir nicht, können wir gar nicht wissen, was wir schon alles vergessen haben. Auslöschung, einfach weg. Aufschreiben als Versuch, dagegen anzuarbeiten.

In der Erinnerung umformulieren: Ist das dann noch die gleiche Idee, oder eine andere/neue? Ohne Frage ändert sich die Idee mit ihrer Ausformulierung. Im Extremfall verschwindet die Grundidee in der Ausformulierung, hinterlässt höchstens Spuren, Indizien, wie sie einmal gemeint war.

Ein Archivsystem oder ein Reaktionssystem. In der gleichen/ähnlichen Situation reagiert er/sie immer gleich/ähnlich. Oder hatten wir das schon?

Im Dunkeln stochern. Was uns auffällt, was uns nicht auffällt. Woran wir uns erinnern, woran wir uns nicht erinnern. Bruchstücke aus einem Kontinuum.

dk-dk-dm-dm tk-tk-tk-tk ti-did ti-did ti-did ddl-ddl-ddl-ddl tit-dad-dad-dad-tit ti-te-to-ta tk-tk-tk-tk didl-didl-didl-didl bum taka-taka-did-did bip-bip-bip-bip-didld-did-did dudl-dudl-dudl-dudl did-didld-did-did did-didld-did-did drrrrrrrrrrrrrrr bab-bip-bab-bip bab-bip-bab-bip bip-bab-bab-bip bip-bab-bab-bip tktk did-did-did-did tktk dad-dad drrrrrrr bab-bab-bab takatakatakataka tokotokotokotoko tukutukutukutuku

SBTRKT

Never ask for what should be offered.

rural america: maybe too much of a story

IN CASE YOU CARE

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hate & revenge

Quietus/Primavera: „Overthrow your government now!“ Das muss inzwischen eine der dümmsten Aufforderungen sein, die man überhaupt geben kann. Wenn ein Arschloch geht, kommt das nächste Arschloch, egal aus welchem politischen Lager – nicht, dass das GAR KEINEN Unterschied machen würde, aber eben nur sehr begrenzt. Das dürfte inzwischen doch wirklich jeder mitbekommen haben. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass beispielsweise die Piratenpartei einen anderen Weg gehen wird – wenn sie überhaupt einen Weg geht? Auch die Idee, politische Probleme im wesentlichen auf Haben und Nichthaben zurückzuführen, ist zwar nicht grundsätzlich falsch, aber völlig überaltert, sorry. Am härtesten ist aber der Irrtum, genau diese Geisteshaltung bei Pulp festmachen zu wollen, deren Musik immer von der Hölle auf beiden Seiten gesporchen hat – explizit und erst recht implizit.

vielleicht doch Silben/Wörter/Halbsätze/Sätze als Einheiten?

A3: Gesicht nach oben, Kopf nach vorne, gerade und ungerade gleich.

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Filed under Oper, Politik, Pop

So ziemlicher Unsinn.

Urge Overkill: Alles perfekt vorbereiten, größte Sorgfalt, totale Poser, Detailverliebtheit, jeder Auftritt ein anderes Kostüm, und dann das Ding durchziehen, finde ich eigentlich schon ziemlich toll. Gefasste Traurigkeit, auch zeigen, aber stylisch, voll o.k. Nach 15 Jahren genau das Gleiche weiter machen: Für mich auch o.k. Actually, I love it.

Ich-Schwäche aus Erschöpfung
Ich-Schwäche = Entscheidungs-Schwäche
Entscheidungs-Schwäche aus Erschöpfung

Alles völlig egal.

Die man-Falle.

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Die Reihe

Maurizio/Licht: Vordergrund/Hintergrund auf Instrumente aufteilen: Instrumente Gesamt/Instrumente Vordergrund/Instrumente Hintergrund.

Vordergrund Ton
Hintergrund Geräusch

Hintergrund das schlechte Gewissen des Vordergrunds.

Instrumente auch vereinzelt stehen lassen.

Takte und Schläge als Zeiteinheit.

Schläge auch vereinzeln.

Unter Umständen einzelne Schläge auch auf Takte ausdehnen oder einzelne Schläge einander überlagern.

Schläge durch Pausen vereinzeln.

Extreme Verlangsamung und Detailreichtum zusammenbringen.

Flache Dramaturgie: Nur Piano-Schattierungen?

Dramaturgie nur durch Dichte, Ton/Geräusch-Anteil und Pausen strukturieren?

Zumindest im Geräuschbereich auch kurze Impulse, Knacksen etc. integrieren.

Muss dann als eigene Schicht auch alleine stehen bleiben können.

Boden wegziehen.

Mein Ambient-Stück.

Tim Hecker

Varianten durch Änderung des Bestimmungs-Maßstabs: Takte, Schläge, etc.

Varianten für Pausen.

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Verstehen: Rhythmus, Tempo, Zuordnung

Catch My Heart: Totale Verlangsamung, aber, natürlich, die Stimme selbst kann nicht verlangsamt werden, es sei denn man würde sie im Detail transkribieren und dann sich selbst singen lassen, wobei sie dann die verlangsamten Details mit ähnlichen Mikroelementen wie das Original versehen würde – Einschwingvorgänge, Friktionen, Unregelmäßigkeiten, Manierismen.

Das gleiche gilt natürlich auch für Instrumente: Es ist dann halt einfach nur ein ganz normaler langsamer Satz, mehr nicht. Man müsste das instrumentale Spiel selbst, letztlich die Körperfunktionen verlangsamen.

Oper: Nahsicht und Fernsicht, kann nur funktionieren, wenn ein formaler Zugang zu Zeitlupe, Echtzeit und vielleicht auch Zeitraffer gefunden wird, insbesondere, aber nicht nur, in Hinsicht auf den Text. In diesem Sinn die konventionelle Lösung von Rezitativ und Arie leider unübertroffen.

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Utopie der Zusammenarbeit

SPEAR: Situation jedes Mal neu und nicht wiederholbar

Dinge, die man in der Partitur nicht sieht (z.B. Saiten). Klangfarben und Tonhöhen: Vorstellungen von Tonhöhen auf Instrumenten und ihre Variationsmöglichkeiten (Abdunkeln, Aufhellen).

Falsche Verzögerung, Einschnitt in Klang, Divergenz zwischen Instrumenten und Elektronik.

Künstlichkeit von Elektronik nicht verstecken, sondern betonen: Man könnte Liveelektronik im Verhältnis zum instrumentalen Satz programmieren, man könnte aber auch ein geschlossenes System programmieren, das sich öffnet und schließt, unabhängig davon, ob das betreffende Instrument spielt oder nicht. Bzw. die Instrumente müssten dann auf die Elektronik spielen.

Kurze Schlaglichter, wie ausgeschnitten, mit Rand, Knacksen, betont, absolut keine Verblendungen.

Kneipe, französischer Wirt: Träume meist durch Ort definiert. Heißt das, dass Räume viel wichtiger sind als wir denken?

Gigantische Installation von Rainald: Ein Haus in einem Haus in einem Haus. Anmutung von Messehallen. Eine RG Bar. In einem Raum ein Haufen von alten (oder neuen) Musikkassetten mit Schwarzweiß-Cover, darunter eine von Girls Girls. Auf einem der Dächer ein Kurzauftritt von Lambchop: Die Band schreitet als Chorusline nach vorne Richtung Publikum, die Reihe teilt sich, in der Mitte taucht für fünf Sekunden Kurt Wagner auf, grinst wie Aphex Twin, und verschwindet wieder.

Rauschen – Mikrophonabstand – Feedback

Ben Assiter
Rob McAndrews

West Wing

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Oskar

Nate Dogg, I Got Love: Jump Cut als Dia Show, Ausschnitt und Bewegung, nicht doof (und ziemlich druckvoll produziert).

Absolute Stärke von Snoop: Hundertprozentige Schamfreiheit, es geht schon lange nicht mehr um die richtige oder falsche Entscheidung, sondern um die perfekte Vortragsweise. Bitch Please.

Strokes: Magisch, geil falsch-richtig, lange, harte Arbeit um es richtig falsch, also wie immer, aber besser hinzubekommen. Zu wissen, dass man es kann, aber zu verstehen, dass man immer wieder von vorne anfangen muss, und dass es jedes Mal schwieriger wird. Leider ist der Endmix ziemlich misslungen.

Mögliche Methode für Jump Cuts in der Musik: Einfach Ausschnitte aus Kontinuität herausschneiden und leer lassen, um den Sprung zu markieren – sonst wird er als Kontinuität stiftendes Intervall missverstanden.

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Wicked Games

Bring your love, baby, I could bring my shame,
Bring the drugs, baby, I could bring my pain.

Ich war nach Paris gefahren, um in der neu eröffneten Nationalgalerie eine Ausstellung zu sehen. Nachdem ich die Ausstellung besucht hatte, wollte ich noch in den Nordflügel der Galerie, um einen anderen Teil des Museums und seiner Sammlung kennenzulernen. Ich musste durch ähnliche Gänge wie zum Ausstellungstrakt und kam dann zu einer großen Toilettentür, die man mit Gewalt aufstoßen musste, weil direkt dahinter eine Wärterin oder ein langhaariger Wärter kauerte, der durch den Stoß gegen die Wand geschoben und dort eingeklemmt wurde. Ich schaute kurz hinter die Tür, lief durch einen Vorraum in den eigentlichen Toilettenraum und hatte sofort das Gefühl, dass ich falsch bin. Ich fragte, ob das hier die Damentoilette sei, bekam aber keine Antwort und verließ den Toilettentrakt wieder. Auf der Suche nach dem Nordflügel musste ich kurze Zeit später durch die gleiche Tür, diesmal landete ich in einer Art Parkhaus mit tiefen Decken und mangelhafter Beleuchtung. Direkt hinter dem Eingang lag eine Jeans, vollgepisst und in Eile ausgezogen, in einem Nebenraum rechts wälzten sich zwei Menschen in Schlafsäcken übereinander, ich dachte an Sex, wunderte mich aber, dass sie in zwei getrennten Schlafsäcken steckten. Ich ging geradeaus weiter und kam in einen breit gestreckten Raum, an dessen hinterer Wand zahllose Menschen in Schlafsäcken lagen und sich manisch kratzten. Alle klebrig verschmutzt, genau wie der Raum selbst. Ich drehte mich um und wollte so schnell wie möglich den Raum verlassen, dabei stolperte ich über die beiden Gestalten im Vorraum, die, wie ich jetzt sah, keineswegs Sex miteinander hatten, sondern beim Kratzen übereinander hergefallen waren.

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Tragik des Verschwindens

Gallimard: Alles muss gratis sein.

All das kann ich haben! Interessante Problemverschiebung: In dem Moment, in dem tatsächlich alles gratis ist, fällt die Begrenzung des Budgets weg, d.h. man kann viel mehr einsammeln, als man verdauen kann. Extrem schwer für den einzelnen Gegenstand, im Gedächtnis zu bleiben. Das meiste verschwindet auf der Festplatte. Zeit als letzte, nicht hintergehbare Begrenzung.

Könnte allerdings sein, dass man da handelt wie die Kriegsgeneration in Bezug auf Essen: Alles, was da ist, stopft man gierig in sich hinein. Möglich, dass eine Generation, die mit Download/Streaming aufwächst, da eine völlig andere Einstellung hat. Das würde heißen, dass das Sammeln komplett wegfällt. Außer Freunde.

Stimmungen: Großwetterlage, Kleinwetterlage, eine Woche Verzweiflung, eine Woche Optimismus, und über den Tag verteilt ups and downs, vieles natürlich an Realität gekoppelt (falsch gegessen, falsch angezogen, schlecht gearbeitet oder jeweils das Gegenteil), manches vielleicht aber auch nur zufällig, eben wie Wetter, in Bewegung. Oder hat alles einen Grund?

Urge Overkill: Dandyismus als totale Verlassenheit – toll! Mal sehen, wie die Neue ist.

I think I just finished a piece for string quartet.

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Filed under Pop, Stücke, Uncategorized, ZWEI/2240: Song Cycle

Land of Treason

Falsche Transkription – richtiges Ergebnis.

Etwas TATSÄCHLICH nur zum Spaß machen. Kann man logischerweise nicht entscheiden, denn man kann nicht entscheiden, wann man Spaß hat, und wann nicht, und vor allem, ob man es aus Spaß macht oder nicht.

Kann man über seine Motive entscheiden? Oder stehen Motive fest, ergeben sie sich aus der Geschichte eines Lebens? Kann man das Motiv, warum man etwas tut, ändern? Abgesehen von äußeren Einflüssen wie neuen Informationen, neuen Argumenten, etc. Natürlich kann man selbst darüber nachdenken, und dabei seinen Standpunkt verändern – wenn die Handlung dennoch gleich bleibt, könnte sich das Motiv mit dem Standpunkt verändert haben, und wenn es nur wäre, dass man an seiner Entscheidung festhalten will, obwohl man eigentlich nicht mehr dazu steht. Das wäre allerdings kein willentlicher, direkter Einfluss auf das Motiv, sondern eine Veränderung des Zusammenhanges, in dem das Motiv angesiedelt ist, woraus sich dann erst die Veränderung des Motivs ergibt – also eine indirekte, nicht direkt beherrschbare Änderung.

Übrigens tatsächlich ein ECHTES künstlerisches Problem.

Z.B. Hérault de Séchelles: Könnte ein Lieblingsbuch werden, obwohl fast alles, was darin steht, faktisch Unsinn ist (nur so als Beispiel).

obwohl faktisch alles Unsinn ist

Neue Burial klingt leider wie jemand, der wie Burial klingen will. Trotzdem: Begnadeter Erzähler.

B.M.: I love your style. You look so normal.

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Servus und es ist alles egal.

Was wir in diesem Jahr gehört haben:

Sog: Abweichung
Hot Chip: One Life Stand
Caribou: Swim
Marcel Dettmann: Dettmann
Efdemin: Chicago
Roc Marciano: Marcberg
Ariel Pink‘s Haunted Graffiti: Before Today
James Blake: CMYK EP
Broken Bells: dito
John Grant: Queen Of Denmark
Forest Swords: Dagger Paths
Toro Y Moi: Causers Of This
Lightspeed Champion: Life Is Sweet! Nice To Meet You
Ramadanman: Ramadanman EP
Lindström & Christabelle: Real Life Is No Cool
Crystal Castles: dito
M.I.A.: Maya
Dom: Sun Bronzed Greek Gods
Lone: Emerald Fantasy Tracks
Sleigh Bells: Treats
Mount Kimbie: Crooks And Lovers
Shackleton: Fabric 55
Mathew Herbert: ReComposed
Oval: O
Jenny Wilson: Hardships

Von einer Aufführung meiner Oper geträumt. Ich hatte zwar eine rudimentäre Partitur abgegeben, war aber ansonsten an der Produktion nicht beteiligt. Die Aufführung war grauenhaft, die Darstellung engagiert, aber schmierenhaft, und die Musik kaum vorhanden. Das wenige, was ich hörte, erkannte ich nicht wieder. Ich erinnere mich an ein Kontrabass-Solo auf der Bühne und viele billige Keyboardsounds als Begleitung zu einem langen, völlig inkompetent ausgeführten Monolog eines Betrunkenen. Für die zweite Hälfte wurde der Publikumsraum unter Wasser gesetzt, die Zuschauer saßen um die Wasserfläche herum, auf der die Darsteller in einer Art Boot, an das ich mich allerdings nicht genau erinnern kann, trieben. Vielleicht war ich auch in der Pause gegangen. Die Aufführung war ein Erfolg. Das Publikum hatte offensichtlich ein gewisses Interesse an dem Stück entwickeln können, was schon während der Aufführung zu spüren gewesen war.

Make sense of senselessness: That‘s the whole point, isn‘t it?

Or better, don‘t.

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Stay gold.

Wenige lichte Augenblicke. Precious moments of truth. Recognition. Re-Ignition.

Sparse

ätherische Musik

Kurt Wagner: Gliss. als Gliss., Rauschen als Gliss., Rauschen als Legato zwischen Ton und Ton, unvermutetes Wiederauftauchen in anderem Register und zurück ins Hauptregister.

This is all you want
This is all you ever dreamed of

Gold.

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Mein KONTROLLIERT

If you understand it, it was not worth the effort.

Dub: Alles wegnehmen, wo eigentlich etwas hingehört, ist AUCH eine offensichtliche Metapher für Einsamkeit und Leere. Auch, wenn es primär nicht so gemeint ist. Ich glaube aber schon, dass es mitgehört wird, dass es der musikalischen Empfindung Tiefe gibt.

Bass Drum als reine Markierung, Marker, hier fängt es an, hier hört es auf, hier hier hier.

Bestimmte Empfindungen kippen definitiv ins Falsche, wenn man sie ausspricht, und sei es nur für sich selbst. Sie werden dann gefühlig, übertrieben, durch das Wort, das sie benennen soll, banalisiert. Wenn alle Gefühle, die durch ihr Aussprechen kippen, hierdurch der Banalität überführt würden, wenn man das Wort entscheiden ließe, ob eine Empfindung echt ist oder nicht, würde nicht viel übrigbleiben. Die Weigerung, über Gefühle zu sprechen, kann AUCH aus dem Bewusstsein über diesen Sachverhalt entstehen.

Über die Sinnlosigkeit.

Rimbaud 18: Und plötzlich ist alles ganz normal. Außer dass plötzlich alles ganz normal ist.

Cpt. Kirk &., da ist es tatsächlich mal gelungen: Deutsche Texte, ohne dass man die ganze Zeit hin- oder weghören muss. Hat, glaube ich, nichts, oder nicht nur, damit zu tun, dass man die Texte schwer verstehen kann, sondern vor allem, wie sie in die Textur integriert sind. Und natürlich, die Struktur der Texte selbst: Nicht doof, aber auch nicht diese schreckliche Botschaft, die so fürchterlich nervt. Und keine falsche Überambitioniertheit – sondern die richtige. Freut.

Lustig, wie man sich sicher sein kann, dass die meisten Eindrücke immer nur für den jeweiligen Moment gelten, ganz einfach, weil man nie genug Wissen in einem Moment zusammenfassen kann, um einen angemessenen Überblick zu haben. Mehr ist aber auch nicht drin: Die abgesicherte Meinung, die die gesamte Faktenlage sichtet, bevor sie ihre Schlüsse zieht, ist in bestimmten Zusammenhängen und vor allem bestimmten Medien notwenig, bringt uns aber sonst keinen Deut weiter, weil sie nicht an die Lebensrealität andocken kann – es sei denn, als ein Eindruck unter vielen.

Let‘s quote. Let‘s namedrop. Let‘s die. Let‘s dye.

Let‘s lie for a change.

Ausprobieren

Denken

Raster

Zeit

Angelverein

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Mr. Know It All

The Action Packed Mentallist Brings You The Fucking Jams: Ist ja super, toll! Na ja, o.k., ist o.k., sieht aber super aus.

Oval: Im Grunde irrsinnig schön. Mehr will man gar nicht. Aber natürlich eben doch.

Kleinbürgertum: Sich tot stellen und warten, bis das Leben vorbei ist = Vernunft. Auf keinen Fall lüften.

Wie schon gesagt: Fehler müssen echte Fehler sein. Wie reagiert man, wenn man einen Fehler bemerkt? Lässt man ihn stehen, segnet man ihn ab, dann ist er kein echter Fehler mehr, sondern plötzlich Absicht, verbessert man ihn, nimmt man dem Stück einen Fehler, eine Unregelmäßigkeit, die es vielleicht gebraucht hätte. In beiden Fällen entschärft man das Stück. Auch wenn es genau gleich bleibt. Es wird trübe, verliert an Kraft. Einziger Ausweg: Bis zur Erschöpfung arbeiten, damit neue Fehler entstehen. Oder man findet einen Ersatz für Fehler als Unregelmäßigkeit der Arbeit. Etwas, was sich der vollständigen Kontrolle entzieht, ohne Zufall zu sein. Denn Zufall schmerzt nicht. Und es geht notwendigerweise um Unvollkommenheit, um Schmerz, um ein nicht auflösbares Grundproblem als Kern der Arbeit. Vielleicht tatsächlich eher ein psychologisches als ein technisches Problem. Trotzdem glaube ich, dass sich die Haltung zum Fehler im Ergebnis mitteilt. Möglicherweise ist der Konflikt zwischen Kontrollwunsch und daraus resultierendem Kontrollverlust der eigentliche Punkt: Dass ein echter Kampf zwischen dem Wunsch nach Kontrolle und dem Unvermögen, Kontrolle auszuüben, stattfindet. Deshalb frühere Arbeiten einer Werkgruppe oft interessanter als spätere: Das Material widersetzt sich noch dem Zugriff, der Künstler hat noch keine vollständige Kontrolle über sein Material. Gegen seinen Willen unterlaufen ihm Dinge, die er später zu Gunsten von Fehlerlosigkeit vermeiden wird. Daher auch die Notwendigkeit, sich immer wieder neue Aufgaben zu stellen: Nur im Moment der Entdeckung kann es ein Gleichgewicht der Kräfte geben. Danach geht es nur noch um Vervollkommnung, letztlich um Fehlervermeidung. Es sei denn, es gelingt, aus der Perfektion eine neue, eigene Kraft zu entwickeln.

It is never o.k. to touch somebody else‘s private parts. Your mom and dad will tell you some.

The idea is not to have a voice (Mr. Isaacs).

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Arbeitsnotiz

Teil der Schönheit von Pop ist natürlich auch der Eindruck von existenzieller Pracht: Das Nicht-Sparen, Nicht-Festhalten, Nicht-An-Morgen-Denken, das Gehen-Lassen, Verstreichen-Lassen, Aus-Dem-Vollen-Schöpfen, die Arroganz der unbesorgten Selbstzerstörung. Die totale Verschwendung von Lebenszeit. Selbstauslieferung. Und damit logischerweise die Realität. Egal wie berechnend Pop auch immer sein mag, das kann man ihm nicht nehmen. Könnte man übrigens fast 1:1 auf die USA übertragen. Und komisch, dass wir das gar nicht haben. Und auch nicht hinkriegen können.

Ist ja furchtbar. Kann man ja gar nicht hinkucken.

2 x 1200:
1200 pizz.
1200 arco

Herman van San : Klingt ein bisschen wie Nierentisch. Aber gut. Ziemlich merkwürdige Unisoni.

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DESTROYER – OBSERVER

even Niney stating that when Tubby had finished a cut, he found it hard to recognise the track himself

Alles vollkommen egal.

Da sieht die Welt gleich ganz anders aus. Leider nicht besser.

mehr arbeiten

professionalisieren

nie mehr ärgern, nie mehr klagen

Schnelligkeit und Detailtreue

Best Bläsereinsatz ever: Mozart und Reggae

Niney/King Tubby: Akkorde, Begleitfloskeln, Spiel mit Begleitfloskeln, Riffs, angedeutete Melodien. Ja, so könnte es gehen. Wie immer die Begleitung nach vorne gebracht. Im Grunde erschreckend, wie interessant das ist.

Show some love, losers!

Wir sind alle etwas ganz besonderes.

Licht: Ganz einfach vorgehen, im voraus Zahl der Stimmen je Takt/Schlag/Abschnitt festlegen, dann eben zwischen 1 (0) und 14 Linien wählen und über Verdopplungen entscheiden. Je mehr Stimmen, desto weniger Verdopplungen möglich, logischerweise. Verdopplungen durch verschiedene Spieltechniken anreichern eventuell auch Oktavierungen – die allerdings auch im Satz schon als Oktavabweichungen vorgegeben sind. Nicht vergessen: Es ist nicht gesagt, dass die höchste Anzahl von Stimmen auch einen dramaturgischen Höhepunkt darstellt, auch eine Reduzierung ins Unisono könnte starken Einschnitt darstellen. Vorsicht: Du musst nicht alles ausfüllen, Du musst nicht alles verwenden. Problem der Gewichtung ähnlich wie bei Charms: Dub.

2 x 7 = 14 Streicher
4/4/4/2
4/4/3/2/1
bzw. 15

Kompatibilität Lichtblitz

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Filed under Krieg 1: Lichtblitz, Maurizio/Licht, Oper, Pop, Stücke

Sperre

Momente, in denen es mir gut geht:

Forever Now

DÄMMERN
HÄMMERN
DÖSEN

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen

IDENTITÄT
ÄHNLICHKEIT
KONTRAST
UNÄHNLICHKEIT
VERSCHIEDENHEIT

Hanoi Rocks: Nicht das geringste Verlangen nach Härte oder Schnelligkeit, interessant.

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MUST NOT SLEEP

Versprechen auskomponieren – warum nicht?

Le Rossignol: extrem antispektakuläres Ende

…explosante-fixe…: Wenn man ganz ehrlich ist, zum Sterben langweilig, und in dieser Hinsicht dann auch wieder interessant. Ich meine, was ist DAS denn für eine Dramaturgie: nudel nudel nudel – Licht aus: Einschub I – nudel nudel nudel – Licht aus: Einschub II – nudel nudel nudel – Schluss. Was DENKT er sich dabei, was, bei allem allgemeinen Respekt, den man vielleicht immer mit denken muss, WILL er, was HÖRT er selbst in dieser Partitur? Wenn gähnende Leere gemeint wäre, wäre es allerdings ziemlich toll. No kidding.

Analog Digital

Sidsel Endresen

Karmakar

Something happens in your life and you just get … sort of lost.

Einheiten, nicht Dauern

Einheiten ZU Dauern

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Filed under Film, Klassik, Neue Musik, Pop

Only

In einem Pariser Theater, ähnlich den Bouffes du Nord, Lucas Fels und mein Schwager Tilman sollen ein Cello-Duo von Wolfgang Rihm uraufführen. Ich sitze auf einem Balkon an der hinteren Bühnenwand, halb verdeckt von der hohen Balustrade. Das Publikum hat schon Platz genommen, die Solisten sitzen in der ersten Reihe, die Bühne ist vorbereitet, die Noten stehen auf den Ständern, so dass ich sie vom Balkon aus einsehen kann. Plötzlich ruft Tilman zu mir hoch, hast Du vergessen, dass Du bei der Uraufführung dem Publikum ein Märchen erzählen wolltest, wenn Wolfgang das Stück wirklich für uns schreibt. Das war doch versprochen. Ich habe keine Ahnung, wovon er spricht, habe nicht die geringste Erinnerung daran, dass ich etwas in diese Richtung versprochen haben sollte, habe aber das Gefühl, dass ich jetzt, wo alle glauben, dass ich etwas versprochen habe, mich schlecht aus der Affäre ziehen kann, und versuche mich locker zu machen und in der Art von Rihm aus dem Stegreif zu plaudern. Ein Märchen fällt mir auf die Schnelle nicht ein, auch nichts Märchenähnliches, aber mir ist aufgefallen, dass eine Passage aus dem neuen Duo wie Feldman aussieht, aber nicht wie Feldman klingt. Stimmt tatsächlich: Ich hatte vom Balkon aus eine Zeile gesehen, die wie ein Cellosolo aus Feldmans Zweitem Streichquartett aussah, dort aber leise, pizzicato, hier, bei Rihm, laut und arco zu spielen war. Vielleicht hatte ich auch an die tolle Musik für zwei Celli gedacht, die Feldman für Jackson Pollock geschrieben hat.

M.B.R.M.M.P.P.: Guter Einsatz von Dynamik, sehr präzise Positionierung von Crescendi und Decrescendi. Danke.

Alkmene: Verzweifelte Ironie, grimmig. Brutale Kommödie. Offensichtlicher tragische Gehalt. Everyday life. Baudelaire. Jeff Wall.

Davon ausgehen, dass alles gleichzeitig gesungen wird. Dann einzelne Wörter herausschälen. Das gilt auch für Einzelstimmen. Auf ein Wort ALLES singen. Ineinander verschachteln.

we will have him forever

Jenny Wilson: geil ältliche Stimme, Musical, aber toll

I‘m not here for the fight

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Sozialspast

You don‘t own the moral high ground anymore.

Lieutnant

Notizen und Notizen

Lieber

If you look a little less you might see a hell of a lot more.

How would you define the idea of understanding?

Rhythmus

I think there‘s two ways of looking at the idea of understanding:

One is if you don‘t look you never will see.

electric mist

The other is:

Frauen als Opfer: ziemlich fieser Topos, besonders, wenn er zutreffend ist.

Dyke

Und Kinder.

Did you really think I would let you listen to it? I only wanted you to know what you‘re missing.

Boulevard der Stars: Wenn man das sieht, möchte man am liebsten sterben.

How could we be so stupid and naiv?

Von Brauchitsch und Frau Helga

Natrium-Pentobarbital

Letztlich ist alles interessant, wenn es an der richtigen Stelle steht.

Untertöne und Obertöne

Alice Schwarzer ist eine hervorragende Journalistin.

Kämpfen ist so pathetisch – geht gar nicht, oder?

Gleichzeitig verdammt schade.

werkwärts

Dokumentationszwang: wahnsinnig traurig, totale Vergeblichkeit, ich war

Hölle

That‘s a fuckin‘ nice statement. Nevertheless, let‘s die.

Andy‘s chest

Perfect

Day

Klimper

Öde Falsch Scheiße

Am I supposed to die now?

Verschiedenste Interpreten

Deppen

Wenichstens passiert was

Hilfe

Blase

Rauschen in der Stimme

Ja, und dann hat sich alles zerschlagen.

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mid-year

Habe ich Dir eigentlich je erzählt, dass ich als Kind auf alles, was ich gegessen habe, Sojasauce geschüttet habe, egal was es war?

Soysauce was my Ketchup.

gut schreiben ist verboten – warum eigentlich?

Offensichtliche Virtuosität, offensichtliches Können ist spastisch, der Wille zu Brillieren ist so lächerlich und durchschaubar. Gleichzeitig natürlich tolles Überzeugungspotential bei Leuten, die Kunst eigentlich hassen. Thomas Mann.

Mühelosigkeit
Anstrengungslosigkeit
wirkt friedlich
pluckert so vor sich hin

Oval: Auch rauhe Klänge, laute Anschläge, die eigentlich höheren Energieeinsatz suggerieren würden, wirken wir nachempfunden, nachgestellt, nicht wirklich, in echt ausgeführt, obwohl sie echt klingen und wahrscheinlich nicht einfach nur aus dem Computer kommen. Der Eindruck der Mühelosigkeit bringt auch so etwas wie Vergeblichkeit mit sich, stille Melancholie. Darin auch ein Hauch versteckte Aggressivität. Interessante Uneigentlichkeit, die in der Auseinandersetzung mit realen Klängen erst wirklich deutlich wird. Hat sicher auch etwas mit dem relativ gleichförmigen Rhythmus zu tun, und mit einer jetzt etwas zurückgenommenen Vorliebe für entwicklungslose Klänge, reine Anschläge und reines Ausklingen.

Ich finde Anstrengung natürlich toll, ist ja klar.

Rezeptionsstoizismus, angeborener

kein Foto
keine Abbildung
keine Illustration
keine Erklärung
kein Verweis

Ein Mann mit vielen Abneigungen

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Selbstverliebt

Klavier-Cluster, falsch/ungenau/unregelmäßig angeschlagen, EXAKT wiederholt: Samplitude

Lispeln/Sprachfehler als Stilwille (Beyoncé)

Emilio de‘ Cavalieri, Lamentationes Hieremiae Prophetae, 1599
Emilio de‘ Cavalieri, Rappresentatione di Anima, et di Corpo, 1600
Il Giardino di Giulio Caccini, 1602
Claudio Monteverdi, Quinto Libro dei Madrigali, 1605
Domenico Belli, Il Nuovo Stile, Firenze 1616
Le Musiche di Bellerofonte Castaldi, 1623

Das oberste Stockwerk, die Treppe ist brüchig, eine Stufe fehlt ganz, nur ein kleiner Vorsprung an der Wand ist übriggeblieben, das Geländer schwebt in der Leere und würde einen Sturz nicht aufhalten können. Ich bin schon oft über diesen Abgrund getreten und habe mich immer gewundert, dass niemand sonst Angst zu haben scheint. Heute muss ich in unserer alten Wohnung übernachten, weil wir Freunde mit Kind in unserer eigentlichen Wohnung, die wie eine Mischung zwischen Grand Hotel und Bibliothek aussieht, einquartiert haben. In unsere alte Wohnung ist inzwischen eine Glühbirnen-Manufaktur eingezogen. Ein winziges Zimmer, die Glühbirnen-Kartons stapeln sich bis an die Decke. Obwohl ausgemacht war, dass ich heute hier übernachte, ist die Arbeit noch voll im Gang. Der Chef versichert mir, dass sie in kürzester Zeit das Zimmer freiräumen könnten. Es stellt sich heraus, dass man durch das Zimmer hindurch in einen riesigen Dachgeschoss-Raum treten kann, der auch zu unserer Wohnung gehört haben muss. Der Chef hat ihn nach allen vier Seiten verglast, allerdings nicht mit modernen Fenstern, sondern mit handgefertigten, unregelmäßigen Scheiben, man hat einen 360 Grad Blick über den Wedding. An diesen großen, schönen Raum, in dem die Handwerker zu leben scheinen, schließt sich eine Flucht von Dachböden an. Im dritten oder vierten finde ich ein sandfarbenes Stoffsofa. Eine junge Handwerkerin läuft durch die Böden und nickt mir freundlich zu, während ich schon am einschlafen bin.

Bilder

Schlag

Don’t lie to me

Die Welt

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DESTROY ALL MONSTERS

Das Kraftlose als Klang (Markus Popp)

Mühelosigkeit

Du glaubst an etwas, egal, wie doof es ist.

Riff vs. Loop w/o Jazzrecords

Tuba vs. Horn

Text-Musik gleich – verschieden/verschieden – gleich

Text gleich Musik verschieden
Text verschieden Musik gleich

Worte Silben Laute

aggressive Differenz

Fortsetzung Lichtblitz

Staffelung Szenen

technisch

Lüge

z.B. nur betonte Silben/nur unbetonte/jedes Wort eine beliebige Silbe/ein beliebiger Laut etc.

durch Wiederholung der nicht passenden Silben ZEIGEN, dass es nicht passt

Differenz DARSTELLEN

Verschiedene Formen von Differenz – z.B. auch Instrumente und Stimmen gegeneinander versetzen – s.o.

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j[a]lsr1:com

Jason Doerck

Broken Bells: klingt alles ein bisschen komisch, als ob es eigentlich anders sein müsste, EIGENTLICH müsste es eine tiefe Stimme sein, keine hohe, EIGENTLICH müsste es nur Gitarre sein, keine Elektronik, usw. Interessanter Effekt, den man wahrscheinlich ziemlich leicht anhand von Modellen erklären könnte, trotzdem ein bisschen beunruhigend, nicht restlos überzeugend, und vielleicht auch übertrieben ausgefeilt.

Scripted Reality

Geheimnis

Klarheit – Unschärfe

Deutlichkeit

Wie gut muss ein Buch sein, wie schlecht darf ein Buch sein?

Das Fade als positive Qualität: ziemlich schwer nachzuvollziehen, besonders wenn man Intensität als wesentliches Qualitätskriterium empfindet. Kann das Fade intensiv sein – intensiv fade, wie hätte man sich das vorzustellen?

Toll, würde ich aber nicht machen: lustig, wie schwer es ist, das zu machen, was man machen will, wie sich langsam herausschält, was eigentlich schon längst da ist. Es ist nicht so, dass man einfach machen kann, was man will

Endlich hat mal jemand ABSICHTLICH was Neues gemacht, und nicht nur, weil er nicht anders konnte.

Oktaven Oktaven Oktaven

Dann plötzlich so lassen wie es ist – ist das dann Romantizismus, oder ist es wirklich genau so richtig, oder will man nur einfach die Entscheidungswege abkürzen? Ganz schwierig, wahrscheinlich so etwas wie eine Gewissensentscheidung.

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Filed under Methode, Pop

Streichquartett 2010

Ist es befriedigender, Dinge einzuführen, oder sie nebeneinander zu stellen? Was ist schmerzhafter? In der aktuellen Situation würde ich sagen, sie miteinander zu verbinden.

Re: Eigenwerbung ist Schwachsinn, Polemik dito

Das einzige, was sinnvoll sein könnte, wäre Dinge genau zu beschreiben und sie damit zu zerstören – oder eben nicht. Was der genauen, interessenlosen Beschreibung standhält, hat gewonnen.

Eine feste Position, die im Voraus feststeht, ist der Gipfel des Schwachsinns, weil es sie nicht geben KANN. Dinge verändern sich ständig, eine feste Position kann nur auf INTERESSEN aufbauen, also Erkenntnis vernichten.

Auf der anderen Seite:

Moe
Moguillansky
Lachenmann
Sciarrino
Xenakis

Baby 1:1 transkribieren und Sänger mit vollem Ernst – nicht theatral! – vortragen lassen

Akzent durch Verdopplung (Joy Orbison) – Klangstärke und Klangtiefe

Untrust: laute Akorde mit gegenläufiger Dynamik, möglicherweise Instrumentengruppen gegeneinander ausspielen. Möglicherweise Akkordfolge als Eröffnungsgeste, z.B. aufsteigend/absteigend 1 2 3 4 5.

Alles aus sich heraus motivieren, nichts für etwas anderes tun.

Das so lange wie möglich herauszögern könnte die beste dramaturgische Strategie überhaupt sein. Könnte allerdings auch übereffektiv sein.

Streichquartett könnte auch einfach aus zwei Teilen bestehen: einer Pizzicato, gedämpft, leise, einer Arco, lärmig, sehr laut. Beide sehr lang.

Untrust: Differenztonakkorde wiederverwenden, daraus Material ableiten – muss aber nicht sein. Untrue vielleicht doch mit Oktaven anfangen lassen. Auf jeden Fall Dubstep-Aspekte verstärken.

Lange Zeitabschnitte dramaturgisch UND als reine Dauern verstehen.

Eigentumswohnung

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Filed under Form, Gesang, Neue Musik, Pop, Stücke, Untrust, ZWEI/2240: Song Cycle

Don Winslow

Schnitt vs. Entwicklung – The Gentleman‘s Hour: perfekte Modernisierung des klassischen Noir mit allen Zutaten, finde auch das fast ungebrochene Happy End ziemlich überzeugend. Erzähltechnik – kurzes Kapitel – Schnitt – nächstes Kapitel – Schnitt – nächstes Kapitel – funktioniert perfekt, könnte direkt in Drehbuch umgesetzt werden, aber vielleicht ein bisschen zu perfekt: manchmal würde man sich ein bisschen mehr Arbeit, ein bisschen mehr Mühe zwischen den Kapiteln wünschen. Weil ziemlich schnell klar ist, dass diese Art von Schnitt immer funktionieren wird, gar nicht schief gehen kann.

Jede Methode, die Fehler von vornherein ausschließt, ist uninteressant.

Keine gute Idee, jedes zweite Kapitel mit einer Pointe enden zu lassen. Auch das offensichtlich eine perfekte Methode, das Ende des Kapitels – also einen Schnitt – zu motivieren, aber auf die Dauer viel zu durchschaubar und daher als stilistisches Mittel zu schnell verbraucht.

Trotzdem: was wäre eine formale Pointe in der Musik?

Im Prinzip interessant als Rhythmus, wie Kapitel beim gleichen Gegenstand bleiben (selten) oder zu einem anderen gehen (fast immer). Beim gleichen Gegenstand bleiben als Vergrößerung, Intensivierung. Nicht unbedingt bei größter Spannung. Da eher Cliffhanger, also Schnitt, Szenenwechsel, als am häufigsten verwendete Strategie. Ziemlich offensichtliche musikalische Parallelen.

Zynische Nebenbemerkungen aus dem Off, die abgeklärt wirken sollen, als eher nervender Bestandteil der Noir Tradition. Auch wenn man gerne die implizierte Möglichkeit, ein intelligenter Loser zu sein, mitnimmt. Heldenbild, auf das sich alle einigen können. Die Winner UND die Loser. Wahrscheinlich, weil sich irgendwie alle als Loser fühlen.

Natty Dub: geniale Idee, die Regelmäßigkeit der Akkordschläge noch zu betonen und dann im Hall brechen zu lassen

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Filed under Form, Literatur, Pop

things shift

Und was passiert auf dem Weg? Das wäre dann das Stück – und ein echter Weg, wie eine Geschichte.

Höhepunkt einarbeiten oder damit abbrechen lassen? Ein Höhepunkt oder mehrere Höhepunkte? Alle Höhepunkte gleich, ähnlich oder verschieden? Wie würde das dann aussehen? Wie ist das bei Antichrist? Auf jeden Fall klare, eindeutige Höhe-/Wendepunkte. Prüfen, wie sie eingebaut/eingesetzt sind. Nochmal wehtun. Nochmal wehtun. Nochmal.

Einfache Rhythmen. Primitivität. M.I.A. Vernichtung. Zerstörung. Destruktion. Hässlichkeit. Konzept.

Was tut mehr weh: In die Geschichte einbinden oder alleine stehen lassen? Ehrlich gesagt: In die Geschichte einbinden. Siehe Porno. Bitte, nicht schon wieder! Au ja!

Nie über etwas lustig machen. Distanz veboten, es sei denn als Konzept.

Sind Höhepunkte immer laut? Müssen Höhepunkte immer laut sein? Irgendwie schon. Negative Höhepunkte sind ja bescheuert.

Was du zeigen willst, das ist dein Höhepunkt.

Entlarvung. Wohl eher doch nicht.

Was wolltest Du mir zeigen?

Protokoll von Erkenntnissen, die nichts wert sind – weil Erkenntnisse nie etwas wert sind – besonders, wenn sie aufgeschrieben sind.

In der Beschreibung schon Fassungen enthalten, die man voneinander trennen könnte.

Prioritäten

Form

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Verklemmte Aufzeichnungen

(Alles in Klammer – eigentlich eine ganz gute Idee, sorry.)

(Interessant, wie wir das dann tatsächlich anders lesen, anders verstehen, eine andere Bedeutung geben, vor allem atmosphärisch.)

(Nur einzelne Wörter singen, den Rest sprechen? Oder, natürlich ganz doofe Idee, auf Sänger und Sprecher verteilen?)

(Wie LSP Dub: Einzelne Silben, Laute raushauen, der Rest verschwindet im Nichts. Mash down.)

(Der Fokus bei HDTV ist ziemlich interessant, sieht aus, als ob man feiner schattieren könnte, eine andere Art von Unschärfe, weniger mechanisch, eher malerisch.)

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