Category Archives: ZWEI/2240: Song Cycle

keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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Planet trillaphon

Irrer brummt vor sich hin: Klangband, geringer Ambitus, fast Monoton, durchlaufend, aber eben kein Parlando.

Murmeln. Sabbern. Brummen. Einzelne Wörter verständlich. Oder ohnehin nur einzelne Wörter.

Motette: Mehr Geräusch als Gesang, mehr Geste als Tonhöhe. Geräusche, Sprechstimme, Singstimme. Tonale Schnitte als wesentliche Motivation für exakte Notation, sonst ungefähre Notation eigentlich effektiver im Hinblick auf das gewünschte akustische Ergebnis.

Stimmt, das wollten wir eigentlich machen.

schwarzbraun
blauschwarz
blaubraunschwarz

Endredaktion: Alles schärfen, alles auf den Punkt bringen, deutlich machen, das Material wie von außen noch einmal anfassen und zur größtmöglichen Direktheit bringen. Oder umgekehrt. Jedenfalls die Position schärfen, deutlich machen, warum man tut, was man tut.

Nochmal Motette: Eigenen Parameter für tonale Klänge einrichten. Meaning: Einfach für alles, was vorkommen soll, eigene Parameter einrichten (Song Cycle).

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komisch

Antiauthentizität als zeitgemäße Form von Modernität: Wahrscheinlich nur mit tonalen, vielleicht sogar nur mit diatonischen Klängen möglich, weil allen anderen Klängen eine authentizistische Rauhheit eingeschrieben ist. Es sei denn, die Klänge selbst würden künstlich (= elektronisch) geglättet. Akustische Instrumente natürlich auch Erzeuger von klanglicher Authentizität, wahrscheinlich aber nicht im gleichen Maß wie Atonalität.

Don’t wait, just work. No matter what.

Brown like hell,
Stupid like shit.

David Tamburini

Zuviel Ehrgeiz,
zuviel Trauer.

As banal as it gets

//e-e-a-c-a-e/d-e-gis-h-gis-e//d-c-h

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Anschlussthema: Anstrengung/Übergang

Gnadenlose Permutationen, rücksichtslos.

Reicht das?
Reicht das nicht?

Was reicht?
Was reicht nicht?

Mal wieder: Dauern vs. Einsatzabstände (Streichquartett)

Zahl der Anschläge
Zahl der Unterteilungen
Art der Unterteilungen
Art der Dauern abhängig von Art der Spielweisen

Kartoffel/Ei: Merkwürdige Geschmacksähnlichkeit

Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten (DFW): Macht definitiv Sinn.

Entwicklungen, klein- und großformale Gesten: How the fuck could I forget that? Oper als statisches Feld, Raum ohne Bewegung. Wie kommt man davon wieder weg, ohne gleich bei Wagner zu landen?

Montierte Entwicklungen natürlich auch als SCHNITTE viel präsenter als statische Abschnitte: Kulminations-/Umschlagpunkt. Eigentlich hierdurch erst die Bestimmung eines bestimmten Punktes in der Zeit möglich.

Wahnsinns Rhythmus: Heirate, du wirst es bereuen. Heirate nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Entweder heiratest du, oder du heiratest nicht, bereuen wirst du beides.

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Aggressiver Nicht-Witz

Dagegen macht Humor eben fast immer Sinn: Staatstragender als Ernst.
Keywords: Operngesang
Sea of Vapors

Streichquartett: Letztlich Tonsatz, in Klang getrieben.

Visitenkarte Selbstausbeutung: Fertiges Material.

Rearrangement. Richter-Sampler.

Ton wird gehalten, Schauspieler spricht, singt einzelne Wörter auf Tonhöhe, Ton verändert sich, entsprechend verändert sich die Tonhöhe der einzelnen gesungenen Wörter. Unter Umständen extrem schnell gesprochen und extrem schnell gesungen, also extrem schneller Wechsel zwischen Sprechen und Singen.

Keine Pointe
Keine Narration

Text, der dann auch bedeutungsfrei gemacht werden kann, wo der Klang wichtiger als die Erzählung, die Folge der Wörter ist. Vielleicht Wörter umstellen?

Monolog auf mehrere Stimmen verteilen

Ort
Bühne
Auftritt
Abtritt

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And so – you just wait.

Ganz interessant, wie man immer wieder allmählich zu wählerisch wird und sich das dann wieder abgewöhnen muss, davon wegarbeiten muss, oder warten, bis es vorbei ist, bis diese Haltung von alleine zusammenbricht

Felswände, schroff, eigentlich eine riesige Höhle, oder ein Überhang, der in seiner Schwere über uns zu schweben scheint: Bild, Screen, Bewegung, Leinwand.

Nee, das geht jetzt wirklich gar nicht: Alles, was man auslässt, weglässt, was wegfällt, weil es nicht passend scheint oder weil es nicht aussprechbar ist. Es bleiben nur die Reaktionen, Antworten, Anschlüsse, die noch nicht einmal unbedingt auf die Fehlstellen verweisen, erst recht nicht auf das, was fehlt. Eher scheinen sie auf sich selbst zu verweisen, mit sich selbst zufrieden zu sein. Schweben im Raum.

Wie wäre das: Streichquartett tritt auf, setzt sich, spielt einige Takte, und steht gleich wieder auf, um hinter der Bühne zu verschwinden. Nach einigen Minuten kommt es zurück, spielt diesmal etwas längere Taktfolge, und tritt sofort wieder ab. Und so fort: Dauer der Auftritte und Dauer der Pausen exakt auskomponiert, keinerlei Reaktion auf das Publikum, kein Verbeugen, kein Warten, bis das Publikum ruhig ist, keine Rücksicht auf Applaus. Auch zuletzt einfaches Abtreten und dann, vielleicht nach vorherbestimmter Zeit, letzter Auftritt für Applaus, um die Gesamtdarstellung des Stückes zu definieren. Etwa 40 Minuten, wie Zwei/2240. Quasi Parallelstück. Auf keinen Fall auf der Bühne bleiben, kein pathetisches Warten, keine Ungeduld, keine Bedeutung. Könnte auch in der Zwischenzeit etwas anderes passieren (Interpreten/Publikum), nur die exakten Zeitabstände müssen eingehalten werden.

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Im Traum bei relativ klarem Bewusstsein

Mad Men nochmal angeschaut: downward spiral als dramaturgische Form. Das Lächeln von Don Draper als verzweifelter Versuch, innerhalb des Strudels, der ihn hinabreißt, Haltung zu bewahren. Bleibt übrigens auch immer relativ gleich, egal, was passiert, fast egal, ob es gerade gut oder schlecht läuft. Ziemlich ausgeprägter Fatalismus. Egal ob geniales Casting, exakte Regieanweisung oder schauspielerische Leistung, ziemlich perfekte Besetzung. World of Doom. Auch so etwas wie glanzvoll untergehen. Glanz heißt dann, im Elend gut auszusehen, aber dennoch das Elend auszudrücken (auch wenn der Figur selbst das vielleicht gar nicht bewusst ist).

Vielleicht so etwas wie die Zeit, die an den Menschen entlang nach unten fährt, oder, genauer, die Menschen langsam nach unten drückt. Und Don weiß das auf irgendeiner Ebene, was ihn zum Protagonisten/Helden macht. Bis zu einem gewissen Grad scheinen es allerdings alle Figuren zu wissen. Und deswegen mit einer gewissen Würde in den Abgrund zu schweben, wie im Vorspann als Bild/visuelle Metapher ausgeführt.

Zeitriffelung: Anschläge je Schläge je Instrument

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Beide nicht nehmen

Tonhöhe als Geste bzw. Definition von Gestik: Die Bewegung wird enger/weiter, springt weit, dann eng, oder umgekehrt, usw.

Verzierungen ultraschnell

Gesang

Lully

Verzierungen Streicher: Streichquartett

Alles voller Verzierungen

Abel Tesfaye

Wischen

Verzierung ignorieren, so tun, als ob sie nicht da wäre: Expressive Geste.

Schreien auf Tonhöhe

In eine Position bringen, in der du nicht mehr nachdenken kannst. It’s too fuckin’ complicated, oder so. Oder eben nicht. Entscheiden, dass es auch so gehen muss.

Der liebe Gott ist Überforderung. Just CAN’T get it.

Fuck voting.
Fuck liking.

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Zitat als Autorität

MMM: schlechte Witze aber subtil = gute Witze

1.) Anschläge/Takt vs. Anzahl Töne
2.) Unterteilungen/Takt vs. Anzahl Anschläge

Verhältnis Anzahlt Töne/Anzahl Anschläge:
Wenn 1 Tendenz zu Tonwiederholungen

Streichquartett: Viel zu viele Töne, vielleicht aber auch o.k., muss dann total durchgeknallt werden als Stück.

Unterteilung/Schlag hochrechnen auf Unterteilung/Takt – was dann heißen würde, dass es nur eine Unterteilung je Takt je Stimme geben kann. Abgesehen von Subunterteilungen = Verzierungen

Komisch, dass es im Fernsehen immer um Verrat geht. Muss mit der Dauer zu tun haben.

Mehrklänge NICHT als Sammlung von Tonhöhen behandeln

Verzierungen als
Binnenrhythmus
Körperrhythmus
Gesten

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Oder was auch immer.

Rust
Remnants
Rails

Unterteilungen Schläge/Takte: ein vernünftiges Argument, Unterteilungen auf Takte zu beziehen, wäre, dass die Takte dann in ihrer Funktion mehr sind als reine Materialspeicher, sondern tatsächlich auf einem durchgehenden Schlag beruhen – wenn auch u.U. in verschiedenen Stimmen unterschiedliche Schläge.

Gegenargument: Die Vergleichbarkeit der Unterteilungen je Schlag fällt weg, da der Bezugsrahmen der Taktlängen sich ständig ändert. Einzige Möglichkeit wäre hier, auf Schläge bezogene Unterteilungen proportional auf Takte umzurechnen (was sicher ziemlich wilde Unterteilungen zur Folge haben würde), oder die Unterteilungen nicht grundsätzlich auf 4tel, sondern auf den jeweiligen Nenner des Taktes zu beziehen, so dass sich ausschließlich komplette Schläge ergeben, die dann auch identisch je Takt unterteilt werden könnten.

Vorteil dabei wäre, dass die Unterteilungen flexibel zwischen den Instrumenten ausgetauscht werden könnten.

Tremolo-Rhythmus gegen linke Hand-Rhythmus

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ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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Und getreu

Schrei

Verzierungen: gliss hoch/gliss runter/gliss hoch und runter

Triller als Verbindung zwischen zwei Tönen

Gerätschaften/Vorschläge

Extrem schnelle Verzierungen extrem leise.

Verzierungen in andere Register hinein.

Art Weak

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Gift

Klarinette
Schlagzeug
Violine
Viola
Violoncello

schleichend
schleppend

abgedämpft

Kolik: Bass
Schlachten A: Bariton & Kleines Ensemble
Schlachten B: Sopran, Mezzo, Alt & Kleines Ensemble
Heiliger Krieg A: Counter, Tenor & Großes Ensemble
Heiliger Krieg B: Chor & Orchester
Stampfen: Streichorchester

East India Youth/Total Strife Forever: Beeindruckende Akkordwiederholungen

Bob Ostertag: Think of Zwei/2240

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inalienable/dreamless

Blu: Einzelne Silben herausdrücken (portato crescendo), andere fast verschlucken (staccatisso pianissimo). Möglicherweise zwei verschiedene, unabhängige Rhythmusebenen.

Betonte und unbetonte Silben auf zwei verschiedenen Rhythmusebenen.

Ungereimtheiten Kathedrale

e-g-e-g-e-f-d-f-d-e-c-g-e-d-g-g

Wovon ich schwärm’: Der Lärm.

Zeichen der Zeit: Monothematische Bands. Verengung der Perspektive. Verdeutlichung der Aussage.

Who knows how deep that hole is – maybe it has no bottom at all.

Oktave als Überraschung: Plötzlich ist das Gleiche obendrüber (oder untendrunter). Wie kann das denn sein?

Nicht für selbstverständlich nehmen.

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all songs by levon vincent

Jede Stufe einzeln charakterisieren? Eigentlich nicht, warum nicht Entwicklungen nebeneinanderher laufen lassen?

Spieltechniken einander überlagern, quasi eigene Stimmen, die in der Überlagerung die Struktur verdichten? Wenn zwei verschiedene Spieltechniken gleichzeitig, dann automatisch auch mehr Aktion? Eigentlich unmöglich, aber lustige Idee.

Oder aber unabhängige Entwicklungen, die so lange dauern, wie sie vorgesehen sind, und sich gegenseitig überlagern und auslöschen. Also nicht verdichten, sondern unkenntlich machen.

Visuelle Hindernisse als Blenden in tracking shots, quasi Montage-Ersatz.

Ich würde gerne –
I would like to –
Please, let me –
But – of course!

The whole day it felt later than it actually was. Strange, huh? So tell me, why is that? How can it be?

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Form und Dauer

Bela Tarr, Satantango: Ziemlich perfekt durchgeführt, wie ausgerechnet, eigentlich keine Schwächen und vor allem auch keine Peinlichkeiten, immer wieder überraschend, wie brutal ein Schnitt einschlägt, wenn er nach einer langen Einstellung an einen anderen Ort/eine anderen Zeitpunkt springt. Man fühlt sich eigentlich um das, was dazwischen liegt, betrogen, als ob es gewaltsam aus dem Ablauf herausgenommen wäre. Auch der Schnitt selbst, der exakte Zeitpunkt, an dem zwei Einstellungen aufeinandertreffen, bekommt eine eigenartige Virulenz, als ob rein optisch etwas passieren würde, das man eigentlich nicht versteht – so schnell nicht nachvollziehen kann. Als ob das Auge nach der langsamen Entwicklung der langen Einstellung sich nicht so schnell auf das optische Phänomen des Schnitts einstellen könnte, als ob nur die Überblendung dem Auge die nötige Zeit gegeben hätte, sich auf die nächste Einstellung vorzubereiten, den Übergang von einer Einstellung zur nächsten zu verstehen. Insofern Schnitt als Raub, als brutaler Eingriff, als Fehlstelle. Totaler Gegensatz zur Montage, in der das Auge den Schnitt gar nicht bemerkt.

Lange Stücke und sehr lange Stücke.

Durch das Streichquartett führen.

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non-consequentiality

danger
money
food
stars
usefulness

supply + demand + magic

Tonale Musik: Dass Nachvollziehbarkeit ein wesentlicher Vorteil tonaler Musik gegenüber atonaler Musik sein soll, ist wahrscheinlich Unsinn. In Wirklichkeit klingt sie einfach angenehmer als atonale Musik. Allerdings ist es richtig, dass Fehler in tonaler Musik sofort erkannt, also nachvollzogen werden können, in atonaler Musik meistens nicht.

REDE
TRAKTAT
GESANG

oder hatten wir das schon?

Parameter: Grad der Variation
Wie jetzt – soll alles gleich bleiben, aber alles anders werden? Wie denn das jetzt?
Na, ist doch klar – was hast Du denn gedacht?

Stimme durch Wand: Rhythmus und Bewegung

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POST MORTEM

Niemand sagt, dass es leicht sein soll. Aber es muss auf irgendeiner Ebene eben doch Peng machen, das ist es. Es darf nicht NUR mühevoll sein. Und dazu macht ein vereinheitlichtes Konzept eben doch Sinn. Das AUSDENKEN hat so etwas leicht Widerwärtiges: Dass man sich fragt, was man will, und das dann auch macht/ausführt. Ist halt nicht gerade das, was man Überraschung nennt. Und ist überhaupt nicht KALT. Vorschrift, auch unsinnig: Bitte ausführen.

Vernünftig sein/Zusammenpassen: Einerseits bescheuert, andererseits könnte es bei bestimmten Anforderungen die einzige Möglichkeit sein, überhaupt etwas zustandezubekommen. Bestimmte Dinge KÖNNEN halt nicht zufällig aufeinandertreffen, weil sie unausführbar sind. Also müssen sie von vornherein vermieden/verhindert werden. Regeln könnten da nützlich sein. Nur: Ab einem gewissen Grad von Komplexität der Aufgabe müssen die Regeln notwendigerweise so kompliziert werden, dass sie als Regeln nichts mehr taugen. Regel sollen ja vereinfachen, Entscheidungsprozesse verkürzen, nicht einfach nur die Sachlage beschreiben.

Mal wieder so eine Frage: Gefällt es mir nicht, weil ich nicht weiterkomme, oder komme ich nicht weiter, weil es mir nicht gefällt? Arbeite ich schlecht, weil ich deprimiert bin, oder bin ich deprimiert, weil ich schlecht arbeite?

Dynamik an Spieltechnik koppeln: Macht Sinn, ist aber verdammt spießig.

Das Ausdenken möglichst verhindern.

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Pray to God, but row for shore.

In a string quartet you more or less know everything. So you have to CREATE THE UNKNOWN. Was interessiert, ist das, was man nicht weiß, logischerweise.

Mikroton-Abweichung = Polyphonie? Also daraus eine STIMME machen? Analysieren. In EINER Stimme ist die Abweichung klare Absicht: Eindeutigkeit.

Womit anfangen? Was ist die Hauptstruktur – wenn es überhaupt eine gibt?

Vielleicht geht es ja gerade um die Dinge, die man NICHT hört?

etwas abmalen vs. etwas konstruieren

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Doch eines Tages

Wie ist das: Ist Tonhöhe noch der entscheidende Parameter, der uns eine Struktur als einstimmig oder mehrstimmig wahrnehmen lässt? Wahrscheinlich.

Ist dann letztlich gar nicht so viel, was man auf einer einfachen Ebene parametrisieren kann.

Geisteskraft: Wenn du müde bist, kannst du keine Entscheidungen treffen. Entscheidungen sind keine Frage der Vernunft, sondern der verfügbaren Kraft. Kunst besteht fast ausschließlich aus Entscheidungen, deshalb muss man ausgeruht sein, um arbeiten zu können. Oder sich gerade die Entscheidungskraft wegarbeiten.

Zu wissen, wie das Ergebnis aussehen soll, bedeutet noch lange nicht, dass man auch weiß, wie man da hin kommt. Normalerweise braucht es viele verschiedene zusätzliche Motivationen, um eine Struktur auch wirklich ausführen zu können.

Anfang Streichquartett: Was hält mich hier außer der Grundidee am Laufen, was kann ich zusätzlich machen, um die Dinge am Laufen zu halten? Im Grunde Tricks, private Überzeugungsarbeit, die hier gefragt ist.

Technik als Überzeugungsarbeit.

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Let the wind speak

Gibt es einen Übergang vom Ton zum reinen Rauschen (Maurizio)?

Unendliche Abstufungen zwischen Ton und Rauschen (NICHT entweder/oder, höchstens Mischung als Abstufung)

Streichquartett nicht aus Schattierungen, sondern aus distinkten Stufen (die dann aber gegen unendlich verkleinert werden können) konstruieren

Ist das Gleiche für die Oper möglich: Einheit Text, Einheit Wort, Einheit Silbe?

Matrix auf Text anwenden?

distinkte Abstufungen der Stimmfarbe (s.a. Bläser): warum nicht?

An irgendeinem Punkt Entitäten überlappen lassen, verschwimmen lassen, ununterscheidbar machen: Grenzen verschwinden lassen, auch wenn sie die KONSTRUKTION nach wie vor bestimmen.

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Abschnitt I

Anfang mit einzelnen, von Pausen getrennten Impulsen als Entitäten perfekt, um das Stück in Gang zu bringen und die einzelnen Parameter in Arbeit zu setzen.

Schauen, was kommt, und dann ändern.

Das möglichst lange Festhalten an einer Form von Material (mit internen Varianten) und schließliche Umkippen in eine andere Form von Material ist natürlich auch eine Form von Spannungserzeugung = Suspense. Ich halte es nicht mehr aus. Saugt Luft durch die Zähne ein.

Wie lange bleibt eine Variante eine Variante, ab welchem Grad von Veränderung kippt sie um in etwas Neues?

Auch Spieltechniken in der Zeit erfinden. Du musst nicht alles gleich am Anfang wissen. Teil der Arbeit, nicht der Vorarbeit.

Binnendramaturgie

Binnenvarianten

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Keep It Real

Was ist die Grundeinheit?

Matrix des Stückes zusammen mit dem Stück selbst entwickeln: Buchführung, Rechenschaftsbericht, Selbstkontrolle. Das Interesse ändert sich, der Fokus ändert sich, die bespielten Parameter ändern sich.

Es kann klare, es kann aber auch nur ungefähre, verschwimmende Formgrenzen geben. Einheiten können klar getrennt sein oder auch miteinander verschwimmen. Verschwimmende Formgrenzen müssen nicht den Charakter eines Prozesses haben. Ich schreibe gerade die Matrix für den Moment. Entscheidungen in der Zeit – am offenen Herzen operieren. Tatsächlich verschwimmen die Formgrenzen, wenn Parameter an jeder Stelle unabhängig voneinander ausgetauscht werden können. Es könnte sich herausstellen, dass gerade die Parameter, die gerade nicht bearbeitet werden, für die Form des Stückes am wichtigsten sind, weil sie unverändert bleiben und den jeweiligen Abschnitt zusammenhalten/seinen Charakter bestimmen.

Wie eine Matrix mit ständig wechselnden, voneinander unabhängigen Parametern schreiben?

Eigentlichkeit brechen. Who did it? Beethoven? Feldman? Spahlinger? Wenn etwas für etwas anderes steht, beispielsweise für ein Konzept, ist es dann uneigentlich? Intellektueller Gehalt.

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Entität

uneigentliche Musik = intelligente Musik?

Immer nur eine Veränderung oder Zahl der Veränderungen pro Wechsel eigener Parameter? Grad der Veränderung vs. Zahl der Veränderungen.

Wird ein Stück durch exzessive Vordisposition uneigentlich? Und ist das die Qualität, die wir suchen?

Mehr als 4 Veränderungen möglich d.h. mehr als eine je Ton/Aktion? Element = Aktion, d.h. Doppelgriff ist quasi 1 Ton.

Das würde aber bedeuten, dass der Veränderungs-Parameter quasi der führende Parameter ist, der nicht erweitert werden kann, sondern den gesamten Abschnitt/das gesamte Stück reguliert.

Könnte auch die gesamte Form regulieren – muss aber nicht: Form-Grenze könnte mit besonders hoher Zahl an Veränderungen zusammenfallen, könnte aber auch einfach Anwendung der Veränderung auf einen besonders wichtigen, bis dahin unveränderten Parameter bedeuten.

Wie gesagt, Parameter können auch ausgetauscht werden und so Formgrenzen markieren. DAS ist JETZT der wesentliche Parameter, das SIND jetzt DIE wesentlichen Parameter: Können ad hoc-Entscheidungen sein.

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zu einfach

Streichquartett Variantenoptionen Anfang:

wer spielt/wie viele spielen

Mikrotonhöhe/Nebentonhöhe/Tonhöhenwechsel

Spielweise/Abweichung von Spielweise

Geräuschhaftigkeit/Tonhaltigkeit/Abschattierung in der Instrumentation

u.U. rhythmische Abweichung innerhalb Homorhythmik/Abweichung von Homorhythmik

Tonhöhenverlauf, quasi Modulation, quasi Melodie

Tonhöhe muss schwierig zu erkennen bleiben: Ungenauigkeit der Wahrnehmung, Undeutlichkeit, Zweifel am Ohr, Nebenprodukt oder Hauptsache, Fehler oder Absicht. Dann überdeutlich, quasi Oktave.

stabiler Zustand/Verlauf/Prozess

Antiespressivo als Espressivo/Antipoesie/sehr lange kein gestrichener Ton/dann Ultraespressivo

Climax vs. Schnitt: Stabiler Zustand = retardierendes Moment = Climax? Mit Tempo und Dynamik unterstützen.

Quasi weiche Parameter, Parameter, die das Material modellieren, können aber logischerweise auch zu harten Parametern werden. Zwischen weichen und harten Parametern hin und herspringen, umschalten. Der Fokus ist immer der harte Parameter.

Dinge müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, um zusammenzupassen. Naivität der Überleitung, des Zusammenhangs. Satz als Satzteil. Umspringen als Form.

durchgehend einstimmig gedacht, Mehrstimmigkeit nur als Abweichung

jeder neue Parameter überlagert die alten Parameter und erweitert sie

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the year of the weird

Ausnahme/Einschnitt/Auslösendes Ereignis: Ausnahme wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, dies aber folgenlos bleibt, danach ist alles wie zuvor; Einschnitt wäre eine Überschreitung, an einer bestimmten Stelle sind wir plötzlich in einer neuen Umgebung, der Einschnitt ist eigentlich die Grenze zwischen dem Alten und dem Neuen; auslösendes Ereignis wäre, wenn an einer Stelle etwas passiert, und danach ist alles ganz anders, allerdings nicht wie das Ereignis selbst. Ausnahme und Auslösendes Ereignis sind kurze, begrenzte Ereignisse, der Einschnitt hat kein eigenes Material, sondern wird nur durch das Vorher und das Nachher definiert.

And then it’s oh-ver.

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over and over and over again

The Birds: Seriema-Herde.

Gone: Sanftes Handy-Brummen.

Rescue You: The Knife

Notbrot

Nuku Hiva

You better be

Discordance Axis

Infinite Jest

Tonhöhen verschrumpeln lassen, akustische Störungen, die nur noch als winzige Markierung wahrnehmbar sind. Tonhöhenabfall.

24 Töne plus: wipe out/reset. Vielleicht genügt das sogar zur harmonischen Strukturbildung. Einmal ganz durchzählen und dann von vorne anfangen.

C.S. Lee: Super Idee, einen einzelnen Namen flackern zu lassen. Alle anderen straight. Wie kommt es zu so einer Idee? Arbeiten, bis es stimmt. Bis es wirklich sitzt. Auf eine nicht ausrechenbare Art. Whatever it is I like it.

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If I ever had the chance again, I’d probably do the same.

Methode Aufzeichnung Erkenntnis: Viel kreative Energie fließt in das Ausarbeiten von Aufzeichnungssystemen, nicht für die Musik selbst, sondern für ihre Konstruktion. Wie stelle ich die Konstruktion, ihre Parameter, dar, damit ich mit der Darstellung möglichst direkt, intuitiv arbeiten kann. Manchmal denke ich, dass mit der richtigen Darstellung der Parameter schon die halbe Arbeit getan ist. Was natürlich so nicht stimmt. Aber erst dann kann die Arbeit wirklich beginnen. Und wenn die Darstellung geglückt ist, gibt es eine gewisse Sicherheit, dass die Arbeit nicht mehr missglücken kann. Allerdings: Ziemlich viele Darstellungsmethoden für ein einziges Stück notwendig. Besonders für DIESES. Erst wenn ALLE geglückt sind, kann die Arbeit beginnen. Ach ja, vielleicht noch das: Wenn die Arbeit erst einmal begonnen hat, sind auch Fehler willkommen.

Lustig, so daherzureden, etwas zu meinen, aber nicht wirklich zu verstehen: Aber da IST etwas! Ich sehe es ganz GENAU!

Was ist eigentlich mit den ganzen Mikroerkentnissen, wo du für eine Millisekunde ahnst, dass etwas so oder so sein könnte? Schreibt da jemand mit? Sind die für etwas gut?

Meinungen nicht als falsch oder richtig, sondern als Meinungen, also als etwas, das von jemandem gemeint wird, darstellen. Als eigenen Gegenstand, Realität, beschreiben. Was jemand meint, ist genauso Realität, also Gegenstand der Darstellung, wie der Gegenstand, über den er etwas meint. Tatsächlich kein Unterschied. Don’t judge. Wenn eine Meinung verworfen wird, ist dies auch wieder nur eine Meinung von vielen, ein Gegenstand wie alle anderen Gegenstände (Houellebecq).

Hipster und Anti-Hipster als Anti-Anti-Hipster: Grundsätzlich gibt es ja kaum etwas Dooferes, als Tristan für die beste Wagner-Oper zu halten, einfach weil es so offensichtlich und deswegen phantasielos/unoriginell ist – und so natürlich auch nur auf einer ziemlich primitiven Ebene stimmt. Trotzdem ist es hilfreich, wenn jemand von außen, ohne Bescheidwiss-Zwang, kommt und einen ganzen Film auf Tristan aufbaut. Zeigt, wie völlig bizarr dieses Stück ist und aus allem herausfällt, was wir unter Musik verstehen. Ein Musiker dürfte das niemals machen. Würde aber eben auch anders mit der Musik umgehen, sie raffinierter, indirekter, bescheidwisserischer, und deswegen uncooler einsetzen. Effekt fällt leider sofort wieder weg, wenn man es sich als normale Musik anhört – auch wenn es dann immer noch stimmt. Offensichtlichkeit, Direktheit oft hilfreich, aber nicht jedem erlaubt. Oberschlau geht gar nicht.

Spieltechniken als einfache Pedale, die einander überlagern: Feld von Möglichkeiten

Tristan als Totenhaus (Melancholia): Vielleicht würde die Tristan-Musik zu einem anderen Sujet viel besser passen. Musik der Verzweiflung? Musik der Trostlosigkeit? Schwärze. Aber Musik der Liebe? Und umgekehrt: Janácek viel zu harmlos für sein Sujet.

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Bin ich jetzt pervers?

Endlichkeit und Schuld: Selber schuld. Formalismus: Interessant, wie gerne wir uns diesen Schuh angezogen haben. Direkt übernommen.

Streichquartett aus Pausen: Kürzere und längere Abschnitte, durch kürzere und längere Pausen voneinander getrennt. Quasi Abstände der Sätze voneinander auskomponiert. Don Winslow.

Mesostichon: EGEGEFDFDECGEDGG

Parameter für Wiederholungen?
Parameter für Abweichungen?
Parameter für Einschübe?

Kurze Momente des Verstehens: Das Verstehen braucht einen Anlass, der zugleich seine Dauer bestimmt. Z.B. habe ich heute morgen einige Beethoven-Tracks (Mengelberg 1940, ziemlich super) gesplittet. Dabei ist mir zum ersten Mal wirklich klar geworden, wie Beethoven mit seinen Anschlüssen operiert. Dieses Verstehen hat aber nicht wesentlich länger gedauert als das Splitten selbst. Jetzt ist es nur noch eine Erinnerung. Natürlich kann ich erklären, nachvollziehen, untersuchen, aber das ist nicht das Gleiche. Lustigerweise kann man diesen Moment auch nicht heraufbeschwören: Wenn ich mich jetzt im Nachhinein mit einer Partitur hinsetze, um nachzuschauen, was da passiert, wird nicht viel mehr dabei herauskommen, als man in jeder Beethoven-Bibliothek nachlesen kann. Totes Wissen. Let’s float.

ficki ficki machen

scheiß Fieberkurven

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sometimes you win, sometimes you lose

frame: Alles, was gezeigt wird, sieht automatisch bedeutsam aus.

Konvention
Erwartung
Sonst würde man es ja auch nicht zeigen
Logik

Gottfried Eimer

sich selbst überlisten

Leyland Kirby: Synthesizer & Klavier
Bill Evans: Fender Rhodes

Immer 3er-Gruppen, auch wenn es keinen Sinn macht: Aberglaube, dass die Reihenfolge des Auftrags auch bei einer völlig regelmäßigen Oberfläche eine Rolle spielt. Dass die Aktion zählt. Aber: Eine Partitur ist kein Gemälde.

Der Beruf Promi bildet ja wohl die scheußlichsten Charaktere heraus, die sich vorstellen lassen. Das Problem dabei: Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass das Gegenstück dazu, der Bewunderer, weniger hässlich ist.

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Fahrtenschreiber

Protagonisten:

Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich
Ich

Nein

Wie immer

I don‘t know.
I really don‘t know.
I‘m sorry, I really don‘t know.

Auch interessant, wie Ideen entstehen und vergehen, wenn Leute in einem Raum sind und miteinander sprechen. Gespräch als Ideenproduktions- und Ideenvernichtungsmaschine.

Anal Cunt: Ganz lustig, quasi aus Witz zu sammeln, was provoziert, und daraus dann tatsächlich etwas Interessantes zusammenzubauen. Wenn das wirklich so wäre, wäre es ein gutes Beispiel für Intelligenz, die Unmittelbarkeit ersetzt, und dabei eine merkwürdige Ernsthaftigkeit zweiter Ordnung erzeugt. Es ist nicht wirklich zu entscheiden, ob es unmittelbar oder distanziert zu betrachten ist. Mal abgesehen davon, dass man etwas distanziert produziertes natürlich auch unmittelbar wahrnehmen kann.

Teil I: Absolute Diskontinuität
Teil II: Absolute Kontinuität

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Himmelserscheinungen

Schwarzblende – Weißblende – Farbblende: Wenn Schwarzblende Nichts ist, Abwesenheit, Auslöschung, reine Unterbrechung, wenn Weißblende Überintensität ist, in die Sonne schauen und deswegen nichts sehen, vielleicht aber auch Verblassen, Ausbluten, was ist dann Farbe? Stimmung, Atmosphäre, Emotion, Gegenstand, Wand, Tafel? Jedenfalls eher Etwas als Nichts. Jede Fläche könnte auch etwas bedeuten, überführt werden in Bedeutung durch Verknüpfung, aber das ist nicht der Punkt. Das Gefühl, wenn nichts mehr zu sehen ist und doch etwas da ist. Und klar eine Bedeutung, eine Funktion hat, die man eigentlich auch sofort versteht. Wenn es funktioniert.

Pulp, His ,N‘ Hers/Different Class/This Is Hardcore: Völlig over the top, ins Extrem produziert, alles in Großaufnahme. Habe ich damals gar nicht gemerkt, obwohl für mich This Is Hardcore wahrscheinlich sogar DAS Album der End-90er war. Ich glaube, ich habe den Pulp-Sound damals für ganz normal gehalten, eben genau richtig, habe damals alles voll ernst genommen, gar nicht überdreht, bin auch nicht sicher, ob es nicht tatsächlich so gemeint war, obwohl gerade musikalisch alles extrem überproduziert ist. Glaube nicht, dass das einfach so passieren kann, könnte ironisch sein, könnte aber auch einfach ganz weit aus dem Fenster gelehnt sein. Mit anderen Worten: Toll, Respekt, ganz große Oper.

Streichquartett: Tonhöhen nicht absolut setzen, sondern in Beziehung zu den Instrumenten, vieleicht sogar zu den Taktdauern. Möglicherweise nicht Instrumente, sondern Stimmen als führender Parameter, also Tonhöhen auf Stimmen auf Instrumente durch Taktdauer – oder so ähnlich. Das kann eigentlich nur heißen, Stimmen und Tonhöhen als je eigener, unabhängiger Parameter.

I‘m not well – well, who is?

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we go WAY back

Im Prinzip kontrolliert ja schon die Eingrenzung des zur Verfügung stehenden Materials die möglichen Veränderungen innerhalb eines bestimmten Abschnitts. Insofern müsste der Grad der Veränderung nicht unbedingt zusätzlich kontrolliert werden. Vielleicht könnte die Variabilität des Materials überhaupt als Grundparameter zur Kontrolle aller anderen Parameter eingesetzt werden.

Variabilität eingrenzen – verengen – stecken bleiben – I hear you – I feel you

0 Variabilität = Wiederholung

Dafür müsste allerdings tatsächlich im Voraus geklärt werden, welche Parameter überhaupt die Konstruktion bestimmen sollen.

Der Takt ist die Einheit, ganz klar.

Innerhalb der einzelnen Abschnitte je Parameter NIE wesentliche Veränderungen, damit die Abschnitte in den anderen Parametern deutlich werden können?

In der Regel tut man zuviel.

Nicht alles ausformulieren: Wo sinnvoll, Parameter frei lassen und nur Möglichkeiten je Abschnitt festlegen, damit Parameter in der Ausarbeitung aneinander angepasst werden können.

g/ä/v als erste Vorstrukturierung für ALLE Parameter? Auch dafür müssen aber erst die Parameter festgelegt werden, logischerweise. Oder eben gerade nicht: Abstrakte Vorstrukturierung, u.U. auch ohne Rücksicht auf Zeitverlauf.

Irgendwo hier, zwischen A und B, muss etwas passieren.

Etwas tun, was man nicht kann, ist auch eine Art von Verstellung.

sudden drop in temperature

Na dann streck dich mal ein bisschen!

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We have begun our descent.

Richard Youngs, Amplifying Host: Going in and out of phase with itself, quite beautifully. Use that.

It‘s a new situation.
Why? In terms of what?

Zahl der Töne
Dissonanzgrad

Nicht den Grad der Veränderung, sondern die Veränderung selbst bestimmen, dann soviel wiederholen wie möglich. Einfach ausführen. Don‘t think, just do it. Don‘t get …

überambitioniert

give up/gib auf: Lustig, dass manche Dinge einfach zu schwer zu denken sind, um ausgeführt werden zu können. Man kann sie denken, man kann sie sich vielleicht auch vorstellen – SO könnte es sein, DAS wäre toll – aber dann geht es nicht mehr weiter, die Ausführung übersteigt schon in der Detailkonzeption die individuellen Fähigkeiten. Egal, wie lange man daran herumprobiert, irgendwann muss man einsehen, dass man es nicht kann. Es geht einfach nicht. Und

Relax – it‘s only

a ghost

das dürfte schon besser sein würden

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Don‘t forget to register to vote.

You can‘t escape being yourself.

Das bist doch nicht Du!

Tonwiederholungen
Schwermetall
Intensität
Tremolo

Interesse definieren: Warum mache ich dies und das? Was interessiert mich daran?

Was interessiert dich denn daran? Verschiedene Formen von Interesse: Direktes Interesse, das, womit ich mich beschäftige, das, was mir gefällt, vernunftgesteuertes Interesse, ich muss mich damit beschäftigen, weil. Logischerweise Mischungen in verschiedenen Graden.

Denken

You crossed the border from lubricated to morose.

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This is – the …

Lichtblitz: Dauern Musik festlegen, Dauern Text festlegen, Schnitte festlegen, Material einfügen, Text applizieren.

zoom in/zoom out

Frequenzanalysen grundsätzlich linear/polyphon

Ausschnitt horizontal/vertikal, vergößern/verkleinern, transponieren, unregelmäßig versetzen (Tonhöhe/Dauer), ergänzen: Was könnte hier passiert sein, hätten wir gleich genauer hingeschaut.

Lichtblitz
Licht/Maurizio
Kolik
Zwei/2240: Song Cycle

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Tragik des Verschwindens

Gallimard: Alles muss gratis sein.

All das kann ich haben! Interessante Problemverschiebung: In dem Moment, in dem tatsächlich alles gratis ist, fällt die Begrenzung des Budgets weg, d.h. man kann viel mehr einsammeln, als man verdauen kann. Extrem schwer für den einzelnen Gegenstand, im Gedächtnis zu bleiben. Das meiste verschwindet auf der Festplatte. Zeit als letzte, nicht hintergehbare Begrenzung.

Könnte allerdings sein, dass man da handelt wie die Kriegsgeneration in Bezug auf Essen: Alles, was da ist, stopft man gierig in sich hinein. Möglich, dass eine Generation, die mit Download/Streaming aufwächst, da eine völlig andere Einstellung hat. Das würde heißen, dass das Sammeln komplett wegfällt. Außer Freunde.

Stimmungen: Großwetterlage, Kleinwetterlage, eine Woche Verzweiflung, eine Woche Optimismus, und über den Tag verteilt ups and downs, vieles natürlich an Realität gekoppelt (falsch gegessen, falsch angezogen, schlecht gearbeitet oder jeweils das Gegenteil), manches vielleicht aber auch nur zufällig, eben wie Wetter, in Bewegung. Oder hat alles einen Grund?

Urge Overkill: Dandyismus als totale Verlassenheit – toll! Mal sehen, wie die Neue ist.

I think I just finished a piece for string quartet.

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digitale Spuren

wieviel wovon?

stattdessen Räume definieren? wäre die sauberere Methode, würde aber bspw. Kontraste nur durch Zufall und nicht geplant entstehen lassen

auf der anderen Seite: klare und genaue Graduierung möglich

1-, 2-, 3-Schlag Takte etc. +/-

halbe Schläge können auf- oder abgerechnet werden

Notstand als Konzentrationszwang

Beethoven: Anschlüsse. How to get from here to there?

Just beam me up, Spock!

Greise aus der Schweiz

Yeah, nice.

Die Zeitmaschine ist die Struktur: Alles andere wird hineingefüllt.

Das Stück definiert sich selbst, je mehr je weiter es fortschreitet (rein technisch-faktisch). Mit jeder Veränderung wird mindestens ein Parameter festgelegt. Mit jeder Veränderung einen Parameter definieren.

Angstbestimmte, angstgesteuerte Programmpolitik: Wer nichts falsch machen will, macht alles falsch. Wenn es doch mal einen wirklich tollen Missgriff gäbe. Leider sind auch die Fehler völlig mut- und einfallslos.

In case you didn‘t realize: JEDES musikalische Fragment definiert ALLE musikalischen Parameter, auch die, an die Du noch gar nicht gedacht hast.

Plötzlich haben die Sachen wieder eine Dringlichkeit bekommen. Scheint wieder loszugehen. Ist doch super!

die meisten Menschen verschwinden

der Sinn

ferngesteuert, right?

ächz!

nur ich kenne sie

world on drugs

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Un prophète

Fine images, but not too fine. Almost not at all. Quite perfect.

Geniales Script. Allein das Schlussbild: Korsen, Italiener und Muslime warten auf den Propheten am Tag seiner Haftentlassung und wollen ihn jeweils für ihre Partei reklamieren. Er beachtet sie nicht und läuft, als ob nichts wäre, auf die Frau seines toten Freundes, die ihn ebenfalls abholen gekommen ist, zu, begrüßt sie, und geht mit ihr und ihrem kleinen Sohn zu Fuß los. Hinter ihnen sieht man, wie sich die großen Karossen der Clans in Bewegung setzen und ihnen im Schritttempo folgen. Ein Bild, das die Verbindung von absoluter Unschuld und totalem Machtanspruch in einer Person genial begreiflich macht, ohne auch nur im Entferntesten literarisch zu sein, also Informationen vorauszusetzen, die im Bild selbst nicht enthalten sind. Tatsächlich ist das Bild extrem unauffällig gehalten und schöpft seine Kraft allein aus dem Gegensatz zwischen der familienartigen Gruppe von Fußgängern im Vordergrund und den Luxuskarossen im Hintergrund, die dem Propheten mit ihrem Schritttempo ihre Ergebenheit bezeugen. Selbstverständlich dreht sich der Prophet noch nicht einmal um, um zu schauen, was hinter ihm vorgeht.

Komisch, dass es in manchen Situationen von Grund auf falsch ist, zu viel zu verraten, zu offen zu sein, und dass man sofort merkt, dass man einen Fehler gemacht hat, wenn man es tut. Es ist aber nicht immer im Voraus klar, wo die Schwelle liegt, die man nicht übertreten darf. Vielleicht geht es auch tatsächlich darum, das auszutesten, manchmal auf der richtigen und manchmal auf der falschen Seite zu landen. Warum nicht ein bisschen schämen?

Wenn man sich schämt, schämt man sich für das, was man getan hat, was man ist, oder für die Situation, in die man geraten ist, in die man sich begeben hat? Nicht immer auseinanderzuhalten, klar zu trennen.

Es ist gar nicht so, dass man unbedingt etwas oder jemanden verletzt, sondern eher, dass etwas nicht passt, und zwar gar nicht passt.

Feingefühl: Ein bisschen eben auch wie ein gutes Stück, in dem man die richtigen – und die richtig falschen – Entscheidungen getroffen hat. Spüren, ob etwas geht oder nicht geht. Ob etwas interessant oder nicht interessant ist.

Takt: Schläge zusammenfassen und Teilschläge einfügen.

Schläge variieren heißt ja eigentlich, dass sie einzeln gezählt werden müssen, isoliert bleiben müssen. Schläge zusammenfassen heißt, solange man nicht an starke und schwache Zeiten glaubt, dass der Schlag in die Dauer übergeht. Es sei denn, wir sprechen nur über Praktikabilität. Think of Beethoven.

Takt, im Gegensatz zu Schlag, könnte dann den Abstand zwischen Schlägen bestimmen, also Leerschläge beinhalten – einzeln aufgefasste Leerschläge machen wahrscheinlich keinen Sinn – oder die Dauer von Ereignissen oder Gruppen von Ereignissen bemessen. Ein traditionelles Verständnis von Takt als Zusammenfassung von starken und schwachen Schlägen nach vorgegebenem Muster, also Restitution von tonalen Taktmustern, macht keinen Sinn und müsste, wenn überhaupt, Thema sein, und nicht Vorbedingung.

I enjoy the area of view.

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Der Augenblick ist die Entscheidung.

Aktion:
P Pizzicato
B Battuto
T Tratto

Klangtyp:
S Stoppschlag
A Ausklingen
H Halten

1/6 = Schnitte
5/16 = Verzögerung

ist eben etwas anderes

Textur

gefühllos

Habe ich ein Problem mit dem direkten Ausdruck? Weiß ich zu genau, was ich wo haben will? Ist das Element der Entdeckung zu sehr eingeschränkt? Was würde passieren, wenn ich total offen lassen würde, wohin das Stück gehen soll?

Dafür bräuchte man allerdings eine Erfindungsmaschine, eine Konstruktion, die das Stück zusammenhält und das Material generiert.

Streichquartett: 1, 2, 3, 4

Strenge lockern, nicht mit Strenge anfangen, im Voraus festlegen, sondern erarbeiten. Nicht-Strenge wegarbeiten. Widerstand, nicht Arrangement.

Kunst soll unverständlich sein

pas la peine

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

Members of GUEST cannot leave comments.

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Volumen, gegliedert

zu lang

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal

viel zu kurz

3‘20“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 0‘05“

oder eben

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“ – 2‘00“

eigentlich am schönsten

Judd/Kasten: Funktioniert eigentlich wie Filmschnitt, die Kästen geben den Rahmen, innerhalb dessen sich das Geschehen sich ereignet, das Auge analysiert und bestimmt im Unterschied zum Film selbst Reihenfolge und Geschwindigkeit, wobei eine Grundreihenfolge durch die Anordnung der Kästen nahegelegt wird und die Komplexität des Inhalts die Geschwindigkeit des Wechsels von Kasten zu Kasten reguliert. Interessant ist aber der übergangslose Sprung von Kasten zu Kasten, der Weg zwischen den Kästen wird vom Gehirn quasi ausgeblendet, es sei denn, der Abstand wird fokussiert.

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im Zweifel

Unsinn muss immer möglich sein. Sinnlosigkeit muss immer greifbar bleiben.

Was ist eigentlich mit absoluter Regelmäßigkeit? Was spricht dagegen? Könnte ja, z.B., auf verschiedene Parameter angewendet werden. Takte, Tempi, Phrasierungen, Taktanzahl, Dauer, etc.

1/3 oder 2/3 aus 3:5 notationstechnisch nicht möglich; nur durch Tempowechsel fingierbar. Auf irrationalen Unterteilungen basierende irrationale Takte nur notierbar, wenn sich die zugrundeliegende Unterteilung auf die 1 (Ganze) bezieht. Schade, weil unflexibel: Kein freier Schnitt möglich. Es sei denn, Feldmanesk, Wiederholungszeichen in irrationale Unterteilungen setzen. Wiederholungszeichen als Schnitt also. Mit anderen Worten: Gar nicht so exzentrisch als Notation, tatsächlich einzige Möglichkeit, ein bestimmtes Ergebnis ohne irritierende Tempowechsel zu erreichen.

Mutter
Wiederholungen
Geschichten

Keine Unterteilung (nur auf die Eins) ist auch eine Unterteilung.

Alles improvisieren, einen Parameter nach dem anderen? Das hätte den eindeutigen Vorteil, dass es sinnlos wäre. Sinnlos und unbeherrschbar.

alles immer sofort vergessen

für den Zweifel

Passwort: dirty hands

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Streichquartett als Labor

Film: Fehlt mir einfach der Schnitt? Ist das nicht alles viel zu kontinuierlich? Ist Schnitt, Montage, nicht genau das, was meine Arbeit ausmacht?

Ja, das stimmt. Auch ein unmittelbarer Anschluss muss geschnitten sein. Jump-cut. Otherwise it‘s no fun. Und wie mache ich das deutlich? Letztlich nur durch Wiederholung bzw. Variantenbildung, die einzige Möglichkeit (außer Pausen, die aber entweder als Phrasierungshilfen oder als dramaturgische Setzungen wirken), Dinge voneinander abzugrenzen.

Und was ist das dann, wenn grundsätzlich ALLES wiederholt wird?

Die Serie. Eine Serie von Takten. Eine Serie von Modulen. Wann/Wo/Warum schlagen Eigenschaften um?

Prüfen. Anfang auf Wiederholungen überprüfen. In der Tabelle improvisieren. Ausrechnen lassen. Irrationale Takte immer Wiederholungen. Wiederholungen immer gleich Null.

I – 3‘20“ – 200 – 1100 – 18‘20“
II – 3‘00“ – 180
III – 2‘40“ – 160
IV – 2‘20“ – 140
V – 2‘00“ – 120
VI – 1‘40“ – 100
VII – 1‘20“ – 80
VIII – 1‘00“ – 60
IX – 0‘40“ – 40
X – 0‘20“ – 20

XI – 0‘10“ – 10 – 1000 – 16‘40“
XII – 0‘30“ – 30
XIII – 0‘50“ – 50
XIV – 1‘10“ – 70
XV – 1‘30“ – 90
XVI – 1‘50“ – 110
XVII – 2‘10“ – 130
XVIII – 2‘30“ – 150
XIX – 2‘50“ – 170
XX – 3‘10“ – 190

XXI – 0‘05“ – 5 – 2105 – 35‘05“

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Phänomenologie des musikalischen Materials

Einzeln – Zusammengesetzt
Leise – Laut
Schnell – Langsam
Pizzicato – Arco

Aber NICHT: Geräusch – Ton oder umgekehrt

Das Gleiche, aber ohne Vorbild. Im Grunde Nachzeichungen tatsächlich Fortführung der in Potemkin 1 begonnenen Materialkonstruktion.

a) Wie kann man Material zusammensetzen, ohne Spielfiguren zu benutzen?
b) Wie kann man Spielfiguren einen neuen Sinn geben?

Als Komponist interessiert mich nur notierte Musik. Musik, die nicht am Gegensatz zwischen Klang und Notation arbeitet, mangelt es an genau diesem Komplexitätsverhältnis. Es sei denn, sie wäre etwas ganz anderes, nämlich Pop, Welt etc.

Charms: Dub war Spielfiguren? Kaum zu glauben, aber wahr.

Streichquartett: Von der Menge des verwendbaren Materials her theoretisch total beherrschbar.

Totales Scheitern. What the fuck do you want?

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Überlappung

Jeder Parameter eine eigene Dimension?

Parameter-Gefüge als eine Art zellulärer Automat, allerdings mit chaotischen Regeln? Also offensichtlich kein Automat. Geschlossener, aber elastischer RAUM.

Grade der Veränderung: Kann alles sein, es geht nur darum, dass Veränderung stattgefunden hat – oder eben nicht.

Im Traum Zeitung gelesen: Der große Wolfgang Michael ist tot. Schönes Foto, kurze Notiz. Völlig geschockt. Über die vielen liegengebliebenen Projekte nachgedacht.

Parameter als Beschreibungskategorien. Je nach dem, welche Kategorien du auswählst, wird deine Beschreibung anders ausfallen. Je nach dem, wie deine Beschreibung ausfällt, wird dein Gegenstand aussehen. Besonders, wenn, wie hier, die Beschreibung die Vorlage für den Gegenstand ist.

Gegensatz zwischen Kategorien, die einen Zustand beschreiben – quasi eine Tatsache, eine Realität -, und Kategorien, die eine Veränderung beschreiben. Natürlich ist eine Veränderung auch eine Realität, aber wenn sie ausschließlich als Veränderung beschrieben wird, ohne Ausgangs- und Endpunkt, ist die Realität des Ergebnisses gar nicht, oder nur mit Mühe, ableitbar.

Im Grunde kann der erste Teil im Wesentlichen nur aus Einzelaktionen bestehen, der zweite im Wesentlichen nur aus zusammengesetzten, komplexen Aktionen. Um die Klangmasse zu artikulieren, zu bündeln, und um eine gewisse Kontinuität herzustellen. Was klar heißt, dass für den zweiten Teil andere Kriterien gelten müssen als für den ersten Teil.

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Den glücklichen Toten

Zwei Sätze:

I – II (attacca)

Möglicherweise Überlappungen, gegenseitige Bezugspunkte als Verbindung, insgesamt aber klare Gegenüberstellung als deutlicher Gegensatz.

Logisch: Parameter als Entwicklungslinien

Keine lauten Arco-Klänge vor II – dann aber sofort.

Tremolo als extreme Form der Klang-Perforierung: Großer Anteil an II.

Jeder Parameter erzählt seine eigene Geschichte.

Parameter als Kurve, von der dann distinkte Werte abgenommen werden. Wahrscheinlich Takte als Abnahme-Einheit, die selbst eigenen Parameter darstellt.

Nur den ANSCHEIN von Sprache erwecken (Konsonanten-Spitzen).

Wir denken, dass uns etwas verloren gegangen ist. In Wirklichkeit…

Mehr als beim Sehen entscheidet beim Hören die Aufmerksamkeit, was wir wahrnehmen und was nicht. Während wir beim Sehen den realen Blick ausrichten und scharfstellen, ist es beim Hören tatsächlich nur die Ausrichtung der Aufmerksamkeit, und zum Teil auch das Wissen um vorhandene Klänge, die unsere Wahrnehmung steuert. Deswegen kann auch ein komplexer Klang, der sich nicht verändert, im Zeitverlauf unterschiedlich wahrgenommen werden, indem wir unsere Aufmerksamkeit nacheinander auf seine verschiedenen Bestandteile richten. Blenden könnten eine musikalische Metapher für diese Vorgänge sein, wobei es in der Realität wohl eher so ist, dass wir uns bemühen, einen bestimmten Bestandteil des Klanges wahrzunehmen, und er dann plötzlich da ist, quasi wie ein Umkippbild, er aber nicht langsam in Erscheinung tritt. Ähnlich nehmen wir bei Blenden plötzlich den neuen Klang war, der langsam eingeblendet wird, und können dann erst die weitere Einblendung verfolgen bzw. die davorliegende Einblendung rekonstruieren: Oft ist es ja so, dass uns im Nachhinein klar wird, dass wir den Klang schon die ganze Zeit gehört haben, dass wir ihn aber jetzt erst bewusst wahrnehmen, ein bisschen, wie wir Sprache, die wir zunächst nicht verstanden haben, im Nachhinein rekonstruieren können, auch wenn sie nicht wiederholt wird.
Ausführen – Stehenlassen

Der Marschrhythmus als klarste und eindeutigste Rastrierung von Zeit.

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Be safe! Be safe! Enjoy your life!

Lustig, dass man sich mit jedem Stück ersteinmal die Nase blutig schlagen muss, um überhaupt rein zu kommen. Wahrscheinlich kann man die Anforderungen erst richtig einschätzen, wenn es wirklich weh tut. Sprich: Egal, wieviel Erfahrung man hat, man unterschätzt das Stück immer, man denkt, es müsste so, es müsste so gehen, das kann ja nicht so schwierig sein, bis man irgendwann merkt, dass es eben nicht um Ideen, sondern um Arbeit geht. Was nicht heißt, dass die Ideen unwichtig sind, wenn man Glück hat, kommt man am Ende zu ihnen zurück.

Enwicklung statt Veränderung:

Register
Lautstärke
Harmonik
Spielweise
Metrik
Gestik

Überlagerte Entwicklungen, die zusammenfallen, aber auch unabhängig voneinander nebeneinander her laufen können.

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Was ist die Geschichte?

Die Frage ist, wie man nicht-sprachähnliches Material zum Sprechen bringt, wie man die Entscheidungen durchsichtig hält, wie die Varianten gestisch bleiben, allerdings immer nur gerade so. Jeder Schritt muss eine Entscheidung, und nicht einfach nur eine Ausführung sein. Das könnte natürlich heißen, dass es gar kein Kalkül geben KANN, dass von Takt zu Takt komponiert werden MUSS.

Immer auch Phrasierungen andeuten. Phrasierungsähnlich, aber keine echten Phrasierungen (M.B.R.M.M.P.P.).

Ja, stimmt, ist eine Lüge, stimmt nicht, ist gar nicht frei, da ist nur der Takt, sonst nichts, und darin kann alles frei platziert werden.

Schlag als Einheit

von Schlag zu Schlag in Schlägen denken

Klar, man kann natürlich auch die Instrumente oder die Zahl der Instrumente im Voraus festlegen, die Frage ist nur, ob das was bringt. Das Problem ist, dass es im Moment so aussieht, als ob sich das Material tatsächlich aus sich selbst entwickeln könnte, dass die Parameter nicht getrennt behandelt werden sollten, ich finde nur, dass diese Arbeitsweise so wahnsinnig öde und eigentlich auch spießig, weil viel zu unmittelbar ist. Und ich glaube, dass sie auch dem Stück unweigerlich eine gewisse Drögheit gibt. Es fehlt dann die Härte, der Rahmen, die Genauigkeit, ist alles viel zu nett, zu schön, letztlich zu persönlich auf die falsche – nämlich dumme – Art.

Wie viel
Wie lange
Wie oft

Und warum?

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2010: Pathos und Traum

1. Abschnitt: Irrationale Unterteilungen nur für alle Instrumente gleichzeitig. Oder 3:5:7 isolieren.

1/4

3/16
5/16
7/16 (?)

1/3
1/5
1/7 (?)

3:4
4:4
5:4
7:4 (?)

3:3
4:3
5:3
7:3 (?)

3:5
4:5
5:5
7:5 (?)

3:7 (?)
4:7 (?)
5:7 (?)
7:7 (?)

Danach weißt Du mehr.

Jeden Abschnitt als eigenes, in sich geschlossenes Stück behandeln – das Ganze wäre dann eine Art Album? Sammlung von Liedern, die ineinander übergehen.

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Aufstand der Spießer

Sozusagen immer wiederholen – gar nicht verändern wollen, gar nicht woanders hin wollen, sondern durch die von außen vorgegebenen Veränderungen gezwungen sein, sich zu verändern.

Wiederholen Wiederholen Wiederholen

Immer wieder das gleiche Modul, immer wieder das gleiche Modul – das ganze Stück besteht aus einer einzigen Wiederholung – ohne dass man es merkt.

Man könnte auch sagen: Das Stück ist mit seinen Veränderungen identisch. Es gibt nichts anderes als diese Wiederholungen/Veränderungen.

Was willst du hier, was willst du dort?

Die Beschreibung ist mit dem Stück identisch. Oder: Die Beschreibung der Veränderungen ist mit der Beschreibung des Stückes identisch.

Man könnte auch sagen: Es gibt gar kein Material. Es gibt nur Eigenschaften.

Stuttgart 21: Mein Garten gehört mir.

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Analyse von selbstverständlichen Details

Wenn es nur einen Schlag gibt, und der ist auf die Eins besetzt, gilt dann der gesamte Takt als besetzt? Das würde allerdings heißen, dass die Dauer der Schläge auch bei gleich bleibenden Takten ständig wechseln würde. Dabei geht es nicht um die Notation, sondern um das, was wirklich geschieht.

Wenn der letzte Schlag besetzt ist, ist der gesamte Takt besetzt. Allerdings: Jeden Schlag kann man teilen, und wenn der letzte Schlag geteilt wird, ist er nicht mehr der letzte. Die Frage ist also eigentlich: Wo genau ist der Klang zu Ende? Wo beginnt die Pause? Und es wäre komplett naiv anzunehmen, dass die Notation dies genau genug angeben kann. Es sei denn, man würde die Notation wirklich genau darauf hin ausrichten.

Anders gefragt: Wann ist ein Impuls zu Ende? Man kann ja nicht davon ausgehen, dass er keine Ausdehnung hat, bzw. dass seine Ausdehnung gegen Null geht.

Immer 16tel als Grundeinheit nehmen? Tempi müssten dann entsprechend angepasst werden.

Ist ein durchlöcherter, perforierter Klang EIN Klang oder MEHRERE Klänge? Wo schlägt EIN Klang in MEHRERE Klänge um? Ist es eine Frage der Absicht, der Kontrolierbarkeit? Wenn das Stück diese Fragen stellt, müssen sie auch beantwortet, oder zumindest behandelt werden.

Bezug auf durchgehenden Schlag und Verschiebungen gegen durchgehenden Schlag als wesentlicher Parameter der Eröffnungssequenz würden durch Taktwechsel verloren gehen. Heißt das, dass der durchgehende 4tel-Schlag so lange wie möglich beibehalten werden muss?

Letztlich natürlich die Frage, wohin die Reise gehen soll und welche Stationen wir auf dem Weg ansteuern. Warum fühlt es sich so falsch an, mit Unterteilungen/Proportionen zu arbeiten?

Man müsste vielleicht doch wissen, worauf der Fokus liegt, entscheiden, welcher Parameter der Führende ist.

7:4: Siebenmal auf die Vier. Beschleunigte Viertel herausschneiden.

Wiederholungen immer als metrische Schnitte.

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Still talking about form.

Moralische Entscheidungen als ästhetische Entscheidungen: Wir tun etwas, weil es besser aussieht, weil es sich besser anfühlt.

Schlimmste intellektuelle Sünde: Arroganz – Der Glaube, dass man alles selbst am besten weiß. Der perfekte Verhinderer von Entwicklung und Fortschritt.

Knacksen – Anstellen – mitten im Ton

no nonsense score – don‘t try to be cute

die Regeln mittendrin ändern

Oder doch in Abteilungen denken? Eigenschaften zuweisen? In dem Fall wäre aber immer noch die Frage: Wie Abteilungen formalisieren, wenn es doch eigentlich keine Abteilungen geben soll? Klarer Unterschied im Übrigen zwischen Veränderungen, die das Stück in eine andere Umgebung bringen (also tatsächlich Abschnittswechsel), und kurzzeitigen Veränderungen, die sich sofort wieder zurücknehmen (als formale Akzente, kleinere oder größere Abweichungen). Da wäre nun die Frage: soll es einen angenommenen Grundzustand geben, zu dem das Stück immer wieder zurückkehrt, oder soll das Stück fließen, sich unmerklich verändern, vielleicht scheinbar zurückkehren, aber dann doch in eine andere Richtung weitergehen? Sounds very much like Formprobleme.

The generation of material: It‘s all about form.

EINE große Veränderung je Abschnitt, die NICHT beibehalten werden muss, z.B. Register, Klangfarbe, Zahl der Anschläge etc. Hier aber gleich die nächste Frage: Eine einfache Reihung von Ereignissen, Vorkommnissen etc. kann es ja nun auch nicht sein.

Es gelingt mir nicht, die Formalisierung zu denken.

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Tempo

absolute Dauer:

relative Dauer:

internes Verhältnis:

creating on the run

warum – wann – Veränderungen?

Flüssigkeit: Eine kleine Veränderung hier, eine kleine Veränderung dort, wenige größere Veränderungen, summiert aus kleineren Veränderungen.

Wenn es keine Wiederholungen gibt, gibt es immer Veränderungen.

Summation von Veränderungen oder wesentliche und unwesentliche Veränderungen: Veränderungen, die im definierten Feld bleiben, und solche, die aus ihm heraustreten. Entwicklung (wahrscheinlich immer quantitativ) oder Schnitt. Dass die Natur auf eine bestimmte Art und Weise arbeiten soll, kann kein Argument dafür sein, dass die Kunst auf die gleiche Art arbeiten muss.

Kann man Veränderungen einfach summieren (unlikely), oder ist es nicht so, dass es immer einen bestimmten Schritt geben wird, der alles verändert? Hier will ich dies, dort will ich das…

Kleine Veränderungen summieren sich, große Veränderungen schlagen direkt durch?

Im Grunde müsste man über das Maß der Veränderung (Anzahl der Veränderungen, Grad der Veränderung) und über die Art der Veränderung (welcher Parameter wird verändert, welcher Art ist die Veränderung) berichten. Das wäre aber ein überkomplexes, kaum überschaubares System.

Eigentlich ein bisschen wie aktueller Techno, das rauhe, schnelle, trockene Voranschreiten. Das heißt dann eben auch, nicht Form, sondern Entwicklung, keine festen Abschnitte, sondern Markierungen auf dem Weg. Nicht ganz einfach zu denken für einen Form-Fanatiker.

I‘m worried, Ade.
Everybody‘s worried.
But I‘m worried all the time.

Unterteilung

Sanaa

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An Irony-Free Production

This is so colossally retarded, I can‘t even say anything about it.

Can I kick it?

My job is being a pain in the ass. I enjoy that.

Kiss ass!

Arco einstreuen, damit Quartett Bögen nicht weglegen kann.

Verhältnis Geräusch (Rauschen)/Klang in Prozent

der Wechsel des Hauptparameters als eigener Parameter

oder: die Wechselrate als Parameter

Cosima von Bonin
Isa Genzken

Thomas Hirschhorn

The BIG Statement

geträumt: Oper als Symphonie

(re-) call and serve

M.D.: Let‘s watch him die. This is gonna be a great show.

Volkspalast
Vollspast

To please the world

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Arbeitsnotiz

Teil der Schönheit von Pop ist natürlich auch der Eindruck von existenzieller Pracht: Das Nicht-Sparen, Nicht-Festhalten, Nicht-An-Morgen-Denken, das Gehen-Lassen, Verstreichen-Lassen, Aus-Dem-Vollen-Schöpfen, die Arroganz der unbesorgten Selbstzerstörung. Die totale Verschwendung von Lebenszeit. Selbstauslieferung. Und damit logischerweise die Realität. Egal wie berechnend Pop auch immer sein mag, das kann man ihm nicht nehmen. Könnte man übrigens fast 1:1 auf die USA übertragen. Und komisch, dass wir das gar nicht haben. Und auch nicht hinkriegen können.

Ist ja furchtbar. Kann man ja gar nicht hinkucken.

2 x 1200:
1200 pizz.
1200 arco

Herman van San : Klingt ein bisschen wie Nierentisch. Aber gut. Ziemlich merkwürdige Unisoni.

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Wahrhaftigkeit und Konsequenz

Ein Instrument ist kein Speichermedium.

Keine Interpretation.

Text und Pause

Zwei

Nichts

Jetzt wird es nie wieder aufhören (zu bluten).

Gerüst – Gerippe – Maßwerk

wie doof darf man eigentlich sein?

Kolik: In die Schwärze

Alles neu. Alles anders. Am Ende ist alles egal. Logisch.

Wie Zugriff auf Text? Welche Parameter?

Geschwindigkeit
Verständlichkeit
Stimmklang
Dauer

Zahl der Tonhöhen je Silbe/je Wort/je Zeile
Tonhöhenrichtung
Lautstärke
Lautstärkeveränderung
Text-Pause

Viel natürlich im Voraus festgelegt – es sei denn, man würde wirklich radikal eingreifen: Nicht mehr auf den Text hören, nicht mehr an die Bedeutung denken, nicht mehr kooperieren.

Das Streichquartett nicht gleich komplett aufgeben: Die Bedingungen sind nicht identisch, und eigentlich auch nur entfernt ähnlich. Aber im Denken auf Streichquartett Bezug nehmen.

Meine Schultern brennen.

Was ist denn das für ein Gefühl? Würde mich mal interessieren.

Musikalisches Grundproblem: Reihenfolge. Lustige Idee, einfach Fragmente nach vordefinierten Kriterien an einem bestehenden Prozess aufzuhängen (Moguillansky). Aber natürlich auch Problemvermeidung.

Bei Leuten, die in ihrer Haltung suggerieren, dass es keine Qualitätsunterschiede gibt, kann man davon ausgehen, dass sie entweder tatsächlich Qualitätsunterschiede nicht erkennen können, oder dass es in ihrem Interesse ist, Qualitätsunterschiede zu ignorieren. Spricht in jedem Fall nicht für ihre eigene Produktion.

Beschissen formuliert.

Spätestens ab dem 2. Stock schwebt man. Gut dass der Boden hält.

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Zwei/2400

Die Stille.

Von der Zahl.

Über Vernichtung.

Kill!

0,00083

Ich bin bereit.

Neu: Von der Zahl, nicht von der Dauer ausgehen (auch Abschnittsbildung). Möglicherweise genaue Zahlenwerte nicht ZU ernst nehmen.

M.B.R.M.M.P.P.: Bläser als Begleitung. Streicher als Begleitung. Alles als Begleitung. Nur Hintergrund. Kein Vordergrund. Interessanter Befund.

I‘m quite impressed.

süß + salzig = sauer

Nicht zu sorgfältig sein!

Text als Sammlung von Objekten

aufteilen

rein vertikal denken?

Text als vertikales Objekt?

Abschnittsbildung durch Gewichtung von Veränderung

Allerdings: Wie vermeide ich dabei einen reinen Prozess-Vollzug?

objektbezogene Operationen

Jetzt wird es still.

Es wurde still.

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Jetzt neu

ernst, nicht ernsthaft – Einzelhaft

Die Laune des Schicksals: Selbst wenn du etwas am Instrument ausprobierst, weißt du nicht, kannst du nicht wissen, ob es sich heute so verhält wie morgen, ob du morgen die gleiche Entscheidung treffen würdest, die du heute triffst. Selbst wenn du den Vorgang beliebig oft wiederholen würdest, um den Entscheidungsspielraum einzugrenzen, wirst du niemals wissen, welche Entscheidung du morgen getroffen hättest.

That‘s how strong my love is.

I don‘t question that anymore.

Blasinstrumente: Auch deswegen eindimensional, weil sie keine vier Saiten haben. Nur ein Rohr, wenig echte Alternativgriffe, die mehr sind als eine einfache Abschattierung. Und selbst dann ist ein Alternativgriff etwas anderes, weniger folgenreiches, als ein Saitenwechsel. Eine andere Saite ist eine eigene Welt, ein anderer Griff ist nur eine Modifikation des identischen Luftstroms.

jetzt, in diesem Moment

Opferbereitschaft

let‘s see how strong it is

lang kurz
kurz lang

1 0
0 1

A B
A B

Einfachheit kann man nicht kaufen, kriegt man aber auch nicht geschenkt, kann man auch nirgendwo abholen, muss man sich, wenn überhaupt, erarbeiten. Einfachheit als Einfachheit ist zu leicht kopierbar. Original und Kopie sind nicht voneinander zu unterscheiden, weil das Material so einfach ist. Ich glaube, ohne Binnenstrukturierung oder irgendein anderes Gegengewicht ist Einfachheit nicht mehr zu haben. Obwohl es natürlich toll war, solang es ging – als noch nicht jeder wusste, wie es geht und dass es geht. Da ging es automatisch nicht mehr.

man hört den einen und sieht den anderen: beides vermischt sich

oder: man hört den einen und denkt an den anderen: der andere überdeckt den einen

schwarzer Heilbutt

SCHWARZ

gerade komplexe Strukturen 1:1 wiederholen, zum Beispiel anderer Stimme, auf anderem Instrument

Phantasie aus Phantasielosigkeit

Man merkt, dass etwas richtig gearbeitet ist, wenn es Unregelmäßigkeiten aufweist, die sich von außen nicht nachvollziehen lassen. Ob es möglich wäre, das nachzubauen, ohne jedes Detail einzeln durchzuarbeiten?

Formalisierung von Material – Rationalisierung von Arbeit

Kann ich bitte –

You can‘t –

So ist das also.

You don‘t see anything when you‘re walking on stage. There‘s too much light.

Spießiger Spast-Perfektionismus: Beste Archivierungsmethode suchen. Vielleicht wäre es doch besser –

Flucht
Flucht
Flucht

bitte nicht

niemals direkt
immer warten

Shed: ausgespart

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anna laura braghetti

O.k., also erstens, warum keine Wiederholungen von Rhythmuswerten, und zweitens, wie tabellentechnisch über Anzahl der Schläge = Anzahl der Werte hinausgehen.

Arbeit
Verfahren
Verfahrenstechnik
Technik

Zitat
Exzerpte
Stichproben

Material

Verfremden durch Formalisieren – Refamiliarisieren durch Aufführung

Die Idee des Kalkulierens ist das Vermeiden von Begründung – wenn der Kalkulus dies oder das sagt, brauchst du nicht mehr darüber nachdenken, warum du es machst. Kalkulus als Letztbegründung, sich selbst begründend, die keine weiteren Fragen erlaubt.

white trash, rich and poor

Bild/Abbildung vs. Konstruktion

dumm gleich böse – ist das so? I‘m not so sure.

Verformung gegen Verformung: glatte Oberfläche, der man ihre Konstruktion nicht mehr ansieht. Was wäre dann der Sinn der Konstruktion? Vielleicht, die glatte Oberfläche erst denkbar zu machen.

Wichtig ist dabei, auch im negativen Sinn, dass die Konstruktion RESTLOS verschwindet, dass nichts übrig bleibt, das auf sie verweisen könnte.

Einfachheit

Stockhausen: Perfektion aus Verzweiflung. Alles perfekt vorbereitet, doch es kommt niemand. Aber es hätte, wenn –

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Weil Du nicht weißt, wo Du landest.

Echte künstlerische Frage, lustigerweise: was ist ein Parameter, was ist kein Parameter? Die Frage, welche Parameter für ein Stück, oder für einen bestimmten Teil eines Stückes, wesentlich sind und welche nicht, ist absolut entscheidend für das musikalische Resultat. Wie weit muss man die Parameter aufteilen, unterteilen, wo kann man sie ohne weitere Differenzierung oder Staffelung verwenden?

Oder natürlich: die Vollständigkeit, das Ganze einfach abschneiden, kuppieren, es geht so weit, wie es geht, und das war es dann. Ich finde allerdings, das kann man nur machen, wenn man es wirklich ausprobiert hat, wenn man es wirklich entschieden hat, nicht, wenn es sich nur einfach so ergibt. Es sei denn, das wäre das Prinzip des Stückes. Und das wäre dann schon eine Vorentscheidung, eine im Voraus getroffene Entscheidung, die alle untergeordneten Entscheidungen ersetzt.

Andere Möglichkeit: ungefähr da. Genaue Werte ausrechnen, und dann sagen, ungefähr da muss es sein. Vielleicht die vernünftigste Vorgehensweise, auch, weil sie Spiel für Abweichungen zulässt und voraussetzt.

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2400 Objekte

60 x 40 = 2400

138 x 40 = 5520

+ Pausen

Pausen als Schwarzfilm

Where‘s the Einheit?

Actually, Pause, als Grenzen, Schnitt, Markierung

Vielleicht auch echten Schwarzfilm = Lärm

der dann das eigentliche Objekt ersetzt – zum Objekt wird – das Objekt wird zur Grenze

oder Rauschen – Flimmern – Bildschirm

Pause – Schnitt – IM Takt oder ZWISCHEN den Takten

Idylle – das retardierende Element schlechthin

In jedem Detail steckt eine Bedrohung – wenn man es richtig vorführt. Die Welt ist bedrohlich.

Verhältnis Objekt – Schnitt/Rahmen/Umgebung/Raum

logischerweise können auch die angrenzenden Objekte zur Umgebung werden – dann reiner Schnitt – funktioniert aber eindeutig anders als im Film

Kann ein Objekt auch mal extrem lang sein? Wieviel Binnenstruktur darf ein Objekt haben, wenn es ein Objekt bleiben und nicht in eine Reihe von gleichartigen Objekte umschlagen soll? Gar keine? Nun, ein bisschen hat fast jedes Objekt. Mikrovariation bei gleichartigen Objekten. Objekt kann Pause/Schnitt langsam ausfüllen – verschlucken. Dann könnte neue Pause/neuer Schnitt eingeführt werden. Der Schwarzfilm ist die Schwärze. Die Schwärze frisst das Quartett auf. Komplementär. Kein Rest. Am Ende bleibt nur die Schwärze übrig: Die Pause. Der Schnitt. Der Lärm. Die Zerstörung.

Das Frage-Antwort-Spiel könnte man auch als Methode, Grenzen zu ziehen, verstehen. Die Antworten trennen die Fragen voneinander und umgekehrt.

Verhältnisse Objekt/Schnitt: Ratio/Prozent

Schwarz/Weiß

Schwarzweiß

A Nightmare Hits Me

Register von M.B.R.M.M.P.P. übernehmen

M.B.R.M.M.P.P.: im Grund eimmer verzierte Einzeltöne, Verzierung als expressive Mikrogeste, sozusagen Geste und doch keine Geste, Belebung des einzelnen Tons

irrationale Takte in irrationalen Takten, so to speak, alles Verhältnisse

wenn man mitten drin ist, sieht alles ganz normal aus, später erfährt man, dass es das goldene Zeitalter war

es ist dann normal, wenn alle Platten plötzlich gut sind (1988)

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Buch der Richter

Euklid 4

Die Trennung als Regel, das direkte Anschließen als Ausnahme. Allerdings: Binnenstruktur zwischen den Trennungen, innerhalb der Blöcke. Frage des Maßstabes. Nicht immer die Schultern so hochziehen. Mit dem Trennen und Zusammenfügen spielen. Dafür Text ein perfekter Ort.

Viel zu viel Realität. So viel wollte ich auch wieder nicht.

Gitarrenartiges Halbflageolett, die bei vollem Niederdrücken der Saite resultierende Tonhöhe erscheint als Schattierung des Pizzicato-Geräuschs (Fleisch/Nagel).

Schwarzweißschwarzperiode: Schwarz Weiß Schwarz

SCHWARZ WEISS SCHWARZ

The honey is – ah, there she is.

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Streichquartett 2010

Ist es befriedigender, Dinge einzuführen, oder sie nebeneinander zu stellen? Was ist schmerzhafter? In der aktuellen Situation würde ich sagen, sie miteinander zu verbinden.

Re: Eigenwerbung ist Schwachsinn, Polemik dito

Das einzige, was sinnvoll sein könnte, wäre Dinge genau zu beschreiben und sie damit zu zerstören – oder eben nicht. Was der genauen, interessenlosen Beschreibung standhält, hat gewonnen.

Eine feste Position, die im Voraus feststeht, ist der Gipfel des Schwachsinns, weil es sie nicht geben KANN. Dinge verändern sich ständig, eine feste Position kann nur auf INTERESSEN aufbauen, also Erkenntnis vernichten.

Auf der anderen Seite:

Moe
Moguillansky
Lachenmann
Sciarrino
Xenakis

Baby 1:1 transkribieren und Sänger mit vollem Ernst – nicht theatral! – vortragen lassen

Akzent durch Verdopplung (Joy Orbison) – Klangstärke und Klangtiefe

Untrust: laute Akorde mit gegenläufiger Dynamik, möglicherweise Instrumentengruppen gegeneinander ausspielen. Möglicherweise Akkordfolge als Eröffnungsgeste, z.B. aufsteigend/absteigend 1 2 3 4 5.

Alles aus sich heraus motivieren, nichts für etwas anderes tun.

Das so lange wie möglich herauszögern könnte die beste dramaturgische Strategie überhaupt sein. Könnte allerdings auch übereffektiv sein.

Streichquartett könnte auch einfach aus zwei Teilen bestehen: einer Pizzicato, gedämpft, leise, einer Arco, lärmig, sehr laut. Beide sehr lang.

Untrust: Differenztonakkorde wiederverwenden, daraus Material ableiten – muss aber nicht sein. Untrue vielleicht doch mit Oktaven anfangen lassen. Auf jeden Fall Dubstep-Aspekte verstärken.

Lange Zeitabschnitte dramaturgisch UND als reine Dauern verstehen.

Eigentumswohnung

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things shift

Und was passiert auf dem Weg? Das wäre dann das Stück – und ein echter Weg, wie eine Geschichte.

Höhepunkt einarbeiten oder damit abbrechen lassen? Ein Höhepunkt oder mehrere Höhepunkte? Alle Höhepunkte gleich, ähnlich oder verschieden? Wie würde das dann aussehen? Wie ist das bei Antichrist? Auf jeden Fall klare, eindeutige Höhe-/Wendepunkte. Prüfen, wie sie eingebaut/eingesetzt sind. Nochmal wehtun. Nochmal wehtun. Nochmal.

Einfache Rhythmen. Primitivität. M.I.A. Vernichtung. Zerstörung. Destruktion. Hässlichkeit. Konzept.

Was tut mehr weh: In die Geschichte einbinden oder alleine stehen lassen? Ehrlich gesagt: In die Geschichte einbinden. Siehe Porno. Bitte, nicht schon wieder! Au ja!

Nie über etwas lustig machen. Distanz veboten, es sei denn als Konzept.

Sind Höhepunkte immer laut? Müssen Höhepunkte immer laut sein? Irgendwie schon. Negative Höhepunkte sind ja bescheuert.

Was du zeigen willst, das ist dein Höhepunkt.

Entlarvung. Wohl eher doch nicht.

Was wolltest Du mir zeigen?

Protokoll von Erkenntnissen, die nichts wert sind – weil Erkenntnisse nie etwas wert sind – besonders, wenn sie aufgeschrieben sind.

In der Beschreibung schon Fassungen enthalten, die man voneinander trennen könnte.

Prioritäten

Form

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Faith and Action

Was wäre wirklich eklig? Wo würdest Du kotzen?

Vom trockenen, gedämpften Pizzicato zum Glissando, per se ausgehalten, fortissimo, Doppelgriffe, Tonhöhenschleifen, sehr hohe Lage, Saite mit beiden Fingern fassen, sehr hoher Bogendruck, rhythmisch regelmäßige oder annähernd regelmäßige Figuren, quasi Motive, extrem laut, extrem hässlich, natürlich zum Steg hin, umschlagen in Tremolo, extrem laut, extrem penetrant, Figuren beibehalten, Wiederholen, Wiederholen, Wiederholen, aber keine echten Wiederholungen, sondern leichte Abwandlungen, die Idee der Figur wird wiederholt, tatsächlich etwas so doofes wie a-f-g-es-f-des (allerdings wahrscheinlich keine Tonwiederholung), stauchen, dehnen, aber diastematische Geste beibehalten, wie ein Gewitter, langanhaltend, schrecklich, so komponieren, dass es schrecklich bleibt, dass man sich nicht daran gewöhnen kann. Das als die beiden Extreme des Streichquartetts, dazwischen – vermitteln? Figur als Neudeutung von Untrue, vielleicht auch Möglichkeit, Untrue selbst umzudeuten.

M.B.R.M.M.P.P.: Schaben und dumpfes Klopfen im Hintergrund, alles Stoppschläge, auch Stoppschläge in Schaben übergehen lassen, kein neuer Ansatz (oder NUR so?), die wenigen ungedämpften Schläge als offensichtliche Ausnahmen, Ereignisse, Akzente, z.B. in Generalpausen plazieren, aber unauffällig, Rhythmus einfach halten, nicht zuviel machen wahrscheinlich nicht über die schon vorhandenen Unterteilungen hinausgehen, auf jeden Fall aber an sie anlehnen. Wahrscheinlich kleinste Notenwerte Achtel (für Schaben), vielleicht das schon zu kurz, also ziemlich entspannte, einfache Notation, insofern bestimmte (Sechzehntel-) Unterteilungen gar nicht möglich, es sei denn, es ist auch ein Sechzehntel-Anschlag im Takt vorhanden. Hier prüfen, ob Sechzehntel für Anschläge der richtige (und einzig mögliche) Wert, könnte auch zu schnell/zu langsam sein. Mit dem Ohr prüfen, rhythmische Gestik nachvollziehen.

Auch Hin-und-Her-Reiben! Aber kein Tremolo – oder doch? – wäre lustig.

OHM perfektes Beispiel – Partitur bestellen!

Tremolo – Schreddern – OHM

Tremolo als härtest mögliches Schreddern – muss möglich sein!

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Antiinformation

Naturalismus

Welterklärungsmodell

Can I have some Schrott, please?
Brother, you GOT some Schrott there.

Akzente platzieren: das soll dahin, das soll dort hin (Feldman über Xenakis), und dazwischen muss irgendetwas passieren. Frage: sind Abschnittsbildungen wirklich interessant?

Das könnte auch eine Art Storyline sein: von hier nach hier nach dort, etc.

Abschnitte: zur gleichen Zeit passierte dies, es hätte aber auch so sein können, viele Jahre später …

formale GESTIK

etwas anderes vermutlich, wenn zum Umschlag HINGELEITET wird

Momente oder Zustände

Verläufe/Prozesse oder Schnitte

enge, schnelle Schnitte, die Prozesse darstellen, oder weite, grobe Schnitte, die Zustände voneinander trennen

Was WILLST du hören?

Stasis vs. Prozess: Wenn eine Situation wiederkehrt, müsste sie sich verändert haben, sie müsste eine andere Qualität erreicht haben, auch wenn sie vordergründig (auf der Textebene) gleichgeblieben ist. Die Spannung müsste sich von Wiederholung zu Wiederholung steigern. Und dabei geht es nicht einfach nur um Varianten des gleichen, sondern um echte Qualitätsveränderungen.

z.B. Antichrist, Brücke: wenn du etwas vorher schon gezeigt hast, in einem anderen Zusammenhang (Traum), hat es bereits eine eigene Qualität, wenn du in einem neuen Zusammenhang (Realität) auf es stößt. Vorbereiten, Wiederkehren. Immer tiefer einsinken. Aber das ist nicht die richtige Metapher.

Was ist denn mit Stockhausen und Stammheimer, was passiert mit ihnen, während sie vor sich hin trinken und an Helga denken? Auf der anderen Seite: einen einfachen Prozess auf die offensichtliche Stasis des Textes zu legen, würde die Idee des Textes aufweichen und verfälschen. Es muss also um eine andere Qualität gehen. Schnittartig eine andere Qualität des gleichen entstehen lassen. Schalter.

Oder GEGEN den Text die reine Wiederholung. TEXT als Abweichung, nicht Musik.

Horrorfilm als Reise in die Depression. Macht Sinn: die dunkle Glocke senkt sich langsam über Dich, der Druck steigt. Nur: Antichrist ist wahrscheinlich der nüchternste, analytischste Horrorfilm ever. Vielleicht gerade darum: Er versucht, die Glocke zu zerstören, den Druck aufzuheben.

Angst
Fear
Despair
(Gynocide)

The Three Beggars
Grief
Pain
(Chaos Reigns)

The Three Beggars
Grief
Pain (Chaos Reigns)
Despair (Gynocide)

Untrue: mehr Atmosphäre, klanglich verdichten, schärfen, muss wehtun, muss die Stimmung von 2008 (Wire, Burial) besser wiedergeben

Streichquartett: vielleicht doch genauer überlegen, wo es hingehen soll, was der Plott sein könnte, vor allem, wie man VERLUST spürbar machen kann (Material).

Spielplan

Eisler – Weill – Xenakis

Wagner???

Was genau wäre ein künstlerischer IRRTUM?

Maurizio/Licht: Atmosphäre

Slow Motion – muss Slow Motion bleiben, andererseits, je mehr Vergrößerung, desto mehr Details. Bei realen Bildern aber Verhältnis zwischen Detail und Gegenstand klar, daher keine Überfüllung. Möglicherweise gilt das auch für tonale Musik. In atonaler Musik ist jedes Detail Gegenstand, daher bedeutet mehr Detail automatisch größere Dichte. Weiß nicht, ob man das dann leer lassen kann, oder ob man mit dem Dichtegrad leben muss. Dynamik könnte helfen, Dinge zusammenzufassen. Details leiser als Hauptimpulse, oder alles leise und so geeignete Atmosphäre/Stimmung erzeugen.

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The End of Shame and Sorrow

Maurizio: Vielleicht Cyrus und Clayton in Material einbinden, so unverbundene Kontraste entstehen lassen? Wäre eine Möglichkeit zu nicht gestrichenen, nicht Tonhöhen-zentrierten Klängen zu kommen. Warum muss, warum sollte Material in einem Stück miteinander verbunden sein? Warum wäre abgeleitetes Material besser als neues Material?

Warum können wir das Gelingen und Misslingen bei anderen selbst dann erkennen, wenn wir von der Sache wenig oder keine Ahnung haben, unsere eigene Arbeit aber so schwer beurteilen?

Streichquartett: nur kurze, perkussive Klänge, wenn gehaltene Klänge, ausschließlich aus kurzen Klängen entwickeln, natürlich auch Knarzen als kurzer Klang, aber vor allem verschiedene Arten von Pizzicati, col legno Schlagen und Streichen, eher schnell als langsam, viele Oktaven, Quinten, Oberton-Verbindungen, sonst aber Gegenteil von Frequenzanalysen, aggressiv, aber nicht laut, holzig. 14‘. Grundtempo Viertel = 132? Am liebsten alles oder fast alles homorhythmisch, vielleicht auch annähernd alles auf den Schlag, quasi Orchestrierungen eines Schlags.

Wo würde es eigentlich wirklich WEHTUN in der Musik? Antichrist. Gibt es das überhaupt/kann es das geben? Es geht ja nicht um Verfahrensweisen, sondern um das Resultat.

Tut es weh, wenn es laut wird? Einfache Extreme sind viel zu leicht umzusetzen um erschrecken zu können.

HOLZ

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Van Dyke Parks

Discover America
love it
groß

hat zum Teil auch etwas wie trockener, Hall-loser Dub
geil falsch

Streichquartett: Warum nicht mit einem Ton anfangen, ihn dann orchestrieren als Teil von verschiedenen Spektren? Könnte man auch als Witz behandeln, Vexierspiel.

Orchester als Ausdehnung der Stimme (Kolik)

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Teenage Zombie

Tonerkennbarkeit als führender Parameter, vielleicht auch Tonkontrollierbarkeit (Maurizio, Streichquartett): Untersuchung

Mazzocchi: ziemlich tolle Klangflächen, die er immer wieder einbaut, fast so eine Art Überwältigungsstrategie, aber auch die Zeit, die er sich für bestimmte Harmoniewechsel lässt, dadurch extrem klare Gliederung möglich. Natürlich auch epochentypisch. Dürfte auch mit der Akustik der damaligen Kirchen zu tun haben, funktioniert aber eben auch losgelöst davon, vielleicht sogar besser, weil unbeabsichtigt deutlicher. Vielleicht wäre es gar nicht so toll, wenn es Absicht wäre.

Back to Absicht

Gelb auf Weiß: Spiel mit der nicht lesbaren Schrift, reveal and hide, tut tatsächlich weh in den Augen, statische Anstrengung. Besonders lustig, wenn es dann faktisch und endgültig nicht lesbar ist, aber eben doch da steht.

I was once

Beethoven op. 132, Zweiter Satz: Oktavbewegungen als Instrumentation eines stehenden Klangs

1. Wiederholung
2. Variation
3. Verschiedenheit
4. Kontrast
5. Beziehungslosigkeit

Michael Thalheimers Inszenierung Liliom (Hamburg 2000) beginnt damit, dass der Darsteller der Titelfigur, Peter Kurth, etliche Minuten lang seitlich vor dem Vorhang steht und mit neutralem Ausdruck ins Publikum schaut und schließlich einige Male wie eine leblose Puppe mit den Armen schlenkert.

Orchestrierung von Schlägen zwischen Tonhaltigkeit und Tonlosigkeit, absoluter Klanglosigkeit, Halt, und Nachklang: Inszenierung des Tempos

I was a

Walked

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Transkription

Streichorchester

Maurizio

Streichquartett extrem laut die ganze Zeit press. wäre eigentlich eine geile Idee dann ganz tief in die Geräusch-Varianten-Kiste greifen. Grind Grind Grind. Die Saiten auf dem Griffbrett zergrinden. Aber auch ganz kleine Geräusche verwenden. Scelsi 5.

Das ganze Quartett ein einziges asthmatisches röchelndes Atemgeräusch Ein Aus Ein Aus

Glissando: Länge – Strecke/Dauer – Entfernung

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