Wirst du nie erfahren

lash out

h-moll Messe: Langes Stück, aber sicherlich keine integrierte Dauer. Kann eigentlich auch nicht so gemeint sein, da originale Aufführungssituation und Entstehungsgeschichte dem widersprechen. Dennoch würde man retrospektiv sicherlich davon ausgehen, dass hier an einem Gesamterlebnis gearbeitet wurde. Tatsächlich hört man aber eher Momente, Einsätze, Besetzungswechsel, die die Punkte markieren, an denen dramaturgisch homogene Passagen aufeinandertreffen. Wie hört man das? Warum hört man das? Wenn man das Stück bereits kennt, wird man zuerst auf die Interpretation achten, und dann wesentliche Punkte des Stückes mit seiner Erinnerung vergleichen. Aber was passiert darüber hinaus? Trägt die Musik durch das Stück? Trägt die Interpretation durch das Stück? Lernt man etwas Substanzielles über das Stück, wenn man es von Anfang bis Ende durchhört? Geht es vielleicht auch hier darum, zu verstehen, dass die entscheidenden Momente des Stückes von Material umgeben sind, das natürlich hervorragend durchgearbeitet ist, aber eben eher der Monumentalität des Stückes zuarbeiten, als ihm etwas grundsätzlich Neues hinzuzufügen? Allerdings kann man kaum sagen, dass diese Passagen eine dramaturgische Spannung aufbauen, dass sie zu einem bestimmten Punkt führen, an dem sie z.B. in etwas anderes umschlagen würden. Eher füllen sie tatsächlich die Zeit mit kostbarem Material aus, das irgendwann abbricht und neuem Material weichen muss.

Who is the public? They will be dead very soon. I don’t make public films. I make private films.

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Was wir gerne wissen wollten

Vorsicht: Rauschen nur im Piano-Bereich sinnvoll. Darüber nur Verzerrung von Tonhöhe, aber keine Gegenüberstellung von Rauschen und Ton möglich. Ausnahme (logischerweise): Pausen, also Hintergrund. Alle Pausen ausfüllen? Intensive Aktion mit sehr geringer dynamischer Effektivität. Müsste als Hintergrund wohl auf verschiedene Instrumente verteilt werden, also Vorder- vs. Hintergrund.

– Auf Grundschlag (und damit auch auf Takt) bezogen
– Auf Takt (aber nicht auf Grundschlag) bezogen
– Weder auf Takt, noch auf Grundschlag bezogen

Teil I/Teil II/Teil III? Oder wäre es dramaturgisch sinnvoller, den Takt am Ende wiederherzustellen? Neu/falsch zusammenzusetzen – scheinbar den Takt wieder einsetzen, in Wirklichkeit aber aus vielen Einzelschnitten eine taktartige Einheit ohne Takt- oder Schlagbezug herzustellen? Gleiche Gesamtdistanz, vielleicht sogar Distanz der einzelnen Schläge berücksichtigen, aber das Material gegen seine Herkunft einsetzen?

Festhalten
Isolieren
Wiederholen

Risikoanfang: Gute Idee

Kanon zwischen Rauschklängen und Tonhöhen: Röcheln/Atmen

Wohlfühlen: Wie eine Wohnung aussehen sollte. Bürgerliches Selbstbewusstsein. Auch Schutz. Z.B. vor Zweifel. Wie es richtig ist, und wie es falsch ist.

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Stimmt/Stimmt nicht

So einfach soll es dann doch nicht sein. Eher unglücklich, unangenehm, peinlich.

a past thought is not perceived,
a present thought is not perceived,
and future thoughts are not perceived.

eigentlich egal, ob es ein Fehler ist, oder nicht, oder sehe ich das falsch?

Actress: Zustand, stehen lassen, verdeckte Entwicklung, untergründige Dynamik

Was war eigentlich gestern noch mal? Wo bekommst du deine Informationen her? Brauchst du überhaupt Informationen? Für deine Arbeit?

Auch Arbeit kann eine Disziplin sein. Arbeit ALS Disziplin. Also so etwas wie ein Eigenwert.

Was man nicht lesen kann: Richtig geschrieben, aber dennoch falsch gelesen. Weil die falsche Assoziation stärker ist als die richtige.

Ausformulierung: Trägheit vs. Schnelligkeit

Paul Perry/Alamut: Das war’s, wiedergefunden.

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The art of Kunst.

Echt-Rost. Schöne Farbe.

Xiqu
Kunqu
Jingju

Brennt ein Licht.

Fromme Bitte: Lasst mich arbeiten.

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Sexualität ausleben

3/8 + 1/8
3/8 + 3/8
3/8 + 3/16
3/8 + 1/4

selbstvergessen

When one speaks of the aesthetics of film, with regard to the director of photography, we often blend great pictorial references: painters, great photographers… Obviously…  we can’t ignore them, but this is our work, with every shot we would consider the previous shot – it’s rhythm, the use of a pan, the speed of movement, in the case of a fixed shot, the speed of movement of the actors. The shot about to be filmed has to take into account the shot that will follow. And so on. Hence, there is a prevalent sense of rhythm in the general aesthetic balance of the film.

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Misslingen als Qualität.

Genau: Stumm

Wie würden wir uns unser Leben vorstellen?

Snapchat
Telegram
Whisper

Dann sammeln wir mal wieder.

all time favorites:

King Hu: A Touch Of Zen
Marguerite Duras: Les Enfants
Sam Peckinpah: The Wild Bunch
Kenji Mizoguchi: Les Contes De La Lune Vague
Friedrich Murnau: Sunrise
Johnnie To: Fulltime Killer
Kinji Fukasaku: Battle Royal
Abel Ferrara: New Rose Hotel
Claire Denis: L’Intrus
Orson Welles: Touch Of Evil

Und natürlich:

Jia Zhangke: Pickpocket

Ist nicht viel dazugekommen in den letzten Jahren, sorry. Vielleicht Holy Motors?

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pretty good privacy

Der Wunsch, etwas zu sagen. Etwas auszudrücken. Eine Weltsicht darzulegen. So wäre das. So hätte das gewesen sein können.

Alles ganz normal. Was würde darüber hinausgehen? Kann es überhaupt etwas geben, das darüber hinausgeht?

Routine
Disziplin
Bescheidenheit
Demut
Wut

Information: Macht es überhaupt Sinn, dass … Stimmt schon. Natürlich könntest du etwas finden.

Ist das aber wirklich so? Macht es wirklich Sinn, nach Zeichen zu suchen? Offensichtlich auch Gier, Zwanghaftigkeit, Ablenkungsbedürfnis. Könnte man ohne leben?

Zufriedenheit. Neugierde. Ein geglücktes Leben: Vielleicht gehört da der eklatante Fehler, die eklatante Schwäche auch dazu?

Horror vacui

Qual

Hölle des Schweigens

Ja, genau so, so sollte es sein. Das wollte ich … Das ist ja aber genau nicht so, wie es funktioniert. Der Mehrwert des Nichteinlösens, des Verfehlens, des Darüberhinausschießens.

Ist das heute noch so? Wäre es nicht besser, genau zu treffen? Exakt das einzulösen, was man (sich selbst) versprochen hat? Kann es immer noch um kreative Abweichung gehen?

Kurzzeitige Einbildung, dass man etwas versteht. Dass man etwas verstehen könnte. Dass es etwas zu verstehen gibt.

Dann vorbei.

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What a year!

Was war DAS denn? Chaotischstes Jahr EVER. Auch poptechnisch insgesamt eher deprimierend. Einzige echte Überraschung für mich Feldman, Violin and Orchestra, Widmann, HR Sinfonieorchester, Pomarico: Hätte nicht gedacht, dass es jemandem gelingen würde, die Intensität und den Extremismus von Paul Zukofsky aufzubringen, ohne ihn zu imitieren. Auch wenn das Ergebnis im Detail sehr ähnlich ist, wirkt es nie wie bloßes Nachspielen. Lichtblick im Popbereich Zomby, With Love, die sonst offensichtlich niemand mochte. Glasklare Wut. Sonst viel gut, wenig toll. Schade. Bin nicht sicher, ob das die Mühe noch lohnt. Schon das ganze Jahr nicht. Sicher. Eher Qual als Erkenntnis.

hors concours:
Morton Feldman: Violin And Orchestra, Widmann, HR Sinfonieorchester, Pomarico

lang:
01. Zomby: With Love
02. Oneohtrix Point Never: R Plus Seven
03. Jai Paul: Leak
04. Four Tet: Beautiful Rewind
05. Julia Holter: Loud City Song
06. Deniro Farrar: The Patriarch
07. Prefab Sprout: Crimson/Red
08. Autre Ne Veut: Anxiety
09. Rashad Becker: Traditional Music Of Notional Species Vol. I
10. Bill Orcutt: A History Of Every One
11. The Flaming Lips: The Terror
12. James Ferraro: NYC, Hell 3:00 AM
13. Donato Dozzy: Plays Bee Mask
14. Riccardo Donoso: As Iron Sharpens Iron/One Verse Sharpens Another
15. Dawn Richard: Goldenheart
16. Daughn Gibson: Me Moan
17. KA: The Night’s Gambit
18. Toshiya Tsunoda: ο κόκκος της ανοιξης
19. Fear Of Men: Early Fragments
20. Stara Rzeka: Cień chmury nad ukrytym polem
21. Alan Licht: Four Years Older
22. William Basinski + Richard Chartrier: Aurira Liminalis
23. Steve Mason: Monkey Minds In The Devil’s Time
24. Gunnar Haslam: Memesiak
25. Ill Professor: Wire & Air
26. Conforce: Kinetic Image
27. The Black Dog: Tranklements
28. Kaeptn Peng & Die Tentakel Von Delphi: Expedition Ins O
29. IVVVO: Occult
30. The Knife: Shaking The Habitual
31. blackoutbeach: Blues Trip
32. Phork: Entertainment
33. John Grant: Pale Green Ghosts
34. Hatred Surge: Human Overdose
35. TM404: TM404
36. DJ Taye: Just Coolin’
37. Run The Jewels: Run The Jewels
38. Touché Amoré: Is Survived By
39. Virile Games: Wounded Laurel
40. Glasser: Interiors
41. CocoRosie: Tales Of A Grass Widow
42. Earl Sweatshirt: Doris
43. Cloud Boat: Book Of Hours
44. Taku Sugimoto & Moe Kamura: Live In Saritote
45. Xiu Xiu: Nina
46. The Field: Cupid’s Head
47. Lawrence: Films & Windows
48. Phoenix: Bankrupt!
49. Ceephax: Cro Magnox
50. Rome Fortune: Beautiful Pimp

kurz:
Actress: Grey Over Blue
Joey Anderson: Above The Cherry Moon
Julio Bashmore & Kowton: Mirror Song
Calculon: Feel EP
Covered In Sand: Heaven’s Gate Suicide
∆ ∆: Skyway
Aaron Dilloway: Songs About Jason
Walter Ego: Heaven EP
Evans: No Way Back EP
George Fitzgerald: Thinking Of You
Troy Gunner: Masks/The Valley
Graze: Graze EP
Jaw Jam: The Truth
Lakker: Deathmask EP
Moiré: Never Sleep
Anthony Naples: El Portal EP
OL: Cover/Vertical Race
DJ Rashad: Rollin’ EP
Gerry Read: Crave Enjoy A Day Out
Recondite/Julien H Mulder: Shift 003
Dawn Richard: Whiteout EP
Rolando: D & N’s EP
Trade: SHEWORKS005
Umbra: Abrasive
Zacarocha: Use Me EP

mixtape/compilation

AHNNU vs. D/P/I: SHE WAS NO TAME THING
Arca: &&&&&
Demdike Stare: The Weight Of Culture
Steve Hauschildt: S/H
Nguzunguzu: FADEMIX004
Prostitutes: Used Illusions Pt. I & II/Blowing Up The Workshop
Levon Vincent: Little White Earbuds Podcast 149
Walls: Ecstatic
Wanda Group: A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO
Western Tink: Mobbin No Sobbin Presents The Rise Of Tinkavelli

Das war doch FURCHTBAR, oder?
Ja, GRAUENHAFT.
Das kann man wohl sagen.
Na ja, ham wa wieder was erlebt.
Ja, ham wa wieder was erlebt.

Oder auch nicht. Erinnerung: Wenn man sich nicht damit beschäftigt, muss man sich auch nicht daran erinnern.

PS: Gerade nochmal angehört. Wenn ich ehrlich bin, ist James Ferraro, NYC, Hell 3:00 AM doch wirklich toll. Fand ich jedenfalls heute. Eindeutig zu schlecht platziert.

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Ein glückliches Leben

Unbeteiligt: Frage wäre schon, wie wichtig es ist, an etwas innerlich beteiligt zu sein, um zu einem überzeugenden Ergebnis zu kommen. Ein mögliches Maß der Beteiligung ist natürlich die Menge der Arbeit, die im Ergebnis steckt, unmittelbar gekoppelt an die Sorgfalt, mit der das Ergebnis erarbeitet worden ist.

Wie ist das denn im echten Leben, ist es da gut, beteiligt zu sein, oder nicht? Es gibt ja beispielsweise so etwas wie ein persönliches und ein unpersönliches Mitleid: Ist eines besser als das andere? Man könnte annehmen, dass man etwas verpasst, wenn man nicht innerlich beteiligt ist, dass man nicht wirklich mitlebt. Auf der anderen Seite könnte man sich auch in der Beteiligung verlieren, in etwas aufgehen, das nicht unbedingt zu einem selbst gehört, sich darin verzehren. Ganz offensichtlich bei jeder Form von Leidenschaft.

Die Idee beruht nicht auf Beteiligung. Niemals? Könnte nicht der Idee die Beteiligung notwendigerweise vorausgehen? Kann man über etwas nachdenken, an dem man nicht in irgendeiner Weise beteiligt ist? Ist die Idee vielleicht sogar das Ende der Beteiligung? Dann hast Du es geschafft, dann bist Du darüber hinweg gekommen. Du hast das Problem gelöst.

Und jetzt das Detail, die Ausführung. Wirklich ohne Beteiligung, quasi automatisiert? Kannst Du das mal bitte hier rüber schaffen? Echte oder gedachte Assistenten helfen Dir, Beteiligung zu vermeiden.

Aber das muss doch -.
Nein, eben nicht. Damit hast Du gar nichts zu tun.

D.h., alle Entscheidungen müssen im Voraus getroffen werden. Oder, wenn das Ergebnis nicht befriedigt, noch einmal komplett neu entworfen werden. Der Herstellungsprozess als Zwang zur Nichtbeteiligung, als Zwang zur Konzeptualisierung.

Was ist dann aber, wenn die Details entscheidend sind, wenn die Details entscheidend sein sollen? Wenn ich mir etwas anschauen will, wenn ich eine echte Oberfläche sehen will, nicht einfach nur eine im Voraus konzipierte Farbe? Eine Oberfläche, die als solche interessant ist, nicht einfach nur als Einlösung ihrer Konzeption. Wenn ich das Objekt als Objekt, und nicht als Idee anschauen will?

Anschauen und weggehen, verstehen und vergessen. Wobei natürlich auch die Ideen-Malerei von der Spannung zwischen Kunstobjekt und Nichtausführung lebt, also sich letztlich auf ihre nicht eingelöste Oberfläche bezieht. Negation von Oberfläche, Automatisierung von Berührung.

Objekt mit Oberfläche vs. Objekt ohne Oberfläche

Mit dem Schlag vs. gegen den Schlag

Niemals am gleichen Tag nachschauen!

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Falsche Fährte.

Grotte Chauvet

Schlag gegen Schlag: Komponierter Schlag gegen realen Schlag.
Takt gegen Takt: Dynamischer Takt gegen realen Takt.
Schnitt gegen Schlag: Den Takt/die Geste aus dem realen Schlag herausschneiden. Mit den Takten den Grundschlag sezieren.

Immer wieder die Befürchtung, er könne zu den Abschlussprüfungen nicht zugelassen werden, weil er dem Religionsunterricht zu oft ferngeblieben war. Er hatte ihn höchstens ein oder zwei Mal besucht und deshalb nicht die geringste Ahnung, welche Gegenstände dort behandelt worden waren. Was die Sache noch schlimmer machte: Er hatte keine einzige Klausur mitgeschrieben.

– So, where’s the fun part?
– The fun part? Oh, that was long ago! Right at the beginning, where you didn’t pay attention.

zu einfach
zu direkt
zu wenig Widerspruch

Irgendwo muss rein kommen, was nicht passt. Der Widerspruch. Otherwise, you’re fucked.

Ein sich bewegendes Bild abtasten, sich mit dem Bild gegen das Bild bewegen.

Legen.

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allerdings/jedoch

Krieg 1: Lichtblitz: Licht a capella re-integrieren? Dann auf aktueller Ebene weiterführen. Neu: Streicherapparat erweitern. Streicher verdoppeln Chor, Bläser verdoppeln Streicher. Definitiv Schlagzeug/Klavier/Harfe dazu. Möglicherweise besser, als ich dachte. Viel.

Hallo, Prozess!
Hallo, Sebastian!

Stimmt, fehlt.

I don’t see
a fuckin’ thing

Chemnitz
Aue
Schnarrtanne

BL: Mechanische Variation

Mais
Bohnen
Kürbis

Irokesen sind schwindelfrei.

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Bedauern/Reue

at the same time

Natürlich hat jeder das Recht, ein Kleinbürger zu sein, und logischerweise gehört zur Stellenbeschreibung dazu, dass man es nicht weiß. Ich meine, wer würde denn ein Kleinbürger sein WOLLEN?

Wenn Du auf der richtigen Seite stehst, stehst Du automatisch auf der falschen Seite.

Solunt: Hund in der Totenstadt, merkwürdig zutraulich, merkwürdig vertraut. Alle Häuser tausendmal gesehen und durchlaufen. Angst.

Maurizio/Licht: Kurzes Rauschen am Anfang, Crescendo, oder Rauschen durchlaufen lassen, quasi als ständige Begleitung, kontinuierliche Übergänge zwischen Ton und Rauschen, auch horizontal, aber vor allem vertikal. Tonhöhen ins Ton/Rausch-Kontinuum setzen. Halo. Würde dem Original entsprechen, geht aber stark in Richtung Kitsch/wohlfeil.

Katastrophen (privat und öffentlich): Perfekter Anlass, darüber nachzudenken, wie etwas passieren konnte. Und zu verstehen, dass die Realität unser Vorstellungsvermögen bei weitem übertrifft.

Ok, let’s do it, let’s suffer. Der Ton.

Auch schön. Auch sehr schön.

Nachman Krochmal
Theophrast

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Klavierwand

Gandolfini

Haydn: Bisschen mehr Tapferkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Sich langsam verschiebender Abtastvorgang: Schnelle Bewegung, aber langsame Veränderung. Aufleuchten und Verschwinden. Quasi Wiederholung, dadurch Verlängerung. Harter Schnitt/weicher Schnitt, laut/leise, hell/dunkel, etc. WICHTIG!

nur antasten/berühren

Un film comme les autres: Tout se résume dans l’esthétique et l’économie politique.

Verloren & vergessen: Meinen Lieblingsblog der Nuller Jahre gibt es nicht mehr. Ich habe mir nicht gemerkt, wie er hieß, wer ihn gemacht hat, hatte ich ohnehin nur durch Zufall rausbekommen und mir nicht notiert, das Lesezeichen muss ich aus Versehen gelöscht haben, weil der Link tot war. Ist also komplett weg, verloren, nicht wiederholbar. Tolle Metapher für das Gedächtnis, einfach weg, so halt, keine Spur.

Cinéastes/Eric Borg: Glückliche Zeiten. Das Paradies. Die Erinnerung. In der Erinnerung.

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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BR

The Inuit Empire.

Super wichtig: Neue Dynamik-Notation

Lucien Fugere
Pol Plancon

Minhee Park: Triller als Brechung, Verzierung als zweite Stimme. Eigenes Tempo.

Tonhöhe vs. Dynamik

Mögliche Aufteilung/Schnitt 4/4: 8-0, 7-1, 6-2, 5-3, 4-4, 3-5, 2-6, 1-7, 0-8. Jeder Takt kann mehrfach/verschieden ausgelesen werden. Akkumulation von Teilstücken.

Vorschlag mit glissando/portamento: Ist doch eigentlich klar – bin ich eigentlich bescheuert? Schwerer Akzent – immer von unten. Von oben wahrscheinlich eher distinkte Tonhöhe.

Female Gagok: Gerader Ton, mühelos gehalten, scheinbar ohne Energiezufuhr – aber eben auch nicht ausklingend!

Maurizio/Licht: Pausen zusätzlich oder an Stelle von Musik? (Interessante Frage, auch über das Stück hinaus relevant.)

Hier ist die Liste
mit deinen Freunden
in der Reihenfolge,
in der sie gestorben sind.

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hellwach

Bedauern:
Hätte ich bloß …
Hätte ich bloß nicht …

Meistens winzige Kleinigkeiten, die man definitiv nicht kontrollieren kann, aber wahnsinnige Konsequenzen nach sich ziehen. Nicht einschätzbar, weil nicht bemerkbar. Nicht jede Mini-Entscheidung ist total durchdacht, würde aber vielleicht auch nicht anders ausfallen, wenn sie total durchdacht wäre. Intuition. Instinkt. Winzige Nebensächlichkeiten, die plötzlich eine riesige Bedeutung bekommen. Leben.

Ewiges Rätselraten: Der unbeirrbare Glaube, dass Dinge, die gleichzeitig oder kurz hintereinander geschehen, auf irgendeine Weise miteinander verknüpft sein müssen. Das wäre doch ein bizarrer Zufall, wenn das nichts miteinander zu tun hätte. Stimmt. Vielleicht. Nicht. Es ist halt einer der wenigen Anhaltspunkte überhaupt, die uns zur Verfügung stehen, um Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen: Räumliche Nähe. Zeitliche Nähe.

Schlagzeug müsste man doch eigentlich ganz anders einsetzen: Geräusch ja, aber es kann doch nicht sein, dass man immer nur die gleichen Rhythmus-Impulse zu hören bekommt.

Dynamik als Parameter wahrscheinlich unterschätzt. Hängt vermutlich auch mit der unbefriedigenden konventionellen Notation zusammen, die viel zu viel Raum auf dem Papier einnimmt, um eine exakte zeitliche Ausdifferenzierung zu erlauben.

Motette: Inuit Spiele, eigentlich offensichtlich!

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Le Freak

Alles leise, auch Kolik? Wäre zu einfach. Aber es geht ja erst einmal nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern um die richtige Antwort. Trotzdem. Würde funktionieren, wäre aber zu offensichtlich. So etwas wie ein billiger Trick.

Ich kann nicht aufstehen.

Nicht ausruhen in der –

Abrufbereit.

Merkwürdig, dass alles Lesen sich plötzlich, wenn es nicht ganz schnell geht, wie Zeitverschwendung anfüllt. Als ob man Zeit ausfüllen würde, fast absitzen, wohl auch, weil man schnell weiß, wohin die Reise geht, schnell versteht, dass die Ausbeute begrenzt sein wird, die Zeit aber unendlich lange dauert.

Der ausgearbeitete Text, der Essay, der wohlkonstruierte Roman, letztlich fast immer viel zu umständlich, ohne wirklich Grundsätzliches bereitstellen zu können. Auch hier natürlich Wallace, der das Problem komplett, und von beiden möglichen Enden, auf den Punkt bringt.

Das Suchen nach Brotkrumen, nach etwas Verwertbarem, etwas, das einen weiterbringt, eine neue Perspektive enthält, inmitten von einem Ozean von gepflegter Normalität, lohnt sich das wirklich? Ist das vielleicht sogar doch Teil der Jobbeschreibung?

I have no fuckin’ idea. Gehört das dazu? Das abchecken, verwerfen, nochmal anhören, löschen, sichern?

Selbstbetrug als Stellenbeschreibung: Ist halt viel angenehmer, immer etwas zu tun zu haben. Horror vacui.

wir wären gerne
wir müssten

Why would anybody listen to that shit?

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Aufweichung

– Das ist ja geil: Wird man einfach so älter!
– Krass, man stirbt wirklich!

Ich möchte DIES.
Ich will DAS.
Ich würde gerne –

stumm

eingebunden

Wundertüte vs. dichter Zusammenhang

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Kontrollverlust

Big Problem: Wie wollen/sollen wir leben? Was wäre, wenn wir alles auslassen würden, was nicht zu unserer Arbeit gehört? Würde das unser Leben verbessern? Oder sogar verschlechtern?

Bad choices. Quasi totale Uninformiertheit. Nur noch sehen, was zur Arbeit gehört. Lässt sich natürlich auch ziemlich schwer durchhalten. Nur noch aufschnappen, was sich nicht vermeiden lässt. Was wäre das für ein Leben? Auf jeden Fall das totale Antinetz. Wieweit wäre das sinnvoll?

Auf der anderen Seite: Inwieweit ist es denn sinnvoll, um jeden Preis Bescheid wissen zu wollen? Sich auszukennen?

Wesentliche Anschlussfrage: Kann das alles aus sich selbst heraus funktionieren? Was passiert, wenn man die Verbindung kappt? Letztlich: Gehört Information zur Arbeit oder nicht?

Im Prinzip natürlich eine Art Fachidiot als Konsequenz, ist ja völlig klar.

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Günstige Sterbehilfe-Vorsorge

Omar Souleyman: Geil krasse Ornamente, eigentlich gar keine Töne mehr, nur noch eine Art Glitzern (Streichquartett).

Zugebaute Komponierbude, zwei Keyboards, Computer, whatever, Komponist in der Mitte, präsenter Ort, aber nicht real. FÜHLT SICH ABER ANSCHEINEND SO AN ODER WAS?

Gegeneinander verschobene Mehrfachoktaven: Toll! Funktioniert immer, ist immer toll. Unbedingt auch haben (Nguzunguzu-Mix/Maurizio)!

Landschaft als Idylle: Festes, eingefahrenes Bild, ähnlich unsinnig wie Kindheit als Idylle. Trotzdem nicht völlig falsch: So etwas wie Unschuld oder eben Naturzustand der Brutalität, unverdeckt. Noch nicht wissen können, was auf einen zukommt. Daher ohne Vorsicht. Wissen, aber nicht verstehen. Positive Ahnungslosigkeit. Aber ganz sicher nicht und nie das schöne Bild, der friedliche Zustand, die ungetrübte Ruhe. Behauptet auch niemand? Doch, glaube ich schon, das ist das, was Landschaft als dramaturgisches Bild suggerieren soll. Tom Cruise. Schlecht gesehen, schlecht gedacht.

Streichquartett: Alles künstlich, alles mechanisch. Antimusikalische Entscheidungen. Alles abgekoppelte Einzelentscheidungen. Rücksichtslosigkeit. Z.B. Unterteilungen als eigener Parameter. Macht übrigens auch theoretisch Sinn: Taktkonstruktion/Zeitkonstruktion. Eigener Parameter für irrationale Takte? Why the fuck not!

Ganztaktige irrationale Unterteilungen: Eigentlich ja Taktschichtungen, Überlagerungen gleich langer, aber verschieden wertiger Takte.

Sainte-Colombe: Verdammt viel für fast nichts. Über-Vibrato.

Die Zukunft wird in der Provinz entschieden.

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Filed under Film, Form, Klassik, Maurizio/Licht, Pop, Uncategorized, ZWEI/2240: Song Cycle

Anschlussthema: Anstrengung/Übergang

Gnadenlose Permutationen, rücksichtslos.

Reicht das?
Reicht das nicht?

Was reicht?
Was reicht nicht?

Mal wieder: Dauern vs. Einsatzabstände (Streichquartett)

Zahl der Anschläge
Zahl der Unterteilungen
Art der Unterteilungen
Art der Dauern abhängig von Art der Spielweisen

Kartoffel/Ei: Merkwürdige Geschmacksähnlichkeit

Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten (DFW): Macht definitiv Sinn.

Entwicklungen, klein- und großformale Gesten: How the fuck could I forget that? Oper als statisches Feld, Raum ohne Bewegung. Wie kommt man davon wieder weg, ohne gleich bei Wagner zu landen?

Montierte Entwicklungen natürlich auch als SCHNITTE viel präsenter als statische Abschnitte: Kulminations-/Umschlagpunkt. Eigentlich hierdurch erst die Bestimmung eines bestimmten Punktes in der Zeit möglich.

Wahnsinns Rhythmus: Heirate, du wirst es bereuen. Heirate nicht, du wirst es auch bereuen. Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen. Entweder heiratest du, oder du heiratest nicht, bereuen wirst du beides.

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Filed under Dramaturgie, Essen, Form, Literatur, Montage, Oper, Stücke, ZWEI/2240: Song Cycle

Unabhängigkeit

Da müsste man ja bescheuert sein, wenn man keine Angst hätte.
Keine Angst: Wenn es ohnehin jederzeit zu Ende sein kann, wo ist dann das Problem?

Es müsste doch auch so/hier/überall gehen, es sollte eigentlich keinen Ort geben, an dem man nicht leben kann/will.

Blackoutbeach/Blues Trip: Muss man nicht mögen, ist aber überragend gesungen, besonders, wenn man die Details wörtlich nimmt.

Bizarre Tendenz, Dinge verschlampen zu lassen, wenn etwas zu Ende geht. Als ob es nur darum gegangen wäre, einen Schein aufrecht zu erhalten, der nun keine Rolle mehr spielt.

Auf der anderen Seite könnte es natürlich auch Sinn machen, seine Kräfte zu schonen und sich auf etwas Neues vorzubereiten. Es könnte ja tatsächlich sein, dass Ordnung, Zustand, Fähigkeiten nur für die aktuelle Situation relevant sind und bald keine Rolle mehr spielen werden. Warum sie dann weiter mühsam am Leben erhalten? Und wenn sie doch wieder relevant werden sollten, könnten sie ja wieder hergestellt werden. Also Status Quo nur so lange aufrecht erhalten, wie sicher ist, dass man ihn auch in Zukunft brauchen kann.

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Wrong

Bad Idea/False Thinking

Tonhöhen
Elemente
etc.
g
oder einfach so lassen?

WZ: Alles immer sofort erledigen.

Unterstreichen
Vereinfachen
Isolieren

Gewänder als Erzählmedium
Muster vs. Darstellung

Was macht eigentlich Uh Young Kim?

Orte: Organ of Corti/L.A.
Entscheidende Frage: Wie/wo wollen wir leben.

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Schuld

ruhiger lauter werden, kälter, dafür aber grausamer

Politik nicht unbedingt als die Kunst der Lüge, sondern eher als die Kunst der Schamlosigkeit: Dass man sich nicht dafür schämt, dass alle, und zwar wirklich alle, wissen, dass man lügt. Und gleichzeitig natürlich immer der Zwang, zu liefern, die Notwendigkeit, mit den gegebenen Ressourcen möglichst viel der eigenen Interessen, des eigenen Programms durchzusetzen. Strategisches Denken und Verhandlungsgeschick, oder einfach nur genialer Machtinstinkt, der ohne echte Schamlosigkeit, hier vor allem die Bereitschaft, die eigenen Ziele unter allen Umständen durchzusetzen, eigentlich nicht denkbar ist. Die Ziele sind so wichtig, dass die Mittel der Durchsetzung letztlich keine Rolle spielen. Und das bedeutet noch lange nicht Bosheit, sondern eher vollständige Abwesenheit von Schönheit, Stil und Moral. Die Moral ist das Ziel, das Ziel ist die Moral, sonst nichts.

1C6
2B4
3A4
4D1
5A6
6B4
7B2
8B7
9A7
10B2

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jedem Jugendtrend hinterher

Ich weiß noch nicht einmal mehr genau, ob es gestern oder vorgestern passiert ist. Aber doch, es war gestern, nachdem ich lange Zeit gewartet hatte.

Interessant, wie viel geschieht, auch wenn nichts geschieht. Und zwar noch nicht einmal Innenleben oder sowas, sondern einfach nur Handlungen, alltägliche Verrichtungen, Nachdenken, Lesen, Arbeiten, Nachschauen – eine eigene Welt, voll ausgestattet, letztlich völlig normal und nüchtern. Unvermeidbar.

Übertriebener Ehrgeiz auf der einen Seite, gähnende Langeweile auf der anderen. Is that it? Vorsichtige Beharrlichkeit: Das kann es ja wohl auch nicht sein, oder?

Wäre allerdings immer noch die Frage, was erwarten wir von einem Stück? Soll es knallen? Muss es knallen? Oder kann es seine Intensität wo anders her holen. Geht es auch ohne Intensität? Was wäre dann das auslösende Moment, letztlich der Kick?

Nicolas Boetsch: Because that’s what’s art for, to be happy and to do what you want to do.

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stumm

Zu kurz/zu lang

was dir wichtiger ist
auswählen
weglassen

brauchst du überhaupt noch etwas?

die Zeit, in der man etwas NICHT konnte
Aufgaben stellen, die man nicht bewältigen kann
das Nicht-Können produktiv machen
das Beherrschte ist zugleich auch das Langweilige

nicht am Anfang
nicht am Ende
und nicht aufeinanderfolgend

ich mag DIES,
ich mag DIES,
und ich mag DIES

DAS gefällt mir,
DAS gefällt mir,
und DAS auch

kälter, Kälte, viel mehr Kälte

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Einwürfe

Anschaulichkeit

alles nochmal prüfen/überdenken

Nacktheit
Kitsch
Behauptung

Wo bist du?
Wer bist du?
Warum bist du so traurig?

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Ausschließlichkeitsanspruch

wäre ja doch schön, wenn es noch etwas anderes gäbe, nicht einfach nur

das perfekte Produkt

können wir das noch irgendwie ein bisschen stören, bitte?

Eine rein musikalisch motivierte Geste könnte auch eine Störung sein – plötzlich weg vom Text, und zwar nicht etwas wie über den Text hinaus gehen, sondern tatsächlich etwas anderes, während die Musik bis dahin eng am Text entlang gefahren ist. Plötzlich ein viel zu langer Ton, eine viel zu lange Phrase, die innerhalb des Textes, innerhalb seiner Silbenstruktur überhaupt keinen Sinn ergibt, die den Text nicht transportiert, sondern letztlich unterbricht.

Gute Idee!
Ja, finde ich auch.
Na ja.

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non-music

Eins
Zwei

Vesuv
Ätna

wie heißen die denn?

Viele

– Dann ist das wohl falsch.
– Na ja, wenn das falsch ist,

dann muss das wohl falsch sein.

wie wenn/als ob – man sich einen Finger in den Hals stecken würde

wie gesagt:

Husten
Räuspern

Stören

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Theorie der Form

I. Das Urteil
II. Die Entscheidung

I wouldn’t have it any other way.

Einen einfachen, gehaltenen Ton würde man wahrscheinlich nicht als Geste bezeichnen/verstehen, es sei denn, er wäre besonders lang oder würde innerhalb seiner Umgebung auf andere Art besonders auffallen. Er ist kein Statement, sondern Normalität. Geste auch auf den Körper bezogen eigentlich immer eine Bewegung oder eine betonte, isolierte Haltung. Glissando als die offensichtlichste aller musikalischen Gesten/Bewegungen. Dynamische Bewegung: Crescendo/Decrescendo eher als laut/leise, leise/laut, also eher die kontinuierliche Bewegung als die plötzliche Veränderung.

Plötzliche Veränderung eher Präsentation als Geste. Eher in der Wiederholung als Geste wirksam. Tonfolge weniger dynamisch, also weniger gestisch, als Glissando, schnelle Tonfolge/Fioritur deutlich gestischer als einfacher Tonwechsel. Melodie ist ja wohl keine Geste – was ist sie dann? Ein Gegenstand? Ein Objekt? Etwas, das nicht im Detail, sondern als Ganzes zu uns spricht. Es gibt keine atonalen Melodien, nur Lookalikes, Nachahmungen, etwas, das uns an Melodien erinnert.

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Elvis Hitler/Bling Ring/En Vogue: Back to Life, Back to Reality

was macht der denn da?

ich meine, das

da hat sich ja offensichtlich irgendetwas verändert

Nebenmelodie

ppp/ppppp

Grunzen
Stöhnen
Räuspern

Liegetöne

die Figur
Hirn
Flüstern
Sprechen

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Punk

das ist ja lange her – was war denn los?

irgendetwas hässliches

irgendetwas mehr
es müsste
irgendetwas, was weh tut

zu einfach
zu direkt
zu sehr Figur
zu wenig Distanz

wie eine Gegenfigur
ein Schatten
sich selbst begleiten
brechen

kann nicht einfach nur

Rubato-Identität
Körpergeräusche
Brummen

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Beschwerden

I don’t even know if I’m

I don’t even know if I

Yeah, let’s –
Super Idee –
Super Idee –
Let’s -.

Begleitung – ganz was merkwürdiges, besonders, wenn sie wirklich nur stützt, nur die Harmonik und vielleicht ein bisschen das Metrum andeutet.

A SLAB ABOUT HOW ELSIE DIED AROUND A MONTH AGO: Wäre doch toll, diese Art von Geräusch auf ein Keyboard zu legen. Oder wären das dann zu sehr feste, in ihrem Verlauf wiedererkennbare Samples? Müssten sie bei jedem Abrufen neu moduliert werden, oder komplett neue Samples der gleichen Familie sein?

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Scherzen

Was wäre denn, wenn die Instrumente einfach etwas ganz anderes machen würden? Tonhöhen und Register, rhythmisches Verhältnis zu Stimmen entsprechend Planung, ansonsten aber völlig frei eingesetzt.

Nur warum/wie genau?

Material Stimmen/Instrumente: g/ä/v?

Wäre interessant mit Vorgreifen/Nachgreifen. Dann müssten die Phrasen wirklich fest und eindeutig zugeordnet werden (Anfang/Ende/Überschneidung).

Schlagzeug: Auch unbestimmte Instrumente den Registern zuordnen? Dann müssten Instrumente und ihre Register im Voraus ausgewählt/zugeordnet werden.

Was bedeutet das eigentlich genau, wenn man etwas als unsinspiriert bezeichnet? Ist es einfach nicht gut genug, fehlt ihm die Intensität, hat es keinen Fluss, wirkt es zu sehr erarbeitet? Geistlos, ideenlos? Es fehlt die Überraschung, das Besondere. Der Punkt, an dem es in etwas Neues, Eigenes umschlägt.

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Blumen/Kleid

Modell 3 für Stammheimer/Stockhausen/Heidegger oder Chorszenen? Matta Clark vs. Parlando. Das würde heisen, dass Trio und Chor auseinander genommen und neu zusammengesetzt werden müssten. Synchrone vs. Asynchrone Passagen.

still
sanft
in sich gekehrt

langsam, weitgespannt

Schrei-e Schrei-e Schrei-e Schrei-e
Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge Schlä-ge 

absolute Kontinuität
ununterbrochenes Klangband

Duette vollständiger Gegensatz zu Terzetten

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die Sorge um sich

yes, sure

Man denkt, man kann etwas nochmal so machen, wie man es schon gemacht hat. Vielleicht hofft man es auch. Ist aber nicht. Geht überhaupt nicht. Ist genau das, was gar nicht geht. Soviel zu: Etwas gelernt haben. Vielleicht ist das eine Bedeutung von Personalstil: Das abarbeiten, was man gelernt zu haben glaubt. Und was danach übrig bleibt.

quäl dich!
mach ich doch!
das nennst du quälen?

nur gestimmtes Schlagzeug? dadurch eine Art Kontinuität erzeugen? möglicherweise Brüche nicht durch Instrumentenwechsel, sondern durch Registersprünge erzeugen?

reiben
streichen
oder einfach an/schlagen?

Die Instrumente sprechen zusammen mit den Stimmen, nehmen den Sprachgestus vorweg oder lassen ihn nachklingen. Das wäre eine Sichtweise und eine Begründung.

Das Gegenteil wäre ein rein instrumental gedachter Satz, in den die Stimmen eingepasst werden.

Dritte Möglichkeit: Instrumentaler und vokaler Satz, unabhängig voneinander konzipiert und ohne nachvollziehbare Synchronisation übereinandergelegt.

Werfen
Nochmal werfen
Nochmal werfen
Bis es dir gefällt
Bis du zufrieden bist

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Terzinen

(Nach H. Zengler)

Und manchmal steht dein Ich im Raum von Bühnen,
Wo Spieler eine Wirklichkeit gestalten,
Die dich erinnert. Und in ihren Mienen

Und Gesten und wie sie Gewänder halten,
Triffst du das Eigne als das Angeschaute
Und siehst dein Wesen: Volk aus einem alten

Moriskenstück, das nie ein Dichter baute.
Du spielst und folgst dem Spiel und mühst dich reiflich.
Dann fällt mit einem sonderbaren Laute

Der rote Samt. Und gar nichts war begreiflich.

Für H. Zengler,
Luckenwalde, 12.9.1972

Peter Hacks

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um Gottes willen nicht so rumeiern, bitte

es interessiert mich gar nicht
es ist überhaupt nicht, was ich will

Pause/Pause/Pause/Pause/Pause/Pause: Keine Kontinuität (Vorspiel)

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ESCHEW SLOTH

Ludwigslust
Wittenberge

einfaches, schlichtes Stück: warum nicht einfach komplette Verdopplung (mal abgesehen davon, dass die Besetzung das nicht hergeben würde)?

Angst
Entschlossenheit
Demut
Bescheidenheit

Begleitfiguren: Don’t forget. Wäre doch eigentlich auch toll.

Stimmt.

Zeitüberbrückung

Stimmt.

komplette Indifferenz

Stimmt auch.

schnell, in Einem durch

Stimmt.

some live, some die – ist das unfair? ist das unfair, dass das nicht unfair ist?

Stimmt nicht.

Ich habe es genau gesehen, doch jetzt finde ich es nicht mehr.

Stimmt.

Zeitraffer
Zeitdehnung

Ja, stimmt.

Tier/animalisch

Stimmt.

darkness/light

Stimmt auch.

black
white

Stimmt.

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Rücksichtslose Stimmführung

Quasi durcheinanderreden.

g: Anfang und Ende synchron, dazwischen Abweichungen möglich. Quasi Block.
ä: Silbenüberschneidung
v: Wortüberschneidung

Staccato/Portato/Legato/Verbindungen & Aufteilungen

Stimmen und Instrumente immer gleiches Material? Wäre dann eindeutig von den Stimmen und damit vom Text bestimmt. Hätte den Vorteil, dass Stimmen und Instrumente klar und eindeutig aufeinander bezogen sind, die Stimmen führen und die Instrumente begleiten. Würde auch die zeitlichen Verhältnisse zwischen Stimmen und Instrumenten, die Zuordnung, eindeutig klären.

Könnte man als langweilig ansehen, würde aber auch den ziemlich unangenehmen Aspekt von Ausdeutung aus der Begleitung nehmen. Begleitung ist quasi ein technischer Vorgang, der die musikalische Struktur erweitert, aber keine eigenständige Schicht darstellt, sondern die vorhandene Schicht stützt. Quasi eine komplexe Vortragshilfe.

Die einzige Musik, in der dieses Verhältnis anders definiert ist, ist ja im übrigen tonale Musik, die das Verhältnis zwischen Melodie und Begleitung harmonisch definiert. Alle ähnlichen Verhältnisse davon abgeleitet. Klar, dass wir solche Musik nicht mehr schreiben, auch dann nicht mehr schreiben könnten, wenn wir tonale Musik schreiben würden.

Mittelalterliche und Renaissancemusik 100% homogen in Bezug auf das Verhältnis von Stimmen und Instrumenten. Erst wenn die tonalen Verhältnisse geklärt sind, kann eine gewisse Heterogenität entwickelt werden, die dann instrumentale Textausdeutung zulässt.

Gleichzeitig bekommt das Material dadurch, dass es von den Stimmen mit Text in die textlosen Instrumente überführt wird, eine neue Bedeutung, auch dann, wenn es sich um eine instrumentale Variante, eine instrumentale Imitation handelt.

Gefühlsmäßig ein reines Verfolgen der Stimmen durch die Instrumente interessanter als ein flexibleres Verhältnis.

Verwunschene Ecken, vergessene Plätze: Nicht immer, aber oft Orte, an denen man das Gefühl hat, dass sie schon lange niemand mehr betreten hat. Irgendwie auch Kindheitsorte, atmosphärische Erinnerungen. Frage wäre, ob die Wahrnehmung bei verschiedenen Personen gänzlich verschieden ist, oder ob sich Ähnlichkeiten, Gefühlsmuster ergeben würden. Hat, glaube ich, auch etwas mit heimlich/unheimlich zu tun.

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Abwesenheit

Akustik: Dumpfheit/Ferne/Hall

Dinge, die wirklich gelungen sind, sind rücksichtslos.

Ihr Startpunkt liegt auf einer unbefestigten Straße (Wasser).

C C C E FIS FIS FIS FIS /h /h /h /a /g /fis E E E E

Lustig, wie schwierig es sein kann, von den reinen Tonhöhen auf die Melodie zurückzuschließen.

I’m not there.
Actually, you aren’t.

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Maurizio/Licht

Erster Teil langsame Impulse, viele Pausen, einzelne, komplexe Schläge, Strukturierung durch Pause. Vielleicht sogar mehr Pause als Klang.

Zweiter Teil ursprüngliches Konzept, kontinuierliche Transkription, großer, homogener Klangblock, Strukturierung durch Verdopplungen und Auslassungen. Letztlich komplette Darstellung des Materials mit wenig Eingriffen.

Dritter Teil komplexe Überlagerungen, dynamische Muster, sehr schnelle Ein-/Ausblendungen. Verschiedene dynamische Muster in regelmäßigem und unregelmässigem Wechsel, Behutsamkeit in der Mechanik. Aufscheinen lassen und verschwinden lassen. Sekundenbruchteile. Absolute Präzision über sehr langen Zeitraum. Totale Erschöpfung.

Zu 1: Tiefe Lage, grummeln, langsam nach oben gehen, Ambitus ausbreiten. Zu 2: Mittlere Lage. Zu 3: Ganz gespreizt. Harte Schnitte, Pausen.

Ca. 10 – 20 – 20.

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Unberechenbarkeit

ineluctable modality of the visible/audible

Register nach Entfernung

Weite Register im Oktavabstand näher als benachbarte Register

Ausgangspunkt immer führende Stimme

Gleich wäre allerdings wirklich gleiche Töne, nicht einfach nur gleiches Register

Riesige Palette von Abstufungen zwischen ähnlich und verschieden.

3 hoch, 1 runter, 1 Pause, Quintole 5:4

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Musik + Licht

Bühne/Ensemble/Dirigent/Noten/Notenständer/Rückwand/Leuchten/Projektor/Lampen/Instrumente/Scheinwerfer/Monitor/Screen/Leinwand/Publikum

Langsamer, sanfter Schnitt: Abwägen zwischen Schwarz und Weiß, weicher, aber trotzdem schnittartiger Übergang.

weiß Schnitt schwarz Schnitt weiß Schnitt schwarz Schnitt weiß

Auf weiß Zu schwarz Auf weiß Zu schwarz Auf weiß Zu
Zu weiß Auf schwarz Zu weiß Auf schwarz Zu weiß Auf
Zu weiß Zu schwarz Zu weiß Zu schwarz Zu weiß Zu
Auf weiß Auf schwarz Auf weiß Auf schwarz Auf weiß Auf

Oder eben: Register absolut und/oder relativ festlegen ohne Rücksicht auf mögliche Intervalle. Erst danach Intervallkonstellationen festlegen. Auch Instrumente wie Stimmen behandeln.

Überlagerungen/Engschneiden

Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt
Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt
Zu weiß Auf Schnitt Zu weiß Auf Schnitt Zu weiß Auf Schnitt

Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt
Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt
Auf weiß Zu Schnitt Auf weiß Zu Schnitt Auf weiß Zu Schnitt

Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt Auf weiß Auf Schnitt
Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt Auf schwarz Auf Schnitt
Zu schwarz Auf Schnitt Zu schwarz Auf Schnitt Zu schwarz Auf Schnitt

Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt Zu weiß Zu Schnitt
Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt Zu schwarz Zu Schnitt
Auf schwarz Zu Schnitt Auf schwarz Zu Schnitt Auf schwarz Zu Schnitt

Register
Intervalle
Tonhöhen

Wenn das Weiße weggeht, kommt dann automatisch das Schwarze, oder wie ist das?

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Antisymmetrie

Ziemlich krass, was man nicht wahrnimmt, weil man zu wissen glaubt, dass es nicht sein kann. Es war immer so, also kann es jetzt nicht anders sein. Selbst bei offensichtlichen Problemen wird das, was man zu wissen glaubt, erst zuletzt – oder nie – überprüft. Macht ja auch grundsätzlich Sinn. Man kann nicht alles auf einmal überprüfen, also prüft man zuerst dort, wo die Lösung am wahrscheinlichsten scheint. Trotzdem irrsinnig, wie dadurch Offensichtliches übersehen wird. Wie weit man sich durch vermeintliches Wissen von der Realität entfernt.

Angst kann sehr real sein – und deine Welt verändern.

Man spricht erst darüber, wenn man das Gefühl hat, auf der sicheren Seite zu sein. Wenn es also vorbei ist.

and then it’s oh-ver

der sprichwörtliche Täter und der Tatort

Ist heute Freitag?
Nein, heute ist Mittwoch.
Ach so.

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Sinn-Uhren

Ruccola
Kautschuk

Oktave
Quinte
Prime

Quinte
Oktave
Prime

Quinte
Quinte
Prime

Oktave
Oktave
Prime

Sekunde
Sekunde
Prime

Wiederholung teilt

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Hallo Welt!

Auch super: Wie schnell die Stimmung umschlägt. Kaum siehst du auch nur den Hauch einer Chance, schon bist du wieder die Zuversicht selbst.

Die Instrumente sezieren die Stimmen, zeigen, was die Stimmen tatsächlich tun. Prozess. Wahrscheinlich müssen wir irgendwoher einen in sich geschlossenen Prozess generieren. Damit die Musik nicht einfach so am Text entlangfährt.

totale Eindeutigkeit/absolute Verzweiflung/die Sehnsucht nach der Oktave

Verbrennt/Glimmt/Leuchtet/Strahlt/Flackert/Blitzt/Dämmert

Was man alles verschweigt. Und worüber man auch wirklich nicht reden sollte. Weil es sinnlos ist. Eine merkwürdige Linie, die man immer mal wieder ein bisschen übertritt, weil man denkt, dass man dies sich oder anderen schuldig wäre. Stimmt aber nicht. Ist immer falsch. Pathos, das nicht hilfreich ist.

Was ist eigentlich mit der absoluten Stummheit, der totalen Dämpfung, der völligen Finsternis: Haben wir die auf dem Schirm? Können wir die überhaupt auf dem Schirm haben?

die dunkle Wolke

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it’s a struggle in a very confined space

Ist es zu kompliziert? Ist es zu einfach? Warum glaube ich da jetzt gerade nicht dran? Was muss ich tun, um daran glauben zu können?

Zuversicht als künstlerisches Problem: Um etwas zu verkaufen (Auftrag, Aufführung), musst du zuversichtlich sein, um an den Punkt zu kommen, wo du ein gutes Stück schreiben kannst, musst du alle Zuversicht hinter dir lassen.

Einfach ein schlechtes Stück schreiben. Ein schlechtes Stück akzeptieren, um ein gutes Stück schreiben zu können. Küchenpsychologie. Aber trotzdem nicht falsch.

durchziehen, als ob du es nicht könntest – du kannst es ja auch wirklich nicht 

Erst Pause, dann Ton: Pausendauer bestimmt Tondauer, nicht umgekehrt.

Pause: Bisschen auch wie eine Farce – gleich geht’s weiter.

Kameraposition – die Position des Beobachters, der Ort der Bilderzeugung: Was wäre das denn genau?

Binnenpause = Artikulation
Einheit: Note(n) + Pause

Artikulation um jeden Preis!

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Auch was Schönes.

Verzweiflung

Jederzeit alles möglich. An jeder Stelle. Erst am Ende wird zusammengebaut.

Ziemlich kurze Wellen von Konzentration und Erschöpfung. Wie immer Notwendigkeit der Entscheidung als höchste Anforderung an Konzentrationsfähigkeit, kontinuierliche Serie von reinen Entscheidungsakten führt am schnellsten zu Erschöpfung.

Anfälle von Begeisterung, herrliches Wetter, quasi Idylle, sehr friedlich. Lustig, dass Autofahrer sich grundsätzlich ungeschickt verhalten, dass das Autofahren offenbar zu Ungeschicktheit zwingt. Wirkt aus der Vogelperspektive ziemlich lächerlich, im Verkehr selbst eher ärgerlich, dumm, und vor allem rücksichtslos. Rücksichtslosigkeit wahrscheinlich immer nahe an Dummheit, es sei denn, es handelt sich um echte Bosheit.

Das Bild/Bilder: Jede Einheit für sich, als Bild betrachten. Absolute Flexibilität, totale Austauschbarkeit der Versionen. Jedes Bild ein Problem für sich.

Alles ersetzbar. DIES statt DAS, JENES statt DIESES. An Stelle DESSEN lieber DAS.

Material IMMER verdoppeln? Quasi homogenes Ensemble, das nur INNERHALB seiner Homogenität modifiziert wird?

Gleichzeitig: Absolute Kontinuität. Immer IRGENDWAS klingen. Ausfüllen. Lücken ausfüllen. Unterbrechungen strategisch platzieren. Erschrecken. Teppich. Abschneiden. Durchschneiden. Reißen. Reißt.

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Es kann nur eine geben.

Pause

Arpeggio + Reibeholz: E.M.M.A.

Absurde Arpeggio-Ketten: Wäre schön. Wäre doch toll!

In dem Moment, in dem mehr als eine Stimme da ist, musst Du Dich entscheiden.

I like that. I’m beginning to see the potential.

Alles Unisono/Pseudo-Unisono?

Arpeggio als Gegenstand: Kriechen, quälend, in Nicht-Bewegung/Anti-Bewegung pervertiert.

sieht alles absolut phantastisch aus (durch die Straßen gehen)

Horrorfilm: Kameraposition und Timing (?)

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alles Stückwerk

Eigentlich selbstverständlich, aber trotzdem erwähnenswert: Vor der Erfindung der Fotographie war Malen natürlich auch eine Gedächtnisleistung, und wahrscheinlich auch eine Art Abstraktion von der Zeit, Zusammenfassung. Man konnte nicht einfach den Himmel fotographieren und dann abmalen, sondern musste sich entweder möglichst genau merken, wie er zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgesehen hatte, wenn einem dieser Zeitpunkt besonders wichtig war, und etwa in einer schnellen Skizze, einer Art Kurzschrift, festhalten – die aber auch schon eine längeren Moment zusammenfassen würde, da sie ja nicht die quasi ausdehnungslose Belichtungszeit der Fotographie, sondern einen gewissen Zeitraum der fortschreitenden Skizzierung benötigen würde. Oder man musste das Typische eines bestimmten Himmels, vielleicht auch eine gewisse Emotionalität, die der Himmel haben sollte, konstruieren, und damit einen deutlichen Abstraktionsschritt vom tatsächlichen Himmel weg vollziehen, auch wenn das nicht unmittelbar offensichtlich, weil nicht nachprüfbar, und dem Maler wahrscheinlich auch gar nicht bewusst war.

Nicht Stimmigkeit, sondern Unstimmigkeit, die Produktivität birgt. Altes Problem: Man kann nicht absichtlich unstimmig sein. Vielleicht kann man so lange an etwas arbeiten, bis es unstimmig wird. Ich meine damit allerdings nicht, dass etwas lebendig wird, sondern dass es tatsächlich nicht mehr zusammenpasst, und dadurch Bewegung erzwingt.

Schlagzeug: Nur Riffelung, oder fast nur Riffelung, verschiedene Grade, verschiedene Geschwindigkeiten, quasi Mikrorhythmus, regelmäßige Mikroimpulse in unterschiedlicher Dichte. Sonst ausschließlich gedämpfte Schläge, ebenfalls unterschiedliche Dämpfungsgrade und Dämpfungsmethoden.

Schwestern verdoppelt, spiegelbildlich auf Boden ausgestreckt, leicht gekrümmt, Rücken an Rücken. Eine sieht etwas kräftiger aus als die andere, gesünder, vielleicht auch jünger.

meinetwegen ruhig ins Extrem gehen, was Ausdruck, Dynamik, Tempo etc. betrifft, aber subtil = traurig

Völlig surrealer Sommer: Heiß/Kalt, Sonne/Regen, Heuschnupfen/Klarsicht. Man duckt sich so ein bisschen weg, hilft aber nicht wirklich. Einzige Option: So gut es geht arbeiten.

Eine Ecke, eine Kante, ein Hindernis übersehen: Dumpfer Knall, Bewusstlosigkeit

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anti-intuitiv

Silben vereinzeln, Parameter je Silbe, Satz vertikalisieren.

Reihenfolge/Abstand/Bindung/Taktend-Pausen/Endtakt-Pausen

Aufteilung immer Bindung

Intelligenzleistung beim Entziffern von Vexierbildern

So how the fuck are things?
Are you gonna –
I mean –

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This looks/looks/LOOKS/LOOKS complicated!

… tout cet univers mystérieux est froid. Je ne ressens pas de chaleur dans le vide de l’au-delà. D’ailleurs, c’est l’insensible que j’essaie de transformer en matière. Et cet insensible ne peut être que froid.

Chirico est le premier peintre qui ait pensé à faire parler la peinture d’autre chose que de peinture.

About Group: Ein interessanter Punkt bei lang ausgehaltenen Vokalklängen ist, dass man sich tatsächlich fragt, wie lang sie dauern werden. Bei Instrumentalklängen fällt dieser Aspekt weitgehend weg. Brüchigkeit, Fragilität, Begrenztheit der Stimme.

Fine tunen, immer weiter fine tunen, man denkt, man kann immer weiter fine tunen, und dann ist es plötzlich aus.

Stil vs. Idee: Hadid/Liebeskind/Koolhaas/Sanaa

Kurze gequetschte Silben, schnell, mehr Geräusch als Tonhöhe, quasi Verzierung, am Ende bewegungslos liegenbleiben, quasi tot stellen. Maschinell.

Bermudas vs. Shorts

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Mode/Pop

Journalismus

U-Bahn: Hörgerät klemmt an Wandknopf

1 Ornament/2 Silbe/3 Silbe/4 Bindung/5 Bindung/6 Bindung

1 Anzahl Einheiten/2 Dauer gesamt/3 Aufteilung/4 Pause/5 Gesamt/6 Bindung

Grundsätzliche instrumentale Kontinuität etablieren, dann unterbrechen, aber nicht zerstören.

Aufteilung kann Ersatz für Anzahl Elemente sein.

Aufteilung immer gebunden.

Pause Takt
Pause Zeile
Pause Phrase

Man versteht es nicht, wenn man es nicht systematisiert. Und wenn man es nicht versteht, kann man nicht damit arbeiten.

Konzept als Möglichkeitsraum: Alle Möglichkeiten offen halten und damit auch nahelegen/denkbar machen.

Don’t let the air conditioning fool you, son. You are here, too. You ARE suffering.

Festspiele als Mediamarkt der Kultur: Pop als preiswerter Köder, um die Leute ins Haus zu bekommen und ihnen dann die teure Weiße Ware (Waschmaschinen = Hochkultur) verkaufen zu können). Ziemlich fieses Konzept – aber alle sind glücklich: Let’s fuckin’ survive. Even if we don’t.

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Motette: Kontinuität mit Beulen.

Einzelne Szenen/Teile auscharakterisieren oder das gesamte Stück monolithisch behandeln? Melismen als Addition und Melismen als Division getrennt behandeln. Register. Artikulation.

Your question seems to imply that there is some necessity to use these means in this historical moment. And I think the possibility to think so alone might be reason enough not to use it, because there is nothing we should doubt more than a generally accepted opinion – like that you have to use these means nowadays, basically because they are there and are supposed to stand for some contemporaneity. But: If everybody does it anyway, why should you, too? It’s ridiculous to think that everybody has to follow the same path, just because the path is there and seems to be – at least in technological terms – the most recently invented. I even doubt the notion that it is able to stand in more than the most banal sense for contemporaneity or being up to date.

Leitartikel-Musik, Populismus: Läuft doch letztlich immer auf Adolf H. hinaus, oder?

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Ein Königreich für ein –

Aber auch: Figur, Darstellung

Überstrapazierte Form

historische Grausamkeit

Schönheit

Die Danke-Lüge: Nur weil wir ratlos sind, heißt das ja noch lange nicht, dass wir uns in den Schutz der Religion flüchten müssen. Vielleicht will der liebe Gott ja sehen, dass wir unsere Ratlosigkeit aushalten können. Überhaupt eine irrsinnige Idee der Religionen, dass sich der liebe Gott dafür interessieren könnte, ob man an ihn glaubt oder nicht.

Liebe ist die Gabe dessen, was man nicht hat, an jemanden, der es nicht will. Ist das so? Klingt ein bisschen zu schlüssig, zu gut, um wahr zu sein.

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Dunkelmänner-Briefe

Instrumentale Dramaturgie: Ja, klar, logisch, letztlich doch noch größere Unterschiede als im vokalen Bereich. Auf der anderen Seite Stimmen eher identisch mit der Persönlichkeit der Sänger, insofern stärkere Rückkopplung/unmittelbarere Wirkung.

Verschwinden
Abschied

Ease not. And ease is. And they weren’t.

Tänzer als Schauspieler
Handicap als Behinderung
Dunkel als Angst
Licht als Rhythmus
Sprache als –

Funktioniert deswegen so gut, weil die Körper wirklich behindert sind, wenn ihnen bestimmte Aufgaben gestellt werden. Das Handicap wird also nicht dargestellt, sondern ist wirklich da. Die Körper erzählen ihre Geschichte als Körper, so dass es fast unvermeidlich ist, sich mit ihnen (ebenfalls als Körper) zu identifizieren.

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Filed under Form, Material, Theater

Mutwilligkeit

schleimiges Monster in der Schwarzteekanne, weniger Qualle als intelligentes, aggressives Plasma, plumpst aus der Tülle

Stimmen g/ä/v
Instrumente g/ä/v
Stimmen/Instrumente g/ä/v

– kann man das so sagen?
– ja, ich finde schon, das kann man so stehen lassen.

natürlich ist die Anspannung groß

wieviele Instrumente, wann, wo?

v zu expressiv

ratlos/Ratlosigkeit

Verharmlosung

ordne your Gedanken

antiintuitiv

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Schlachtvieh

Maybe a little too secure, a little too confident.

Motivation einfach, dass irgendetwas gehen MUSS.

Parallelmontage geht allerdings wirklich überhaupt nicht mehr. Völlig nervendes Kunstmittel.

Synchrone und sukzessive Einsätze: Gestische Bedeutung der Tonhöhe verändert sich komplett. Man könnte fast sagen, dass der gleiche Ton nicht die gleiche Tonhöhe ist.

Das Gefühl, plötzlich sterben zu müssen. Jetzt, hier, auf der Stelle. Völlig klar, warum hat man das bloß nicht früher verstanden. Allerdings, was hätte es geändert, wenn man es verstanden hätte. Heidnischer Aberglaube. Hysterie.

Akkorde als Pathosgeste. Nicht bestimmte Akkorde, sondern der Akkord an sich, drei oder mehr verschiedene Töne gleichzeitig. Merkwürdige Idee.

Romantischer Brutalismus: So würde ich auch gerne heißen. Paul Rudolph.

Es muss schnell gehen, sonst ist es nicht toll.

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Filed under Architektur, Filmtechnik, Material, Methode

who the fuck am I kidding though?

No clue. Irgendwas stimmt nicht. Es fühlt sich nicht richtig an. Und es läuft natürlich auch nicht flüssig, klar. Also versucht man es anders. Und dann nochmal anders. Weil man keine bessere Idee hat, versucht man etwas völlig Unsinniges. Geht eigentlich gar nicht. Geht vielleicht doch. Plötzlich ist man auf einer anderen Stufe. Geht das ganze natürlich wieder von vorne los.

Homeland: Tue ich jemandem Unrecht, wenn ich sage, dass das fast grotesk langweilig ist? Und dass hier die Spannung wirklich nur darin besteht, dass man sich fragt, wann es endlich weitergeht? Dennoch selbst hier der Serien-Effekt, dass man sich, ob man will oder nicht, in die Figuren hineindenkt, etwas hinzugibt, was sie eigentlich nicht haben, höchstens suggerieren.

Bei aller Schwäche, trotz des völlig durchschaubaren Plots, fragt man sich trotzdem, wie es weitergehen wird, wie die Figuren sich entwickeln werden. Die Geschichte an sich treibt, auch wenn sie noch so doof ist, auch wenn sie noch so dürftig erzählt ist. Vielleicht hat die Figurenkonstellation einen gewissen Wert, eine gewisse Faszination, die über das Banale hinausgeht.

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Filed under Film, Methode

cheapness for its own sake

begrenzte Lebenskraft/Werk (Machaut)

Dynamik
Dämpfung
Akzente

Justin Timberlake: Tunnel Vision
Akra: Tunnelvision

Man starrt auf die Aufgabe und hat nicht die geringste Ahnung, was man tun soll. Zeichen, dass man noch ein bisschen schrauben muss, nachjustieren, einrichten, ordnen, aufräumen, Gedanken klären, ausprobieren, verwerfen, neuansetzen, etc.

Wie ist das eigentlich, kann man alles ernsthaft behandeln, z.B. auch Unsinn? Macht das Sinn? Einen super Text über einen völlig bescheuerten Gegenstand schreiben? Etwas darin finden, was eigentlich nicht da ist?

A long-ass time ago. Back when I could still piss in a straight line.

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Filed under Film, Klassik, Material, Pop

Tulga Tollu

Impuls: Damit es vorbei ist.
Spannung: Wann ist es endlich vorbei?

Immer
Alles
Zusammen

nach dem Gefühl entscheiden: wenn das Gefühl stimmt
bis zur Erschöpfung: emotionale Leere

warst du offen?
warst du konzentriert?
hast du alles gegeben?

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Na, Sie haben auch schon mal besser ausgesehen!

Sport: Ist es vielleicht auch hier so, dass die Dauer, die Zeit und die Langeweile, die damit verbunden ist, das Wissen, das man bis zum Ende durchhalten muss, eben auch als Zuschauer, zur Spannung beiträgt? Ist zum Beispiel ein Tennismatch nur dann wirklich spannend, wenn man als Zuschauer wirklich jeden einzelnen Punkt durchleidet, wenn man auch alle langweiligen Punkte mitnimmt, um am Ende das Ergebnis emotional verstehen zu können? Steigt die Spannung mit der Langeweile? Braucht das Erleben tote Momente, um echte Spannung aufbauen zu können? Jetzt muss ich noch dies aushalten, jetzt muss ich noch das aushalten, noch zwei Spiele usw., ist ja letztlich nicht anders als im Horrorfilm der dunkle Gang, das drohende Unheil, der lange Weg zum Showdown, eben die gesamte Strecke, die nicht verkürzt werden kann.

Müsste man sich auch bei Beethoven noch mal genauer, ausschließlich auf Dramaturgie bezogen, anschauen.

Trash Humpers: Vielleicht viel besser, als man denkt. Vielleicht ja tatsächlich Porträt einer Haltung, eines Lebensgefühls, das wir sonst nicht kennen. Extreme Betonung von Nutzlosigkeit und Normalität. Leben ohne jede Transzendenz. Realität. Möglicherweise wirklich nur sichtbar in der extremen Randexistenz, aber auf alle zutreffend.

Jeden Takt teilen? 1/1, 1/2, 1/3, 1/4, 1/5: Etwas passiert in der Mitte des Taktes. Bruch, Schnitt, Schweigen.

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Ideen/verpasste Gelegenheiten

Sehr langes Stück für 6 Solostimmen. Kompakter Klang, eng strukturiert/gegliedert.

Spiegel trennen, aber unterscheiden nicht. Geometrische Elemente.

Dass man dann plötzlich irgendwo anders ist. Ortswechsel. Tatsächlich merkwürdig: Die Bestandteile sind bekannt, die genaue Zusammensetzung nicht. Die Regeln sind ähnlich, aber nicht gleich. Man findet sich zurecht, versteht es aber nicht. Es sei denn, zurechtfinden wäre schon verstehen, und alles andere wäre nur Detail, Zugabe.

Muss man halt auch sagen: Dass eine sogenannte Karriere die Möglichkeit, bestimmte Dinge zu denken, von vornherein beschneidet. Denn wenn man sie nicht sagen kann, warum sollte man sie dann denken? Insofern intellektuelle Profile auch immer Abbildungen der sozialen Situation, in der sich die jeweilige Person befindet. Es kann ja z.B. auch absolut opportun sein, gegen bestimmte Dinge zu opponieren, wenn man sich in einer bestimmten Situation befindet. Interessant wird es erst, wenn du gegen die Situation, in der du dich selbst befindest, opponierst. Oder, viel besser, unabhängig von ihr bleibst. Dich nicht von ihr beeindrucken lässt. Auch riskierst, wieder zu verlieren, was du dir erarbeitet hast. Die revolutionäre Geste kann in der richtigen Umgebung ein ganz normales Karriere-Instrument sein.

Toll, wie sehr wir heute wieder einer Meinung sind.

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Na ja, sag ich doch!

Neues Arpeggi-Stück schreiben: Stellar OM Source, aber auch The Knife, usw.

nur reine Intervalle

a-h-c-e: elektrische steel drums, Überleitung

einschließlich Unisono

das Produkt
die Entscheidung
DEKORDER

Schock des Einschlafens: Unwillkürliche (innere) Bewegung. Schlag.

no Zweifel

Armin Schuster

Cada dia tus ilusiones cruzan con las nuestras.

With Love: Klingt wie das erste Meisterwerk des Jahres

Verlust: Irre, wie traurig man ist, wenn man etwas verloren hat, was man mochte. Auch wenn es nicht wirklich wichtig war. Oder gerade dann. Das wichtig sein relativiert sich da ziemlich. Nützlich ist da z.B. ganz schnell gar nicht mehr wichtig.

Superinteressant das Problem des Schnitts, wenn er unorganisch, gegen das Material gesetzt ist. Wie bekommen wir heraus, ob die Wiedergabe korrekt ist, wenn es keine Anhaltspunkte gibt, wie der Schnitt gemeint ist? Soll er völlig falsch klingen, soll er einfach nur als Schnitt wahrnehmbar sein, oder soll er quasi überblendet werden? Gilt allerdings nur für elektronische Musik. Das Instrument normalisiert jeden Schnitt und lässt ihn dadurch verschwinden.

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Versprechen: Alles Egal

Gewerkschaftsbosse als die schlimmeren Unternehmer: Fettleibigkeit ohne Risiko. Kann ich leider nicht wählen, sorry.

Elektrische Panflöte. Auch toll, natürlich.

Beethoven: Bewusster und vorgeführter Eingriff in die Struktur. Zeigen, dass es auch anders geht. Es hätte auch ganz anders sein können. Gerade in tonaler Musik möglich, weil es eine Grammatik gibt. Gleichzeitig ist Musik verzeihender als andere Medien, weil sie nicht gegenständlich ist. Deswegen handelt es sich um reine Grammatik, reine Dramaturgie, und nicht die Anordnung, den Abbruch von Gegenständen. Es gibt keine Provokation, die auf das Leben direkt zugreifen würde. Diese Einschränkung vorausgesetzt geht Beethoven so weit, wie man nur gehen kann, alle neue Musik eingerechnet. Man muss erst einmal eine Grammatik haben, um sie einreißen zu können, daher sicher auch das strikte Festhalten an der zugrundeliegenden Periodik.

wie kriegt man etwas noch hässlicher hin? wie macht man etwas wirklich hässlich?

Warme Sonne, wenig Wolken, die Luft fühlt sich gerade noch kühl auf der Haut an. 20 Grad. Leichtes Frösteln im Schatten. Quite pleasant.

Alles, was einem irgendwann einmal wichtig genug war, aufzuschreiben, stehen lassen.

Auf eine gewisse Art tatsächlich die Funktion, etwas zu bezeugen: Dass man da war, dass man etwas gesehen hat.

Nö, finde ich nicht.
Doch, sehe ich auch so.

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Far Go

Klang Klang Klang Klang Klang. – What the fuck is it? How do I notate it? (Beethoven)

Ultramodernismus vs. Lesbarkeit/Jelinek: Straff gespannte Oberfläche. Der Wille, die Pointendichte stabil zu halten. Also kein Abfall, kein Anstieg. Anti-dramaturgische Ästhetik, total nachvollziehbar, aber irgendwie eben doch falsch. Das Problem, selbst Spaß zu haben. Und das Publikum darüber zu vergessen. Nicht sich selbst darstellen, sondern seine Performance. Quasi das eigentliche Thema: Ich kann die Spannung halten. Was ja automatisch nicht stimmt, by the way. Frage wäre eher: Wie kann ich aus dem Stück heraus die Spannung variieren? Nicht, um es interessanter zu machen, sondern, um es besser zu machen, um die Frage zu akzeptieren: Kann es nicht-konventionelle Dramaturgie überhaupt geben?

Ein bisschen so, als ob man wach bleiben müsste, um zu überleben. Als ob man der Held wäre, wenn man die Intensität durchgehend gleich hoch halten könnte. Was nicht der Fall ist. Man hält die Intensität gleich hoch, indem man sie variiert. Grindcore/Death Metal.

Wiley Wiggins

All I’m saying is, if I ever start referring to these as the best years of my life, remind me to kill myself.

Homogener Track, der plötzlich in eine andere Richtung geht: Funktioniert fast immer, erfreut fast immer, ist aber eigentlich ein ganz einfacher Trick. Was ist das eigentlich: Zwei Stücke, die direkt aufeinander folgen, oder ein Stück mit plötzlichem Charakterwechsel? Warum ist es tatsächlich etwas anderes, wenn es ein Stück ist?

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man muss bereit sein dafür

What the fuck am I doing?

Volker hat recht, Pultbeleuchtung muss in Lichtkonzeption einbezogen werden: Vielleicht wie ein Funzeln, Aufglimmen, das Licht entsteht mit der Musik, aber die Musik lässt das Licht entstehen (was faktisch/technisch ja wahrscheinlich wirklich so sein wird). Weißes Licht als Licht-Licht. Einfache Leuchten oder gefilmte/projizierte einfache Leuchten. Klingt einfach, ist aber wahrscheinlich ziemlich kompliziert.

Künstler/Verantwortung: Bad idea. Kann nicht gut gehen.

So verschwurbelte Stimmungen, geistige Verkrampfungen, aus denen man meint, niemals mehr herauskommen zu können. Und dann plötzlich einfach weg, vergessen. Ein bisschen wie Krankheiten, die entsetzlich sind, wenn man sie hat, aber vergessen, wenn vorbei. Hat bei Stimmungen meist mit Umgebung oder Aufgaben zu tun, dann totale Panik, wie, wenn ich da nicht mehr herauskäme, wie, wenn ab sofort alles so bleiben würde, wie es jetzt aktuell ist, nämlich schrecklich? Klar sagt die Lebenserfahrung, dass das vorbeigeht, die Vernunft sagt, glaub der Erfahrung, aber es fühlt sich eben nicht so an, als ob es so wäre. Die unmittelbare Evidenz sagt das Gegenteil. Sie sagt: Das ist von nun an Dein Los. Wie konntest Du nur so unvorsichtig sein, Dich hier hinein zu begeben? Gleichzeitig gilt real weiterhin, dass man nicht alles auslassen kann, was einem unangenehm ist, dass man nur lernt, wenn man den Hirn- und Gefühlskrampf riskiert. Oft stärkste, aber nicht unbedingt wichtigste Eindrücke. Eher Ergänzung als wesenhaft.

Chor/Ockeghem: Verlängerter Atem, über die offensichtliche Metapher des ins Unendliche fortgesetzten hinaus natürlich auch eine körperliche Metapher, fast schon eine Beschreibung eines tatsächlich nicht möglichen Zustandes, über den Atem hinaus getragen. Macht tatsächlich Sinn: Schwerelosigkeit, Auflösung der lebenswichtigen Körperfunktionen, Sieg über den Tod. Religiöse Phantasie.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Pseudologie

Gelassenheit/Entspanntheit: auch nicht schlecht, besonders wenn man sich die ganzen verbiesterten Gesichter anschaut.

Überprüfbarkeit
Vergleichbarkeit
Machart
Suggestion

Den Programmtext einfach mitlaufen lassen. Nur: Dann musst du den wieder erklären.

Rausgeflogen: O.k., und was machen wir jetzt? Träum’ fuckin’ weiter!

Was Du Dir vorstellen kannst, und was Du Dir nicht vorstellen kannst. Etwas ganz einfaches, einfach nur Achtel. Ich fühle das halt nicht. Ich glaube nicht daran. Nur als Parodie.

but, you know, you never know

warum ist das gut, und warum will ich das nicht?

der macht das: DER macht DAS. Personen als Instrumente. Einerseits totale Beschränkung, es geht dann eben nur mit DIESER Person und keiner anderen, andererseits Feindifferenzierung aus Erfahrung, die sonst nicht möglich wäre. Der macht das nämlich, der macht immer das, deswegen kennt er sich dabei so gut aus. Er hat seine eigene Sprache entwickelt, die sich aber auch auf genau dies beschränkt. Hong Chulki.

Das Licht der Herrschaft/Herrlichkeit.

Die Scheinwerfer der Macht.

Interessant, was einem alles nicht gefällt. Und zwar gar nicht. Z.B.

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Wiederholung trennt

was noch?
Pause
Kontrast
Zitat/Sample
kind of fuckin’ poor

ist die reine Substanz

bitte lieber Unsinn

bitte, lieber Unsinn
lieber Unsinn, bitte

Das zu liebevolle, zu gut gemeinte, zu engagierte möchte man natürlich auch nicht haben, selbst dann nicht, komischerweise, wenn das Ergebnis perfekt oder zumindest nahezu perfekt ist. Irgendwie hat man zu sehr das Gefühl, dass um die nächste Ecke gleich der ganze private Horror wartet, dass es gar nicht anders sein kann, als das das Projekt bei der nächsten Gelegenheit frontal gegen die Wand fährt. Nicht schön. Keine angenehme Vorstellung. Ein bisschen professionelle Distanz wirkt da Wunder. Mach etwas gut, aber nicht zu gut. Versuche nicht, deinen persönlichen Traum zu bauen. Eigenheim.

Schnelle Koloraturen, gutturale Attacke, enden alle auf einem langgestreckten Ton, möglicherweise immer demselben.

Brummen, immer wieder Brummen, leises Brummen, möglicherweise immer derselbe Ton – oder nur leichte Abweichung.

Motette: gleichzeitig – versetzt – allein/gar nicht

Normal, aber weird, das wäre doch eigentlich die Lösung heute, oder?

Vins Toni gelabert
Torre des canonge
Vi blanc 2010

das geliebte Fleisch

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everything is fremdbestimmt

Vor meinem geistigen Auge:
Raum, exakt wie dieser, nur leer.
Ich sehe das Licht, den Boden, die Unebenheiten der Bohlen, Staub, Dreck, alles andere ist weg, leergeräumt.

Musik läuft. Wollen wir nicht ein bisschen Musik hören? Läuft doch. Oh, stimmt.

Lächeln in der Stimme: Das ist so traurig. Das ist so erschütternd. Worüber freut die sich denn so?

Aus Fernen, aus Reichen.

Unglaublich, wie schnell man aus etwas draußen ist, wie schnell man aber auch wieder rein kommt: Wie habe ich das nur gemacht? Absolut keine Ahnung. Ach so, ja, genau. Ja, so war das. Eigentlich ganz einfach. Irre. Welten dazwischen. Irgendwie auch traurig. Ausgeliefert. Auch wenn es eigentlich immer funktioniert.

Grundbedingung: Man muss verstehen, wie viel Arbeit es ist, etwas zu tun. Wie viel mehr Arbeit, als man jemals für möglich halten würde, in vergleichsweise einfache Ergebnisse gesteckt werden muss. Man muss es selbst machen, um es zu verstehen, und man vergisst es sofort wieder, wenn man es nicht mehr macht. Deswegen kann man es auch niemandem erklären. Der Invest. Hilfe.

gut, o.k.

Der Vorteil, Entscheidungen nicht mehr zurücknehmen zu können, und das zu wissen. Es muss halt alles passen, und wenn es nicht passt, muss es auch passen. Lernen. Weitergehen.

Shoegaze Punk

ja, schon

Dinge immer dann tun, wenn man gerade NICHT will, warten, bis es nicht mehr anders geht, bis man es nicht mehr vermeiden kann, könnte exakt der richtige Moment sein, um neues/anderes Material einzuführen, so lange herauszögen wie nur möglich, und dann eben doch liefern, KANN gar nicht falsch sein.

Beruf: problem solving

Wie im echten Film: Ist der kleine Junge wirklich gerettet, oder wird der böse Riese zurückkommen?

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Rote Varis

Unisono: Das ist so dermaßen lustig, das muss man einfach machen. Tja, leider sind offensichtlich gute Ideen meistens ziemlicher Schrott. So auch hier.

never/older

Frage wäre, was interessiert, was hält das Interesse, wenn nichts passiert. Allerdings auch: Was würde das überhaupt heißen, dass nichts passiert. – Wirklich gar nichts?

Geduld/Tugend/Laster

Grundmodus Faseln

mur Rauschen
eigentlich nur Rauschen

Schläge zusammensetzen: Totale Staccato-Verpixelung

Rad-An1: Schöne Idee, irgendwann, aber auf keinen Fall in der Mitte des Tracks, ganz wo anders hinzugehen.

einfach nochmal lesen, anders auslesen, die gleichen Daten anders auslesen

zynisch, deprimierend, deprimierend zynisch

ready when you’re ready
ready when you’re not ready
:always ready

tot stellen
nicht bewegen
hell wach

This is fuckin’ symphonic!

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lauwarmer Saubazi-Salat

ihr müsstet dringend daran arbeiten, Dinge gut zu finden, die euch nicht gefallen

Wenn Du schon gleich einen bestimmten Ausdruck hineinlegst, kann es nicht mehr wirklich ausdrucksvoll werden. Dann ist es einfach vorgekaut, vorverdaut. Schnittchen. Kauf. Let it fuckin’ speak for itself.

Schwarzer Pfeffer/Leder

strenger, böser

Instrumentation Dvorak Cellokonzert zum Teil ziemlich perfekt im Sinne von glatt-effektiv-geschmacklos – so ein bisschen wie bonbonfarbener Sextraum. Sollte man sich mal genauer anschauen.

Fernsehen ist wie einen 100-Euro-Schein anzünden und zuschauen, wie er verbrennt. Und der 100-Euro-Schein ist dein Leben. Vorteil: Kurz und schmerzlos. Nachteil: Man hat nicht sehr viel davon. Eigentlich hat man gar nichts mitbekommen.

Lustig, dass mit einer bestimmten Tonhöhe Teile des Registers automatisch ausgeschlossen sind. So dass man sich dann zwischen Tonhöhe und Register entscheiden muss. Ich will aber … Geht halt nicht.

Aussitzen können. Warten können. Ist natürlich wirklich eine eigene Qualität. Wirst du nicht ganz ohne auskommen können.

No worries, just shame.

Okay. Let’s have fun.

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Kerngehäuse

Torjubel und Tröte auf gleicher Tonhöhe: Quasi-O. Interessant. Hört der denn nicht mehr auf zu jubeln? Klingt wie durchgedreht.

There’s too much drone in the World. Oder etwa nicht? Ist doch merkwürdig, dass man sich drone after drone after drone anhören kann. Klingt erstmal alles gleich, und ist dann eben doch total verschieden. Und ziemlich schwer, den Finger drauf zu legen. Qualitätsbeurteilungstechnisch. Wirkt sehr geschmacksabhängig, fast wie Essen. Ich mag dies, ich mag das, das mag ich aber überhaupt nicht.

Kunst als Konsensprodukt. Merkelismus oder so. Dass auch/gerade Kunst, die kritisch sein will, erstmal schaut, was das Stammpublikum will oder wollen könnte, und dementsprechend liefert. Mag auch mit Fördermechanismen etc. zu tun haben, sitzt aber, glaube ich, tiefer. Sicherheitsgefühl, auch auf Seiten des Publikums, aber erst recht auf Seiten der Künstler. Wäre es nicht schön, man macht mal was, wo niemand kommt? Man produziert was, und niemand geht hin? Theater ohne Publikum? Wäre wahrscheinlich viel spannender. Etwas, das gut ist und abstößt. Nicht gemacht ist, um abzustoßen, sondern einfach von Natur aus abstößt. Sogenanntes Rätselraten.

Kritische Kunst zum nach Hause tragen. Das bedeutet dies, das bedeutet das, damit ist jenes gemeint. So wohltuend verständlich.

I just happened to be there.

angenehm trist
geil traurig

Trauer, traurig, Linie, getragen, anheben

ich dachte, ich hätte das schon …

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Lachs + Tahin

Leere ist natürlich auch toll, klar.

Ist ja übrigens dann so etwas wie vollumfänglich realisierte direkte Demokratie, wenn die Politik wesentlich damit beschäftigt ist, herauszubekommen, welche Positionen sie beziehen muss, um Wahlmehrheiten zu beschaffen. Sozusagen den Willen des Volkes vorweg genommen. Leider nicht so wahnsinnig befriedigend.

jetzt sag nicht, das hatten wir schon

Wenn’s das Wort schon gibt, muss es das Ding ja auch schon geben, oder?

Auch interessant, dass man so wenig wirklich versteht. Dass man ahnt, das könnte so oder so sein, dass man aber im Wesentlichen im Dunkeln stochert. Viel später wird dann manchmal klar, ob man recht hatte oder nicht. Es sieht dann nicht unbedingt so aus, als ob alles ganz offensichtlich gewesen wäre, eher ist es so, dass man seine Ahnungen im Nachhinein besser analysieren und einordnen kann. Der Gegenstand hilft, wenn er verstanden ist, Ahnungen aufzuklären, eher nicht umgekehrt.

Alcácer Do Sal: Fuckin’ diversity all over the place (actually not quite). Kanten, die nicht aufeinander stehen können. Statik optisch ignorieren/negieren. Wenn größtmögliche Variabilität zur Norm geworden ist, ist reine Serialität die neue Abweichung. Der nächste Zug.

Millionen Melodien für Millionen: Der Nachklang. Jeder hört etwas anderes. Gehört zu den Phänomenen, deren Wahrnehmung definitiv nicht kontrollierbar ist. Und das hat auch damit zu tun, dass man weiß, dass er nicht manipuliert werden kann. Wenn dies doch geschieht, hört man anders zu.

Testton-Brummen
Testton-Piepsen

Audiosculpt: Ein bisschen wie die Putzfrau, die die Fettecke wegputzt. Man hat etwas Schönes, will es noch schöner machen, und bleibt mit leeren Händen zurück.

wenn/wo möglich, Unisono

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another another not my day day

Heute, hatte ich gedacht, essen wir die Suppe auf, hat er gesagt.

Stimmung: Äh, na ja, wie ist denn die Stimmung? Rauschen, Kratzen, Knistern.

selbstverliebt

Absolute Towers, Mississauga: Interessante Aufgabe, einen ondulierenden Turm zu bauen, und dann im Nachhinein einen zweiten Turm zu entwerfen, der den ersten abwandelt und ergänzt. Würde mich interessieren, wie sie da ran gegangen sind.

Luhmann als Prosagedicht

Unschuld

unschuldig
schuldlos

was ich höre
ich höre seit längerer Zeit
seit einigen Takten

Sag mal, kann das sein, dass du mir meinen Cursor weggenommen hast?

Rechtsperonist

Ich bin grundsätzlich unangepasst: Gibt es etwas angepassteres als Rockmusik?

I’m a patriarch type motherfuck. So now you lay flat from cash tray while I fall back and execute my plan with patience. Shit I’ve been praying so long hopin’ that the god come save me. On my knees meditatin’. I ain’t seen the motherfuckin’ blessing yet. Straight patriarch type nigger. That’s who the fuck I be.

ziemlich schwierig auf Schlagzeug umzuschalten

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Wunschvorstellung/Wunschkonzert

Falsche Entscheidungen, Fehlentscheidungen: Toll! Alles total falsch, alles total anders gekommen, und gerade deswegen interessant. Die besten Stellen fallen einfach weg. Und das Lustigste ist: Du weißt überhaupt nicht, was stattdessen kommt. 

Komplett gegen jede Planung. Und das ist im Übrigen ja auch etwas, was Planung interessant macht: Dass man sie nicht beherrschen kann. Dass man aber sehen kann, dass man sie nicht beherrscht. Dass die Abweichung deutlich wird. Und dass sie uns dadurch zwingt, etwas zu tun, was wir eigentlich nicht tun wollten. Und auch nicht hätten tun können. Notwendiger Umweg oder so.

Komisch, dass es so befriedigend ist, gegen sich selbst vorzugehen. Jedenfalls, wenn es einem gelungen ist. Man hat selten so sehr das Gefühl, das Richtige getan zu haben.

– Ich mag es, wenn die Dinge einfach so liegen bleiben
– Na, da wird mir manches klar. Deswegen ist es hier immer so unordentlich.
– Ich lasse gerne alles hängen. Und wenn ich was Neues aufhängen muss, hänge ich es einfach drüber.
– Manchmal muss man aber auch was abhängen.

where would you like to live?
how would you like to live?
in what kind of space would you like to live in?
what are your –

fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck fuck.
please!
please!!!

Lustig: Wenn man sich mal entscheidet, nicht von vorne nach hinten zu arbeiten, entscheidet die Konstruktion, dass man es doch tun muss. Wenn man hinten etwas ändert, kann man nicht mehr sehen, wie es vorne hätte sein sollen.

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bedeutend

O Gott ist der unsympathisch! Hilfe! Bitte sterben! Ich! Was am besten den Gefühlszustand wiedergibt. Heulen wollen! Blankes Entsetzen.

Das realistische Theater setzt sich mit der realen Situation im Theater auseinander? Stimmt vielleicht sogar.

Bitte keine Gehässigkeiten.

Ganz leises Klingen, hohes Register, Glockenartig, auf jeden Fall Metall, fast nicht da, fast nicht hörbar, eigentlich nicht hörbar. Woher weißt du, dass es überhaupt da ist? Eigentlich nur, wenn es irgendwann lauter wird, deutlicher wird, und das ist schade: Dass das Undeutliche nicht undeutlich bleiben kann und trotzdem klar ist, dass es da ist. Wobei das natürlich die Definition von Undeutlich ist: Dass es nicht klar ist. Es ist klar, dass es undeutlich ist. Es ist klar, dass seine Undeutlichkeit beabsichtigt ist. Was meinst du denn überhaupt? Den hohen Ton, oder das Rauschen, das Klingeln, oder das Rascheln? Nein, ich dachte eigentlich, es wäre ein leises Ticken. Oder Kratzen. Das ist doch nur die Klimaanlage, oder die Heizung, oder so.

Wenn du es lauter machst, hörst du auch viel mehr. VIEL mehr. Oder näher ran gehst.

Nur Sprechen
Sprechen + Singen
Sprechen + Singen + Musik: Schnitte
Sprechen + Singen + Musik: Keine Schnitte
Einschränkung Anzahl Stimmen vs. keine Einschränkung

Musikstück als solide Masse vorstellen: Es darf keine Pause geben, sonst bricht es auseinander. Alles muss fest miteinander verbunden sein. Gegenteil: Pausen, in die Musikstücke hineingeworfen werden.

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am Ende Unisono-Piepsen

Frisches Schwarzbrot merkwürdigerweise erfrischend – how the fuck come? Knusper, Feuchtigkeit, Elastizität, saurer, leicht fruchtiger Nachgeschmack – was noch?

Melodie und Begleitung kann ein tolles Konzept sein – vgl. Doo Wop. Warum funktioniert das da so verdammt gut? Vielleicht tatsächlich die extreme Einfachheit des Satzes, in der dann jede Mini-Abweichung ein Ereignis ist. Lustig, dass da auch das Klimper-Klavier wie ein exterritoriales Ereignis wirkt. Übrigens zum Teil tatsächlich wie Samples arrangiert: Ein bisschen Schlagzeug hier, ein bisschen Klavier da, ganz wenig Saxophon dort, bloß nicht zu viel wovon auch immer. Super Idee. Ziemlich professionell gedacht.

Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wie Titel in der textlosen Popmusik funktionieren? Oder ob sie überhaupt funktionieren? Wenn es keinen konkreten Bezug gibt (z.B. Textsample), ist der Titel ja mindestens so arbiträr wie in der Neuen Musik. Ein ganz normaler Techno-Track mit revolutionärem Titel: Ich meine, ich verstehe schon, dass damit eine bestimmte Stimmung erzeugt wird, auch für den Produzenten selbst, aber, naja, das war doch schon mit Text schwierig, wie soll es denn dann ohne gehen?

Man könnte sagen, dass im Pop die Person des Produzenten enger mit dem Stück verbunden ist als in der Neuen Musik, dass sie mehr für das Stück, für die Haltung des Stücks steht, dass die kultivierte Anonymität vieler Elektronik-Produzenten gerade wieder eine persönliche Haltung ist, die zu Stück und Titel dazugehört, aber das ist ja letztlich auch nur eine Art Stimmungsbild, dessen konkreter Nutzen sehr begrenzt ist.

Letzter Versuch: Der Titel ist die Message des Stückes, das Stück wird geschrieben, um den Titel zu transportieren. Nicht undenkbar, vielleicht wirklich eine Art Gleichwertigkeit zwischen Titel und Stück, die sich gegenseitig rechtfertigen. Das müsste dann letztlich auch für Stücke gelten, die einfach nur durchnummeriert sind:  Unknown 001, #001-004. Der stärkste Ausdruck, der in diesem Zusammenhang mit einem Titel zu erzeugen war?

Lenin-Museum Bischkek: Als ob die Steinplatten nur abgelegt wären. Schöne Idee.

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niemals Verzeihen

Eins
Zwei
Viele

oder eben doch:

Eins
Viele

Lustige Idee: Stück/Platte ist eigentlich schon zu Ende, dann wird einfach noch mal kurz auf- und wieder abgedreht. Man dachte, vielleicht geht es doch noch mal weiter, tut es aber nicht. Keine komplett neue Idee natürlich, aber so ausgeführt, dass man tatsächlich kurzzeitig an einen Neuansatz glaubt. Wahrscheinlich eine Frage des Timings – und der Dynamik (V. Hold, Antagions).

Schnitte vs. Stimmen

macht doch Sinn, oder?

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Filed under Form, Oper, Pop

– die ja fast schon nicht mehr gegeben ist, das wäre fast schon Zeichen einer s –

öffentliche Rede: Interessant, was alles nicht geht, nämlich eigentlich gar nichts. Sofern es nicht um Fakten, die referiert werden müssen, geht, muss sich öffentliche Rede im Wesentlichen darauf beschränken, Fehler zu vermeiden, und das ist nicht Schuld der Redner oder des Publikums, sondern Notwendigkeit des Mediums. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu sagen, sondern, dass überhaupt etwas gesagt wird. Sozusagen ein Pro-Forma-Sprechen, ein Erfüllen des öffentlichen Auftrags der Rede. Auch angeblich provokante Reden erfüllen genau diesen Auftrag: Er war dann eben anders gestellt. Publikumsbeschimpfung, Tabubruch, etc.: Alles Handlungsweisen, die zum Auftrag der Künstlerrede gehören. Eher eine Missachtung des Auftrags, wenn sie nicht erfüllt werden. Die Frage wäre, was passieren würde, wenn der Auftrag wirklich gebrochen würde, bzw. ob das Medium tatsächlich so stark ist, dass der Auftrag gar nicht gebrochen werden kann. Dass der Selbstschutz des Redners jedes Durchbrechen des Auftrags automatisch neu kodiert um zu signalisieren: Keine Angst, ich rede nur. Ich bin nicht gefährlich. Hier droht keine Gefahr. Und alles andere als pathologisch betrachtet würde.

Insofern kann man Politikern auch nicht unbedingt vorwerfen, dass sie lügen, denn in gewisser Weise können sie gar nicht lügen, da sie performen, und die Suggestion der Authentizität, also der Möglichkeit der Lüge, gehört zur Performance dazu. Lustigerweise haben sich Politiker in der Zwischenzeit so sehr in ihre Rolle eingearbeitet, dass man ihnen die Möglichkeit der Lüge eigentlich nicht mehr abnimmt – weil man sie in keiner Weise mehr für authentisch hält. Das wäre dann aber ein klares Zeichen von schlechter Performance. Und in gewisser Weise zu großer Authentizität, was ihre Rolle betrifft. Sie zeigen zu deutlich, dass sie nur eine Rolle spielen. Die zahllosen persönlichen Unvollkommenheiten, die Politiker in ihre Rolle einbringen, ändern im Übrigen nichts daran, dass es sich um eine Rolle handelt, im Gegenteil helfen sie, der Rolle ein authentisches Gesicht zu geben. D.h. ja übrigens auch, dass Politiker nur zu einem ganz kleinen Teil ihre Rolle selbst gestalten können, und der weitaus größte Teil von ihrer Funktion vorgegeben wird.

Das Durchschaubare der Nichtauthentizität macht Politik im Übrigen so abartig langweilig. Da müsste definitiv an der Performance gearbeitet werden.

Müsste man noch weiter auseinander dividieren.

Lustigerweise direkte Demokratie schon längst praktiziert: Die Politiker lauschen dem Volk seine Wünsche von den Lippen ab, um wiedergewählt zu werden. Komplette gegenseitige Fremdsteuerung, geschlossenes System ohne Entscheidungsfreiheit.

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Abbildung vs. Konstruktion

Verletzte, die auf der Straße herumliegen. Grobschlächtiger Mann mit Kopfwunde wird unter Auto hervorgezogen: Wie geht es Ihnen denn?

Künstlichkeit: Offensichtliche Eingriffe, quasi Fehler, zum Beispiel Abwürgen des Klangs, dann fortsetzen und Ende, tatsächlich körperlicher Schock, wäre durch instrumentale Pause nicht herzustellen. Das Mechanische als das Künstliche. Wobei das Mechanische hier natürlich das Digitale ist, witzigerweise. Übrigens auch mechanisch, hör mal auf Deine Festplatte.

Wenn’s bei die nicht rasselt, rasselt’s halt woanders.

aaa aaa aa aaa aaa aa: tonwiederholungen, Bruchstücke einer Melodie, Telefonsignal im Hintergrund, ist es da, ist es nicht da? Eindeutig Lautsprecherklänge.

Wäre interessant, jetzt einfach alles wegzunehmen. Einfach alles wieder abzutragen, was man aufgebaut hat. Alles einzuebnen. Eine blanke Fläche gegen alle Details.

do I lie?

Funktionen der Eingrenzung: Anzahl Stimmen, Ausschnitt Vorbild, Ausschnitt Abbild

und dann gleichzeitig, alles zusammen, alle zusammen

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Das hätte nie passieren dürfen.

Übertriebene Konstruktionsarbeit: Haus über sich selbst kragen lassen durch extremen Einschnitt. Macht keinen Sinn, sieht aber toll aus.

Erlösungsphantasien: Die Hoffnung, dass auf einen Schlag alles vorbei ist. Well, no problem about that. You just wait.

Brummen (Frau)
Brummen (Mann)

Brummen Erdung/Feedback
Piepsen Feedback

Oh fuckin’ kay/oh/oh fuckin’ kay.

hello hello – – hey.

Oceania/Coil Up: Schwereloser Orgelklang

off-cells 60/40

grollen
grummeln
dröhnen

es WIRD eine zweiter Zustellungsversuches geben

Geräusch wie Gaze vor alle Klänge legen: Sanftes Breitwand-Rauschen

Aneinanderreihung von Miniaturen

zartes Pfeifen/Seufzen

plötzlich alle Glissandi weglassen (ergibt automatisch einen Notenwert mehr für den Endpunkt, also Rhythmusverschiebungen)

tiefes Brummen, breit, fast Rauschen

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eine Aufgabe

Alinea: Absolute Zartheit. Gespinst, quasi nicht vorhanden. Gewebefaden, ins Leere gezogen. Hässlichkeit der Fragilität. Abfall, Dreck, Staub, Spinnenweben.

Es hatte zu lange keine Bedeutung mehr gehabt.

Reim: Unmittelbare Überprüfbarkeit.

Das könnte übrigens ein wesentliches Merkmal des Zwanzigsten Jahrhunderts sein: Ständiger und systematischer Entzug der Überprüfbarkeit. Immer, wenn Du denkst, Du hast verstanden, was ich mache, ändere ich die Regeln. Was Du verstehst, kann nicht gut sein. In diesem Sinne wäre der konventionelle Roman definitiv nicht Zwanzigstes Jahrhundert. Und man könnte sage, Film wollte nie Zwanzigstes Jahrhundert sein. Wollte eher das Neunzehnte Jahrhundert in eine neue Technik überführen. Und was macht das Einundzwanzigste? Sagt es: Bitte versteh mich? Ich will auch ganz brav sein. – Wie versteckt man Unverständlichkeit?

Traum-Archetyp: Raum hinter dem Raum, Welt hinter der Welt, die offen sichtbaren, bekannten Vorgänge sind nur eine Fassade für die eigentliche Mechanik der Welt. Fließender, anstrengungsloser Übergang.

Flunkern: Dann passt’s besser. Viel besser.

Pieps-Elektronik: DJ Rashad, Drums Please

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Klavier

gleiche Stimme mehrmals gleichzeitig verschieden interpretieren

Trommel: Rim Shot/Schnarrsaiten/Dämpfen

So, wie die Vertikale flexibel eingeschränkt und wieder erweitert wird, schließlich auch die Horizontale einschränken: Du hast nur Platz für zwei/einen/halben Schlag etc. Zusätzliche Frage: Wo soll dieser Ausschnitt in Bezug auf den Takt und in Bezug auf das Sample liegen? Ist der Takt ignorierbar? Ist das Sample ignorierbar? Synchrone Ausschnitte gegeneinander verschieben? Asynchrone Ausschnitte ihrer ursprünglichen Lage entsprechend spielen? Asynchrone Ausschnitte übereinander legen? Vollständigkeitswahn. Ausschließen.

Ruhe: Ruhe – na ja.

Takt vs. Sample: Takt greift aus Sample gegebene Dauer ab. Dauer maximal Sample-Länge. Dauer über Takt fällt weg. Schweller oder Schnitt. Forte-Ausbrüche mit Wiederholungen auffüllen.

Kann mir mal jemand erklären, warum Konservative so irrsinnig niveaulos sind? Die deutschen Konservativen e.V.: Danke, Papst Benedikt!

Im Traum Angst gehabt, einzuschlafen, dann aufgewacht. Echt passiert!

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Familie

Piece of Shit: Konsonanzstudie

Alle Schläge umstellen, Folgen je Abschnitt definieren

Kontinuität revisited

tonale Kontinuität: hat etwas ziemlich Schales, besonders in ihrer Spätzeit, als ob sie, obwohl sie ständig hinterfragt wird, zu einer Commodity geworden wäre. Es zwickt und zwackt, aber gerade deswegen kann man sich auf sie verlassen. Ein Sicherheitsnetz, aus dem man, selbst wenn man wollte, nicht ausbrechen könnte. Frage wäre, ob Atonalität tatsächlich der Ausbruch gewesen ist. Oder nur eine Erweiterung der Sicherheitszone. Und wahrscheinlich hat die ganze Misere tatsächlich mit der fehlenden technischen Optionen zur Fortbildung zu tun: Trennung kann nur noch gestisch gedacht, nicht mehr strukturell erarbeitet werden, Kontinuität ist unausweichlich geworden. Daher der Eindruck des hilflosen Gestikulierens, der so viele Formbildungsversuche begleitet.

Französische Cembalomusik: Im Grunde ein unglaublich prächtiger, mit allen Mitteln hinausgezögerter und immer noch weiter fortgesetzter, extrem raffinierter Lärm. Clusterartige Obertonexzesse. Ziemlich toll also. Würde ich auch gerne können.

Portal: Differenzierter Lärm. Einfach immer weiter machen. Hier aber natürlich auch genau das Problem: Die einzige mögliche Gliederung ist die formale Geste, der deutliche Zugriff von außen, sonst läuft das einfach so durch. Klar hätte man lieber eine Gliederung von innen, oder?

Piece of Shit, zweiter Teil: Jeder Schlag kleine Sekunde nach oben. Ausgenommen die beiden Forte-Stellen. Die eher repetitiv-blockhaft auffassen.

Enggestrickter Rhythmus, quasi Lärm: Anschläge sind so eng zusammen gezogen, dass sie quasi eine Geräuschfrequenz entwickeln, die man als eigene Ebene (Vordergrund oder Hintergrund) wahrnehmen kann.

Lärm Lärm Lärm: toll

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Grammatik des Fehlers

grammatikalische Fehler im atonalen Raum

Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut

Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus

DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.

Bassarie murmeln

Orgelsolo

und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat

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giftiges, gelbgrünes Licht

Großes Beduinenzelt, strahlend weiß, Federn, Hollywood Gesellschaft, Billy Jean King kommt rein, meine Mutter ruft ihr entgegen: Hast du Panzer?

Schatten/Geräusch: Alle tonalen Elemente geräuschhaft verdoppeln, wenn der Vordergrund aussetzt, bleibt der Hintergrund alleine zurück (und wird zur eigentlichen Information).

Pause/Geräusch: Weißfilm/Schwarzfilm

Interlocking Patterns

Lustig, wenn sich hohe Geschwindigkeit plötzlich schleppend anfühlt. Die Impulse springen in einen anderen Rhythmus/anderes Metrum.

Abwehrmechanismen/Ohrendruck

– Dass alles, was man nicht kennt, als Bedrohung empfunden wird, heißt natürlich auch, dass es mit der Zeit immer mehr Dinge gibt, die einen bedrohen, und der eigene Bereich demgegenüber immer kleiner wird und schließlich verschwindet.
– Wieso das denn? Ist doch genau umgekehrt!

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Unreifer Scheiß

tolle, angenehm grobe Konstruktion

6/7: Welche Nie Nicht?

Instrumentation:
1.) Volumen Spielraum
2.) Position Spielraum
3.) Positionierung im Spielraum

Ein riesiges, vielgliedriges, hässliches Krustentier, das über die Landschaft hinwegrollt.

Formeln
Beschwörungen
Zaubersprüche

Wenn du ein Wort dafür findest, ist es weg.

Schämen: Auch hier können beide recht haben. Egal, was du machst, du wirst dich dafür schämen. Es gibt keine Möglichkeit, hier herauszukommen, ohne sich dafür zu schämen.

Idee ausgeschwitzt
Pulsschlag verloren

Maurizio/Licht: Einstimmig beginnen, langsam reinschleichen, quasi Mahler 10
Regelmäßige Aussetzer + Dämpfung = Schwarzfilm (Schedelbauer)
Abbildung und Gegenstand langsam gegeneinander verschieben
Taktbruchteile
Am Ende ganz aus dem Raster fallen (oder gerade wieder hineinrutschen)

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die Verachtung

Schnitt gegen den Schlag: größer/kleiner/gegen den Schlag/in sich verschoben

Untrue überarbeiten: Fassungen Einleitung gegeneinander schneiden, 8tel-Pausen als Trennzeichen, Differenz vs. Unisono. Vielleicht Oktaven verstärken (Kontrabass).

Wahnsinn: Alles komplett schwachsinnige Lüge. Völlig grenzdebil. Irrsinnige Absurdität.

Block und Schnitte: Weiche Fugen

Abbildung eines Klangs: Was wäre das denn genau? Ja wohl nicht einfach nur seine Wiedergabe. Unterschied zwischen Foto und Klangaufnahme: Bei der Klangaufnahme hat man tatsächlich immer den Eindruck, dass es sich um den Klang selbst handelt (auch wenn das so natürlich nicht stimmt).

Davon stirbt man nicht: Du vielleicht nicht, ich schon.

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because that’s what people do

Gedicht: Erstaunlicherweise wirklich möglich, dass man ein Gedicht ganz genau liest und am nächsten Tag dennoch kaum wiedererkennt. Als ob nur die oberflächlichsten Merkmale gleich bleiben würden. Als ob man Buch führen müsste über das Gedichtelesen. Ist das vielleicht sogar ein Kriterium für ein gutes Gedicht? Sprachkonzentration.

Merkwürdiges Ideal, eine Musik zu schreiben, die vom Instrument losgelöst ist. Könnte man gegen sich selbst wenden, indem man für Schallwellen schreibt. Elektronische Musik, zunächst als Verwirklichung der Unabhängigkeitsidee, dann als endspezifische Musik, exakt ausdefiniert, unabhängig von jeder Apparatur. Letztlich Sample, Aufnahme. Diese Aufnahme ist das Stück. Basta. Das Instrument existiert gar nicht mehr, außer als Sample/Foto. Das war das Instrument, damals.

Knacksen
Brummen
Rauschen
Piepsen
Krachen
Summen
Knistern
Knacken
Surren
Donnern
Rollen
Knarren
Schnarren
Klirren
Knattern
Schleifen
Rattern
Quietschen
Zischen
Einrasten
Scheppern
Wobbeln
Wabern
Surren
Kratzen
Schaben
Klacken
Pluckern
Zupfen
Streichen
Streifen
Reißen
Stecken
Schließen
Schlagen
Platzen
Knallen
Pressen
Drücken
Fallen
Plumpsen
Kullern
Ausspringen
Rollen
Reiben
Schleifen

Bahn: a-e-c-h-a/h-c-cis-d

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distinctly unpleasant

Dass irgendjemand irgendetwas spielt, ist schon Begleitung. Vorausgesetzt, es ist nachgeordnet/flächig. Warum funktioniert das so gut?

Einfach gar nichts.
Noch nicht einmal peinlich.
Litanei.

Piece of shit: Alles komplett nur Drone? Würde sicher gehen/wäre eine Möglichkeit. Alles leise. Totale absolute Kontinuität.

Das schöne an Dingen, die einfach so durchlaufen, ist natürlich, dass sie einfach so durchlaufen: Man muss nicht wirklich darüber nachdenken, wie es weitergehen soll.

Cembalo: Sinnlichkeit der ultrapräzisen Attacke oder Attackenfolge.

absurd und irgendwie trotzdem o.k.

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Tonaler Drone

Lustig, dass Dauerintensität/Aufgeregtheit auch wahnsinnig nerven können. Man würde sich dann ein bisschen Strenge, ein bisschen Formalismus, irgendwas, was über den puren Einfallsreichtum hinausgeht, wünschen. Einfach mal leer lassen. Einfach mal echte Härte zeigen. Nicht dauernd zeigen, wie wahnsinnig brillant man ist. Da wirkt das traditionelle Material übrigens auch ziemlich klugscheißerisch/bescheidwisserisch.

Orchester: Frage wäre, warum das alles so gleich klingt, warum der resultierende Ausdruck auch immer so wahnsinnig ähnlich ist. Selbst wenn man ihn total überdehnt.

Oktaven und Mikrotöne. Lustig, dass letztere als direkte Abweichungen eigentlich immer weinerlich klingen. Kann man nicht mehr machen. Was müsste man denn tun, damit das Orchester nicht mehr wie Orchester klingt?

Alles, was zu viel ist, ist gut. Loving the too much.

Elektronik mit Schlagzeugakzent, Schlagzeug löst Elektronik aus, Elektronik löscht Schlagzeug aus.

Keine gute Idee: Videoarbeiten, die eigentlich Kurzfilme sind. Noch schlimmer: Videos, deren Storyline man zusammenfassen kann. Tatsächlich finde ich, dass Narrativität komplett gegen das Medium geht.

Gleiches Objekt, zwei leicht gegeneinander verschobene Perspektiven gleichzeitig. Schnitt/Naht in der Mitte.

Zwei Schirme, gleiches Objekt, gleiche Perspektive, zeitlich leicht gegeneinander verschoben.

Cluster in den Goldberg Variationen.

Interessanter, wenn man nicht weiß, ob überhaupt etwas passiert, als wenn dauernd etwas passiert.

Riesiger, kahler Bogen, durch dessen Ruine man in den dunkelblauen Nachthimmel starrt.

Blind: Liste von Zitaten ist Gedicht.

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Pansonic

Nationalismus: Die Überzeugung, dass man zu siegen VERDIENT, auch wenn man schlecht spielt. Also so etwas wie angeborene Unfairness.

Produktion
Reproduktion

Weißes Rauschen
Weißes Rauschen
Weißes Rauschen

Elektronik

Klingt von draußen besser als von drinnen.

Die sterben ja wirklich. Das ist ja überhaupt kein Spiel.

Schreien formalisieren: Jede Silbe andere Dynamik. Flüstern. Stimmhaft/stimmlos.

Entschiedenheit als Routine ist keine Entschiedenheit, weil es nichts mehr zu entscheiden gibt.

Die Pause festlegen, BEVOR man die nächste Zeile kennt: Durchlaufendes Versmaß/Metrum vermeiden. Hebungen/Senkungen.

A$AP Rocky: Interessant, wie extrem einfach der Sprechrhythmus ist. Man merkt es natürlich, vor allem das Eintönige des Vortrags, aber dass es tatsächlich am Rhythmus liegt, versteht man erst, wenn man darauf achtet. So einfach KANN es gar nicht sein.

Heidegger vielleicht doch verfremden – zumindest, wenn er begleitet ist?

Lopatin
Hecker

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Mühelosigkeit/Anstrengungslosigkeit

Noch mal zu Magie: Es erinnert ja ein bisschen an den Verbrecher, der immer wieder zum Tatort zurückkehrt, wenn ein Komponist, dessen Arbeit wie keine andere magische Momente abruft, immer wieder davon spricht, dass das magische Moment zerstört/vermieden werden muss. Ein normaler Instrumentalsatz hat nichts magisches, ein tonaler Satz letztlich auch nicht, ein Satz, der die Tonproduktion als Geräusch vorführt, aber eben doch. Auch das Ausstellen von tonalen Versatzstücken hat etwas magisches, als ob man sich mit den Köpfen der getöteten Gegner schmücken und dadurch seine eigenen Kräfte vermehren wollte. Nichts daran ist verwerflich, es ist nur das Gegenteil der offiziellen Verlautbarungen.

Sich seiner Schwäche schämen.
Sich seiner Fehler schämen.
Sich seines Pechs schämen.

Z.B. sich schämen, dass man sein Fahrrad nach Hause schieben muss – was natürlich kompletter Unsinn ist. Als ob wir vollständig unverletzbar und unangreifbar sein/scheinen wollten.

Rauschen
Knacksen
Schrapsen
Piepsen
Quietschen

Mikrophon

Irgendjemand muss irgendetwas spielen.

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Wie ein Verrückter

Teil x: Nur tiefe Lage

Anfang Teil a/Teil b: Ohne Begleitung

Groß Alt 7 \

Trompete: Große Sprünge/quasi verbunden/quasi Geräusch

X und X reimt sich nicht: Interessant, dass sich der Effekt des Reims nicht einmal andeutungsweise einstellt, er fällt einfach völlig weg, wenn man die Variation durch die Wiederholung ersetzt. Umdeutung des Klangs. Akkord.

MIT dem Text oder GEGEN den Text. Oder NEBEN dem Text (Rhythmus).

unregelmäßige Rhythmusfolgen auf regelmäßige Einsatzfolgen runter/hochbrechen

schneiden/schneiden/schneiden – bitte!

Loft Music
Life Of The Party
Gone
Heaven Or Las Vegas
Next

normal böse
sehr böse
gar nicht böse
durch und durch böse

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Traktat über das ein-Kind-seiner-Zeit-sein

Absolut erschreckend, wie Pop zwei Jahre später klingen: Im Grunde erkennt man nichts wieder. War das wirklich diese Platte? Hat die wirklich so geklungen? Perfektes Beispiel für Zeit: Wir spüren nichts, aber plötzlich sind wir ganz wo anders. Und offensichtlich alle anderen mit uns. The world has fuckin’ changed. Wo bin ich? Absoluter, kompletter Riss bei etwas, von dem man dachte, dass man es genau kennt. Und von dem man weiß, dass es sich nicht geändert haben KANN. Also MUSS man sich selbst verändert haben, und zwar durchaus tiefgreifend. Immerhin sind das deine Ohren, ist das dein Herz. I don’t like that anymore. Keep away from me. Please! I don’t wanna hear that! I don’t wanna see that! Wo ist die Wärme hin? Wo ist die Tiefe? Das sind ja plötzlich nur noch Töne! Immer wieder interessant dabei, dass Sachen, die zu ihrer Zeit direkt, ohne Verzögerung, eingeschlagen haben, am schnellsten veralten. Tendenziell lächerlich wirken. Wäre allerdings ziemlich bescheuert, das für eine tiefere Gerechtigkeit zu halten.

Größte Tragik, zumindest für den Zuschauer: Wenn eine Figur glücklich ist, eigentlich aber unglücklich sein müsste. Wir wissen schon, dass der Zustand des Glücks nicht mehr lange bestehen wird. Es ist aber nicht nur die Fallhöhe von Glück zu Unglück, die die Situation so tragisch wirken lässt, sondern die Ahnungslosigkeit der Figur, die Schutzlosigkeit, mit der sie in ihr Unglück geht. Glück macht schutzlos. Und wir wissen, dass die Erinnerung an das falsche Glück, die Erkenntnis, dass das Glück nur ein Irrtum war, das Unglück noch viel schlimmer machen wird. Sicher auch Scham und Wut, dass man die Situation nicht gleich richtig erkannt hat. Dass man sich fälschlich in Sicherheit gewiegt hat (Mad Men wieder von vorne).

Ziemlich toll, das einfach im Raum stehen zu lassen, überhaupt nicht zu erklären: Sie ist glücklich, er ist großzügig, und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Scham: Schaut man sich da selbst zu, oder geht man davon aus, dass man beobachtet wird? Geht man GRUNDSÄTZLICH davon aus, dass man beobachtet wird? Was ich sehen kann, kann auch jeder andere sehen – kann auch EIN anderer sehen. Ich nämlich.

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Heimsuchung

Man muss sich klar machen, dass man ja wirklich jeden Tag schläft, jeden Tag in eine Welt hinabsteigt, die man nicht kontrollieren kann, und von der man in der Regel nicht weiß, dass man in sie hinabgestiegen ist, während man sich in ihr befindet. Mord.

Was wir wichtig fanden – und wie lange es her ist. Was wir können, und was wir nicht können.

Laufen lassen vs. Schneiden, zum Beispiel. Der Eingriff.

Ehem, what, where?

Schwarzfilm = Weißes Rauschen

Verschiedene Grade von weißem Rauschen

Knacksen

Sprechen: 16tel
Singen: 8tel

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Piece of Shit

Auch die Bösen sind unschuldig. Well, I’m not so sure. Maybe.

Tropfen: Hihat, gedämpft, immer auf die Eins.

Medien: Interessant, wenn ein Weltbild ausschließlich aus Klischees besteht. Im Grunde völlig irre, was einem da ständig präsentiert wird.

Evil Voices
This is is IS IS/Pain/
THEFAINT

möglicherweise Orgel

Konnte nicht mit der Schuld leben.

The Money Store
The Drawbar Organ
Saint Vitus
Cicconia
Landini
New Age

im Raum schwebend
entspannt schwingend
rasch vibrierend
warm und gerade
aggressiv übersteuert

E-Piano

WARUM/KLINGT/DAS/HEUTE/ALLES/SO/ABGESCHMACKT?

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Aggressiver Nicht-Witz

Dagegen macht Humor eben fast immer Sinn: Staatstragender als Ernst.
Keywords: Operngesang
Sea of Vapors

Streichquartett: Letztlich Tonsatz, in Klang getrieben.

Visitenkarte Selbstausbeutung: Fertiges Material.

Rearrangement. Richter-Sampler.

Ton wird gehalten, Schauspieler spricht, singt einzelne Wörter auf Tonhöhe, Ton verändert sich, entsprechend verändert sich die Tonhöhe der einzelnen gesungenen Wörter. Unter Umständen extrem schnell gesprochen und extrem schnell gesungen, also extrem schneller Wechsel zwischen Sprechen und Singen.

Keine Pointe
Keine Narration

Text, der dann auch bedeutungsfrei gemacht werden kann, wo der Klang wichtiger als die Erzählung, die Folge der Wörter ist. Vielleicht Wörter umstellen?

Monolog auf mehrere Stimmen verteilen

Ort
Bühne
Auftritt
Abtritt

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Akademiker und Intellektuelle

Hupe: Lang. Langgezogenes Hupen

Klarinette, Fagott, Horn.

Solovioline: Selbstzerfleischung. Hass II.

Das wichtigste ist, dass es so doof wie möglich ist. So doof, dass man es nicht mehr verstehen kann. Stimmt tatsächlich: Wenn es Sinn macht, ist es fast immer Schrott. Politik.

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Ausdrucken

Nicht zu schlau sein wollen. Stehen lassen.

Kaum sprichst Du es aus, ist es weg. Was war das noch mal? Was wollte ich damit sagen? Was war der verdammte Punkt? Strange: Bedeutung als Gefühl.

Ganz schön pathosselig/Welcome to Morricone-land. Und da dann auch ein bisschen dünn. Wird dann, ehrlich gesagt, wieder zum Effekt degradiert. Merkwürdigerweise gerade, wenn es gut gespielt ist. Weil es dann so durchsichtig ist. Offensichtlich. Deutlich. Man versteht es sofort. Trompeten 1-4 à 4.

Everybody knows everything. Stimmt nicht.

Auch gut: einfach Brummen (ER, Osaka). Warum nicht ein Stück schreiben, das so funktioniert?

Plattenrauschen/Knistern: Deutlich interessanter, wenn es aufgenommen ist (auch unbeabsichtigt), als wenn man sich wirklich damit herumschlagen muss.

Too much.
I like.
Yes.
I do.

Ich bin dafür da: Interessante Aussage. Vielleicht ist das wirklich so.

Wie der Schlaf sich herabsenkt. Tut er das? Schnee.

Being Beauteous: Anti/Gegen-Henze – gleiche Besetzung? Sopran, Harfe, 3 Bratschen, 3 Celli

Boris Charmatz
Xavier Le Roy
Laurent Chétouane

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be the last one to criticize

Spezialisten für Spannung: Es genügt, dass sich jemand, von dem wir wissen, dass er bedroht ist, in eine auch nur ganz vage gefährliche Situation begibt, um die Spannung ins Extrem zu steigern. Dazu gehört bestimmt eine gewisse Sympathie für die Figur, der Wunsch, dass ihr nichts zustößt, und eine grundsätzliche Glaubwürdigkeit oder zumindest Denkbarkeit der Situation. Frage wäre, ob das schon reicht, oder ob die Wirkung durch andere Kunstgriffe verstärkt werden muss, um effektiv zu sein. Unberechenbarkeit der Situation, verschiedene Gefahrenoptionen zur gleichen Zeit hätten bestimmt eine Verstärkung der Wirkung zur Folge. Kommt er von da oder kommt er von dort, schlagen diese zu oder schlagen jene zu. Auf der anderen Seite kann aber auch das Warten auf eine Aktion, deren Ausgang man schon kennt, unerträglich spannend sein. Schutzlosigkeit, Ahnungslosigkeit der bedrohten Person ist dabei sicherlich hilfreich. Aber auch das Gegenteil, eine wehrhafte Figur, die sich ihrer Lage völlig bewusst ist, kann die Spannungskurve in ein Extrem führen. Ziemlich unübersichtlich. Wäre interessant, das mal komplett durchzudeklinieren.

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Filed under Dramaturgie, Film

And so – you just wait.

Ganz interessant, wie man immer wieder allmählich zu wählerisch wird und sich das dann wieder abgewöhnen muss, davon wegarbeiten muss, oder warten, bis es vorbei ist, bis diese Haltung von alleine zusammenbricht

Felswände, schroff, eigentlich eine riesige Höhle, oder ein Überhang, der in seiner Schwere über uns zu schweben scheint: Bild, Screen, Bewegung, Leinwand.

Nee, das geht jetzt wirklich gar nicht: Alles, was man auslässt, weglässt, was wegfällt, weil es nicht passend scheint oder weil es nicht aussprechbar ist. Es bleiben nur die Reaktionen, Antworten, Anschlüsse, die noch nicht einmal unbedingt auf die Fehlstellen verweisen, erst recht nicht auf das, was fehlt. Eher scheinen sie auf sich selbst zu verweisen, mit sich selbst zufrieden zu sein. Schweben im Raum.

Wie wäre das: Streichquartett tritt auf, setzt sich, spielt einige Takte, und steht gleich wieder auf, um hinter der Bühne zu verschwinden. Nach einigen Minuten kommt es zurück, spielt diesmal etwas längere Taktfolge, und tritt sofort wieder ab. Und so fort: Dauer der Auftritte und Dauer der Pausen exakt auskomponiert, keinerlei Reaktion auf das Publikum, kein Verbeugen, kein Warten, bis das Publikum ruhig ist, keine Rücksicht auf Applaus. Auch zuletzt einfaches Abtreten und dann, vielleicht nach vorherbestimmter Zeit, letzter Auftritt für Applaus, um die Gesamtdarstellung des Stückes zu definieren. Etwa 40 Minuten, wie Zwei/2240. Quasi Parallelstück. Auf keinen Fall auf der Bühne bleiben, kein pathetisches Warten, keine Ungeduld, keine Bedeutung. Könnte auch in der Zwischenzeit etwas anderes passieren (Interpreten/Publikum), nur die exakten Zeitabstände müssen eingehalten werden.

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Im Traum bei relativ klarem Bewusstsein

Mad Men nochmal angeschaut: downward spiral als dramaturgische Form. Das Lächeln von Don Draper als verzweifelter Versuch, innerhalb des Strudels, der ihn hinabreißt, Haltung zu bewahren. Bleibt übrigens auch immer relativ gleich, egal, was passiert, fast egal, ob es gerade gut oder schlecht läuft. Ziemlich ausgeprägter Fatalismus. Egal ob geniales Casting, exakte Regieanweisung oder schauspielerische Leistung, ziemlich perfekte Besetzung. World of Doom. Auch so etwas wie glanzvoll untergehen. Glanz heißt dann, im Elend gut auszusehen, aber dennoch das Elend auszudrücken (auch wenn der Figur selbst das vielleicht gar nicht bewusst ist).

Vielleicht so etwas wie die Zeit, die an den Menschen entlang nach unten fährt, oder, genauer, die Menschen langsam nach unten drückt. Und Don weiß das auf irgendeiner Ebene, was ihn zum Protagonisten/Helden macht. Bis zu einem gewissen Grad scheinen es allerdings alle Figuren zu wissen. Und deswegen mit einer gewissen Würde in den Abgrund zu schweben, wie im Vorspann als Bild/visuelle Metapher ausgeführt.

Zeitriffelung: Anschläge je Schläge je Instrument

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Not done.

Unterteilungen:

/1-
/7

SW: Ganz schön viel Wut. Klar Testosteron-gesteuert, aber trotzdem gut/ernstzunehmen.

Gebläse. Weeknd. Wieder gehört. Immer noch super. Gottseidank.

It might be enough to do anything at all as long as it is anything at all and not just nothing. Seriousness. Whatever that fuckin’ is. Which is actually not true.

Pakistanisches Staccato: Durchlaufende Impulse, schnelle Ablösungen, leichte Beschleunigungen und Verlangsamungen, kurze Pausen, kurze Einwürfe, sozusagen alles an diesen Pulsen aufhängen. Können alles aufnehmen. Einzelne, doppelte oder dreifach Impulse, plötzlich extreme Beschleunigungen, dann auslaufen, fast gar nichts, einzelne Silben oder Silbenfolgen, lange Pausen, vielleicht auch plötzlich alles viel langsamer. Dann wieder Ausbruch von Impulsfolgen, einige Silben werden übernommen, quasi verdoppelt oder wiederholt, die meisten aber einfach weitergesponnen, einzelne Wiederholungen auch innerhalb der Phrase, fast immer Überlappung von Phrasen, merkwürdiger Wechsel von langen und kurzen Phrasen, einzelnen Verdopplungen und unvorhergesehenen Pausen. Natürlich auch: Zwei verschiedene Phrasen, die nebeneinander herlaufen. Das aber eher selten, meisten behält eine der beiden Phrasen die Oberhand über die andere und löst sie schließlich ab/ersetzt sie. Kurzer Singsang. Phrasenbewegungen hoch/runter/wellenförmig. Tolle Binnenrhythmen.

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Beide nicht nehmen

Tonhöhe als Geste bzw. Definition von Gestik: Die Bewegung wird enger/weiter, springt weit, dann eng, oder umgekehrt, usw.

Verzierungen ultraschnell

Gesang

Lully

Verzierungen Streicher: Streichquartett

Alles voller Verzierungen

Abel Tesfaye

Wischen

Verzierung ignorieren, so tun, als ob sie nicht da wäre: Expressive Geste.

Schreien auf Tonhöhe

In eine Position bringen, in der du nicht mehr nachdenken kannst. It’s too fuckin’ complicated, oder so. Oder eben nicht. Entscheiden, dass es auch so gehen muss.

Der liebe Gott ist Überforderung. Just CAN’T get it.

Fuck voting.
Fuck liking.

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Zitat als Autorität

MMM: schlechte Witze aber subtil = gute Witze

1.) Anschläge/Takt vs. Anzahl Töne
2.) Unterteilungen/Takt vs. Anzahl Anschläge

Verhältnis Anzahlt Töne/Anzahl Anschläge:
Wenn 1 Tendenz zu Tonwiederholungen

Streichquartett: Viel zu viele Töne, vielleicht aber auch o.k., muss dann total durchgeknallt werden als Stück.

Unterteilung/Schlag hochrechnen auf Unterteilung/Takt – was dann heißen würde, dass es nur eine Unterteilung je Takt je Stimme geben kann. Abgesehen von Subunterteilungen = Verzierungen

Komisch, dass es im Fernsehen immer um Verrat geht. Muss mit der Dauer zu tun haben.

Mehrklänge NICHT als Sammlung von Tonhöhen behandeln

Verzierungen als
Binnenrhythmus
Körperrhythmus
Gesten

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Oder was auch immer.

Rust
Remnants
Rails

Unterteilungen Schläge/Takte: ein vernünftiges Argument, Unterteilungen auf Takte zu beziehen, wäre, dass die Takte dann in ihrer Funktion mehr sind als reine Materialspeicher, sondern tatsächlich auf einem durchgehenden Schlag beruhen – wenn auch u.U. in verschiedenen Stimmen unterschiedliche Schläge.

Gegenargument: Die Vergleichbarkeit der Unterteilungen je Schlag fällt weg, da der Bezugsrahmen der Taktlängen sich ständig ändert. Einzige Möglichkeit wäre hier, auf Schläge bezogene Unterteilungen proportional auf Takte umzurechnen (was sicher ziemlich wilde Unterteilungen zur Folge haben würde), oder die Unterteilungen nicht grundsätzlich auf 4tel, sondern auf den jeweiligen Nenner des Taktes zu beziehen, so dass sich ausschließlich komplette Schläge ergeben, die dann auch identisch je Takt unterteilt werden könnten.

Vorteil dabei wäre, dass die Unterteilungen flexibel zwischen den Instrumenten ausgetauscht werden könnten.

Tremolo-Rhythmus gegen linke Hand-Rhythmus

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Wir machen das jetzt mal so.

Das gilt natürlich auch, und eigentlich noch mehr, für die anderen Textbänder: Perfekte Inszenierung von Magie.

Eher ein Meister im Einsatz von Magie (mehr als klassische Komponisten, bei denen das magische Moment viel mehr in die musikalische Gesamtkonstruktion eingebunden ist) als ein Zerstörer von Magie. Vielleicht – allenfalls – ein Isolierer, ein Vorführer von Magie. Aber ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass das wirklich im Vordergrund steht – dazu ist der Einsatz von magischen Elementen letztlich zu schamlos.

Das Vorführen und Nachspielen von körperlichen Extremzuständen ist ja letztlich auch nichts anderes als ein Abrufen von magischen Momenten, die sich direkt auf das Publikum übertragen sollen.

Ist das ständige Ich sagen nicht auch ein magischer Akt, der Versuch einer magischen Behauptung/Beschwörung?

Styropor-Chor: Nichts anderes als der völlig unverdeckte Einsatz eines magischen Moments. Und das könnte einen eben auch stören: Dass die Dramaturgie nicht nur durchschaubar, sondern offensichtlich auch planbar ist. So ein bisschen Hollywood im Schwabenland. Zauberkiste. Handgemachte CGI.

Will jetzt nicht darauf herumreiten, aber die ständige Suggestion, dass ein Klang einen anderen auslöst, insofern sie unmittelbar aufeinanderfolgen und der erste den zweiten anzustoßen scheint, ist ja auch nichts anderes als das Postulat einer magischen Verknüpfung der Ereignisse – die in Wirklichkeit nichts anderes miteinander zu tun haben, als dass sie aufeinander folgen. Also das Ursache-Wirkung Prinzip, das die gesamte Dramaturgie Lachenmanns prägt, als magisches Postulat.

Und DAS ist, wenn man ehrlich ist, ein bisschen zu einfach als Trick. Und das Fiese – und auch ein bisschen Unlautere, weil man seinen Partner, hier das Publikum, ja wirklich über den Tisch zieht – an Tricks ist, dass sie eigentlich immer funktionieren. Man muss schon sehr viel Misstrauen auf sich ziehen, damit sie nicht mehr funktionsfähig sind.

Auch das lange Stehenlassen einzelner Klänge und das atmosphärische Ausinstrumentieren sind in einem dramaturgisch-expressiven Zusammenhang nichts anderes als absichtlich hergestellte Momente magischen Ausdrucks.

Sopran-Unisoni: Damit kann ja nur die Magie der Oper gemeint sein.

Der Sho-Teil und auch der abschließende Zwei-Piano-Teil als totales Vertrauen in die Magie der fremden/merkwürdigen Instrumentalklänge. Die Leistung besteht hier eher darin, sich der Magie der Klänge voll anzuvertrauen, als sie zu brechen. Und klar, darin liegt natürlich auch eine grundsätzliche ästhetische Gefahr, einerseits in der Tendenz zu schön Arrangierten, die allerdings immer gebrochen wird, andererseits in dem gewaltsamen Willen zur Überwältigung, der mindestens für die späteren Werke Lachenmanns auf offensichtliche Weise charakteristisch ist. Manchmal so obsessiv, dass man den Eindruck hat, er muss sich selbst von irgendetwas überzeugen. Dass er dies ist, dass er jenes nicht ist.

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Magie

Bricht Lachenmann Magie – oder nutzt er sie nicht eher besonders geschickt aus? Anfang Schwefelhölzer ist doch eigentlich nichts anderes als atmosphärische Zauberei.

Aufteilung von Textsilben/Phonemen auf verschiedene Stimmen: Funktioniert eigentlich gar nicht, weil die einzelnen Stimmen viel zu individuell bleiben, um sich wirklich in ein homogenes Ganzes einzupassen. Und wenn die Anzahl der Stimmen so groß ist, dass sich keine Einzelstimmen mehr unterscheiden lassen, verschwimmt die Artikulation so stark, dass es unmöglich ist, einen atomisierten Text wieder zusammenzusetzen. Und es klingt eben auch überhaupt nicht, als ob es so gemeint wäre. Interessantes Problem. Ein bisschen vielleicht doch eine Kopfgeburt, eine Hilfestellung, die sich um das eigentliche Problem herumdrückt.

Auch das falsche Zusammensetzen des Texten in erkennbaren, aber leicht durcheinander gemischten Einzelsilben und Lauten bedient doch eigentlich eine ganz einfache Form von Magie: Die Lust am Nachvollziehen, am Erraten, am Wiederherstellen von Ordnung.

Selbst die beiden Soprane müssen zwar Aktionen ausführen, die auf der Opernbühne nicht alltäglich sind, werden aber in ihrem Nimbus als Opernstimmen nicht nur nicht angetastet, sondern eigentlich sogar verstärkt, weil nur die Essenz, die hohen, puren, expressiven Töne als Ausdruck zugelassen werden.

Insofern könnte man sagen, dass Lachenmann nicht etwa Magie zerstört, sondern im Gegenteil wie kein anderer Komponist (außer vielleicht Sciarrino auf ganz andere Art) Magie benutzt, um seine Musik zu definieren. Er scheut dabei auch nicht vor einfachen Effekten und direkter Ansprache zurück.

Das gilt letztlich auch für das Ensslin-Zuspiel: Man könnte zwar sagen, dass die bruchstückhafte Einspielung den Text musikalisiert und die offenbar nicht exakt gesteuerten Ausschnitte eine besondere Spannung hervorbringen, man könnte aber auch sagen, dass hier nur noch der Sound der Revolution nachgespielt wird, während der Sinn längst verschwunden ist – ein bisschen wie ein Che Guevara-T-Shirt: Es ist ja nicht so, dass das nichts transportiert – aber es ist letztlich nur noch die Haltung, die hier evoziert wird, während der Inhalt allenfalls als Provokation eine Rolle spielt.

Abgesehen davon ist es natürlich eine super Idee, Text unhörbar durchlaufen zu lassen und nur ab und zu kurz anzuspielen. Funktioniert auch besser als in Accanto mit Mozart, weil Text halt in jedem kleinsten Fragment auch dann inhaltsbezogen ist, wenn man absolut nichts versteht, und daher das abreißen viel wirkungsvoller ist als mit einem Mozartband, das ohnehin nur als Hintergrund durchläuft.

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Club der Lahmärsche.

Anzahl Anschläge je Schlag
Anzahl Unterteilungen horizontal
Anzahl Unterteilungen vertikal

Verzierung keine/alle
Anzahl Anschläge Verzierung
Unterteilungen Verzierung

Overruling

Ist eine Skala eine Verzierung?

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Filed under Form, Material

Seelenlandschaften

Was soll das eigentlich sein? Gibt es ja tatsächlich, dass Landschaften etwas auszudrücken scheinen, auch wenn das real eher Unsinn ist. Ganz interessant dann aber, wenn man sich eine Landschaft vorstellt oder von ihr träumt, wenn sie also nicht mehr real ist, sondern auf realen Vorbildern aufbaut. Was macht denn da die Seele mit der Landschaft? Werden da reale Empfindungen vor echten Landschaften rückimaginiert, werden da z.B. Bedrohungen, die einer echten Landschaft innewohnen könnten, rückgeschlossen, werden also z.B. Ängste durch Bedrohungen, die von einer imaginierten Landschaft ausgehen könnten, bebildert? Ist wahrscheinlich noch ein bisschen komplizierter, viele Erfahrungen, die in einem Bild zusammenfließen. Nochmal komplizierter übrigens, wenn eine reale Landschaft imaginiert wird: Die Empfindungen von damals oder die Empfindungen von heute oder – am wahrscheinlichsten – ein Gemisch, eine Verquickung. Ähnliches Problem: Bild einer realen Landschaft vs. Bild einer imaginierten Landschaft. Die Seele. Lustig. Könnte aber tatsächlich eine Funktion von Landschaftsmalerei sein: Die Seele erkunden.

Der stramme Marxist hat halt wenig Ahnung von den feineren Verflechtungen der Seele, wie alle, die grundsätzlich davon ausgehen, dass sie recht haben.

Landschaft natürlich auch Urbild von Material, Reservoir.

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Angst

War das die richtige Entscheidung?
Was tue ich hier?
Wie komme ich hier wieder raus?

Toll fieses Gefühl.
Psychologisch gefangen.
Natürlich auch
Sozialdruck.

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The Year In Pop

Leider nicht so toll wie letztes Jahr, sorry. Nichts, was einen wirklich umhauen würde. Nichts, was wirklich alles auf den Kopf stellen würde. Vielleicht WOLD. Vielleicht Andy Stott. Aber eben nicht wirklich.

Grau
Gelb
Hellgrün
Hellblau
Dunkelblau
Rot

Top of the Pops

LANG
1. Wold: Freermasonry
2. Andy Stott: Luxury Problems
3. Death Grips: The Money Store
4. Hype Williams: Black Is Beautiful
5. Scott Walker: Bish Bosch
6. Traxman: Da Mind Of Traxman
7. Chromatics: Kill for Love
8. Burial: Kindred EP/Truant/Rough Sleeper
9. Jason Lescalleet: Songs about Nothing
10. Jam City: Classical Curves
11. Aesop Rock: Skelethon
12. FAY: DIN
13. Daphni: Jiaolong
14. Young Smoke: Space Zone
15. Internet Club: Final Tears
16. Dragged Into Sunlight: Widowmaker
17. je suis le petit chevalier: An Age of Wonder
18. Le1f: Dark York
19. Loincloth: Iron Balls of Steel
20. Holly Herndon: Movement
21. Arca NYC: Stretch 1/Stretch 2
22. The Shins: Port Of Morrow
23. YYU: TIMETIMETIME&TIME
24. ahnnu: Pro Habitat
25. How To Dress Well: Total Loss

HONORABLE MENTION
Ab-Soul: Control System
Bambounou: Orbiting
Barker & Baumecker: Transsektoral
BODYGUARD: Silica Gel
Claro Intelecto: Reform Club
Eli Keszler: Catching Net
Miguel: Kaleidoscope Dream
Monky: Hotel Infinity
Robag Wruhme: Olgamikks
Will Guthrie: Sticks, Stones & Breaking Bones

KURZ
Aardvarck: Nubian
AlunaGeorge: You Know You Like It
Bandshell: Dust March EP
Bass Clef: Dawn Chorus Pedal
Eats Everything: Jagged Elbow EP
George Fitzgerald: Child EP
Helium Robots: Jarza (Theo Parish Translations)
Jacques Greene: Ready EP
Jets: Jets EP
Joy Orbison: Ellipsis
Karenn: SHEWORKS004
Kevin McPhee: In Circles
Machinedrum: SXLND EP
Manni Dee: Shifting
Monty Luke: Tomorrow EP
Pariah: Rift EP
Percussions: Bird Songs/Rabbit Songs
Rrose: Artificial Light
Shlohmo: Vacation EP
The Blank: Suburban Dreamer EP
TMSV: Stress/Lost
Trimbal: Confidence Boost (Harmonimix)
U (12): Eah
Unknown: #001-004
Walter Ego: Shadows

Nichts
Nichts

Hass: Kälte

nicht zu viel Sinn

Traktat über das Ein Kind seiner Zeit sein

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Filed under Pop

Modemacher als Heilige.

Der heilige Raf.
Häh?
Na ja, ich meine, wer denn sonst, oder?

Paraguay: Es macht keinen Sinn, sich nur kurz zu bedienen und etwas einfach zu benutzen, um einen kurzen Effekt zu erzielen. Die Idee ist ja doch, einen Stil durchzuziehen und auszuschöpfen, nur so kann er seine Kraft und Ernsthaftigkeit entfalten, ansonsten bleibt er einfach Feature, das genauso gut wegfallen könnte. Stimmgeeiere.

Richter 1/50: Alle Kanten auch extra stellen. Überlagerungen.

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Blawan/Moodymann

It ain’t what you got, it’s what you do with what you have, you understand?
And it ain’t what you do, it’s how you do it.

I agree. Do I?

Als Komponist muss man ein Gefühl dafür entwickeln, wann es sich lohnt, ein Stück nochmal zu überarbeiten, und wann eben nicht. Das ist sicher auch eine Erfahrungssache, hat aber auch damit zu tun, dass man versteht, was man gerade erreichen kann, dass man ein Gefühl dafür entwickelt, was für ein Potential in einem selbst zu einem bestimmten Zeitpunkt steckt. Es geht nicht immer darum, das optimale Stück zu schreiben, sondern eher darum, dass man für sich selbst, für das, was man jetzt gerade kann, das Optimale herausholt. Dass man nicht zu früh aufhört, aber eben auch nicht zu spät. Dass man nicht schludert, dass man das Potential ausschöpft, dass man dem Stück aber auch eine gewisse Frische lässt, dass man es nicht überschreibt. Der eine gibt zu früh auf, der andere kann nicht los lassen. Und die richtige Entscheidung hat nicht nur mit dem Stück zu tun, an dem man gerade arbeitet, sondern auch damit, wie man sich weiterentwickelt: Wenn man immer zu kurz tritt, wird man sich nicht angemessen entwickeln können, wenn man sich ständig verrennt, natürlich auch nicht. Hat sicherlich auch mit Personalstil zu tun: Es wird zur Signatur, zum Erkennungsmerkmal, in welchem Zustand man seine Partituren hinterlässt.

Aha. Ist das so?

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Filed under Methode, Pop

Studie in Slapstick

Es ist eben letztlich völlig egal, was da passiert, Hauptsache es passiert überhaupt etwas. Oder eben gar nichts. Ist ja auch was. Die Reihe für den Moment. Die Pause für den Moment. Die Nicht-Aktivität. Total gegeneinander schneiden. Wie die Doofen. Impro. Soviel davon, in der Lage, mit den Instrumenten usw.

Und das Gegenteil davon wäre der Übergang. Der Schnitt auf den Schnitt. Was ist von da nach da passiert? Was bedeutet das? Fläche gegen Punkt.

Klar fühlt man sich sicherer, wenn man weiß, wo es hingegen soll.

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Filed under Form, Material, Piece of Shit, Stücke

Mögliche Themen.

Keine Arbeit: Es ist natürlich interessanter, wenn es keine Arbeit ist. Oder?

Ausgewählte Samples vs. systematische Samples

Damit könnte man doch?

the day Wakamatsu died

Können wir das bitte noch harmloser haben? Nee, ich meine total harmlos, ich meine, absolut total harmlos, so dass es absolut niemandem wehtut. Nee, noch harmloser. Ja, ja – super! Bitte nicht wehtun. Bitte niemandem wehtun. Geht doch. Ist doch super.

self sample

Interessant, dass beim Essen winzige Portionen genügen, um den Hunger zu stillen. Man isst dann meistens weiter, weil man das Gefühl hat, es lohnt sich nicht, so wenig zu essen.

wahnsinnig ruhig

der falsche Schnitt ist immer der schönste: Schnitt als Schnitt

es geht eigentlich nicht so sehr darum, zu gewinnen, sondern gut zu sein
gewinnen ist eher sowas wie ein Zubrot
aber gut sein ist der Hauptgewinn

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Studie in Pathos

Form: Das Geordnete und das Ungeordnete

Das, was sich von selbst ergibt.

Anhaltende Aktivität

Ich will mehr davon und weniger davon.
Das will ich hier und das will ich dort.
Und das hier dazwischen.
Nein viel weniger davon, mehr davon.

Aktivitäten gegeneinander schneiden.

Und davon nur ganz wenig.
Nur ganz wenig hierein.

AO

Abstraktes Gemälde

Abstrakte Form

Konkreter Inhalt:

Aktivität

Die tun da was. Die machen da was. Und dort? Ja, da auch. Und dort? Nee, da nicht. Da passiert nichts. Da ist nichts los.

Z.b. Melodie als Aktivität. Muss ja jemand was machen. Bläst sich ja nicht von selbst.

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etwas Fremdes

Gegenstände

schamlos

Antihermetik

Frage wäre ja, wie lange etwas überhaupt erkennbar bleibt.

total offenlegen

ich mache Dinge, die ich nicht tun sollte

na ja, und sonst so?

eigentlich gerade eben kein neues Material daraus machen, sondern so lassen, wie sie sind

einfach hinstellen

was passiert, wenn man sie?

komplett alles reinwerfen

alles offen

allerdings nicht einsetzen, nicht auf etwas zielen, nicht einfach nur benutzen

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ich versucht

Es ist natürlich klar, dass sich Form nicht immer selbst generieren muss. Man könnte auch einfach sagen, das will ich hier, dies dort haben. Wie man vielleicht einen Raum einrichten würde. Auch wenn das dann eher in Richtung Geschichte erzählen geht.

Toll natürlich, wenn Form und Material miteinander identisch sind. Aber eben nicht die einzige Möglichkeit, Zeit zu strukturieren. Das Gegenteil wäre dann wahrscheinlich flächiger, deutlicher, auch gröber. Klare Materialformen, die gegeneinander gesetzt werden.

regelmäßiger Schlag ist an sich schon Wiederholung

Ganz lange etwas beibehalten, und dann plötzlich umschlagen lassen. Wie manche Dancetracks: Eine rohe, ultradeutliche Form. Nerven behalten.

Kurze Geistesblitze, die sofort wieder verschwunden sind. Wenn du sie nicht sofort aufschreibst, sind sie weg. Subtilitäten des Denkens. Kurzzeitig die Dinge in einem anderen Licht sehen. Für eine Sekunde etwas verstanden haben. Oder glauben, dass man etwas verstanden hat. Hätte sich ja auch als kompletter Unsinn herausstellen können, wenn man es aufgeschrieben hätte.

da stell ich dies rein, und da stell ich das rein

könnten wir nicht?

wollen wir?

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Gefahr

Parallelismus

Traum

uneigentlich

hoffend, dass der kommende Tag nicht so fürchterlich sein möge wie der vergangene

als Haltung natürlich auch authentizistisch: darauf achten, dass

alles ganz leise: wo laut war, muss leise werden

you have reached the limits of control

alles doppelt: Kaum zu glauben, dass Graphik so effektiv sein kann

self-sample: Schnitte nicht am Taktstrich, also materialgemäß, sondern taktübergreifend. Neues Material durch unsachgemäßes Sampling generieren

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Bild ohne Ton

Einfach kopieren, und zwar wörtlich, was wäre das? Erstmal wäre es eigentlich keine Kopie, sondern das Original, denn es geht ja um Noten, nicht um Töne, und Noten verändern ihren Sinn nicht, wenn sie von anderer Hand geschrieben sind. Es würde sich also z.B. nur der Name des Komponisten ändern, oder der Titel, oder die Auswahl der Sätze. Aber es wäre eben keine Stilkopie, und auch kein Zitat, sondern etwas anderes. Ich zitiere einen ganzen Satz. Ich zitiere eine komplette Satzfolge. Es gibt keinen Rahmen für das Zitat, sondern eben nur das Zitat.

and then it’s o-ver

Spectrum/Captain Memphis: Total vernoiset, ganz geil.

TEMPS
L’HABITUDE

Zeit
Langeweile
Folter
Doku

Don/Richter: Wäre interessant, auszuprobieren, was da passiert. Unterschiedliche Zeitfenster. Du hast jetzt nur Zeit für. Da muss jetzt alles rein. Oder weglassen. Was da nicht reinpasst, fällt weg. Wird abgeschnitten. Nachvollziehbar, spürbar allerdings nur, wenn das Material über diese Schnitte hinausstrebt (Bewegungsenergie, unterbrochene Wiederholungsschleifen oder implizite Proportionen).

Exponentialfunktion: Viel viel vs. viel wenig

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Medienwechsel/Offenheit

Sound: Tatsächlich ja doch ziemlich entscheidend dafür, ob wir etwas mögen oder nicht, wenn der Sound nicht stimmt, ist es ziemlich schwierig, dennoch überzeugt zu sein. Bisschen vielleicht wie ein Fingerabdruck, nicht wirklich manipulierbar, nicht wirklich kontrollierbar, definitiv keine intellektuelle Entscheidung.

absolute Kontinuität, totale Intensität, dumpfes Pulsen: Wahrscheinlich nur mit Klangmanipulationen, die individuellen Ausdruck verhindern, auf Instrumenten möglich (luxury problems). Verdecken, nur halb durchscheinen lassen.

Kontinuität: Nur Rauschen, ganz leichte Andeutungen von Ton. Studie. Den GEGENSATZ zwischen Ton und Rauschen absolut vermeiden. Ja nicht das Eine aus dem Anderen entwickeln. Rauschdreiklang. Immer wieder. Anschwellen/abschwellen. Zu schnell. Was machen die da überhaupt?

Na ja, ist ja klar: Wenn’s läuft, sind alle zufrieden, dann hat man alles richtig gemacht, wenn nicht …

hätte schreiben können
die vielen Stücke
die man

ganz lustig, dass, wenn ein Stück fertig ist, man wirklich in einer anderen Welt steht

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Todessehnsucht

Geräusch Aufnahmepegel zu empfindlich eingestellt

Nichts, Hegel, Tod: Immer wieder faszinierend, wie viele Leute sich einfach nie angesprochen fühlen, in jedem Fall davon ausgehen, dass sie unmöglich gemeint sein können. So auch JH: Ist doch völlig klar, dass sich jeder in einer ähnlichen Situation im Wesentlichen gleich oder, viel wahrscheinlicher, schlimmer verhalten würde, völlig unverständlich, wie über die Leere der Figuren, ihre Dummheit und Unfähigkeit gesprochen wird, wo man doch in Wirklichkeit ziemlich lange suchen müsste, um unter den Entsetzten wenigstens gleichwertiges Personal zu finden. Ist aber natürlich ein eigenes Talent, sich selbst grundsätzlich für unverdächtig zu halten. Macht unweigerlich dumm, weil der Faktencheck schon an der Lebensbasis ausgeschaltet ist.

Parallelgeschichten: Ganz interessanter Gegensatz zwischen einer Konstruktion, in der Lebensgeschichten nebeneinanderher erzählt werden, ohne sich zu berühren, und einer Konstruktion, in der viele Figuren in einer Lebensgeschichte auftreten, um dann aber in der Mehrzahl der Fälle sofort wieder zu verschwinden und nicht mehr wiederzukehren.

Interessant, dass auch im Sport die eigentlichen Punkte/Tore dramaturgisch gar nicht so wichtig sind. Oft ist es sogar psychologisch enttäuschend, wenn ein Spiel sich entscheidet. Auch wenn der Spielzug selbst brillant ist.

Ensemble als Abspielgerät (quasi Samples)

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Heterophonie

Was ist denn das hier, was passiert da?

untrue, Einleitung: Versionen ineinanderschneiden.

Größte Bewegungsdichte festlegen, dann auf verschiedene Schlagtempi runterrechnen.

Das Fade

Das Staubige

Text komplett setzen und dann cutten.

mehr Glück für alle

work of fuckin art

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Zukunft und Vergessen

iTAL tEK, nebula dance: Keine besonders tolle Musik, aber interessant in ihrer zeittypischen Hektik, eigene Form von Schnelligkeit. Das Zuschnell in Form von wiederholungsartigen Strukturen organisieren, nicht Inhalte wiederholen, sondern Gesten wiederholen, Einsätze wiederholen, Abstände wie Schubladen strukturieren: Hier das hinein, dort dies, hier jenes.

Ausschnitte viel besser als das komplette Bild: Also das komplette Bild malen und dann einen Ausschnitt nehmen? Und alles andere weglassen. Eben nicht aufheben und vorzeigen und erklären. Niemand darf es wissen.

Wiederholung/Fläche/Masse: Synchronisation

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Richter/Loch

Ausdrucksdaddelei zum sterben langweilig. Interessant, dass das dar nicht mehr geht. Andererseits gibt es eben schon daddelartige Musik, die dann doch funktioniert, meinetwegen Black Bananas. Als ob da das Gedaddel beherrscht wäre, ausgearbeitet wäre, als Komposition funktionieren würde. Bisschen wie eine Intelligenzentscheidung gegenüber einer Gefühlsentscheidung. Auch das Überspitzte funktioniert dann viel besser. Echtes Überspitzen ist vielleicht auch eher eine Frage der Konstruktion als des direkten Ausdrucks.

Medienwechsel: Bisschen problematisch, wenn es nur darum geht, Dinge zu zeigen, die man sonst auf der Bühne nicht sehen könnte. Interessanter wäre ein unnötiger Medienwechsel um des Wechsels willen. Also willkürlich, nicht vernünftig. Nicht praktisch.

Nicht unbedingt die Frage, warum folgt b auf a, sondern was ist zwischen a und b. Was passiert da?

Wen man so will: Was ist da, wo der Punkt steht? Was passiert zwischen zwei Sätzen? Letztlich eine tote Zone. Einfach Dinge aneinanderkleben. Zukleistern. Dann merkt man’s nicht mehr. Rhythmus z.B. könnte eine Lösung sein. Prosa. Und das Objekt der Gegenstand.

Die Löcher zwischen den Sätzen. Alles nur Kleber.

Oder: Das dazwischen, und das, wozwischen es ist, trennen. Auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Sozusagen die Kanten extra komponieren.

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Rhythmus/Verstehen

Ganz interessant, dass man beim Leiselesen alles versteht, wenn man schnell liest, aber den Rhythmus nur als Sinnrhythmus mitbekommt, wenn man anfängt, langsamer zu lesen, allmählich der Sinn verschwindet, aber der Rhythmus deutlicher wird, und wenn man anfängt, laut zu lesen, der Rhythmus deutlich bleibt, aber in seiner Bewusstheit verschwindet, und der Sinn wie von selbst wieder aufzutauchen scheint, als Aktion gewissermaßen, selbst wenn man nichts versteht. Auch hier so etwas wie: You can’t have the cake and eat it, too. Wie immer, schade. Und anstrengend, wenn man beides haben will.

Auch interessant, dass man beim Lautlesen durch Betonung und Melodie leicht suggerieren kann, man hätte den Text, den man liest, verstanden, auch wenn dies gar nicht der Fall ist. Selbst, wenn man einen Text tatsächlich weitgehend verstanden hat, ist es ziemlich leicht, ihn so zu lesen, als ob man ihn noch viel besser verstanden hätte, als dies eigentlich der Fall ist: Tatsächlich erübrigt sich beim Lautlesen auf merkwürdige Weise die Frage des Verstehens. Vermutlich große Hilfe für Schauspieler, die ihre Texte aufzusagen haben. Ein merkwürdiger Ausdeutungsautomatismus des Sprechens.

Hat vielleicht auch damit zu tun, dass für das Sprechen die Satzkonstruktion mit ihren Bezügen nicht so wesentlich ist wie für das gedruckte Wort. Es ist nicht nötig, den gesamten Satz im Gedächtnis zu behalten, um ihn richtig zu betonen, es kommt eher darauf an, die einzelnen Satzglieder vernünftig darzubieten, der Gesamtsinn ergibt sich dann von selbst im Gedächtnis der Zuhörer. Oder eben auch nicht. Selbst dafür ist der Betonungsgestus der einzelnen Satzglieder wichtiger als das Beziehungsgeflecht des Gesamtsatzes. Und trotzdem bemühen wir uns, auch in der echten Rede, die Satzkonstruktionen sauber zu halten, und sind irritiert, wenn uns das nicht gelingt. Irgendeine Sprechinstanz checkt das also doch nochmal durch.

Vielleicht also so etwas wie die Voraussetzung für das dann nicht mehr wichtig sein. Es ist halt schön, wenn es den korrekten Hintergrund gibt, aber nicht essentiell für die gelungene – ja was denn? Ja wohl nicht Kommunikation.

Geheimnisverrat.

Lustig, was sich da so schreibt.

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Filed under Literatur

goldenes Licht

Die Bühne wird in tiefe Melancholie gehüllt sein. Trauer sinkt auf das Publikum herab. Langsames Stampfen.

4.10. 12:23
5.10. 15:52

3 Tage
7 Monate
9 Jahre

Lustig ist eine Kategorie des Geistes

Merkwürdig, wenn dann ein Entzündung einfach so wieder verschwindet.

ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-
ge-ge-ge-ge-

nom

form follows energy: Was wäre das denn in Musik? Was wären denn Regeln, die innerhalb eines bestimmten Aspekts/Parameters Sinn ergeben, die man aber normalerweise nicht verwenden würde, weil sie alle anderen Parameter bizarr verformen würden? Und genau das wäre dann das Tolle daran: Das man einen einzelnen Parameter auf Kosten aller anderen Parameter durchgesetzt hat, und das Ergebnis exakt dadurch sinnvoll-sinnwidrig und deswegen interessant ist. Dass man das Ergebnis nachvollziehen, aber dann eben doch nicht nachvollziehen kann. In gewisser Weise etwas gegen jedes gute Benehmen/Geschmack durchsetzen und eben dadurch eine höhere Form von Geschmack beweisen. Für den Moment.

alles böse
alles schlimm
alles schlecht
alles egal

still
leise
halb laut
laut
ganz laut

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intellektuelles Mitläufertum

notwendige Fehler/die Fehlermaschine: Wäre doch toll, wenn man Fehler einfach vorausprogrammieren könnte, und zwar so, dass man nicht weiß, welche Fehler genau eintreten werden, und auch nicht, wann, dass man aber sicher sein kann, dass irgendwelche Fehler auf jeden Fall auftreten werden – und wenn nicht, dies dann eben der Fehler wäre. Fehlende Synchronisation. Die Maschine reagiert gerade nicht auf das reale Geschehen, sondern vollzieht ihre vorgeschriebenen Handlungen, egal, was passiert. Müsste aber noch toller sein: Dass es eben doch eine Reaktion gibt, dass die aber in einer großen Anzahl von Fällen einfach falsch ist, weil sie nicht passt. Regler hochfahren, wo nichts da ist. Regler runterfahren, wo etwas passieren müsste. Das Rauschen der Maschine. Rückkopplung. Falsche Einsätze. Falsche Schnitte. Viel zu laut. Viel zu leise. Vielleicht aber noch mehr. Eindringen in die Struktur. Die Struktur selbst darstellen. Eine Struktur gegen eine andere Struktur setzen, aufeinander bezogen, aber doch gegeneinander versetzt.

Verstärkung willkürlich ein- und ausschalten, womöglich mit Knacks. Darauf müsste die Musik allerdings dann wohl doch reagieren, sonst zu offensichtlich.

Gesamtes Stück im voraus aufnehmen und gegen die eigentliche Aufführung halten, wie ein Foto, das gegen sich selbst verschoben ist. Würde das Problem lösen, dass Klang immer nur dann bearbeitet werden kann, wenn er gerade klingt oder schon verklungen ist. Das Nachgeordnete der Live-Elektronik. Andererseits natürlich eine ziemlich künstliche Prozedur. Könnte sogar interessanter sein, wenn man es instrumental auskomponiert.

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Filed under Liveelektronik, Stücke

ZWEITER TEIL/XIII

Schnelligkeit: Nicht nur Schnelligkeit im schnellen Wechsel von verschiedenen Aktionen, sondern auch Schnelligkeit im Sinne von viel vom Gleichen. Dass eine bestimmte Art von Material in einen so engen Zeitrahmen gepresst wird, dass die vielleicht in einem normalen Zeitrahmen ohne Schwierigkeiten ausführbare Handlung gerade noch/gerade nicht mehr ausführbar wird, und sich dadurch nicht auskomponierbare, aber kalkulierbare Ungenaugkeiten einschleichen. Oder dass die resultierende Ergebnisabfolge sich so schnell bewegt, dass sie gerade noch/gerade nicht mehr nachvollzogen werden kann, und sich dadurch eine Ungenauigkeit in der Wahrnehmung ergibt, gleich ob die Ausführung genau oder ungenau ist. Im Wesentlichen: Schneller spielen, als man hören kann. Die Ohren überholen. So dass sich die Ohren im Überholtsein/Überholtwerden einrichten müssen.

Das wäre doch echt schön, oder etwa nicht?

Dazu gehört auch: Die zu schnelle Figur als EINEN Baustein zu betrachten, ein in sich geschlossenes Bruchstück, das nicht weiter aufgespalten werden kann. D.h. die Bewegung nicht als zusammengesetzt, sondern als einfach behandeln, auch wenn die Notation das Gegenteil suggeriert. (Smithson/Matta-Clark)

Irgendwann schreibt man’s dann halt auf.

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Filed under Kunst, Material, Schlachten 2: Motette, Stücke, Untrust, ZWEI/2240: Song Cycle

Und getreu

Schrei

Verzierungen: gliss hoch/gliss runter/gliss hoch und runter

Triller als Verbindung zwischen zwei Tönen

Gerätschaften/Vorschläge

Extrem schnelle Verzierungen extrem leise.

Verzierungen in andere Register hinein.

Art Weak

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Filed under Stücke, Weltmusik, ZWEI/2240: Song Cycle

Letztlich auch Vergänglichkeit.

Denken Denken Denken Wiederholen Akkord: Keine Harmoniewechsel

Gong stark dämpfen, weicher Schlägel: klingt wie Brett.

Extrem starke Bearbeitung des Tons im Nachklang

Letztlich sehr gewalttätig

Mehr Geräusch als Ton, dennoch intendierter Ton immer klar auszumachen

Durchgehend am Steg gespielt, viel Attacke

Zum Ton hin/vom Ton weg

Schlagzeug: Reibstöcke, Kontrabassbogen, Schlägelköpfe, Rute, Hand, Fingernagel

Aneinanderreiben

Formen der Variation

Haupttöne/Nebentöne

Hand tanzt auf Saiten

Deswegen Saiten freischwingend, ohne Griffbrett

Geräusch als Verzierung

Verzierung als Geräusch

Störung

Verunreinigung

Das Signal muss klar sein, damit die Verunreinigung als solche erkannt werden kann.

Ansonsten Haupt- und Nebentöne gleichwertig/nicht unterscheidbar/eine Ebene

Oberfläche

Lange Glissandi, wo dann wirklich nicht mehr klar ist, welcher Ton ursprünglich gemeint war.

Aufhebung des Tongefüges

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Filed under Pop, Schlachten 2: Motette, Stücke

Umwölkten Hauptes

Klarinette nach unten ausfransen lassen.

Wie kriegt man die Entfremdung ins Instrument zurück? Dass das Instrument das Instrument bleibt und trotzdem kaputt ist. Reine instrumentale Geste und trotzdem totale Entfremdung.

Oder gar nicht spielen lassen: Auch toll.

Alles unisono, auch mehrstimmig. Alles verdoppeln, Instrumente total vermischen, nicht mehr als einzelne Instrumente erkennbar. Aber: Gesten erkennbar. Satz erkennbar. Von Instrumenten getrennt.

Virtuosität: Das viel zu schwer, das dann in etwas anderes umschlägt: Eine andere Qualität, ein anderes Material. Ganz schnell, und deswegen nicht mehr nachvollziehbar. Auch akustisch nicht: Schneller spielen, als man es hören kann.

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Filed under Schlachten 2: Motette, Stücke

Gigantischer Schweineartiger Superheld

Folge von Melodien und nichts anderes. Als Musik ziemlich merkwürdige Idee. Extrem schwer erinnerbar, besonders im langsamen Tempo. Im schnelleren Tempo dann deutlicher. Melodiewechsel so etwas wie Tonartwechsel, schon allein weil die Häufigkeit der Töne anders verteilt ist.

Lustig, dass die Lautstärke immer gleich, nämlich sehr laut, sozusagen volles Rohr bleibt.

Mit schnellerem Tempo werden die Teile immer kürzer. Gleiche Zahl von Tönen/Schlägen/Wiederholungen?

Schläge langsam (gesteuert) ausklingen lassen. Quasi Echo.

4-4-4-8-8-8-8

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Filed under Weltmusik

Lebensentwürfe

Lustig, dass Chefs für tausend Sachen ihr Gesicht hinhalten müssen, von denen sie keine Ahnung haben.

Melodie
Sehr laut
Sehr langsam
Tonfolge

Wirkt eher wie ein abstrakter Satz

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Jünglingshafter Gestalt

an eternal error has occured

Ein extrem langweiliges Buch schreiben, das Langeweile als Weg zur Erleuchtung zum Thema hat. Am Ende bist Du erleuchtet.

Ein extrem unterhaltsames Buch schreiben, das Unterhaltung als Weg in die Selbstauslöschung zum Thema hat. Am Ende bist Du …

Das Buch als reale Verwirklichung des Themas des Buches.

Instrumente: Glissandi in Liegetöne einpassen, quasi Verzweigungen. Intensiver Stillstand.

sound of the machine: Nicht nachregelbare Elektronikeingriffe als unberechenbare Verstärkungsanlage, immer als Fehler, als Überreaktionen des Systems auf das Original

nicht übel

träum’ weiter

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Und wieder

Flügel und Flipper: Ein großer, jugendherbergsartiger Kellerraum mit zwei Flügeln und mehreren Flippern. Ich schlurfe umher, Münzgeld in einer halben Plastikschachtel, wie die, in denen man früher Pflaster kaufte, nur kleiner. Offenbar will ich Flipper spielen, aber jedesmal, wenn ich kurz davor bin, eines der Flipper-Geräte zu erreichen, fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel auf den Boden und ich muss es mühselig wieder zusammenklauben. Dann mache ich mich auf den Weg zum nächsten Flipper-Gerät, und wieder fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel.

ad infinitum

Gezählt
Gewogen
Geteilt

Als Blasinstrumente gelten in Korea alle Instrumente, die den Ton halten können, also neben den Oboen Piri und den Querflöten Daegeum auch die gestrichene Zither Ajaeng und die Spießgeige Haegeum, im Gegensatz zu den verklingenden Zupfinstrumenten.

orte taten tage

heroin
tomorrow
happiness

Motette: Langgezogener Teppich, ins Geräuschhafte gehen, quasi Ausbuchtungen von Geräuschhaftigkeit, tendenziell alles leise, vor sich hin kriechend

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Things we are not proud of

Really happened. Not funny.

Fein schneiden und wie rasante Akkordwiederholungen mit minimalen Abweichungen ablaufen lassen.

Kappacher: Als ob nur das, was in der Erinnerung stattfindet, wirklich stattfände. Und wenn dann wichtige Informationen fehlen, waren sie eben in der Erinnerung nicht enthalten. Aushalten, dass etwas wichtiges fehlt. Schreiben als Metapher für Erinnerung.

Wenn es passt, liest du es. Wenn es nicht passt, lässt du es stehen.

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Gift

Klarinette
Schlagzeug
Violine
Viola
Violoncello

schleichend
schleppend

abgedämpft

Kolik: Bass
Schlachten A: Bariton & Kleines Ensemble
Schlachten B: Sopran, Mezzo, Alt & Kleines Ensemble
Heiliger Krieg A: Counter, Tenor & Großes Ensemble
Heiliger Krieg B: Chor & Orchester
Stampfen: Streichorchester

East India Youth/Total Strife Forever: Beeindruckende Akkordwiederholungen

Bob Ostertag: Think of Zwei/2240

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Dove sta memoria

Agustí Torelló Mata
Reserva 2008

Jaume Codorniu
JC 019377

Jungeun Cho

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Schönheit

Unversehrtheit

Liquidation

Beobachten statt genießen: Spielverderberei

Dissonanz: Widerspruch

Nachsommer

Ensslin: Erhängte zum Frühstück

Präsenz der Bilder

Der Künstler hat gar nichts zu sagen, er hat etwas zu machen.

Schönheit ist der Anfang des Schrecklichen.

Schönheit ist die Möglichkeit des Endes des Schreckens.

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Selbstporträt als Thomas Middelhoff

Ives: Das Überflüssige, Stehengelassene, Sinnlose, Übriggebliebene. Bestimmt nicht so gemeint, aber superinteressant. Der völlig irrsinnige Aufwand für fast nichts. Das Ausbluten, Auseinanderfallen, Wegbrechen der einzelnen Sätze. Die Werkspuren, die natürlich gesetzt sein müssen, obwohl sie völlig widersinnig klingen. Es kann nicht so gemeint sein, es muss aber doch auf igendeiner Ebene gesehen und stehengelassen worden sein, weil man es unmöglich übersehen kann. Denn es ist natürlich GEMACHT. Die Noten fallen ja nicht von selbst aufs Papier.

überaus

gefährdet

JH=RG

ist doch klar, oder?
sieht das wirklich niemand?
oder will da niemand drüber sprechen?

und plötzlich bist du vor lauter dies hier und jenes dort überhaupt nicht mehr da

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aufgehoben

oder sagte ich das schon?

I am as good as dead – well who isn’t?

nach der Szene ist vor der Szene
und nach dem Stück ist vor dem Stück

in der Zeit zu Hause sein

yeah, it’s a fuckin’ paradise, actually

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unsympathisch

Die Idee ist ja eigentlich, ein Recht darauf zu haben, anstrengungsfrei durchs Leben zu gehen.

Interessante Vorstellung.

Nicht zu genau hinhören, Sorgfalt kann auch nerven: Einfach mal weghobeln.

Formalisieren: Um Gottes Willen keinen Naturalismus! Die singuläre expressive Geste.

so schön rund
so toll gemustert

after death = before death:
well, don’t be too sure

Kolik, 9. Szene, Vierer-Gruppen: Bratsche, 2 Akzente, Ponticello

Skulptur

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ernsthaft verstörend

Elektronik imitiert Instrumente und Instrumente imitieren Elektronik.

es drängte sich auf
es ging gar nicht anders

Nebenmelodien

schön

unvorstellbar

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