Category Archives: Kolik

Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Jeder Mensch braucht Geld – heute passiert es!

Saeng (Sho)/Danso: Vielleicht ein bisschen zu offensichtlich, aber trotzdem tolle Besetzung.

Akzente
Rhythmisches Vibrato
Krasse Differenztöne
Super Unisono
Glissando als Quietschen

Konzert:

A aus/ein

A1 aus/ein
A2 aus/ein
A3 aus/ein
A4 aus/ein
A5 aus/ein
A6 aus/ein

B aus/ein

B1 aus/ein
B2 aus/ein
B3 aus/ein
B4 aus/ein
B5 aus/ein
B6 aus/ein

A oder B oder A+B

Stehende Töne zur besseren Unterscheidung: Wo fange ich an, wo höre ich auf. Gehen nicht ineinander über. Quasi Tonhöhenartikulation.

Sommerkälte auf der nackten Haut. Eigentlich kein schönes Gefühl. Eher beängstigend.

Wortgeflecht
Pach’un tzij

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Was wäre denn am unangenehmsten?

Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend

Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.

The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.

Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.

Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.

Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?

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einst

Formate. Ränder.

Philip Guston, Schirn, Frankfurt/Main: Gegen Vermittlung. Das Bild ist stumm, und niemand merkt es.

Letztlich der Wunsch nach Beherrschbarkeit. Der absurde Glaube, durch Vermittlung alles beherrschen zu können. Dabei wird das Bild weggeredet.

Wahnsinnige Farbwelten, jedes Bild komplett anders, trotz scheinbar gleichbleibender Palette. Welt entstehen lassen, auch in den Formen. Neu zusammensetzen. Komplett fehlerhaft, banal, und deswegen toll. Sinnlos: Antisinn.

Malerische Gegensätze: Nur durch echte Arbeit möglich. Weiß auf Weiß. Grau auf Weiß. Grau auf Gelb. Schwarz. Hellblau auf Hellblau. Blauweiß. Grau.

1. Ein: Komplett
2. Ein: Strahler
3. Hell: Dim an
4. Halt 
5. Dunkel: Dim aus
6. Dia

– Aufbau
5. Dim aus
2. Strahler aus
– Auftritt
3. Dim an
2. Strahler an
– Einsatz
– Atmet
5. Dim aus
– Aus
2. Strahler aus
– Applaus
3. Dim an
2. Strahler an

Nebensächliches Sprechen, wie abzählen, im Hintergrund. Mischen (mit Singen), Register zusammenschieben, möglicherweise gleiche Tonhöhen.

Expressiver Text antiexpressiv gesprochen – und umgekehrt. Bischen billig natürlich. V-Effekt.

Now you don’t talk so loud.
Now you don’t seem so proud.

Soll man wirklich mit so nem Scheiß rumlaufen?
Was ist denn da/was wäre da aufgeklärt?

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Le Freak

Alles leise, auch Kolik? Wäre zu einfach. Aber es geht ja erst einmal nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern um die richtige Antwort. Trotzdem. Würde funktionieren, wäre aber zu offensichtlich. So etwas wie ein billiger Trick.

Ich kann nicht aufstehen.

Nicht ausruhen in der –

Abrufbereit.

Merkwürdig, dass alles Lesen sich plötzlich, wenn es nicht ganz schnell geht, wie Zeitverschwendung anfüllt. Als ob man Zeit ausfüllen würde, fast absitzen, wohl auch, weil man schnell weiß, wohin die Reise geht, schnell versteht, dass die Ausbeute begrenzt sein wird, die Zeit aber unendlich lange dauert.

Der ausgearbeitete Text, der Essay, der wohlkonstruierte Roman, letztlich fast immer viel zu umständlich, ohne wirklich Grundsätzliches bereitstellen zu können. Auch hier natürlich Wallace, der das Problem komplett, und von beiden möglichen Enden, auf den Punkt bringt.

Das Suchen nach Brotkrumen, nach etwas Verwertbarem, etwas, das einen weiterbringt, eine neue Perspektive enthält, inmitten von einem Ozean von gepflegter Normalität, lohnt sich das wirklich? Ist das vielleicht sogar doch Teil der Jobbeschreibung?

I have no fuckin’ idea. Gehört das dazu? Das abchecken, verwerfen, nochmal anhören, löschen, sichern?

Selbstbetrug als Stellenbeschreibung: Ist halt viel angenehmer, immer etwas zu tun zu haben. Horror vacui.

wir wären gerne
wir müssten

Why would anybody listen to that shit?

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Stromausfall

Pop/Klassik: Zeitung/Roman

Chateaubriand

Ryan Gosling

Auf die Spitze geklettert, über die Spitze gelehnt und balanciert: Starke, strudelartige Schwindelgefühle.

Rejected

Ganz schön unangenehm, etwas gar nicht im Griff zu haben. Am liebsten würde man sich sofort zurückziehen, um sich die Erniedrigung des Wartens zu ersparen.

Geige
Bratsche
Alt
Countertenor

Absolut still stehen, in exakt vorgegeben Zeitabständen lösen und sofort kurze Tonfragmente singen, die von der nächsten Körperstarre abgeschnitten werden. Nicht theatral, sondern formalistisch verstehen.

Kolik: Staccati auflösen, lange Noten unterteilen.

Staccati: Einfache und doppelte Glissandi.

Menschen, die glauben, etwas verstanden zu haben, und daran festhalten, weil es ihnen so schwer gefallen ist, dorthin zu kommen.

Und / so \ wei \/ ter / und \ so /\ wei / ter /\ und \/ so / fort \ und / fort \/

Langeweile als rumdudeln: Noch ein bisschen dies, noch ein bisschen das, noch ein bisschen fast das Gleiche, mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer, mal ein bisschen dunkler, mal ein bisschen heller. Allerdings muss dafür das Material auch schon von Anfang an dudelig sein, sonst funktioniert es nicht. Kind of Qual. Was für eine Art von Qual ist eigentlich Langeweile genau? Tut ja nicht weh, und tut dann eben doch weh, auf eine gar nicht so subtile, eher sehr konkrete Art. Punkt ist vielleicht: man weiß nicht, ob es langweilen soll, oder ob es einfach langweilig ist, deshalb fehlt die direkte Konfrontation mit dem Aggressor.

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Was alles fehlt.

Francois de Nomé

Schwerpunkt 3: Menschen/Maßnahme 3.2

Reincken, Hortus Musicus: Schnelle, virtuose Hauptstimme und langsame, begleitende Nebenstimme. Warum bleibt das interessant? Warum funktioniert das so verdammt gut? Was ist genau der Trick?

Sieht aber Super aus: Wie sollte das kein Argument sein? Glauben wir ernsthaft, dass wir Dinge besser nach ihren inneren Werten beurteilen können?

es / ist / alles / e / gal: Kein Geheimnis, aber trotzdem interessant, welche Silben man auseinandernimmt, und welche nicht. Und für einen Moment fühlt es sich so an, als ob es gar nicht anders sein könnte. Zwei Stunden später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Labilität des Geschmacksurteils. Oder des Gefühls. Oder des Ausdruckswillens. Wie war denn das? Wie hat es sich angefühlt? Notat. Innere Emotionalität.

Sprachklang: Fast unmöglich, den systematisch zu behandeln, ohne sich in die totale Hysterie-Welt zu verfangen. Funktioniert eigentlich nicht. Erbe des Serialismus.

Acting cool: Acting as if you would have all the time in the world. Acting as if you were immortal.
– That’s cool, indeed.
– But you aren’t.
– Well, fuck it, anyway.
– That’s the spirit.

Kolik
Licht A Capella
Hear Your Brother Hear
Im Kinderzimmer/Im Kino: Piece Of Shit

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Grammatik des Fehlers

grammatikalische Fehler im atonalen Raum

Zucker auf Zucker, z.B. Marmelade auf Honig: Geht überraschend gut

Abschattierungen zwischen Ton und Rauschen + Rauschen im gleichen Rhythmus

DAFÜR sollen wir die Goldmedaille bekommen?
Nun ja, wir mussten INTENSIV schlagen.

Bassarie murmeln

Orgelsolo

und noch mal überarbeiten
und noch mal überarbeiten
bis es eben stimmt
letztlich völlig egal, womit man angefangen hat

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unsympathisch

Die Idee ist ja eigentlich, ein Recht darauf zu haben, anstrengungsfrei durchs Leben zu gehen.

Interessante Vorstellung.

Nicht zu genau hinhören, Sorgfalt kann auch nerven: Einfach mal weghobeln.

Formalisieren: Um Gottes Willen keinen Naturalismus! Die singuläre expressive Geste.

so schön rund
so toll gemustert

after death = before death:
well, don’t be too sure

Kolik, 9. Szene, Vierer-Gruppen: Bratsche, 2 Akzente, Ponticello

Skulptur

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Das ist ja wohl ein Witz!

Man kann ja eigentlich nicht ernsthaft bezweifeln, dass es wichtig ist, dass sich Leute innerhalb der Gesellschaft für bestimmte Ziele, die allgemein akzeptiert werden, einsetzen, im Zweifelsfall eben auch ehrenamtlich. Warum wirkt es dann so lächerlich, wenn diese Personen in ihrer Aufgabe völlig aufgehen und sie ohne jede Distanz zum Mittelpunkt ihres Lebens machen? Vielleicht einfach, weil es falsch ist, weil eine solche Aufgabe nicht der Mittelpunkt Deines Lebens sein kann. Gleichzeitig kann man aber nur mit dieser völligen Auflösung seiner eigenen Person in der Sache bestimmte Dinge gesellschaftlich durchsetzen. Insofern ist diese Form der Zweckidotie unbedingt notwendig, um Dinge zu verändern. Eines der Probleme dabei ist sicherlich, dass man natürlich immer, zu jedem Zeitpunkt, fragen muss, ob das, was man macht, sinnvoll ist. Man kann nicht einmal entscheiden, dies mache ich, und von da an blind durch die Gegend rennen und alles dem einmal definierten Ziel unterordnen. So eine Art Soldatengehorsam sich selbst gegenüber.

Dialog der Woche:

– Lass dich doch nicht so gehen.
– Es ist so heiß hier.
– Dann geh wenigstens aus dem Bild.

– Kolik ist fertig.
– Ooops! Wie das denn?
– Weiß auch nicht. So halt.

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Formalistische Verzerrung

7 fuckin’ years.

Wahrscheinlich geht das wirklich nicht, dass man einem Text einfach Noten zuordnet. Wirkt lächerlich, fast ironisch. Würde vielleicht als Sprechrhythmus gerade so durchgehen. Weil das Sprechen nicht so deutlich zwischen akustischer Haupt- und Nebeninformation unterscheidet wie das Singen. Also allenfalls Abstufungen – oder eben gar nicht.

Es hilft auch nichts, wenn der Rhythmus komplex ist – wirkt fast noch komischer/deplazierter. Als ob man sich einen Ort anmaßt, der einem nicht zusteht. Weil er nichts mehr bedeutet. Sonst müsste man das Genre insgesamt akzeptieren. Wozu man logischerweise keine Lust hat.

Vielleicht genau das Gegenteil: Völlig mechanisch mit dem Text umgehen. Diese bescheuerte Einfühlung/Ausdeutung weglassen. Denn auf die Sprachmelodie eingehen ist ja letztlich nichts anderes als ausdeuten.

Nullausdehnung, horizontal und vertikal: Es gibt keine horizonale Nullausdehnung ohne vertikale Nullausdehnung, es sei denn: Staccato-Akkord, Staccato-Klang, statt Staccato-Ton.

Wenn der Einsatzabstand kleiner als die Ausdehnung ist, überlappen sich die einzelnen Elemente. Wäre bei Wörtern eine lustige, ziemlich formalistische Verzerrung.

Lieblingsfilme ever:
Wild Bunch
A Touch of Zen

Krieg: Sich selbst überholen, an den Rändern ausfransen

Szenen verzahnen

Silben
Worte
Zeilen

canon for one voice

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This is – the …

Lichtblitz: Dauern Musik festlegen, Dauern Text festlegen, Schnitte festlegen, Material einfügen, Text applizieren.

zoom in/zoom out

Frequenzanalysen grundsätzlich linear/polyphon

Ausschnitt horizontal/vertikal, vergößern/verkleinern, transponieren, unregelmäßig versetzen (Tonhöhe/Dauer), ergänzen: Was könnte hier passiert sein, hätten wir gleich genauer hingeschaut.

Lichtblitz
Licht/Maurizio
Kolik
Zwei/2240: Song Cycle

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Architecture of Pain

Maurizio/Licht: Ambient/Drone

absolute Regelmäßigkeit

Verzögerungen/Haken

Dynamik

Monumentalität/Wirkung

Again: Palermo/NYC

unterschiedliche Formate INNERHALB regelmäßiger Abstände

alles immer genau gleich lang

hohe Aktivität – niedrige Dynamik – verschwommene Konturen

Kolik wie Zwei/2400: schnell/leise vs. langsam/laut?

langsam Schreien: Anti-Naturalismus

Merkwürdige Entscheidungsfindung, wenn sich etwas falsch ANFÜHLT: Du versucht mit allen Mitteln an einer bestimmten Entscheidung festzuhalten, auch wenn du vielleicht von Anfang an nicht völlig davon überzeugt warst, vielleicht hast du dir einzureden versucht, dass es so gehen müsste, dass es gar nicht so wichtig ist, ob du es so oder anders machst, hast wochen- oder monatelang darum herumgearbeitet, und plötzlich merkst du: Es geht wirklich gar nicht. Es fühlt sich einfach falsch an. Es stimmt nicht.

Frage wäre, ob Entscheidungen jemals auf andere Art getroffen werden, ob nicht nach Aufzählung aller Vernunftsgründe am Ende gewählt wird, was sich besser anfühlt.

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Wahrhaftigkeit und Konsequenz

Ein Instrument ist kein Speichermedium.

Keine Interpretation.

Text und Pause

Zwei

Nichts

Jetzt wird es nie wieder aufhören (zu bluten).

Gerüst – Gerippe – Maßwerk

wie doof darf man eigentlich sein?

Kolik: In die Schwärze

Alles neu. Alles anders. Am Ende ist alles egal. Logisch.

Wie Zugriff auf Text? Welche Parameter?

Geschwindigkeit
Verständlichkeit
Stimmklang
Dauer

Zahl der Tonhöhen je Silbe/je Wort/je Zeile
Tonhöhenrichtung
Lautstärke
Lautstärkeveränderung
Text-Pause

Viel natürlich im Voraus festgelegt – es sei denn, man würde wirklich radikal eingreifen: Nicht mehr auf den Text hören, nicht mehr an die Bedeutung denken, nicht mehr kooperieren.

Das Streichquartett nicht gleich komplett aufgeben: Die Bedingungen sind nicht identisch, und eigentlich auch nur entfernt ähnlich. Aber im Denken auf Streichquartett Bezug nehmen.

Meine Schultern brennen.

Was ist denn das für ein Gefühl? Würde mich mal interessieren.

Musikalisches Grundproblem: Reihenfolge. Lustige Idee, einfach Fragmente nach vordefinierten Kriterien an einem bestehenden Prozess aufzuhängen (Moguillansky). Aber natürlich auch Problemvermeidung.

Bei Leuten, die in ihrer Haltung suggerieren, dass es keine Qualitätsunterschiede gibt, kann man davon ausgehen, dass sie entweder tatsächlich Qualitätsunterschiede nicht erkennen können, oder dass es in ihrem Interesse ist, Qualitätsunterschiede zu ignorieren. Spricht in jedem Fall nicht für ihre eigene Produktion.

Beschissen formuliert.

Spätestens ab dem 2. Stock schwebt man. Gut dass der Boden hält.

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