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Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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Steineichenwälder

Strophenweise arbeiten, jede Strophe einmal Minhee, einmal Kaleidoskop, also sehr blockhaft. Verständlich sind beide nicht.

Oder eben auch bei Kaleidoskop Hölderlin auf koreanisch (als Umschrift). Hm, vielleicht ein bisschen überengagiert.

Straße als erleuchteter Inselstreifen im Meer der Dunkelheit. Tatsächlich bekommt die durch ihre Beleuchtung eine merkwürdige Gegenständlichkeit.

Den falschen Schuh angezogen (li/re) und es nicht gemerkt? Kaum denkbar. Eher: Richtig angezogen, aber falsch gedacht.

nicht unpolitisch, sondern antipolitisch

– Mal was ganz langweiliges machen, ich meine, so richtig langweilig.
– Gibt’s so was überhaupt? Wahrscheinlich ja nicht absichtlich – wird ja automatisch spannend, wenn du es absichtlich machst.

Stimmen zerstören,
Stimmen überblenden,
als ob sie

immer wieder gleich
immer wieder genau gleich

Wie ist das, kann es eine andere künstlerische Kritik geben als die Verdrängung durch etwas Neues? Ist nicht alles andere letztlich Bullshit?

Aus dem Fenster schauen: Der totale Horror und die totale Schönheit.

Rätsel: Ganz geil, wenn sie nicht aufgelöst werden. Fast beunruhigend. Als ob das Symmetriebgefühl gestört oder der Gegenschuss fehlen würde. Einfacher Trick, aber sehr effektiv (Murakami).

Blau vs. grau, hellblauer Himmel vs. helldunkelgraue Gewitterwolken: Superschön.

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Waldrop: Punkt. Stopp.

Was passiert im Moment: Text als Grundmaterial, Aufteilung in Silben, Strukturierung der Silben, Kontur der Bewegung, Einsetzen in Gerüst. Und was machen dann die Instrumente, wenn sie sich nicht an das Textgerüst hängen können? Woher kommt das Material tatsächlich und welche Funktion könnte es haben?

Wie kommen die Dinge denn zusammen? Wie folgen sie aufeinander? Reine Willkür.

Möglicherweise feste metrische Einheiten als Gegengewicht zur flexiblen Anpassung an den Text.

Doch noch Parameter zur Materialgenerierung einführen? Könnte sich zum Beispiel auf die Strukturierung der Silben und ihre Kontur beziehen und würde dieses letztlich doch auch ziemlich doofe Aushorchen des Textes formalisieren. Da die Silben alle einzeln verarbeitet werden, wäre es sogar ziemlich einfach durchzuführen. Rhythmus würde sich dann nur noch auf die Gesamtdauer der Silbe, nicht mehr auf ihre Binnenstruktur beziehen. Würde auf jeden Fall das Problem der Imitation limitieren und damit eigentlich vermeiden. Das Material würde dadurch amorpher werden und sich nur an einzelnen Stellen konkretisieren. Man könnte dann das gesamte Geflecht noch einmal neu steuern und Anzahl und Position der Momente größter Deutlichkeit im Voraus festlegen (Parameter addieren und Durchschnitt nehmen als neuer Überparameter: D=(3+3+3)/9). Gefühlslosigkeit einüben. Tatsächlich ist beabsichtigte Emotionalität ja immer wahnsinnig nervend in der Kunst – und letztlich völlig unemotional, weil überhaupt nicht berührend.

Schweren Herzens: Ganz interessant, dass sich das wirklich so anfühlt. Sorge. Trauer. Zweifel.

Ist dann eigentlich ein Abschied vom Wort-Ton-Verhältnis, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch wenn man das wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird. Thanks to Gagok.

Sportswear: Eine der genialen Eigenschaften von Margiela war die subtile Annäherung an Sportswear, die jetzt leider komplett verloren gegangen ist. Das ist ja eines der wesentlichen Probleme von Kleidung: Dass Sportswear im Grunde öde, weil allbeherrschend, und formelle Kleidung lächerlich, weil nur noch ein leeres Zeichen, geworden ist. Das eine geht nicht mehr ohne das andere.

Nochmal zurücktreten und schauen, was du da eigentlich gerade machst.

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Übriggebliebener Klang.

Terzette: Pausen zwischen allen Silben
Duette: Überhaupt keine Pausen mehr, durchlaufendes Klangband, quasi strukturierter Halteton

Silbe-Pause-Silbe-Pause: Bild-Schwarzfilm-Bild-Schwarzfilm

Krach ist weiß, Pause ist schwarz

Spielen mit Länge/Struktur der Silben und Länge der Pausen

Ultra einfaches formales Konzept, überdeutliche Gestalt

Theater, Sommer, Frieren am Morgen, Kälte auf der Haut, Schmerzen

Die Pausen halten das Stück eigentlich zusammen.

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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ich will, dass es mir gut geht

Gelbe Nektarine und rote Johannisbeere. Cassis natürlich auch toll. Schreibsprache vs. Sprechsprache. Koriander, wo kommt der denn her? Korsika, Brin d’Amour.

Dödel
Trudel
Dudel

Hintergrundverzierung: Der geschlagene Rhythmus spielt in diesem Tempo fast keine bewusste Rolle, ist mehr selbstverständliche Markierung als Teilhaber am Voranschreiten.

interessanterweise komplett andere Stimmtechniken bei Gagok und Pansori

Relationen gehen wahrscheinlich immer davon aus, dass sie sich eigentlich auf das Gleiche beziehen, dass die Ableitungen eigentlich auf einen gemeinsamen Ursprung bezogen werden können, auch wenn es den nie gegeben hat bzw. wenn es sich dabei nur um die Konstruktion des aufeinander bezogen seins, sich voneinander absetzens geht, quasi ein leerer Raum, sonst nichts.

Gesetzt: Dass ein Wort innerhalb einer Phrase immer die gleiche Form von Grunddeklamation beibehält. Kann man das so setzen? Ist das im Ergebnis nicht eine ganz starke Annäherung an Imitation/Fugato?

Nur Rhythmus und Tonhöhen in Relation setzen, oder auch Material? Wenn nicht, würde man dann nicht voraussetzen, dass das Material grundsätzlich immer homogen bleibt und nur durch rhythmusbedingte Zeitverschiebungen Differenzen aufbauen kann?

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Telephones

Ruhe, in jeder Hinsicht: Angenehm, unangenehm, man ist dann natürlich schon komplett auf sich zurückgeworfen, das Hirn schaltet sich ein und denkt denkt denkt, was kann ich nur machen, was ist bloss los, was denke ich denn da. Absolute Nichtbeschäftigung als Ultrabeschäftigung.

Tonhöhen/Lautstärke/Glissando-Triller: Spricht nicht wirklich etwas dagegen, das systematisch anzuwenden. Außer die Ausführung. Glottistriller.

Krass: Gehaltener Ton, dann winzige Bewegung, dann wieder gehaltener Ton, dann gestische Bewegung aus dem Ton heraus. Super Material.

Gerade-Triller-Bewegung-Gerade, etc.

Hat ja auch etwas sautrauriges, plötzlich so konzentriert zu arbeiten. So anstrengend: Was passiert denn da mit mir? Und produziert dann ununterbrochen, kann gar nicht mehr aufhören.

So anstrengend: Kann ich jetzt endlich mal aufhören? Oder soll das immer so weiter gehen? Sturm im Kopf.

Irgendwann dann doch erschöpft, obwohl so viel noch zu tun/zu denken wäre.

Lustig, dass die Männerstimme dann so völlig anders, letztlich quälend hässlich wirkt.

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Wiedergabe

Maschine
Maschine

Wie ist das eigentlich mit drei Stimmen, ist die letzte Stimme dann um zwei Silben gegenüber ihrem eigentlichen Bezug versetzt, d.h. würden dann immer drei verschiedene Silben zeitlich aufeinander bezogen werden?

Und klar ist, dass zusammen mit den Instrumenten die Sache nochmal komplizierter wird.

Pausen/Zäsuren

verschieden bedeutet immer: länger

Echte, vollständige Verschiedenheit wäre wahrscheinlich das, was aus den systematischen Vorgaben komplett herausfallen würde: Wäre lustigerweise in der Konsequenz wahrscheinlich die statischste, am wenigsten bewegte Passage des Stücks

Männliche Gagok-Stimme: Wie kunstlos, schmucklos, tendenziell hässlich, sogar quälend, gar nicht mit weiblichem Gagok vergleichbar.

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Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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wüst/verloren

Fassung mit Text, dann Fassung ohne Text, dann Fassung mit Text usw., bis Text und Musik unabhängig voneinander aufeinander reagieren. Entwicklungsarbeit.

Ohne Tonhöhen – mit Tonhöhen – ohne Tonhöhen, etc.

Daegeum: Oberlippe in den Mundwinkeln aufhängen, dazwischen hängen lassen. Lustig, wie schwierig, und auf Dauer auch anstrengend es ist, einzelne Körperteile bewusst zu entspannen. Kann leicht total verkrampfen und funktioniert dann logischerweise überhaupt nicht mehr.

Geräuschverstärkung Gayageum: Dass dann alles, was man macht, automatisch eindrucksvoll klingt.

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Bleistift

Dass mir die öffentliche Rede so wahnsinnig auf die Nerven geht: Wenn sie jemand anderes hält, schlafe ich ein, wenn ich sie selbst halten muss, winde ich mich vor Unwohlsein – jedenfalls bei der Formulierung, der Vortrag ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich verstehe zwar die soziale Funktion der öffentlichen Rede, aber eben nicht die inhaltliche, und trage offensichtlich die Idee mit mir herum, dass alles, was man tut, inhaltlich begründet sein sollte. Keine Frage, dass man den Inhalt per Schreiben/Lesen besser transportieren kann als per Sprechen/Hören, wobei ja eigentlich das VORLESEN bzw. das formalisierte, im wesentlichen inhaltsleere Sprechen das Problem ist. Warum sollte man noch einmal sagen, was ohnehin alle wissen, und wovon alle wissen, dass man es noch einmal sagen wird? Damit es Ausgesprochen ist, eine Art Ritual, Ihr seid Zeugen, dass ich es gesagt habe. So etwas wie Vergegenwärtigung des Allbekannten. Ich habe es gesagt, Ihr habt es gehört, und alle können es bezeugen.

Immer wieder toll: Das 1:1 kurzschließen der Bassdrum mit irgendeinem höheren und möglichst unähnlichen Klang (heute: Gabor Lazar, ILS). Sozusagen musikalisch, und vor allem instrumentaltechnisch unsinnige Koppelung, die besonders gut funktioniert. Würde man halt normalerweise nicht machen. Janggu rechts/links.

Stück um drüber zu sprechen schreiben: Interessantes Konzept.

Bürokratische Verstrickungen. Selbst wenn sie vollkommen harmlos sind, hat man bald nur noch einen Wunsch: Auf der Stelle tot umzufallen.

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zwei Stunden in die Sonne legen und dann sterben

Sich selbst in unkomfortable Situationen bringen: was mache ich jetzt, wie komme ich hier wieder heraus?

Schamanen-Janggu
Innerer Rahmen
Äußerer Rahmen
Rahmen + Fell

Haegeum
leere Saite wird nicht benutzt
man muss jeden Ton singen können

Unterquarte Riesenvibrato
Grundton glatt
Große Sekunde mit kleiner Terz

man lässt die Saiten nicht einfach so klingen, das ist absolut unkoreanisch

Daegeum
Haegeum
Gayageum
Janggu

Gute Besetzung, erstaunlicherweise

Akzent am Anfang und am Ende des Tones, Geräuschverstärkung

Unsere Toten: Die nicht mehr leben, an die wir manchmal denken, wo wir uns wundern, dass sie schon so lange nicht mehr da sind. Ziemlich lebendig, solange man an sie denkt. Das Wissen, dass sie tot sind, verändert nicht unbedingt unsere Erinnerung, aber das Licht, in dem sie erscheint. Überhaupt nicht versöhnlicher, eher weiter weg, unerreichbar, wie ein Filmbild im Gegensatz zu einer Geschichte, die noch andauern könnte. Film als Metapher für Tod? Könnte ein Grund dafür sein, dass Super 8-Aufnahmen so unsäglich traurig wirken. Würde mal tippen, dass das nicht für Digitalaufzeichnungen zutrifft. Zu flexibel als Medium.

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Good = Ritual + Party (jeju people)

Intangible cultural asset No. 82

Aussehen/Auftreten: Wie will man aussehen, wie sieht man tatsächlich aus. Wie wird das tatsächliche Aussehen durch das gewünschte Aussehen beeinflusst? Inwieweit können sie deckungsgleich werden? Auch wenn etwas überzeugend aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es dir selbst gefällt. Und: Es ist nicht gesagt, dass das, was du siehst, das ist, was die anderen sehen. Schließlich hast du ein anderes Verhältnis zu deinem Äußeren als alle anderen. Welches eigentlich? Könnte auch ins Überdeutliche verzerrt sein.

White
Yellow
Red
Green
Blue
(flags)

Han-China: The Center of the World

Korean Hölderlin: They don’t like high notes, they prefer low notes.

If you master the music of the Eastern Coast, you will master everything (percussion students).

Shaman music: Tiefes Brummen (gong).

Dog Skin instead of Cow Skin: small drums.

80.000 gods: long epic songs

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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The art of Kunst.

Echt-Rost. Schöne Farbe.

Xiqu
Kunqu
Jingju

Brennt ein Licht.

Fromme Bitte: Lasst mich arbeiten.

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BR

The Inuit Empire.

Super wichtig: Neue Dynamik-Notation

Lucien Fugere
Pol Plancon

Minhee Park: Triller als Brechung, Verzierung als zweite Stimme. Eigenes Tempo.

Tonhöhe vs. Dynamik

Mögliche Aufteilung/Schnitt 4/4: 8-0, 7-1, 6-2, 5-3, 4-4, 3-5, 2-6, 1-7, 0-8. Jeder Takt kann mehrfach/verschieden ausgelesen werden. Akkumulation von Teilstücken.

Vorschlag mit glissando/portamento: Ist doch eigentlich klar – bin ich eigentlich bescheuert? Schwerer Akzent – immer von unten. Von oben wahrscheinlich eher distinkte Tonhöhe.

Female Gagok: Gerader Ton, mühelos gehalten, scheinbar ohne Energiezufuhr – aber eben auch nicht ausklingend!

Maurizio/Licht: Pausen zusätzlich oder an Stelle von Musik? (Interessante Frage, auch über das Stück hinaus relevant.)

Hier ist die Liste
mit deinen Freunden
in der Reihenfolge,
in der sie gestorben sind.

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hellwach

Bedauern:
Hätte ich bloß …
Hätte ich bloß nicht …

Meistens winzige Kleinigkeiten, die man definitiv nicht kontrollieren kann, aber wahnsinnige Konsequenzen nach sich ziehen. Nicht einschätzbar, weil nicht bemerkbar. Nicht jede Mini-Entscheidung ist total durchdacht, würde aber vielleicht auch nicht anders ausfallen, wenn sie total durchdacht wäre. Intuition. Instinkt. Winzige Nebensächlichkeiten, die plötzlich eine riesige Bedeutung bekommen. Leben.

Ewiges Rätselraten: Der unbeirrbare Glaube, dass Dinge, die gleichzeitig oder kurz hintereinander geschehen, auf irgendeine Weise miteinander verknüpft sein müssen. Das wäre doch ein bizarrer Zufall, wenn das nichts miteinander zu tun hätte. Stimmt. Vielleicht. Nicht. Es ist halt einer der wenigen Anhaltspunkte überhaupt, die uns zur Verfügung stehen, um Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen: Räumliche Nähe. Zeitliche Nähe.

Schlagzeug müsste man doch eigentlich ganz anders einsetzen: Geräusch ja, aber es kann doch nicht sein, dass man immer nur die gleichen Rhythmus-Impulse zu hören bekommt.

Dynamik als Parameter wahrscheinlich unterschätzt. Hängt vermutlich auch mit der unbefriedigenden konventionellen Notation zusammen, die viel zu viel Raum auf dem Papier einnimmt, um eine exakte zeitliche Ausdifferenzierung zu erlauben.

Motette: Inuit Spiele, eigentlich offensichtlich!

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Modemacher als Heilige.

Der heilige Raf.
Häh?
Na ja, ich meine, wer denn sonst, oder?

Paraguay: Es macht keinen Sinn, sich nur kurz zu bedienen und etwas einfach zu benutzen, um einen kurzen Effekt zu erzielen. Die Idee ist ja doch, einen Stil durchzuziehen und auszuschöpfen, nur so kann er seine Kraft und Ernsthaftigkeit entfalten, ansonsten bleibt er einfach Feature, das genauso gut wegfallen könnte. Stimmgeeiere.

Richter 1/50: Alle Kanten auch extra stellen. Überlagerungen.

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Und getreu

Schrei

Verzierungen: gliss hoch/gliss runter/gliss hoch und runter

Triller als Verbindung zwischen zwei Tönen

Gerätschaften/Vorschläge

Extrem schnelle Verzierungen extrem leise.

Verzierungen in andere Register hinein.

Art Weak

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Gigantischer Schweineartiger Superheld

Folge von Melodien und nichts anderes. Als Musik ziemlich merkwürdige Idee. Extrem schwer erinnerbar, besonders im langsamen Tempo. Im schnelleren Tempo dann deutlicher. Melodiewechsel so etwas wie Tonartwechsel, schon allein weil die Häufigkeit der Töne anders verteilt ist.

Lustig, dass die Lautstärke immer gleich, nämlich sehr laut, sozusagen volles Rohr bleibt.

Mit schnellerem Tempo werden die Teile immer kürzer. Gleiche Zahl von Tönen/Schlägen/Wiederholungen?

Schläge langsam (gesteuert) ausklingen lassen. Quasi Echo.

4-4-4-8-8-8-8

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Lebensentwürfe

Lustig, dass Chefs für tausend Sachen ihr Gesicht hinhalten müssen, von denen sie keine Ahnung haben.

Melodie
Sehr laut
Sehr langsam
Tonfolge

Wirkt eher wie ein abstrakter Satz

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Und wieder

Flügel und Flipper: Ein großer, jugendherbergsartiger Kellerraum mit zwei Flügeln und mehreren Flippern. Ich schlurfe umher, Münzgeld in einer halben Plastikschachtel, wie die, in denen man früher Pflaster kaufte, nur kleiner. Offenbar will ich Flipper spielen, aber jedesmal, wenn ich kurz davor bin, eines der Flipper-Geräte zu erreichen, fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel auf den Boden und ich muss es mühselig wieder zusammenklauben. Dann mache ich mich auf den Weg zum nächsten Flipper-Gerät, und wieder fällt das Münzgeld aus der halben Plastikschachtel.

ad infinitum

Gezählt
Gewogen
Geteilt

Als Blasinstrumente gelten in Korea alle Instrumente, die den Ton halten können, also neben den Oboen Piri und den Querflöten Daegeum auch die gestrichene Zither Ajaeng und die Spießgeige Haegeum, im Gegensatz zu den verklingenden Zupfinstrumenten.

orte taten tage

heroin
tomorrow
happiness

Motette: Langgezogener Teppich, ins Geräuschhafte gehen, quasi Ausbuchtungen von Geräuschhaftigkeit, tendenziell alles leise, vor sich hin kriechend

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P’ansori/Korea

Burde, Wolfgang (Hrsg.): Korea, Einführung in die Musiktradition Koreas, Mainz 1985

Chung, Kyo-Chul, Matthias R. Entreß (Hrsg.): Pansori, Die gesungenen Romane Koreas, Bd. 1: Gesänge von Liebe, Treue und listigen Tieren, Thunum 2005

Hahn, Man-Young: Kugak, Studies in Korean Traditional Music, Seoul 1990 (Gagok)

Heyman, Alan (Hrsg.): The Traditional Music & Dance of Korea, Korean Traditional Performing Arts Centre, Seoul 1993

Jang, Yeonok: Korean P’ansori Singing Tradition, Development, Authenticity, and Performance History, Lanham 2014

Jeon, Kyung-wook: Korean Mask Dance Dramas, Their History and Structural Principles, Youlhwadang Publisher, Gyeonggi-do 2005

Killick, Andrew P.: The Invention of Traditional Korean Opera and the Problem of the Traditionesque: Ch’angguk and its Relation to P’ansori Narratives, Washington D.C. 1998

Kim, Daihyun: P’ansori als Aufführungskunst, Trier 1997

Lee, Heung-gu: Korean Court Dance, As Seen in Historical Documents, Korea Foundation, Korean Culture Series 14, Seoul 2010

Lee, Mee-Jeong: Le Pansori, Un art lyrique coréen, Paris 2002

Lee, Wha-Byong: Studien zur Pansori-Musik in Korea, Frankfurt/Main 1991

Nam Sang-suk, Gim, Hae-suk: An Introduction to Korean Traditional Performing Arts, Minsokwon Korean Studies Series 4/music, Seoul 2009

Park, Chan E.: Voices from the Straw Mat, Toward an Ethnography of Korean Story Singing, Hawai’i 2003

Pihl, Marshall R.: The Korean Singer of Tales, Cambridge 2003

Rockwell, Coralie: Kagok, A Traditional Korean Vocal Form, Providence 1972

Shim, Joon Hee (Hrsg.): Pansori, Commemorating Designation as a Masterpiece of Oral Tradition and Intangible Heritage of Humanity by UNESCO in 2003, Seoul 2004

Song, Bang-Song: The Sanjo Tradition of Korean Kommun’go Music, Seoul 1986

Um, Haekyung: Korean Musical Drama, P’ansori and the Making of Tradition in Modernity, Farnham 2013

Willoughby, Heather Alane: The Sound of Han: P’ansori, Timbre, and a South Korean Discourse of Sorrow and Lament, New York 2002

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einmal

Weltmusik: Wenn es nicht langweilig ist, ist es nicht echt, oder so…

aborigines: toller klick-klack-Takt
bali: wahnsinniger Lärm
baka: Schaukel-Gesänge

Mikro-Heterophonie auf Liedzeilen

alles einfach klauen, 1:1, gar nicht erst versuchen etwas zu verändern

Takt/Puls geben, auch wenn gar nichts passiert: Leerstelle markieren.

Meinungen: Wir gehen normalerweise davon aus, dass wir mit dem nötigen guten Willen und einem gewissen Maß an Vernunft schließlich alle zum selben Schluss, zur gleichen Meinung kommen würden, dass es so etwas wie eine Notwendigkeit in der Meinungsbildung gibt, dass wir einfach noch nicht den korrekten Zugang gefunden haben, oder dass es zu viele Partikularinteressen gibt, die den Weg versperren, aber dass wir unter idealen Bedingungen zu einem Punkt kommen würden, an dem jede Argumentation notwendigerweise zu einem Schluss kommen würde, auf den sich alle beteiligten Parteien einigen können, und zwar nicht als notwendiger Kompromiss, sondern aus Überzeugung. Alles, was sich dem entgegenstellt, ist böser Wille, Eigennutz, und Desinformation. Wir gehen im täglichen Leben immer noch von einer Utopie der Aufklärung aus: Wenn die Leute über ihre wahren Interessen, über die tatsächliche Sachlage aufgeklärt würden, würden sie sich wie von selbst in die richtige Richtung bewegen, korrekt handeln, korrekt wählen, korrekt – Was aber, wenn es überhaupt keine absolute Argumentation geben KANN, wenn das ewige Hin- und Hergeschachere nicht in erster Linie mit persönlichen Unzulänglichkeiten zu tun hat, sondern mit einer grundsätzlichen Unfähigkeit, Dinge zu erkennen, bzw. mit einer grundsätzlichen Abwesenheit von etwas, das als Wahrheit erkannt werden könnte? Was, logischerweise, heißen würde, dass das Geschachere immer weiter gehen muss, ohne jede Aussicht, irgendwann einmal an einen Punkt zu kommen, an dem Probleme tatsächlich GELÖST sind.

Was nicht heißt, dass das Geschachere umsonst ist, sondern, dass es notwendig ist, um eine einigermaßen brauchbare Sicht der Welt zu konstruieren, dass es unsere Methode ist, mit der Welt Schritt zu halten. Gleichzeitig wird natürlich die ganze Zeit Welt generiert, die dann wieder in die Debatte mit einfließen muss.

Wolfgang Voigt, Kafkatrax: Wieder toll geworden, gratuliere!

ja – ja – ja – ja – ja – ja

kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – kurz – laaaaaaaaaaaang

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Notate

Pansori/Kanaa

Fingervib. vs. Lippenvib.

Plötzlich stoppen, Flöte und Trommel

Extrem unterschiedliche Register durch Schwinghaut

Extrem schnelle, präzise Mehrfachschläge mit einer Hand

Wollen wir wirklich echte Gefühle, direkten Gefühlsausdruck, ist es das, was wir suchen?

Vibratofreie Töne selten, dann aber bewusst dramaturgisch eingesetzt, oft an besonders lauten, wahrscheinlich dramatischen Stellen.

Letztlich alle Abschattierungen von Vibrato, von kein Vibrato zu wenig zu viel zu extrem zu echten Vibratofiguren

Immer wieder das direkte Abstoppen auf Konsonanten, meistens zusammen mit der Trommel, dann kurz absolute Stille, wirkt fast wie ein Fehler, jedenfalls sehr starke Wirkung.

Klassische Sänger hätten Angst ihre Stimme zu zerstören.

Problem immer am Text entlang, Frage, ob man das wirklich will.

Verschiedene Personen auf einen Sänger legen, eine Person auf verschiedene Sänger legen? Das würde dann heißen, dass man den Text definitiv verstehen muss.

Ah/eh/mh/soh Rufe eigestreut in melodisches Geflecht, allerdings vom Trommler – sinnfreie Silben im Text?

Lange Melodien – mehr als Fiorituren – auf einen Anschlag. Zittermelodien, Zithermelodien.

Stäbchenplektrum, von beiden Seiten anschlagend, gern auch schnelle Doppelschläge.
Schreie/Einwürfe auch melodisch, Tonhöhen, jedenfalls registerbezogen.

Bewegen Oboe wirklich im Mund um Vibrato zu erzeugen.

Eine Hand im Gong zum dämpfen und freigeben, andere Hand mit Schlägel für verschiedene Arten von Einfach- und Mehrfachschlägen, oft wie Mehrfachvorschläge plus Hauptschlag.

Warum nicht Johlen ei/ei/ei/ei/ei als Vibrato?

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