VERY, VERY LATE. DAMN IT.

Keine Angst vor Brüchen, im Gegenteil: Ist doch super, wenn es nicht passt.

Unglaubliches Jahr für Hip Hop. Gibt es überhaupt noch schlechte Mixtapes? Selbst die mittelmäßigen sind gut, das durchschnittliche Niveau absurd hoch. Unüberschaubare Menge: Könnte man jahrelang hören, ohne zu wiederholen. Als ob die Qualität steigen würde, wenn die Option, damit Geld zu verdienen, endgültig verschwunden ist. Meistgehörte Musik der Welt.

Ansonsten ziemlich gemischt: Die Ideen der letzten Jahre werden langsam müde, etwas Neues ist noch nicht in Sicht. New Grime als Klangsignatur des Jahres, wahrscheinlich.

Wirr. Sehr wirr. Wirres Zeug. Mir war eingefallen, dass ich nochmal zurück musste, weil ich mein Rad vergessen hatte.

1. Pusha T: King Push – Darkest Before Dawn: The Prelude
2. Vince Staples: Summertime ’06
3. Gabi Losoncy: Didn’t Take Much
4. Dawn Richard: Blackheart
5. Future & DJ Esco: 56 Nights
6. Mhysa b2b Abdul Kadir: (giveyourmoneytofemmes)
7. Arca: Mutant
8. Djwwww: U.S.M!
9. Normal Nada: Transmutação Cerebral
10. Sumbu Duria: Sister Nature
11. Dean Blunt: Babyfather
12. Palmistry: Ascensión
13. Matana Roberts: Coin Coin Chapter Three: River Run Thee
14. 2 8 1 4: Room 2814 (A) Doorway (B) Into The Light
15. Young Thug: Slime Season 2
16. Fifth Harmony: Reflection
17. C.Z.: I Don’t Feel So Good
18. SOPHIE: PRODUCT
19. ANDREA: Black Magic
20. Gnaw Their Tongues: Abyss of Longing Throats
21. SK Kakraba: Songs of Paapieye
22. ADR: Deceptionista
23. Cloud Rat: Qliphoth
24. Takahiro Kawaguchi/Utah Kawasaki: Amorphous Spores
25. Amber London: Life II Death
26. Jason Lescalleet: THIS IS WHAT I DO 7
27. Kid Smpl: Response/Ascend
28. Jam City: Dream A Garden
29. Lil B: BASEDWORLD PARADISE
30. Jeremih: Late Nights
31. Joey Anderson: Invisible Switch
32. Tree: Treestrumentals
33. Pissgrave: Suicide Euphoria
34. EMA: #HORROR
35. Kode9: Nothing
36. Anthony Naples: Body Pill
37. Freddie Gibbs: Shadow Of A Doubt
38. Pearson Sound: Pearson Sound
39. Sidsel Endresen, Stian Westerhus: Bonita
40. Ash Koosha: GUUD
41. araabMUZIK: Goon Loops
42. Heather Woods Broderick: Glider
43. tropes: lit divine
44. Carla Morrison: Amor Supremo
45. Foodman: Couldwork
46. Billy Woods: Today, I Wrote Nothing
47. Percussions: 2011 until 2014
48. Trae tha Truth: Tha Truth
49. Teresa Winter: Oh Tina, No Tina
50. SELA.: inevitable
51. Lakker: Tundra
52. EVOL: Rave Synthesis Approximations of György Ligeti’s Continuum, Part IV
53. Korma: ZGMF-X19A
54. Félicia Atkinson: A Readymade Ceremony
55. Neon Indian: VEGA INTL. Night School
56. Kanfding Ray: Cory Arcane
57. In Media Res: リンキンパーク Quindecim/Viginti Sex/Triginta Septem
58. Alexander Lewis: 7 Day EP
59. Egyptrixx: Transfer Of Energy [Feelings Of Power]
60. Homemade Weapons: Clarion Call
61. Lucrecia Dalt: Ou
62. Drake: If You’re Reading This It’s Too Late
63. Christine and the Queens: Christine and the Queens
64. Dai Burger: Dai 1
65. Ommadon: Empathy For The Wicked
66. death’s dynamic shroud.wmv: I’ll Try Living Like This
67. Sango: Da Rocinha 3
68. Ciara: Jackie
69. Laurel Halo: In Situ
70. A$AP Rocky: ALLA (At Long Last ASAP)
71. Grischa Lichtenberger: La Demeure; Il Y A Péril En La Demeure
72. JoeFarr: Longanimity EP
73. ADMX-71: Coherent Abstractions
74. Earl Sweatshirt: I Don’t Like Shit, I Don’t Go Outside: An Album by Earl Sweatshirt
75. T.E.S.O.: No.3. obliate
76. TyM: Samantha
77. Björk: Vulnicura
78. Rabit: Communion
79. Buttechno: Sport
80. uon: Our Fantasy Complex
81. Ca$h Out: Kitchens & Choppas 2
82. Angel Haze: Back To The Woods
83. NHK: Program
84. Cannibal Ox: Blade Of The Ronin
85. Dao Bandon: Kon Kee Lang Kwai/Essential Dao Bandon
86. Leikeli47: Lk-47 Part III
87. wet petals: wet petals II
88. Moerbeck: T.R.I.P.S.
89. Rocket from the Tombs: Black Record
90. Varg: Ursviken
91. Rizan Said: King Of Keyboard
92. Chicklette: UNFAITHFUL
93. Holly Herndon: Platform
94. Darkstar: Foam Island
95. Lee Bannon: Pattern Of Excel
96. Mio Mio: Mio Mio
97. Slugdge: Dim and Slimeridden Kingdoms
98. James Booth: Tell Me Lies
99. buttechno: Gosha Rubchinskiy AW 16 Soundtrack
100. Oobe: Stealth

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Zynischer Populismus

Die Frage ist ja schon, wie man so eine Konstruktion cool halten kann, wie man dafür sorgt, dass sie nicht zu gefrickelt wird, sondern eine gewisse Frische behält. Bei mir letztlich immer auch, ein Scheiß drauf, dass man die Konstruktion nicht zu ernst nimmt, sondern dass man mit ihr spielt, gegen sie arbeitet, sie kaputt macht. Dass es keinen Spaß macht, sie einfach nur auszufüllen, dass da irgendetwas herauskommen muss, das über die Konstruktion hinausgeht. Letztlich kann das aber auch eine Neurose sein, dass man ständig aus dem Haus entwischen will, das man sich selbst gebaut hat. Fixierung. Was wäre, wenn man sich übergenau, quasi wie ein Idiot, daran halten würde, es einfach ablaufen lassen würde, die Konstruktion durch Übererfüllung in Frage stellen würde? Die Frage ist aber auf jeden Fall: Was SOLL an der Konstruktion interessant sein? Was IST an ihr interessant? Schnelligkeit ist übrigens auch ein Faktor: Auf irgendeiner Ebene muss es schnell gehen, sonst wird es automatisch spießig. Wenn man zu lange darüber nachdenkt.

Total vergröbern: Nur Haupttöne und direkt daneben liegende Vierteltöne? Wäre dann ein echtes Raster, in das die Tonhöhenbewegungen eingefügt werden.

Warum sprechen die Leute immer von Seele, wenn sie es einfach nur bequem haben wollen?

Könnte es sein, dass nur diejenigen, die keine Vision haben, danach suchen? Dass diejenigen, von denen die Rezeption sagt, dass sie eine Vision haben, nie danach suchen, sondern sich ausschließlich darum kümmern, ihren Job so gut wie möglich zu machen?

Wahrscheinlich nicht ganz, man versucht ja doch, ein bestimmtes Gefühl, eine Grundhaltung zu kommunizieren, man würde immer sagen, nein, das geht nicht, das fühlt sich falsch an – insofern gibt es schon eine Art Richtungsmesser, der bewusst eingesetzt wird, um die eigene Arbeit zu steuern. Das ist nicht das, was ich will. Dafür stehe ich nicht. Das ist falsch. Nicht gut. Nicht gut. Falsch.

Pontormo 

Wichtig: Schattentöne definieren, nicht alles auf eine Ebene setzten, extreme Gegensätze AUCH AUF EINEM TON. Mit absolutem körperlichen Einsatz, AUCH FÜR DAS INSTRUMENT (Rameau/Korea)..

Drastik

Mikrophon direkt über dem Publikum aufhängen, Ergebnis über frontal aufgestellte Lautsprecher abspielen, das Publikum hört sich beim Zuhören selbst zu.

LOVE
HATE

Was ist das denn für eine Textsorte?

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it’s how you survives it

Man hört noch, wie es klang, man erinnert sich noch, wie es sich angefühlt hat, aber leider ist nichts mehr davon da; die Zeit ist vorbei, man kann nur noch sagen, Aha, so klang das also damals, hat sich aber total anders angefühlt. Natürlich aus der nicht hinterfragbaren Position des Jetzt heraus geurteilt. Extrembeispiel: The Knive, Silent Shout. Mag sein, dass es sich morgen wieder ganz anders anhört. Was gestern knallig war, ist heute extrem lasch. Und dazu passt auch der bewusste Versuch, lasch zu produzieren, der eigentlich eine Überhöhung des Knalligen ist.

I got my dope boys covered.
Just another nigga dead.
Just another nigga dead.
While they’re testing your patience,
they’re just testing my reach.

Fuckin’ great delivery. Pusha T is G.O.D.

Glissandi auch auf EINEM Ton. Quasi Verzierung.

Register, Bänder vs. Tonhöhen

Band mit zentraler Tonhöhe. Sozusagen Tonhöhe mit Hof. Tonhöhe, die nach oben und unten ausfranst.

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Harmlosigkeit + Bedrohung

Wir waren in eine neue Wohnung umgezogen, deren übergroßer Vorraum, genau wie das Treppenhaus des Gebäudes, mit Travertin ausgekleidet war. Es klingelte, ich ging in den Vorraum, um den Türöffner zu bedienen, konnte aber auf dem metallenen Bedienungselement die einzelnen Knöpfe nur umrisshaft erkennen, als ob ich in ein starkes Gegenlicht schauen würde. Ich drückte einfach alle Knöpfe, irgendwann summte es, ich hatte offenbar den richtigen Knopf gefunden. Davon ausgehend, dass meine Frau nach Hause kommen würde, wartete ich in der Tür. Nach einer Weile kam eine Gestalt die Treppe hoch, die von der Größe her meine Frau hätte sein können, aber wie in einen überweiten Mantel gekleidet schien und, als ob ich wieder ins Gegenlicht schauen würde, nur im Umriss erkennbar war. Als sie näher kam, meinte ich, das Gesicht meiner Frau schemenhaft erkennen zu können. Schrecken der Ungewissheit.

Synthiepop im Nebenhof klingt ein bisschen wie Vaporwave, eigentlich ganz hübsch, angenehm dumpf.

Kurze Schnitte aus Gran Partita 1:1 zitieren: Proben, Beweisstücke (Orchestration, Registrierung, der Klang).

Wenn das jetzt Architektur wäre, was würdest Du machen? Was ist das denn eigentlich, Konstruktion? Übereinstimmungen, Unterschiede, Bezugspunkte durch Gradierungen von Ähnlichkeit. Ist das wirklich so? Hören wir das wirklich so? Klar, wir verstehen natürlich schon, dass dies jenem ähnelt, das dieses genauso laut ist wie jenes, dieses sich in der gleichen Geschwindigkeit bewegt wie jenes, dieses ähnlich klingt wie jenes. Aber ziehen wir wirklich den Vergleich? Spüren wir eine ernsthafte Spannung zwischen diesen Punkten? Wohl eher nicht. Ich glaube, dass wir eigentlich Musik komplett anders hören, auch wenn wir wirklich konzentriert zuhören und sie nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen. Die Analyse wirkt so irrelevant gegenüber dem eigentlichen Erlebnis. Nehmen wir doch ruhig mal Feldman (II), super leicht zu analysieren, wenn wir wollen, können wir exakt wissen, was er tut, und was er nicht tut. Und wir können auch, während wir das Stück hören, darüber nachdenken. Aber eigentlich spielt sich doch etwas ganz anderes ab: Wir driften in und out of focus, wir hören an bestimmten Stellen genau zu, an anderen weniger oder gar nicht, unser Interesse lässt nach, wenn wir zu wissen glauben, was passieren wird, wenn wir nicht mehr glauben, etwas Neues entdecken zu können.

Eine stille Verzweiflung könnte sich ausbreiten, wenn wir denken, es hat sich also wieder nicht gelohnt, den Weg ins Konzert auf sich zu nehmen, es wird wieder alles so sein wie es immer war, es hat sich nichts verändert, und es wird sich nichts verändern.

Verstrebungen, Statik, Schwerkraft. Wir haben natürlich nicht den Gesamteindruck mit einem Schlag, auch wenn wir uns möglicherweise um das Gebäude und durch das Gebäude bewegen müssen, um es wirklich zu verstehen, aber wir bewegen uns notwendigerweise durch die Musik und mit der Musik, da sie das ultimative zeitbasierte Medium ist. Es ist grundsätzlich völlig o.k., Musik als einen festen Gegenstand, dessen Proportionen streng festgelegt sind, zu betrachten, und es ist vor allem selbstverständlich möglich, aber es entspricht nicht unserer Erfahrung.

FORM
DRAMATURGIE
MATERIAL

Eigentlich spricht das Stück nur durch die Form. Nicht die Form artikuliert die Dramaturgie, sondern die Dramaturgie beleuchtet die Form. Und das Material trägt den Gegensatz zwischen Form und Dramaturgie.

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OST

Ja, wäre interessant zu überlegen, was man is einem Genre wie dem Soundtrack machen könnte, besonders, wenn man wirklich das Material benutzt, das zum modernen Soundtrack gehört. Gibt ja eine ganze Menge von Dingen, die für sich genommen völlig bescheuert sind, aber im Soundtrack funktionieren.

J will die Welt verändern. M will eigentlich nur, dass man ihm folgt. Bisschen dünn vielleicht, insbesondere, da es nicht darum geht, eine bereits bestehende Gruppe zu schützen, sondern eine neue Gruppe zu etablieren.

So krasse Garagenauffahrten aus den 1970er Jahren, kann man leider nicht nachmachen, müssen ganz trocken unkünstlerisch gemeint sein, um wirklich toll zu sein. Selbst wenn man sie einfach kopieren würde, würden sie wahrscheinlich zu gut werden, um wirklich zu überzeugen. Lustigerweise echte Schönheit, eigenes Lebensgefühl, letztlich superoptimistisch, checkt nur niemand, merkwürdigerweise.

Nachkomponiert Teil III: Ballista/Who Came Before

Composed
Uncomposed

Nachkomponiert Teil IV: Zipcode/Untitled

Unangestrengtes Anstrengen: Wie kriegen wir die Einzelheiten, die handausgeführten Details weg, wenn wir für Instrumente schreiben?

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die Knie geben nach

Murmeln, aber nicht Murmel-Murmel, sondern eher Grübel-Murmel oder Feststell-Murmel. Ausdrucksvoll. Aus der Ferne. Jemand anderen anmurmeln. Für sich sprechen, aber jemanden anreden, oder umgekehrt. Vocal samples. Dichte Überlagerung von Stimmen: Muss gar nicht viel sein, um dicht zu klingen.

Kalt/leise, eigentlich sogar sehr leise: Ganz weit weg. Und eigentlich auch ein bisschen unheimlich. Dass das so schnell geht. Euphorisch.

True Detective, I8, deleted scene: Jedes Bild ein bisschen zu früh geschnitten, man denkt gerade noch darüber nach, da ist es schon weg, auch wenn man darauf achtet und den frühen Schnitt erwartet, kommt er dennoch früher, als man denkt, dabei überhaupt nicht schnell, eher sogar langsam, aber auf eine merkwürdige Art gedrängt. Das Bild ist langsam, aber der Schnitt ist schnell. Letzter Schnitt dann ein Fade. Super Idee. Setzt aber voraus, dass es so etwas wie eine natürliche Länge/Dauer gibt.

Waberbass, crescendo-decrescendo, funktioniert elektronisch fast immer, instrumental eigentlich nie, weil zu konkret, zu nachvollziehbar. Sollte man vielleicht trotzdem nochmal drüber nachdenken.

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VERZIERUNGEN

Ahlgrimm, Isolde: Ornamentik der Musik für Tasteninstrumente, Ein Kompendium, Bd. 1: Deutschsprachige Quellen, Graz 2005

Neumann, Frederick: Ornamentation in Baroque and Post-Baroque Music, With Special Emphasis on J.S. Bach, Princeton 1978

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Filed under Bibliographie, Material

Oh, ich hab schon wieder eine Meinung, hallo!

Immer besser werden, und genau dadurch immer schlechter werden. Fieser Automatismus. Die ursprüngliche Idee verfeinern, und sie genau dadurch verlieren, überschreiben, bis sie im Grunde nicht mehr vorhanden ist. Ganz einfach, weil man das Interesse aufrecht erhalten muss, weil man nicht einfach eine Idee über einen langen Zeitraum unverändert durchziehen kann. Das ist übrigens der eigentliche Vorteil des Algorithmus: Dass der Zeitraum der Ausarbeitung auf Null verkürzt wird und damit mit all seinen Implikationen verschwindet.

Ich konnte nicht anders: Was ist das denn für ein merkwürdiges Argument? Ich glaube ganz fest daran. Es hat sich mir ganz einfach aufgedrängt. Ich kam nicht darum herum. Letztlich, am Ende des Tages, sind das aber genau die Argumente, mit denen wir wirklich arbeiten. Und zwar alle.

Rhythmic Theory, Future Tense: Percussion

D.R.A.M., #1EPICINTRO: Lustiges Bass-Drum-Staccato auf jede Silbe, ziemlich stressig

in der Flasche mit dem Propfen aus Gras stockt das ausgelassene Fett; die Windhose zieht sich zurück in Richtung Venus,

Cameron, Gossamer Bit: Ganz hübsch, wenn die Kleine Trommel nur noch ein Störgeräusch ist. Hängt aber wahrscheinlich vor allem mit der Art der Aufnahme zusammen.

unvermeidbarer Kater: Egal, wie genau Du im Voraus weißt, was auf Dich zukommt, Du kannst ihm nicht ausweichen, und Du kannst es auch nicht lindern. Nur abarbeiten.

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bad is the new good

Überbindung overrulet!

Lustig, dass man Notizen immer sofort aufschreiben muss, sonst verlieren sie ihre Dringlichkeit, sind bloße Erinnerung, nicht einmal an eine Idee, sondern eher an eine Wortfolge, oder sogar in dem, was sie eigentlich aussagen sollten, völlig vergessen. Das macht die aufgeschriebenen Notizen interessant, dass man gar nicht mehr so genau weiß, was sie eigentlich bedeuten sollten, dass man oft nur noch erahnen kann, wofür sie eigentlich stehen. Funktioniert aber genau deswegen nur, wenn man sie sofort festgehalten hat. Momentanes Gefühl, Erinnerung, ja, so war das, das habe ich gedacht, gemeint, nicht falsch, nicht richtig, weil es nie so bleibt, wie man dachte, auch dann, wenn man sich das eigentlich wünschen würde. Dynamik des Schreibens, Ausformulierens, das natürlich die Idee, den Gedanken verändert, auch banalisiert, weil es ihn in den Bereich des Realismus der Formulierung transportiert. Ja, genau, so ist es – ist es halt nicht, nie.

Gleich und ähnlich als geschlossene Kategorien, weil sie in der Nähe des Gegenstandes bleiben müssen, auf den sie sich beziehen, verschieden als offene Kategorie, weil sie alles andere, was nicht gleich oder ähnlich ist, umfasst. Und ein verschieden, das sich nachvollziehbar auf den Ausgangspunkt bezieht, eigentlich ein ähnlich wäre, weil es Eigenschaften des Gegenstandes beibehalten muss.

reality is SO slow: na ja, da fährste dann da hin, 40 min, musst vielleicht noch Schlange stehen, warum kann man das denn nicht einfach downloaden, dann gehts nicht gleich los, wenn du Pech hast, gibts noch ne Vorband, dann gehts los, aber nach 5 min merkst du, dass es nicht so toll ist, wo kann man das denn jetzt wegklicken, dann stehste noch ne Stunde rum, und fährst wieder 40 min nach Hause, in der Zeit hätteste 100 Mixtapes durchklicken können

Dilloway/Siena: Schon merkwürdig, wie gut das funktioniert, eigentlich ja absolute Kunstlosigkeit, zumindest wirkt es so, gleichzeitig absolut einnehmend als roher Klang. Würde man gerne haben, wirkt auf bizarre Weise echt.

neutraler Grund, neutrale Position: Nee, das ist zu spießig, zu öde, das geht nicht. Das ist definitiv die interessanteste Position, auch wenn man das absolut nicht erwarten würde. Den neutralen Grund vermeiden, bis er seine Neutralität verliert. Und dann logischerweise nicht mehr neutral ist. Dann ist eine andere Position der neutrale Grund. Kann es mehrere, vielleicht sogar viele neutrale Positionen geben? Oder vielleicht sogar nur eine Position, die nicht neutral ist? Oft einfach, dass es unangenehm ist. Dass es die unangenehmste Position ist. Die lustigste Position. Merkt nur niemand, natürlich.

Oktavsprünge als Grundmerkmal vokaler Melodik: Da, wo man nicht mehr weiter kann, muss man eben springen.

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have a sad cum, baby!

Gabi Losoncy, Didn’t Take Much: Mit Samples auf Keyboard nachspielen.

Bizarres Pathos, wenn jemand etwas singt, das angeblich eine Bedeutung haben soll.

Tonalität als absolute Uneigentlichkeit.

alle Konsonanten weglassen/fast alle Konsonanten weglassen: Zahnloses Lallen, im Grunde viel unmittelbarer als artikuliertes Sprechen in seiner Wirkung, erinnert natürlich an Behinderte oder Kranke, die sprechen wollen, aber nicht können.

Sample Alice Coltrane/Turiya: Rama Rama einspielen: Sehr geile Ernsthaftigkeit/Abgespacetheit. Auf gewisse Weise total ernst zu nehmen. Kriegen wir so logischerweise nicht mehr hin.

Stammheimer/Stockhausen/Heidegger NICHT drei verschiedenen Personen zuordnen, sondern mehr oder weniger frei auf drei Stimmen verteilen, analog Frauenterzett.

Wunderwaffe Kompartmentisierung: Nicht zu viele Entscheidungen auf einmal treffen. Lieber präzise falsch, als ungefähr richtig.

Wo kommen denn die ganzen Schnarchsäcke schon wieder her? Dachte, die wären gerade abgetreten?

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Negative capability

Elemente
Richtungen
dann: welche werden übergebunden, welche nicht?
wahrscheinlich anhand der Materialbeziehungen entscheiden
möglicherweise Materialcharts zu Hilfe nehmen

spontane Konstruktion

Die Burial Oktave: Hätte ich auch gerne.

Was ist denn eigentlich passiert in der Zwischenzeit?

alles total vergröbern – bloß wie?

SCRIPT/Reygadas

durchgehender Gesang nur als eine Art von Zitat möglich – wie in der klassischen Oper ja übrigens auch, die Arie ist ja eine Art Heraustreten/Ausschließen aus dem Kontext und steht für Musik innerhalb der Musik, ist also eigentlich gerahmt. Ist also völlig grotesk zu denken, dass man einen durchgehend gültigen, bruchlosen Gesangsstil entwickeln kann. Literaturoper hat das versucht und kurzzeitig auch erreicht. Ist aber wohl dann doch vorbei, I suppose. Problem ist, glaube ich, die Suggestion, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang zwischen Wort und Gesang gibt, dass die beiden unhinterfragbar zusammengehören. Während eine Nummernoper mit Rezitativ/Arien-Wechsel im Grunde ständig vorführt, dass es nicht so ist. Dass es eben allermindestens zwei grundverschiedene Möglichkeiten gibt, Wort und Musik aufeinander zu beziehen. Das gesprochene Wort ist dafür also gar nicht notwendig und auch nicht wirklich hilfreich, weil es zum Problem nichts beiträgt. Ist eben das gesprochene Wort, sonst nichts, auch wenn es vielleicht von Musik begleitet wird. Weswegen das Melodram so unbefriedigend bleibt. Die Rezitativteile müssten also grundsätzlich anders ausgeführt werden als die Arienteile und so ganz eindeutig die Konstellation Wort/Musik in Frage stellen. Vielleicht eine extrem reduzierte Form von Gesang, die aber klar vom einfachen Sprechen, aber eben auch vom eindeutigen Singen unterschieden ist. Ist natürlich die Frage, ob das überhaupt möglich ist, ob das nicht sofort wieder in den Gesangmodus hineingezogen wird.

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Wu Wei

vielleicht sogar hirnlos

Definition: –

in media res: –

Before I go to heaven I gotta raise hell.

Marc Levoine: Eigentlich unschlagbar, so’ne spät-70er/früh-80er synthi-Sentimentalität.

Post tenebras lux: Geile low fi Kamera, funktioniert fast automatisch, sieht alles super aus, scheint auch was zu sagen, wie ein merkwürdiger Beobachter vielleicht, Betonung des voyeuristischen, Kamera immer präsent, Klug gemacht.

so einfach wie möglich jetzt:

v Elemente verschieden, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
ä Elemente gleich, Aufteilung verschieden oder gleich, Richtung verschieden oder gleich
g Elemente gleich, Aufteilung gleich, Richtung gleich

Macht das Sinn? Nee, ich glaube gar nicht.

Ok, was ist denn nun das Problem? Trennung zwischen Elementen und Richtungen? Aber ist es nicht ein wesentlicher Unterschied zwischen Bewegungen, die aneinander anschließen, und Bewegungen, die das nicht tun? Oder ist das einfach viel zu kompliziert gedacht – vielleicht kann man die Ebenen einfach nicht voneinander trennen? Also Elemente, Richtung, Aufteilung alles gleichberechtigt in einen Topf werfen? Wäre dann nur noch die Zahl der Einschnitte zu bestimmen, alles andere wäre frei. Richtungswechsel wäre das gleiche wie Neuansatz. Muss man das alles nochmal komplett neu denken? Wenn, dann aber jetzt verdammt schnell. Trillerbewegung das gleiche wie Richtungswechsel? Das kann eigentlich nicht wirklich funktionieren. Man könnte natürlich sagen, ist das gleiche, nur schneller.

Lustig, wie scheiße satter Erfolg aussieht. Ist voll ok, muss ja auch sein, ist aber einfach nicht schön.

Irgendwas muss passieren. Vielleicht erst Tonhöhen, damit irgend etwas steht?

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Nackte, kräftige Beine, gebräunt.

Extremes Kehlkopfvibrato, geht in so eine Art Schnattern/Raspeln über: Eigentlich ganz einfach, wenn man es entspannt angeht.

Schaust Du nochmal hin, ist schon wieder alles total anders, wie zum Teufel ist das möglich?

Koreanischer Brutalsttraum, bin in Seoul, fahre Richtung Norden, merke auf der Fahrt, dass ich nichts dabei habe, keinen Koffer, keinen Führer, nichts, steige an einem Bahnhof aus, den ich für den richtigen halte, riesige, höhlenähnliche Gänge, leer, Bahnhofsvorplatz in den Bergen, wilde Eber legen sich mit den Reisenden an, ein mausähnliches, übermannshohes  Lebewesen greift die Herumstehenden offenbar aus Spaß an, wirft sie um, hüpft auf dem Platz herum, als es auf meiner Höhe ist, sehe ich, dass es eine bunte Larve gebiert, die schon halb aus seinem Unterkörper herausgekrochen ist, schon bei der Geburt größer als ich. Mischung zwischen Neonstadt und teilnahmsloser Winterberglandschaft.

Mary Halvorson owns one of the most easily identifiable guitar sounds you will encounter, in any genre. That is partly due to an ingenious effect: a delay pedal that she uses as a startling, mid-note pitch-shifter. With her quick, experimentalist’s mind, Halvorson resembles the great composer, saxophonist and teacher Anthony Braxton (an early instructor of hers, with whom she still collaborates). On her new album Meltframe, a set of guitar covers, she is simultaneously employing two suggestions from her professor’s syllabus: develop a solo act, and don’t forget to engage with the past.

Ok., Anschläge insgesamt:
Terzett Teil I 1 min. – 4 max.
Duett Teil I 1 min. – 2,5 max.
Terzett Teil II 1 min. – 3 max.
Duett Teil II 1 min. – 2,5 max.

erst Elemente,
dann Aufteilung,
dann Richtung:
macht das irgendwie Sinn?

herzlos, Herzlosigkeit

scars, äh, scans

tonale Akkorde als Filter?

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das geht auch wieder weg

Sensational: Räuspern A-ha. Schön. Sehr schön.

Wann, wenn nicht jetzt, Du Arschloch?

Register nicht nur verschieben, sondern auch stauchen/strecken?

Lustig, dass Tonhöhe und Register sowenig zusammenpassen: Ich will aber diese Tonhöhe in diesem Register haben! Äh, diese Tonhöhe gibt es gar nicht in diesem Register. Und was machen wir jetzt?

Lauter kleine Fliegen an der Decke – sieht hässlich aus!

Ich dachte, ich hätte etwas in der Hand. Wenigstens einen Korken. War aber nicht so. Ja, interessant, dass wir nichts spüren, wenn wir uns nicht bewegen, oder zumindest Druck ausüben, Energie, Kraft.

Wang Wei (701-761)
Wu Wei (1459-1508)
Xu Wei (1521-1593)
Zhu Da (1626-1705)

Silben – da wurde ich hellhörig. Aber wo?

Elemente: v
Richtung: ?
Aufteilung: ä

By the way: Richtung je Element (of course), Aufteilung je Element.

Das Tempo ist der Takt.

Was war das denn?
Sorry, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung.
Ganz schöne Baustelle.

Ganz interessant, dass man es halt wirklich nicht durchzwingen kann: Funktioniert nicht. Endet in Totalverblendung. Zu viele Fehlentscheidungen.

I don’t even know what it is.

seelische Hässlichkeit: Interessantes Stichwort

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That looks mighty uncomfortable.

Ist es tatsächlich nur eine Frage der fehlenden Detailtiefe, letztlich der Sorgfalt? Dann wäre die einfache Tonbewegung quasi aussagelos, neutral, ohne einen eigenen expressiven Wert.

Ist dann natürlich viel leichter, Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten auszuarbeiten, weil das Material selbst viel reichhaltiger und ausdifferenzierter ist.

Das Stück wird dann eigentlich zu einer Art systematischer Materialerkundung. Wie ein Plan, eine Karte. Nice. Durch ein festes Beziehungsnetz gesteuerte Materialerkundungen: Macht sogar Sinn.

2 Kategorien: Grundelemente + Unterteilungen

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I’m not gonna forget.

O.k., was ist Unterteilung:
– jede Form von vibratoartiger Abweichung (kann auch rhythmisch strukturiert sein)
– jede Form von tremoloartiger Klangunterbrechung (eher regelmäßig als unregelmäßig)

Vorsicht: Tonbewegungen nicht automatisch in regelmäßige rhythmische Einheiten aufteilen. Auch eine kurze Bewegung gewinnt durch rhythmisches Ungleichgewicht an Gesicht.

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Muss viel, viel böser sein.

Eingeschränkte horizontale Beweglichkeit um die vertikale Struktur zu betonen. Die man merkwürdigerweise wahnsinnig leicht verliert. Ist dann einfach nicht mehr da.

Wie ist das eigentlich mit echten Wiederholungen innerhalb einer einzelnen Stimme? Wird die Stimme damit automatisch in eine Art Begleitfunktion zurückgenommen oder sogar eher nach vorne geschoben?

Oktavierung einzelner Töne, um die Geste zu verstärken, ohne die Beschränkung des Tonvorrats aufzuheben.

Allerdings, natürlich, auch unangenehm, die Beschränkung auf einen kleinen Tonhöhenbereich, muss im Klang aufgehoben werden, um nicht spießig zu sein.

Problem: Einfache Geste und zusammengesetzte Geste, z.B. Doppelgeste. Das Material schlägt tatsächlich in etwas anderes um, ist weniger exponiert, wirkt abgesichert. Nicht gut. Ansonsten aber nur Streckung/Dehnung möglich, also ziemlich begrenzte Möglichkeiten, auf Zeitstruktur zu antworten. Und letztlich muss es eine Möglichkeit geben, zusammengesetztes Material zu verwenden, nur vielleicht nicht hier, am Anfang.

Folgeproblem: Was passiert dann mit Material, das man nicht strecken kann, weil es damit seine wesentlichen Eigenschaften, seine zugrundeliegende Geste verlieren würde? Bleibt da dann einfach ein Teil der Zeitdauer frei? Ist das nicht ein bisschen Betrug an der Idee des 1/4-Zwangs?

Dürfen wir das überhaupt zusammensetzen? Wird es dadurch nicht auf eine komplett andere gestische Ebene gehoben als das nicht zusammengesetzte Material? Das ist ja eigentlich das Fehlstart-Problem: Wie eine festgeschriebene Zeitdauer auszufüllen ist.

Wie wäre das denn: Das Instrument ERSETZEN durch etwas – irgendetwas – ganz anderes. Z.B. die Stimme durch das Instrument modulieren, ohne dass man das Instrument selbst hört. Und möglicherweise auch umgekehrt. Das klingt jetzt natürlich sehr nach Imitation. Könnte es da nicht etwas geben, das mehr in das Material eingreift? Nicht dieses bescheuerte Töne hin- und herziehen.

Wie kommt man aus der comfort zone wieder heraus? Warum wirkt das eine bequem, und das andere nicht, wenn es technisch gar nicht so verschieden ist? Der Takt muss auf jeden Fall eine Einheit bilden, eine integrierte Geste, am besten unangenehm, wenn es sowas überhaupt noch gibt. Jeder einzelne Takt. Am liebsten auch die (völlig regelmäßigen) Pausen, auch wenn das absolut unrealistisch ist. Wo fängt es an, uns zu interessieren? Viel basischer arbeiten.

Es wäre dann fast besser, viel einfacher, quasi primitiv zu werden.

Nichts tun, aber nicht einschlafen. Wenn es zu kompliziert ist: Wie vereinfachen? Gibt es echte Widersprüche, oder ist es nur sehr komplex?

Register und Tonhöhe komplett trennen? Tonhöhe als Ausschnitt des Registers, aber IRGENDEINES Registers? Verschiedene Tonhöhen könnten dann nur aus verschiedenen Tonhöhenbereichen kommen, ähnliche Tonhöhen aus dem gleichen Tonhöhenbereich, oder sehe ich das falsch?

Sieht so aus, als ob Tonhöhe allein bzw. Tonbewegung allein wirklich nicht mehr interessant wäre. Needs to go into postproduction. Wobei sich dann automatisch die Frage stellt, was die Tonbewegung, und was die Unterteilung ist. Da sie grundsätzlich auf der gleichen materiellen Ebene operieren, können sie nicht voneinander getrennt werden. Was ja eigentlich gut ist. Welcome to detail: Es gibt dann eigentlich kein Detail mehr, jedes Detail ist wesentlich.

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Armaturen aus Massivgold, verchromt.

O.k., Klang und Pause, beide müssen irgendwie bemessen werden, beim Klang gibt es Vorgaben, bei der Pause keine.

Fenster auf, Fenster zu, fuck you. Oder aufgehen und wieder zugehen, wäre auch eine Möglichkeit. An den Schlag gebunden. Dynamisches Muster. Vielleicht: Absolut regelmäßiges Raster.

Zahl der Glieder
Art der Unterteilung
Grundtechnik
Klangfarbe

Alles innerhalb einer Oktave, nur ausnahmsweise in die angrenzenden Register von Sopran und Alt. Die Instrumente erweitern die Register in die übrigen Oktaven. Achtung: Register dürfen innerhalb des nächsten Registers (also bis zu kleine Terz) verschoben werden. No fuckin’ problem. Lustig: Die Theorie wird nachgeliefert. Ist aber normal: Austesten und nachjustieren.

Lustig, und ein bisschen bizarr: Dass oft die Lösungen, die einem weniger gefallen, die besseren, vielleicht sogar die eindeutig besseren sind, weil sie das Stück nicht runterziehen, nicht festmachen in einer bestimmten Haltung.

Auch lustig: Dass man den echten Fehlern sofort ansieht, dass sie echt und darum interessant sind, und die absichtlichen Fehler, mit denen man die echten Fehler imitiert, viel zu systematisch, viel zu vernünftig, viel zu gründlich sind, um wirklich interessant zu sein. Thanks for the fuckin’ mistakes!

Im Grunde sind die besten Stücke die one-offs, weil es die besten Ideen sind, die man nur einmal verwenden kann – weil sie so offensichtlich sind, wenn sie einmal draußen sind.

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und jetzt flenne ich

Vorteil ist dabei ohne Frage, dass in jedem vokalen Takt immer nur eine einzelne Silbe steht, die Textmenge je Takt also konstant ist. Ausschlaggebend für eine Verlängerung der Takte kann also nur die Anzahl der Elemente je Silbe, und die Anordnung des Materials im Takt sein.  Abgesehen davon, dass wir die Anzahl der Elemente je Silbe noch nicht kennen, soll das metrische Gerüst ja auch gerade kein Handschuh sein, der passgerecht auf das Material gezogen wird, sondern seine Eigenständigkeit bewahren.

Allerdings ist die Frage, ob das metrische Gerüst an bestimmte rhythmische Konstellationen vielleicht doch angepasst werden muss, da jede andere Entscheidung zu Ergebnissen führen würde, die so grotesk sind, dass sie nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden können. Oder die Silbenelemente durchorganisieren und davon das metrische Gerüst ableiten? Immer 8tel als Grundeinheit, oder verschiedene Werte? Eine Einheit, zwei Einheiten, drei Einheiten … und die dann so oder so anordnen.

Sollte man aber natürlich auch fragen, was es überhaupt sein soll – wie soll es sich denn anfühlen, wenn die Stimmen auseinandergezogen werden? Vielleicht willst du das ja so gar nicht? Vielleicht ja auch verstärken, ins Extrem treiben, den Prozess des Auseinanderziehens zum eigentlichen Thema machen?

Oder eben doch konsequent anpassen? Sozusagen rücksichtslos nach dem Rhythmus richten, ohne jede Gegenposition? Nur die Pausen als strukturierender Eingriff? Dann müssten die Pausen ja ziemlich penetrant sein, vielleicht sogar immer gleich lang, während sich die klingenden Takte ständig verändern.

Dieses Anpassen, Mitlaufen des Metrums macht mir immer noch Schwierigkeiten: Fühlt sich letztlich so extrem spießig an, Werte zusammenzuzählen und dann einen Takt daraus zu machen. Eigentlich genau das, was Metrum nicht sein sollte, aus meiner Sicht.

Merkt man doch sofort: Wenn etwas zu kurz oder zu lang ist, ist es wesentlich interessanter, als wenn es einfach nur passt.

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riesiges Potential, schwer auszuschöpfen

g/ä/v bezieht sich immer auf Elemente, oder auch auf Unterteilung?

Takte in voraus festlegen wäre ein bisschen sehr absurd, weil wir noch keine Ahnung haben, was für Material hinein soll. Oder wäre das gerade der Punkt: Zeitdauer und Zeitaufteilung unabhängig voneinander zu behandeln? Das würde so etwas wie nicht im voraus geplantes Quetschen oder Dehnen bedeuten, je nach dem, wie das Material dann tatsächlich aussieht, das in den Takt hinein soll. Aber wo würde das Metrum dann herkommen? Es fühl sich eigentlich nicht so an, als ob es eine gute Idee wäre, die Takte einfach wilkürlich, ohne Bezug zum Material, festzulegen.

Takte g/ä/v: Im Verhältnis wozu? Zueinander? Zur rhythmischen Struktur? Werte der rhythmischen Struktur (g/ä/v) gegenrechnen?

Würde dann automatisch zu irrationalen Unterteilungen kommen, wenn Metrum und Rhythmus nicht aufeinander passen.

Gut, irgendwie müssen die Takte vorher festgelegt werde, selbst wenn das nur ein psychologischer Vorteil wäre. Aber es muss zumindest arbeitstechnisch ein zeitliches Gerüst da sein, das eine eigene Position gegenüber Text und Musik einnimmt. Damit das Metrum nicht einfach nur an Text und Musik entlangläuft, sondern auch eingreift und strukturiert.

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Schnelligkeit

Mist: Double- und triple-time vergessen! Silben, Wörter, und zusammengesetzte Wörter. Ganz einfach eigentlich.

Problem: Tonhöhen horizontal könnte sich auf die Relationen innerhalb der Phrasen oder auf die Relationen zwischen den Phrasen beziehen. Which one will it be? Oder brauchen wir etwa einen doppelten Parameter? Außerdem sind die Entscheidungsmöglichkeiten, wenn sie realistisch sein sollen, stark von der Registrierung der Stimmen abhängig. So sehr, dass man eventuell die Registrierung ändern sollte, wenn man zu einem bestimmten Ergebnis kommen will.

Stockhausen, Stammheim und Heideger willkürlich zwischen normal, double und triple time wechseln lassen, mitten im Satz und vielleicht auch mitten im Wort.

Zusätzlichen Parameter konsonant-dissonant frei über das Stück verteilen. Anti-strukturell. Zeigen, dass er keine formale oder inhaltliche Bedeutung hat. Hässlichkeit (Konsonanz) steuern bzw. erzwingen.

O.k., es wird interessant, aber auch schwierig:

– Dissonanz/Konsonanz vs. Abstand
– Elemente vs. Unterteilung
– Rhythmus vs. Metrum

Wird man irgendwie lösen müssen, per Entscheidung oder so, wird man nicht drum rum kommen.

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Fixe Ideen

O.k., now that happens again. Nice. Sorrow.

schlimm
sehr schlimm
sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr sehr schlimm
sehr sehr sehr sehr sehr schlimm
etc.

Tiefschlaf. Wortstapel.

Die Küche war komplett umgebaut: Neue Wand eingezogen, alles neu gestrichen (helles rostbraun), die Einrichtung war noch nicht wieder aufgestellt. Aber war ich nicht gerade eben am Kühlschrank gewesen und hatte einen Schluck Apfelsaft getrunken?

I am very hungry.
I don’t feel very well.

Klangfarbe sofort exakt bestimmen. Genau überlegen, was an welcher Stelle benötigt wird. Keine Rücksicht auf Ausführbarkeit und Bequemlichkeit. Wird ohnehin zur Hälfte wegkonventionalisiert. Macht aber keinen Sinn, sich schon im Voraus zurückzuziehen. So würde ich das zumindest heute sehen: Man verliert zuviel, wenn man schon im Voraus alles wegstreicht, was voraussichtlich nicht stattfinden wird. Dann wird halt noch weniger stattfinden, ist doch klar. Es wird garantiert nicht nach oben korrigiert.

Tage, an denen mehr oder weniger jeder, den du siehst, ein perfektes Fotomotiv abgeben würde. Außer, dass es schamlos wäre, ihn zu fotografieren. Funktioniert ja by the way nur, wenn die Leute sich nicht drum kümmern – oder wenn sie so sehr aus der Zeit gefallen sind, dass es keine Rolle spielt, ob sie über ihre Erscheinung nachdenken oder nicht. Sind wir mal wieder beim Thema: Nur die Fehler sind interessant, nicht der gelungene Auftritt. Und Fehler kann man eben nicht absichtlich machen. Insofern sind wir alle komplett draußen. Verloren.

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Eigentlich total spannend, ehrlich gesagt.

and over (Bad Brains): Ja, extrem, wie dann so ein Lebensfunke einfach verschwindet, eben warst du noch der Mittelpunkt des Universums, jetzt ist alles vorbei und hat keine Bedeutung mehr. Wie die Kräfte sich bündeln und dann wieder verlaufen.

S2M, Teil II und IV: Kann nur Material verwendet werden, das die Takte vollständig und lückenlos ausfüllt, sowohl die Stimmen, als auch die Instrumente betreffend. Insofern können die Materialverhältnisse genauso behandelt werden wie in Teil I und III, weil sie sich innerhalb eines homogenen Feldes bewegen, in dem es keine gegenseitigen Ausschlüsse gibt. Klar ist aber, dass das Material in Teil I/III ind Teil II/IV komplett unterschiedlich sein wird. Wobei: Wenn man in Teil I/III die klingenden Takte ohne Unterbrechung aneinanderreihen würde, hätte man natürlich auch eine vollständige klangliche Kontinuität.

S2M: Kann das sein, dass die horizontalen Materialvorgaben, die ja eigentlich nur die Instrumente betreffen, kompletter Unsinn sind? Das Material der Instrumente ist ja schon in seinem Verhältnis zu den Stimmen festgelegt, und kann nicht außerdem durch einen zweiten Parameter bestimmt werden. Es geht ja eigentlich nur darum, wie sich die Stimmparts auf die darum herumliegenden Instrumentalparts auswirken, und da geht es eigentlich nicht um das Verhältnis, sondern nur um die genaue Abgrenzung des Einflusses. Also wahrscheinlich löschen. Technisch alles am Text aufgehängt, lustigerweise, obwohl das am Ende wahrscheinlich nicht mehr erkennbar sein wird.

S2M: Lustig, nicht gesehen, nicht verstanden, die reinen Instrumentaltakte stehen ja nicht einfach für sich, sondern müssen mit den Vokaltakten verbunden werden. Es macht also keinen Sinn, so zu tun, als ob sie nicht auf die Stimmen bezogen wären. Insofern muss das Grundgerüst nochmal abgewandelt werden. Interessanter Fehler.

Was funktioniert, ist richtig: Macht schon Sinn, inkonsequent zu sein, wenn es dem Stück hilft. Wenn die Tonhöhen eine horizontale Verordnung brauchen, dann sollen sie sie haben. Wenn der Rhythmus das nicht braucht, dann eben nicht. Wenn das Material durch den Text vorgeordnet ist, braucht es keine zusätzliche horizontale Organisation. So eben: Was gebraucht wird, wird gemacht, was nicht, weggelassen. Und das Lustige ist, dass man es wirklich nur durch ausprobieren rausbekommt. Völlig unmöglich, alle Verzweigungen im Voraus durchzurechnen.

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total langweilig, klar, aber dafür völlig real

S2M: Im Moment fühlt es sich so an, als ob die horizontale Struktur überflüssig, vielleicht sogar hinderlich wäre, weil sie die Sache zu kompliziert macht, eine Ebene zu viel einbringt. Außer bei den instrumentalen Einwürfen, wo die Strukturierung des Materialbezugs zu den Vokalpartien absolut sinnvoll ist.

S2M, Materialrelationen in der Vertikalen: Muss man natürlich schon fragen, ob man das überhaupt will, ob das überhaupt sinnvoll ist. Klar und eindeutig ist, dass der Text eine gewisse Einheitlichkeit in der Vertikalen zumindest innerhalb der Stimmen einfordert. Klar ist aber auch, dass das Verhältnis Stimmen-Instrumente tatsächlich eine gewisse Variabilität vertragen könnte, ein flexibles Spiel mit Gleichheit und Verschiedenheit auf der Materialebene. Und dass die Instrumente untereinander nicht einfach wie ein homogener Klangkörper auftreten sollten, ist ohnehin offensichtlich.

Bleiben die Stimmen: Ganz sicher nicht so frei behandelbar wie das Verhältnis Stimmen-Instrumente und die Instrumente untereinander. Dennoch könnte es hilfreich sein, die Einheitlichkeit des Textes ansatzweise aufzubrechen. Beispielsweise, indem die zugrundeliegende Geste in allen Stimmen gleichbleibt, aber die Binnenstruktur (ähnlich) und die Anzahl der Glieder (verschieden) variiert wird. Was dann notwendigerweise zu Brüchen zwischen Materialebene und Rhythmusebene führen würde, wenn beispielsweise verschiedenes Material in gleichen Rhythmus hineingequetscht werden muss. Aber vielleicht ist genau das dann auch interessant dabei.

Die Stimmen müssen auf jeden Fall die führende Ebene bleiben, d.h. wenn das Verhältnis Stimmen-Instrumente gleich ist, muss der Wert der Stimmen automatisch in die Instrumente kopiert werden. Oder von vornherein ausgelassen werden. Relationspolyphonie statt Stimmpolyphonie. Alles muss immer auch, oder sogar grundsätzlich, homophon bleiben. Also erst Stimmen, dann Stimmen-Instrumente, dann ausixen, dann Instrumente.

Bei all dem ist das, was man die Klangfarbe nennen könnte, noch gar nicht berührt. Kann ja eigentlich nur heißen, dass ich Klangfarbe für kein strukturfähiges Material halte, obwohl sie den Auftritt des Stückes entscheidend prägt. Klangfarbe wäre dann so etwas wie die Inszenierung? Zusammen mit – allem anderen.

Lustig, dass wirklich jeder Tag komplett anders ist, fast in jeder Hinsicht, wenn man darauf achtet. Fällt besonders auf, wenn man versucht, seine Tage möglichst gleich zu gestalten, arbeitstechnisch. Kommt halt immer irgendwas dazwischen. Ist aber auch nicht wirklich schlimm. Muss dann halt anders gehen.

Selbstgerechtigkeit – auch was tolles.

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Luise Rainer

– That’s the job.
– So why do you do it?

Und was haben die Instrumente mit den Stimmen zu tun, z.B., was das Register betrifft? Erst einmal gar nichts. Völlig andere Welt, nicht wirklich vergleichbar. Auch nicht ohne weiteres zusammenzubringen, es sei denn, man würde die Instrumente künstlich auf den Umfang der Stimmen reduzieren. Was allerdings grundsätzlich eine Option sein könnte. Einfach alle in einen kleinen Raum zusammenzwängen und dann schauen, was passiert. Instrumente dennoch an einem anderen Ort.

Ein bisschen wirklich wie eine Skulptur, wie eine Masse, aus der man etwas herausschält. Angenehm konkret als Prozess.

legato
non legato
portato
staccato

Macht Sinn, nicht als Artikulation, sondern als rhythmische Werte.

Sly Stone: Hör’ Dir mal den Sound genau an! Eigentlich viel zu viele Instrumente, aber schön kompakt gesetzt, immer viel Druck, nie überflüssiges Gedudel. Eigentlich eine perfekte Maschine, die dann langsam in der Depression versinkt. Oder doch nicht. Sind ja auch am Ende noch perfekte Knaller dabei, die man eher auf den ersten Platten erwarten würde. Eigentlich eher Kunst als Musik und insofern wirklich toll.

Vielleicht ist es interessant, vielleicht ist es nicht interessant.

Who the fuck really cares? Just do your fuckin’ job!

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flammendes Grün

unmögliche Schnitte vorproduzieren

Elektronik (an/aus, Verstärkung, etc., im wesentlichen Mischpult) ganz normal rhythmisch ausnotieren, dann wie eigenes Instrument spielen.

shepard tone
shepard scale
risset glissando
tritone paradox

Licht an wie schneller Kameraschwenk: Du orientierst dich sofort, aber nicht ganz ohne Verzögerung. Als ob der Raum in seine Position schwingen würde.

Orchester durch zwei Türen hindurch gehört: Was bleibt, ist das unvermeidbare Pathos, das man ihm leider nicht austreiben kann. Eigentlich wie eine Art angeborene Seelenkrankheit, die allem eine falsche Betonung, eine falsche Farbe gibt. Als ob man das gesamte 19. Jahrhundert immer mit sich herumschleppen würde. Ein einfaches Entschlacken genügt da leider nicht. Eine Krankheit, die grundsätzlich alle klassischen Instrumente befallen hat, aber nirgends so heftig auftritt wie im Orchesterverband.

Wäre naiv zu denken, dass es das Problem bei Popmusik nicht gibt. Es ist aber mehr als einfach nur ein abgegriffener Klang. Eher eine Klanglichkeit mit falschem Anspruch: Ich bin so entspannt, ich bin so engagiert, etc. Immer nur, weil dieser Klang für diese Haltung steht, bzw. diese Haltung diesem Klang eingeschrieben ist: Er wird sie nicht mehr los, er kann sie gar nicht mehr loswerden.

Alter Porsche, sowas wie moosgrün: Super Idee, wahrscheinlich aber nachgespritzt, also einfach nur Design. Schade.

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AND I DIDN’T REALIZE IT!

Tipps für gegen die Hitze:
– Was tun, wenn es heiß ist?
– Haus und Zimmer kühlen
– Halten Sie den Computer kühl
– Die richtige Kleidung bei Hitze
– Besser schlafen in warmen Nächten

Immer wieder lustig: Die Bassdrum mit einem schnellen Sopranrhythmus durchlaufen, oder sogar diesen ersetzen zu lassen. Interessante Aggressivität, fast ein bisschen versteckt, weil nicht wirklich im Vordergrund, aber offensichtlich vorhanden.

ganz wichtig: Unterschied zwischen zusätzlichem Schlag und Aufteilung eines Schlages

Grundwerte Noten: 2/3/4, nicht 5?

Oder alles rauh, ff, Horrorkabinett, einfach um eine gewisse Grundenergie zu produzieren?

als ob man sich aussuchen könnte, was man als nächstes tut

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klagten sie über und litten sie unter

Takte/Metrum (Rhythmus horizontal):
– durchschnittliche Dauer Takt/Silbe g/ä/v?
– in absoluter Dauer oder in metrischer Dauer (Tempo/Schläge) denken?
– da das Tempo weitgehend stabil ist, warum nicht tatsächlich in Schlägen denken?
– 1/8 oder 1/4?
– für schnelle und langsame Tempi gleiche metrische Konstruktion benutzen, damit der Unterschied der Tempi deutlich wird?
– gibt ja ziemlich viele verschiede Arten von g/ä/v für den rhythmischen Bereich: Müssten die nicht alle unterschiedlich behandelt werden? Oder sind die v’s schon alle aufgelöst durch das Springen in den nächsten Takt?
– o.k., dann muss also im voraus geklärt werden, wie sich die g/ä/v’s in den einzelnen Gruppen und in der Beziehung zwischen den Gruppen verhalten, d.h. wie sie satztechnisch verarbeitet werden.
– allerdings: Wenn die v’s immer schon aufgelöst werden durch Springen in den nächsten Takt oder Aufteilung auf zwei Takte, dürften die einzelnen Takte auf keinen Fall verlängert werden – vielleicht müssten sie sogar kürzer sein als die normalen g- und ä-Takte. Dann gäbe es eigentlich nur g- und ä-Takte, und über die v’s müsste man gar nicht nachdenken. Nachprüfen in der Tabelle, möglicherweise ändern.
– wird wohl unweigerlich zu Kollisionen zwischen den einzelnen Satzmodellen kommen, die durch die dazwischenliegenden, die Sprünge unterbrechenden Pausen noch verstärkt werden. Soll das so sein? Oder lieber auseinander ziehen?
– ganz wichtig natürlich: Pausentakte. Kürzer, länger, gleich oder ähnlich lang wie die gespielten Takte? Gibt es eine Art Grunddauer, wie einen Grundschlag, auf den sich alle anderen Werte als Abweichungen beziehen können? Könnte ja auch, z.B., ca. doppelt so lang sein wie der bespielte Takt etc.
– Takte mit mehrteiligem Material länger oder gleich lang wie Takte mit einfachem Material?

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total lustig

Relationen:

Stimmen Material
Stimmen Tonhöhen
Stimmen Rhythmus (Platzierung)

Stimmen/Instrumente Material
Stimmen/Instrumente Tonhöhen
Stimmen/Instrumente Rhythmus (Platzierung)

Instrumente Material
Instrumente Tonhöhen
Instrumente Rhythmus (Platzierung)

Gesamt Material horizontal
Gesamt Tonhöhen horizontal

– Gesamt Rhythmus horizontal: Wäre das dann das Metrum?

Das würde heißen, dass das Ensemble in der Vertikalen als zwei unterschiedliche Gruppen, und in der Horizontalen als eine einheitliche Gruppe behandelt wird. Macht das irgendwie Sinn?

Ein engine für den Rhythmus, ein engine für die Tonhöhen, und ein engine für das Material: Macht Sinn, nicht alles auseinander zu rupfen, ist einfach viel leichter zu denken, viel übersichtlicher.

Exzellente Idee immer wieder endgültige Abschiede zu beschreiben, mit angemessenem ernst, aber ohne Pathos. Einer bleibt, einer geht, beiden ist klar, dass sie sich wahrscheinlich nie wieder begegnen werden, was der Erzähler dann auch gleich bestätigt. Wie im echten Leben halt, völlig normal, kommt im Roman aber fast nie vor, oder wenn, mit übertriebener Betonung (Murakami).

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Slow slow slow.

Unzählige MÖGLICHE Parameter – wieviele brauchst Du und wie willst Du sie verarbeiten?

Schlachten 2: Motette:
– Warum eigentlich nicht tiefes Metal-Grunzen? Was spricht dagegen? Schöngesang einfach wegnehmen.
– Möglicherweise horizontale Organisation vervollständigen. Gibt dann immer noch ohne Ende Lücken.
– Vorbereitetes Material nur als Vorschlag betrachten. Vielleicht sogar nur als Widerstand. Entscheidend ist die Situation vor Ort.
– Frage: Wo sollen die Taktdauern herkommen? Sollen sie an den Text angepasst werden oder nicht? Fest steht, dass jedem Takt immer genau eine Silbe zugeordnet ist. Insofern gibt es in dieser Hinsicht keine Notwendigkeit, auf den Text Rücksicht zu nehmen. Es ist also letztlich nicht der Text, sondern das Material, das unterschiedliche Taktlängen erzwingen würde. Und natürlich seine Platzierung im Takt.
– Teil I/III vs. Teil II/IV: Material muss Takt immer komplett ausfüllen, dann genügt es, die Pausentakte wegzunehmen, um einen ununterbrochenen Verlauf zu erzeugen. Wahrscheinlich sollten aber dennoch die Takte in II/IV tendenziell länger sein als in I/III, um das Gefühl von Kontinuität und damit den Gegensatz zu I/III zu verstärken
– Kontinuität also doch auch hier aus Diskontinuität zusammengesetzt.
– g/ä/v unterschiedliche Taktlängen? Weiß nicht, ob das wirklich Sinn macht, schließlich springen die Silben ja zum Teil auf den nächsten Takt.
– Tempounterschied 116/112 vs. 84/80 würde allerdings wahrscheinlich genügen, um den Eindruck von Kontinuität zu verstärken.
– Gibt es überhaupt v’s innerhalb eines Taktes?
– Problem bei den langsamen Teilen: In den Instrumentaltakten muss das Instrument den Takt allein komplett ausfüllen, es entsteht also zwangsläufig eine neue Form von Material, die eigentlich auch Rückwirkungen auf die Gesangpartien haben müsste. Bzw. in den Gesangpartien vorausbedacht werden muss.
– Alles benutzen, was schon da ist, und dann weitermachen. Die Ruine wird fertiggebaut.
– Rhythmisch ausmontiertes Meckervibrato

Licht: Daniel Rybakken, MARK 27

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Im Moment weiß ich noch nicht einmal, was sich worauf bezieht.

Goya: Der Himmel voller Frauen.

Spricht einiges dafür, dass das eigentliche Problem darin besteht, die Stimmen auf eine einheitliche Gestik, also einheitliches Material festlegen zu wollen, als ob sie eine einzige, in sich aufgespaltene Stimme wären, oder als ob man die gleichen Silben der gleichen Wörter immer gleich aussprechen würde. Der Imitationseffekt ist einfach viel zu stark und wirkt tendenziell lächerlich. Stattdessen müssten Annäherungen, Abgrenzungen, Grade von gleich und verschieden stattfinden, die Stimmen müssten sich gegenseitig bekämpfen, vielleicht sogar auslöschen, sich gegenseitig überschreiben. Klar, dass dadurch das Material wesentlich vielgestaltiger und damit auch amorpher wird: Es ist eher eine Masse von Stimmen als ein einheitlicher Vortrag.

Aufgaben:
– Parameter Material
– Rubrik Silbenaufteilung
– Rubrik Binnendifferenzierung
– Teil II/IV Ablösung/Übernahme
– Drittes Vorspiel ohne Hauptteil
– Neue Taktdisposition???
– Rhythmische Unterteilungen ähnlich/verschieden???

Wird dadurch viel abstrakter, abstrakte Masse, und abstrakt ist in diesem Fall echt, real. Danke.

Bleiben natürlich jede Menge Fragen offen, z.B. was passiert mit dem vorbereiteten Material. Und was hat das für Konsequenzen für die anderen Teile, z.B. und vor allem reworking of Kolik?

Eigentlich will man das ja alles gar nicht. Überhaupt nicht. Bitte nicht. Bitte nicht.

Ausdrucksproblem: Bitte nichts sagen. Nie.

Additiver Rhythmus ist scheiße. Widerstandslose Anpassung an das Material ohne jeden Widerstand. Öde.

– Schmeckt ja super, das Pistazieneis.
– Ist aber grüner Tee.
– Ah, klar, natürlich.

Erst das Wahrscheinlichste annehmen, dann aber sofort den Fehler verstehen, wenn eine neue Information dazukommt. Wie ein Kippbild, bei Geschmack ist die Wahrnehmung wahrscheinlich besonders anfällig für Irrtümer. Was, wenn die Zusatzinformation falsch war, wenn es doch Pistazie ist: Kannst Du Dein Kippbild dann noch einmal umstellen?

Stirbt der einfach so arschmäßig weg, der Arsch!

Auch eine geile Idee: Farbe völlig unabhängig von Struktur auftragen, aber nicht völlig frei, sondern so, als ob sie sich auf eine darunterliegende Struktur beziehen würde, die allerdings nichts mit der tatsächlichen Struktur zu tun hat. Gegensatz, Baby, Konflikt. Fehler is King!

I think I’m not interested.
That’s what I feel.
I hope you can
FUCKIN’ ACCEPT THAT!

PVS, Collateral Damage: Schöner Grundrhythmus

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Steineichenwälder

Strophenweise arbeiten, jede Strophe einmal Minhee, einmal Kaleidoskop, also sehr blockhaft. Verständlich sind beide nicht.

Oder eben auch bei Kaleidoskop Hölderlin auf koreanisch (als Umschrift). Hm, vielleicht ein bisschen überengagiert.

Straße als erleuchteter Inselstreifen im Meer der Dunkelheit. Tatsächlich bekommt die durch ihre Beleuchtung eine merkwürdige Gegenständlichkeit.

Den falschen Schuh angezogen (li/re) und es nicht gemerkt? Kaum denkbar. Eher: Richtig angezogen, aber falsch gedacht.

nicht unpolitisch, sondern antipolitisch

– Mal was ganz langweiliges machen, ich meine, so richtig langweilig.
– Gibt’s so was überhaupt? Wahrscheinlich ja nicht absichtlich – wird ja automatisch spannend, wenn du es absichtlich machst.

Stimmen zerstören,
Stimmen überblenden,
als ob sie

immer wieder gleich
immer wieder genau gleich

Wie ist das, kann es eine andere künstlerische Kritik geben als die Verdrängung durch etwas Neues? Ist nicht alles andere letztlich Bullshit?

Aus dem Fenster schauen: Der totale Horror und die totale Schönheit.

Rätsel: Ganz geil, wenn sie nicht aufgelöst werden. Fast beunruhigend. Als ob das Symmetriebgefühl gestört oder der Gegenschuss fehlen würde. Einfacher Trick, aber sehr effektiv (Murakami).

Blau vs. grau, hellblauer Himmel vs. helldunkelgraue Gewitterwolken: Superschön.

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Böse Ideen

Death’s dynamic shroud.wmv: 

Instrumentation 

Runtergepitchte und hochgepitchte Stimmen 

Schlag als sehr grobe Pixelierung, alles auf diese Pixelierung als Referenz gepackt 

Lustiger Lärm, schnelle Wechsel, aber als Ganzes eben auch sehr konsequent durchgezogen

Im Prinzip die ganze Zeit zu laut/zu direkt/zu nah

Wir wäre es denn, tatsächlich mal ein Stück mit glasklar durchgezogenem Schlag zu schreiben, wo kein einziger Schlag ausgelassen wäre?

Alles laut, und da alles reinpacken

Wäre definitiv was für Kaleidoskop, z.b. auch das Maurizio/Licht-Material auf diese Weise umarbeiten (unbedingt MIT Stimmen, und eben auch gleichzeitig spielen und singen)

Vielleicht sogar Textbruchstücke einbauen

Macht es irgendeinen Sinn, Schlag gegen Tempo auszuspielen?

Echten Text nehmen, aber Wortgrenzen bei Aufteilung nicht beachten (korrekte Deklamation aber ansatzweise beibehalten)

Auf keinen Fall stimmübergreifend vervollständigen

Textfragmente könnten sinnlos auf Musikfragmente gelegt werden

Macht glaube ich Sinn (vielleicht sogar als Brutalhölderlin)

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Aufteilen oder Ausschmücken.

You don’t work, you play (Siloti).

Zierlich, hübsch, filigran.

Maurizio/Licht: Zustand I etc.

Aktuelle Grundideen der Architektur:

Gestapelte Boxen.

Baurichtlinien wörtlich nehmen und damit ad absurdum führen: Landschaft, Sonneneinstrahlung, Windrichtung als Grundlage für Ausrichtung der einzelnen Komponenten

Insgesamt: Unkonventionelle Anordnung von konventionellen Gebäudeteilen nach Regeln, die nicht aus dem Gebäude selbst verständlich sind. Quasi die Suggestion der flexiblen Anpassung an die Umgebung einen grundsätzlich konventionellen Gebäudes. Kann ich nachvollziehen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen. Ist aber inzwischen ziemlich aufgebraucht als Ideenreservoir.

Und natürlich die ganze digitale und dekonstruktivistische Architektur. Die wirkt aber inzwischen doch SEHR alt und verbraucht: Das Verfallsdatum liegt VOR der Fertigstellung.

Historische Architektur, z.b Kirchen: Als visuelles Feld oft extrem komplex, quasi unverständlich, wenn man nicht wüsste bzw. sich nicht darauf verlassen könnte, dass alles so ist wie immer. Dass es keine Ausnahme von der Regel, Missachtung der Symmetrie geben kann. Aktuelle Architektur in diesem Spannungsfeld zwischen Visualität und Konstruktion viel einfacher, weil letztlich deckungsgleich: Es gibt keinen echten Unterschied zwischen dem, was man sieht, und dem, was tatsächlich gebaut ist.

Übelkeit: You don’t feel what I feel. You don’t understand me.

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Waldrop: Punkt. Stopp.

Was passiert im Moment: Text als Grundmaterial, Aufteilung in Silben, Strukturierung der Silben, Kontur der Bewegung, Einsetzen in Gerüst. Und was machen dann die Instrumente, wenn sie sich nicht an das Textgerüst hängen können? Woher kommt das Material tatsächlich und welche Funktion könnte es haben?

Wie kommen die Dinge denn zusammen? Wie folgen sie aufeinander? Reine Willkür.

Möglicherweise feste metrische Einheiten als Gegengewicht zur flexiblen Anpassung an den Text.

Doch noch Parameter zur Materialgenerierung einführen? Könnte sich zum Beispiel auf die Strukturierung der Silben und ihre Kontur beziehen und würde dieses letztlich doch auch ziemlich doofe Aushorchen des Textes formalisieren. Da die Silben alle einzeln verarbeitet werden, wäre es sogar ziemlich einfach durchzuführen. Rhythmus würde sich dann nur noch auf die Gesamtdauer der Silbe, nicht mehr auf ihre Binnenstruktur beziehen. Würde auf jeden Fall das Problem der Imitation limitieren und damit eigentlich vermeiden. Das Material würde dadurch amorpher werden und sich nur an einzelnen Stellen konkretisieren. Man könnte dann das gesamte Geflecht noch einmal neu steuern und Anzahl und Position der Momente größter Deutlichkeit im Voraus festlegen (Parameter addieren und Durchschnitt nehmen als neuer Überparameter: D=(3+3+3)/9). Gefühlslosigkeit einüben. Tatsächlich ist beabsichtigte Emotionalität ja immer wahnsinnig nervend in der Kunst – und letztlich völlig unemotional, weil überhaupt nicht berührend.

Schweren Herzens: Ganz interessant, dass sich das wirklich so anfühlt. Sorge. Trauer. Zweifel.

Ist dann eigentlich ein Abschied vom Wort-Ton-Verhältnis, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch wenn man das wahrscheinlich nicht so wahrnehmen wird. Thanks to Gagok.

Sportswear: Eine der genialen Eigenschaften von Margiela war die subtile Annäherung an Sportswear, die jetzt leider komplett verloren gegangen ist. Das ist ja eines der wesentlichen Probleme von Kleidung: Dass Sportswear im Grunde öde, weil allbeherrschend, und formelle Kleidung lächerlich, weil nur noch ein leeres Zeichen, geworden ist. Das eine geht nicht mehr ohne das andere.

Nochmal zurücktreten und schauen, was du da eigentlich gerade machst.

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unregelmäßige Architektur

Wie ist denn das, wenn die Stimmen einander ablösen sollen, können sie doch nicht mehr vertikal aufeinander bezogen bleiben, oder?

Oder ist alles, was übereinander liegt, aufeinander bezogen, und alles andere nicht? Also trotz einander ablösender Stimmen weiterhin konsequent vertikal gedacht.

Gut, zu dem Zeitpunkt haben wir gedacht, dass die Position in der Zeit und die Kontur die wesentlichen Parameter sind. Aber woher kommt das Material selbst, das durch diese Parameter organisiert wird? Ist es der Text, die Stimmen, die Instrumente, die grundlegenden Voraussetzungen des Stücks, oder muss da noch mehr dazukommen? Ziemlich klar, dass Stimmen mit Text und Instrumente ohne Text nicht das Gleiche sind, obwohl man versuchen könnte, sie möglichst gleich zu behandeln. Man könnte z.B. versuchen, das gesamte Material aus dem Text abzuleiten und dann diejenigen Parameter, die kompatibel sind, vertikal und horizontal auf die Instrumente zu übertragen. Das wäre dann wohl die klassische Imitation, besonders, wenn das Material durch die Vorgaben des Textes geprägt ist. Im Moment ist ja jedes Modul tatsächlich nur eine einzige Silbe, der Text ist also in dieser Aufteilung maximal flexibilisiert, keine Betonungen, keine Rhythmen, der reine Sprachklang. Der Zwang zur Nachbildung von Syntax würde dadurch weitgehend zerstört. Wahrscheinlich kann man sich dann sogar erlauben, auf den Text einzugehen, weil der primäre Sprachzusammenhang weitgehend zerstört ist.

Und was soll daran genau interessant sein? Müsste da nicht viel mehr Äußerlichkeit, viel mehr Manipulation dazukommen? Um zu zeigen, dass Text und Musik einander zugeordnet sind, aber unabhängig voneinander existieren.

Was träume ich denn da die ganze Zeit für einen Scheiß? Schemen, Ahnungen, habe ich nicht dies gesehen oder das erlebt. Nein, hast du nicht, hast du nur geträumt, wobei das in der unmittelbaren Erinnerung tatsächlich verschwimmt. Erst mit größerem zeitlichen Abstand verschwinden die Träume in der Erinnerung, während die realen Erlebnisse weitgehend abrufbereit bleiben. Man sagt nicht, ja, ich erinnere mich, damals habe ich dies oder das geträumt, aber schon, damals ist dies oder das passiert, habe ich dies oder das erlebt.

Wenn die Stimmen in Teil II und IV einander ablösen sollen, kann es dann überhaupt eine rhythmische Synchronisierung geben? Gleich in der Zeit dürfte es dann nicht einmal als Ausnahme geben, höchstens ähnlich, vor allem aber verschieden.

Stimmen unter sich, Stimmen und Instrumente, Instrumente unter sich: Eigentlich logisch. Aber was sollen sie eigentlich machen? Geht es wirklich nur um den Text?

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Katalog von Stimmfarben männlich/weiblich

Vaporwave: Absolute Musik, ALSO Musik über Musik

Mandelmus mit Eigelb-Konsistenz. Auch ähnlich klebrig.

Dass man immer nur das versteht, was man selbst gerade macht.

Beten als Metapher für … Glück, z.B.

Nichts ist alles. Du sein Schein. Auch nicht schlecht.

Stoffwechsel: Auch was schönes.

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Jugend. Verwirrung. Sex.

Motette: Drittes Vorspiel ohne Hauptteil.

Vibrato als Rhythmus: Ziemlich offensichtlich eine Art Tonwiederholung.

Motette: Schlagzeug nur reiben und streichen, nicht schlagen. Höchstens Stoppschlag.

Akkordeon: Muskulär, kräftig, kurze, körperliche Gesten, satter Klang.

Hitze: Frösteln, Unempfindlichkeit der Außenhülle, Gefühl von Ledrigkeit.

Woher weiß der Körper, dass es heute heiß wird, wenn es eigentlich noch ziemlich kühl ist?

Schmerzhafte Sommerfrische: Wie gesagt, Frieren im Sommer, unterschätzt, ignoriert, man tut so, als ob es das nicht gäbe. Wahrscheinlich hat man sich aber in Wirklichkeit immer darüber gewundert. Merkwürdiges Phänomen.

Yuji Yoshida: Plötzlich hatten alle Probleme, und plötzlich waren sie wieder weg. Andere Probleme. Verordnete Massenpsychose. Bisschen erschreckend, wie zeitbefangen das ist.

Zwei alte Männer, gelbe Tasche, schwarze Schrift: Ich komme leiser, als du denkst.

O.k., durchbeißen, so lange nachdenken, bis es stimmt.

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Übriggebliebener Klang.

Terzette: Pausen zwischen allen Silben
Duette: Überhaupt keine Pausen mehr, durchlaufendes Klangband, quasi strukturierter Halteton

Silbe-Pause-Silbe-Pause: Bild-Schwarzfilm-Bild-Schwarzfilm

Krach ist weiß, Pause ist schwarz

Spielen mit Länge/Struktur der Silben und Länge der Pausen

Ultra einfaches formales Konzept, überdeutliche Gestalt

Theater, Sommer, Frieren am Morgen, Kälte auf der Haut, Schmerzen

Die Pausen halten das Stück eigentlich zusammen.

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abgehacktes Tremolo

Der Satz muss vertikal bleiben, er darf nicht in die Horizontale rutschen, deswegen müssen die Stimmen immer direkt aufeinander bezogen bleiben, gerade bei Text.

Orchesteroboe per Sampler einspielen: Nicht, weil es auf das Gleiche hinauskommt, sondern, weil es komplett anders klingt. Pathetische Instrumente, antipathetische Einspielung.

Ein Problem: Es gibt keinen Bruch. Das Prinzip wird einfach durchgezogen, Silbe an Silbe gereiht, es ist ein bisschen wie ein Strickmuster, das sich durch den Text hindurcharbeitet. Statt auch mal etwas ganz anderes zu tun. Z.B. eine Silbe ganz lange ziehen, einen quasi stehenden Klang aus vielen aufeinanderfolgenden Einzelbewegungen zusammenzusetzen (S2M).

Uninteressant, weil alles auf den Text ausgerichtet ist. Vor allem die Zeitstruktur setzt dem Text überhaupt keinen Widerstand entgegen.

Mit der Verantwortung kommt die Angst. Mit der Angst kommt der Stillstand.

Nicht schützen. Niemals sich selbst schützen. Schon gar nicht als Performer. Und demonstrativer Nicht-Schutz ist natürlich auch ein Schutz. Die sichere Zuflucht.

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Maurizio 7b Break: 5:16-5:38

Für tonale Übermalungen möglicherweise Vinylversion nehmen.

Schon interessant, dass auch Dinge, die man sehr lange für absolut unantastbar gehalten hat (X ist definitiv der bestaussehende Schriftsteller der Welt), irgendwann ihre Anziehungskraft verlieren. Wahrscheinlich, weil sie einfach nicht mehr in die Zeit passen, der Rahmen, in dem man sie sieht, sich geändert hat.

Da stellen wir uns die Frage: Wie platt darf es sein/wie platt muss es sein. Im Theater scheint es da keine Schmerzgrenze zu geben. Was nicht unbedingt für das Theater spricht.

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Obsessive Vertikalität: Immer alles gleichzeitig.

Nächste Frage: Soll es dabei bleiben, dass das gleiche Wort in verschiedenen Stimmen grundsätzlich die gleiche Tobhöhengeste zugeteilt bekommt, obwohl dadurch der Effekt von Homophonie und Fugato deutlich verstärkt wird? Schadet diese feste Zuteilung dem Stück, oder gibt sie ihm gerade einen festen, durchschaubaren Rahmen, in dem es sich bewegen kann?

Tonbewegung quasi nur Trägermaterial

Vielleicht viel zu flexibel als Struktur? Müsste viel statischer sein (Susanne Kennedy)? Vielleicht auch viel zu intakt, die Wörter und Silben viel zu intakt gelassen. Allerdings ist hier natürlich klar: Wenn man sie nicht mehr versteht, ist es egal, ob sie intakt sind oder nicht. Insofern ist hier der Bewegungsspielraum sehr klein.

Weit verbreiteter Irrtum: Stolz auf die eigenen Fehler zu sein, weil man glaubt, sich darüber zu definieren.

Geil, wie schlecht es allen geht. Und denen, denen es gut geht, geht es wahrscheinlich auch nicht so toll. Man sieht es nur nicht so deutlich.

Komplett ohne Twist. Krass.
Are all the clichés true?
Wahrscheinlich wirklich komplett platt.

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wimmern

immer Schleim auf der Stimme, auch wenn da gar keiner ist

Irgendwo muss dann auch Deutlichkeit, Prägnanz, Peng herkommen, die Kraft, sich auch gegen eine größere Besetzung durchzusetzen, z.B., indem man das Prinzip, das man aufbaut, auch gleich wieder zerstört.

Bei drei Stimmen würde sich der verschieden-Einsatz auch schon um zwei Takte verschieben. Wenn da gleich-Einsätze stehen, gibt es das gleiche Problem wie bei den Instrumenten, nämlich Verdopplungen in einer Stimme. Quasi nicht zu vermeiden. Ist auch völlig klar, wenn man mit verschiedenen Graden von Verzögerung arbeitet.

Es gibt natürlich noch das entgegengesetzte Problem: Wenn das Material um ein oder zwei Takte nach hinten versetzt wird, fehlt es dort, wo es eigentlich vorgesehen ist, d.h. da, wo eigentlich etwas sein sollte, ist jetzt nichts – was eigentlich inakzeptabel ist, es sei denn, man versteht es als Verwerfungen des Systems: Einige Stellen gegen das System verdoppelt, einige Stellen gegen das System leer.

Und was ist mit den Vorspielen, by the way? Kann da irgendetwas ausgeglichen werden?

Pansori: Kein echter Anfang, und erst recht kein Schluss (auf musikalischer Ebene jedenfalls).

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ja, das traue ich mir zu

Unstimmigkeit: Wenn die rhythmische Ebene zwischen Stimmen insgesamt und Instrumenten insgesamt verschieden ist, müssten die Instrumente auf die nächste Einheit springen, wodurch sich, zumindest bei der Bewegung von Phrase zu Phrase eine vertikale Schichtung ergibt, die Differenz produziert. Was aber, wenn dort schon etwas steht? Wenn das Verhältnis zwischen Stimmen und Instrumenten dort gleich ist? Das müsste ja heißen, dass an dieser Stelle eine Schichtung innerhalb der Instrumente stattfinden muss, d.h. dass die Instrumente zwei verschiedene Materialien gleichzeitig spielen müssen. Oder, dass man sie auseinanderzieht, dass die Instrumente Zeit bekommen, beide Materialien nacheinander zu spielen, so dass eine Pause in den Stimmen entsteht. Die Pausen in den Stimmen wären dann also keine Gliederung im Wortsinn, sondern würden sich aus der Konstruktion des Verhältnisses zwischen Stimmen und Instrumenten ergeben. Was eigentlich eine interessante Idee ist.

Aufteilung: Geste + Innenbewegung. Könnte z.B. auch Triller sein? Auf der anderen Seite hat der Triller gestisch natürlich eine völlig andere Bedeutung als ein einfaches auf-ab oder eine ähnliche Binnengliederung einer Grundbewegung und wird auch dementsprechend anders wahrgenommen.

Triller – Klangfarbe – Stimmklang? Was stimmt, ist, dass man auf die Binnenbewegung zusätzlich einen Triller legen könnte, dass sie sich also nicht notwendigerweise auf der gleichen Ebene bewegen. Und dass man den Triller tendenziell eher als Klangfarbe, nicht als Grund- oder Binnenbewegung hört, dass es also auf jeden Fall Sinn machen würde, diese beiden Elemente zusammenzuziehen. Wäre allerdings eine neue Ebene, das ist klar.

Und die Aufteilung, Binnenbewegung ist dann immer noch eine relativ grobe Festlegung, wie eine erste Modifikation von Grundelementen.

Tonhöhen erstmal komplett weglassen, nur vom Klang und seiner Bewegung ausgehen? Möglicherweise Grundregister (hoch/mittel/tief) festlegen, die dann je nach Stimmtechnik eine andere Bedeutung bekommen. Oder: Man legt im voraus fest, dass eine bestimmte Technik nur in einem bestimmten Register stattfinden kann/darf.

Flüstern + Druck geht natürlich, ist überhaupt kein Problem. Warum macht man das dann nicht? Viele Nuancen als Übergang möglich, leicht realisierbar.

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ich will, dass es mir gut geht

Gelbe Nektarine und rote Johannisbeere. Cassis natürlich auch toll. Schreibsprache vs. Sprechsprache. Koriander, wo kommt der denn her? Korsika, Brin d’Amour.

Dödel
Trudel
Dudel

Hintergrundverzierung: Der geschlagene Rhythmus spielt in diesem Tempo fast keine bewusste Rolle, ist mehr selbstverständliche Markierung als Teilhaber am Voranschreiten.

interessanterweise komplett andere Stimmtechniken bei Gagok und Pansori

Relationen gehen wahrscheinlich immer davon aus, dass sie sich eigentlich auf das Gleiche beziehen, dass die Ableitungen eigentlich auf einen gemeinsamen Ursprung bezogen werden können, auch wenn es den nie gegeben hat bzw. wenn es sich dabei nur um die Konstruktion des aufeinander bezogen seins, sich voneinander absetzens geht, quasi ein leerer Raum, sonst nichts.

Gesetzt: Dass ein Wort innerhalb einer Phrase immer die gleiche Form von Grunddeklamation beibehält. Kann man das so setzen? Ist das im Ergebnis nicht eine ganz starke Annäherung an Imitation/Fugato?

Nur Rhythmus und Tonhöhen in Relation setzen, oder auch Material? Wenn nicht, würde man dann nicht voraussetzen, dass das Material grundsätzlich immer homogen bleibt und nur durch rhythmusbedingte Zeitverschiebungen Differenzen aufbauen kann?

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Telephones

Ruhe, in jeder Hinsicht: Angenehm, unangenehm, man ist dann natürlich schon komplett auf sich zurückgeworfen, das Hirn schaltet sich ein und denkt denkt denkt, was kann ich nur machen, was ist bloss los, was denke ich denn da. Absolute Nichtbeschäftigung als Ultrabeschäftigung.

Tonhöhen/Lautstärke/Glissando-Triller: Spricht nicht wirklich etwas dagegen, das systematisch anzuwenden. Außer die Ausführung. Glottistriller.

Krass: Gehaltener Ton, dann winzige Bewegung, dann wieder gehaltener Ton, dann gestische Bewegung aus dem Ton heraus. Super Material.

Gerade-Triller-Bewegung-Gerade, etc.

Hat ja auch etwas sautrauriges, plötzlich so konzentriert zu arbeiten. So anstrengend: Was passiert denn da mit mir? Und produziert dann ununterbrochen, kann gar nicht mehr aufhören.

So anstrengend: Kann ich jetzt endlich mal aufhören? Oder soll das immer so weiter gehen? Sturm im Kopf.

Irgendwann dann doch erschöpft, obwohl so viel noch zu tun/zu denken wäre.

Lustig, dass die Männerstimme dann so völlig anders, letztlich quälend hässlich wirkt.

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Wiedergabe

Maschine
Maschine

Wie ist das eigentlich mit drei Stimmen, ist die letzte Stimme dann um zwei Silben gegenüber ihrem eigentlichen Bezug versetzt, d.h. würden dann immer drei verschiedene Silben zeitlich aufeinander bezogen werden?

Und klar ist, dass zusammen mit den Instrumenten die Sache nochmal komplizierter wird.

Pausen/Zäsuren

verschieden bedeutet immer: länger

Echte, vollständige Verschiedenheit wäre wahrscheinlich das, was aus den systematischen Vorgaben komplett herausfallen würde: Wäre lustigerweise in der Konsequenz wahrscheinlich die statischste, am wenigsten bewegte Passage des Stücks

Männliche Gagok-Stimme: Wie kunstlos, schmucklos, tendenziell hässlich, sogar quälend, gar nicht mit weiblichem Gagok vergleichbar.

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Sky Backdrop

Vielleicht so: Wenn die Stimmen so direkt aufeinander bezogen sind, könnte man sie entweder immer synchron in eine neue Klangfarbe wechseln lassen und so eine Art homogene Überstimme mit geringfügiger Binnendifferenzierung schaffen, oder eben prüfen, ob die Klangfarbe das Register ersetzen kann, dass die Stimmen im gleichen Register, aber mit unterschiedlicher Klangfarbe entsprechend Auseinanderfallen wie früher in unterschiedlichen Registern.

Das Gitter ist also so eng, dass jeder Einsatz entweder bei der vorhergehenden, oder bei der nachfolgenden Silbe strukturell einrastet. Zeitlich kann es gestaucht und gedehnt werden. Was ist aber mit Mehrfach-Silben, komplexen Melismen? Auf die einzelnen Teile der Melissen bezogen könnte der gewünschte enge Bezug nur dann realisiert werden, wenn alle Stimmen immer das gleiche, bzw. die gleiche Art von Melisma ausführen, so dass die Teile des Melismas auf die gleiche Art einrasten können wie vorher die Silben. Das würde wahrscheinlich heißen, dass die Melissen entweder gestreckt werden, oder Pausen beinhalten, und dann in ihren Einzelteilen tatsächlich wie Silben behandelt werden müssen. Vielleicht wäre das Ausfüllen, Strecken tatsächlich die beste Möglichkeit, weil dadurch ein Klangband entstehen würde, das eine Art Gegengewicht zur vorherrschenden Kleinteiligkeit darstellen könnte.

Und wenn dann plötzlich jemand durchdrehen würde? Das muss es ja auch geben können, den totalen Bruch, das Ereignis, das überhaupt nicht, und zwar in gar keiner Weise, nicht formal, nicht inhaltlich, in das etablierte Feld integriert werden kann.

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Filed under Gesang, Schlachten 2: Motette

Geistervariationen

Was würde Dich denn daran interessieren?

Und wenn man Anzahl, Dauer und Richtung der Tonbewegungen je Silbe wirklich völlig unabhängig vom Text entscheiden würde? Möglicherweise Dynamik und Klangfarbe (also die beiden Parameter, die am offensichtlichsten mit der musikalischen Interpretation des Textes verbunden sind) unabhängig vom Text bestimmen. Text einrichten, und dann Musik absolut rücksichtslos auf dieses Gerüst legen.

The module would then constitute the new form of the object (the new result of reification) in an informational universe.

Immer Silben auf Silben bezogen – sie können aber auch falsch bezogen sein: Ähnlich wäre dann, wenn sie leicht nachhinken, verschieden, wenn sie vorgreifen, d.h. kurz vor der nächsten Silbe einsetzen oder sogar mit ihr zusammenfallen. Was dann heißt, dass Silben immer vertikal aufeinander bezogen bleiben, nur manchmal eben falsch. Alles, was wie eine Art Fugato wirken könnte, wird im vertikalen Zusammenhang versteckt.

Gerade dann, wenn die Einzelstimmen im Gesamtgefüge aufgehen, würde es aber erst recht Sinn machen, über Klangfarben nachzudenken. Warum? Weil der rhythmisch-metrische Satz die Einzelstimmen soweit entindividualisiert, dass man ihnen wieder eine gewisse Eigenständigkeit zugestehen kann. Wobei ja wahrscheinlich die Stimmen ohnehin immer synchron die Klangfarbe wechseln, so dass nur das Register als tatsächliche Individualisierung übrig bleibt. Und auch das wollten wir ja eigentlich streichen bzw. minimieren, also so eng wie möglich in ein einziges Register zusammenrücken.

immer
aufeinander
bezogen
kompakt
zusammenstauchen

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Filed under Klassik, Schlachten 2: Motette

Listening/rotes Blut

Kurze Töne
Lange Töne
Sehr lange Töne

Kurze Phrasen
Lange Phrasen
Sehr lange Phrasen

Ist ein in sich strukturierter Ton ein Ton oder eine Phrase, bzw. was ist der Unterschied zwischen einem strukturierten Ton und einer Phrase?

Es hat gar nichts miteinander zu tun.
Gar nichts? Keine expressiven Absichten?
Nein, gar nichts. Einfach nur Stimme.

Motette: Müsste wohl alles an einem gemeinsamen Strang entlanglaufen, Stimmen und Instrumente. Nicht zwei Elemente im Nachhinein zusammenfügen.

Vorspiel: Streichtrio + Schlagzeug
Trio: Terzett + Streichtrio
Duo: Duett + Bassklarinette

Vorspiel: Bassklarinette + Streichtrio
Trio: Terzett + Streichtrio
Duo: Duett + Schlagzeug

Silben und Töne haben nichts miteinander zu tun.

z.B. eine einzige, quasi ausfransende Linie als Basiskonzept

Oder, anders herum, der gemeinsame Bezugspunkt wäre dann die Linie, auch dort, wo sie gar nicht vorhanden ist.

Zeitstruktur strenger fassen: Nicht einfach nur an Text anpassen, eher im Gegenteil, Text in Zeitstruktur zwingen.

Zäsur/Generalpause
lange/sehr lange Töne

wirklich Dynamikwechsel als Dramaturgieverstärkung, oder eher einheitliche Dynamik?

stehende Klänge

Und dann kam mir Herr Köhler entgegen.

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School of velocity

Unverschämt verschmiert.

Verwischen als Bewegung und Verwischen als Ungenauigkeit, Andeutung.

Craquelé wie Signatur im Hintergrund, extreme Ungenauigkeit im Vordergrund.

Zum Teil wirklich krass unscharf, fast ein bisschen vulgär-aggressiv: Portrait d’homme, Rom

Mazo im Prinzip perfekte technische Kopie seines Schwiegervaters. Man kann das also lernen – und verlernen, denn manches ist dann wieder grauenhaft misslungen.

Die eigene Krakelee kopieren – und kopieren lassen. Auch ein geiler Schachzug. Quasi Christopher Wool.

Das flüchtige, kaum hörbare, schnell vorübergehende, innerhalb eines im Grunde sehr handfesten, fast überdeutlichen Gerüstes: erstaunlich, dass das so wahnsinnig gut funktioniert.

Fühlen sie sich wohl?
Ja, es geht mir sehr gut.
Prima.

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Filed under Gesang, Kunst, No Longer Gagok, Today I Wrote Nothing Vol. 1

Filature/craquelé

Stummfilm/Stillleben + Untertitel: gute Idee. Sehr sehr langsam: Auch gut. The scene of crime.

Kurzes Kleid + lange Schleppe: Fast wie angehängt, zwei verschiedene Teile (Apollon).

Lange, bestickte Ärmel, sehr lange, sehr bestickte Ärmel.

Alles tendenziell nicht exakt lesbar, nicht exakt sichtbar.

Bitte auch die Bänder und die Gürtel voll besticken.

Einfach so, Bänder eben, eigentlich super Idee.

In Seide eingehüllter Hut, quasi verhüllt/versteckt.

Irgendwann geht einem der viele Luxus allerdings auch ein bisschen auf die Nerven, man denkt sich, müsste doch auch ohne gehen. Super Training für die Augen allerdings.

Vorder und Rückseite genau gleich: Lustig.

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Filed under Mode

flach flach flach flach flach

It’s so ugly!

Einfach irgendwas 
Keine unnötige Anstrengung
Keine Narration
Vor allem nicht zuviel Sinn
Das heißt aber auch
Keine Konstruktion
Kein Bemühen um Konsequenz
Konsequenz als Sinnhaftigkeit
Arbeiten mit dem was man hat 

Ist tatsächlich die Frage, ob man das nicht alles kappen sollte, ob es nicht besser wäre, ganz flach zu arbeiten, ohne Hintergrund, ohne Tiefenschärfe. Einfach nur benutzen, was gerade zur Hand ist, sich nur auf das beziehen, das für jeden präsent ist, absolut kein Geheimnis. Und wenn doch, ausschließlich technischer Art: Wie macht man das, wie geht das überhaupt?

Assez entspannt. Lustig.

Haus. Garten. Zaun. Ziemlich spießiges Grundmotiv. Da ist man als Stadtmensch doch froh, dass man das so gut wie nicht mitbekommt.

Serien von Fensterstreben: Geile Idee, sehr nüchtern, zumindest für unsere Augen. Im Prinzip viel interessanter als expressionistische Sonderformate.

Volumen, Proportion und Struktur: Letztlich krass hässlich und ein bisschen zu viel gewollt. Säulenhalle.

Nu de dos: Woher die ganzen Muskeln, Kraft, Volumen, Material?

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Filed under Kunst, Methode

Katze vs. Frau

Komplett unwirkliches Licht, als ob ständig drei Sonnen oder vier Filmstrahler leuchten würden.

Durchaus viel Sex, aber dann nicht zu genau hinschauen, etwas verschwimmen lassen, ein bisschen wie auf alten Fotos, die den Eindruck erwecken, als ob sie alles zeigen würden, obwohl sie es tatsächlich gar nicht tun.

In gewisser Weise unverschämt, schamlos, vielleicht sogar geschmacklos.

Und dann verschwindet alles in Farbe, wird in Farbe ertränkt.

Auf groteske Weise den männlichen Blick realisiert.

Ein bisschen auch so, als ob man die ganze Zeit schielen würde. Verzerrt.

Vieles, besonders das bürgerliche Leben wie eine absolute Persiflage, wahrscheinlich nicht bewusst, aber umso deutlicher.

Völlig bescheuerte, aber genau deswegen o.k. Witze, wie Hund an Tischkante.

Dicke Jäger, quasi Baselitz.

Das bürgerliche Leben: Totalkritik.

Voll bizarres Extremlicht auf den Tisch und die rot-rosa Ecke.

In gewisser Weise noch greller als z.B. Beckmann, weil es keinerlei Versuch zu verstehen oder zu erklären gibt.

Viele Katzen by the way, sehr viele Katzen.

Ehrlich gesagt, die Schrecklichkeit des ganz normalen, total friedlichen Lebens verdammt gut wiedergegeben.

Mini-van Gogh-influences.

La palme: Frau im Schatten.

Interieur blanc: Frau fast nicht zu sehen.

Lass alles rein. Mach die Augen auf. Arschloch.

Happiness/unhappiness: Boys, be careful!

Die Nacht ist genauso hell wie der Tag. Aufdringlich, zu nah, eigentlich unangenehm.

Könnte man ja auch bei all der Leuchtkraft für supertraurig und unheimlich halten.

Extrem merkwürdig normalisierte Detailsicht: Alles gleich wichtig.

Wenn du das Bürgertum kritisieren willst, musst du selbst bürgerlich sein, sonst nimmst du eine Position ein, die genauso klein und piefig ist wie das Bürgertum selbst. Vielleicht sogar noch piefiger, weil ohne Realität, ohne Leben.

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Filed under Kunst

Der Sepik

Hidden objects 

Wassertrommel: Stimme des Krokodils

Klangbrett 
Fischmaske

Amerikanerinnen: Glottis durchgehend nach unten gedrückt, einheitliches Knarzen, quasi Klangverstärkung, quasi Selbstpersiflage.

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Filed under Gesang, Kunst

Maurizio/Licht: Zustand II

To feel safe doesn’t mean you are safe.

Female Gagok: Hinkender Triller, quasi Punktierungen.

Arroganz entspringt direkt dem Bedürfnis, recht zu haben, sowohl intellektuell, als auch in Mikro- und Makro-Entscheidungen. Und wer möchte nicht recht haben, besonders, wenn es um das eigene Leben geht?

Wahrscheinlich Konsonanten tatsächlich mit relativ wenig Einfluss auf den eigentlichen Sprachklang. Man müsste also mit den Vokalen den Sprachklang wesentlich bestimmen können, einschließlich seiner expressiven Implikationen.

Bilder
Bileder
Bilederer

Charlottenburg, Hasskrämpfe, Verstörung: Bürgerlichkeit will eat us up. From both ends.

Was ist das eigentlich genau, wenn die Haare so auftoupiert sind, dass man nicht sieht, wie wenige es sind, und so locker gelegt werden, dass man nicht sieht, wie sie auftoupiert sind? Sieht man so oft, dass es kaum noch auffällt. Vielleicht einfach ein Fortschritt in der Haarpflege-Industrie? Oder haben wir uns tatsächlich geändert in unserer Vorstellung, wie Haare auszusehen haben? Betrifft vor allem Büroangestellte, und Leute, die aus irgendeinem Grund wie Büroangestellte aussehen wollen.

Übergriffigkeit: Eine Handlung kann übergriffig sein, eine Einladung zu einer Handlung bis zu einem gewissen Grade natürlich auch. Kommunikation ohne Übergriff ist fast unmöglich – oder zumindest extrem langweilig. Ein ständiges Spiel, was geht, und was nicht.

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Su Hui

Rollenverteilung durch Register aufbrechen. Ein bestimmtes Register kann eben nur von einem bestimmten Stimmtyp gesungen werden, und wenn eine Rolle verschiedene Register enthält, muss sie auf verschiedene Sänger aufgeteilt werden. Wäre die Frage, ob man in einer Männeroper tatsächlich Frauenstimmen wegen der größeren Klarheit und Flexibilität bevorzugen sollte, so dass es quasi nur Hosenrollen gibt, und vielleicht einige wenige Männerstimmen, wo man eine vorübergehende Übereinstimmung von Rolle und Stimme herstellen will.

Maurizio/Licht, Installation: Oder radikal vereinfachen, z.B. ein einziges Signal verwenden und, wenn überhaupt, nur an wenigen Stellen aufspalten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die mehr Klarheit und weniger Abbildung hineinbringt. Also durch Vereinfachen statt durch Verkomplizieren Distanz schaffen.

If it don’t make money, it don’t make sense (Dom Kennedy).

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Filed under Gesang, Krieg, Maurizio/Licht, Oper, Pop

Costas Array

Ignaz Friedman, Pariser Str. 21

난 괜찮다고 또 웃으며 Good Bye: Schweller mit dem Schlag, Schweller gegen den Schlag, Schweller, die sich gegen den Schlag verschieben. Am Lautstärkeregler herumspielen (Maurizio/Licht, Radio).

Das ist dies. Und das ist das. Geballte Klugscheißerei. Wie gut, dass wir mal wieder auf der richtigen Seite stehen und alle, die es wollen, daran teilhaben lassen können. Harald Schmidt für Arme. Und dann noch schnell im Verzeichnis der bequemen Provokationen geblättert: Adolf Hitler, 9/11, Osama bin Laden. Ist ja echt aufregend. Na ja, eigentlich nicht. Allenfalls der Mut zum totalen Trash. Ist auch nicht wirklich größenwahnsinnig. Würde nur sehr gerne größenwahnsinnig sein. Und tut die ganze Zeit so, als ob. Aber immer mit der nötigen argumentativen Absicherung, immer auch den Beweis integrieren, dass man es eigentlich gar nicht so meint. Vielleicht, im besten Fall, geil zynisch.

Stimmfarbe im Flüstern erkennbar (ausspielen).

Schlachten 2: Motette mit Registerschattierungen vorschreiben. Erst dann genaue Tonhöhen ausarbeiten.

Vaporwave als Klassik: Absolute Musik. Wahrscheinlich wirklich.

Mahler 9, letzter Satz, als statische Ikone.

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Filed under Klassik, Pop, Neue Musik, Schlachten 2: Motette, Gesang

Paukenschlegel

Ultra lang ausklingende Becken

Mit Rasselbündel angeschlagen

Ultra kleines Becken

Laute Schläge plus winziges Ticken: Besen, oder so.

Mit Stil schlagen, aber auch druckvoll tippen.

Geil voll krass sanft auf den Punkt treffen.

Besen auf Zarge: Quasi gedämpft.

Gerade Synkope gegen Triole.

8tel Synkope gegen 16tel Synkope.

Nicht besonders betonen, sondern ganz normal voll reinhauen.

Senkrechte Schlegel, horizontal und vertikal.

Anfassen und loslassen.

What the fuckin’ hell are we doing here?

Michele Rabbia

Friends, of course.

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Filed under Material, Pop

Tschilplaut

A record that doesn’t shrink away from the ambition of the big, behemoth, classic hip-hop record. It sweats out ambition. Yet he chooses to forgo elements of that very aspiration altogether through a careful attention paid to not taking himself too seriously.

One is tempted to say that the very function of the news media is to relegate recent historical experiences as rapidly as possible into the past.

Sex is not sexy. Sexiness is more about the promise than about the satisfaction. Actually quite obvious, isn’t it?

Fett, ölige Substanz, nimmt kaum Kälte an.

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Filed under Erinnerung/Gedächtnis, Politik, Pop, Uncategorized

Negativ/positiv.

Völlig bescheuerte Überblendungen zwischen Blatt und Schnitt, die dann doch ausgemalt werden. Quasi Primärmaterial betonen. Macht merkwürdigerweise Sinn: Funktioniert.

Ausschnitt angestückelt als Binnenzeichnung.

Im nachgeknüpften Teppich Papierschattierungen komplett beibehalten: Völlig irre und obsessiv. Heißt aber auch, dass alle Unvollkommenheiten komplett bewusst und Absicht sind. Sieht dann als Teppich ziemlich kaputt aus. Schnittunvolkommenheiten nur ansatzweise nachwebbar. Werden letztlich durch vorgegebene Körnigkeit des Materials aufgehoben.

Sehr krass: Ausschneidestoffe mit verschiedenfarbigen Garnen auf Robe nähen lassen. Letztlich totale, inhaltlich und formal nicht nachvollziehbare Differenzierung. In gewisser Weise Lob der Sinnfreiheit, Nichtlogik, Antikonsequenz.

Und dann wieder offensichtliche Stückelungen aus einem Stück nachschneiden lassen.

Darauf bestehen, die Farben zusammenzukleben, auch wenn man sie ganz einfach anmalen könnte (Hintergrund).

Glasfenster: Teils gerahmt, teils gemalt.

Eine Kachel hinter einer Kachel vor dem Rahmen.

Druck Fehlschlag, weil man nicht sehen kann, was vorne und was hinten liegt, und ob die Formen aus einem Stück oder zusammengesetzt sind.

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Filed under Form, Kunst, Montage

Striche als Gliederung im Ozean.

Cut out composition. Made entirely out of negative leftovers.

Dunkles Rot gegen leicht helleres Scharfrot: Direkteste mögliche Dissonanz als cutout.

Auch interessant: Das Anpassen, aber minimal Verpassen, sichtbare Anstückeln, vielleicht aus praktischer Notwendigkeit, vielleicht aber eben doch als direkte gestalterische Entscheidung.

Eindeutig eine Art digitaler Effekt: Entweder hier oder dort, aber kein Verwischen möglich.

Auch das Verschneiden als eine Art Perfektion, weil es die Schneidebewegung perfekt wiedergibt.

Ganz bizarr: Einen Hintergrund aus verschiedenen, einander beißenden Rostflecken zusammenzusetzen.

Große Formen aus kleinen Teilen zusammengesetzt, die in der Gesamtform verschwinden. Gleichzeitig Nähte, Unstimmigkeiten, Schnittkanten überall erkennbar. Fast, als ob die Einzelteile Pinselstriche wären. Oder, als ob die Einzelteile doch eine eigene, vielleicht skulpturale Bedeutung hätten.

Hintergrund aus verschiedenen Farben falsch zusammengeleimt.

In gewisser Weise auch die Frage: Warum so groß? Warum so riesig? Wofür die Skizzenstriche, die überall stehenbleiben?

Das Malen selbst dann quasi als Anstreichen.

Und dann das ganze Riesenbild noch aus mehreren Paneelen in unregelmäßiger Grössenfolge zusammensetzen.

Oder eine Figur aus komplett unterschiedlichen Farben zusammensetzen und ausgerechnet dort, wo sie sich mit einer anderen Figur überlappt, die gleiche Farbe nehmen.

Vogel, dessen Flügel sich in Rundung berühren. Als Form völlig sinnlos, aber dennoch nachvollziehbar.

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roter Lampionhimmel

ja, schön

Da denkst Du, Du bist eitel, musst aber irgendwann feststellen, dass Du eher unter als über dem Eitelkeitsdurchschnitt liegst. Wirst Du wahrscheinlich nie begreifen, dass andere noch unvergleichlich viel mehr Aufwand betreiben als Du selbst.

ganz wichtig: Räuspern, Husten, Klicken einbauen (Sibirien, Black Deer)

Wirklich genial an The Fall ist, dass der Zwang zum kostbaren Lied, zur begrenzten Zeit völlig aufgehoben ist, dass die Lieder produziert werden wie Tracks, am Stück, nicht limitiert, quasi Meterware. Darf es ein bisschen mehr sein?

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Sie finden uns in der Vorhölle.

Na ja, man muss sich halt immer Gründe ausdenken, warum das, was man gerade macht bzw. was man gerade gezwungen ist zu tun, richtig und gut ist. Anders geht es gar nicht -anders würde es nicht gehen. Deswegen hat notgedrungen jeder seine kleine Privatethik, in der genau das, was man selbst anstellt, nicht ganz so schlimm ist wie das, was die anderen tun.

Rollen-Promiskuität: Frage, ob das wirklich etwas bringt. Oder nicht einfach eine sehr bequeme Methode der Verfremdung ist. Auskomponierte, also im voraus festgelegte Rollenwechsel wahrscheinlich ohnehin keine Option, weil unspannend/verkrampft. Freie Rollenwechsel nur mit Stimmlagen/Registern statt Tonhöhen sinnvoll.

Eigentlich total klar: Jeder Rolle wird eine Hauptstimme zugeteilt, alle ausnotierten Passagen müssen von der Hauptstimme gesungen werden, alle frei notierten Passagen können von der Hauptstimme ausgeführt werden, können aber auch von anderen Stimmen übernommen werden.

Merkwürdig, dass auch und gerade die großen Provokatoren Sex nie wirklich explizit zeigen, als ob das nicht nur ein Tabu, sondern vor allem ein echter ästhetischer Fehler wäre, den man eben nicht macht. Auch Lars von Trier ist nicht wirklich explizit, sondern hält eher drauf, um zu zeigen, dass nichts dran ist. Interessant, dass sogar jemand wie Terre Thaemlitz entweder grob verpixelt oder Schwarzfilm einschneidet, um nicht explizit werden zu müssen. Als ob expliziter Sex wirklich nur dem reinen Gebrauchsfilm vorbehalten wäre. Eine Schwelle, die man nicht übertritt. Natürlich kann das auch mit Zensur zu tun haben, aber gerade dann, wenn man ohnehin alles zeigt, was die Zensur beanstanden könnte, kann die Entscheidung dagegen nicht mehr zensurbestimmt sein.

Wenn Leute etwas schon können, ist es meistens nicht mehr so wahnsinnig interessant, leider.

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hassenswert

Tonhöhenrichtung (Glissando) + Mikrobewegung

Ein Problem bei komponierter Musik: Man darf nichts Doofes machen, in gewisser Weise darf man auch nichts Einfaches machen, man darf nicht einfach laufen lassen. Es läuft immer so eine Art Qualitätssiegel-Anspruch mit, der viele Dinge nicht nur als Vorurteil, sondern auch tatsächlich unmöglich macht, was heißt, sie sind dann wirklich schlecht, wenn sie in komponierter Musik vorkommen, weil es sich der Komponist zu einfach gemacht hat. Aber wahrscheinlich schadet das der Musik.

Je weniger Talent, desto mehr Bosheit: Gilt im wesentlichen für alle Lebensbereiche. Allerdings, Talent allein, die reine Tugend, hilft auch nicht wirklich weiter.

Kleidung tragen, die einem nicht steht, aber nicht so offensichtlich, dass man merkt, dass sie einem nicht stehen soll. Als ob man die Kleidung, die einem nicht steht, genau so, wie sie ist, lieben würde. Absolut keine Ironie, auch nicht in Bezug auf das soziale Umfeld: Schwierige Aufgabe, nicht nur, weil sie eine genau Analyse des aktuellen Geschmacks voraussetzt, sondern vor allem, weil sie die totale Selbstverleugnung bis ins kleinste Detail einfordert, die man tatsächlich nur schwer aufbringen kann. Nicht das geringste Signal aussenden, dass es einen doppelten Boden gibt.

Margiela: Wenn man Fehler zum Prinzip macht, muss man verdammt sorgfältig arbeiten.

Low Jack: Tibet-Chant über Bass-Drum, bisschen offensichtlich, bisschen platt, aber trotzdem gute Idee.

Handgesungene, äh, handgemachte Musik, wirkt halt schon ein bisschen lächerlich, kitschig, so an seine eigenen Gefühle zu glauben und sie herauszusingen, ist halt, egal, wie gut es gemacht ist, irgendwie vorbei. Authentizitätswahn. Gerade eben nicht authentisch in seiner Wirkung, interessanterweise. Hätte man nur nicht dran geglaubt!

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Nur mit der Oberlippe spielen.

pressen + hauchen

Material: Möglichst tot, möglichst verbraucht. Auf der anderen Seite willst du natürlich auch einen gewissen Zugriff haben. Was würdest du dann mit 0-Material machen?

Brett auf Pauke (weißes Rauschen)
Gong auf Brett (Heulen)
Bogen auf Nagel (reine Töne)
Einhändige Stoppschläge, quasi Ausschnitte aus Wirbel (Praller)
Runde Metallplatten mit eingebauten Glissando (ziemlich lang und weit)

Stimme/Instrument – Instrument/Stimme

Sidsel Endresen: Every fuckin’ Michael Jackson grunt.

Wenn nicht nur für eine kurze Geste, sondern für eine oder mehrere Phrasen verwendet, kann Einatmen tatsächlich auch mehr als ein doofer Effekt sein, quasi Samurai-Stimme (auch bei Frauen).

Auch bei Sprechen/Sprechsingen/Singen in kleinen, umstellbaren Modulen denken, die frei beweglich sind. Auseinandernehmen, Lücken, Löcher, Luft: Unbedingt vermeiden, dass das einfach so wie am dramaturgischen Schnürchen abläuft.

Stimmt auch wieder. Natürlich.

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Singstimme als Ausnahme

komplett egal, aber gut

Sprechstimme: Realer Ambitus vs. möglicher Ambitus

Das Problem: Man kann nichts dagegen sagen. Wie willst Du dagegen argumentieren? Ist doch eh alles richtig. Bringt’s aber genau deswegen leider gar nicht.

By the way: Uninteressant ist nicht das Gleiche wie langweilig.

professioneller Konzertaufbau
superprofessioneller Konzertaufbau
Konzertaufbau als Performance,
aber eben nicht als Witz

Schablone, logischerweise (KG):
– Kann ich mal eine Stimmschablone haben, bitte?
– Wieso, haben Sie doch eh.
– Na, nicht so eine. Eine richtige.
– Ach so, ne richtige. Nee, ne richtige haben wir nicht. Hatten wir noch nie.
– Stimmt.

Reaktion braucht Zeit (Keaton). Pause. Zoom. Mikrophongeräusch. Leere Bühne.

Man sieht Masse, hört aber nur eine Stimme.

Extrem durchbrochener Satz mit einzelnen Verdopplungen, zum Teil einander überlappend, zum Teil voneinander abweichend. Z.B.

krasser Durst: Warum denkt man eigentlich, wenn man sehr durstig ist, dass Bier oder Wein oder Saft oder whatever den Durst besser löscht als z.B. Wasser? Und warum fühlt sich das tatsächlich manchmal so an?

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wüst/verloren

Fassung mit Text, dann Fassung ohne Text, dann Fassung mit Text usw., bis Text und Musik unabhängig voneinander aufeinander reagieren. Entwicklungsarbeit.

Ohne Tonhöhen – mit Tonhöhen – ohne Tonhöhen, etc.

Daegeum: Oberlippe in den Mundwinkeln aufhängen, dazwischen hängen lassen. Lustig, wie schwierig, und auf Dauer auch anstrengend es ist, einzelne Körperteile bewusst zu entspannen. Kann leicht total verkrampfen und funktioniert dann logischerweise überhaupt nicht mehr.

Geräuschverstärkung Gayageum: Dass dann alles, was man macht, automatisch eindrucksvoll klingt.

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keine schlechte Idee

Auraverweigerung (Isa Genzken): Ist doch eine super Idee, was kann man denn da dagegen haben, wenn man es schon erkannt hat? Quälen.

Merkt das ernsthaft niemand, dass das alte Whitney eines der tollsten Museen der Welt war, gerade weil es von außen so abweisend und von innen ein bisschen wie ein luxuriöses Parkhaus gewirkt hat? Ein bisschen Arroganz, ein bisschen Bosheit muss einfach sein, sonst wird das ganze Theater zu einer unerträglichen Anbiederei.

Fugeneinsamkeit, langsames Kreisen, obsessive Themenfixierung, Kontrapunkt als Ablenkung, kalte, in sich ruhende Schönheit.

Bratschen-Solo: Gleichartige, quasi wiederholte Gesten, Gesamtbewegung immer von oben nach unten, erhöhter Bogendruck, viel zu laut für den vertikalen Zusammenhang.

Gurkenduft

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Planet trillaphon

Irrer brummt vor sich hin: Klangband, geringer Ambitus, fast Monoton, durchlaufend, aber eben kein Parlando.

Murmeln. Sabbern. Brummen. Einzelne Wörter verständlich. Oder ohnehin nur einzelne Wörter.

Motette: Mehr Geräusch als Gesang, mehr Geste als Tonhöhe. Geräusche, Sprechstimme, Singstimme. Tonale Schnitte als wesentliche Motivation für exakte Notation, sonst ungefähre Notation eigentlich effektiver im Hinblick auf das gewünschte akustische Ergebnis.

Stimmt, das wollten wir eigentlich machen.

schwarzbraun
blauschwarz
blaubraunschwarz

Endredaktion: Alles schärfen, alles auf den Punkt bringen, deutlich machen, das Material wie von außen noch einmal anfassen und zur größtmöglichen Direktheit bringen. Oder umgekehrt. Jedenfalls die Position schärfen, deutlich machen, warum man tut, was man tut.

Nochmal Motette: Eigenen Parameter für tonale Klänge einrichten. Meaning: Einfach für alles, was vorkommen soll, eigene Parameter einrichten (Song Cycle).

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Langeweile

Und dann zündete ich eine Nebelkerze an, und noch eine Nebelkerze, und noch eine Nebelkerze, und alle wussten, dass es sich höchstwahrscheinlich um Nebelkerzen und nicht um echte Kerzen handelte, aber das spielte keine Rolle, da es niemand beweisen konnte.

Schmutzige alte Männer: Auch was schönes. Vielleicht auch ein bisschen ungerecht: Warum sollen sie denn kein Recht haben, schmutzig zu sein?

Irgendwie komische Textfassung, ist dann als Material plötzlich da, in der Welt, vorhanden. Wie echtes Material.

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Dänke, Berlin!

Vokale sind völlig überschätzt. Konsonanten natürlich auch.

Das Gefühl, dass letztlich alle ausnahmslos versagt haben: Die einen haben es zu gut, die anderen zu schlecht, aber niemand hat es richtig gemacht.

Kurze, extrem dichte Passagen, aber nicht wie plötzliche Ausbrüche von Aktivität, sondern eher beiläufig, selbstverständlich, als ob sich hier beispielsweise zwei Schichten kurzzeitig, an ihren Rändern, überlagern, dann aber wieder unabhängig voneinander, ohne Berührung, weiterlaufen würden. Gleichzeitig aber so dicht gepackt mit verschiedenartigen, einander widersprechenden Aktionen, manche auch verschwindend leise, wie Reste von Aktionen, die man gar nicht wahrnimmt, dass das Ohr und der Verstand kaum folgen können, nur spüren, dass da etwas sein muss. Es letztlich auch wissen, aber nicht analysieren können.

Phonation: Verengen und hauchen gleichzeitig. Ist natürlich niemand bereit zu tun, macht aber absolut Sinn und ist völlig normal im echten Leben.

Sänger/Ausbildung: Das Falsche könnte vielleicht auch darin liegen, dass das, was ein ausgebildeter Sänger tut, wirklich nur ein ausgebildeter Sänger tun kann. Während Instrumente auch von einem nicht ausgebildeten Laien sinnvoll traktiert werden können. Und es zumindest theoretisch zu ähnlichen Ergebnissen kommen könnte – wenn auch nicht in vergleichbarem Maß kontrolliert.

Harry L.: Bitte, lass mich nicht allein.

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Geld

liebevolle Ironie

Graue Haare so färben, dass unter der Blondierung Schwarz durchscheint (Madonna): Ziemlich geile Idee.

Cembalo als Pixelierung von Empfindungen (Händel/Dantone).

Comté/Trüffel

Das verlorene Reich
Die seltsamen Augenblicke
Emotionale Unbegrenztheit

Michel Djerzinski

Körperhaltung der Besitzenden: Nicht gerade schön oder kleidsam, eher auf eine unangenehme Art selbstbewusst, vielleicht Stolz, vielleicht das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein, vielleicht aber auch tatsächlich die Vorstellung, dass sie Dich jederzeit kaufen könnten, falls das nötig sein sollte.

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Drexciya

Tierischer Volksfreund

Trink o Auge, was die Wimper hält,
Von dem goldenen Überfluss der Welt.

Es wird einen Zeitpunkt geben, zu dem die Summe der Sinnenfreuden, die man noch vom Leben zu erwarten, geringer ist als die Summe der Schmerzen (kurz gesagt, man spürt tief im Inneren, wie sich der Zähler dreht – und der Zähler dreht sich immer in derselben Richtung). Diese rationale Bilanz der Sinnenfreuden und Schmerzen, die jeder früher oder später zu ziehen gezwungen ist, führt ab einem gewissen Alter unweigerlich zum Selbstmord.

Diesmal waren alle Karten gemischt, alle Spiele gespielt und die letzte Runde ausgeteilt worden, und sie endete mit der endgültigen Niederlage.

nur hohe Stimmen
nur tiefe Stimmen
alle Stimmen in hoher Lage
alle Stimmen in tiefer Lage

Man geht in einen anderen Raum und denkt, man hört die Musik weiter – sie ist aber schon längst aus. Ein bisschen wie auf Rauhfasertapeten starren und Bilder sehen.

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Be my guests!

This is so boring!
Let’s make it even more so.
Let’s make it UNBEARABLY boring.

Feldman, String Quartet (II): Tatsächlich müsste man fragen, was das genau bedeutet, da rumzusitzen und vier Personen zuzuhören, wie sie ihre Instrumente bedienen. Ist tatsächlich etwas anderes, wenn es verstärkt ist, leichter zu verfolgen, schärfere Fokusierung, keine Höranstrengung. Merkwürdigerweise steht weniger der Klang im Vordergrund, als die körperliche Tätigkeit, das, was die Personen wirklich tun. Wenn man das Stück schon öfter gehört hat, spielt natürlich eine Riesenrolle, was man wiedererkennt, und was man nicht wiedererkennt. Was ist anders, was ist gleich. Was hat man so noch nie gehört – was erstaunlich häufig vorkommt. Mit anderen Worten: Auch hier große Bandbreite von Spielmöglichkeiten, die merkwürdigerweise mehr mit der körperlichen Verrichtung als mit intellektuellen Entscheidungen zu tun zu haben scheinen. Dinge, die man erst gar nicht erkennt, und dann merkt, ah, das soll das sein. Faktisch denkt man über die Verknüpfung der Motive eigentlich nicht nach. Man erkennt nur, wenn etwas wiederkommt, innerhalb der Aufführung, oder in Bezug auf frühere Aufführungen, die man gehört hat. Stimmt nicht ganz: Man denkt schon auch, das hatten wir schon, war aber irgendwie anders. Und natürlich denkt man, das hatten wir aber definitiv noch nicht. Oder: Aha, da kommt das wieder. Eigentlich durch diesen Wiedererkennungseffekt ziemlich statisch: Es kommt wieder, oder es kommt nicht wieder, so ein bisschen ja/nein bzw. 0/1-Entscheidung, zumal es ja keine Überleitungen gibt. Im Grunde hört man dann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr wirklich zu. Ist dann vielleicht auch nicht mehr so spannend, wenn man im Wesentlichen das gesamte Material bereits kennt und die Detailvarianten nicht wirklich nachvollziehen kann. Ist ja auch wirklich eine komische Ruhigstellung des Publikums, ohne irgendeine körperliche Aktivität stundenlang an dem gleichen Ort sitzen zu müssen. Im Prinzip ist es möglich, dass es auch für das Publikum gut ist, wenn die Musterwechsel nach und nach weniger werden und schließlich fast ganz wegfallen: Die Wechsel zwischen den Mustern sind auf Dauer in ihrer Willkür doch ein wenig nervend, man denkt fast, oh nein, noch ein Wechsel, oh nein, schon wieder neues Material. Allerdings freut man sich, wenn etwas ganz neues kommt, lustigerweise. Also stört offenbar die Verankerung, Absicherung in der Wiederholung. Wechselmotiv leicht versetzt wird unabsichtlich zu punktiertem Rhythmus – der hier eigentlich verboten ist wie in der gesamten Neuen Musik, weil er sehr tonal schwache Zeit und starke Zeit unterscheidet. Inbegriff des Auftakts. Notizen, um den Kopf wach zu halten: Geht tatsächlich besser, wenn man etwas aufschreibt, als wenn man nur so vor sich hindenkt. Ganz klar: Neues kommt besser als Wiederholung, vielleicht aber nur, wenn es die Wiederholung als Grundlage gibt. Endlich was Neues! Schon auch lustig dass sich das so viele anhören. Akkord + Pizzicato: Ziemlich super. Lustig dann das Pizzicato in das nächste Muster mit reinzunehmen. Dann so etwas wie ein Pizzicato-Marsch. Lustig, wenn die Sachen dann plötzlich ganz anders klingen, als man es gewohnt ist: Andere Betonung, andere Dynamikverteilung, anderes Gestikverständnis, anderer Klang. Falsch? Richtig? Jedenfalls offen für Abweichungen. Natürlich auch Unvollkommenheiten, technisches Unvermögen. Das klappt einfach nicht. Fortissimo-Akkord dann tatsächlich als Gewicht: Muss man nicht so spielen, funktioniert aber. Betonung. Im Prinzip ganz schön viele Möbel, die da in der vierten Stunde noch rumstehen. Die müssen doch alle noch weg. Oder war es das genau jetzt, setzt jetzt der Leerstand ein? Anfänge von neuen Mustern klingen oft wie Auftakte, obwohl sie das gar nicht sind. Lustig, dass die Akkordpaare am Ende dann plötzlich komplizierter als die eigentlichen Muster wirken, möglicherweise wegen der mehrfachen Zuordnungsmöglichkeiten. Wirkt tatsächlich, als ob die Dichte zunehmen würde, obwohl sie faktisch abnimmt. Es ist dann irgendwann tatsächlich egal und auf jeden Fall interessant. Erstaunlich, dass die ganzen Leute bleiben und zuhören.

Ben is exactly where he wants to be.

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Filed under Film, Form, Maurizio/Licht, Neue Musik

Welcome to Selbstbetrug!

Summen
Schlagen
Klopfen

Alles viel zu pathetisch, viel zu sehr um Authentizität bemüht, ohne sie jemals in Reichweite zu bekommen. Die einzigen wirklich kaputten, und daher einsetzbaren Klänge wahrscheinlich tonal.

In dem Moment, in dem man etwas kann, oder sich auch nur realistisch vorstellen kann, wie es wäre, es zu können, wird es automatisch reizlos. Schade eigentlich. Bin nicht sicher, ob man darüber hinwegkommen kann. Vielleicht sucht man sich deswegen ständig Aufgaben, die man nicht wirklich bewältigen kann.

Viel zu expressiv: Funktioniert tatsächlich gar nicht, völlig vorbei, und eben auch schon lange nicht mehr wirklich ausdrucksvoll, whatever that actually means.

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komisch

Antiauthentizität als zeitgemäße Form von Modernität: Wahrscheinlich nur mit tonalen, vielleicht sogar nur mit diatonischen Klängen möglich, weil allen anderen Klängen eine authentizistische Rauhheit eingeschrieben ist. Es sei denn, die Klänge selbst würden künstlich (= elektronisch) geglättet. Akustische Instrumente natürlich auch Erzeuger von klanglicher Authentizität, wahrscheinlich aber nicht im gleichen Maß wie Atonalität.

Don’t wait, just work. No matter what.

Brown like hell,
Stupid like shit.

David Tamburini

Zuviel Ehrgeiz,
zuviel Trauer.

As banal as it gets

//e-e-a-c-a-e/d-e-gis-h-gis-e//d-c-h

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als ob alle krank wären

zeitgemäß
nicht mehr zeitgemäß
nie zeitgemäß gewesen

reicht tatsächlich nicht mehr: interessant

fast als ob es besser wäre, schlechter zu sein

Pulsieren/in Bewegung halten: Funktioniert, ist aber letztlich ein bisschen zu flach (Lawrence English, For/Not for John Cage). Trotzdem schön.

Ideal: So schreiben, als ob es jeder könnte.

basically we are all waiting for permission to die

Was würdest du tun, wenn du WÜSSTEST, dass alles, womit du dich beschäftigst, nicht MIT dir, sondern VOR dir verschwinden wird?

Deutlichkeit: Like aufgespritzte Lippen oder so?

Recaredo Brut Nature Gran Reserva 2008

Stolen Friend: Chorpassagen ganz einfach halten, blockhaft, quasi einstimmig, einzelne Szenen sehr deutlich voneinander trennen. Absolut homophoner Satz, Besetzung orchestral aufspalten. Immer Gruppen. Möglicherweise einzelne Solisten/Protagonisten hervorheben. Besetzungsstärke variieren, orchestral denken. Orchester Verdopplung + reine Begleitung. Muss Szenen zusammenfassen, Pausen artikulieren. Quasi keine Substanz. Bitte keine Einwürfe! By the way: Was aber dann? Eindeutige Begleitung: Super Erfindung.

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Fehleinschätzung

Implizierter Aggressivitätsanspruch, den man vielleicht gar nicht wirklich vertreten will. Und gar nicht mitgedacht/mitgemeint hat.

Das wäre wahrscheinlich genau der Vorteil von Tonalität: Ihre Uneigentlichkeit. Während alle anderen Tonhöhenorganisationen angestrengt ihre Eigentlichkeit behaupten. Und genau so klingen. Distanz. Nicht immer gleich direkt ins Gesicht drücken. 

An was halten wir da eigentlich fest die ganze Zeit? Und aus welchen Gründen?

Elektronik steht natürlich auch für Uneigentlichkeit, eigentlich der Inbegriff von Uneigentlichkeit in der Musik – allerdings nur in Bezug auf die Art ihrer Klangerzeugung und den Rückbezug des Klangs auf seine Erzeugung.

Uneigentlichkeit: So etwas wie nicht offensichtliches Vorführen. Dinge ablaufen lassen. Der Dichter spricht schon lange nicht mehr. Hat er je gesprochen? Oder dachte er nur, dass er spricht?

Vorführen als Aspekt von Ironie.

Musizierfreude, direkter Ausdruck etc. geht in diesem Zusammenhang natürlich gar nicht, es sei denn, sie werden selbst vorgeführt, nachgespielt.

Zu einem vollständigen Konzept würde wahrscheinlich auch gehören, wieviel Arbeit und wieviel Zeit für die Ausführung benötigt wird. Durchrechnen.

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Filed under Musiktheorie, Klassik, Neue Musik, Elektronik

mise en abime

keine Aktivität

Es hat kein Geheimnis (Atonalität). Das stimmt ja sogar: Alles ist exakt das, was es ist, nicht mehr, und nicht weniger. Nicht, dass das wirklich noch ein Thema wäre. aber vielleicht eben doch. Das Problem ist nicht, dass man es nicht versteht, sondern dass man es viel zu schnell versteht, und danach nichts folgt, weil nichts folgen kann. Wenn das Angenehme an tonalen Klängen nicht ihr Wohlklang, sondern ihre Mehrdeutigkeit wäre?

Geräusche sind nicht atonal: Atonalität ist die Negation von Tonalität. Geräusche sind die Negation von Tonalität UND Atonalität. Tonale vs. atonale Geräusche?

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Filed under Musiktheorie, Neue Musik

Überdruss

Körperliche Ungeduld: Ich will jetzt endlich/ich halte das nicht mehr aus. Ganz interessant: Kommt ja offensichtlich vom Kopf her, äußert sich aber fast ausschließlich über den Körper. Zappeln, Stillstehen, Umhergehen, auf der Stelle treten, etc. Was macht der Kopf denn da?

Das ist meine Arena: Ja, stimmt, das Studio ist deine Arena, wo du geprüft wirst. Du darfst nichts anderes tun als… Wagnis, das genau darin besteht, dass man nichts anderes tun kann als das, was man sich vorgenommen hat, egal, wie unangenehm das auch werden sollte.

Anschauen, aber nicht anfassen. Höchstens Aufschreiben: Genau richtig, nur so kommt man auf Ideen, alles andere ist Ablenkung. Nachdenken ist aber erlaubt.

Irgendwie dann halt auch wieder total egal: Die Wort-Bild-Maschine.

Eigentlich nur die Wort-Maschine.

Fiskalpakt. Läuft auf Hochtouren.

Ab und zu.

Ziemlich animalisch.

Anthony Naples: Angenehm depressiv-euphorisch.

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Filed under Methode, Pop

gelbgrau

So was wie: Was willst Du wirklich hören? Gibt es etwas, was Du wirklich hören willst? Bist Du in der Lage, das kompromisslos umzusetzen?

Rudolph Grey: Maskierung von Gesten, um Geste auszuschalten.

Boardwalk Empire: Verdammt viele gute Ideen, phantastisches Script.

Z.B. Dilloway/Lescalleet, Western Nest: Einfach mal nachspielen, 1:1 übersetzen, könnte viel interessanter sein, als sich etwas Neues auszudenken.

Life after life.

Den Strich MALEN. Das Sprechen z.B. MURMELN.

PLAKATKUNST

Drastik
Langeweile
Zeitlosigkeit

quälend

f-Moll als qualitativer Regulator
Unisono als quantitativer Regulator

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Realitätseroberung

Soziale Entschlusskraft: Wie wäre es denn nun am besten? Jetzt, sofort, hier entscheiden. Klar, natürlich abwägen, aber schnell. Keine Verzögerung.

Ein Jahr ist eine sehr lange Zeit. Wie sagt man nochmal: Da kann viel passieren.

Ein bisschen Feedback hier, ein bisschen Feedback dort, und dann – ab in die Klapsmühle!

Innenleben: Lustig, dass da gar niemand ist.

Liegeton als Eigenwert: Gradierung von Bewegung.

Krieg: Zahl der Stimmen hat nichts mit der Zahl der Sänger zu tun. Zahl der Sänger vs. Zahl der Personen. Außer Heidegger alles Hosenrollen?

Frauenprofil/Männerprofil: Wenn es ein Mann ist, könnte es ein -, wenn es eine Frau ist –

Mangelnde Deutlichkeit der Männerstimmen, besonders in der tiefen, aber auch in der hohen Lage: Zuviel Material, das mitschwingt.

Einstimmigkeit als grundsätzliches Problem der Sänger und Bläser. Gilt auch für außereuropäische Musik. Fragmentieren wirksam, aber eigentlich nur Behelf.

offensiv langweilig vs. defensiv, quasi aus Versehen langweilig – letzteres natürlich faktisch viel langweiliger, tendenziell unerträglich

Schwarz wie die Nacht: Bisschen mehr Dringlichkeit wäre vielleicht auch nicht schlecht.

Genau vorstellen, was es sein soll, immer wieder überprüfen. Was genau ist die Idee des Stückes, was braucht das Stück, um diese Idee zu erfüllen? Glaube nicht, dass es sich von selbst ergibt.

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HBSL

Graham Lambkin: Interessanter Weg, mit normaler Musikalität umzugehen. Nicht unbedingt als Zitat, eher als selbstverständlicher Teil des abgebildeten Weltausschnitts, allerdings dennoch immer expressiv eingesetzt.

Gurke nicht nur als wässriger, aber intensiver Duft, sondern auch als erdiger, fester Geschmack.

There was a point where I was still getting my head around the desk and you know, I think that was a good time to be writing music. Making mistakes is the most exciting thing you can do. There’s tons of mistakes on the record.

Beckmann: Spiegel als Montageinstrument. Komplett neues Bild durch Umstellen des Spiegelausschnitts. Völlig real, aber in keiner Weise nachprüfbar für den Betrachter, nicht mal bezüglich Wahrscheinlichkeit/Plausibilität.

Kolik, Proportionskanon: Jede Szene neuer Einsatz, jede Szene neues Intervall. Langsamere Stimme auch leiser, vielleicht nur Schatten der Hauptstimme. Immer zweistimmig, oder auch noch mehr Stimmen? Gleicher Intervallabstand, oder Anpassung in Bezug auf vokale Gestik? Akkumulation der Verzögerung oder für jede Szene neuer Einsatz?

Leider bei weitem nicht so spannend wie es klingt.

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Großer Freund von Sinnlosigkeit

Druck hinter Steg
Umwicklung vs. keine Umwicklung
Position ändern
ohne Umwicklung Gliss. möglich
direkt an Steg Doppelklang möglich
mit Umwicklung Spaltklang möglich
Kreischen nur auf Stoff möglich
mit Dämpfer kein unterbrechungsfreier Wechsel

Hoteldämpfer
Holzdämpfer
Gliss. C-Saite Press.
Druck-Gliss., unendliches Glissando, quasi Risset: Startet immer wieder von der gleichen Tonhöhe

arco saltando perpetuo
Fingergeräusche Kolophonium
sehr starker Druck + Tremolo
ab und zu Knacks

Fingernägel Saite längs genauer untersuchen

Warum muss man sich eigentlich über alles lustig machen, was man nicht versteht? Ganz fiese, aber weit verbreitete Eigenschaft. So etwas wie hundertprozentige Absicherung der eigenen Durchschnittlichkeit.

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Spiegel/Montage

Bronzino
Del Sarto
Pontormo
Fiorentino

Neben Dir sitzt eine ehemalige Mitarbeiterin von Dir.

J.C.F. Bach: Schleichendes Klarinettensolo, wie ausgewürgt, herausgebrochen, Anfang und Ende kaum hörbar – kann doch nicht so gemeint sein, oder? Oder lassen sich die authentischen Instrumente auf dieser Dynamikstufe gar nicht anders spielen? Wenn ja, extremes Ausdruckspotential: Zu spät da, zu früh weg. In too much too soon.

Virtuosität, reine Virtuosität, so etwas wie Spaß an der Bewegung, am Schwierigen, Schnellen, in seiner Schnelligkeit vielleicht nicht mehr nachvollziehbaren und deswegen umso wirkungsvolleren: Auch eine merkwürdige Erfindung. Schnelligkeit geht sozusagen in Geräusch über, etwas, das man in seinen Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann.

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Last Year

Eigentlich alles ganz normal, keine echten Überraschungen, keine großen Enttäuschungen, kaum Diskussionsbedarf, die Gewinner stehen ohnehin fest.

Ganz zuletzt eine kleine Entdeckung, OUR NEW NUMBER ONE. Platzierung vielleicht ein bisschen extrem, aber tolle Platte.

Muss wohl alles in allem ein gutes Jahr gewesen sein, auch wenn sich das live nicht unbedingt so angefühlt hat.

lang

01. Trauma & Drama: ENDRAVE
02. FKA twigs: LP1
03. Millie & Andrea: Drop The Vowels
04. Caribou: Our Love
05. Scott Walker + Sunn O))): Soused
06. Jason Lescalleet & Kevin Drumm: The Abyss
07. nima: See Feel Reel
08. Giant Claw: DARK WEB
09. Leon Vynehall: Music for the Uninvited
10. Shabazz Palaces: Lese Majesty
11. 18+: Trust
12. D’Angelo: Black Messiah
13. Ruyksopp & Robyn: Do it Again
14. Frank & Tony: You Go Girl
15. Lorenzo Senni: Superimpositions
16. Last Japan: Ride With Us
17. Pharmakon: Bestial Burden
18. Rome Fortune: Small VVorld
19. Chris Strickland: Animal Expert
20. OAKE: Auferstehung
21. Teitanblood: Death
22. Russell Haswell: 37 Minute Work Out
23. 100s: IVRY
24. Todd Terje: It’s Album Time
25. Nicholas Szczepanik: Not Knowing
26. Gabor Lazar: ILS
27. Kris Wadsworth: Popularity
28. Azealia Banks: Broke With Expensive Taste
29. Tinashe: Aquarius
30. Indian: From All Purity
31. Lee Bannon: Alternate/Endings
32. Copeland: Because I’m Worth It
33. Lee Gamble: KOCH
34. Mutter: Text und Musik
35. Untold: Black Light Spiral
36. Curren$y: The Drive In Theatre
37. James Plotkin, Paal Nilssen-Love: Death Rattle
38. Run The Jewels: Run The Jewels 2
39. Marissa Nadler: July
40. Plebeian Grandstand: Lowgazers
41. Groundislava: Frozen Throne
42. Low Jack: Garifuna Variations
43. SZA: Z
44. Sebastian Mullaert & Eitan Reiter: Reflections of Nothingness
45. Dai Burger: IN YA MOUF’
46. Matt Karmil: ——
47. Chris Crack: KICKIN IT WIT TW
48. Dutch E Germ: IN.RAK.DUST
49. Migos: No Label 2
50. Fear of Men: Loom
51. Shinichi Atobe: Butterfly Effect
52. HTRK: Psychic 9-5 Club
53. Mutilation Rites: Harbinger
54. Lawrence English: Wilderness Of Mirrors
55. Iceage: Plowing Into the Field of Love
56. Koenraad Ecker: Ill Fares The Land
57. Carla Bozulich: Boy
58. Black Spirituals: Of Deconstruction
59. Kevin Morby: Still Life With Rejects From The Land Of Misfitoys
60. Swans: To Be Kind
61. Peaking Lights: Cosmic Logic
62. Yaaard: How I Defeated
63. French Fries: Kepler
64. Ariana Grande: My Everything
65. Laetitia Sadler: Something Shines
66. Marc Baron: Hidden Tapes
67. Apollo Brown: Blasphemy
68. Nicki Minaj: The Pinkprint
69. Boosie Bad Azz: Life After Deathrow
70. Philippe Katerine: Magnum
71. EMA: The Future’s Void
72. SECRET BOYFRIEND: This Is Always Where You’ve Lived
73. Lucki Eck$: Alternative Trap
74. Have A Nice Life: The Unnatural World
75. Roc Marciano: Marci Beaucoup

kurz

Against All Logic: s/t
AN: La Danse Des Substances
Area Forty_One: Nocturnal Passions Part I
Bok Bok: Your Charizmatic Self
Brood Ma: P O P U L O U S
Cashmere Cat: Wedding Bells
Celestial Trax: Paroxysm EP
Clarian: Road To Recovery EP
Claro Intelecto: Peace Of Mind
Dark0: Sin EP
Diane Cluck: Boneset
dj chap: UNLIMITED DATA
DJ Milktray: All Because The Lady Loves It EP
Djrum: The Miracle
DJ Vague: Porsche Tracks
D/P/I: RICO
Fis: Iterations
Floating Points: Sparkling Conversation
Future Brown: Wanna Party
Gunge: ÜBRMNSCH-BLWY-PLX
Holly Herndon: Chorus
Jacques Greene: Phantom Vibrate
Karenn: SHEWORKS006
Karmelloz: Source Localization
Katie Gately / Tlaotlon: Split Series #23
Lee Bannon: PLACE/CRUSHER EP
Leskin: Rawer South Side EP
Leyland Kirby: Breaks My Heart Each Time
Lil Jabba: 47
Maximilian Dunbar: Drizzling Glass
Miguel: nwa.hollywooddreams.coffee
Minorstep: Weep – EP
Mr. Mitch Don’t Leave
Oneohtrix Point Never: Commissions I
Palmistry: Lil Gem
Pearson Sound: Starburst
Ricardo Villalobos: Voodog
SAINT PEPSI: Gin City
SCNTST: Forever 16
Sentinel: Hybrid
Shackleton: Freezing Opening Thawing
Shlohmo & Jeremih: No More
Sigha: The Purification Loops
Skee Mask: Serum
S.Maharba: Memorial
Sophie: Lemonade / Hard
TCF: 415C47197F78E811FEEB7862288306EC4137FD4EC3DED8B
Terekke: s/t
Traxman: Slash Time
Visionist: I’m Fine (Part II)

mix

Abdulla Rashim: RA.422 Abdulla Rashim – 2014.06.30
Amnesia Scanner: AS LIVE IN [][][][][]
Basic House: Electronic Explorations – 284 – Basic House (Opal Tapes) Pale Years Mix
Ben Aqua: RA.434 Ben Aqua – 2014.09.22
Black To Comm: Secret Thirteen Mix 110
Demdike Stare: Empirical Research
DJ Koze: FACT mix 387: DJ KOZE
D/P/I: JEANETTE (MIXTAPE)
Galcher Lustwerk & Young Male: Beats In Space Radio Show #712, 01.14.14
GUNDAM: FROSTY MIX 5: GUNDAM
Imaginary Forces: Entr’acte Mix
Jam City: Earthly II
Krust: The Pleiadian Adventure
LORD $M$: DIMEMIX002 WORLD OF SHIT
Nguzunguzu: Perfect Lullaby vol. II
Overlook: Promo Mix for Eternia
Palmistry: Free Indeed
PC Music: PC Music x DISown feat. A. G. Cook, GFOTY, Danny L Harle, Lil Data, Nu New Edition and Kane West
Perc: FACT Mix 426 – Perc (Feb ’14)
Rabit: Rabit Pandemic Transmission III
Sam Tiba: *___* SUMMER MIXTAPE *___*
Strict Face: Mix for Golden Syrup
Surgeon: Ambient Set from Freerotation 2014
Tlaotlon: Mix 10.14
Victoria Kim: Truancy Volume 103: Victoria Kim

Voll vergessen: Bierkampf

Wünsche, die sich von selbst erledigen: Der Artikel, den ich unbedingt lesen muss, die Zeitung, die ich unbedingt kaufen muss. Kurz warten: War da was? Der Wissenskrampf.

That’s it.

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Einkaufszettel

Wie wäre es denn mit einem Wunschzettel?
Super Idee, lass uns das machen!
Also ich –

Können wir das bitte einmal doppelt ausschlagen?
Wie jetzt, einmal oder doppelt?

Moschee von Mopti, Mali

she demands a father figure

Hanshugo

jetzttot

wie böse darf man eigentlich sein (PR)?

brutal klauen

schreiender, vielleicht auch klagender Klavierton, nicht laut

Scutellariae Radix
Pinelliae Radix
Bupleuri Radix
Zingiberis Recens Rhizoma

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Poolcide

Death Metal zum Entspannen: Schöner Sound, klingt echt gut. It actually does. Tatsächlich trotz tiefgelegter Gitarren keine echter Bass, daher nie echter Druck, sondern nur Lautstärke, Sound eben, Schallwand. Man könnte fast annehmen, dass die Gitarren tief-, und der Bass hochgelegt ist, tiefe Mittellage als Meer, in dem sich alles trifft. Weite Perspektive. Schönheit, wenn man so will.

Wahrscheinlich ist es böse, sich zu ärgern, weil es einfach überhaupt nichts bringt.

– Does that mean we have a problem?
– Oh yeah. Yes, we do.

Was sollte denn genau vorkommen?
Was für Techniken wolltest Du denn verwenden?

Monk, Blue Note: Hi-Hat klingt wirklich wie Blechschüssel, Marching Band.

Jochen Hein

Dahin gehen, wo es am hässlichsten ist.

Schmeckt irgendwie nach Kohle oder so?
Wie, nach Geld?
Nee, verbrannt halt.
Ach so.

Schärfe als eine Art Duft: Tatsächlich wirklich scharf, aber nicht wirklich mit dem Geschmackskörper verbunden, eher darüber schwebend, wie ein Hauch. Als ob man ihm den Körper weggenommen hätte – was man ja tatsächlich auch hat.

Genaue Vorstellung vs. Verfahrensweisen: Soll es das denn wirklich sein? Nur, weil es passt? Weil du so vorgehen willst? Weil du weißt, wie man damit umgeht? Oder solltest du nicht vielleicht besser darüber nachdenken, was tatsächlich am Ende des Arbeitsprozesses stehen soll? Wobei es ja den Mythos gibt, dass man sich dafür nicht interessieren soll, dass man es darauf ankommen lassen soll, was am Ende als Ergebnis steht, und den eigenen Verfahrensweisen vertrauen. Könnte durchaus kompletter Unsinn sein. Du darfst nicht darüber nachdenken. Schau einfach, wie du Schritt vor Schritt setzt. Das ist ja wahrscheinlich so etwas wie Gottvertrauen: Der liebe Gott wird dir schon helfen! Die Konstruktion wird dir schon helfen, wenn du wirklich an sie glaubst. Wirklich? Warum sollte das so sein?

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Desideratum

Li Gang: Ultragrobe Leinwand, quasi pixeliert. Gute Idee: Pixel zurück in greifbares Material übersetzen.

Lautstärke als primärer, aber natürlich nicht einziger Ausdruck von Intensität: Fühlt sich tatsächlich so an wie.

Dunkle, scharf geschnittene, rechteckige Höhlen/Löcher, deren Grund wir nicht erkennen können.

cis fis h fis cis

Katastrophische Stimmung, auch wenn eigentlich gar nichts passiert. Fast nichts. Alles wird als ein Zeichen gelesen. Wikinger. Komisch.

Lully/Rock, Couperin/Pop oder so

ich möchte nicht noch mehr Verwirrung stiften, aber

na ja, wie war’s denn so?
sag doch mal
sei doch nicht so

Dinge, die unangreifbar scheinen und den Qualitätsstandard für die nächsten

Under the skin, OST: Extra schlecht spielen, und zwar richtig schlecht, und das dann auskomponieren, wäre vielleicht auch mal eine super Idee.

I hate Meinungen: Immer krass selbstgefällig, egal wer, egal was, am schlimmsten, wenn sich jemand auch noch Mühe gegeben hat damit. Die Kolumne: Nervt total.

Senni: Bassdrum immer mit Oberstimme, kompletter, perfekter Schatten. In gewisser Weise fast nicht zu hören. Funktioniert super.

Was wollen wir da eigentlich? Was wollen wir eigentlich wirklich hören? Wie groß darf die Abweichung zwischen Ziel und Resultat wirklich sein? Was würde passieren, wenn wir Ziel und Mittel radikal vereinfachen würden? Womit nicht gesagt wäre, dass wir herausbekommen würden, was wir hineingetan haben, aber es wäre zumindest leichter zu überprüfen. Ganz einfache Bilder. So muss es sein. Genau so muss es sein. Logischerweise keine Erfolgsgarantie.

Detail auf Detail.

Hellblau
Hellgrün
Grau
Gelb
Rot
Dunkelblau

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Fahler (optischer) Kubismus

Simultan sehen: Geht ja eigentlich nicht wirklich, selbst wenn die Figuren direkt nebeneinander stehen. Es gibt natürlich so eine Art over-all-image, einen Gesamteindruck.

Sieht eigentlich alles mehr wie Bretterhaufen, Lattengerüste, als wie echte Figuren in Bewegung aus. Komplexe Gefüge eher als einfache Bewegungen. Eher der Eindruck der Untersuchung der Bewegung als der Eindruck der Bewegung selbst.

Mechanik vs. Mystik: Organische Maschinen. Zart, verletzlich.

Manchmal wohlfühlen.

Super Idee: Was vor 7000 Jahren geschah, erzählen, nicht erforschen.

Stop motion: Rhythmus auskomponieren.

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Registrierung als vertikale Montage.

Den neutralen Bereich vermeiden. Dahin gehen, wo es weh tut.

Entscheidungsgrundlage: Wie es am richtigsten aussieht.

in the editing room: Oktave höher, Oktave tiefer, lass uns doch mal –

Jarvis Cocker analysieren

Schering Gebäude: Alles richtig gemacht, toll. Meisterwerk der Raumerfassung.

Nicht nur, dass du nicht mehr da sein wirst, sondern auch, dass du all dies nicht mehr mitbekommen wirst. Es wird für dich nicht mehr da sein.

Geschmacklosigkeit als positive Eigenschaft.

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Tonlage: Gesteigerte Emphase

don’t you ever doubt my decisions (again)

Der Traum – von was eigentlich?

Es fühlt sich so besser an. Na ja, ja. Wahrscheinlich ja. Wahrscheinlich ist das alles.

Don’t versteck your fuckin’ self. Meaning: Don’t be too careful about your decisions. Rather risk than shy away.

Registrierung als Stimmführungsproblem. Kontrapunkt aus Bausteinen. Erinnerungsmischmasch.

Stimmung als Entscheidungsgrundlage: Heute neigen wir zu dieser Entscheidung, morgen zu jener. Auch bei sehr enger Konstruktion ein Punkt, an dem das gelebte Leben in das Stück einfließt. Natürlich kaum bewusst nachvollziehbar, aber offensichtlich auch und vor allem die konkrete Erscheinungsform des Stückes prägend.

Schnell schreiben, um den Einfluss des Lernens, des Klügerwerdens beim Arbeiten zu minimieren.

Homogene Phrasen aus inhomogenen, nicht zusammengehörenden Bestandteilen zusammensetzen: Gegensatz zwischen Konstruktion und Resultat. Schon ziemlich interessant, wie gut das funktioniert.

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Oder es gibt gar keine befriedigende Option.

Auch lustig: So wenig Zeit zu haben, dass jede Entscheidung sitzen muss, oder, wenn sie nicht sitzt, trotzdem stehen bleiben muss. Und das gilt nicht nur für das aktuelle Stück, sondern auch für das nächste, und für das übernächste auch. Ist doch toll. Hilft. Weil man weiß, es geht eben nicht schneller, es geht nur genau so, in diesem Tempo, deswegen wirst du keine Zeit haben, das Ganze nochmal zu machen. Alles, was da ist, muss auch verwendet werden.

die neutrale Position/die starke Position/die schwache Position: Gibt es eine schwache Position? Absichtlich wahrscheinlich nicht, denn wenn sie absichtlich gesetzt ist, ist sie allein aus diesem Grund schon wieder stark, vielleicht sogar besonders stark.

vielleicht, wenn es nur schwache Positionen gibt:

– nee, das geht gar nicht
– das auch nicht
– und das auch nicht

Positionswechsel, um des Positionswechsels willen vs. Positionswechsel, die das Material tatsächlich in eine andere Position bringen: How would you define that?

Pseudoexpressivität: Oh, kann der hoch spielen! Klingt das aufgeregt! Ich wusste gar nicht -. Dass -. Abwägen. Die am wenigsten aufgeregte Position. Oder eben doch gerade nicht. Sprache.

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Partitureitelkeit

Die aussagekräftigste Setzung: So etwas wie die Setzung, die sich am meisten vom Vorangegangenen abhebt, das, was hinzukommt, am deutlichsten isoliert. Das muss nicht immer die eindeutigste Abgrenzung sein, kann auch direkt an das Vorhergegangene anschließen, wenn bisher alle Setzungen von deutlichen Unterschieden geprägt waren. Ist also eine Sache des Verlaufs, der Intuition, des Abwägens: Was kann ich tun, um dieses Element möglichst prägnant einzuführen? Das ständige voneinander Absetzen kann eben auch zum Trott, zur Selbstverständlichkeit, und damit bedeutungslos werden.

Lustig, wenn sich diese Entscheidungen nur noch auf die Oktavlage (aber damit natürlich auch auf das Register und die Klangfarbe, letztlich die emotionale Geste des Instruments) beziehen. Auch das ganz Doofe, z.B. das ständige direkt aneinander Anschließen, kann in bestimmten Zusammenhängen interessanter sein als ein detailliertes Abwägen der Entscheidungsschritte.

Auch so etwas wie zwei Oktaven oder nur eine Oktave Abstand: Es ist überhaupt nicht gesagt, dass die doppelte Oktave einen wirkungsvolleren Schritt darstellt als die einfache, die einfache kann genau der Schritt sein, der die Folge am meisten zuspitzt. Wahrscheinlich geht es um genau das: Zuspitzung der jeweiligen Situation, sowohl im Schritt von A nach B nach C, als auch für A, B und C für sich alleine, aber im Zusammenhang betrachtet. Der direkte Anschluss als die gemeinste Fortsetzung.

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the party and the afterparty

Obsessionen, die wie Krankheiten verfliegen – oder auch nicht. Ich kann mich gar nicht erinnern, was da war.

Pisaro: Would you mind if I skip the next 72 minutes, darling? Irgendwie ganz falsch, einfach das Mikrophon in die Landschaft zu halten, andererseits hört man tatsächlich zu.

Klavierklänge in geräuschhafter Umgebung, Einzeltöne mit tonalen Implikationen: Nostalgische Emotion, Wiedererkennen eines musikalischen Ausdrucks, erstaunliche Effektivität im Evozieren einer verschwundenen Welt. Dabei hilft es, wenn das Klavier ein wenig verstimmt/ältlich klingt, ist aber nicht notwendig.

Angenehm zu spielen, aber extrem unangenehm zu hören – gibt es sowas? Einfach schlecht spielen ist hier natürlich nicht gemeint.

Es macht nur Spaß, wenn es aufwärts geht: Was wäre denn, wenn es ab sofort nur noch abwärts gegen würde, wie würde man sich damit einrichten? Naivität des Optimismus. Steigerung im Schlechterwerden. Glück.

Notizen M/L: Rauschen am Anfang, ein Takt (also Schlag), z.B. auf Dämpfer, quasi als Rahmen?

U.U. Teil I-III NICHT alle Instrumente erste Lage, sondern mittlere Lage für das gesamte Ensemble, also hohe Streicher tief, und tiefe Streicher hoch legen. Dann mit Teil IV oder spätestens Teil V in die extremen Lagen, also hohe Streicher hoch, und tiefe Streicher tief gehen.

Teil VII: Wischen differenzieren durch Selektion der Saiten, quasi Saitenmelodie auskomponieren, hohe Streicher/tiefe Streicher, hohe Saiten/tiefe Saiten. Auch ganz hell (alle auf hohen Saiten) und ganz dunkel (alle auf tiefen Saiten) überlegen. In diesem Zusammenhang auch gehaltene Klänge, gestrichenes gegen gewischtes Rauschen möglich. Intensivierung.

Bei der Entwicklung seiner Gerichte, sagt Rüffer, gehe er gern von zwei, drei Produkten aus, die eigentlich nicht zusammenpassen dürften.

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Bleistift

Dass mir die öffentliche Rede so wahnsinnig auf die Nerven geht: Wenn sie jemand anderes hält, schlafe ich ein, wenn ich sie selbst halten muss, winde ich mich vor Unwohlsein – jedenfalls bei der Formulierung, der Vortrag ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich verstehe zwar die soziale Funktion der öffentlichen Rede, aber eben nicht die inhaltliche, und trage offensichtlich die Idee mit mir herum, dass alles, was man tut, inhaltlich begründet sein sollte. Keine Frage, dass man den Inhalt per Schreiben/Lesen besser transportieren kann als per Sprechen/Hören, wobei ja eigentlich das VORLESEN bzw. das formalisierte, im wesentlichen inhaltsleere Sprechen das Problem ist. Warum sollte man noch einmal sagen, was ohnehin alle wissen, und wovon alle wissen, dass man es noch einmal sagen wird? Damit es Ausgesprochen ist, eine Art Ritual, Ihr seid Zeugen, dass ich es gesagt habe. So etwas wie Vergegenwärtigung des Allbekannten. Ich habe es gesagt, Ihr habt es gehört, und alle können es bezeugen.

Immer wieder toll: Das 1:1 kurzschließen der Bassdrum mit irgendeinem höheren und möglichst unähnlichen Klang (heute: Gabor Lazar, ILS). Sozusagen musikalisch, und vor allem instrumentaltechnisch unsinnige Koppelung, die besonders gut funktioniert. Würde man halt normalerweise nicht machen. Janggu rechts/links.

Stück um drüber zu sprechen schreiben: Interessantes Konzept.

Bürokratische Verstrickungen. Selbst wenn sie vollkommen harmlos sind, hat man bald nur noch einen Wunsch: Auf der Stelle tot umzufallen.

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Unzulänglichkeit

Selten eine gute Idee, etwas ausdrücken zu wollen. Wird fast immer zum Vorurteil, zur Reproduktion einer bereits bekannten expressiven Figur. Bei Sängern besonders auffällig, wie bei Schauspielern. Kann dann sogar leicht verlogen werden, eben explizit unwahrhaftig. Misston.

Szenario: Partiturseite, Streichorchester, durchbrochener Tuttisatz, alle Takte falsch eingesetzt, d.h. zu kurz oder zu lang, Lücken oder Überhänge. I like it. Mechanische Unschärfe.

– Dass mir das zum Verhängnis werden würde!
– Ja, stimmt, hätte ich auch nicht gedacht.

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relationship without commitment

Mein Problem: Was soll denn daran überhaupt interessant sein? Gibt es wirklich irgendjemanden, der ernsthaft an einem Musikbegriff festhalten möchte, der längst nicht mehr tragbar ist? Glaubt wirklich irgendjemand ernsthaft, dass es einfach so weitergehen sollte? Na ja, wahrscheinlich ja. Let’s play some more organ.

Unterkontrolliert
Überkontrolliert
Resilient

Regietheater

Auf der richtigen Seite stehen. Die stehen dann eben automatisch immer auf der richtigen Seite. Können ja schlecht auf der falschen Seite stehen. Und deshalb ist es so langweilig.

Problem Oper

Electric Wizard: Was wäre denn, wenn das wirklich ein ernstzunehmender Beitrag zum Sterben wäre. Nicht, dass ich das wirklich glauben würde. Aber es ist ja letztlich auch ziemlich bizarr, das von vornherein auszuschließen. Wiedergeburt. Aha. Markerschütternder Gesang.

Man kann sich nicht wirklich aussuchen, wofür man sich interessiert. Ganz interessant.

He’s still there, but he’s already forgotten. So much for eternity. Have a good life!

Glottis: Deutsche Aussprache

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Instruments of Doom

Es ist gar nicht wichtig, was, es muss nur irgendetwas passieren. Manchmal.

Spencer Finch: Korrekte, aber falsche bzw. unsinnige Abbildung. Funktioniert nicht ohne Information über Entstehungsprozess. Spannung wird dadurch generiert, dass der Betrachter gezwungen ist, Abbildung und Original zusammenzudenken, was eigentlich nicht möglich ist. Allerdings: Qualität entsteht auch dadurch, dass man SPÜRT, dass hinter dem, was wir sehen, etwas steht, was wir aus dem Gesehenen nicht ableiten können. Rätselhaftigkeit. Man würde etwas so nicht machen, wenn man nicht einen externen Grund dafür hätte. Deswegen ist das Gesehene dann auch als Gesehenes interessant.

ob jemand etwas verstanden hat,
vielleicht,
schon vergessen,
worum es sich handelte

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Traubensaft, dunkel

Wieder reingefallen: Elektronik vs. Orchesterloop, ich denke, es gehört zusammen, finde es erstaunlich, dass man auf so etwas kommen kann, eigentlich sogar toll, in Wirklichkeit war nur noch ein weiteres Fenster im Browser offen.

Die blödeste, unerwartetste, am wenigsten naheliegende Option, die überhaupt nicht auffällig zu sein scheint, stellt sich oft als die beste Wahl heraus, wenn man sich für sie entscheidet. Man grübelt, findet nichts, grübelt weiter, und plötzlich denkt man, vielleicht, warum denn nicht, ja, sieht eigentlich toll aus, ist ja viel besser als die anderen Möglichkeiten.

Ab wann dämmert Einem eigentlich genau, dass die Toten wirklich tot sind, dass sie nicht einfach woanders sind, an einem anderen Ort, oder dass zumindest dieser Ort ganz anders sein muss, als alles, was wir kennen?

Es gibt keine halben Instrumente, und keine halben instrumentalen Aktionen: Wenn Du einem Instrument die Hälfte seiner Aktion wegnimmst, macht es aus der anderen Hälfte eine komplette Aktion, und zwar eine komplett andere Aktion. Eine halbe Aktion ist dann automatisch wieder eine ganze Aktion, und wenn die Halbierung betont würde, würde eben auch dies zu der neuen ganzen Aktion gehören.

Takte ABSICHTLICH falsch kopieren, immer etwas zu lang oder etwas zu kurz, damit etwas übersteht, ein Rest übrigbleibt, die Dinge nicht richtig zusammenpassen. Vielleicht nur als digitaler Effekt interessant, bzw. als Effekt mit festem Material, das nicht erst noch neu eingeführt werden muss. Dort wird sich die Idee einfach in der Aufführung einebnen und verschwinden. Faltungen, Färbungen, Spuren, alles Dinge, die Komponisten lieben, im Resultat aber als formale Idee letztlich keine Rolle mehr spielen und darum nur begrenzt, nämlich nur für den Komponisten, interessant sind. Schade drum, der Verlust ist aber vermutlich in Instrumentalmusik unausweichlich.

Empfang, riesige Halle, bei näherer Hinsehen fast fußballplatzgroß, viele Bilder, Museumshängung. Zaghafte Begrüßung, R. ist alt geworden, sehr kräftig im Gesicht, Altersflecken, ein ganz tolles Buch will er holen und geht schnell in einen anderen Raum. Ich sehe seinen breiten Rücken, offensichtlich braungebrannt vom Sommer, merkwürdige Frisur, teils lange, teils kurze Haare, kleiner Samuraizopf, offensichtlich gebleicht. Eine Frau beschwert sich über die Hintergrundsmusik, es läuft ganz leise Orchestermusik, klingt wie ein Tschaikowsky-Ballett, allerdings kein Nussknacker-Ohrwurm. In der Ecke ein DJ, Mitarbeiter von J., freundlicher Skandinavier, der mir seine neuartigen Kopfhörer zeigen will, Schalen, die direkt auf den Schädel gesetzt werden, er setzt sie mir auf, ich erschrecke, der Klang wirkt sehr laut, erst nachdem ich mich beruhigt habe, merke ich, dass die Knistermusik der Kopfhörer eher leise eingestellt ist, aber sehr direkt klingt, tendenziell unangenehm. Beschreibung. Da war ich. Gedächtnis. Albtraum.

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Gier vs. Gier

Hat ja übrigens etwas Herzloses, Arbeit.

Dumpf, ganz dumpf, minutenlang völlig abgedunkelt, schön (Caribou).

Wie Haselnussmus-Atem, Schwarzer Tee, diese Art von Eindrücken, die man instinktiv vermeidet. Warum eigentlich? Erinnert uns an – 

Weil Du’s noch nicht kannst, kannst Du noch nicht darüber nachdenken, was Du da eigentlich machst, oder was Du machen solltest. Beim zweiten Versuch fängst Du an nachzudenken. Gnade des Nichtkönnens.

Dynamikvibrato vs. Tonhöhenvibrato
Bogenvibrato vs. Bogenwechsel

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Jeder Mensch braucht Geld – heute passiert es!

Saeng (Sho)/Danso: Vielleicht ein bisschen zu offensichtlich, aber trotzdem tolle Besetzung.

Akzente
Rhythmisches Vibrato
Krasse Differenztöne
Super Unisono
Glissando als Quietschen

Konzert:

A aus/ein

A1 aus/ein
A2 aus/ein
A3 aus/ein
A4 aus/ein
A5 aus/ein
A6 aus/ein

B aus/ein

B1 aus/ein
B2 aus/ein
B3 aus/ein
B4 aus/ein
B5 aus/ein
B6 aus/ein

A oder B oder A+B

Stehende Töne zur besseren Unterscheidung: Wo fange ich an, wo höre ich auf. Gehen nicht ineinander über. Quasi Tonhöhenartikulation.

Sommerkälte auf der nackten Haut. Eigentlich kein schönes Gefühl. Eher beängstigend.

Wortgeflecht
Pach’un tzij

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zwei Stunden in die Sonne legen und dann sterben

Sich selbst in unkomfortable Situationen bringen: was mache ich jetzt, wie komme ich hier wieder heraus?

Schamanen-Janggu
Innerer Rahmen
Äußerer Rahmen
Rahmen + Fell

Haegeum
leere Saite wird nicht benutzt
man muss jeden Ton singen können

Unterquarte Riesenvibrato
Grundton glatt
Große Sekunde mit kleiner Terz

man lässt die Saiten nicht einfach so klingen, das ist absolut unkoreanisch

Daegeum
Haegeum
Gayageum
Janggu

Gute Besetzung, erstaunlicherweise

Akzent am Anfang und am Ende des Tones, Geräuschverstärkung

Unsere Toten: Die nicht mehr leben, an die wir manchmal denken, wo wir uns wundern, dass sie schon so lange nicht mehr da sind. Ziemlich lebendig, solange man an sie denkt. Das Wissen, dass sie tot sind, verändert nicht unbedingt unsere Erinnerung, aber das Licht, in dem sie erscheint. Überhaupt nicht versöhnlicher, eher weiter weg, unerreichbar, wie ein Filmbild im Gegensatz zu einer Geschichte, die noch andauern könnte. Film als Metapher für Tod? Könnte ein Grund dafür sein, dass Super 8-Aufnahmen so unsäglich traurig wirken. Würde mal tippen, dass das nicht für Digitalaufzeichnungen zutrifft. Zu flexibel als Medium.

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die Wespe auf die Stirn küssen

Kalter Kaffee.

Ganz interessant, wenn es eigentlich egal ist, wie es weitergeht, Hauptsache, es geht irgendwie weiter. Trifft leider aus heutiger Sicht auf ziemlich viel klassische Musik zu. Gut gemacht, sorgfältig gearbeitet, wahrscheinlich auch tolle Ideen, aber der Klang wird dann eigentlich nur noch durchgehalten, fortgesponnen, und die Verteilung des Materials entspricht komplett den Erwartungen. (Das Ende kommt nicht am Anfang und umgekehrt.) Man kommt rein, setzt sich hin, checkt den Klang, und weiß dann im wesentlichen, was passieren wird. Und passieren kann. Gilt logischerweise auch für Stücke, die man nicht kennt, deren Stil aber bekannt ist. Bestimmte Formen von 20. Jhdt. Musik in dieser Hinsicht absolut ehrlich, weil es einfach immer weiter geht. Reine Ausdehnung: 10 Minuten dies, 5 Minuten das.

Sex z.B.

The good die first
And they whose hearts are dry as summer dust
Burn to the socket.

what. ever

why does it feel so wrong?
why does it all feel so wrong?
it should be ONLY work, NOTHING else, maybe

Mikroklima Brot/Papier

Während man schläft, kann man sich nicht langweilen, oder? Im Schlaf natürlich schon.

Appetit, oder eben gerade kein Appetit, und trotzdem Hunger.

Original und Kopie nach unten oder nach oben (Verdopplung/Transposition): Es ist klar, dass das Material identisch ist, aber es kann nicht mehr entschieden werden, welches das Original und welches die Kopie ist.

Tonhöhenvibrato vs. Dynamikvibrato vs. Tremolo

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my share of regrets

Form
Material
Inhalt
Aussage

08 Essen
09 Arbeit
10 Arbeit
11 Büro
12 Büro
13 Essen
14 Putzen
15 Cafe
16 Einkaufen
17 Arbeit
18 Lernen
19 Sport
20 Sport
21 Essen
22 Essen
23 Arbeit
24 Putzen
01 Arbeit
02 Schlafen
03 Schlafen
04 Schlafen
05 Schlafen
06 Schlafen
07 Schlafen

Lesen
Textarbeit
Notenarbeit

Ausruhen funktioniert nicht so richtig

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Ist das wirklich tröstlich (die Erinnerung)?

Gedächtnisleistung, z.B. im Dunkeln ins Bett zu finden, vielleicht auch noch in einer fremden Wohnung: Da ist der Stuhl, da ist der Schrank, da ist der Tisch. Kurzzeit-Topographie. Das allgemeine Wiederholungsgedächtnis reicht dafür meistens nicht, glaube ich. Zu wenig auf unmittelbaren Nutzen, auf unmittelbare Vergegenwärtigung ausgerichtet.

Tasten. Ausprobieren. Könnte da sein, vielleicht aber auch höher. Oder tiefer.

A song of tough love for a generation whose eyes have moved fish-like to the sides of its head, forward vision usurped by a numb need to survive the now, side-placed eyes scanning for any GARDE of which to be AVANT.

Der Stuhl war ungefähr hier, vielleicht ein wenig weiter links, oder doch weiter rechts, größer, kleiner, breiter, tiefer? Im Dunkeln fühlt sich alles anders an, als es im Hellen ausgesehen hat. Im Hellen genaue Verortung nicht notwendig, da jederzeit nachvollziehbar, im Dunkeln die einzige Orientierungsmöglichkeit überhaupt, wenn es nicht um einfaches Vorwärtstasten gehen soll.

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Stinkt und klebt.

FOMO: Smart Girls Making Stupid Choices

Ganz interessant die Idee zu glauben, dass die wirklich wichtigen Dinge nicht in der Welt, aber auch nicht in den Köpfen, sondern eigentlich auf dem Papier geschehen. Soviel zur Abneigung gegen Elektronik. Dagegen: Kunst als Schreibsystem.

Entscheidungen, z.B. Rheinmetall: Wer rechnet denn das alles durch, wer hält den Distinktionsgewinn gegen den wirtschaftlichen Nachteil, wer nimmt die Gefahr der juristischen Niederlage nach welchen Überlegungen in Kauf? Es glaubt ja wohl niemand, dass es sich hier um moralische Entscheidungen handelt, dass hier eine Entscheidung getroffen wird, weil sie für moralisch richtig gehalten wird. Aber wie genau kommt man zu dem Schluss, dass die möglichen Vorteile die möglichen Nachteile überwiegen. Ist das eine einfache Rechenaufgabe, die mögliche Wählerstimmen aufschlüsselt (nicht nur, was die tatsächliche Sachentscheidung, sondern auch, was die politische Profilierung in der Koalition betrifft), oder ist es letztlich vielleicht doch auch persönliche Eitelkeit oder, wieder durchgerechnet, der Versuch, sich als Person in die gewünschte politische Position zu bringen? Spielt das alles zusammen eine Rolle, wird aber dennoch nicht ausgerechnet, sondern aus dem Moment entschieden, und ist das das, was man politischen Instinkt nennt?

The problem with young people, starting in about the 1960s, is that they tend to live too intensely inside their own social moment, and thus tend to see all existence past age thirty or so as somehow postcoital. It’s then that they’ll relax, settle back, sad animals, to watch and learn that life, instead of being rated a hard R, or even a soft R, rarely even makes it into distribution. Tends to be too slow.

We just want to do the bare unavoidable minimum. Pay taxes, die.

Schaut gut aus.
Schaut schlecht aus.
Schaut gar nicht aus.
?

Happy to be able to see at all. Anything.

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Dann plötzlich nur noch Fehler.

4 pains:

birth
aging
illness
death

rust + bone: Merkwürdig grobschlächtiges Drehbuch, gerade im Vergleich zu Un Prophète. Nach einiger Zeit hat man das Gefühl, immer im Voraus zu wissen, was als nächstes geschieht, auch wenn das nicht stimmt. Bestes Beispiel: Junge auf zugefrorenem See, Vater dreht sich weg, logischerweise bricht Junge ein. Ziemliche Unart bei sehr vielen Filmen, funktioniert natürlich immer, wenn man Spannung aufbauen will, ist aber die primitivste aller möglichen Methoden, eine Szene aufzubauen. Interessant übrigens, dass es trotzdem immer wieder funktioniert, dass man tatsächlich bis zu einem gewissen Grad mit zittert, obwohl der Verlauf so offensichtlich ist. Wahrscheinlich einfach nicht vollständig beherrschbare Reaktion auf reale oder imaginäre Gefahr. Es ist allerdings nicht so, dass jede Gefahr, die eingeführt wird, auch immer zum Vollzug führt, z.B. geht man als Zuschauer tendenziell davon aus, dass, nachdem sie am Anfang ihre Beine verloren hat, er bei seinen Straßenkämpfen am Ende seinen Verstand verlieren wird. Das wird nie explizit nahegelegt, liegt aber die ganze Zeit in der Luft: Es gibt eigentlich keinen in der Storyline verankerten Grund dafür, dass es ihm am Ende tatsächlich gelingt, Profi zu werden. Problem: Wahrscheinlich kann man in einer Filmerzählung das Unheil nicht einfach aus dem Nichts zuschlagen lassen, wenn man eine Geschichte aufbauen will. Es muss also gewisse Andeutungen von Gefahr, von Dingen, die geschehen könnten, geben, eine Art Möglichkeitsraum, in dem sich die Figuren bewegen. Wäre interessant, wie wenig da reicht, wie viel da sein muss, um als Erzählung zu funktionieren. Ob es interessanter ist, wenn möglichst wenig angedeutet wird, ob vielleicht doch die direkteste Vorbereitung diejenige ist, die am besten funktioniert, ob es sinnvoll ist, sehr viele Möglichkeiten anzudeuten, die dann gar nicht mehr berührt werden und einfach verschwinden, oder ob es besser ist, absolut geradlinig exakt das zu geben, was die Erzählung benötigt. Ich könnte mir vorstellen, dass es einen gewissen Spielraum geben muss, damit der Film nicht völlig durchschaubar wird, aber nicht zu viel, damit der Zuschauer sich nicht über die vielen falschen Fährten ärgert. Was könnte man mit falschen Fährten machen, wenn man sie nicht einfach verschwinden lassen will? Echter erzählerischer Realismus würde vermutlich Gefahr nur in den seltensten Fälle vorbereiten, da sie uns im realen Leben eher unvorbereitet trifft. Es ist letztlich der allwissende Erzähler, der reflektierende Zuschauer, der die Gefahr sieht, in die der Protagonist läuft, nur in den seltensten Fällen der Protagonist selbst.

Wichtig: footwork-bassdrum

45 Minuten Sicherheit. Perverse Psychologie: Endlich Zwang. Du kannst nicht anders. Du darfst nicht anders. Plötzlich hältst Du Dich daran. Warum nur?

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Lost. Again. Trust. Faith.

M&A/Quay: Gut verstecktes Vier Jahreszeiten-Zitat

Witze, die vorgetragen werden, als wären sie keine Witze, aber eben nicht demonstrativ stoisch wie bei Keaton, sondern lässig ernst, als ob man eine ganz normale Geschichte erzählen würde.

Notation:

Dummheit ist böse.

Nichts + Nichts = Nichts
Pause + Pause = Pause

nicht in sich strukturierbar, nicht zwei Pausen, sondern eine längere Pause

Das Überflüssige, das Nichtnotwendige: Regel und über die Regel hinaus erfüllen?

Ziemlich bizarre Angewohnheit, alle Abstufungen als musikalische Skalen zu denken, gerne als diatonische mit wechselnder Zuordnung, damit unterschiedliche Strukturen frei aneinander angepasst werden können. Eine Art Vorstellungshilfe, die aber ganz klar nicht den eigentlichen Gegenstand vorstellt, sondern nur seine Ordnung vorstellbar und damit nachvollziehbar und handhabbar macht. Möglicherweise für einen Musiker nicht zu vermeiden, weil die grundsätzlichen Skalenstrukturen fest ins Hirn eingebrannt sind. Diatonisch ja übrigens viel leichter singbar/vorstellbar als chromatisch.

Das gleiche gilt natürlich auch für mechanische Arbeitverläufe wir Abtippen, Abzählen etc., die wir immer auf einfache Rhythmen herunterbrechen, um sie besser beherrschen und in gewisser Weise automatisieren zu können. Ein bestimmter Bewegungsablauf (und wenn es nur die Zählbewegung des Mundes, vielleicht zusammen mit dem Deuten des Fingers auf das zu zählende) in einer bestimmten Rhythmisierung etabliert und so genau wie möglich wiederholt, um die Fehleranfälligkeit zu minimieren und die Geschwindigkeit (immer im gleichen Rhythmus) erhöhen zu können. Zeitersparnis. Nichts denken, nichts vorstellen müssen.

Süßkirschen + Pastis: Wie füreinander gemacht, aber ziemlich pervers, guilty pleasure. Wie Salzkaramellen vielleicht. Übrigens erstaunlich robustes Obst, wenn man darüber nachdenkt, pralle Haut, kräftiges Fleisch.

Entspannte Konzentration: Läuft alles von alleine, ohne Anstrengung, fehlerfrei. Dann wieder Ermüdung, geistiges Abschweifen, grobe Schnitzer: Wo bin ich? Wo war ich? Unüberwindbare Müdigkeits-Wand. Weitermachen und leiden. Durchkämpfen. Warten, dass es vorübergeht. Stichwort: Langeweile. Aufmerksamkeits-Kapazität. Irgendwann einfach verbraucht. Schwer, damit umzugehen. Eigentlich inakzeptabel. Aber unausweichlich. Hilft nur das berühmte Aussitzen.

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Buddhist Bell

Länge, Dauer, Ausfüllen: Stil, Idiom, Verlängerung. Ausgehend von einem homogenen Stil, was würde Extension bedeuten? Warum genügt es nicht, Material/Stil/Expression vorzustellen und es dabei zu belassen? Warum möchte man von etwas, was man schon kennt, mehr haben. Und warum bekommt es dadurch eine andere Bedeutung, eine andere Ausdruckskraft? Hat sicher etwas mit der Vertiefung des Geschmacks/des Eindrucks zu tun, mit der Kraft, eine Entscheidung zu treffen, an einem bestimmten Punkt Schluss zu machen. Ein wirklich nachvollziehbarer Grund, hier und nicht dort abzuschließen, kann aber eigentlich nur in der Narration, in der Dramaturgie liegen, selbst, wenn es nur eine Art Fake-Dramaturgie, eine Pro-Forma-Narration wäre. Was dann die Idee des homogenen Materials durch Entwicklung oder Kontrast im ihren Grundsätzen aufheben würde. Maurizio könnte eine Kombination von beidem sein: Lange, homogene Teile, die ungesäumt als Folge eine Narration ergeben würden.

What about Steigerung?

– I believe, behind the stove, with my aunt kneeling down to lay her hand on my shoulder, that I’m afraid of absolutely everything there is.
– Then welcome.

Don’t think about it too much.

Cheesy was suddenly gone, didn’t have a place in the world of pop anymore, everybody becoming real serious again. I mean seriously serious.

Life
File

Wir strengen uns wahnsinnig an, etwas nicht zu sagen/nicht zu zeigen, doch vor lauter Anstrengung und Konzentration sagen/zeigen wir etwas anderes, das wir noch viel weniger sagen/zeigen wollten. Wir verraten uns dadurch, dass wir uns zu sehr anstrengen müssen, etwas zu verbergen. Nebensätze, Ablenkungsstrategien. Fast unmöglich, sich komplett zu kontrollieren, zumindest nicht, wenn es sich um ein komplexes psychologisches oder faktenbezogenes Feld handelt, auf dem man sich gezwungenermaßen bewegen muss. Und dieses Feld kann man sich in der Regel nicht aussuchen, da es durch Umstände bestimmt wird, auf die man selbst keinen oder wenig Einfluss hat.

of what was once some vegetable

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Danso/Daegeum

FIFA 2014: Play and replay. Erstaunlich, wie sehr das Interesse nachlässt, wenn man das Ergebnis schon kennt. Mitfiebern: Das Gefühl in der Liveübertragung, das Spiel irgendwie beeinflussen zu können, der merkwürdige Aberglaube, dass die eigene Mannschaft gewinnen wird, wenn man sich nur genug in den Spielverlauf hineinsteigert, das Richtige isst, das Richtige trinkt, zur richtigen Zeit aufs Klo geht, usw., also eine Art eingebildetes aktives Mitspielen, fällt beim Replay natürlich komplett weg. Ganz interessant auch die Funktion des Tons: Bei Stummschaltung wird auch die letzte Spannung aus dem Spiel genommen. Nicht ausgeschlossen, dass der Moderator, der Sportreporter, mit seiner gespielten oder echten Teilnahme einen wesentlichen Teil zur Spannung zu Hause beiträgt.

Dass man etwas nicht zu laut denken, nicht zu sehr wünschen darf, aus Furcht, es könnte dann eintreten. Ähnlicher Aberglaube an die Macht der Gedanken.

Vokale/Konsonanten: Falsche Unterscheidung. Klang gegen Widerstand durchsetzen, Widerstand immer spürbar machen. Klang auf falsche Vokale/Konsonanten setzen. Detailtiefe variieren, damit Textgeschwindigkeit variieren.

Räuspern, Husten, Kratzen, stumm Abstoppen, etc. Hässlichkeit, nicht brillant. Kurze Klänge, abstoppen, Konsonanten für lange und kurze Klänge nützen.

Gerade Klänge, Parlando, wiederkehrende Haupttöne als Registergrenzen, was dann auch heißt, dass Spitzenzöne im wesentlichen gleich bleiben, quasi wiederkehrende Muster, die dann auch die verschiedenen Stimmen charakterisieren könnten.

If haven’t listened to it for a longer time, pop music can sound actually very shallow. Especially if you listen to it consciously, trying to like it. Maybe pop made shallow by purpose, with flatness as an artistic rather than commercial goal, manages to escape that problem.

Stadt als Wunde/Geschichte/Sediment. Verschiedene Schichten gleichzeitig, ungesteuert nebeneinander, je nach Entwicklungsstand der Grundstücke. Sprung von Schicht zu Schicht von Grundstück zu Grundstück.

If I knew, I wouldn’t know.

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Good = Ritual + Party (jeju people)

Intangible cultural asset No. 82

Aussehen/Auftreten: Wie will man aussehen, wie sieht man tatsächlich aus. Wie wird das tatsächliche Aussehen durch das gewünschte Aussehen beeinflusst? Inwieweit können sie deckungsgleich werden? Auch wenn etwas überzeugend aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es dir selbst gefällt. Und: Es ist nicht gesagt, dass das, was du siehst, das ist, was die anderen sehen. Schließlich hast du ein anderes Verhältnis zu deinem Äußeren als alle anderen. Welches eigentlich? Könnte auch ins Überdeutliche verzerrt sein.

White
Yellow
Red
Green
Blue
(flags)

Han-China: The Center of the World

Korean Hölderlin: They don’t like high notes, they prefer low notes.

If you master the music of the Eastern Coast, you will master everything (percussion students).

Shaman music: Tiefes Brummen (gong).

Dog Skin instead of Cow Skin: small drums.

80.000 gods: long epic songs

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There are no mistakes.

Kraft der Gedanken: Letztlich versucht man es nie wirklich, was nur heißen kann, dass man daran glaubt, und dass man ihre zerstörerische Kraft fürchtet.

Wenn es angenehm wird, musst du weglaufen. Und wenn es angenehm wird, wegzulaufen, wenn es angenehm wird? Same-same, no difference. Nur scheinbar ein Problem.

Es ist egal, was du machst, du musst es nur auch wirklich tun. Und darauf beharren.

Stimmt
Stimmt nicht

Schwarzweiß, silkscreen on canvas: Angenehm bedrohlich umdeutbar, nicht so doof fröhlich und aufdringlich. Which doesn’t mean that it’s great.

I’m Here, but Nothing: Beharrlichkeit, Besessenheit, Spieltrieb.

Fermented Sound

Geschicklichkeit: Ganz interessante Erfahrung, wenn man gar nichts hinbekommt. Ungeduld, fast Wut.

Korea: Beatles-Versionen, meistens Frauenstimmen, immer as glatt as possible. Funktioniert erstaunlich gut. Aufzug als Musik der Zukunft. Übrigens nicht komplett emotionslos, eher sehr bewusst und vor allem professionell eingesetzt, um nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit zu erregen. It’s just there. Angenehm eben, melancholisch, aber in Maßen. Die tägliche Dosis.

I like Germany: Beer, Hamburger, Leopard. Nice Little Schoolboy.

Parts beautiful, whole ugly.

0902
1001
1023
0607
0815
1111

Rock: Echte Gefühle zumindest als Anspruch. Authentizität als Stilmittel? Unbewusst ohnehin fast immer der Fall.

And then – you suffer. Klima: Ist natürlich ein komplett anderes Leben, ob du im Sommer drei Monate in der Sauna sitzt und im Winter drei Monate im Kühlhaus, oder eben nicht. Kann gar nicht anders sein, als dass das den Charakter und die Leidensfähigkeit prägt. Man hat ja von klein auf geschwitzt und gefroren. Zähigkeit. Oder eben Antriebslosigkeit.

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Instrumentation als Ausschnitt

Gut. Wenn das nicht geht, was geht dann?

Das Einzige, was einen in solchen Situationen weitermachen lässt, ist, dass man sich nicht umbringen will. Was nicht heißt, dass es einen vernünftigen Grund geben würde, sich nicht umzubringen. Eher im Gegenteil.

hm
hm
hm hm
hm
hm
hm hm hm

Kolik/Hirn: Future/Shit

Die Mär von der verlorenen Seele, die durch die Liebe zu ihrer Bestimmung zurückfindet: Storymuster, die offensichtlich so viel Glaubwürdigkeit für uns haben, dass sie, ohne sich zu verbrauchen, quasi unbegrenzt eingesetzt werden können.

Rauschen, z.B. kurzes und langsames Verschieben eines Leinenbandes auf Holzfußboden (dicht, sanft) oder eines Plastikbandes auf dem gleichen Untergrund (hell, dünn). Warum genau sollte man das eine dem anderen vorziehen – klingt schöner?

Nicht enttäuscht sein, wenn etwas nicht funktioniert, ohne zu lügen, ohne sich selbst etwas vorzumachen: Schwierige Aufgabe. Zu sagen, es ist egal, Hauptsache, es ist überhaupt etwas geschehen, ist natürlich eine Lüge und als solche ziemlich leicht durchschaubar. Möglicherweise könnte man aber auch diese Position auf eine höhere Ebene bringen, etwa, zu wissen, dass es eine der häufigsten Selbstbetrugs-Lügen überhaupt ist, und die dazugehörige Haltung trotzdem, als reale Arbeitsbasis, beizubehalten.

TV eigentlich immer über Vertrauen und Verrat: Weil man soviel Zeit hat, die Vorzeichen zu ändern?

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Meister I von Lataha

Einförmiges Rezitativ auf schnelles Basstrommel-Klöppeln

Die Stadt.

Große, schwere Vögel.

Bogenvibrato

200 – 1
190 – 1
180 – 1
170 – 1/2
160 – 2
150 – 2
140 – 2
130 – 2
120 – 2/3
110 – 3
100 – 3
095 – 3/4
090 – 3/4
085 – 4
080 – 4/5
075 – 5
070 – 5/6
065 – 6
060 – 6

unter 2 macht keinen Sinn

tasto-ponticello langsamer als ponticello-tasto

immer nur eine Saite (IV)?

nur auf liegendem Ton wirklich hörbar

Bild festhalten: Liegeton

Barocke Variation: Nur einen Parameter auf einmal ändern

3 Positionen hinter Steg

Rutsch auf der Saite

Wir werden sterben.

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Your place in society

Den Zweifel für 45 Minuten suspendieren.

Design: Rötlicher Schimmer, vielleicht auch rosa, kaum sichtbar.

Ja, klar, Reue: Angeblich bereut ja niemand nichts. Allein das könnte schon Zeichen genug sein, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, mal wieder ein bisschen mehr zu bereuen. Wenn Du dies machst, bereust Du das, wenn Du das machst, bereust Du dies. Es geht ja gar nicht unbedingt um Fehler, sondern um all das, was man nicht machen konnte, weil man sich für etwas anderes entschieden hat. Lustigerweise fällt da das Bereuen auf der Mikroebene (gehen wir heute abend hierhin oder dorthin) deutlich leichter als auf der Makroebene (hätte ich bloß/wie konnte ich nur). Wahrscheinlich eine gigantische Verdrängung. Die Vernunft sagte mir, dass ich nicht bereuen soll.

Maurizio/Licht, Teil IV: Möglicherweise Material nochmal halbieren, weil sich Einsatzdauern im Mittelwert halbieren. Material dadurch mehr und mehr entcharakterisiert. Würde man es danach wieder augmentieren, würde es tendenziell nur noch einfache Glissandi und Haltetöne geben. Der Weg zum stehenden Klang. Daraus könnte man am Ende wieder einzelne Akkordschnitte/Tonknackse ableiten. Oder Knacks-Unisoni.

Ob es möglich ist, die Direktheit des Instrumentalklangs zu brechen, ohne ihn ins Geräuschhafte oder ins Ultraleise zu verfremden. Tatsächlich hat der direkte Instrumentalklang ein Pathos, das in gewisser Weise nicht mehr brauchbar scheint. Dem eine gewisse Peinlichkeit anhaftet. Manchmal scheint es, dass ultrakonsonantes Material dieses Pathos vielleicht brechen könnte, möglicherweise einfach, weil es eine gewisse klangliche Normalität ausstrahlt. Dass Dissonanz das unzeitgemäße Pathos betonen oder sogar steigern würde. In der Elektronik extrem leicht, Direktheit zu brechen, weil sie in ihrer mechanischen Übermittlung von vornherein Inbegriff von Indirektheit ist. Gleichzeitig nichts leichter, als mittels Klangbearbeitung zusätzliche Aspekte von mehr oder weniger deutlicher Indirektheit einzuarbeiten. Insofern ist ein aufgenommenes oder verstärktes Instrument automatisch schon verfremdet. Vielleicht ist es gar nicht der zusätzliche Peng, der Verstärkung so erfolgreich macht, sondern tatsächlich dieses Betonen von Indirektheit, das dem aktuellen Selbstverständnis der Welt am besten entspricht. Trotzdem fände ich es natürlich nicht besonders interessant, dem einfach so nachzugeben. Man sollte schon einen triftigen Grund haben, diese Mittel anzuwenden, oder eben schauen, ob man ihre Konsequenzen nicht auch ohne direkte Übernahme der Mittel in der Instrumentalmusik realisieren kann.

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Beängstigend

Die Tage sind jetzt alle komisch. Es ist so viel los. Es passiert so viel. Ehe man es sich versieht, hat man schon wieder ein Problem gelöst. Auf eine merkwürdige Art unheimlich. Dass man sich traut, so schnell mit Dingen fertig zu sein, so schnell Dinge zu erledigen. Nicht erst darüber brüten, sondern gleich entscheiden. Lösung suchen, Lösung finden. Fertig.

The day DJ Rashad died. Erster Eindruck: Tot ist irgendwie scheiße.

I: – ppp/pp/p, später Differenzierung gemäß Frequenzanalyse, Mischung der verschiedenen Lautstärkegrade, möglicherweise in Anteilen berechnen.
– Figuren, die den Schlag ausfüllen, Figuren, die später einsetzen, Figuren, die früher aufhören, möglicherweise auch Figuren, die später einsetzen und früher aufhören. Repertoire erarbeiten und einsetzen, z.B. für jede Option zwei Versionen, Optionen festlegen, Versionen festlegen.
– Verdopplungen: Anteil Verdopplungen an Gesamtklang steht bereits fest.
– Ton/Geräusch-Mischung
– Register: Z.B. in Quinten (Kontrabässe Quarten?) vom untersten Ton ausgehen, um Registerbereiche festzulegen.
– Schlagverbindungen
II: – pp/p/mp/mf
III: – pp/p/mp
IVa: – ff/fff/ffff
IVb: – fffff
V: – fff/ffff/fffff
VI: – ppppp/pppp/ppp
VII: – mp/mf/f

fuckin’ nonsense

Und wenn man das alles noch mal viel schwieriger machen würde: Stimme sich selbst überlagern, völlige dynamische Verfremdung. Er versucht etwas zu sagen, aber er kann es nicht. Was ist die Geste? Was ist die Metapher? Stilistische Metapher. Materialmetapher. Es ist ja klar, dass das etwas sagt. Alles sagt etwas. Es ist nur die Frage, ob wir es entziffern können und wollen. Zurück zur Musik: Klang als reale Handlungsweise vorstellen.

Wenn man etwas einmal gelernt hat: Genau das ist ja das Problem. Jede Generation erfindet etwas und bleibt dann daran hängen. Wird mit ihrer Entdeckung langsam irrelevant. Übertriebene Beweglichkeit natürlich auch nicht wirklich überzeugend. Kann der das wirklich meinen?

Bewegung anhalten: Stehender Akkord, schnelle Wiederholungen, akustisches Zittern

Hip Hop-Rhythmus: Nicht die bewusste Artikulation, sondern, was übrig bleibt, wenn man sie aus größerer Entfernung hört, der Sprechrhythmus, das kontinuierliche Band, die zittrige Wiederholung.

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Erschreckend

Eitelkeit und Lüge: Noch so ‘ne geistreiche Beobachtung und ich kotze.

Melodie = Umwege: Gehe NICHT direkt auf, ziehe NICHT … Antilogik. Da könnte man doch noch mal. Abschweifen.

Müllauto/Straßenreinigung: Lang gehaltener Ton/Intervall, Brummen ohne Anfang und Ende, ab und zu leichte Tonhöhenabweichungen, gar nicht demonstrativ, aber eindeutig präsent, eigentlich sogar fast Vordergrund des Geräuschspektrums, nur durch den Mangel an Veränderung als eine Art Hintergrund wahrgenommen. Schön.

Alle wenden sich wieder der Musik zu. Keiner mag sie, aber man ist sich einig, dass es besser ist, als gar nichts zu haben in der Nacht.

Kalter Rauch, Bier, fettgetränkte Speisen, alles schon ein bisschen älter: Geruch der Jugend, selten geworden, aber nicht völlig verschwunden. Z.B. wenn man sich in der Kneipe ein Eis geholt hat. Schon damals komisch gewesen, aber nicht eklig, eher fremd, heute vor allem Erinnerung.

Ziemlicher Unfug, den Diederichsen in der vorletzten de:bug ever über Cage verzapft: so ist das leider SEHR kurz gedacht und als Argument ziemlich peinlich.

Komponieren als bürokratische Übung: Alles sehr still.

Vorläufiger Umriss:
zwei große Bogen:
1. Aufmerksamkeit, Langeweile, ADS, Maschinen vs. Menschen bei der Verrichtung stumpfsinniger Arbeit.
2. Individualität vs. Integration in größere Strukturen – Steuern zahlen, einsamer Wolf im IRS vs. Teamplayer.
David Wallace verschwindet nach hundert Seiten.
Kern der Sache: Realismus, Monotonie. Plot als Abfolge von Vorbereitungen auf drohende Dinge, die nicht eintreten.
David Wallace verschwindet – geht im System auf.

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It’s sad, but it’s sad.

Ich muss noch zur Post: Die Post ist im Bahnhof untergebracht, irgendwo in Zentralasien. Ich will mein Fahrrad zurückschicken, das ich nicht mehr brauche, weil ich mir hier eines leihen kann. Man tritt durch eine unscheinbare Nebentür ein. Der Bahnhof ist ein großes, burgähnliches Schloss. Ich weiß gar nicht, wo hier die Züge fahren sollen. Oben eine große Sonnenterasse mit Fischbecken. Schöne, große Karpfen, zwei in typischer Koi-Färbung, zwei auffallend bunt. Plötzlich erscheint ein gigantischer Fisch, deutlich über mannshoch und entsprechend lang, er sieht aus wie ein vergrößerter Zierfisch in metallisch-blau. Er steckt mehrmals seinen Kopf mit der riesigen Schnauze aus dem Wasser, dann kommt er mit seinem ganzen Leib nach oben, lehnt sich mit den Vorderflossen auf die alte Steinbrüstung und scheint den Blick ins weite, tiefliegende Tal zu genießen.

Die Idee, dass etwas richtig und etwas anderes falsch ist: So muss es sein, so ist es richtig, das geht gar nicht. Bis der nächste kommt und eine bessere Idee hat – natürlich auch nur für diesen Moment.

Einzeltakte merkwürdigerweise interessanter, wenn sie unverbunden, also im Gesamtzusammenhang vereinzelt bleiben. Vielleicht, weil sie sonst zu sehr wie einfache Verbindungsstücke wirken. Banal. Rein kontextbezogen im Unterschied zu in sich komplexen Instrumentenverbindungen. Wie Bauklötze/Steckverbindungen, die am schönsten sind, wenn sie getrennt bleiben.

Übrigens auch nicht gut, wenn völlig unverbunden. Am besten, die Möglichkeit einer Verbindung offen halten, aber nicht ausführen.

Kinder sprechen oft wie schlechte Schauspieler, oder wie Schauspieler, die ein Script bekommen haben, das so schlecht ist, dass sie nicht wissen, wie sie es sprechen sollen. Vielleicht ist das Script ja wirklich so schlecht. Oder die Kinder schauen zu viel fern. Da klingt nämlich alles so bizarr unecht frisch abgelesen.

Forsythien-Gelb neben Kirschblüten-Rosa: Klingt nicht nur schrecklich, sieht auch fürchterlich aus. Stört sie aber nicht weiter. Nicht zu viel erklären. Umständlichkeit.

Tri Repetae: Interessante musikalische Metapher, total kaputte CD, Rauschen als Oberfläche, näher/ferner, Unterbrechungen, falsche Wiederholungen, etc. Leider nicht mehr abspielbar

Nicht auf die Form, auf die Leerstelle schauen (3:4)!

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Tony Cragg, Caught dreaming, 2006, Jesmonite

Im Kopf Gegenstände/Auswahl/Optionen mit Tonhöhen nummerieren/markieren, geht automatisch, lässt sich eigentlich gar nicht vermeiden. Diatonische Melodien. Wäre interessant, mal ein Stück daraus zu machen: Wenig Tonhöhen, aber eben nicht betont wenige: Nicht eine, nicht zwei, aber sicher eben auch nicht zwölf. Quasi Kinderlied, Abzählreim, was es ja genau wäre. Sonic Youth-Technik: Kinderlied mit mikrotonalen Abweichungen.

Dunkle Ahnung: So müsste, so könnte es gehen. Was wäre, wenn man tatsächlich entscheiden würde: So muss es gehen. Quasi Entscheidungshoheit für korrekte Option beanspruchen: Ableiten, entscheiden, durchführen. DAS ist die richtige Entscheidung.

In gewisser Weise die absolute Verzweiflung/Konfrontation mit der absoluten Verzweiflung.

Improvisation: Rhythmus, Reihenfolge, Regel. Zufall. Visuelles Feld, optische Verteilung. Visueller Reiz, Entscheidungspunkt.

waking
sleeping
dreaming
nothing

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Es muss auch mal richtig Scheiße aussehen!

Ganz schlechte Idee: Einer gemeinsamen Meinung zu sein.
Noch schlimmer: Gruppenkonsistente Meinungsbildung.

Um Gottes willen nicht der Gruppe schaden. Um Gottes willen keine eigene Meinung haben. Absolute Konformität. Alles unter dem Deckmäntelchen der permanenten Entäußerung. Facebook: We belong together.

Ein verschlossenes Gesicht.
Ein grobes Gesicht.
Ein leeres Gesicht.

Überlagern von Regeln: Auch so eine Polyphonie, wo sich Schichten gegenseitig manipulieren und dadurch unkenntlich werden. Am Ende fällt alles in ein planes, im Ergebnis vollständig synchroniertes Ereignis zusammen.

Ein GANZ merkwürdiges Leben: Still, isoliert, fast ereignislos. Was sollte da schon GESCHEHEN?

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always been, always been

Nummernkontrolle: Inhaltsleer, aber bestimmungsstark. Phantastische Denkkrücke

Alles was mir passiert, passiert auch jemand anderem.
Es gibt nichts, was mir passiert, das nicht auch jemand anderem passiert.
Macht also schon Sinn, von sich auf andere zu schließen.

Polyphonie: Dass man nicht überall zugleich sein kann. Dass man nicht mehrere Stimmen auf einmal schreiben kann. Dass man also eine Stimme nach der anderen Stimme schreiben muss. Dass also Dinge, die gleichzeitig erklingen, nicht gleichzeitig geschrieben worden sind. Gilt natürlich auch für die Konstruktion: Dass die einzelnen Teile der Konstruktion nacheinander ausgearbeitet werden. Dass also Aspekte, die in einem Klang gleichzeitig, weil vereint, erscheinen, nacheinander, also ungleichzeitig durchgeführt werden. Dass also Schichten, die sich auf den gleichen Gegenstand beziehen, aber unabhängig voneinander ausgearbeitet werden, im Ergebnis nur noch konzeptuell, aber nicht zeitlich voneinander unterschieden werden können. Das Gefühl der individuellen Zeitkurve, die aber im Ergebnis vollständig aufgelöst wird bzw. sich mit anderen Zeitkurven unauflöslich vereint. Notar. Zeichnung. Strich. Berührung. Eigentlich selbstverständlich und darum irgendwie auch falsch: Selbstüberschätzung. Präsenzüberschätzung.

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Was wäre denn am unangenehmsten?

Immer noch das gleiche Gesicht wild verzaubert wütend

Kolik als Proportionskanon: Literarische Unmittelbarkeit brechen, um musikalische Unmittelbarkeit zu erzeugen. Am Ende reiner Auslauf.

The Rambler: Einmal schmutzig, immer schmutzig. Dreck kann man nicht abwaschen. Oder dann plötzlich doch. Beten im 1/4-Takt. Immer schön. Digitaler VHS-Schnitt.

Digitalen Dreck auf analoge Instrumente legen: Konstruktion markieren, oder auch falsch markieren, daneben markieren. Oh, falsch, war gar nicht da. Direkt daneben.

Articulacao: Sprache gegen Sprache, Artikulation gegen Artikulation. Nicht gerade subtil, aber trotzdem lehrreich.

Wenn man gegen Langeweile immun ist, gibt es buchstäblich nichts, was man nicht erreichen kann.

C.P.E.: Hatte da schon mal jemand das gleiche Problem, nämlich Strukturen nur äußerlich, und damit offenkundig willkürlich darstellen zu können?

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Zirkus

Zeitmessung als künstliches Schicksal: Wenn/Um/Dann.

Knackser genau auf Bassdrum: Interessanter Effekt, als ob der Lautsprecher durchbrennen würde. Dazu passend: Falsches, fehlerhaftes Aussetzen der Tonspur viel überzeugender, weil überraschender, als gesteuerte Pause. Weiteres Indiz: Musik in einem Zimmer, Computer mit Musik schaltet sich an in anderem Zimmer, man staunt, was für eine tolle Überlagerung, wie ist er nur darauf gekommen, dabei reiner Zufall, überhaupt nicht beabsichtigt, kein rhythmischer, kein metrischer, kein tonaler Zusammenhang. Gesteuertes Zufallsverfahren würde vermutlich immer noch zu absichtlich und homogen, weil regelhaft wirken: Es muss eben wirklich falsch sein.

Inmitten all dieses Lärms

Immer wieder abstoppen, verschlucken, jeder Konsonant würgt den Vokal davor ab, verschluckt ihn, humpeln, hinken, toller Rhythmus, jedes Wort, jede Silbe gegen den Widerstand der Konsonanten herausgewürgt, Schwellen, immer ein leichtes Abfallen vor jedem Stop, immer nach unten, Sprechen zwischen Blasiertheit und Debilität.

liest
ja
eh
niemand

Wahnsinn, wieviel Buch ständig ausgestoßen, sprich veröffentlicht wird, vieles natürlich fürchterlich, aber in gewisser Weise sind die halbguten Bücher, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann, das eigentliche Problem: Man müsste sie eigentlich lesen, besonders wenn einen der Gegenstand, der behandelt wird, interessiert, aber es lohnt sich fast nie, was man eigentlich immer weiß, aber nicht glauben will. Bücherkauf wird da zu einer Art Voodoo-Praxis, Aneignung von Wissen nicht durch Lesen, sondern durch den reinen Kauf, man hat sich sozusagen per Kauf verpflichtet, das Buch zu lesen, auch wenn man es nie tun wird. Einerseits völliger Unsinn, andererseits erinnert das Buch im Regal zumindest daran, dass man sich mit etwas beschäftigen wollte.

fuck art
let’s work

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Time is the new drug.

Rein Gold, Stemann: Für mich mit das beste, was ich seit langem gesehen habe. Interessant aber auch die Kritiken: Zum Teil aberwitzig ignorant, wie die Unterstellung, dass die Schauspieler zu faul gewesen seien, ihre Texte auswendig zu lernen, und deswegen die Textbücher in der Hand behalten, wo doch offensichtlich ist, dass damit der Ort der Aufführung zwischen Text und Sprechen im Bewusstsein gehalten werden soll. Dann die Ignoranz gegenüber der intelligenten und feinsinnigen Musikauswahl und Bearbeitung, die als beliebig und dilettantisch abgetan wird. Das mangelnde Problembewusstsein der Beschreibung, dass man gar nicht erst auf die Idee kommt, dass ein Liebesduett zwischen einem Schauspieler und einer Opernsängerin eine angenehm spielerischer Hinweis auf Grundprobleme der klassischen Oper sein könnte. Insgesamt eine durchgehende Bewertung des Spielerischen als dilettantisch. Eine ziemlich interessante Gefahr der Überfeinerung bei Stemann, dass Kritiker und Publikum alles, was nicht mit voller Ernsthaftigkeit vorgetragen wird, für oberflächlich halten oder erst gar nicht wahrnehmen. Insgesamt offensichtlich, dass die Mehrzahl der klassischen Kritiker einfach will, dass sich nichts ändert. Die Oper soll einfach so bleiben, wie sie ist, das Mobiliar darf modifiziert, das Grundgerüst aber nicht in Frage gestellt werden. Was ja grundsätzlich als ein Option völlig in Ordnung ist, aber doch eben nicht als die einzige Möglichkeit, mit dem Repertoire umzugehen. Glaubt hier tatsächlich jemand, dass wir das klassische Opernrepertoire immer weiter in aller Ruhe abspulen können? Kann es wirklich sein, dass jeder Eingriff in die Partitur als Sakrileg aufgefasst wird? Gerade das Abspulen der bekannten Musik in immer gleicher Reihenfolge macht doch das Operntheater so entsetzlich ereignisarm. Das Theater schreit doch nach Grobheit, nach Überraschung, nach Risiko – zumindest als Alternative zum einfachen Repertoirebetrieb. Und ich habe eigentlich das Gefühl, dass auch das Personal froh ist, endlich einmal in der Gegenwart anzukommen, endlich einmal etwas machen zu dürfen, das sich gegenwärtig anfühlt, und nicht nur die alten Posen in neuen Gewändern wiederholt. Übrigens auch ein Problem von neuem Musiktheater: Dass die Grundüberzeugung, dass die Musik einen festgefügten Raum bilden muss, dem sich alle andere Komponenten unterzuordnen haben, von vornherein einen Massstab aufstellt, der mal besser, mal schlechter erfüllt, aber letztlich niemals in Frage gestellt wird. Offenbar sieht überhaupt niemand, dass diese Form von Theater kreuzbrav und totlangweilig ist. Lass uns doch mal Szene X neu illustrieren. Da könnte wir doch … Letztlich auch ein Ausdruck von Hass auf Intelligenz, weil man da nicht mehr so opernmäßig emotional mitgehen kann. Obwohl dadurch natürlich eine neue, feinere Emotionalität entstehen würde. Intelligenz wird nur goutiert, wenn sie sich selbst als solche vorführt: Das hat er aber wirklich sehr intelligent gemacht.

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The idea is that it doesn’t matter.

Guston: Interessant, dass man denken kann, dass das grob gemalt ist. Wahrscheinlich auch eine Qualität dieser Malerei, dass die Feinheit versteckt ist und mit Deutlichkeit aufgewogen wird.

BECAUSE THAT’S WHAT I DO.

Das tolle beim Lesen ist natürlich, dass man die Informationen so wahnsinnig schnell abrufen kann. Wenn man will.

Kleidung/Körperbewusstsein: Eben wirklich etwas komplett anderes, ob du einen hohen oder tiefen Kragen trägst – z.B.

Enthusiasmus
Euphorie

Wird das Leben jetzt immer so spannend bleiben?
Was wird in den nächsten 45 Minuten passieren?
Ich freu’ mich schon so!

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Information

Nachdenken ist keine Arbeit. Aufschreiben auch nicht. Schreiben schon. Etc. Wird nicht lustig sein. Bild’ Dir das bloß nicht ein.

Think of: Machaut

Was macht eigentlich …

material blocking
colour blocking

Der kleine Junge

Crime is awfully boring.

ernährte sich von Wurzeln

Yes, it is.

Anti-Espressivo
Anti-Virtuosität
Schöner Schein
Glanzvolle Leere

Geil leise hier, ab und zu mal ein Auto, aber das war’s dann auch schon. Der stille Raum ist eigentlich die Stadt. Das Land ist unvergleichlich viel lauter. Eigentlich ziemlich erschreckend: Weißer Raum, Stille. Hat es vielleicht früher überhaupt nicht gegeben. Aber natürlich auch schön.

– Ich finde die Welt schon extrem still.
– Ach, ist das so?

World War Z
Zone One

Vivaldi: Blockflöten als Harmonie in der unteren Mittellage.

Auch wenn Du nicht weiterkommst, musst Du sitzen bleiben und weiter machen – that’s the fuckin’ deal.

Dries

Ich bin wieder ein kleiner Junge. 7:45. 8:30. Pause.

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this is/is/IS/IS boring

Müdigkeit Langeweile Sinnlosigkeit Hoffnungslosigkeit Dämonen Abschweifen Angst Konzentration Erschöpfung Niederschrift Frösteln Wut Grimm Stille Übelkeit Schwäche Kraftlosigkeit Motivationslosigkeit Ablenkung Schweißausbrüche Verzweiflung Nachdenken Anstrengung Ausflüchte Totaldisziplin

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Verzweiflung, offensichtlich.

Ein lauter Streicher-Klang, so kurz, dass man nicht sicher ist, ob er überhaupt da gewesen ist. Vielleicht einrahmen. Dynamik-Fehler/Abstimmungen.

Als ich noch. Uneigentlich. Nicht so persönlich-expressiv.

– Der Takt ist meine Liste!
– Oh nee, der wieder!
– Doch, das stimmt. Das ist die Wahrheit.

– Die gibt es, die –

If it’s not in the Schale, it doesn’t feel like Frühstück.

Nimmt seinen Abschied. Mit jedem Mal. Ein bisschen mehr. Am Ende ist man eigentlich schon gar nicht mehr da. Vielleicht.

It does make you think, doesn’t it? And I’m not talking about the last ten years.

Das Problem mit echten Tönen ist logischerweise, dass sie wirklich da sind. Lookalike. Soundalike. Not the point.

HiJ
JHi

HiC
CHi

Teppich: Übersetzung von Relief (Textil) in Plan (Foto). Eigenes Muster, weder Relief, noch Plan. Vielleicht Plan als Abbildung von Relief.

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darüber/davon

Zuviel geredet, zuwenig getan.

Nachdenken macht Spaß. Tatsächlich: Mühelosigkeit des Nachdenkens im Gegensatz zur Banalität des Ausformulierens.

Aktion – Nichtaktion: Was wäre eine Nichtaktion? Etwas, das vollzogen werden müsste, aber nicht wirklich geschehen würde. Sehen/Hören.

Dinge, die interessanter sind als vs. Pflichten: Du müsstest Dir das wirklich anschauen, das ist wichtig. Fernsehen vs. Arbeit. Auf der anderen Seite möchte man ja auch eine gewisse Leichtigkeit haben, eine gewisse Mühelosigkeit, das ist ja nicht total falsch. Im Gegenteil, irgendetwas an der Anstrengung, Ernsthaftigkeit, Durcharbeitung fühlt sich tatsächlich falsch an, besonders, könnte man sagen, wenn das Ergebnis dem Aufwand nicht entspricht. Man möchte total ernsthaft und besonnen sein, aber es steht gar nichts da. Man müsste sich das anschauen, aber es ist so uninteressant, so zäh. Man hätte halt schon gern so eine Art Flow, irgendwas, was einen trägt, das sich von selbst ergibt. Qualität harter Arbeit: Das ist ja immer wieder die Frage, was das genau ist. Es kann ja nicht einfach nur die Menge der Arbeit sein, viel hilft viel, sondern eher die Härte, die Genauigkeit der Fragestellung, die Ausdruckskraft der Lösung, der überwundene Widerstand, der in das Ergebnis einfließt. Alles offensichtlich ziemlich vage.

What the fuck is work? Ganz viel Arbeit ist offensichtlich vor allem Drücken vor Arbeit. Lieber das machen als jenes. Macht mehr Spaß, ist leichter, ist nicht so wahnsinnig unangenehm. Wenn Arbeit unangenehm ist, zäh, ist sie dann automatisch auch langweilig? Weil man so beschwerlich voran kommt? Oder ist da noch etwas anderes, für das Langeweile nur ein Symptom ist? Irgendeine Form von innerem Widerstand, quasi Fehlverhalten, z.B.

Die Banalität dessen, was tatsächlich da ist, im Gegensatz zu den Dingen, die man sich nur vorstellt/vorstellen kann.

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Ich muss da mal kurz was nachkucken.

Ja, fällt mir gerade ein: Der Unterschied zwischen etwas, woran man sich erinnert oder rekonstruierend zu erinnern versucht, und etwas, was einem gerade einfällt. Es fühlt sich natürlich grundsätzlich besser an, wenn man etwas direkt aufschreiben kann, man hat das Gefühl, dass man den Gedanken in seiner ursprünglichen Gestalt unmittelbar festgehalten hat. Im Gegensatz dazu fühlt sich das Erinnern immer ein wenig angestrengt an. Da war doch noch was, was ich aufschreiben wollte, wie war das nochmal, da ging’s um, so war das aber nicht, das klang irgendwie besser, überzeugender, wie war das bloß? So richtig krieg’ ich es nicht wieder hin, aber irgendwie so muss es gewesen sein, auf jeden Fall ist es darum gegangen. Fühlt sich jetzt gar nicht mehr so wichtig an, nicht mehr so prägnant, so schlüssig, viel zu angestrengt. Und man denkt natürlich, dass das jeder sofort merken wird. Fünf Wochen später weiß man selbst nicht mehr, was das unmittelbare Notat war, und was die Nachschrift.

Du kannst den Schnitt nicht sehen, keine Chance. Du weißt nur, dass er da gewesen sein muss, weil Du jetzt etwas anderes siehst als vorher. Aus dem gleichen Grund würdest Du aber auch nicht wissen können, dass es keinen Schnitt gab, wenn Du immer noch das Gleiche siehst.

Das ist übrigens ein Nachteil der nicht zeitgebundenen Künste: Dass da der Schnitt ganz offen daliegt, jederzeit erkennbar, jederzeit benennbar. Kann nur im Kopf, als Effekt, dann wieder verschwinden.

Deswegen ist der Schnitt so wahnsinnig interessant: Es gibt ihn gar nicht, er ist weniger als ein Moment, er ist gar nicht da, Du kannst nur rückschließen, dass er da gewesen sein muss.

Den Schnitt, der nicht da ist, isolieren: Das wäre doch mal eine interessante Aufgabe.

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Charles Fleury, Sieur de Blancrocher

Was würde denn eigentlich übrigbleiben, wenn man alle Ablenkung, alle Entäußerung, den gesamten Informationsfluss wegnehmen würde? Was würde von uns übrigbleiben, wenn wir uns komplett isolieren und nur noch auf unsere unmittelbare Gegenwart konzentrieren würden?

Die implizite DFW-These, dass der Sinn menschlicher Existenz in der Selbstvergessenheit konzentrierter Arbeit liegt, ist zwar verführerisch, aber leider nicht ganz, oder vielleicht sogar gar nicht zutreffend.

Kann aus meiner Sicht eigentlich nur dort gelten, wo Arbeit wirklich unangenehm ist, wo wir Angst vor ihr haben, weil wir nicht wissen, ob und wie wir sie bewältigen können. Langeweile könnte da ein Teilaspekt sein, scheint mir aber eher ein körperliches Problem als eine geistige Aufgabe zu sein. Da geht es dann eher um die Frage, wie wir es schaffen, sitzen zu bleiben und weiterzuarbeiten, obwohl jede Faser unseres Körpers nach Abwechslung schreit. Dem Verstand ist das eigentlich ziemlich egal, glaube ich. Er kann sich anderweitig beschäftigen.

Ansonsten ist Arbeiten nämlich genau das Gleiche wie Fernsehen: Es zerstört Zeit. Man freut sich, dass die Zeit so angenehm, weil unbewusst, vergeht.

Don’t talk about bewusstes Fernsehschauen. Doesn’t exist by definition. The whole point is to lose consciousness of your situation.

Denken ist unheimlich entspannend. Man kann alles, was einem im Lauf des Tages in den Kopf gekippt worden ist, wieder herauskippen. Ist ein bisschen wie aufräumen: Klärt.

Wir akzeptieren die Tatsache, dass jemand stirbt und dann einfach weg ist, nur, weil uns nichts anderes übrigbleibt: Es ist die Realität. Aber in jeder anderen Hinsicht komplett inakzeptabel.

Mal was ganz anderes: Was machst du eigentlich, wenn du nicht arbeitest, und wenn ja, warum?
Gute Frage, hab’ ich vergessen.

You look like shit. I wanna look like shit, too.
Well, you will real soon.

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Quasi der Wald.

Beim Lesen der Sprache, und vielleicht sogar der Bedeutung nachstolpern: Man hat eigentlich alles verstanden, man könnte ohne weiteres wiederholen, worum es gerade gegangen ist, aber man hat das Gefühl, dass man den Satz doch nicht vollständig nachvollzogen hat, dass man vielleicht den Rhythmus nicht richtig verstanden hat oder den Wortklang, oder dass man einfach ein bisschen zu oberflächlich gelesen hat. Passiert eigentlich immer, wenn man sich genau das fragt: Ob man den gerade vergangenen Satz wirklich vollständig verstanden hat. Lass uns ihn nochmal lesen. Und nochmal. Und nochmal. In Wirklichkeit kommt man weder der Bedeutung, noch dem Rhythmus auch nur ein bisschen näher, es ist eher so, dass das Lesen langsam in eine Art Kurzzeit-Auswendiglernen übergeht, irgendwann können wir den vollständigen Satz auswendig wiederholen, aber wenn wir ehrlich sind, haben wir nicht wirklich mehr verstanden als beim ersten Durchgang. Es ist eher eine Art schlechtes Gewissen, fast, als ob wir den Sätzen, wenn wir sie nicht wieder und wieder wiederholen, Unrecht tun würden, das uns stocken und zurückschauen lässt. Und die Einsicht, dass es nicht wirklich eine tiefere Bedeutung hinter dem, was wir sofort verstanden haben, gibt, so dass es auch keinen natürlichen Endpunkt unserer Wiederholungsbemühungen gibt, die uns weiterlesen lässt.

Eine Alternative wäre: Sich zu zwingen, durchgehend schnell zu lesen, ohne irgendeine Form von Unterbrechung und Rückschau zu erlauben. Das durchzuhalten wäre eine echte Konzentrationsübung, da wir uns dann tatsächlich ohne jede Unterbrechung konzentrieren müssten, um dem von uns gelesenen Text gerecht zu werden, sprich, wie im Kino, nichts zu verpassen, und mit Sicherheit wesentlich anstrengender als ein langsames Lesen mit Vor- und Rückschau. Kann nicht zurückgedreht werden, läuft ab wie eine Aufführung, auf deren Fortgang wir keinen Einfluss haben.

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postdigitale Wichtigtuer-Diskussion

So schwierig, sich ein genaues Bild, eine genaue Vorstellung zu machen! Klar, Du weißt, was Du willst, in diese Richtung soll es gehen, so soll es sich anfühlen, das soll vorkommen, das soll passieren, das nicht. Aber wenn es darum geht, konkret zu werden, zu planen, die Form zu bestimmen, zerfällt alles in Staub. Fast. Wie bekommst Du das, was es sein soll, mit dem, wie Du es machst, mit seiner konkreten Ausführung zusammen. Oft das eigentliche Problem, die eigentliche Schwierigkeit des Schreibens. Ist Malen auch Schreiben?

Symbolismus: Interessant die vielen Album-Cover, die ganz offensichtlich als graphisches Symbol funktionieren. Eine rätselhafte Anordnung, die erst einmal nur gut aussah, die aber nur deswegen so gut funktioniert, weil sie suggeriert, dass sie etwas bedeutet. Sozusagen ein Symbol für nichts. Sie stellt etwas dar, aber der Autor weiß genau so wenig wie der Betrachter, was. Er hat aber natürlich auch gesehen, dass da etwas ist, dass es an einem bestimmten Punkt, als er eine zusätzliche Linie nach oben gezogen hat, plötzlich geklickt hat, dass da etwas entstanden ist, was vorher nicht da war: Eine graphische Bedeutung.

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Unz-Unz-Unz-Unz

How the hell did this get so sad so fast?

Merkwürdig, dass einem dann immer wieder doch etwas einfällt, gerade wenn man denkt, dass es gar nicht geht. Sinn der Arbeit. Warten. Quälen. Zeit.

Mad Men: Orchestrierung der Gefühle, virtuose Kontrolle, vor allem auch in der zeitlichen Abfolge, herauszögern, überraschen, vor sich hin laufen lassen, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, und jetzt der ganz große Knall. Der allerdings auch nicht völlig umgedämpft, damit es danach auch noch weiter gehen kann. Grandiose Schauspieler-Führung, unübertreffbares Timing der unscheinbar Geste.

DMD KIU LIDT: Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit. Klingt gut. Stimmt das? Kann man das so stehen lassen? Würde man natürlich gerne, klar. Aber.

Die Hure/Die Herzogin: Ganz interessant der Gegensatz zwischen anzüglicher Kleidung und neutraler Gestik. Man erwartet die ganze Zeit, dass die Ansage des Kostüms eingelöst wird, es wird aber noch nicht einmal darauf Bezug genommen.

In gewisser Weise waren die Jahre im Gefängnis die glücklichste Zeit meines Lebens.

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Hochmut

Selbstkontrolle
Totaldisziplin

I can’t take any more bad news, Lane.

Land der roten Steine: Merkwürdige Idee, eine Landschaft, die man faktisch nicht sehen kann, immer wieder von anderen Standpunkten aus zu beschreiben. Quasi eine Übung in geometrisch-perspektivischer Beschreibungskunst und Vorstellungskraft, die gleichen landschaftlichen Fixpunkte in immer neuen perspektivbedingten Konstellationen vorzustellen. Obwohl diese Fixpunkte mit neuen Einzelheiten konkretisiert werden, bleiben sie papieren, weil die Erklärungen und Beschreibungen trotz aller Anstrengungen nicht wirklich anschaulich werden. Die Namen der Felsformationen bleiben die einzige Möglichkeit, wiederkehrende Fixpunkte zu identifizieren, was vielleicht auch daran liegt, dass die unterscheidenden Charakteristika nur für den, der sie tatsächlich sehen kann, erkennbar und erinnerbar sein können. Also letztlich eine Übung, die nicht erfolgreich sein kann. Trotzdem neigt man dazu, zu Ende zu lesen, vielleicht aus Faszination für die letztlich knochentrockene Prosa. Man fragt sich, warum macht er das? Warum tut er sich das an? Warum quält er sich so? Er kann nicht wirklich denken, dass er auf diese Weise ein Verständnis für die Landschaft wecken kann. Auch die seltenen Andeutungen einer Geschichte sorgen eigentlich nicht wirklich für Entspannung, sondern lassen eher die Zähigkeit der Beschreibungsprosa noch deutlicher spürbar werden.

Unbeschwertheit
Unbekümmertheit
Unschuld

kaufen: Now we’re talking!

Zeitdruck, Komma, produktiver: Entscheidung muss jetzt fallen, auch wenn es offensichtlich gar nicht möglich ist, eine vernünftige Entscheidung zu treffen. Es muss einfach irgend etwas passieren.

Ist es am Ende einfach eine Frage des Durchhaltens – oder Nichtdurchhaltens?

unbedingte Zuneigung
bedingungslose Liebe

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The order of the Holy Ghost.

El Greco
Velazquez
Goya
Manet

Königsfamilie, Goya: Letztlich alle möglichen Lebensgeschichten in einem Bild versammelt, der Maler wie ein böser Geist, seine Gemälde wie dunkle Vorahnungen dessen, was kommen wird. Einseitige Lichtregie, fast wie Partei ergreifend.

Goya, Pinturas Negras: Schwarze Messe. Ikonographie. Rätselhaftigkeit. Freimaurertum. Beckmann.

Ribera, Ecce Homo, Academia de San Fernando: Düsterster Heiland, ganz ins Schwarz versunken, von Schwärze aufgesogen.

Goya, La Tirana, Academia de San Fernando: Kleidung, Stoff immer wieder Gelegenheit für pure Malerei. Dunkles Feuerwerk.

Goya, Manuel Godoy, Príncipe de la Paz, Academia de San Fernando: Der selbstbewusste Strippenzieher in ein schwarzes Gemälde versetzt. Toller Hintergrund/irrwitziger Vordergrund. Format!

Goya, Retrato ecuestre de Fernando VII, Academia de San Fernando: Grüne Schleifen in Pferdemähne vs. sandfarbene Reithose. Ordenfeld. Schwarzgrauer Rock: Der junge König.

Hope is only marketing.

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Gesichtslosigkeit

El cardenal infante Fernando de Austria cazador, 1632-34, Museo del Prado

Francisco Lezcano, el Niño de Vallecas, 1635-45, Museo del Prado

Esopo, 1638, Museo del Prado

El bufón Don Diego de Acedo, el Primo, 1644, Museo del Prado

Mariana de Austria, 1652, Museo del Prado

La infanta Margarita, 1654, Kunsthistorisches Museum
Grau-rosa, komplett verwaschen, dazu eine Diagonale in Renoir-Türkis.

La infanta margarita, 1656, Kunsthistorisches Museum

El príncipe Felipe próspero, 1659, Kunsthistorisches Museum
Behängt mit Amuletten, unheimlicher Nebenraum rechts hinten, Hündchen genauso gebrechlich wie das Kind.

La infanta Margarita en traje azul, 1659, Kunsthistorisches Museum
Grau gegen blau, Bordürenbahnen mehr und mehr verwischt.

La infanta Margarita en traje rosa, 1663, Museo del Prado
Grau gegen rosa, weiße Krikelage wie Schriftzeichen auf Bordüren.

Las meninas, Mazo-Kopie, 1660, Kingstons Lacy, The Bankes Collection
Warum würde man das Original skizzenhaft und in klein kopieren wollen? Königspaar ausgelassen, Rücken-Bilder etwas deutlicher als im Original. Bewegungen so natürlich wie (nur) bei Velazquez.

Mythological painting: Orchestermusik/Orchestrierung
taste for paradox
formal and narrative experimentation

Deutsche Stimmen: Sprachklang/Sprachmelodie

Verwischen/Unschärfe: Vielleicht doch versetzen? Antikontur.

Zählen, um sich die Zeit zu vertreiben, zählen, um die Zeit zu markieren: Jetzt mache ich noch x mal dies, y mal das, und z mal jenes, und dann …

Don’t show off!

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Cartier

egasseM neddiH A – ortnI

Dorit Tanay

Le Vent d’Est: Absolute Dominanz des Wortes über das Bild. Gilt merkwürdigerweise auch umgekehrt. Beide Ebenen sauber getrennt, dadurch in sich gestärkt. Ganz klar: Bild und Ton ist nicht das Gleiche wie Bild und Wort. Eher Bild/Wort und Ton/Wort. Absoluter Glaube an das Wort. Absoluter Glaube an das Bild. Nicht so sehr an den Ton. Glaube ich.

Last/Past

Lederhaut: Agen

min./max.: Quasi eigene Stimmen

Frontale Bühnenaufstellung des Ensembles vs. Lautsprecherreihe im Rücken des Publikums.

Leisigkeit
Lautheit

Vom Gefühl her übermäßige Differenziertheit bei Lautsprecheraufstellung dem Medium nicht angemessen.

Alles frei halten, alles offen lassen, bis es zu spät ist.

Langeweile: Das Problem ist, dass Worte automatisch schon zu groß sind für das, was sie beschreiben.

Interessant, wie schwer das alles ist, wie schwierig es ist, ein auch nur halbwegs vernünftiges Leben zu führen. Vielleicht eben auch komplett unmöglich.

Nicht zu musikalisch denken! Oder vielleicht sogar gar nicht.

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Nicht Blinzeln!

Roxy Music, Brian Eno, David Bowie, etc.: Ikonen der 70er Jahre, Qualität offensichtlich, aber nie wirklich verstanden, wofür die Musik wirklich steht. Offensichtlich ist das Billige, Abgeschmackte, Sentimentale Teil der expressiven Geste. Gleichzeitig aber auch das Raue, Rockige, das gerade im Klangbild Punk vorweg zu nehmen scheint. Also nicht der absolute Gegensatz. Alles immer ein bisschen zu eng zusammengemischt, Gegenteil von transparentem Klang. Relativ deutlicher Hang zu Hässlichkeit, die aber nie ganz in den Vordergrund tritt. Dann die echten 70er Jahre-Ingredientien wie Gitarren- und Saxophonsoli, eigentlich ganz furchtbar, man weiß aber auch nie, wie ernst sie wirklich gemeint sind, ob sie da sind, weil es sich so gehört, weil sie wirklich etwas ausdrücken sollen, oder ob sie schon gleich als (vielleicht auch halb unbewusst) parodistisches Element eingesetzt waren. Da gehört dann natürlich auch das Kabarettistische, das Musicalhafte, das Over-the-Top-Spielen dazu. New York Dolls, Johnny Thunders dann direkter Übergang zu Punk. In too much too soon.

Filmriss: Schwarzfilm als scharfes Reißen, deutlich abgegrenzt, aktive Bewegung, statische, in sich ruhende Aggressivität, trotz Bewegung nicht Geste, sondern reine Unterbrechung. Am Steg pressen mit schnellem, im Gesamtklang verschwindenden Glissando.

Auch ganz schöne Idee: Fast alle, aber eben nicht wirklich alle Szenen durch Schwarzfilm voneinander zu trennen. Man ist dann nicht sicher, ob man vielleicht in dem Moment geblinzelt hat, in dem der Schwarzfilm kam, oder ob die Szenen wirklich ohne Trennfilm aufeinander gefolgt sind. Das alte Problem: Man kann wegschauen, aber man kann nicht weghören. Ein Schnitt könnte ein Blinzeln sein, im Grunde besteht unsere normale visuelle Wahrnehmung aus lauter kleinen Schnitten, sowohl wenn wir blinzeln, als auch wenn wir woanders hin schauen. Das geht beim Hören offensichtlich so nicht.

Ein Klang, der alle anderen Klänge verschlucken könnte, einsaugen würde, das Schwarze Loch der Klänge. Weich fallen. Sanft weg. Fast plötzlich.

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Damit der Papa es nicht hört!

facebook-Isolation/Pascal: Öffentlichkeit ist Lüge.

Jean Louis Ughetto

handkeonline

La Leggenda Di Kaspar Hauser: Ganz kurzer Schwarzfilm zwischen den Einstellungen, zum Teil auch mit Zwischentiteln, dann länger. Funktioniert gut, mischt sich mit Schwarzweiß, wirkt zum Teil wie Filmfehler – wahrscheinlich vor allem, wenn vorher viel Schwarz im Bild war, der Zwischentitel also weniger deutlich abgesetzt ist. Maurizio/Licht, Teil II: Einstellungen voneinander trennen, aber auch Einstellungen falsch trennen, z.B. Krach dort einsetzen, wo er regulär, wenn die Einstellung nicht durch Überlappung und Vervielfältigung verlängert würde, sitzen müsste, also falsche, aber zugleich formal richtige Signale setzen.

Unterbrechung: Geschwindigkeit/Wiederholung/Dauer

Wiederholungen in der Geschwindigkeit der Unterteilung
Unterbrechungen in der Geschwindigkeit des Grundtempos (1/16*x)

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hundekotgelb

alles arco, alles gestrichen: Kein Pizzicato, kein Battuto, kein Saltando. Das reine Streichgeräusch in allen denkbaren Varianten. Staccato, wenn überhaupt, nur als arco-Impuls.

Ist das jetzt wieder vorbei mit der Tonhöhe/Tondauern-Sprache? Nie mehr gemacht, später (Ton/Geräusch-Abstufungen). Plötzliches Wiedererwachen des Interesses, natürlich auch/vor allem wegen Entwurfsplanung Maurizio/Licht, wo das Geräusch Teil der ursprünglichen Idee war. Merkwürdig, dass man auf solche Sachen dann wieder zurückkommt, gerade wenn man nicht damit gerechnet hat.

Klangdifferenzierung als Prachtentfaltung

Insistierender und differenzierter Lärm: Moe

Sunset Blvd, Abzweigung vor Westwood, Jimmy Rodgers Park, Star Maps, Traumprotokolle.

Geräusche verdoppeln, um Tonhöhengehalt herauszufiltern. Quasi Anleitung zum Hören. Was gemeint ist. Was gemeint war. Ich wollte … ich … damit …

Einzelheiten, Details, Beobachtungen, Kleinstereignisse, in – was eigentlich? – gegossen. Völlig bizarr, dass man sich das alles merken kann. Wobei – eigentlich ja nicht merken, eher wird es eingeschrieben, mehr oder weniger willkürlich aufgezeichnet. Das Bild, der Text, der Ton ist dann da, ohne dass man etwas dafür getan hat – und ohne dass man ihn bewusst wieder aufgerufen hat.

im Grunde ein Wunder, dass die ganze Scheiße immer noch zusammenhält

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Körte 6 10:00 17.01.2014

Cold Front Productions

Lustig, eine echte Maloche down hier im Büro.

Improvisation. Alles Improvisation. Alles improvisiert. Die Reihe. Der Algorithmus.

Total Trauer: The caretaker.

Gleiche Intervallkonstellation einmal als Tonhöhen/Klänge, einmal als Tonfolge/Spannungsverhältnis. Müsste eigentlich möglich sein.

Oh nee, wann ist denn endlich die erste Stunde rum? Die Zeit kriecht. Ja, so ist das im Büro. Zeigt, wie viel in wenig Zeit geht, aber auch, wie langsam sich Zeit anfühlt, wenn man darauf achtet. Wenn man sich quält. Einzige erlaubte Ablenkung: Notizen. Nachdenken. Nichts tun. Aber eben nicht: Etwas anderes tun. Schlafen ist z.B. auch nicht erlaubt, logischerweise. Wäre wie etwas tun, sich ablenken, die quälende Zeit nicht aushalten. Nachdenken macht ja übrigens eigentlich immer Spaß, ist nie unangenehm, wahrscheinlich, weil man nicht wirklich etwas tun muss, weil man nicht in die Ausführung gehen muss, weil man noch nicht so weit ist, zu sehen, wie die Ideen sich in der Ausführung auflösen, verschwinden. Tolle Idee – aber nur so lange, wie man sie nicht anwendet. Letztlich das Reich des Traums, wo alles geht, was man sich kurz vorgestellt hat, wo man für einen Moment überzeugt war, dass ein bestimmter Gedanke vollständig evident ist. Ausführung wäre dann der Text, die Argumentation, wo dann plötzlich nichts mehr zusammenpasst. Nachdenken ist viel leichter als tun, weil es keinen Widerstand kennt.

Letztlich ganz normal, dass es einem schlecht geht, by the way. Den meisten Menschen auf der Welt geht es schlecht. Und den anderen natürlich auch.

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§22: Die Erinnerung

– Do nothing.
– I beg your pardon?
– If you have no move, Mr Thompson, you do nothing.
– He’s under attack, Arnold.
– All the more reason for patience. I’ve made my living, Mr Thompson, in large part as a gambler. Some days I make 20 bets, some days I make none. There are weeks, sometimes months in fact, when I don’t make a bet at all because there simply is no play. So I wait, plan, marshal my resources. And when I finally see an opportunity, and there is a bet to make, I bet it all.

Vorort, Straße, altmodische Limousinen im Tiefschnee: Vergessen zu atmen.

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Small Town Boy

Es MUSS unangenehm sein. Ist doch eigentlich klar. Sonst ist es keine richtige Arbeit. Am besten selbstverständlich unangenehm. Gar nichts besonderes. Ganz normal. Endlich eine richtige Arbeit! 9 – 5 = 8. Ganz egal, ob es funktioniert oder nicht funktioniert. Einfach sitzen bleiben. Nachdenken. Zeit absitzen. Langweilen. Meditieren. Geht nicht ohne ein gewisses Desinteresse. Quasi Heiterkeit. Ein bisschen abgelöst. Nicht über alles gleich ärgern. Intellektuelle Abgeklärtheit. Verzweiflung.

9-12
15-18
20-22

oder so.

9-12
13-17
20-22

oder so.

10-13
15-18
20-22

oder so.

Du bist jetzt bei Dir selbst angestellt. Ich bin mein bester Angestellter: Mitarbeiter des Monats.

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Wo die Reise hingeht

Radio: Eine Ansage nach der anderen, keine Beiträge. Komplette Sendungen werden angesagt, dann die nächste Sendung. Angesagt. Keine Beiträge. Die Maschinerie dreht durch. Schließlich nicht enden wollende Pausenmusik, dann Knacksen und Stille. Nach einer Weile in eine laufende Sendung hineingeschnitten, allerdings keine der zuvor angesagten. Wäre ziemlich toll als experimenteller Radiobeitrag, war aber nur ein echter Fehler. Kommentarlos gesendet. Hat also vermutlich auf dem Sender niemand gemerkt.

Manie des Bewahrens, Aufschreibens: Das ist ja wohl das eigentliche Thema. Was würden wir machen, wenn wir das nicht machen würden? Wie sähe unser Leben dann aus? Tiefe Sinnkrise. Symptome: Nichts wegwerfen wollen. Alles wegwerfen wollen. Nachsinnen. Erinnern. Wie das war. Staunen. Wie das ist. Eigentlich ja dann: Befreit vom Nachdenken. Einfach da sein, und irgendwann wieder weg sein. Sieht allerdings nicht so aus, als ob das irgendetwas besser machen würde.

Vorne Licht, hinten Ensemble: Licht hält das Gesicht nach vorne, Beschallung kommt also notwendigerweise von hinten, es sei denn, man würde sich entscheiden, auf das Licht komplett zu verzichten. Man hört auch, wenn man nicht hinsieht. Quasi Asymmetrie: Normalerweise würde man sich immer umdrehen, wenn etwas von hinten kommt, hier muss man sich aber mit der Situation abfinden: Entweder Licht von vorne und Klang von hinten, oder kein Licht und Hinwendung zum Klang. Entscheidungszwang. Bilde mir ein, dass das was sagt.

Guston: Arbeit
To the Wonder: Arbeit
Bronsky Beat: Arbeit

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Sorry for your loss.

I don’t get it, but I accept it.

Müsste man auch mal fragen: Was echte Merkwürdigkeit in der Neuen Musik wäre. Nicht Skurrilität, sondern etwas, das einen wirklich erstaunen würde.

Maurizio: Wegnehmen, da WÄRE ein Akkord, aber da IST nur Rauschen. Regelmäßigkeit: Man weiß nach einiger Zeit, was wann kommen würde, aber es kommt eben nicht. Jedenfalls nicht immer. Abstufungen von Rauschen/Ton: Die eine Hälfte und die andere Hälfte. Tendenziell Rauschen/tendenziell Ton.

Abwürgen: Rauschen
Ganz abwürgen: Kurze Pause/Nichts.

Pale King: Geht wahrscheinlich auch darum, maximale Unvorhersehbarkeit an jedem beliebigen Punkt zu erreichen; dass man nie weiß, wie lang ein Paragraph sein wird, in was für einem Stil er geschrieben sein wird, welche Personen auftreten, welche Geschichte erzählt wird, aber sich eben auch nicht darauf einrichten kann, dass es jedesmal wechselt. So etwas wie ein perfektes Gleichgewicht zwischen Überraschung und Fortführung, um das elende Einlösen eines überschaubaren Ursprungsplans/Sprachstils/Erzählmodus, das es so oft unerträglich macht, einen Roman zu Ende zu lesen, ihm also beim Einlösen der selbstgestellten Aufgabe zu folgen, zu vermeiden. Nervt manchmal, ist aber wahrscheinlich auch formal klüger, weil nicht einfach nur brillant/intelligent, als es auf den ersten Blick aussieht.

Zeitbeschränkung als Selbstschutz: Erstaunlich angenehm

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leider nur eine Episode

reine, vollständige Wiederholungen, auch größere Abschnitte, aber so, dass man sie noch nachvollziehen kann

ein Abschnitt einfach nochmal: Wie wäre das denn z.B. in einem wissenschaftlichen Text, also in einem Zusammenhang, wo man es überhaupt nicht erwartet und wo es auch definitiv nicht hingehört? Ziemlich surreal, ziemlich selbstzerstörerisch, aber gerade deswegen auch wirklich gut. Befremdend: Man würde zweimal hinschauen, weil man nicht glauben könnte, dass jemand so etwas wirklich, und mit Absicht, gemacht hat:
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Dabei geht A. rein chronologisch vor …
Zweimal wäre am irritierendsten, weil man nicht sicher sein könnte, ob es ein Versehen oder Absicht ist, bei dreimal und mehr wäre es schon ziemlich klar, dass es sich um einen absichtlichen Eingriff handelt.

Mechanische Wiederholung letztlich immer auf kleine und kleinste Einheiten bezogen, weil bei größeren Einheiten das Mechanische der Wiederholung weder bezüglich der Geste, noch bezüglich der Ausführung nachvollzogen werden kann. Je kleiner die Einheit, desto unwichtiger die Exaktheit der Ausführung, also der Wiederholung. Es wirkt dann ohnehin wie eine große, integrierte Geste, und nicht wie eine Reihung von Wiederholungen.

Immer wieder: Wanda Group. Sollte man versuchen zu integrieren. Vielleicht einfach ein Stück über ein fertiges Stück von WG schreiben.

Klug zusammengestellte Realität. Das war doch das, was uns gefehlt hat, oder?

Pausen als Lücke mit Rauschen füllen, zusätzliche Pausen leer lassen. Pausen als Lücke tendenziell ganze Schläge, zusätzliche Pausen tendenziell kurze Unterbrechungen.

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Schnelligkeit

Schnitte, die von einander getrennt sind (quasi Schwarzfilm) vs. Schnitte, die direkt aneinander anschließen. Oder besser Dynamik-Blende vs. Dynamik-Schnitt.

Option 1 wahrscheinlich vor allem bei niedriger Dynamik, damit der Klang schnell verschwinden kann. Option 2 bei jeder Dynamik möglich, bei niedriger Dynamik als Gegensatz zu Option 1 einsetzen, bei hoher Dynamik als Klangblock und Klangwand.

Dynamik
Schnitt/Pausen
Ton/Geräusch
Stimmen/Verdopplungen
Registrierung

Nicht zu Ende gedacht.

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